Muskelschmerzen und keine Diagnose

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Hallo, vielleicht hat hier jemand eine Idee, was ich haben könnte. Seit ca. 2 Jahren leide ich an Muskelschmerzen. Es fing in den Oberschenkeln an, immer das Gefühl, als ob der Muskeltonus zu hoch sei. Bei Bewegung und Belastung verstärkten sich die Schmerzen. Die üblichen Hausmittel wie Wärme, Einreiben, Massagen brachten wenn überhaupt, nur kurzfristige Linderung. Sogar eine Kältekammer habe ich ausprobiert. Orthopäde, Neurochirurg, Neurologe zuckten die Schultern, keine Ahnung, was das sein kann. Sirdalut brachte kurzfristig etwas Linderung. Mittlerweile sind die Schmerzen in den ganzen Beinen und an den Armen beginnt es auch. Gefühl wie Dauermuskelkater. Auch nachts nicht viel Besserung, egal wie ich liege, ich werde durch die Schmerzen in den Beinen wach, muss mioch kurz bewegen, dann geht es wieder. Termin in der muskelsprechstunde der Uni Leipzig (nach einem halben Jahr!!!) blieb auch ohne Ergebnis. Psychosomatisch, ich müsse lernen, damit zu leben. EMG ohne Befund. Als Grunderkrankung kann ich auf eine Borrelliose verweisen, die ich seit über 35 Jahren habe. Momentan nehme ich Baclofen, ein wenig Linderung ja, aber jeder stärkere Belastung der Muskeln bringt wieder stärkere Schmerzen.
Vielleicht hat hier ja jemand eine Idee, was ich noch machen kann. Danke
 
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Psychosomatisch, ich müsse lernen, damit zu leben.

heutzutage die häufigste "diagnose", weil manche ärzte zu .......... oder zu faul oder zu ignorant sind um sich mal um dinge wie chron. borre, mcas, nebenwirkungen von chem. medis usw zu kümmern.

aber zumind. weißt du jetzt, daß du wahrscheinlich keine ernsten organ. krankheiten hast.


das sind die nebenwirkungen der medis, die du genommen hast :

u.a. auch Muskelschwäche, Muskelschmerzen.

wobei man auch noch bedenken sollte, daß nebenwirkungen meist gar nicht gemeldet werden, so daß sie noch viel häufiger sind als in den beipackzetteln abgegeben wird.

https://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Baclofen/nebenwirkungen-medikament-10.html

https://www.onmeda.de/Medikament/Sirdalud+2+mg|-4+mg|-6+mg--nebenwirkungen+wechselwirkungen.html


bei mir fing vor vielen jahren eine drastische verschlimmerung meiner genet. masto (ähnlich wie mcas ) mit muskelschmerzen im bereich der hüftgelenke an, dann auch schultergelenke und dann immer mehr und immer schlimmere sachen.

bei einem jungen mann, mit dem ich beruflich zu tun hatte, fing es ähnlich an und führte dann zu immer mehr problemen beim gehen incl. nervenschäden usw.

bei ihm war die ursache eine chron. borreliose, die von den ärzten nicht erkannt wurde, noch nicht mal als er gefragt hat, ob es das sein könnte.

er war dann bei einem arzt in der nähe von köln/bonn, der auf chron. borre spezialisiert ist und ihn innerhalb weniger monate völlig gesund bekommen hat (dauerhaft, es ist schon weit über 12 jahre her und er ist immer noch topfit und gesund) und das sogar ganz ohne chem. medis, weil der junge mann die nicht vertragen hätte, wobei er bei den naturheilmitteln auch zusätzlich einen selbstgekochten leinsamenschleim nehmen mußte, um sodbrennen zu vermeiden bzw. zu lindern (er hatte zusätzlich eine hi, die zusammen mit der borre aber auch verschwand oder zumind. ganz erheblich besser wurde).

bei mir hab ich die muskelschmerzen und vieles andere wegbekommen als ich endlich einige infos bzgl. hi, mcas usw hatte und mit einem sehr ausführlichen ernährungstagebuch rausfinden konnte, was bei mir alles triggert (nicht nur nahrungsmittel, sondern auch noch etliches andere).

da sind infos zu mcas usw (mittlerweile sehr viel häufiger als ärzte usw. wissen)

https://www.mastzellaktivierung.info/de/einleitung.html


lg
sunny
 
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Ist ein Magnesiummangel schon ausgeschlossen worden oder hast du höher dosiertes Magnesium schon probiert? Es kann bei Muskelproblemen manchmal helfen oder die Beschwerden lindern.

Auch Kalium kann sich, wenn ein Kaliummangel nachgewiesen wurde, günstig auf die Muskeln auswirken. Aber bei Kalium sollte man erst mit dem Arzt sprechen. Denn zuviel wie auch zu wenig davon, schaden.
 
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Hallo Sunny, danke für deine Antwort. Die beiden Medis habe ich ja bekommen, um die Muskeln wenigstens ein wenig zu entspannen und es hilft auch ein wenig. Meine Borre war vile Jahre auch 'psychosomatisch', Stellen sie sich nicht so an, sie können keine Schmerzen haben usw. Bis ein Orthopäde mal auf alles gestestet hat und fündig wurde. Dann einen Doc gesucht, der sich mit sowas auskennt, aber die Schäden waren schon sehr gravierend, ich bin deshalb auch in Rente geschrieben worden. Meine Frage, ob die Borre dafür verantwortlich sein könnte, wurde verneint. Aber eine Idee, was das sein könnte, hat auch keiner. Wenn ich die Muskeln überlaste, tun sie mehr weh. Ich versuche eine Balance zwischen Bewegung und Erholung zu finden. Schwierig, wenn man noch ein wenig arbeitet.
 
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Hallo Margie, ja, alles schon getestet und durch Blutwerte ausgeschlossen, auch Vitaminmangel.
 
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Hallo Annett;

Du könntest es mal mit B12 u.o. L-Carnitin versuchen.
Kukinski schreibt zum Thema Muskeln u.a.
Muskeln sind Proteinfasern. Sie enthalten unter anderem die Aminosäure
Tyrosin, die von NO angegriffen und verändert werden kann. Passiert das durch
einen hohen nitrosativen Stress, sinken Muskelkraft und Belastbarkeit. Da in
dem Fall auch die Kohlenhydratverwertung in den Mt gehemmt wird sowie über
den dann meist folgenden B12-Mangel auch der Fettsäureeintransport in die Mt
behindert ist, ist ein „doppelt und dreifaches" Energiedefizit vorprogrammiert.
Eine Myopathie (Muskelschwäche) kann jedoch auch direkt durch einen Carnitinmangel ausgelöst sein
Quelle: Kuklinski, Dr. sc. med. Bodo. Mitochondrientherapie - die Alternative: Schulmedizin? Heilung ausgeschlossen!

B12-Werte im Serum sind laut Kuklinki unzuverlässig.
Die Untersuchung sollte am besten als Methylmalonsäure-Bestimmung im Urin durchgeführt werden, hohe Werte
finden sich bei Erschöpfung des Vitamin-B12-Pools. Die Analyse ist relativ teuer. Doch Serumanalysen des B12 sind nicht
zuverlässig: Im Blut ist Vitamin B12 an Trägerproteine gebunden, zu ca. 20 % an Transcobalamin (Holotranscobalamin =
Holo-TC, biologisch verfügbar), zu 80 % an Haptocorrin (nicht biologisch verfügbar). Bei B12-Serumanalysen werden
beide B12-Proteinkomplexe gemessen, sodass zu hohe Werte entstehen. Nur ca. 1/ 5 (= 20%) des Serum-B12 ist
biologisch verfügbar. Leider ist es nicht so einfach, wie es scheint …
Quelle: Kuklinski, Dr. med. Bodo; Schemionek, Dr. Anja. Mitochondrien: Symptome, Diagnose und Therapie

Als Ursache für Nitrostress kommen Unfälle im Halswirbelbereich in Frage. Diese können auch schon länger zurückliegen.
Auch schädliche Stoffe, Medikamente, Rauchen, Alkohol, oder nitratreiche Nahrung können eine Rolle spielen.

Alles Gute
 
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Hallo Margie, ja, alles schon getestet und durch Blutwerte ausgeschlossen, auch Vitaminmangel.
Was Magnesium und Kalium angeht, habe ich die Erfahrung gemacht (und nicht nur ich), dass diese beiden Werte sehr störanfällig sind, wenn sie im Blutserum bestimmt werden. Wenn der Arzt nicht nach einer halben Stunde das Blut zentrifugiert und dann die weiße Flüssigkeit umfüllt, dann können falsch hohe Werte entstehen und dadurch kann ein evtl. Mangel nicht erkannt werden.
Ich habe bei Kalium meine niedrigsten Werte immer im Krankenhaus, wo das Labor direkt im Hause ist und dadurch die Fehlerquellen gering sind.

Hinzu kommt, dass z. B. beim Magnesium die Normwerte sehr kritisiert werden. Die unteren Normwerte werden oft zu tief angesetzt, so dass man kaum in den Mangelbereich kommen würde. Ich würde daher bei relativ niedrigen Werten einen Magnesiummangel immer für wahrscheinlich halten.

Du kannst Magnesium aber auch ohne nachgewiesenen Mangel einnehmen, wenn Du nicht gerade schwer nierenkrank bist.
200 bis 300 mg Magnesium verteilt auf morgens und abends dürften nicht schaden und könnten im günstigsten Fall positiv wirken.

Bei Kalium würde ich vorsichtiger sein. Denn hier ist zuviel wie zu wenig eher schädlich.
Aber wenn man z. B. viel Obst isst oder Obstsäfte trinkt(enthält Kalium) und ggf. noch ca. 300 mg Kalium einnimmt, dürfte das bei nierengesunden Menschen nicht schaden. Bei einem Tagesbedarf von 2000 bis 4000 mg Kalium ist das immer noch eine niedrige Dosis.
Ich würde eben solche Dinge nicht ganz unversucht lassen, bevor ich evtl. chemische "Keulen" schlucken würde.

Auch Carnitin kann sinnvoll sein.

Generell sind Eiweiße (also Aminosäuren) für die Muskulatur wichtig. Bei eiweißarmer Ernährung sollte man prüfen, ob man nicht Aminosäuren zuführt.
 
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08.11.10
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Hallo Annett;

ja, alles schon getestet und durch Blutwerte ausgeschlossen, auch Vitaminmangel.

Haben das Ärzte gesagt oder hast du dir die Werte aushändigen lassen und dich selbst damit beschäftigt?

Magnesiummangel kann man durch Blutwerte nicht ausschliessen. Ein kombinierter Vitamin D und Magnesiummangel ist die wahrscheinlichste Ursache.

Wurde dein 25(OH)Vitamin D3 Wert bestimmt?
 
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29.01.09
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Hallo Docwho,
Vitamin B Komplex habe ich schon über längere Zeit genommen, leider ohne Erfolg. L-Carnitin noch nicht, werde ich aber ausprobieren. Mal sehen, ob das was bringt.
 
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Hallo derstreeck;


Wurde dein 25(OH)Vitamin D3 Wert bestimmt?

Das glaube ich nicht, Kalium war leicht erhöht, B 12 und Folsäure im Normbereich. Creatinkinase ist erhöht, 2,93. Wenn ich nach einem großen Blutbild frage, wird das meist damit abgeschmettert, dass die Beschwerden eh psychosomatisch seien und dass nichts bringen würde.
 
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Hallo Margie,

Magnesiummangel war auch meine erste Idee, das habe ich dann einige Zeit genommen, ohne Besserung. B-Komplex auch längere Zeit genommen - gleiches Resultat.

LG
Annett
 
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09.09.19
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Hallo,

hast du mal an eine Fibromyalgie gedacht? Soweit ich weiß, kann diese sich auf verschiedenste Weisen zeigen, ich musste bei der Beschreibung der Muskelbeschwerden daran denken.

Alles Gute :)
 
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Hallo Anna,

ja, ich habe Fibromyalgie, aber die Ärzte haben meine Frage, ob das davon kommen könne ebenso verneint, wie die Borrelliose.

LG
 
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09.09.19
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Hallo Anna,

ja, ich habe Fibromyalgie, aber die Ärzte haben meine Frage, ob das davon kommen könne ebenso verneint, wie die Borrelliose.

LG

Ich würde stark davon ausgehen, dass das die Ursache ist, denn, soweit ich die Fibromyalgie kennen gelernt habe (zum Glück nicht bei mir selbst), passt das, was du schreibst, genau dazu. Mein Verdacht war ja schon ohne das Wissen, dass du diese Diagnose hast - jetzt, wo du schreibst, dass du sie schon hast, würde ich noch stärker davon ausgehen. Ich wundere mich, dass die Ärzte sagen, dass das nichts miteinander zu tun hat.
 
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29.01.09
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Hallo Oregano,
danke für deine Antwort. Ich habe mir jetzt Vitamin E, D3, Magnesium und Vitamin C geholt. Mal sehen, ob es was bringt. Ich bin langsam aber sicher am Verzweifeln. Fibromyalgie wurde ja schon vor einiger Zeit diagnostiziert, aberr ein Zusammenhang mit den jetzigen Beschwerden verneint. Borre habe ich wahrscheinlich schon seit über 30 Jahren, hat auch ewig gedauert, bis das diagnostiziert wurde.
 
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29.01.09
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Hallo Gini 77,
ich habe ein halbes Jahr auf einen Termin in einer Muskelsprechstunde gewartet, eigentlich war ich auch der Auffassung, dass eine Muskelbiopsie gemacht werden muss (war auch die Meinung des Schmerztherapeuten, des überweisenden Neurologen), aber es wurde nicht gemacht. Ich versuche jetzt irgendwo anders so eine Biopsie machen zu lassen.
 
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02.01.05
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Hallo Annett,


dieser Satz hat mich an einen Bekannten erinnert, der Restless-Legs (unruhige Beine bzw. abgeküzrt RLS) hat:
ich werde durch die Schmerzen in den Beinen wach, muss mich kurz bewegen, dann geht es wieder.
Er sagte mir, dass er auch nachts Probleme hätte und dass es sich bessere, wenn er sich kurz bewegt. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, geht er ein paar Schritte vor dem Bett und legt sich wieder hin.

Wurde denn RLS schon geprüft?
RLS kann als Ursache bestimmte Mangelerscheinungen haben.
Eisenmangel, B12-Mangel, Mangel an Folsäure sind mir in Erinnerung, als ich damals nach RLS googelte. Aber auch andere Mängel kämen in Betracht.

Aber es gibt auch noch einige andere Ursachen für ein RLS.
Z. B auch Tabletten.
Nimmst Du irgendwelche Medikamente ein?

Auch kann RLS von etlichen weiteren Ursachen kommen wie Schilddrüsenproblemen, wie Polyneuropathien z. B. bei einem Diabetes, wie Nierenerkrankungen, Rheumaerkrankungen und einigem mehr.
Ob man unruhige Beine hat, kann im Schlaflabor gemessen werden. Da wird man auch an den Beinen verkabelt und der Arzt kann dann anhand der Aufzeichnungen erkennen, ob man unruhige Beine hat.

Da RLS auch von bestimmten Mängeln kommen kann, wäre es wichtig, dass solche Mängel geprüft und ggf. behoben werden.

https://www.patienten-information.de/kurzinformationen/nerven-und-gehirn/restless-legs-syndrom

Kennzeichnend für die Erkrankung sind:

Ein unkontrollierbarer Bewegungsdrang in den Beinen. Dazu kommt meist ein unangenehmes Gefühl, etwa ein Stechen, bis hin zu Krämpfen oder Schmerzen. Der Bewegungsdrang kann aber auch ohne diese Empfindungen auftreten. Manchmal sind außer den Beinen die Arme oder andere Regionen betroffen.
Der Bewegungsdrang und die unangenehmen Empfindungen beginnen oder verschlechtern sich sobald Sie sich ausruhen, besonders wenn Sie sitzen oder liegen.
Der Bewegungsdrang und die unangenehmen Gefühle bessern sich, wenn Sie in Bewegung sind, zum Beispiel beim Laufen oder Dehnen.
Abends oder nachts sind die Beschwerden schlimmer als tagsüber. Nicht selten treten sie nur am Abend oder in der Nacht auf.
 
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