Repatha-Spritzen - Eure Erfahrungen?

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Hallo,

habe heute das erste Mal Repatha selbst spritzen müssen, da Statine-Unverträglichkeit.
Während des Aufklärungsgesprächs sagte mir die Ärztin der Charite, dass sie bisher 900 Patienten hätten und 300 davon hinterher Erkältungssymptome als Nebenwirkung hatten.
Das ist ja ganz schön viel!

Wie sind eure Erfahrungen?
 
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Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
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Deine Wegweiser:
Halkl WigWamBam,

Repatha ist ja nicht so ganz ohne unerwünschte Wirkungen. Dazu kommt noch die Diskussion darüber, ob hohe Cholesterinwere überhaupt so gefährlich sind, wie sie von den meisten Ärzen dargetellt werden. Siehe dazu auch:
...
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Personen betreffen)
  • Grippe (hohe Körpertemperatur, Halsschmerzen, laufende Nase, Husten und Schüttelfrost)
  • Erkältung, wie eine laufende Nase, Halsschmerzen oder Nebenhöhleninfektionen
    (Nasopharyngitis oder Infektionen der oberen Atemwege)
  • Übelkeit (Nausea)
  • Rückenschmerzen
  • Gelenkschmerzen (Arthralgie)
  • Reaktionen an der Einstichstelle, wie z. B. Bluterguss, Rötung, Blutung, Schmerzen oder
    Schwellung
  • Allergische Reaktionen, einschließlich Hautausschlag
    Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen)
  • Nesselsucht, rote juckende Erhebungen auf Ihrer Haut (Urtikaria)
  • Grippeähnliche Symptome
    Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Personen betreffen)
• Schwellung im Bereich von Gesicht, Mund, Zunge oder Rachen (Angioödem)
...

Hat denn Dein Arzt gesagt, ob diee Nebenwirkungen nur am Anfang auftreten und dann von alleine wieder vergehen?

Wie hoch sind denn Deine Lipidwerte?

Das Thema ist ja nicht neu für Dich:

Wie auch immer: alles Gute!

Grüsse,
Oregano
 
bzgl. der nebenwirkungen sollte man auch noch bedenken, daß sie fast nie gemeldet werden, d.h. tatsächlich noch sehr viel häufiger sind als im beipackzettel angegeben.

im übrigen hat die zahl der herzinfarkte bei jungen leuten trotz (oder wegen ?) senkung der normwerte und verordnen von pillen enorm zugenommen.
als ich vor über 50 jahren in der medizin gearbeitet habe, war es schon eine sensation, daß da mal jemand mit 48 einen infarkt hatte, heutzutage sind es schon viele unter 50 und auch schon etliche unter 30.


lg
sunny
 
bzgl. der nebenwirkungen sollte man auch noch bedenken, daß sie fast nie gemeldet werden, d.h. tatsächlich noch sehr viel häufiger sind als im beipackzettel angegeben.

Da magst Du generell recht haben, aber erstens vertragen die meisten Menschen Statine und die Repatha-Spritzen bekommt man ja erst, wenn man drei Statine nicht vertragen hat (bei mir sogar vier) und zweitens bekomme ich die Spritzen von den Ärzten der Lipidsprechstunde in der Charite und die haben 900 Patienten, die das nehmen und machen eine Studie daraus. Daher konnte mir die Ärztin gestern mitteilen, dass bei einem Drittel der Patienten Erkältungserscheinungen aufgetreten sind. Wenn`s nur das ist nach der allerersten Spritze, damit kann ich leben. Mir ging es darum zu sehen, ob andere Personen Nebenwirkungen hatten, aber wahrscheinlich gibt`s hier kaum Mitglieder, die soweit gekommen sind ...
 
@WigWamBam
magst du auf die Fragen von Oregano noch eingehen, dann kann man sich ein besseres Bild von deinem Zustand machen.

Ich persönlich hätte großen Respekt / Angst vor Statinen bzw. Repatha.

Dass dir die Ärzte das Medikament schön reden ist klar, wenn du an einer Studie teilnimmst. Die sind ja froh, wenn sie Opfer finden.

Alles Gute für dich
wünscht Mara
 
Repatha ist ja nicht so ganz ohne unerwünschte Wirkungen. Dazu kommt noch die Diskussion darüber, ob hohe Cholesterinwere überhaupt so gefährlich sind, wie sie von den meisten Ärzen dargetellt werden.

Hallo Oregano,

nimmst Du Repatha und hast Du irgendwelche Nebenwirkungen davon, denn DAS war ja meine Frage?

Ich weiß, dass du Bedenken gegen Statine hast, da Du sie ja als Antwort auf viele Fragen immer wieder erwähnst, ebenso wie die Frage nach den Lipidwerten. Geh einfach mal davon aus, dass die Leute, die KHK haben, so schlau und interessiert sind, selbst über Statine zu recherchieren und ihre gewünschten Lipid-Optimalwerte kennen.

Da Du ja meine Historie gecheckt hast, weiß du vllt. auch, dass ich nach meinem ersten Infarkt 2016 ebenfalls Bedenken hatte und gegen die Empfehlung meines Arztes keine genommen hatte, da ich das Buch `Die Cholesterin-Lüge` gelesen hatte.
Dann bekam ich meinen zweiten Infarkt in 2019 und seitdem nehme ich Statine. Die Sache ist nur, dass mein Körper sie nicht verträgt und mit erhöhten Gamma GT-Werten oder erhöhtem CK-Wert reagiert. Daher `muss` ich jetzt spritzen.
Vielleicht haben die Autoren des Buches recht, vllt. auch die Statinbefürworter.
Ich jedenfalls bekam einen zweiten Infarkt nachdem ich drei Jahre lang nach meinem ersten Infarkt KEINE genommen hatte.

Hat denn Dein Arzt gesagt, ob diee Nebenwirkungen nur am Anfang auftreten und dann von alleine wieder vergehen?

Die Ärztin sagte gestern, dass die Erkältungssymptom-Reaktion nach einigen Tagen auftreten KANN und nur nach der ersten Spritze, da der Körper sich dann darauf einstellt. Da ich positiv denke, gehe ich davon aus, dass bei mir alles ok sein wird, wollte aber trotzdem die Erfahrungen anderer wissen.

Wie hoch sind denn Deine Lipidwerte?

Bei den Optimalwerten ist zu unterscheiden, ob man gesund ist oder bereits eine Khk bzw Infarkte hatte. In den USA geht man davon aus, Patienten mit Infarkt LDL-mäßig unter 50 zu bringen. Das ist aber in der Praxis ziemlich unrealistich; ich habe drei Kardiologen und meine Hausärztin danach befragt.
Mein Ziel ist unter 70 und DAS hatte ich mit zwei der vier Statine geschafft, leider haben diese den Gamma GT-Wert zu stark erhöht. Nehme ich gar keine Statine liegt mein LDL-Wert zwischen 160-180 und das ist schon heftig.
Jetzt muss ich in 4 Wochen (nach 2 Spritzen) sehen, was das Blutbild dann ergibt.

Danke für den Link und die guten Wünsche :-)

 
Du hast völlig Recht, WigWamBam :) : Die Sitution nach zwei Herzinfarkten ist ganz anders als die Situation ohne Herzinfarkt.
Deshalb noch einmal: alles Gute für Dich !

Grüsse,
Oregano
 
Dass dir die Ärzte das Medikament schön reden ist klar, wenn du an einer Studie teilnimmst. Die sind ja froh, wenn sie Opfer finden.

Hallo Mara,

hast Du Repatha gespritzt? Falls ja, hattest Du Nebenwirkungen?

Es wird hier so oft im Forum nicht auf die Frage eingegangen, sondern nur seine Ideologie platziert, die nichts mit der Frage zu tun hat. Wer sagt dir, dass mir das schön geredet wurde? Das ist nichts weiter als deine Vermutung basierend auf deiner Ideologie!
Dass ihr immer alle mit euren Bedenken gegen Statine kommt. Vllt. würdet ihr das anders sehen, wenn ihr bereits ZWEI Infarkte gehabt hättet und nach dem ersten keine Statine genommen hättet, weil ich auf die Bedenken im Buch `Die Cholesterin-Lüge`gehört hatte.

FIKTION: Also erstens hat mir das niemand schön geredet, zweitens bin ich kein Opfer!!! und drittens habe ich NICHTS von einer Studie geschrieben!

FAKT: Es gibt es nicht viele Patienten die DREI Statine NICHT vertragen!Dann haben sie die Wahl, ob sie jetzt gar nichts mehr nehmen und ihre Cholesterinwerte durch die Decke gehen lassen oder ob sie Repatha spritzen, welches KEIN Statin ist! Darüber wird aufgeklärt und NICHT zu Repatha überredet. Da ich nach meinem ersten Infarkt KEINE Statine genommen hatte und dann nach nur drei Jahren einen zweiten bekommen hatte, hatte ich mich dazu entschlossen, doch Statine zu nehmen, die ich nicht vertrug.

Da ich ohne Statine LDL-mäßig bei 160-180 liege und nicht den dritten, most likely finalen Infarkt bekommen will, habe ich mich entschlossen, Repatha zu spritzen: FREIE Entscheidung - KEINE Überredung!

Da diese Spritzen fast 1000€ kosten und mein Arzt diese nicht verschreibt, sondern nur die Lipidambulanz, muss ich also regelmäßig zur Charite und die erheben die Daten über die Wirkung und können dann Aussagen machen über die Häufigkeit und Art von Nebenwirkungen.

Wenn dein Arzt in den letzten 10 Jahren 200 Patienten hatte, die an Gebärmutterkrebs gestorben sind, dann hat er auch einen Mittelwert darüber, wie lange es von der Feststellung des Krebses bis zum Tod gedauert hat. Das heißt nicht, dass die 200 Patienten Teilnehmer einer Studie waren!
 
Also nochmal Klartext. Das Zeug ist nicht ohne!

Repatha ist ein stark wirksames Medikament – aber es greift tief in den Fettstoffwechsel ein, und die Langzeitfolgen sind noch nicht wirklich erforscht. Evolocumab blockiert ein Enzym (PCSK9), das an der Regulation der LDL-Rezeptoren beteiligt ist. Das senkt das Cholesterin massiv, aber eben künstlich, nicht durch Veränderung des Stoffwechsels oder der Ernährung.

Das Hauptproblem:
Du schaltest einen natürlichen Regelkreis aus. Das senkt zwar das Labor-LDL, aber keiner weiß sicher, was das auf Dauer mit Zellmembranen, Hormonen, Nerven und Entzündungsprozessen macht. LDL ist nicht nur „böse“, sondern Teil vieler Reparaturvorgänge. Wenn man das zu stark absenkt, verändert man möglicherweise andere Prozesse, z. B. die Hormonbildung, Zellwandstabilität oder Gehirnstoffwechsel (Cholesterin ist dort ein Grundbaustein).

Die offiziellen Nebenwirkungen werden meist als „mild“ beschrieben – Reaktionen an der Einstichstelle, Muskelschmerzen, Infekte, Müdigkeit –, aber in Erfahrungsforen berichten viele von Erschöpfung, Gelenkschmerzen, Gedächtnisstörungen oder erhöhter Infektanfälligkeit. Es sind keine Einzelfälle.

Ich würde so ein Mittel nur einsetzen,
– wenn wirklich eine familiäre Hypercholesterinämie vorliegt,
– oder wenn trotz voll optimiertem Lebensstil (Ernährung, Bewegung, Gewichtsregulation, Stressmanagement, Schilddrüsenwerte, Leber, Entzündungsmarker) das Risiko extrem hoch bleibt.

Oft steckt hinter „hohem Cholesterin“ kein PCSK9-Defekt, sondern ein gestörter Stoffwechsel insgesamt – Leber, Schilddrüse, Zuckerstoffwechsel, Darmflora. Wenn man da ansetzt, normalisieren sich die Werte häufig auch ohne Spritzen:
  • Leber unterstützen (Mariendistel, Artischocke, Löwenzahn, Bitterstoffe)
  • Zuckerstoffwechsel regulieren (weniger Weißmehl, mehr Gemüse, gute Fette)
  • Bewegung & Sonnenlicht – erhöhen HDL, senken Triglyceride
  • Entzündungsherde suchen (Zahn, Darm, stiller Reflux etc.)
  • Omega-3-Fettsäuren statt ständiger PCSK9-Hemmung
Wenn dein Arzt Repatha vorgeschlagen hat, würde ich vorher immer:
  • Eine erweiterte Lipidprofilanalyse machen lassen (LDL-Subfraktionen, ApoB, Lp(a)),
  • Entzündungsmarker (hsCRP, Fibrinogen), Leberwerte, Schilddrüse prüfen,
  • Den Zuckerstoffwechsel (HOMA-Index, Insulin, HbA1c) anschauen.
Oft zeigt sich dann, dass gar kein echtes Medikamentenbedarf besteht, sondern ein Stoffwechsel-Ungleichgewicht, das sich mit Lebensstil und Mikronährstoffen bessern lässt.

Kurz gesagt:
Repatha ist kein Wundermittel, sondern ein biotechnisches Werkzeug mit unklaren Langzeitwirkungen. Wenn du das spritzen lässt, sollte alles andere vorher sauber abgeklärt und optimiert sein – sonst behandelst du nur eine Laborzahl, nicht die Ursache.

lg
sunny.
 

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