Pflege eines tropischen Flammenbaums in Deutschland

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Ich habe einen selbst ausgebuddelten, tropischen Flammenbaum geschenkt bekommen.
Nun steht dieser lustig auf meinem Balkon und fühlt sich bei diesen Temperaturen noch pudelwohl.
Viele neue Blätter hat er bekommen und zur Nacht rollt er diese wohl zum Schutze oder auch zum Schlafen ganz zu. Wenn ich aufstehe, sind alle Blätter wieder ausgerollt. Nur so nebenbei, da ich soetwas noch nie beobachtet habe.

Was mache ich nun zum Winter? Er benötigt mindestens 7 Grad und ob er in der Wohnung überhaupt überlebt? Hat hier jemand Erfahrung und wie beschneiden, wenn er zu groß wird?

Vielleicht hat ja jemand einen Rat.

Liebe Grüße von Kayen
 
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wundermittel
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Hallo Kayen
da musste ich nachschauen was denn das für ein Baum ist, denn das mit den Blättern machen auch meine Schirmakazie, sie blüht aber rosa
https://de.wikipedia.org/wiki/Albizia

Hier die Beschreibung deines Baumes
Flammenbaum
-leider kenne ich den nicht, kann Dir darum auch keinen Tip geben. Viel Glück damit.
LG Béatrice
 
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Liebe Béatrice,

das ist ja witzig, dass die Blätter der Schirmakazie genau dieses Schlafverhalten zeigen.
Ich vermutete schon, mir wurde vielleicht eine Schirmakazie als Flammenbaum überreicht, was mich ja genauso freuen würde.
Jedoch habe ich mir nochmals die Blätter vom Flammenbaum und der Schirmakazie im Wiki angeschaut und diese sehen sich Beide sehr ähnlich.
Ich finde dieses Bäumchen ja so beeindruckend, da man an diesem Schlafverhalten das Leben erkennt, welches in so einer Pflanze innewohnt.:) Nach diesen Beobachtungen würde ich es noch nicht mal mehr fertigbringen, diesen Baum zu beschneiden, ich würde mir vorkommen, Finger abzutrennen oder ähnlich.
Am Besten wäre es, man bringt ihn wieder dahin, wo er herkommt.:idee:

Danke für Deine Antwort, war total interessant und weiterhin viel, viel Glück bei der Suche nach einem neuen Zuhause?

Herzlichst
Kayen
 
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regulat-pro-immune
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Hier, Kayen, bei mir gleich der nächste Link bei der google-Suche Flammenbaum - Anzucht, Pflege und Überwintern findest Du schon einige Tipps, auch zum Überwintern.

Gärtner sehen es ja etwas "anders" mit dem Beschneiden:
Wenn der Flammenbaum bereits bei der Aufzucht schon frühzeitig richtig geschnitten wird, dann entwickelt er eine weit ausgefächerte und halbkugelförmige Krone, die auch auf der heimischen Terrasse einen schönen Schatten spenden kann.
Dann aber auch
... wird er nicht in einen größeren Bereich umgesetzt, hört er irgendwann auf zu wachsen und bleibt eine kleine Zierpflanze.
Vielleicht kannst Du Dich doch mit diesem Bäumchen anfreunden - und er mit Dir!

Gutes Gelingen - Gerd
 
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Hier, Kayen, bei mir gleich der nächste Link bei der google-Suche Flammenbaum - Anzucht, Pflege und Überwintern findest Du schon einige Tipps, auch zum Überwintern.

Danke, Gerd, den Link habe ich gesehen, da steht jedoch nicht drin, wo oder wie man ihn beschneidet. Ist nun auch egal, hab beschlossen ich beschneide ihn nicht.:)
Gärtner sehen es ja etwas "anders" mit dem Beschneiden:

Gärtner sehen es wohl eher nicht so mit dem Herzen, sondern eher pragmatisch? Keine Ahnung. Hab mal eine Geschichte über einen Baum gelesen, welcher sich durch das Beschneiden nicht mehr entwickeln konnte . . .



Vielleicht kannst Du Dich doch mit diesem Bäumchen anfreunden - und er mit Dir!

Angefreundet haben wir uns schon, ich möchte doch nur sein Bestes!

Gutes Gelingen - Gerd

Dankeschön, ich schau mal.

Liebe Grüße von Kayen
 
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23.05.12
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Hallo Kayen
ich habe ja verschiedene Bäume in Töpfen - sie werden so nicht so gross, wie ihre Brüder und Schwestern die ausgepflanzt sind, sind aber auch keine Bonsai, da sie ja grosse Töpfe haben.
Erlebte auch mal einen Baumtod durch "beschneiden". Ein Bonsaikenner der mal bei mir in den Ferien war, schnitt mir am Anfang meiner "Bäumchensammlung" einige Exemplare zurück, unter anderem eine schöne Rosskastanie, sie war so schön und ich liebte sie.
Als ich sie sah war ich schockiert - und sie auch, sie hat nicht mehr ausgetrieben.

Das Zurückschneiden lernt man im Zusammenleben mit einem Baum - Du wirst sehen wie sich das entwickelt.

Schöne Zeit
Béatrice

ps.
ich lernte das Zurückschneiden gut sein kann für Pflanzen als ich ins Tessin kam und meinem Freund zuschaute als er über 300 Rebstöcke zurückschnitt - es war so schwer für mich das zu machen, bis ich dann 2 Jahre lang den Kreislauf dieser Pflanzen kennenlernte.
Als ich es begriff und lernte "es gibt einen richtigen Zeitpunkt dafür" konnte ich es auch bei meinen anderen Pflanzen nach und nach anwenden.
Es erscheint mir - richtig angewendet "wie Haare schneiden".... wobei ich ja meine Haare auch bald 12 Jahre nicht mehr schnitt - ausser ab und zu mal einige Spitzen... (bisschen hinkt es evtl.) Jedenfalls hast Du das Glück auch von Bäumen zu lernen..
 
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Danke liebe Béatrice. Ich werde bestimmt daraus lernen :) und vielleicht, wenn irgendwann die ersten Blüten erscheinen, sehen, ob es sich um eine Schirmakazie oder tatsächlich um einen Flammenbaum handelt, denn in der Literatur des Flammenbaumes habe ich bis jetzt noch nichts über diese schlafenenden Blätter gelesen. Das wird allerdings noch ein weilchen dauern, dann wirst Du sicherlich schon in einem schönen Zuhause leben und ich meinen derzeit gruseligen Wasserschaden überstanden haben.
Vielen, vielen Dank für den wertvollen Hinweis.:)

Herzlichst und alles Liebe
Kayen
 
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09.09.08
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Wuhu,
bei manchen
... schnitt ... eine schöne Rosskastanie ... hat nicht mehr ausgetrieben...
Bäumen oder Sträuchern sollte man nicht alle Haupttriebe einer Krone auf einmal abschneiden - wzB einen Buchsbaum, der das ja verträgt - sondern immer einen Teil stehen lassen und erst im nächsten oder übernächsten Jahr, wenn an den früheren Schnittstellen bereits wieder junge Triebe herauskamen; Kommt aber auch drauf an, wie stark der Baum/Strauch ist, im Freien weniger schlimm, in Töpfen kann man sie damit umbringen...

Viel Glück beim Überwintern! :wave:
 
regulat-pro-immune
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Mein Flammenbaum 🌳 hat sich leider Springschwänze eingefangen, die zwar in gewisser Weise Nutztiere sein sollen und nur in der Blumen-Erde leben, aber, bei aller Liebe, ich möchte keine Springschwänze in meiner Wohnung halten. 😁

Die Pflanze hatte ich den Sommer über in meinem Badezimmer und wahrscheinlich ist es dort für den Baum zu feucht.
Ein Tauchbad sollte gem. Pflanzendoc Abhilfe schaffen. Nun habe ich ihn ca. 1 Stunde getaucht 🤿 und trotzdem hüpfen noch ein paar Schwänzchen daher.

Vielleicht gibt es ja hier ein paar grüne Daumen, die Erfahrung mit Springschwänzchen haben, ich kenne dieses Phänomen garnicht und vermute auch, die neue Blumenerde (habe ihn kürzlich umgetopft) könnte das ausgelöst haben.

Falls jemand Abhilfe weiß, außer ein Tauchbad, bitte gerne Info. Mein Flammenbaum der zu den Schlafbäumen gehört, ist empfindlich, bitte nur Hausmittel.
 
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18.03.12
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Liebe Kayen,

ich kenne die Springschwänze auch und bin sie nie losgeworden. Auch wenn es nützliche Tierchen sind, wollte ich sie auch nicht in der Wohnung haben und stellte darum betroffene Pflanzen vor meine Wohnungstür.
Da dachte ich gar nicht mehr an die kleinen Tierchen.
Dein Flammenbaum ist ja etwas ganz besonderes und es ist klar, dass du dich in der Wohnung daran erfreuen möchtest.
Leider fand ich zur Bekämpfung auch nur das Tauchbad ( dreimal) las aber von wenigen Erfolgen. Nächsten Sonntag treffe ich ein paar richtig gute Pflanzenkenner und frage einmal nach.

Vielleicht hast du aber bis dahin schon eine Lösung, das wünsche dir sehr.🍄

Liebe Sonntagsgrüße von Wildaster💞
 
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14.03.07
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Leider fand ich zur Bekämpfung auch nur das Tauchbad ( dreimal) las aber von wenigen Erfolgen. Nächsten Sonntag treffe ich ein paar richtig gute Pflanzenkenner und frage einmal nach.

Genau, liebe Wildaster, zudem kommt beim Tauchbad hinzu, dass die Springschwänze ein feuchtes Milieu lieben und danach, zumindest die Schwänzchen, die überleben und sich dann wieder vermehren, doppelt freuen.
Die Erde austrocknen geht aber auch nicht, dann geht er ein.

Leider kann ich den Baum nicht nach draußen pflanzen, da dieser Temperaturen bis minimum 8-10 Grad und dann nur höhere verträgt und sofort eingeht und dieser Baum ist ein richtiges Lebewesen, wie wohl alle Pflanzen, aber dieser zeigt es sehr viel deutlicher für uns Menschen.

Falls Du nächsten Sonntag noch daran denkst würde ich mich freuen, wenn Du bei Deinen Freunden nachfragen könntest, falls ich "die Lösung" finde stelle ich diese ebenso hier rein.

Ein schönes Restwochenende und vielen Dank für Deine Rückinfo 🌻💞🌻
Kayen
 
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09.09.08
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Wuhu Kayen,
Genau, liebe Wildaster, zudem kommt beim Tauchbad hinzu, dass die Springschwänze ein feuchtes Milieu lieben und danach, zumindest die Schwänzchen, die überleben und sich dann wieder vermehren, doppelt freuen.
Die Erde austrocknen geht aber auch nicht, dann geht er ein. ...
da kann wohl nur etwas übers Substrat bzw Erde gemacht werden (neue/s kaufen und tauschen) - anscheins gabs ja bereits in der letzten "neuen" Erde beim Umtopfen her die netten Tierchen mit dazu...

Es gibt ja sehr viele verschiedene Fertig-Mischungen im Handel, ev schaust Du da mal - jedenfalls würde ich dann die oberste Schicht, so ca 3 - 5 cm, mit nur mineralischem Material wzB (fein- und grobkörnigen) Lava-Bims-Steinchen gestalten, da fließt das Gießwasser rasch ab und es ist dann oberhalb "trocken", unterhalb aber genügend feucht (so wie man halt bisher gegossen hat); So haben die Springschwänze kein so tolles "Wohnzimmer" mehr...

Falls das neuerliche Substrat-Tauschen bzw die Abdeckschicht nicht hilft oder weil die Tierchen von draußen immer wieder reinkommen, könntest Du noch tierische Gegenspieler versuchen: Hypoaspis miles oder Hypoaspis aculeifer, die man auch zB gegen Trauermücken einsetzt...

 
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regulat-pro-immune
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18.03.12
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Liebe Kayen,
ich war heute in einem urigen kleinen Gartenladen in meiner Stadt, den es schon in meiner Kindheit gab und fragte einmal nach.

Das wird dich hoffentlich erfreuen, denn gegen Springschwänze gibt es ein homöophatisches Mittelt, das "Neem-Öl".
Du sollst den gesamten Topf in die vorbereitete Lösung tauchen und nach 14 Tagen die ganze Prozedur wiederholen, um nachträglich geschlüpfte Jungtiere zu erfassen.

Ich habe auf die Schnelle nur diesen Link gefunden.


Mein Laden hätte es da!!!!!:)

Liebe Grüße von Wildaster
 
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09.09.08
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Wuhu,
ja, Neem-Öl kann man ausprobieren :)

Ps: hab aber schon gehört, dass die das nicht sooo beeindruckt, am Besten wärs nach einem Neem-Öl-Versuch wohl tatsächlich Fress-Feinde anzusiedeln - klingt grausam, aber die Springschwänze fressen ja auch Wurzeln, wenn es nichts anderes mehr in der Erde gibt...
 
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14.03.07
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Das wird dich hoffentlich erfreuen, denn gegen Springschwänze gibt es ein homöophatisches Mittelt, das "Neem-Öl".

Mich erfreut Deine Zuwendung auf jeden Fall, liebe Wildaster,:whistle:, ich vermute nur meinem Baum wird der starke Neem-Duft nicht gefallen
Das grünlich-gelbe bis bräunliche Öl hat einen starken Geruch nach Zwiebeln, Knoblauch und Schwefel, sowie einen bitteren Geschmack.

und schlimmstenfalls mit einem vollständigen Blattabwurf reagieren.
Das habe ich alles schon mit den Jahren erlebt, wie dieser Baum lebt und empfindet; er reagiert auch auf Duftsprays im Bad. Wenn ihm leichte Düfte nicht gefallen, rollt er seine Blätter ein und legt sich schlafen und steht dann schon mal erst nach 2 Wochen wieder auf.
Aber vielen herzlichen Dank 💞, das kannst Du ja alles nicht wissen.



Fress-Feinde anzusiedeln - klingt grausam, aber die Springschwänze fressen ja auch Wurzeln, wenn es nichts anderes mehr in der Erde gibt...

Deinen Vorschlag mit dem Vulkan-Bims werde ich zunächst einmal versuchen, liebes alibiorangerl💞 und hoffe dann mal.
Wenn ich diese Fress-Feinde ansiedele, habe ich dann zwar keine Schwänzchenhüpfer mehr aber dafür dann andere Tierchen 🙃 in der Wohnung, das wäre dann im Ergebnis ja gehüpft wie gesprungen.🐜🪰🐛 oder?
 
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09.09.08
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Wuhu Kayen,
Deinen Vorschlag mit dem Vulkan-Bims werde ich zunächst einmal versuchen, liebes alibiorangerl💞 und hoffe dann mal.
Wenn ich diese Fress-Feinde ansiedele, habe ich dann zwar keine Schwänzchenhüpfer mehr aber dafür dann andere Tierchen 🙃 in der Wohnung, das wäre dann im Ergebnis ja gehüpft wie gesprungen.🐜🪰🐛 oder?
nein, wenn es keine "Schädlinge" mehr zu fressen gibt, nach ein paar Wochen, dann sterben die kleinen Raubtierchen - werden dann letztlich Dünger...
 
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