Mein Leben mit PMS (prämenstruelles Syndrom)

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Halli, hallo...

Das ist tja ein tolles Forum..genau sowas hatte ich gesucht...
Ich bin die Reina, bin 39 Jahre alt, habe 2 Kinder: eine coole Tochter 5J und einen Engel 1J...verheiratet bin ich auch..
Ich interessiere mich zur Zeit für Gesundheit, Mensch und Krankheit
Ich möchte euch über mein Leiden berichten...Ich möchte es tun, da ich erleben musste, dass viele Menschen nicht wissen, wie schlimm es sein kann..wenn man unter PMS leidet...oder dass Hormonschwankungen, Hormonabfall oder Hormonmangel vieles unangenehmes anrichten können..

Jetzt mit 39 weiß ich worunter ich meine ganzes Leben gelitten habe...wußte voher nicht....

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Mein Leben mit PMS (prämenstruelles Syndrom)

Ich leide schon seit 26 Jahren unter PMS. Bei mir fing das Ganze genau vor meiner ersten Periode an... ich war 13 Jahre jung...ich bekam damals erschreckliche Depressionen und machte mich mit negativen Gedanken fertig...
Niemand konnte mir damals genau sagen, was ich hatte... ein Arzt diagnostizierte eine Art Epilepsie, bekam auch Medikamente dagegen... nahm diese aber nicht lange, weil ein anderer Arzt der Meinung war.. ich hätte doch keine Epilepsie...

Mit der Zeit ging es mir einigermassen besser, bekam ab und zu Ängste und Stimmungsschwankungen.. die hielten in der Regel immer einen Tag oder sogar Stunden an..und danach habe ich einfach weiter gelebt und die Trauer war wieder vergessen...
Ich muss noch sagen, dass es nicht immer so schlimm war.. es gab Monate, wo es mir eigentlich sehr gut ging und die Stimmungsschwankungen nicht so stark waren...Typisch für Stimmungsschwankungen, die hormonell bedingt sind.. ist die Tatsache, dass man es naher vergisst, wie schlimm einem ergangen ist.. deswegen konnte ich die ganzen Jahre damit leben… und wie gesagt, ich habe nicht jeden Monat sterben wollen oder so…

Witzig finde ich jetzt, dass ich zwei Mal mit meinem damaligen Freund Schluss machte (das tat ich nach einem Heulkrampf, der Stundenlang anhielt). Ich hatte danach gar keine Bedenken oder Schuldgefühle...

Ich lebte die ganzen Jahre, ohne zu wissen, worunter ich litt..Wenn es richtig schlimm wurde habe ich Antidepressiva verschrieben bekommen.. nahm ich diese dann für mehrere Monate ein.. bis ich wieder stabil war..

Ich bin jetzt verheiratet habe eine Tochter geb. 2000 und ein Engel geb. 2005...

Die erste Schwangerschaft mit 32J war ok, hatte gar keine Beschwerde...aber die 2. Schwangerschaft mit 38J Jahren, war am Ende furchtbar... aus dem Nichts und ohne Grund bekam ich Weinkrämpfe, Ängste, innere Unruhe und Schlaflosigkeit..
Ich hatte auch noch solche Angst richtig durchzudrehen…ich war hochschwanger, hatte viel zugenommen und wollte nachts natürlich schlafen und mich ausruhen.. blieb aber bis 5 Uhr morgens wach... Es war so schlimm, dass ich am Ende doch Medikamente gegen die Schlafstörungen nehmen musste... habe eine niedrige Dosis genommen.. Antidepressiva wollte ich nicht nehmen… Traurig war die Tatsache, dass viele Ärzte sich mit Depris in der Schwangerschaft gar nicht auskannten und mir nicht sagen konnten, was ich dagegen machen könnte..niemand konnte mir helfen, ich musste sehr stark sein und habe die ganze Zeit gehofft, dass das Ganze meinem Baby nicht schaden würde …Ich habe die Tage bis zur Geburt fast jeden Tag gezählt…bis endlich mein Engel zur Welt kam.. Die Geburt war ohne Komplikationen und dank PDA ein Traum.. mein Baby kam auch gesund zur Welt, ihm geht es sehr gut und entwickelt sich prächtig…

Ich nahm vor dieser Schwangerschaft ein Antidepressivum, ich wurde dann ungeplant schwanger.. habe das Antidepressivum dann sofort abgesetzt…Am Anfang der SS ging mir gut, aber wie oben erwähnt die Probleme fingen genau am Anfang der letzen drei Monaten der SS an …Die 2. SS hat mir auch gezeigt wie Hormonschwankungen unsere Gefühle, Gedanken und Stimmung beinflüssen können..

Um eine postpartale Depression zu verhindern, habe ich sofort nach der Geburt mein Antidepressivum wieder genommen.. ich wollte für mein Baby da sein und diese wunderbare erste Zeit nicht mit Stimmungsschwankungen und negativen Gefühlen oder Gedanken vergeuden..Ich habe dann nicht stillen können..

Ich nahm dieses Antidepressivum 7 Monate lang.. während dieser Zeit habe ich viel über meine Symptome gelernt und habe versucht herauszufinden, was mit mir los war… ich fing auch an ein Zyklus und
Stimmungskalender zu führen..

Obwohl ich ein Antidepressivum und die Pille (Verhütungsmittel) nahm, traten leichte Stimmungsschwankungen auf.. ich habe dann die Pillen gezählt.. und siehe da.. es waren immer 7 oder 8 noch da.. das bedeutete dann, dass ich Stimmungsschwankungen immer 7 oder 8 Tagen vor meiner Periode bekam..Nach 7 Monaten Medikamenteinnahme habe ich mich für das Absetzen von beiden Medikamente entschieden, da ich festgestellt habe, dass diese die Ursache nicht behandelte sondern nur ein Symptom. Um mich zu informieren habe ich mir mehrere Bücher über gesunde Ernährung für die Psyche, Hormonen und alternativen Heilmethoden usw. usw. gekauft. Außerdem habe ich viel im Internet recherchiert und vieles Interessantes gefunden…

Jetzt versuche ich dieses lästige Syndrom mit bestimmten Nährstoffen.. wie z.B. Vitamin B Komplex (Vitamin B6 ist sehr wichtig), Omega 3 Fettsäuren, Magnesium, Calcium, Zink und Vitamin C zu behandeln. Alle diese Nährstoffe werden bei PMS mit Erfolg eingesetzt…. Ich habe auch 2 Monate Agnucaston genommen, habe aber es abgesetzt, da ich eine Progesteron Creme 3% ausprobieren möchte.

Seit dem 20. Juni trage ich die Progesteron Creme auf. Ich habe mich dafür entschieden, weil bei mir eine Zyklusstörung festgestellt wurde (mir wurde am 5 Zyklustag Blut abgenommen) Meine Frauenärztin hat mir eine Pille ohne Pause mit Gestagenen verschrieben...Gestagen ist chemisches Progesteron...ich verwende dafür natürliches Progesteron... Verhüten kann man damit aber nicht..

So… das ist mein Leben mit PMS bis jetzt gewesen… das wichtigste ist, dass ich weiß, was ich habe…und das muss behandelt werden.. daran arbeite ich jeden Tag.. es geht um mein Wohlsein und wenn es mir gut geht, geht es meinen Kindern auch gut…
_________________

Tja...zur Zeit geht es mir besser..d.h. dass die Creme mir doch hilft..und das ist schön...
Was mir in letzter Zeit auch geholfen hat sind...die wundervollen Bach-Blüten...Zusätzlich nehme ich Calcium Carbonicum D 30 (sonntags) und Cimicifuga D 30 (mittwochs)...

Ich werde höchstwahrscheinlich mit einem Fernstudium zur Gesundheitsberaterin anfangen...als Bach-Blüten Beraterin tätig zu sein...wäre auch schön...mal sehen...wie ich mich dann entscheide...
vielleicht mache ich beides...Gesundheits- und Bach-Blüten Beraterin...

Bye-Bye,

Reina
 
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28.10.05
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Hallo Reina,

kennst du die Seite von Manfred van Treek? Er ist Arzt für Allgemeinmedizin, Naturheilkunde und Umweltmedizin.

Schau mal hier, was er über PMS und Progesteron schreibt: http://www.medizinkritik.de/wi_an_me/sld07.htm
(Eine informative Seite nicht nur für PMS-Leidende)

... übrigens, freut es mich, dass es Dir besser geht!:bier:


Lieben Gruß
Sema
 

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30.06.05
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Hallo Reina!

Hatte auch einmal jahrelang sehr starke PMS!
Seit ich entsäuert hab (und das Basenpulver ist bei mir bis heute ein tägliches Ritual geblieben) und den Kaffee weggelassen hab, ist es kontinuierlich besser geworden, bis es sich völlig in Luft aufgelöst hat.
Das heisst heut krieg ich oft meine Regel und denk mir "huch ist es schon wieder mal soweit". Die starken Schmerzen, und Depressionen sind für mich ein Teil meiner Vergangenheit geworden und ich denke da bleibt es auch.

Lieber Gruss
Karin
 
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09.11.04
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so einfach ist das also!?!

Hallo,

ich habe gerade eine wunderbare Entdeckung gemacht.

Es muss einen Zusammenhang mit der Schilddrüse und PMS geben.
Es wurde aufgund meiner Kinderwunschbehandlung die Schiddrüse untersucht und eine leichte Unterfunktion festgestellt.
Seit ca. 6 Wochen nehme ich Tabletten deswegen.
In dieser Zeit hatte ich zweimal meine Periode und jedesmal war es "huch, da ist sie ja". Nur ca. 2 Tage vorher habe ich ein ganz leichtes Brustspannen und sonst nicht.
Vorher hatten mir 2 Wochen lang die Brüste bis in die Arme geschmerzt.
Und geschwollene Finger und Beine hatte ich.
Und Depris natürlich auch.

Auf manche Dinge kommt man eben nicht.....:rolleyes:
Also, bei PMS auch an die Schilddrüse denken:wave:
 
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Hallo ihr!

Danke für eure Antworten!

Ich wohne in Deutschland (bin aber Südamerikanerin)..

Jetzt habe ich mit Utrogest (höher Dosiert) angefangen, da die Creme niedrig dosiert war..bei starkem PMS sollte man mehr Progesteron nehmen...na ja..ich habe eben langsam angefangen...ich bin gespannt, ob es mir mehr Progesteron hilft..ich denke schon...Oh Gott muss man Geduld haben Leute...!!!

Diese Website hier berät Frauen, bei Hormonproblemen http://www.hormonselbsthilfe.de/ ...sie haben einer Bekannte gesagt, dass man ein Deo ohne Aluminium benutzen sollte...

Also ich werde mir ein Deo ohne Aluminium kaufen...
Meine Vitaminen und co..nehme ich brav weiter..ich habe dabei ein gutes Gefühl...mit der Ernährung klappt nicht immer, weil wenn es mir sch..geht...habe auch keinen Appetit...

Meine Schilddrüse wurde auch untersucht..die ist ok...
was ist Basenpulver?

Ich denke Leute, dass ich mich tatsächlich in der Prämenopause befinde..jetzt fühle ich um den Eisprung herum ein Kribbel so wie leichte Krämpfe ich den Beinen (das fühlen Frauen, die ich der Menopause sind ) na toll!!! Ich habe immer noch Hoffnung, dass es nur PMS ist und nicht der Anfang der Prämenpause..die Prämenopause fängt so 5 oder 10 Jahren vor der Menopause an....

Hier ein Link dazu: http://www.gut-durch-die-wechseljahre.de/wechseljahre/spezial_frauen_unter_40/content-121040.html

Danke euch!

Liebe Grüße, Reina
 
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30.06.05
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Hallo Reina!

Basenpulver sind Mineralstoffe. Ein sehr bekanntes Präparat ist Basica, es gibt aber auch von einigen anderen Herstellern Basenpulver oder Tabletten. Musst nur in einer Drogerie oder Reformhaus mal schauen gehen.

Lieber Gruss Karin
 
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07.05.04
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Vorsicht!
Basika enthält unter anderem Jod, Kupfer und Laktose!
http://www.basika.de
2 Portionen Basica Vital (32 g) enthalten:
Calcium (als Calciumcitrat): 400 mg
Natrium (als Natriumcitrat): 250 mg
Kalium (als Kaliumcitrat): 250 mg
Magnesium (als Magnesiumcitrat): 100 mg
Eisen (als Eisencitrat): 5 mg
Zink (als Zinkgluconat): 5 mg
Kupfer (als Kupfercitrat): 1 mg
Jod (als Kaliumjodid): 100 µg
Molybdän (als Natriummolybdat): 80 µg
Chrom (als Chromchlorid): 60 µg
Selen (als Natriumselenit): 30 µg

Sonstige Zutaten: Lactose
6 Tabletten Basica Compact enthalten:
Calcium (als Calciumcarbonat): 350 mg
Magnesium (als Magnesiumcarbonat): 120 mg
Eisen (als Eisencitrat): 5 mg
Zink (als Zinkglukonat): 5 mg
Kupfer (als Kupfercitrat): 1 mg
Jod (als Kaliumjodid): 100 µg
Molybdän (als Natriummolybdat): 80 µg
Chrom (als Chromchlorid): 60 µg
Selen (als Natriumselenit): 30 µg

Sonstige Zutaten: Laktose
2 Messlöffel Basica Instant (15 g) enthalten:
Calcium (als Calciumcarbonat): 350 mg
Natrium (als Natriumcitrat, -hydrogencarbonat): 125 mg
Magnesium (als Magnesiumcarbonat): 120 mg
Kalium (als Kaliumcitrat): 100 mg
Eisen (als Eisencitrat): 2,5 mg
Zink (als Zinkgluconat): 2,5 mg
Kupfer (als Kupfercitrat): 500 µg
Jod (als Kaliumjodid): 50 µg
Molybdän (als Natriummolybdat): 40 µg
Chrom (als Chromchlorid): 30 µg
Selen (als Natriumselenit): 15 µg
Vitamin C: 120 mg
Vitamin B2: 1,44 mg
Sonstige Zutaten: Saccharose, Maltodextrin, Laktose
Völlig kontraindiziert z.B. bei Laktoseintoleranz, Kryptopyrrolurie, Morbus Wilson und Hashimoto Thyreoiditis!

Schaut mal hier nach "Bullrichs Vital Pulver": http://www.symptome.ch/vbboard/showthread.php?p=12530
"Bullrichs Vital Pulver" ist preiswert und frei von diesen Stoffen. Nicht verwechseln mit "Bullrichs Salz" und "Bullrichs Vital Tabletten". Letztere haben ein schlechteres Mengen-Preis-Verhätnis und enthalten Talkum und damit höchstwahrscheinlich auch das Begleitmineral Asbest.
Liebe Grüße:wave:
 
Themenstarter
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13.08.06
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Meine aktuelle Therapie:

Das alles nehme ich zur Zeit:

Morgens:
1 Kapsel Utrogest 100 mg Progesteron (vaginal)
2 Kapsel 5htp je 50mg
1 Tablette Vitamin B6 40 mg

Mittags
2 Kapsel Multivimamin Präparat
1 Kapsel Borretschöl 100 mg
1 Kapsel Vitamin C 500mg
1 Brause Calcium+ Vitamin D3 + Zink

Abends
1 Kapsel Utrogest 100mg Progesteron
1 Kapsel Inositol 100 mg
Magnesium-Pulver 350 mg

Zusätzlich werde ich noch 2 Esslöffel Lachsöl täglich nehmen...

Das alles soll gegen PMS bzw Prämenopause helfen..5htp und Inositol sollen gegen Stimmungsschwankungen helfen...
Eine kleine Bibliothek habe ich zu Hause auch...:D

Übrigens: ich war beim Internisten..meine Werte sind sehr gut..alles prima sagte sie...na ja dann hat sich das gesunde Leben, Sport, Vitaminen und Co.. gelohnt...warum meine Hormonen spinnen..das weiß ich nicht...

Was meint ihr?

Gruß, Reina

PS. Hier bestelle ich meine Vitaminen und das 5htp:
http://www.highernature.co.uk
 

cat

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21.09.06
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Hallo zusammen

Wie soll ich mich denn ausdrücken, damit ihr das nicht falsch versteht....

Ich kann mir seeehr schlecht vorstellen, dass jemand das ganze Leben schon an PMS leidet! Eigentlich alles auf die Hormone "abzuschieben" finde ich eine sehr einfache Lösung.
Und wenn man ja schon weiss, dass die "Stimmungsschwankungen" x-Tage vor der Menstruation kommen, dann sollte man ja das irgendwie anpacken können..Alternativ- oder Schulmedizinisch sei dahingestellt.
Es gibt schliesslich Menschen, die kämpfen mit lebensbedrohlichen Krankheiten! Dann finde ich es ehrlich gesagt eher egoistisch wenn man sich so aufführt, als hätte man DIE krankheit. Bitte versteht mich nicht falsch, dass diejenige darunter leidet stelle ich nicht in Frage. Ich finde einfach, man sollte es ein wenig relativieren und sich arrangieren damit.

Liebe Grüsse
 

admin

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01.01.04
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Wie soll ich mich denn ausdrücken, damit ihr das nicht falsch versteht....
Hallo Cat
Wörter wie "egoistisch" vermeiden, wäre ein Anfang. ;)
Aber ich weiss, dass Du das nicht so gemeint hast, wie man es tatsächlich auffassen könnte.

Natürlich verblasst vielleicht ein solches Problem neben lebensbedrohlichen Krankheiten. Und dennoch soll man sich bemühen dürfen, auch diesen Missstand zu beheben.
Man darf sich sicherlich glücklich schätzen, wenn man "nur" PMS hat (aus dem Blickwinkel von Menschen, denen es schlechter geht).
Aber es gibt auch Menschen, denen es besser geht, weil sie völlig gesund sind. Man darf sich auch an diesen Menschen messen und versuchen, seine Probleme zu beseitigen.
Und so sind wir als Forum hier für jeden da, der ein kleineres oder grösseres Übel bekämpfen möchte.

Gruss, Marcel
 
Beitritt
09.11.04
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Na ja, ich hatte anflugsweise ähnliche Gedanken wie Cat:eek:)

obwohl ich es selber habe!
Ich habe es als "so ist es eben" hingenommen.

Reina hat mich aber erinnert dass man doch etwas tun kann.
Es beinflusst schon die Lebensqalität, und das nicht wenig (ca. 2 Wochen Schmerzen in Brüsten und Armen, geschwollene Beine und Arme/Finger)

Deshalb finde ich kleine Themen gut und wichtig,
manchmal wird ein kleines Thema auch ganz groß und man kommt über Umwege zu einer Lösung ganz anderer Probleme....:)
 
Themenstarter
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13.08.06
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Hallo Cat..

Ich verstehe was du meinst...aber leider ist es so...du kannst es nicht nachvollziehen, weil du es nicht kennst..

Stelle dir vor..du bist ein 13 jähriges und glückliches Mädchen auf ein Mal spürst du eine Angst...und du weißt nicht warum?...nachts muss du bei deiner Mama schlafen, weil du Angst hast...eine Traurigkeit, die du nicht so kennst; bedeckt alles...und du bist nicht mehr du...du denkst, du wirst verrückt oder du verlierst den Verstand..Das alles habe ich mit 13 Jahren erlebt..es war überhaupt nicht schön...

Cat: solche Gefühle beeinträchtigen dein Leben...deine Essenz als Mensch auch..

Dann auf einmal geht es wieder...du lebst und du wegisst, wie du an den schlimmen Tagen gefühlt und gedacht hast...Hallo??? Man hat aber eine Art Suggestion entwickelt..du weißt..bald geht es wieder los..einige Frauen haben nur 7 Tage im Monat, wo sie sich einfach normal fühlen..ist das nicht traurig...?

Es ist zum verrückt werden..noch ein Beispiel: Ich habe zwei wunderbare Kinder..wenn es mir ok geht..denke ich: wie schön, dass ich sie habe und danke Gott dafür, dass sie gesund sind..und wenn es mir wieder mal nicht gut geht..denke und fühle ich: verdient eine Frau wie ich, solche wunderbare Kinder? Verstehst du es Cat?

Wenn es mir nicht gut geht..bin ich nicht ich selbst, ich stehe auf, ich funktioniere..aber ich lebe an diesen Tagen nicht, ich überlebe sie...

Natürlich nervt mich das Ganze...ich erkenne auch, dass es anderen Menschen schlechter geht und richtig schlimme Krankheiten haben..aber das alles nutzt in solchen Momenten nicht...ich kann es nicht mit Worten beschreiben..solche Gefühle musste mal erlebt haben...

Es gibt eine Menge, was man dagegen machen kann...du kannst dein Leben lang Antidepressiva gegen die extremen und wahnsinnigen Stimmungsschwankungen nehmen...aber, ob das gesund ist?
Du kannst auch eine spezielle Pille (Verhütungsmittel) nehmen...aber wie lange sollte man diese Pillen nehmen?...chemische Hormone für Jahreeee--ob das auch gesund ist...

Mir geht es darum mein PMS mit natürlichen Mitteln zu behandeln...wenn es nicht mehr gehen sollte, werde ich wohl chemische Hormone nehmen müssen...bis ich die Wechseljahre hinter mir habe...

Und ich sage dir..es sind die Hormone..unser Gehirn ist ok...
Ich habe so viele traurigen Tage in letzter Zeit erlebt, dass ich eine Psychotherapie mache, um das Ganze besser verstehen und verarbeiten zu können..Ich habe meine Psychotherapeutin mal gefragt..sagen Sie mal, wird man am Ende nicht verrückt? sie antwortete..nein unser Gehirn ist sehr flexibel...

Ich sage dir..ich wünsche mir starke Schmerzen vor der Regel, aber nicht dieses hin und her...es macht einen richtig fertig..auch noch, wenn man eine Frau ist, die vieles im Leben machen möchte...und sich durch dieses Durcheinander richtig beeinträchtigt fühlt...noch mal: ich lebe an diesen Tagen nicht, ich funktioniere nur..und das ist kein richtiges Leben…
 

cat

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21.09.06
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Hallo an alle

Habe mir eure Reaktionen zu Herzen genommen. Verstehe dies nun ein wenig besser. ABER die heutigen "Pillen" sind ja viiiel besser in der Dosierung als früher noch, so dass (so denke ich) es keine so grosse Belastung mehr ist für den Körper. Klar würde kein schulmedizinischer Gynäkologe das Gegenteil behapten...ist mir schon auch bewusst. Und wenn bei Dir Reina diese Symptome dermassen schlimm sind, dann wäre doch das DIE Rettung für Dich.

Aber wie ihr schon richtig gesagt habt...wer das nicht kennt, weiss auch nicht was es bedeutet für die Betroffenen.

Wünsche allen eine schöne Woche.

Gruss
Cat
 
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13.08.06
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Hi Cat..

Ja. du hast Recht..die Pille kann helfen..aber wie lange sollte ich sie dann nehmen? bestimmt für Jaaaaaaaahre...und ob das gesund ist..das kann mir keiner sagen..mein Bauchgefühl sagt mir aber, nein...das ist nicht das richtige...Na ja jetzt probiere dieses Utrogest aus..(hochdosiertes Progesteron)

Ich hatte vergessen folgendes zu erwähnen:

Mein Ziel mit meinem Beitrag war, euch zu zeigen..was Hormonschwankungen oder Hormondominanz bzw. Hormonmangel verursachen können...
Ich habe auch erfahren dürfen, dass viele Frauen falsch behandelt werden....und das Cat...das kann fatale Folgen haben...Viele Frauen bekommen Antidepressiva verschrieben, dadurch wird aber die Ursache nicht behandelt..die wahre Ursache die Hormonkrankheit wird nicht behandelt..und diese wird immer einen Weg finden um sich bemerkbar zu machen...

Hier möchte ich dir einen Bericht zeigen..es ist sehr traurig..aber dadurch wird einem klar...wie schlimm sowas enden kann..: http://www.rtl.de/tv/tv_921980.php

..."Am 29. Juni - sechs Tage nach der Entbindung - hat sich Nadine E. das Leben genommen. Vermutete Ursache: eine Wochenbett-Psychose. Das eigene Kind als größtes vorstellbares Glück. Die meisten Frauen können es kaum erwarten, ihr Kind nach der Entbindung im Arm zu halten. Auch Nadine E. hat sich die ganze Schwangerschaft über auf ihren John-Pascal gefreut.
Doch kurz nachdem John-Pascal geboren war, schlug die Stimmung um. Als Nadines Freund Michael E. sie am Montag, vier Tage nach der Entbindung, im Krankenhaus besuchte, fiel ihm auf, wie verändert die junge Mutter wirkte. Immer wieder sagte sie: "Ich komme nicht klar". Dr. Josef Bäuml kennt die Symptome. Auf seiner Station in der Psychiatrie der Klinik links der Isar in München betreut er Frauen, die sich kurz nach der Entbindung auffällig verhalten. Besonders ausgeprägt ist das Misstrauen gegenüber der Umwelt und besonders dem Krankenhauspersonal.

Die Geburt eines Babys - ein Ausnahmezustand für die ganze Familie, aber vor allem für die Mütter. 50 bis 80 Prozent der Frischentbundenen haben ein Stimmungstief, den so genannten Baby-Blues. 10 bis 20 Prozent bilden eine Depression aus. Und weniger als ein Prozent bekommen eine echte Psychose. Es gibt unzählige Ursachen für solche Krisen: die plötzliche Hormonveränderung, der Abschied von der Schwangerschaft, die Überforderung durch Schlafmangel, die Angst zu versagen, Komplikationen, Unverständnis durch die Umgebung und vieles mehr.

Bei Melanie Weimer haben die Probleme drei Tage nach der Entbindung ihres ersten Sohnes angefangen. Sie war frustriert, weil es mit dem Stillen nicht funktionierte. Sie fühlte sich schlecht betreut, weinerlich und hilflos. Wie die meisten Frauen schämte sich auch Melanie Weimer für ihre negativen Gefühle. Es fiel ihr schwer, sich anderen anzuvertrauen. Als sie endlich den Mut gefasst hatte, ihren Frauenarzt einzuweihen, wurde sie enttäuscht. Sie fühlte sich nicht ernst genommen, der Arzt wollte ihr nur Johanniskraut verschreiben Heute leitet Melanie Weimer die Selbsthilfegruppe "Schatten und Licht". Ein Verein, der Frauen in solchen Situationen unterstützt. Auch die amerikanische Schauspielerin Brooke Shields erlebte eine ähnlich schlimme Zeit kurz nach der Geburt ihrer Tochter Rowan. Sie bekam Anti-Depressiva, um mit der unerwarteten Leere nach der Entbindung zurecht zu kommen.

Bei Nadine E. ist vermutlich die schwerste Form dieser nachgeburtlichen Krise aufgetreten: eine Psychose. Anscheinend hatte sie nicht den Mut, sich den Ärzten anzuvertrauen. Am Entlassungstag stürzte sich die 27-Jährige aus dem Fenster im dritten Stock. Michael E. hat jetzt ein Jahr Erziehungsurlaub genommen. Liebevoll kümmert er sich um Baby John-Pascal. Obwohl ihm selbst oft die Kraft fehlt, will er ihm so viel Fürsorge und Schutz geben, wie er nur kann.

_________________________________________________

Nadine hatte nie unter PMS oder ähnliches gelitten...ihr ging 2 Tage nach der Geburt einfach schlecht...niemand hat ihr geholfen...eine gesunde Frau, die sich auf ihr Baby so gefreut hat und alles ok in ihrem Leben war...bringt sich nach der Geburt ihres Babys um...

Hier findet man auch viele Frauen, die darunter leiden oder gelitten haben...es ist sehr schwer mit solchen Gefühlen zu leben...auch noch wenn man es nicht kennt und gerade Mutter geworden ist...Ich habe dieses Forum gefunden, als ich schwanger war und mir nicht gut ging...www.schatten-und-licht.de/forum2/phpBB2/index.php
 
Beitritt
28.10.05
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Hallo Cat,

ABER die heutigen "Pillen" sind ja viiiel besser in der Dosierung als früher noch, so dass (so denke ich) es keine so grosse Belastung mehr ist für den Körper.

Eben NICHT!:mad: Schau mal unter www.medizinkritik.de Ist leider eine Copyright drauf, sonst hätte ich hier einiges reinkopiert. :eek:)

Gruß
Sema
 
Beitritt
09.11.04
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Ich kann das nur aus eigener Erfahrung bestätigen.
Was sich so Minipille usw. nennt, kann große Nebenwirkungen haben:mad:

Zwischenblutungen
Schwindel
Kopschmerzen
Depris
Übelkeit...jeden Tag:mad:
Unlust...
Müdigkeit
nach Absetzen gestörte Zyklen
 
Themenstarter
Beitritt
13.08.06
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Hallo Leute..

Ja..Hormonen..es hängt aber davon ab, ob man Östrogene oder Gestagene nimmt...Wenn man unter PMS leidet sollte man keine Östrogene nehmen, sondern nur Gestagene (Gestagen= chemiches Progesteron)

Ich habe im WWW viele Berichte von Frauen gefunden, denen Gestagene doch geholfen hat...Ich denke aber, dass es auf Dauer nicht gesund sein kann..aber was soll das! Wenn es einem nichts hilft...und man möchte jetzt leben..was in 10 Jahren ist...ist einem dann nicht mehr so wichtig...das jetzt und heute ist wichtiger...
 
Themenstarter
Beitritt
13.08.06
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Hallo!!!

Hier bin ich wieder.

Ich möchte berichten, dass ich das Gefühl habe, dass mir das Utrogest hilft!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Obwohl ich die Kapsel erst seit 15 Tagen nehme, habe ich bis jetzt nur um den Eisprung herum leichte Stimmugsschwankungen gehabt...sonst bin ich, ICH wieder...

Ich nehme 3 Kapsel am Tag...vaginal, da sie besser resorbiert werden..d.h. der Körper bekommt so 80% von 100 mg Progesteron. Wenn man aber sie schluckt bekommt der Körper nur 10% von 100 mg...und das ist sehr wenig für mich...

Nebenwirkungen habe ich bis jetzt keine gehabt..ich werde mit 3 Kapseln (300 mg am Tag) nicht mal müde..Andere Frauen, die nur eine Kapsel am Tag schlucken werden sehr müde...So merkt man wie unterschiedlich wir Menschen sind...alles hängt davon ab, wie viel Progesteron jeder braucht..ich brauche viel...

Meine Endokrinologin sagte zu mir: Das ist dann ein Experiment..wichtig ist es, dass ich eine Pause jeden Monat mache, sodass ich meine Periode bekomme...Ich sollte die Therapie 1 Jahr lang testen und gucken, wie ich mich dann fühle...

Ich kann nur folgendes bestätigen: die meinsten Ärzte wissen nicht, alles was körperidentisches mikronisiertes Progesteron bewirken kann...

Man kann damit übrigens verhüten. Der Hersteller von Utrogest hat das verneint...ich habe aber das Gegenteil gelesen und deswegen hier nachgefragt
http://www.gut-durch-die-wechseljah...ad.html?page=2&entry=467284&board=117&sortT=1

Meine Endokrinologin hat das auch bestätigt...
Für Frauen, die die Pille nicht ertragen, kann Progesteron eine schönende Methode sein...

Man nimmt dann ab dem 8 Zyklustag 100 oder 200 mg ein..und die Frauen, die unter PMS leiden, erhöhen dann ab dem 10, 12 oder 14 ZT auf 400 mg(das hängt davon ab, wie viele Tage der eingene Zyklus hat) ...
Dr. Katharina Dalton, die 50 Jahre lang ihre Patientinnen mit Progesteron erfolgreich behandelt hat, sagte, dass das Minimum für PMS-Frauen 400 mg täglich sein ...ich weiß aber nicht welche Einnahmeart sie meinte..mir helfen schon 300 mg am Tag...(vaginal)

Laut Utrogestan-Infobrief (ein anderer Handelsname) : Die Tagesdosis in der Prämenopause beträgt 3 Kapseln Utrogestan 100 mg. Die 3 Kapseln Utrogestan 100 mg sind während 10 (vom 17. bis 26. Zyklustag) bis 20 Tagen (vom 7. bis 26. Zyklustag) abends vor dem Schlafengehen einzunehmen.
Hier der Infobrief:
http://www.oddb.org/en/gcc/resolve/pointer/:!fachinfo,481.

Ich nehme aber meine Kapsel wie folgt: morgens 1, nachmittags 1 und abends 1..und das ist ok für mich...

Natürliches Progesteron hilft u. a. gegen prämenstruelles Syndrom, prämentruelle Psychose, prämenstruelle dysphorische Störung, zyklusbedingte Migräne, zyklusbedingte Epilepsie, Prämenopause, Menopause und Postmenopause.
Hier ein Link zu PMS: http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/frau4.html

Dr. Katharina Dalton hat auch PPD (postpartale Depression) und PPP (postpartale Psychose) damit behandelt...
Hier ein Link leider nur auf Englisch: http://www.naprotechnology.com/depression.htm

Die meinsten Frauen in Europa bekommen diese Therapie nicht..da diese hier nicht bekannt ist...sie bekommen aber Antidepressiva und Neuroleptiker...
Übrigens: einige Frauen haben nach der Geburt sowohl einen Progesteron- als auch einen Östrogenabfall. Deswegen ist es wichtig herauszufinden..ob und welches Hormon "das Ganze Theater" verursacht...

Frauen, die unter starkem PMS leiden brauchen mehr Progesteron...andere Frauen kommen mit einer Creme mit Progesteron 1,5 % oder 3% gut klar...
Hier findet ihr viele Frauen, die eine Creme benutzen:
http://www.gut-durch-die-wechseljahre.de/wechseljahre/forum/actionViewIntro.html?board=115

So..jetzt wissen wir, alles was Hormonschwankungen, Hormondominanz oder Hormonmangel anrichten können...:schlag:

Werde natürlich weiter berichten...
 
Beitritt
07.02.07
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Hallo Reina,

bin neu hier und bin neugierig wie es dir seither mit Utrogest so ergangen ist. Habe eine ähnliche Leidensgeschichte wie du und bin am Ende meiner Geduld mein Prämenstruelles dysphorisches Syndrom mit Alternativmedizin zu behandeln.. habe echt alles versucht (auch alles was du oben beschreibst), jahrelang! Bin jetzt zurück zur Pille (Cerazette) gegangen, was nicht funktioniert (Schlafstörungen, Nerven wie Stromleitungen, ständiges Augenlidzucken etc.und fast durchgehende Depression). Stehe also kurz davor doch zum Antidepressiva zu greifen. Einzig, was mir in der Vergangenheit Erleichterung gebracht hat aber eben nicht genug geholfen hat, war das Progestogel (Progesteroncreme). Davon hab ich von Tag 12-26 täglich 30-50mg eingestrichen (während zwei Jahren). Glaubst du ich sollte Utrogest probieren so wie du es anwendest?

Hoffe auf deine Antwort..

Danke Manon
 
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