Pregnenolon erhöht

Themenstarter
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01.08.08
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Hallo liebe Foris,
ich bin 60, weiblich, seit geraumer Zeit geht es mir einfach nur schlecht.
Mein Hausarzt vermutete hormonelle Ursachen und hat unter anderem Pregnenolon testen lassen. Der Wert sollte angeblich mit dem Alter abnehmen und der Mangel für Depressionen, Gedächtnisstörungen und vieles andere mitverantwortlich sein.
Mein Wert ist aber um das 2,5-fache höher als der Refernebereich. Dem Wert nach zu beurteilen, müsste ich über ein grandioses Gedächtnis verfügen, jung und stehts fröhlich sein. Es ist leider nicht der Fall.
Seit einigen Monaten habe ich auch einen hohen Blutdruck (früher habe ich nicht gemessen, weiß nicht wie lange es schon dauert) mit Spitzenwerten von
186/98 und das bei einem meistens niedrigem Puls - 45-60, ganz selten über 60. Der Blutdruck ist in der Nacht anstatt niedriger umgekehrt - höher - ich wache durchgerädert auf.
Die weiblichen Hormone sind altersbedingt im Keller.
Obwohl Pregnenolon als die "Mutter aller steroiden Hormone" bezeichnet wird, hat kaum jemand von seiner Existenz gehört - auch meine sehr von mir geschätzte Gynekologin nicht.
Meine Aldosteron und Reninwerte waren OK, das Ultraschallbild von Nieren und Nebennieren ist mustergültig.
Ich nehme L-Thyroxin 100 und die Kontrollanalysen zeigen eine optimale Einstellung.
Kann mir jemand etwas zu dem Thema sagen? Kann das Pregnenolon an der Sache schuld sein? Bin ich ein Allien oder nur verrückt? Es ist einfach nur ätzend!
Mit herzlichen Grüßen an Alle Leser
Bari
 
wundermittel
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27.08.09
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Obwohl Pregnenolon als die "Mutter aller steroiden Hormone" bezeichnet wird, hat kaum jemand von seiner Existenz gehört - auch meine sehr von mir geschätzte Gynekologin nicht.



Ja, das ist wahrlich erschreckend... als ich meine Medikation nennen sollte, zählte ich u.a. auch 100 mg Pregnenolon auf. In der Endokrinologie der Uniklinik Heidelberg, Fachambulanz für hormonelle Erkrankungen (!!!) kannte man als Facharzt für Hormone dieses lebenswichtige Hormon nicht, schaute mich nur mit großen Augen an und musste dann allen Ernstes im PC nachschauen, was das denn Komisches sein soll, das ich mir da jeden Tag einwerfe...

Ich habe für so etwas kein Verständnis mehr! Wir werden bei schwerer Erkrankung ständig gezwungen, unser Überleben von gut verdienenden Nichtsnutzen von Ärzten abhängig zu machen. Das ist eine Schande, was da in Deutschland abgeht...

Es wird in anderen Unikliniken vermutlich nicht anders zugehen, aber in Heidelberg ist es mir eben leider schon mehrfach passiert. So wusste man dort in der Fachambulanz für Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit) nicht, was freies Kupfer (im Gegensatz zum an Protein gebundenen Kupfer) ist und was Chelate (Medikamente zur Schwermetallausleitung) sind (!!!)... OHNE WORTE!!!

Grüße
Lukas

P.S.:
Sorry, wenn ich Dir zu Deiner eigentlichen Frage gerade nichts sagen kann...
 
regulat-pro-immune

Datura

in memoriam
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09.01.10
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Es könnte sich um einen Abnahmefehler/ Messfehler/ Transportfehler handeln.

Ich würde im Labor nachfragen, wie genau die Präanalytik zu sein hat und die Bestimmung wiederholen, dabei selbst auf die Präanalytik achten. Vielleicht ist die Pregnenolonbestimmung empfindlicher als die anderen Hormone, wird erst seit kurzem im Labor gemacht usw.

Grüße von Datura

Ach so, ich wurde auch mit großen Augen angeguckt: "Sie nehmen solche Mengen Prednisolon?"
 
Themenstarter
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01.08.08
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Hallo Datura,
diese hohen Werte sind mehmals innerhalb der zwei Jahre
gemessen worden, deshalb betrachte ich sie als sicher.
Nächste Woche probiere ich einen neuen Arzt auf...
Mal sehen, was der dazu sagt.
Viele Grüße
Bari
 
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