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Niedergeschlagen, verzweifelt, hilflos...

Themenstarter
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25.03.04
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O.k ich gehöre wohl eindeutig zu den Personen, die es immer wieder runterzieht und die sich selber kaum positiv beeinflussen können.
Nach kurzen Glücksgefühlen zieht es einen immer wieder runter, wenn es dann doch nicht so läuft, wie man es sich vorstellt.
Ist aber auch sehr schwer, wenn es einem täglich schwer gemacht wird!
Ich merke ja nun selber beim schreiben, dass alles nur negativ ist und meine Haltung auch immer wieder diese Position einnimmt...
Aber wie geht man damit um...? Ich habe noch nicht die Lösung gefunden. Ich kann mir tausend Mal sagen, es wird alles gut... Mein Körper reagiert doch anders. Und wenn dann alle Methoden zur Besserung des Befindens nicht helfen, hilft das auch nicht... man hat keinen Lichtblick. Und wenn selbst ein Lichtblick in der Nähe ist, wird man wieder zurückgeworfen.

Von den noch privaten weitern Problemen mal ganz zu schweigen. Würde ich das Leben nicht so lieben und wäre nicht so lebenshungrig, ich wäre der perfekte Kandidat alles so depremierend zu finden, mit dem Leben Schluss zu machen....
Aber ich will Leben, denn es gibt nur dieses eine Leben. Wird Zeit für mich, dass ich es nach 13 Jahren mal wieder genießen kann... ohne Wenn und Aber...

Hätte mir mal einer als ich noch Kind war gesagt, wie meine Zukunft aussieht... ich hätte es nicht geglaubt...!

Ich hoffe, dass ich auch mal was positives hier schreiben kann und das ich es dann geschafft habe und alles gut geworden ist.
Wenn ihr mich dann noch "lesen" könnt ;-)

yours
*vielleichtauchzuehrlichistundzuvielvonsichundseinemseelenlebenschreibt* :?
 
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08.10.04
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hey Engelchen!

Es gibt soviel Schlimmes auf der Welt, eigentlich müsste man den ganzen Tag weinen.
Glaub mir, ich kenne das, wenn einem nichts mehr zu gelingen scheint, die Gesundheit brach liegt, privat alles daneben läuft und man alles nur noch schwarz sieht.
Aber häufig liegts wohl genau an Letzterem: man sieht eben alles schwarz und zieht alles Negative auch an. Ist zwar nicht immer so, aber häufig kommt von aussen zurück was man selbst ausstrahlt.

Kopf hoch!
Ich stecke zwar selbst in einer Depression, aber ich habe heute gerade einen guten Tag und genug Kraft, Dir die Hand entgegenzustrecken... ich stell mir gerade vor, ich zieh Dich an der Hand aus dem Sumpf raus... ja genau, vielleicht sollte man mehr mit positiven Bildern arbeiten, eine Art Meditation!

Die Gesundheit: ich sage mir, es könnte ja alles noch viel schlimmer sein! Halleluja, ich kann noch gehen, ich hab genug zu essen und zu trinken, ich bin ein freier Mensch (relativ), wir haben hier keinen Krieg und auch keine Sintflut (...), ich hab ein Dach über dem Kopf, einen lieben Partner, einen süssen Sohn, eine liebe Freundin, etc. Es gibt plötzlich ganz viele Dinge, worüber ich dankbar sein kann. Das hilft mir ungemein. Dankbarkeit rettet mein Leben. An ihr halte ich mich fest.

Ich hab nur EIN Leben! Und meine Zeit steht in Gottes Händen.

Wofür will ich mein Leben nutzen? Ich will wieder zu Kräften kommen, will mit diesen Kräften Gutes tun, anderen Menschen helfen. Ich will wieder glücklich und fröhlich sein, ich will raus in die Natur, ich will die Sonne im Gesicht spüren, ich will die Vögel zwitschern hören, mich freuen, mit den Kindern lachen und rennen, ich will neue Dinge ausprobieren, offen sein für Neues, ich will wieder etwas Sport machen, ich will wieder mal auf einem Pferd sitzen und darauf dem Wind entgegengaloppieren...

Ich will mich verabschieden von der Vergangenheit, von alten Mustern, von Schmerzen und Trauer und will mich der Gegenwart zuwenden.

Elfe
 

admin

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01.01.04
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Hallo Ihr Zwei

In diesem Thread haben bisher alle Flügel ... darf ich mich trotzdem dazu gesellen? ;)

O.k ich gehöre wohl eindeutig zu den Personen, die es immer wieder runterzieht

Deine Flügel sind somit wohl im übertragenen Sinne dazu da, Dir zu helfen, dass es Dich nicht runterzieht.
Ich würde Dir raten, ab heute ständig zu Dir zu sagen "Es IST alles gut", und nicht "es WIRD alles gut". Denn das setzt Dich sofort an den Anfang von dem besseren Leben, das Du Dir wünschst und nicht in eine passive Erwartungshaltung gegenüber der Zukunft, wie sie irgendwann mal aus heiterem Himmel eintreten könnte.
Eine gute Zukunft tritt nicht einfach ein ... sie wird gemacht!

Gruss, Marcel
 

inga

in memoriam
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28.07.04
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Guten Abend!

Lieber Marcel... wenn man gerade in einer Depression steckt oder in ein "Loch" fällt, ist es verdammt schwierig zu sagen: "Es IST alles gut!". Denn, gerade die aktuelle Situation macht uns zu schaffen! Man kann beim besten Willen nichts Positives daraus entnehmen.

Mit etwas Übung, kann man sich aber nach einer gewissen Zeit selber mit solchen Gedanken helfen. Hab ich auch schon versucht. So hab ich plötzlich feststellen müssen, dass trotz der vergangenen negativen Erlebnisse, einige schöne Situationen entstanden sind. Beispiel: Ich hab sehr stark leiden müssen, dadurch bin ich zu diesem Forum gekommen und somit sehr viele liebe Menschen kennen gelernt. Das IST gut!

Oder: Es ist gut, dass ich diese Erfahrungen gemacht habe, weil ich dadurch ein Stück gewachsen bin und einiges dazugelernt habe.

In diesem Sinne wünsche ich Elfe und Himmelsengel viele positive Gedanken!
Liebe Grüsse
 
Themenstarter
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25.03.04
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Hallo Elfe,
im Grunde hast du ja vollkommen Recht. Sicher kann man froh darüber sein, wie "gut" es doch einem noch geht. Sicher, ich hab ein Dach über den Kopf, hab genügend zu essen, kann laufen (zwar wie auf Eiern, aber immerhin *g*), habe eine liebe Familie. Ich lebe!
Aber man kann dies alles gar nicht richtig wertschätzen, weil man so mit sich und seinen Beschwerden beschäftigt ist.
Eine Freundin von mir, die an Krebs erkrankt ist, sagte mal zu mir: "Mensch mit dir möchte ich nicht tauschen, ich habe zwar Krebs, aber merke davon nicht und kann alles tun, wozu ich Lust und Laune habe. Dir dagegen gehts hundsmiserabel und bist nicht in der Lage zu leben."
Als sie mir das sagte, war ich erst beschämt, denn das fand ich schon sehr hart, was sie da sagte... man sie hat doch Krebs! Ich möchte um nichts in der Welt mit ihr tauschen.
Aber so sieht sie das, aus ihrer Sichtweise. Ich muss dazu sagen, sie hat mom. keine Chemo und es geht ihr gut. Der Krebs ist zum stillstand gekommen, Blutwerte etc. sind soweit i.O., das nichts gemacht werden muss.
Doch was ist, wenn es bei ihr wieder schlechter wird... da würde sie bestimmt gerne mit mir tauschen wollen....

Es ist eben immer ein Ist-Zustand... wie man sich gerade fühlt.
Ich würde gern mein Leben nutzen... aber kann es nicht, denn mein Ist-Zustand ist seit 2,5 Jahren ein Dauerkrankseinzustand. Geschweige denn die 13 Jahre, dich ich mit Angst- und Panikattacken lebe.

Ich stehe jeden Morgen mit dem Gedanken auf... "Und heute wird ein guter Tag"
Ich gehe jeden Abend ins Bett mit dem Gedanken... "Ich danke für den Tag, auch wenn er nicht so gut war"

Doch mein Körper ist der Meinung: Mag sein, dass du das denkst... aber es ist nicht so... und belehrt mich wieder auf ein Neues.

Und da soll noch mal einer positiv ständig denken ;-)

@Admin
ich wünsche mir seit Ewigkeiten ein besseres Leben... das lässt aber anscheinend auf sich warten ;-)

@inga
Sicher kann ich sagen, ich hab die und die Leute kennengelernt... ich hab die und die Erfahrung gemacht etc.
ABER was nützt es mir, wenn ich aber körperlich nicht fit bin?
Sorry, ist jetzt nicht bös gemeint...
Ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben und auch Menschen, die mich verstehen und wissen, um was es geht.
ABER wenn ich gesund wäre, hätte ich vielleicht andere Leute kennengelernt... im realen Leben, weil ich rausgehen kann... weil ich arbeiten gehen kann... hätte andere Erfahrungen gemacht.

Man kann die Medaille immer von zwei Seiten sehen ;-)

Es grüßt euch ganz lieb
himmelsengel
 

inga

in memoriam
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28.07.04
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Einen wunderschönen guten Tag Himmelsengel!

Ich kann deine Gedanken verstehen! Sind es aber vielleicht nicht gerade deine Gedanken, die dich daran hindern, eine körperliche Besserung zu erzielen?

Es tut mir echt leid, dass es dir nicht so gut geht. Sorry, wenn ich negative Emotionen bei dir ausgelöst habe. Es war echt nur ein spontaner Versuch, dir etwas zur Seite zu stehen.

Ich wünsche dir trotz Allem ein erholsames Wochenende!
 

Malve

Hallo himmelsengel,

vielleicht tröstet Dich ein wenig die Erfahrung, die ich gemacht habe, bezugnehmend auf Deine Zeilen: "ABER wenn ich gesund wäre, hätte ich vielleicht andere Leute kennengelernt... im realen Leben, weil ich rausgehen kann... weil ich arbeiten gehen kann... hätte andere Erfahrungen gemacht."
Ich habe meine besten Freundinnen/Freunde durch gesundheitliche Probleme kennengelernt - auf der Suche nach Heilungsmethoden, auf Seminaren und durch ein Forum. Und ich habe festgestellt, daß ich mit diesen eine viel intensivere und "tiefere" freundschaftliche Beziehung habe als das jemals vorher mit Personen "des täglichen Lebens" der Fall gewesen ist.

Liebe Grüße,

uma
 
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08.10.04
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hallo Engelchen!

Ich stehe jeden Morgen mit dem Gedanken auf... "Und heute wird ein guter Tag" Ich gehe jeden Abend ins Bett mit dem Gedanken... "Ich danke für den Tag, auch wenn er nicht so gut war"

Der Anfang am Morgen ist doch schon ganz gut! Und dann, am Abend: vielleicht müssen wir ganz klein anfangen... Schritt für Schritt, also auch die ganz kleinen positiven Dinge im Alltag erkennen...

Jeden Abend spreche ich mit meinem kleinen Sohn ein Gutenachtgebet. Ich danke Gott für alles was wir erlebt haben, zähle es auf, dann bitte ich um Vergebung für das was ich nicht gut gemacht habe und dann kommt die Fürbitte für die Nacht und für den nächsten Tag. Es zaubert zwar bei mir keine Depressionen weg, aber es hilft mir, immer wieder den Blick auf das Gute zu richten, dankbar zu sein und mein Leben Gott anzuvertrauen, und es jeden Tag neu aus Seinen Händen zu nehmen.

Ich habe auch schon festgestellt, an meinen ganz schlechten Tagen habe ich mich meistens zu viel um mich selbst gedreht, hatte keine Ablenkung, war nicht draussen, hatte keine frische Luft, keine Bewegung oder zuwenig/zuviel Schlaf. Ausserdem: die dauernde Beschäftigung mit Symptomen, Giftstoffen, Krankheiten führt bei mir zeitweise auch zu Überforderungsgefühlen und Gereiztheit, was die Genesung ja auch nicht fördert. Zwischendurch muss ich mich einfach mal wieder von allem befreien und mich mit anderen Dingen befassen... oder mit anderen Menschen sprechen. Meistens hör ich dann denen nur zu und befass mich eingehend mit meinem Gegenüber. Darüber vergess ich mich selber und meine Probleme für eine Weile.

Mir fällt in dem Zusammenhang eine Frau ein, sie heisst Joni Eareckson - Tada, Autorin von zBsp. dem Andachtsbuch "Zeichen des Himmels". Sie ist gelähmt und im Rollstuhl. Für sie ist alles enorm schwierig, das tägliche Leben ist eine riesige Herausforderung für sie. Für alles braucht sie Hilfe von ihrem Mann: sich anziehen, sich in den Rollstuhl setzen, essen, trinken, duschen, aufs Klo gehen, jemanden besuchen etc. Aber die Frau lässt sich nicht kleinkriegen, sie kämpft sich mutig durchs Leben und schreibt sogar noch aufmunternde Bücher und Andachten... und soviel ich weiss, malt sie Bilder mit dem Mund.

"Gott führt uns manchmal einen ziemlich rauhen, steinigen Weg, aber wir machen immer wieder einmal Rast, bücken uns, und finden ein paar Diamanten am Strassenrand.
Diamanten im Staub. Kostbarkeiten, die man beinahe übersieht. Wir brauchen nur offene Augen, um darin die Zeichen des Himmels zu erkennen."

In dem Sinne, liebes Himmelsengelchen, wünsche ich uns (Dir, mir und allen, die es gebrauchen können) offene Augen, um die Diamanten am Strassenrand zu sehen, und viel Kraft und Vertrauen in Gott.

Elfe
 
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10.01.04
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Ich bin richtig beeindruckt von diesem Thread :) und finde es sehr schön, wie hier geschrieben wird.
Mir hat in den schlimmsten Zeiten sehr geholfen, daß ich mir für jede Woche mindestens eine Sache vorgenommen habe, die mir gut getan hat. Meistens waren es sanfte Körper-Therapien wie Cranio-Sacral-Behandlungen oder sanfte Massagen. Davon wurden zwar meine Beschwerden nicht wirklich besser, aber in dieser halben oder dreiviertel Stunde konnte ich entspannen und genießen.
Was mir auch fast immer geholfen hat: mich an einen ruhigen Ort hinsetzen (zu Hause, in Kirchen [so habe ich sämtliche Kirchen in meiner Umgebung kennengelernt] und beim Einatmen in mich hineinsagen "ich atme die Kraft des Universums ein"; beim Ausatmen: ich gebe alles, was mich beschwert, was mich traurig macht, was mich schwächt an Mutter ERde ab, damit sie es transformiert und zum Guten wendet". Zunächst war das mehr eine mechanische Übung, aber ganz, ganz langsam kamen positive Bilder dazu und eine Welt, in der ich mich gut fühlte.

Allerdings hatte ich nie eine wirkliche Depression. Wenn man in so einer drinsteckt, ist es vielleicht wirklich für eine Weile "vernünftig", um aus ihr herauszukommen. Ich denke, einen Versuch ist es wert, falls nicht schon geschehen.

Was mir auch geholfen hat: Ablenkung von mir. Gespräche (oft am Telefon) mit Freundinnen über deren Probleme, bei denen ich ganz bewußt nicht von mir sprach. Da kam schon manchmal Neid auf, wenn ich sah, was die so bewegte; auf der anderen Seite lernte ich so auch, mich auf andere einzustellen und nicht nur um mich zu drehen.

Es ist verflixt schwierig, die Flügel in so einer chronischen Krankheits-Situation nicht hängen zu lassen. Aber es gibt immer wieder kleine Möglichkeiten, das Fliegen trotzdem zu üben, auch wenn man keine großen Weitflüge machen kann. :)

An Himmelsengel:
Wenn Du abends für den Tag dankst, dann würde ich Deinen Zusatz weglassen und nur sagen
Ich danke für diesen Tag.

Daß er vielleicht nicht so gut war, ist vorbei. Und jeder Gedanke, mit dem ich das noch einmal bestätige, holt das Nichtgutsein zurück ins Bewußtsein, wo es sich wieder ausbreitet.

Liebe Grüße,
Uta
 
Themenstarter
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25.03.04
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Erst einmal... Danke... ich freue mich und es tut gut, von euch zu lesen... :)
Dies ist ein Austausch... wie ich ihn aus meinen Meditationswochenenden kenne... Gedanken fließen lassen.

@inga
ich weiss deinen Versuch sehr zu schätzen. Nur manchmal, bin ich trotz aller lieben und gutgemeinten Tipps anderer Meinung und sehe das aus einer anderen Sicht. ;)

@uma
sicher... das freut mich für dich. Leider ist dies bei mir (noch) nicht der Fall.
In den letzten Jahren sind einige Freundschaften eingeschlafen... ich war wohl zu anstrengend, man konnte ja mit mir nix mehr unternehmen... habe Verabredungen absagen müssen etc. pp.... auch selbst wenn ich mich bemüht habe, die Freundschaften aufrecht zu erhalten... irgendwann erkennt man, dass es nicht immer geht.
Vor einem Jahr habe ich mich mit meiner damals "angeblich" besten Freundin sehr zerstritten und seitdem herrscht Schweigen zwischen uns. Ich hatte schon vorher erkannt, dass sie keine Freundin für mich war. Sie hat mir nicht gut getan. Dann kam dieser Streit... er musste wohl kommen. Trotzdem tut es weh.
Durch Seminare und Meditationen usw. habe ich viele neue Menschen kennengelernt... und jedesmal wenn ich dachte, es ist eine "neue" Freundin dabei, hat es sich dann doch zerlaufen...
Ich bin schon recht traurig, dass ich keine "richtige" mehr Freundin habe.
Sicher ich habe ne Menge Freunde... aber alles oberflächlich... ich denke dann einfach, wenn ich mehr rauskommen könnte und nicht ständig auf Sachen verzichten müsste, die ich doch gerne machen würde... ja dann säh das alles anders aus... ich kann mich nirgends wirklich reinhängen, weil es ja wegen meinem Schwindel etc. nicht geht.

@Elfe
Genauso ähnlich wie du mache ich es auch... ich danke abends Gott und bitte ihn am nächsten Morgen... der Glaube gibt mir viel Kraft...
Und genauso wie dir ist es mir auch schon aufgefallen, bin ich abgelenkt gehts meistens besser... aber und jetzt kommt das ABER mir ist auch aufgefallen, dass ich nur abgelenkt bin, wenn die körperl. Symptome nicht so stark sind. Das heisst, wenn mir arg Schwindelig ist... dann kann ich mich durch nichts ablenken... wie denn auch?
Oder wenn ich starke Kopfschmerzen habe etc., womit soll man sich ablenken?
Wenn ich dann so Schicksale höre/lese, wie auch du sie beschreibst... ja dann bin ich dankbar, danbar, dass es mir nicht so ergeht... aber trotzdem macht mich das nicht gesünder, leider.
Einen schönen Satz hast du da geschrieben... gefällt mir, danke :)

@Uta
Ich habe auch keine wirkliche Depression. Es ist vielmehr so, dass ich von einer Sekunde auf die andere total schlecht drauf bin, weil sich gesundheiltich nichts tut und es mir wieder ganz bewusst wird oder gemacht wird, wenn ich dann wieder so einen megaschlechten Tag habe. Ich kann genauso gut, dann ein Lied im Radio hören, was ich total gut finde und dann anfange zu tanzen und gute Laune zu haben.
Ich bin eher verzweifelt in dem Sinne... das es nicht bergauf geht... bzw. es mich immer wieder ins Tal zurückwirft und ich nicht verstehe warum und mich dann zweifeln lässt.
Ich würde auch gerne Sachen machen, die mich mal abschalten lassen... aber das ist wegen dem Schwindel nicht möglich... kann ja nirgends dran teilnehmen... es ist ja nicht das wollen... es ist das nicht können %)

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Tag, viel Liebe und Glück.
Bis dahin
LG
himmelsengel
 

Malve

Hallo himmelsengel,

ich kenne die "Tiefs" auch - gerade momentan geht es mir schlecht, bekam gestern Abend wieder meine Schwindelattacken (halten heute noch an, und ich hatte in der letzten Zeit wieder öfter damit zu tun, mit einigen Tagen Pause dazwischen). Schlimm ist es, wenn man im Bett liegt, da dreht es bei jedem Lagewechsel, beim Aufstehen und Hinlegen. Dazu hatte ich die ganze Nacht ziehende Schmerzen von den Sehnenansätzen in die Oberschenkel ausstrahlend, sozusagen "parallel" an beiden Beinen, so daß ich kaum geschlafen habe. Meine Halswirbelsäule ist auch nicht ok, und manchmal weiß ich wirklich nicht - kommt der Schwindel nun davon oder aus dem Innenohr (was der Neurologe bei einem Test festgestellt hat). Ich habe schon sehr lange immer wiederkehrende Beschwerden, manche haben sich ausgeschlichen, aber manche suchen mit immer mal wieder heim. Da könnte man wirklich die Krise kriegen. Ich gebe mir Mühe, mich nicht von solchen Attacken beherrschen zu lassen - wenn es irgend geht, ziehe ich durch, was ich geplant habe. Das klappt nicht immer, aber manchmal hilft es sogar, die Krise zu überwinden.

Was die "Freunde" betrifft - ja, manche bleiben auf der Strecke, wenn man nicht mehr "ins Raster" paßt, wenn man nicht mehr "pflegeleicht" ist, sondern auch mal über seine gesundheitlichen Probleme sprechen will etc. Sieh es so - es waren keine richtigen Freunde. Echte Freundschaften "halten so etwas aus", sie können stützen und aufmuntern. Ich hatte jahrelang Mangel an echten Freundschaften und dachte, ich gehöre irgendwie nicht dazu, aber das Blatt hat sich gewendet; gib die Hoffnung nicht auf - ich mußte auch lange darauf warten. Es ist ein Glück, wenn man sozusagen "verwandte Seelen" findet, bei denen man verstanden wird. Ich wünsche Dir von Herzen, daß Du Menschen findest, die Dich verstehen und annehmen - egal, wie es Dir geht. Es müssen nicht viele sein (ich habe auch nur sehr wenige davon), aber die "Qualität" ist wichtiger als die Menge.

Bei mir kommt noch hinzu, daß ich mich schon immer sehr vor Krankheiten gefürchtet habe, vor allem vor Krankenhausaufenthalten usw. Ärztliche Untersuchungen machen mir immer Streß, die Angst vor einem ernsten Befund sitzt mir jedesmal im Nacken.

Alles Gute für Dich - und Kopf hoch, Du bist nicht alleine!

LG

uma
 
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08.10.04
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Hallo Uma, hallo Himmelsengel

Euch hats wirklich beide arg erwischt! solche Schwindelattacken sind ja schlimm und beängstigend. Wenn dann noch Kopfschmerzen dazu kommen... tja, was soll man da machen. Da bin ich total ratlos. Wenn einem keine Medikamente helfen können und die Ausleitung auch nichts bringt, was kann man da noch machen? Nur beten fällt mir ein... Ich hoffe, dass Ihr zwischendurch auch beschwerdefreie Stunden oder Tage habt, in denen Ihr das Leben noch etwas geniessen könnt! Ich hoffe, dass es Euch beiden bald viel besser geht!

Das mit der Freundschaft, Uma, da kann ich Dir nur beipflichten. Wirklich gute Freundschaften sind sehr selten und wollen gut gepflegt sein. Ich habe meine 3 wirklich guten Freundinnen alle in schwierigen Lebenssituationen kennengelernt, in der wir jeweils beide drinsteckten, dies hat uns miteinander verbunden und uns all die Jahre zusammengeschweisst. Ich habe auch gelernt, dass Freundschaften verschiedene Phasen durchleben können. Bei meiner besten Freundin habe ich in den ersten 4 Jahren enorm viel investiert, einiges mehr, als sie mir zurückgeben konnte. Das war eine lange Zeit, in der ich mich eigentlich danach sehnte, mich selber mehr anlehnen zu können. Dann kam meine eigene Krise vor 4 Jahren, und der Spiess drehte sich dabei plötzlich um. Denn ich konnte nicht mehr viel geben, dafür war sie für mich da! Und es verging wieder eine relativ lange Zeit, in der sich die Situation kaum änderte... irgendwann, als es mit mir wieder etwas bergauf ging, hat es sich wieder einigermassen ausgeglichen und wir können uns heute beide abwechslungsweise unterstützen und aufmuntern.

Ich fand meine Freunde in schwierigen Lebensphasen.
Sehr verbindend sind ähnliche Lebensumstände, in denen man sich gegenseitig gut versteht (oder sogar zusammen drin steckt, wie zBsp. bei der Arbeit oder ein Klinikaufenthalt, in einer Schule etc.) und sich gegenseitig Mut machen und zusammenhalten kann.
Manchmal lohnt es sich, dran zu bleiben und mehr zu investieren, als man selbst zurückbekommt (falls man selber die Kraft dazu hat).
Wenn es einem sehr schlecht geht, darf man auch über längere Zeit hinweg nur "nehmen"... wichtig sind offene Gespräche.

Aber ja, eben. Wenn Du Himmelsengel, durch Deine Beschwerden so behindert wirst, dass Du kaum aus dem Haus gehen kannst, dann ist natürlich alles sehr schwierig. Vielleicht könntest Du ab und zu jemanden aus den Seminaren und Meditationen zu Dir nach Hause einladen? Wenn Dir jemand sympathisch ist, einfach mal den Anfang machen und dann auch dran bleiben und eine Weile investieren? Viel telefonieren, einladen (soll den Kuchen gleich mitbringen) oder schreiben etc. Ich weiss natürlich nicht, was für Dich möglich ist, wieviel Du unternehmen kannst, und ob Du überhaupt jemanden einladen magst. Wieviel Kraft Du hast, um Freundschaften einigermassen zu pflegen, wie häufig bist Du beschwerdefrei, und ob überhaupt, etc.

Hast Du eigentlich einen Partner? Und Du hast doch eine liebe Familie, das ist jedenfalls schon sehr, sehr viel wert!

Ich wünsch Dir auf jeden Fall ganz viel Glück, eine gute Nacht, morgen einen tollen, beschwerdefreien Tag und dass Du endlich wieder ganz gesund wirst! Auch für Dich, Uma!

Elfe



[geändert von Elfe am 01-09-05 at 11:18 PM]
 
Themenstarter
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25.03.04
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Hallo ihr Lieben :)

Ich habe ja einen Dauerschwindel... d.h. 24-Std. täglich... also auch wenn ich ins Bett gehe oder wenn ich morgens aufwache ist er sofort da. Oft kann ich deswegen auch nicht einschlafen.
Zudem bekomme ich öfters Schwindelattacken, dass es mich regelrecht von den Beinen reisst oder ich vor lauter Nervosität in dem Moment nicht weiss, wo ich mit mir hin soll.
Gerade heute kann ich wieder so ein Fallbeispiel geben...
Wir waren zu einem Spielenachmittag verabredet und hatten vorher Kuchen gegessen und waren dann mittendrin beim Spiel. Ich hatte wirklich kaum Beschwerden und hatte mich richtig darüber gefreut einen "guten" Tag erwischt zu haben. Doch auf einmal merkte ich wie mir immer schwindeliger und schwindeliger wurde, dann bekam ich noch starken Kopfdruck hinzu... ich wurde dann nervös und hatte mich erstmal auf die Toilette begeben, um mich zu beruhigen und abzuchecken, obs noch schlimmer wird. Ich spielte dann aber weiter und wurde dann auch etwas ruhiger. Aber das ganze hat so ca. 30-45 Min. gedauert, bis sich das alles etwas gelegt hatte. Gut gefühlt habe ich mich nicht mehr. Ich glaube alle anderen haben das gar nicht regestriert... ich versuche dann auch immer noch "Haltung" zu bewahren und mir nichts anmerken zu lassen.
Jetzt ist mir immer noch schwindelig... aber das ist wieder der Dauerschwindel. Fragt mich mal, warum der Schwindel auf einmal kam... Ich weiss es nicht *seufz* Und genau das ist es, was mich dann auch so unsicher macht und ich mich nichts mehr traue...

@uma
Der Neurologe hat bei dir was festgestellt? Was denn genau? Dafür gibts doch Medis... ich wäre froh, wenn ich wüsste woher es kommt... bei mir wird nie was festgestellt. Immer nur Vermutungen... Medis helfen dann auch nicht, die ich dann auf Verdacht bekomme.

Mit den Freundschaften... ja das ist so ne Sache...
Ich hatte immer eine beste Freundin in jedem Lebensabschnitt... also in der Kindheit eine beste Freundin, in meiner Jugend, ja und jetzt im Erwasenenalter bis vor einem Jahr auch.
Manchmal treffe ich die aus meiner Vergangenheit auch noch und wir verstehen uns sehr gut, aber es ist mehr eine lockere Bekanntschaft draus geworden (ausgenommen mit derjenigen mit der ich mich verstritten habe).
Ich habe liebe Menschen kennen gelernt... aber mehr als anbieten, mich besuchen zu kommen, kann ich auch nicht. Sie freuen sich dann auch und möchten unbedingt mal kommen, haben dann aber eigene erhebliche Probleme oder es verläuft sich eben wieder... und ich denke, dass passiert nicht ohne Grund. Vielleicht ist die passende Freundin für mich noch nicht da... vielleicht braucht das noch Zeit.
Vielleicht ist das Forum und ihre Menschen ja im Moment meine Stütze...
Ich habe eine liebe Familie... die mir immer zuhören und für mich da sind... aber das ist halt Familie... versteht ihr was ich meine?

Ich danke euch beiden für eure Wünsche und eure Anteilnahme... ich hoffe, ich kann das alles mal zurückgeben.
Es ist schön, sich mit euch auszutauschen. Danke.

Alles Liebe für euch (alle)!
LG
himmelsengel
 

Malve

Hallo Himmelsengel,

der Neurologe hat einen gutartigen Lagerungsschwindel festgestellt, den man mit einer bestimmten Übung selbst "behandeln" kann. Glücklicherweise habe ich keinen Dauerschwindel; die Attacken vergehen meistens innerhalb von wenigen Tagen, mal schneller, mal dauert es länger. Die
Schwindelanfälle verunsichern mich trotzdem. Ich hatte auch zwischendurch lange beschwerdefreie Zeiten und immer gehofft, nun ist die Sache kein Thema mehr...

Kürzlich gab es eine TV-Sendung (MDR) zum Thema Schwindel. Es gibt leider viele Schwindelarten, die nicht endgültig abzuklären sind bzw. man weiß nicht, woher sie kommen.

Ich hatte auch "Lebensabschnitts-Freundinnen", aber da man sich weiterentwickelt und die anderen auch, ist es oft so, daß man irgendwann feststellt, daß man sich nicht mehr so viel zu sagen hat oder daß man einfach nicht mehr zusammen"paßt". So verlief Manches sozusagen automatisch im Sande. Ich hatte dann auch keine Lust, auf die "Suche" zu gehen, ich wollte erst einmal wissen, was möchte ich eigentlich, was interessiert mich...
Wie Du schreibst - vielleicht ist die Zeit bei Dir einfach noch nicht reif.

Freue Dich, daß Du eine Familie hast, die immer für Dich da ist - das ist doch schon mal eine wunderbare Sache!

Wie sieht es bei Dir mit der Psychosomatik aus - hast Du einen guten Therapeuten?

Liebe Grüße,

uma
 
Themenstarter
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25.03.04
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Huhu uma,
ich kann das sehr gut nachvollziehen, dass dich der Schwindel verunsichert. Man wird nervös und bekommt innerlich auch Angst, dass es nicht weggeht oder man evtl. sogar umkippt. Echt ätzend... wenn ich das mal sagen darf ;)
Aber vielleicht ist es dir ein kleiner Trost, dass du weisst was es ist, woher es kommt und das es wieder weggeht und du auch was dagegen tun kannst.

Genau wie du, hatte ich ja vor ein paar Wochen das Gefühl... es geht berauf... hurraaaa... endlich... schon länger keine Schwindelattacke mehr gehabt... prima... und dann hats mich ja wieder umgehauen und wenn es dann da wär und dann nach ein paar Stunden weg oder Tagen... aber es hält schon wieder Wochen an.
Ich würde so gerne wissen, was ich machen kann, damit es aufhört... leider findet keiner was und wenn sind es Vermutungen... %)
Wie sieht denn dein Lagerungsschwindel aus und was machst du da genau? Kann das ja dann auch mal probieren in dem Moment... also wenn ich dann zu Hause sein sollte *g*

Bei den Freundinnen war es dann meistens so... man ist aus dem Kiga gekommen oder aus der Schule etc. und es hat sich dann eben verlaufen... man hatte andere Interessen, ist mit anderen Leuten in Kontakt gekommen... oder sind umgezogen, hat andere Freunde gefunden., wo man selber dann aber nicht so mit klar kam...
Aber eigentlich kein Grund... wenn man doch vorher ein Herz und eine Seele war.

Ich freue mich auch über meine Familie... meine Familie ist mein Ein und Alles... ich darf gar nicht dran denken, wenn die nicht mehr sind... dann könnt ich sofort losheulen.

Ich mache demnächst eine Verhaltensthera wegen meinen Ängsten und Panikattacken. Ich habe schon einen heiden Schiss davor, weil ich es mir mom. mit dem Schwindel nicht zutraue. Als ich vor einigen Wochen diese sogenannten probatorischen Sitzungen hatte, war ich zwar auch ängstlich in Gedanken, dass ich das nicht schaffe, dann aber vor den Situationen, die ich dann bewältigen muss und vor der Angst eben.
Jetzt hab ich das Gefühl, ich kann noch net mal überhaupt mit der Thera anfangen wegen dem Schwindel... ~_~

Alles irgendwie alles so festgefahren wieder. Na ja mal sehen, wann es überhaupt losgehen soll.

LG
himmelsengel
 

inga

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28.07.04
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Hallo alle zusammen!

Nur ganz kurz zum Thema Freundschaft:

Freunde sind Engel, die uns wieder auf die Beine helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt!

Liebe Himmelsengel.... hier findest du viele "Engel"!

Wünsche dir alles, alles Gute von ganzem Herzen!
 

Malve

Hallo himmelsengel,

schau mal im Internet (z.B. GOOGLE) unter "Lagerungsschwindel", da findest Du Tipps, was man dagegen tun kann.
Klar, ich habe eine Diagnose - aber dennoch fühle ich mich bei den Attacken sehr unwohl und irgendwie bleibt im Hinterkopf doch die Angst, es könnte ja auch mal etwas Schlimmeres sein... und es könnte mal nicht mehr weggehen :( Und da der HNO eine Störung im Innenohr (die diese Art Schwindel ja erzeugt) nicht finden konnte, war ich damals erst recht verunsichert :? Dennoch glaube ich dem Neurologen, denn es "paßt" alles zu den Symptomen eines Lagerungsschwindels.

Was die Freunde betrifft - Du schreibst: ... es hatte sich dann eben verlaufen...man hatte andere Interessen. Genau das ist der Punkt. Man ändert sich im Laufe seines Lebens (wenn es nicht so wäre, würde man immer auf demselben Stand bleiben, nicht "reifen", sich nicht weiterentwickeln können etc.), und genauso ändern sich oft die Beziehungen, die man pflegt. Mit den "Ehemaligen" muß man ja nicht in Disharmonie auseinandergehen, es ergibt sich oft einfach so, und ich glaube, daß jede "Lebensabschnittsfreundin" wichtig ist und in dieser Zeit eben die "beste Freundin" gewesen ist.

Wenn Du einen guten Therapeuten oder eine gute Therapeutin hast, dann kannst Du doch ganz offen mit ihm/ihr über Deine Ängste sprechen, gerade auch, was den Schwindel betrifft, und Du mußt Dich davor nicht fürchten. Die Therapie muß ja nicht "hammerartig" anfangen, sondern laß es langsam angehen, und Du mußt Dich mit dem Therapeuten/der Therapeutin wohlfühlen, das ist sehr wichtig. Er/Sie muß vollstes Verständnis für Deine Situation aufbringen, dann kannst Du Dich vertrauensvoll in diese Behandlung begeben.
Ich weiß, es kostet oft einige Überwindung, gerade dann, wenn man sich wieder einmal so mies fühlt, aber GERADE DANN ist dieser Schritt notwendig, und Du wirst sehen, daß Du es schaffst. Ich drücke Dir jedenfalls ALLE Daumen und wünsche Dir viel Mut und Kraft.

Liebe Grüße,

uma
 
Themenstarter
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25.03.04
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877
@inga
lieben Dank, ich wünsche dir das auch :)

@uma
dann hast du im endeffekt ja auch nur die Vermutung, dass es Lagerungsschwindel ist... haste du die Übungen denn schon mal angewandt und es hat dir dann geholfen?
Meine Sympotme passen auch zu so vielen "Bildern", aber am Ende hat sich nichts bestätigt und auch nichts geholfen. Das ist ja auch das, was mich so beschäftigt... es wird einfach nichts richtiges gefunden und wenn ich dann denke, vielleicht ist es doch die Psyche... dann wäre ich aber psychisch gesehen total im A.... und das bin ich aber eigentlich nicht, wie mir auch die Ärzte bestätigen.
Ich kann sehr gut verstehen, welche Ängste du hast... jedesmal wenn der Schwindel stärker wird, bekomme ich auch direkt Angst davor, dass es nicht mehr weggehen könnte bzw. was ich machen soll, damit es auffhört.

Nein, bis auf meine letzte "beste" Freundin, bin ich mit keiner in Disharmonie auseinander gegangen. Es hat sich tatsächlich einfach nur verlaufen.
Vielleicht brauch ich auch keine beste Freundin zur Zeit... vielleicht muss ich mir selber einfach mal ne beste Freundin sein... hinter allem soll ja immer ein Sinn stecken ;)

Ich denke schon, dass dies ein guter Therapeut ist... er ist der 5. Therapeut den ich in den 13 Jahren meiner Angst- und Panikstörung aufsuchte. Bei ihm hab ich endlich mal das Gefühl, er will mit mir arbeiten und nicht nur "Kaffeeklatsch" halten... ich will das ja auch, aber wie gesagt, meine Angst jetzt überhaupt nicht erst damit beginnen zu können ist sehr groß. Bei der nächsten Sitzung werde ich ihm das auch alle Fälle so sagen, wie es eben jetzt ist. Es muss nur noch die KK ihr o.k. geben... dann gehts los.

Liebe Grüße und schwindelfreie Tage
himmelsengel
 
Beitritt
08.10.04
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619
hallo Himmelsengel!

Hast Du eigentlich schon mal abgeklärt, ob Kryptopyrrolurie bei Dir in Frage kommt? Deine vielen verschiedenen Beschwerden könnten doch auch mit einem Vitamin B Mangel zusammenhängen? Bei Kryptop. hat man ja einen erhöhten Bedarf an Vit. B6 und Zink, vielleicht Mangan und Chrom, vielleicht auch Vit. B1, B2, B3, B12.
Ich habe gerade heute in meinem Vitaminbuch gelesen, dass ein Mangel auch Schwindel, Akne, Depressionen, Gereiztheit, Stressintoleranz etc. auslösen kann.

Soviel mal, nur kurz.
Liebe Grüsse
Elfe
 

Malve

Hallo himmelsengel,

ich glaube schon, daß es bei mir der "gutartige Lagerungsschwindel" ist. Typisch dafür: Man wechselt die Lage (im Bett, oder man schaut im Stehen nach unten etc.), dann dauert es ein paar Sekunden, dann fängt der Schwindel an (es "dreht"), das dauert dann so 10-30 Sekunden oder auch länger, und dann wird alles wieder normal. Der Schwindel wird also nur durch bestimmte Bewegungen ausgelöst und tritt nicht auf, wenn man z.B. ruhig sitzt oder steht oder geht. Insofern denke ich, der Neurologe hat Recht. Er hat auch ein paar ganz einfache Untersuchungen gemacht (z.B. mit der Frenzel-Brille wegen der Augenbewegungen) und gefragt, wie der Schwindel sich anfühlt. Die Übungen habe ich ab und an gemacht, weiß nun nicht, ob der Schwindel jetzt speziell deswegen nach einer Weile wegging oder ob er einfach so verschwunden ist.

Außerdem soll man - so unangenehm das in dem Moment auch sein mag - die schwindelauslösenden Bewegungen möglichst so oft machen, bis die Irritationen weniger werden.

In den jeweiligen Internet-Seiten kannst Du das alles genauer nachlesen...

Das hört sich jetzt alles sehr "abgeklärt" an - aber die Angst sitzt einem schon im Nacken, wenn es wieder mal soweit ist

:~

Auch Dir eine schwindelfreie Zeit, und gehe mutig zu Deine Therapeuten.

Liebe Grüße,

uma
 
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