Pfeiler

Themenstarter
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06.04.08
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69
Einige Jahrzehnte hat sich an dem, was ich von der Welt im allgemeinen und im besonderen halte, nichts verändert. Eines Tages, ich schwebte zwischen 30 und 40, sprang mich ein Wort an, mit dem ich nichts anfangen konnte. Das Wort sprang mich nicht aus einer Boulevardzeitung an und nicht im Supermarkt, sondern an meinem Schreibtisch. Aus einer Information meines Fachgebietes, zu dessen Spitzengruppe ich gehöre.

Gehörte. Es gab jetzt nicht nur etwas, das ich nicht kannte, es gab sogar schon einen Begriff dafür. Die Welt hatte mich überholt.

Ab sofort interessierte ich mich für möglichst viele Informationen. Fachbücher. Zeitschriften. Sogar die Tageszeitung wurde sorgfältig studiert. Und das Netz gewann an Bedeutung. Ich hatte den verglühten Pfeiler „Einbildung“ durch den Pfeiler „Wissensdurst“ ersetzt.

Im Moment ruht mein Blick auf den Ärzten. Auf den Krankheiten. Auf der Gesundheit. Eigentlich eine Einheit. Dachte ich. Aber das ist wohl auch falsch.

Gruß
dshudshu
 
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Hallo dshudshu,
so ganz verstehe ich nicht, worauf Du hinaus willst. Kannst Du das ein bißchen näher erklären?

Gruss,
Uta
 
Ich kann es versuchen, Uta. Da es ein Phänomen ist, das ich selbst gerade erst kennenlerne, sind meiner Schilderung Grenzen gesetzt. Es geht darum, daß man in jungen Jahren alles kann und alles weiß. Fragen gibt es keine und die Welt ist so, wie wir denken. Alles andere ist falsch und keinen Pfifferling wert. Die Kollision mit der Wirklichkeit ist unvermeidbar. Bei mir hat es vor wenigen Jahren kollidiert. Ich weiß nicht, ob das früh oder spät ist. Ich weiß auch nicht, welche meiner Ansichten (ich habe es „Pfeiler“ genannt) sich wann ändern und was ich dann für ein Mensch sein werde. Aber ich vermute, daß dieser Wechsel von der jugendlichen „Starre“ in die Ära der Anpassung ein allgemeines Problem ist und jedem widerfährt. Doch mehr als eine Vermutung ist das nicht.

Gruß
dshudshu
 

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