🎓 Medizinische Wissenschaft - Fehler in Design / Auswertung von Studien

  • Themenstarter Themenstarter Kate
  • Erstellt am Erstellt am
Medizinische Wissenschaft - Fehler in Design und Auswertung von S

Die wissenschaftliche Studie ist lÀngst zu einem Produkt geworden. Sie kann bei Bedarf gekauft und verkauft werden wie auf einem Markt.
... schreibt die Zeit im August (Quelle: https://www.zeit.de/2013/32/gekaufte-wissenschaft).

Nicht wirklich neu, aber in dem Artikel werden einige aktuelle Beispiel aufgezeigt.

Weiter:
Es ist schwierig, die Grauzone zwischen berechtigtem Forschungsinteresse und Manipulation auszuleuchten. Wann genau ist die Grenze ĂŒberschritten – wenn die Wissenschaft nicht mehr frei ist in ihren Ergebnissen? Wenn sie sich eines bestimmten Vokabulars bedient? Wenn sie ihren Blick beschrĂ€nkt?
Dies ist sicherlich einer der Aspekte, die die EinschÀtzung so schwierig machen.

Einige weitere Textstellen, die mir bedeutsam erscheinen:
"Investitionen in die Forschung werden im Kontext des entstehenden akademischen Kapitalismus nach dem Maßstab kurzfristiger Nutzenerwartung getĂ€tigt. Die Konsequenz dieser Politik ist die Überinvestition in aktuell gewinntrĂ€chtige Forschung, die Überforschung von im Trend liegenden Themen und die Unterinvestition in risikoreiche Forschung außerhalb des Mainstreams, gegen Modetrends und abseits der angewandten Forschung."
(Der Bamberger Soziologe Richard MĂŒnch laut Zeit-Artikel, Seite 3)

Zum Einfluss der Bereitstellung öffentlicher Mittel:
Die finanzielle Notlage der Hochschulen hat der Wirtschaft jedoch ein Einfallstor in die Wissenschaft eröffnet. Und wer durch dieses Tor marschiert, hat vor allem den eigenen Nutzen im Sinn.

Ich wĂŒnsche Euch einen entspannten Sonntag
Kate
 
Zuletzt bearbeitet:
Neu hier? Dann ein herzliches Willkommen!
Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
Als Gast kannst du mitlesen und dich orientieren.
Als Mitglied kannst du Fragen stellen, antworten und dich aktiv einbringen.
Deine Wegweiser:
» Grundlagen – das Wichtigste zum Einstieg
AW: Medizinische Wissenschaft - Fehler in Design und Auswertung v

Ich nehme dieses Thema noch einmal auf.
Allerdings geht es mir generell um die Frage, ob Medizin ĂŒberhaupt eine Wissenschaft ist. Sie gebĂ€rdet sich so, und viele Menschen sind davon ĂŒberzeugt, daß das, was Mediziner sagen und tun, auch wissenschaftlich nachgewiesen ist. Deshalb lehnen diese Menschen dann "unwissenschaftlich" Ansichten und Therapien ab.
Dabei:

...
der Patient sollte jedoch wissen, daß die medizinische Wissenschaft (Schulmedizin) weltweit lediglich zu fast 5 % gesichert ist. - Sie haben richtig gelesen: nur zu fast 5 %! Veröffentlichung im LANCET in den 90iger Jahren.
https://web.archive.org/web/2015062...000009d870a7e50d/0000009d980e21b01/index.html

GrĂŒsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Medizinische Wissenschaft - Fehler in Design und Auswertung v

Ich nehme dieses Thema noch einmal auf.
Allerdings geht es mir generell um die Frage, ob Medizin ĂŒberhaupt eine Wissenschaft ist.

Hallo Oregano,

vielen Dank fĂŒr die Wiederbelebung dieses Themas, nur dadurch habe ich es gefunden. Schulmedizin ist m.E. keine Wissenschaft, sondern bestenfalls Erfahrungswissenschaft, kein bißchen anders als altbewĂ€hrte Methoden, die im Allgemeinen von HPs praktiziert werden.

Kate, Du hast hier eine Unmenge sehr wichtiger Informationen zusammengetragen - danke Dir Kate!

Das werden ich noch alles "durcharbeiten", und ja, bei Studien wird manipuliert - haarstrĂ€ubend. Da habe ich noch ein Beispiel, auf das ich spĂ€ter zurĂŒckkommen werde.

GrĂŒĂŸe,
Clematis
 
AW: Medizinische Wissenschaft - Fehler in Design und Auswertung v

Dies ist auch so ein Fall, wo eine Pharma-Firma in den USA Studien "bereinigte", um zu fĂŒr sie wĂŒnschenswerten Ergebnissen zu kommen:

...
Jahrelang schluckten Millionen Frauen Hormone - als vermeintlich einfache, aber wirksame Therapie gegen Hitzewallungen, Herzrasen und SchweißausbrĂŒche in den Wechseljahren. Was kaum ein Arzt und noch weniger Frauen ahnten: Indem die Patientinnen ihre Beschwerden mit HormonprĂ€paraten linderten, erhöhten sie das Risiko fĂŒr Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Demenz.

Pharmakonzern Wyeth: PR-Schreiber fĂŒr positive Berichterstattung bezahlt
...
Eine entscheidende Rolle in dieser rĂŒckblickend gefĂ€hrlichen Verschreibungspraxis hat offenbar der US-amerikanische Konzern Wyeth gespielt. Die zu den zehn weltweit grĂ¶ĂŸten Pharmaunternehmen gehörende Firma hat auf dem US-Markt mit den Hormonersatz-PrĂ€paraten Premarin und Prempro riesige UmsĂ€tze erzielt - im Jahr 2001 allein zwei Milliarden Dollar. Wie die "New York Times" jetzt berichtet, hat der Konzern hohe Summen an PR-Firmen bezahlt, die positiv ĂŒber die Vorteile der Hormon-Ersatztherapie (HRT) geschrieben und Risiken heruntergespielt haben. Anschließend hĂ€tten Mediziner ihre Namen ĂŒber die bereits fertigen Berichte gesetzt.
Gerichtsdokumente belegen laut "New York Times", dass auf diese Weise 26 wissenschaftliche Veröffentlichungen in 18 medizinischen Fachmagazinen zustande kamen. Pikant daran ist, dass mehrere der betroffenen BlĂ€tter im renommierten Elsevier-Verlag erscheinen - der erst vor einigen Wochen in die Schlagzeilen geriet, weil er ganze Pseudo-FachblĂ€tter von Pharmafirmen finanzieren ließ. Der Verlag zeigte sich offenbar bestĂŒrzt ĂŒber die VorfĂ€lle und wolle eigene Ermittlungen anstellen, so die "New York Times".

Finanzierung durch Pharmafirma blieb verdeckt
Bei den nun in die Kritik geratenen Ghostwriter-Artikel handelte es sich laut "New York Times" meist um Übersichtsarbeiten, die mehrere Studien auswerteten und zu einem positiven Fazit kamen. Publiziert wurden sie offenbar unter anderem in renommierten FachblĂ€ttern wie dem "American Journal of Obstetrics and Gynecology" und dem "International Journal of Cardiology". Aufgedeckt wurde der Schwindel dem Bericht zufolge von RechtsanwĂ€lten, die Wyeth wegen anderer Sachverhalte bereits im Visier hatten.

In den Artikeln soll mit keinem Wort erwÀhnt worden sein, dass die eigentlichen Urheber der Texte von Wyeth bezahlte PR-Schreiber waren. Stattdessen verschleierte das Unternehmen diesen Vorgang offenbar gezielt: Nachdem die Texte verfasst waren, trat Wyeth an Experten aus den jeweiligen Fachgebieten heran und bat diese, die Artikel mit ihrem Namen zu unterzeichnen. Nicht selten sollen die Mediziner dies anstandslos getan haben - mitunter sogar ohne jegliche Verbesserungen oder EinwÀnde.
...
Medizin-Skandal: US-Pharmafirma ließ geschönte Studien von Ghostwritern schreiben - SPIEGEL ONLINE

GrĂŒsse,
Oregano
 
Medizinische Wissenschaft - Fehler in Design und Auswertung v

Hallo,

der Patient sollte jedoch wissen, daß die medizinische Wissenschaft (Schulmedizin) weltweit lediglich zu fast 5 % gesichert ist. - Sie haben richtig gelesen: nur zu fast 5 %! Veröffentlichung im LANCET in den 90iger Jahren.

Schade, dass in der Quelle der Link zur LANCET nur auf die Hauptseite der ZEitschrift fĂŒhrt, nicht zum Artikel selber. Denn das hĂ€tte mich doch mal interessiert, wie sie zu so einer Zahl kommen, was da alles eingegangen ist.
Soviel in der Schulmedizin schlecht ist- ich glaube nicht, dass alles schlecht ist, z.B. im Bereich Diagnostik oder Chirurgie. Man muss da finde ich differenzieren.

Und ob das Wissenschaft ist, was nach aussen so dargestellt wird, muss man immer hinterfragen, nicht nur im Bereich Medizin. Es gibt halt Lobbyismus, und der wirkt auch in anderen Fachgebieten als Medizin.

Ich will damit ĂŒbrigens nicht die angeprangerten MissstĂ€nde in Abrede stellen (allerdings ertrage ich es bald nicht mehr, diesen Lobbyismus an allen Ecken und Enden mitzubekommen).

Viele GrĂŒĂŸe
 
Medizinische Wissenschaft - Fehler in Design und Auswertung v

Hallo Kate,

die nachstehende Bewertung von Studien, mit denen die Zahncreme-Hersteller hausieren gehen, fand Rauke bezĂŒglich BioRepair. Sie gehört in diese Sammlung. Ich erlaube mir hier grĂ¶ĂŸere Abschnitte zu zitieren, weil mir die Details wichtig sind, wie hier vorgegangen wird. Diese Studien dienen nur der Werbung, der Verbraucher wird fehlgeleitet, (vera....) wĂ€re das bessere Wort!
Zur wissenschaftlichen Effizienz von Nano-Hydroxylapatit in Zahnpasten | zm-online

Eine kritische Studie
Zur wissenschaftlichen Effizienz von Nano-Hydroxylapatit in Zahnpasten


So wird zuerst eine klinische Studie von Kani et al. aus dem Jahr 1989 als Beleg fĂŒr die Verminderung der Kariesneubildung aufgefĂŒhrt. Die Studie ist in der nicht zugĂ€nglichen japanischen Zeitschrift Journal of Dental Health erschienen und trĂ€gt den Titel „Effect of apatite-containing dentifrices on dental caries in school children“. Aus der Kurzdarstellung in der wissenschaftlichen Dokumentation des Herstellers geht hervor, dass 181 Kinder an einer dreijĂ€hrigen Studie teilgenommen haben. Die Kinder putzten einmal tĂ€glich entweder mit einer Hydroxyl-apatit(HA)-Zahnpaste (5 Prozent) oder mit einer analogen Zahnpaste ohne HA. Zielkriterium war ein nicht nĂ€her definierter Parameter zur Kariesinzidenz (new-DMFT rate). Bei Jungen fand sich kein Unterschied zwischen den Gruppen wĂ€hrend MĂ€dchen nach Anwendung der HA-Zahnpaste einen niedrigeren Indexwert hatten. Das Studiendesign lĂ€sst sich aus der Kurzdarstellung nicht bewerten. Es ist weltweit aber keine andere Studie publiziert worden, mit der ein karieshemmender Effekt durch den Zusatz von HA in Zahnpasten nachgewiesen werden konnte.

Bei der verwendeten HA-Zahnpaste handelte es sich offensichtlich um ein erstmals 1982 von Aoki [2] vorgestelltes Produkt mit konventionellem HA und nicht um ein Produkt mit Nano-HA. Diese konventionelle HA-Zahnpaste wurde auch bei zwei anderen in der wissenschaftlichen Dokumentation von ApaCare aufgefĂŒhrten Studien verwendet, die als Beleg fĂŒr die Beschleunigung der Remineralisation [Okashi et al., 1991] und fĂŒr Zahnaufhellung und Glanzerhöhung [Niwa et al., 2001] angefĂŒhrt werden.

Eine kritische Beurteilung dieser konventionelles HA enthaltenden Zahnpaste wurde schon 1999 von Kodaka et al. [8] vorgenommen. Sie konnten zeigen, dass der Zusatz von HA die AbrasivitÀt der Zahnpasten erhöht und PorositÀten im Zahnschmelz nicht verschlossen, sondern abradiert werden.

(Anmerkung: "abradiert" bedeutet, daß der Zahnschmelz abgetragen wird, ihn also zusĂ€tzlich schĂ€digt!!!)

In der Studie von Kim et al. (2007) wurden Zahnproben nach einem anerkannten Verfahren demineralisiert und dann fĂŒr bis zu zwei Tage wĂ€ssrigen oder Natriumfluorid(NaF)-Lösungen mit Nano-HA in Konzentrationen von 1 Prozent, 5 Prozent und 10 Prozent ausgesetzt. Als Resultat zeigte sich hauptsĂ€chlich, dass die NaF-Lösungen in Bezug auf den Wiederanstieg der MikrohĂ€rte einen deutlich besseren Effekt als die fluoridfreien Lösungen hatten. Die Schmelzproben zeigten im elektronenmikroskopischen Bild aber selbst nach einer Einwirkzeit von 48 Stunden in allen Versuchsgruppen noch ein deutliches Ätzmuster.

Bei keiner der Studien wurden ApaCare-Produkte verwendet. Bei den anderen als wissenschaftlicher Beleg aufgefĂŒhrten Studien handelt es sich um zwei PosterprĂ€sentationen, die nicht bewertet werden können. Es findet sich keine Publikation mit Angaben ĂŒber die BioverfĂŒgbarkeit des Fluorids in der Zahnpaste. Eine solche Studie wĂ€re wichtig, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Apatitkristalle die BioverfĂŒgbarkeit des zugesetzten Fluorids reduzieren. Auf eine klinische Studie mit ApaCare-Zahnpaste oder Remineralisationspaste gibt es keinen Hinweis.

BioRepair
Als Beleg fĂŒr die FĂ€higkeit der BioRepair- Produkte zur Reparatur des Zahnschmelzes, speziell des erodierten Zahnschmelzes, werden drei Publikationen italienischer Autoren aufgefĂŒhrt. Es handelt sich hierbei ausschließlich um In-vitro-Studien.

Die erste Studie [Rimondini et al., 2007] wurde im Material Science Forum (scientific.net) publiziert und trĂ€gt den Titel: „Der Remineralisierungseffekt von Carbonat- Hydroxylapatit-Nanokristallen auf Dentin“. Das Experiment hatte zum Ziel zu untersuchen, ob durch Carbonat-Hydroxylapatit in nanokristalliner Form (Nano-CarHA) DentinkanĂ€lchen an der WurzeloberflĂ€che verschlossen werden können. Wurzeldentinproben aus RinderzĂ€hnen wurden fĂŒr eine Minute mit OrthophosphorsĂ€ure angeĂ€tzt und mit Wasser gereinigt.

Eine wĂ€ssrige Nano-CarHA-Suspension im VerhĂ€ltnis 1,5:1 (Nano-CarHA:H 2O) wurde mit einer BĂŒrste aufgebracht und zehn Minuten, eine Stunde und sechs Stunden bei Aufbewahrung in einer feuchten Kammer auf den Proben belassen. Die Proben wurden anschließend mit Wasserspray gereinigt. Die elektronenmikroskopischen Bilder sollen zeigen, dass mit zunehmender Einwirkzeit ein progressives Wachstum der Mineralschicht sowie eine konsequente Okklusion offener DentinkanĂ€lchen zu beobachten ist. Die Nanokristalle sollen eine geringe KristallinitĂ€t und eine hohe Ähnlichkeit mit der anorganischen Phase des Dentins aufweisen, worauf ihre BioreaktivitĂ€t zurĂŒckzufĂŒhren sei. Dies soll mit untereinander gestellten Diagrammen, einer Untersuchung mit dem Röntgendiffraktometer (XRD) von Hydroxylapatit-Nanokristallen und der anorganischen Phase des Rinderdentins belegt werden.

(Anmerkung: die Verwendung von "soll, sollen, sei" entspricht "das ist nur eine unbewiesene Vermutung")

Die zweite Studie von Roveri et al. (2008) wurde in Advanced Materials Research (scientific.net) publiziert und trĂ€gt den Titel “Synthetische Carbonat-Hydroxylapatit-Nanokristalle zur Remineralisation von ZahnschmelzoberflĂ€chen”. Menschliche Zahnschmelzproben wurden eine Minute mit OrthophosphorsĂ€ure angeĂ€tzt und mit Wasser gereinigt. Anschließend wurden die Proben im Labor entweder mit einer Nano-CarHA-Zahnpaste, einer Fluoridzahnpaste oder nur mit Wasser behandelt. Es finden sich Angaben zur Synthese der CarHA- Nanokristalle, aber keine nĂ€heren Angaben zur Fluoridzahnpaste. Eine mit Wasser befeuchtete „bohnengroße“ Menge Zahn-paste wurde an 15 Tagen dreimal tĂ€glich fĂŒr 30 Sekunden mit einer elektrischen ZahnbĂŒrste bei konstantem Druck eingebĂŒrstet. Die Intervalle zwischen den BĂŒrstvorgĂ€ngen betrugen fĂŒnf Stunden.

ÜberschĂŒssige Paste wurde mit Wasser entfernt. Wie die Proben zwischen den Behandlungen gelagert wurden, wird nicht berichtet. Vermutlich wurden die Proben wie in der ersten Studie zwischenzeitlich in einer feuchten Kammer aufbewahrt. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass die Zahnproben mit natĂŒrlichem oder kĂŒnstlichem Speichel in Kontakt gebracht wurden. Nach der letzten Behandlung wurden die Proben mit Wasser gereinigt und anschließend rasterelektronenmikroskopisch und mit dem Röntgendiffraktometer (XRD) untersucht. Das Röntgenspektrum der mit Nano-CarHA behandelten Proben ist identisch mit denen des synthetisierten Nano-CarHA-Materials. Die Autoren leiten daraus ab, dass eine Verbindung von Nano-CarHA mit dem Hydroxylapatit des Zahnschmelzes stattgefunden hat. Das Spektrum der mit Fluoridzahnpaste behandelten und der mit Wasser behandelten Proben ist Ă€hnlich, es soll aber partiell eine Umwandlung von Hydroxylapatit in Fluorapatit gegeben haben. Die elektronenmikroskopischen Bilder zeigen fĂŒr alle drei Gruppen eine amorphe, nicht nĂ€her charakterisierte Struktur.

(Anmerkung: amorph = unregelmĂ€ĂŸiges Muster, keine geordnete Struktur. Gesunder Zahnschmelz hingegen, ist einheitlich glatt!)

Die dritte Studie von Roveri et al. (2009) wurde in der Zeitschrift Journal of Nanomaterials publiziert und trĂ€gt den Titel „Remineralisation der SchmelzoberflĂ€che: Unterschiedliche Effekte von biomimetischen Apatit-Nanokristallen und Fluoridionen“. Es handelt sich um eine Zweitpublikation der zweiten Studie in etwas erweiterter Form. Material und Methoden werden umfangreicher beschrieben und es werden zusĂ€tzlich Resultate einer Röntgen-Photoemission-Spektroskopie-Untersuchung prĂ€sentiert. Hier ĂŒberrascht besonders, dass nach Behandlung mit der Fluoridzahnpaste eine Konzentration von 3,6 Prozent Fluorid im Schmelz gefunden wurde, die nahezu reinem Fluorapatit (3,8 Prozent Fluorid) entspricht.

In den genannten Experimenten wurden nur PrÀparate mit Carbonat-Hydroxylapatit-Nanokristallen verwendet. Zur Reaktion von Zink-Carbonat-Hydroxylapatit-Nanokristallen mit der Zahnhartsubstanz liegen keine Daten vor.

ResĂŒmee

Keine der hier beschriebenen Studien wurde in einer anerkannten wissenschaftlichen zahnmedizinischen Zeitschrift publiziert, in keiner der Studien wurde das Produkt des Herstellers untersucht. Nach heute ĂŒblichen Kriterien ist die wissenschaftliche Beweiskraft der vorliegenden Studien ungenĂŒgend, da die Studiendesigns nicht dem in der Kariologie lange etablierten methodischen Standard entsprechen.

Neben einer Vielzahl von Aspekten, auf die hier nicht nÀher eingegangen werden kann, besteht ein wesentliches methodisches Problem allein schon darin, dass in keiner der beschriebenen Studien ein zyklisches De- und Remineralisationsmodell gewÀhlt wurde. Dass es unter Laborbedingungen nach Applikation von mineralischen Lösungen, zumal bei Einwirkzeiten von mehreren Stunden bis Tagen, zur PrÀzipitation von mineralischen NiederschlÀgen auf der ZahnoberflÀche kommen kann, liegt auf der Hand. Selbst nach Einwirkung einfacher gesÀttigter Kalzium/Phosphatlösungen kann schon ein Wiederanstieg der MikrohÀrte zuvor angeÀtzter Zahnproben gezeigt werden [3, 4].

Da sowohl Karies als auch Erosionen jedoch Resultat von zyklischen pH-WertverĂ€nderungen mit wechselnden Perioden von pH-Werten um 5,5 (Karies) oder von deutlich unter 4,5 (Erosion) ist, werden neue prĂ€ventive oder therapeutische Strategien in Experimenten untersucht, die diese VerhĂ€ltnisse adĂ€quat simulieren. Hydroxylapatit und Carbonat-Hydroxylapatit sind bekanntermaßen in den fĂŒr Karies und besonders den fĂŒr Erosionen relevanten pH-Wertbereichen leicht löslich und es gibt bislang keinen Hinweis darauf, dass ihre nanokristallinen Formen signifikant andere Eigenschaften aufweisen. Allein aufgrund dieser Überlegung ist ein nennenswerter protektiver Effekt von Nano-HA-Produkten unwahrscheinlich. Ferner sollten neue Wirkstoffe mit den bestmöglichen verfĂŒgbaren prĂ€ventiven und therapeutischen Möglichkeiten verglichen und entsprechend bewertet werden.

Um diese beiden Aspekte zu verdeutlichen, sei die eingangs erwĂ€hnte Studie von Huang et al. [7] kurz besprochen. Die Studie ist nicht in einer zahnmedizinischen Zeitschrift erschienen, sie entspricht jedoch noch am ehesten dem wissenschaftlichen Standard. In dem Experiment wurden ini-tiale SchmelzlĂ€sionen erzeugt und fĂŒr zwölf Tage in einem zyklischen De- und Remineralisationsmodell behandelt. Die Testlösungen waren 1 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent und 15 Prozent Nano-HA-Suspensionen, die Negativ-Kontrolle bestand in Aqua destillata, die Positiv-Kontrolle in einer 1000 ppm NaF-Lösung, der Zielparameter war der Wiederanstieg der MikrohĂ€rte. Nach Anwendung der Nano-HA-Lösungen fand sich zwar in AbhĂ€ngigkeit von der Konzentration ein Anstieg der MikrohĂ€rte, die Anwendung der NaF-Lösung hatte aber einen signifikant besseren Effekt als alle anderen Testlösungen. Nach Anwendung der am niedrigsten konzentrierten Nano-HA-Lösung (1 Prozent Nano-HA, vergleichbar mit ApaCare) zeigte sich dagegen nahezu kein Anstieg der MikrohĂ€rtewerte. Da In-vitro-Studien, wie eingangs erlĂ€utert, die Mundsituation mit den Effekten des Speichels nur begrenzt wiedergeben und, gerade wenn es um die PrĂ€zipitation von Kalzium/Phosphatsalzen geht, entsprechende Effekte eher ĂŒberschĂ€tzen, sollten sich Nano-HA-Produkte unter Mundbedingungen bewĂ€hren. GegenwĂ€rtig liegen jedoch weder in situ noch klinische Studien vor, mit denen eine Reparatur oder Remineralisation des Zahnhartgewebes durch Nano-Hydroxylapatit- oder Zink-Carbonat-Hydroxylapatit-Nanokristalle belegt werden kann. Wirkstoffe, die nicht nur im Rahmen von Grundlagen- experimenten untersucht werden, sondern bereits fĂŒr die klinische Anwendung vorgesehen sind, sollten bessere, jedoch zumindest nicht schlechtere Effekte zeigen als etablierte Mundhygieneprodukte. Bei den fluoridfreien Produkten Biorepair und dem Intensiv-Pflegeprodukt von ApaCare muss, zumindest solange keine entsprechenden Wirkungsnachweise vorliegen, von schlechteren Effekten im Vergleich zu etablierten, fluoridhaltigen Mundhygieneprodukten ausgegangen werden.

Die Frage, mit der sich der vorliegenden Artikel befasst hat, kann gegenwÀrtig nur so beantwortet werden: Reparatur und Remineralisation der Zahnhartsubstanz durch Nano-Hydroxylapatit- oder Zink-Carbonat-Hydroxylapatit-Nanokristalle in Mundhygieneprodukten sind wissenschaftlich nicht bewiesen. Studien, in denen die erwÀhnten Produkte nach international anerkanntem wissenschaftlichem Standard untersucht wurden, liegen nicht vor.

Prof. Dr. Joachim Klimek
Dr. Nadine SchlĂŒter Corinna Dietz
Prof. Dr. Carolina Ganß
Poliklinik fĂŒr Zahnerhaltungskunde und PrĂ€ventive Zahnheilkunde
Schlangenzahl 14
35392 Gießen

Gruß,
Clematis
 
Vitamin E: manipulative Auswertung von Studien

Eine Menge Wirbel in den Medien verursachte eine weitere Meta-Studie, in der 68 Studien zur Wirkung von Antioxidantien ausgewertet werden. Die Studie erschien Ende Februar in der Wochenzeitschrift JAMA der Amerikanischen Medizinischen Gesellschaft (JAMA, Vol. 297, pp 842-57).

Hier eine Zusammenfassung der von den Forschern angegebenen Studienergebnisse:
Scienceticker - tagesaktuelle Nachrichten aus der Wissenschaft » ZusÀtzliche Antioxidantien möglicherweise schÀdlich

Laut NWZG, Ausgabe 38 (noch nicht online) liegen ihr jedoch die selben methodischen Fehler zugrunde wie der oben erwÀhnten Vitamin-E-Studie. (...)

Hier ein Link dazu: Sind Antioxidantien schÀdlich? (Jama-Studie) | NWzG.de

Gruß
Kate

 
Medizin. Wissenschaft - Fehler in Design / Auswertung von Stu

Hallo,

In Beitrag 43 erwĂ€hnte ich: Da habe ich noch ein Beispiel, auf das ich spĂ€ter zurĂŒckkommen werde.

Es geht hier um den Wildwuchs und die Streitereien bezĂŒglich der Wirksamkeit der Homöopathie, insbesondere um eine Metaanalyse, die in Lancet veröffentlicht wurde, Shang et al. (Lancet 2005; 366: 726-732) und richtig Wirbel auslöste. Seinerzeit erhielt ich von Dr. Dellmour sehr viel Material, habe nun nur das Wichtigste herausgefiltert, auch wenn das nicht so aussehen mag. Ich habe noch mindestens dreimal so viel relevantes Material.

Der im vorigen Beitrag genannte JAMA-Bericht zu Antioxidantien gibt im Wesentlichen wieder, was auch bei der Shang Studie im Argen liegt:
Die Verfasser gingen nun so vor, dass sie aus einem vorhandenen Pool von 815 Studien, die Aussagen ĂŒber die antioxidative Wirkung der Vitamine A, E, C, Beta-Carotin und des Spurenelements Selen machten, (lediglich) 68 auswĂ€hlten fĂŒr die statistische Auswertung, die dann die Grundlage fĂŒr die Aussagen ihrer Metaanalyse bildeten. Das heißt, 91 % geeigneter Anioxidantien-Studien wurden von den Autoren von der statistischen Analyse ausgeschlossen.
https://nwzg.de/sind-antioxidantien-schaedlich/
Die Metaanalyse des Lancet
Bemerkenswert an der Metaanalyse sind die positiven Ergebnisse der Homöopathie und die negative Beurteilung durch die Autoren. So zeigten sowohl die 110 untersuchten Homöopathiestudien als auch die 110 konventionellen Studien deutliche Wirksamkeit (!), wobei die Homöopathiestudien sogar eine höhere QualitÀt und geringere HeterogenitÀt als die schulmedizinischen Studien aufwiesen.

Dieses fĂŒr die Homöopathie sehr erfreuliche Ergebnis wurde durch die Lancet - Publikation ins Gegenteil verkehrt. Die 220 in die Metaanalyse eingeschlossenen Studien wurden im Nachhinein auf 21 homöopathische bzw. 8 konventionelle Arbeiten „höheren Standards“ und dann nochmals auf 8 bzw. 6 „grĂ¶ĂŸere Studien höherer QualitĂ€t“ reduziert. Auf Basis dieser 14 Studien fanden die Autoren dann ihre Annahme (!) bestĂ€tigt, dass „die klinischen Effekte der Homöopathie Placeboeffekte sind“.

Abgesehen davon, dass die zweifache Selektion im Studiendesign gar nicht vorgesehen war und deren Auswahlkriterien nicht genannt wurden, blieben auch die 8 ausgewĂ€hlten Homöopathiestudien und 6 konventionellen Studien – auf die sich die gesamte Aussage stĂŒtzt – in der Metaanalyse des Lancet anonym! Erst nach massiven internationalen Protesten gegen diese Arbeit wurden am 23. Dezember 2005 einige Studiendaten auf der Website des Institutes fĂŒr Sozial- und PrĂ€ventivmedizin der UniversitĂ€t Bern veröffentlicht, womit bestĂ€tigt wurde, dass alle ausgewĂ€hlten Studien von geringer homöopathischer QualitĂ€t sind und keine externe ValiditĂ€t aufweisen, d. h., die Studien hatten keinen Bezug zur Praxis der Homöopathie!

Damit geht die Arbeit mehrfach an der vorgegebenen Fragestellung vorbei: Die Studien sagen nichts ĂŒber die Homöopathie unter Praxisbedingungen aus, die Metaanalyse enthĂ€lt schwere methodische MĂ€ngel [2,3]und wurde durch die nachtrĂ€gliche Selektion ins Gegenteil verkehrt. Metaanalysen dienen dazu, die vorhandene Literatur nach einheitlichen Kriterien der Selektion und Analyse zu untersuchen. Genau das war im Lancet nicht der Fall: Weder wurde die vorhandene Literatur untersucht – wichtige hochwertige Arbeiten wurden nicht in die Studie aufgenommen und 93 Prozent der eingeschlossenen Arbeiten wurden durch die Selektion wieder ausgeschlossen – noch waren die Auswahlkriterien dazu bekannt.

Hinzu kommt, dass die Metaanalyse die Hypothese, dass die nachgewiesenen Wirkungen doch durch Homöopathie erzielt wurden, gar nicht widerlegt hatte. Die Schlussfolgerungen der Autoren entbehren daher jeglicher Grundlage.
https://www.hausaerzte-kornstrasse.de/download/EBM_und_Homoeopathie-Kommentar_von_Dr.Dellmour.pdf
Nach zahlreichen Protesten zu der Shang-Studie wurde diese teilweise berichtigt und ergab fĂŒr die Homöopathie ein positives Ergebnis:
Wirksamkeit der Homöopathie nachgewiesen!
Die Meta-Analyse des Lancet 2005
dokumentiert nach Korrektur der statistischen Fehler die Wirksamkeit der Homöopathie, Friedrich Dellmour, Tribuswinkel
https://www.homoeopathie.at/wp-content/uploads/2012/01/lancet-studie1.pdf
Das war aber noch nicht alles - dieses Spiel wurde 2015 fortgesetzt:
Australische „Studie“:
Falsches Spiel mit dem Evidenzbegriff
Friedrich Dellmour
Die Studie enthÀlt 14 gravierende MÀngel

Namhafte Fachgesellschaften haben eklatante Bias gefunden:
4,10-13
● Es wurden von der internationalen Evidenz-Klassifizierung abweichende Evidenz - Kriterien verwendet: Das NHMRC bezeichnete mit „Level I“ ein Systematisches Review von Level II - Studien und sah darin die höchste Form der Evidenz. Diese Sicht widerspricht der EBM und Logik. Aus Level II - Studien kann keine Level I - Evidenz abgeleitet werden. Die Behörde hat ihre Studie auf diesen „Level I“ eingeschrĂ€nkt.
● Die Studie ist keine Metaanalyse, sondern eine Übersichtsarbeit ĂŒber Übersichtsarbeiten. Aufgrund methodischer SchwĂ€chen ist dieses Studienkonzept eine unsichere Quelle der Evidenz.
● Positive homöopathische Metaanalysen (Durchfall bei Kindern, allergische Rhinitis, Schwindel, Otitis media) wurden mit ungenĂŒgender BegrĂŒndung ausgeschlossen.
● Aufgrund des Studienkonzeptes wurde keine einzige randomisierte Doppelblindstudie ausgewertet.
● Positive Beobachtungsstudien, Safety-Studien, Kosten-Nutzen-Studien, experimentelle Studien und PrĂ€ventiv-Studien ĂŒber die Wirksamkeit der Homöopathie bei Epidemienwurden nicht bewertet.
● Nur Studien und Reviews mit mehr als 150 Teilnehmern wurden berĂŒcksichtigt.
● Alle nicht-englischen Studien wurden ausgeschlossen.
● Die Datenbankrecherchen waren selektiv und fĂŒr dieKomplementĂ€rmedizin nicht ausreichend.
● Das individuelle Therapieprinzip der Homöopathie wurde nicht beachtet: Die Evidenz der Homöopathie ist nicht von großen Studien abhĂ€ngig. Es mĂŒssen alle Formen von Evidenz berĂŒcksichtigt werden.
● Die Homöopathie wurde als komplettes Therapiesystem bewertet. Das widerspricht der EBM und kann aufgrund der ausgeschlossenen Studien kein sinnvolles Ergebnis bringen. Die Bewertung der Wirksamkeit medizinischer Behandlungen muss systematisch nach Diagnosen erfolgen.
● Die Ergebnisse wurden nicht wie in wissenschaftlichen Arbeiten ĂŒblich im Vergleich mit der vorhandenen Fachliteratur diskutiert.
● Die Studie ist bereits 2014 prĂ€sentiert worden und galt als umstritten. Die damalige sachliche Kritik der Fachgesellschaften wurde nicht berĂŒcksichtigt.
● Zwei Experten des NHMRC haben aufgrund der methodischen SchwĂ€chen und selektiven Datenauswahl die Ergebnisse der Studie angezweifelt, wurden aber nicht gehört.
● Bei der Studie waren keine homöopathischen Experten zugelassen.
Zusammenfassung
Aufgrund der 14 gravierenden MĂ€ngel ist die Studie aus Sicht der EBM wertlos.Der Großteil der vorhandenen Homöopathie-Studien wurde in dieser Studie nicht berĂŒcksichtigt. Das Ergebnis ist eine schwerwiegende Fehlinterpretation der Evidenz der Homöopathie.
https://www.homoeopathie.at/wp-cont...mour_Australische_Studie_2015_Vollversion.pdf
Nachstehende Links fĂŒhren zu weiteren Fachberichten, die auf Manipulationen von weiteren Studien und Metastudien im Bereich Homöopathie eingehen:
BKHD
Die Metaanalyse von Matthias Egger auf dem PrĂŒfstand. Interview mit Rainer LĂŒdtke. (? The Lancet ? Homöopathie) | DZVhÄ Homöopathie.Blog
In diesen Kurzfassungen zweier "Studien" behauptet Lancet wieder, Homöopathie habe den gleichen Placeboeffekt wie ein konventionelles Medikament, wie sie dazu kommt bleibt völlig im Dunkeln:
Placebo effect sizes in homeopathic compared to conventional drugs ? a systematic review of randomised controlled trials
Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy
https://www.jclinepi.com/article/S0895-4356(08)00190-X/abstract
https://www.homoeopathie.at/wp-content/uploads/2011/12/Leserbrief-profil-_2_.pdf
Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy. - PubMed - NCBI
The conclusions on the effectiveness of homeopathy highly depend on the set of analyzed trials. - PubMed - NCBI
Impact of study quality on outcome in placebo-controlled trials of homeopathy. - PubMed - NCBI
Homeopathy, Research & The Lancet - Scientific Research - Hpathy.com

Wie die Presse mit diesen "genehmen" zwielichtigen Studien umgeht:
https://www.homoeopathie.at/wp-content/uploads/2012/01/lancet-studie1.pdf
Forschung: Mit Kanonen auf KĂŒgelchen |*ZEIT ONLINE
https://www.homoeopathie.at/wp-content/uploads/2011/12/argumentarium_Teil4.pdf
Siehe hier besonders die Anmerkung unten:
freundlich gesinnter TV-Bericht ĂŒber Homöopathie | Dr. Retzek's Gesundheits-Recherchen
ZEIT Wissen: Max Rauner glĂ€nzt mit Halbwissen ĂŒber Edzard Ernst und die Homöopathie – kleiner Faktencheck | DZVhÄ Homöopathie.Blog
https://www.homoeopathie.at/wp-content/uploads/2011/12/GWUP_2011.pdf
The Lancet und die Homöoathie - eine Kritik:
Der Lancet und die Homöopathie
https://www.homoeopathie.at/downloads/wissenschaft/Wirknachweise_im_Internet2009.pdf
"The End of Homeopathy" -- The Lancet | Irish Homeopaths

Ein ganz besonders tĂŒckisches Editorial bei Lancet mit folgender Artikelfolge:
"Das Ende der Homöopthie"
"WĂŒrden Sie einer "intelligenten" Antipersonen Mine vertrauen?"
"Homöopathie und die wachsende Wahrheit"
"Stammzellentransplantation zur Verhinderung des T-Zellen-Mangels"
"Kritiker machen WHO Bericht zu Homöopathie zunichte"
Es folgt ein langer Artikel ĂŒber eine Studie, die folgende Aussage scheinbar bejaht:
"Hat Homöopathie den gleichen Placeboeffekt wie Medikamente?"
homeopathie-wijtenburg.nl/wp-content/uploads/2014/10/4-Shang-study-Lancet-2005-+-editorial.pdf
Beim ersten Lesen, dachte ich, hier wĂŒrde Homöopathie mit Antipersonen- Minen verglichen... :mad:

Diese Seite der Österreichischen Gesellschaft fĂŒr Homöopathische Medizin bietet noch viele weitere interessante Informationen an:
Wissenschaft - ÖGHM
https://www.homoeopathie.at/downloads/wissenschaft/Argumentarium_Teil1-korr.pdf
https://www.homoeopathie.at/downloads/wissenschaft/Argumentarium_Teil2.pdf
https://www.homoeopathie.at/downloads/wissenschaft/Argumentarium_Teil3.pdf
https://www.homoeopathie.at/wp-content/uploads/2011/12/argumentarium_Teil4.pdf

Die Studien von Shang und Folgestudien, die diese teilweise auch kritisieren, können leider nur zu je $ 35,95 gekauft werden: Asymmetry in The Lancet meta-analysis

Gruß,
Clematis
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Medizin. Wissenschaft - Fehler in Design / Auswertung von Stu

Hallo,

jedes Jahr im Herbst wird heftig fĂŒr die Grippeimpfungen geworben und entsprechende Gefahren prognostiziert, falls man sich nicht impfen lĂ€ĂŸt. Doch die Skepsis gegenĂŒber Impfungen ist ganz allgemein angestiegen, besonders gegen die Grippeimpfungen. BefĂŒrworter und Kritiker beziehen sich immer wieder auf die "Spanische Grippe" 1918-1920, die Millionen Opfer zeitigte, fĂŒhren sie einerseits als gefĂ€hrliche Grippefolgen und andererseits als Impfkatastrophe an. Die Spanische Grippe tötete fast ausschließlich junge, gesunde Erwachsene 20-40 bzw. 25-29 Jahre alt, eine AnomalitĂ€t, denn Grippen machen normalerweise nur den ganz Jungen und ganz Alten zu schaffen.

Der Spiegel berichtete 2013 ausfĂŒhrlich ĂŒber diese Grippe: Schleichender Tod - SPIEGEL GESCHICHTE 5/2013
Besonders auffÀllig: mit keinem Wort erwÀhnt er die Massenimpfungen, die mit der Grippe-Epidemie einhergingen.

Nun ein neuer Bericht des Spiegels 2014 der die AnomalitÀt erklÀren soll, warum damals gesunde, junge Erwachsene das Gros der TodesfÀlle stellte, wieder ohne jegliche ErwÀhnung der damaligen Massenimpfungen:
FĂŒr den Link: Danke Oregano!

Die erste Manipulation im Spiegel, ganz im Sinne der Impfwissenschaft, gleich am Anfang:
50 Millionen Menschen tötete die Spanische Grippe von 1918 bis 1920. Forscher haben nun eine ErklĂ€rung fĂŒr den verheerenden Verlauf gefunden: Ausgerechnet jungen Erwachsenen fehlte demnach die ImmunitĂ€t gegen das Virus.
Spanische Grippe:*ErklĂ€rung fĂŒr verheerende Pandemie von 1918 - SPIEGEL ONLINE
TatsĂ€chlich gehen die SchĂ€tzungen von 27 bis 50 Millionen aus, aber 50 Millionen ist zur Panikmache geeigneter. Und es sind nur SchĂ€tzungen - genau weiß es niemand.

Das Original der "wissenschaftlichen" Zusammenfassung, auf der dieser Artikel beruht:

Abstract
The source, timing, and geographical origin of the 1918–1920 pandemic influenza A virus have remained tenaciously obscure for nearly a century, as have the reasons for its unusual severity among young adults. Here, we reconstruct the origins of the pandemic virus and the classic swine influenza and (postpandemic) seasonal H1N1 lineages using a host-specific molecular clock approach that is demonstrably more accurate than previous methods. Our results suggest that the 1918 pandemic virus originated shortly before 1918 when a human H1 virus, which we infer emerged before ∌1907, acquired avian N1 neuraminidase and internal protein genes. We find that the resulting pandemic virus jumped directly to swine but was likely displaced in humans by ∌1922 by a reassortant with an antigenically distinct H1 HA. Hence, although the swine lineage was a direct descendent of the pandemic virus, the post-1918 seasonal H1N1 lineage evidently was not, at least for HA. These findings help resolve several seemingly disparate observations from 20th century influenza epidemiology, seroarcheology, and immunology. The phylogenetic results, combined with these other lines of evidence, suggest that the high mortality in 1918 among adults aged ∌20 to ∌40 y may have been due primarily to their childhood exposure to a doubly heterosubtypic putative H3N8 virus, which we estimate circulated from ∌1889–1900. All other age groups (except immunologically naive infants) were likely partially protected by childhood exposure to N1 and/or H1-related antigens. The source, timing, and geographical origin of the 1918–1920 pandemic influenza A virus have remained tenaciously obscure for nearly a century, as have the reasons for its unusual severity among young adults. Here, we reconstruct the origins of the pandemic virus and the classic swine influenza and (postpandemic) seasonal H1N1 lineages using a host-specific molecular clock approach that is demonstrably more accurate than previous methods. Our results suggest that the 1918 pandemic virus originated shortly before 1918 when a human H1 virus, which we infer emerged before ∌1907, acquired avian N1 neuraminidase and internal protein genes. We find that the resulting pandemic virus jumped directly to swine but was likely displaced in humans by ∌1922 by a reassortant with an antigenically distinct H1 HA. Hence, although the swine lineage was a direct descendent of the pandemic virus, the post-1918 seasonal H1N1 lineage evidently was not, at least for HA. These findings help resolve several seemingly disparate observations from 20th century influenza epidemiology, seroarcheology, and immunology. The phylogenetic results, combined with these other lines of evidence, suggest that the high mortality in 1918 among adults aged ∌20 to ∌40 y may have been due primarily to their childhood exposure to a doubly heterosubtypic putative H3N8 virus, which we estimate circulated from ∌1889–1900. All other age groups (except immunologically naive infants) were likely partially protected by childhood exposure to N1 and/or H1-related antigens. Similar processes may underlie age-specific mortality differences between seasonal H1N1 vs. H3N2 and human H5N1 vs. H7N9 infections.
Genesis and pathogenesis of the 1918 pandemic H1N1 influenza A virus
Formulierungen wie "Our results suggest" (Unsere Ergebnisse deuten an, weisen darauf hin), "we infer" (wir nehmen an), "was likely displaced" (wurde wahrscheinlich verdrĂ€ngt), "suggest" (andeuten, hinweisen), "may have been" (hĂ€tte sein können), "we estimate" (wir schĂ€tzen), "were likely partially" (waren wahrscheinlich teilweise). Abschließend dann:
"Similar processes may underlie age-specific mortality differences between seasonal H1N1 vs. H3N2 and human H5N1 vs. H7N9 infections." (Ähnliche Prozesse könnten den altersspezifischen Unterschieden bei der MortalitĂ€t zwischen den saisonalen H1N1 versus H3N2 und den menschlichen H5N1 versus H7N9 Infektionen, zugrunde liegen).

Alles nur Vermutungen - als wissenschaftlicher Beweis völlig untauglich! In der Presse erscheint es jedoch als Tatsache!
Überschrift des Spiegel:
Spanische Grippe: Forscher finden ErklĂ€rung fĂŒr verheerende Pandemie.

Da Der Spiegel das Wichtigste einigermaßen richtig herausgefiltert hat, ĂŒbersetze ich den Passus nicht insgesamt - obwohl die Schlußfolgerungen und ihre Grundlagen fragwĂŒrdig sind. Man verrenkt sich regelrecht, um die AnomalitĂ€t junge Erwachsene zu erklĂ€ren! Wie auch hier:

Die Forscher rekonstruierten anhand der Mutationsraten die Entwicklung des damaligen H1N1-Erregers, ebenso von H1N1-Linien folgender Jahrzehnte sowie der H1N1-Schweinegrippe von 2009/2010. Aus der Analyse leiten sie ab, dass der Verursacher der Spanischen Grippe kurz vor 1918 aus Teilen eines Vogelgrippe-Virus und einer menschlichen H1-Variante entstand, die seit etwa 10 bis 15 Jahren unter Menschen zirkulierte.Spanische Grippe:*ErklĂ€rung fĂŒr verheerende Pandemie von 1918 - SPIEGEL ONLINE
Daß hier ausgerechnet die Schweinegrippe und Vogelgrippe als grundlegende ErklĂ€rung herangezogen werden, die sich lĂ€ngst als WHO- und Pressekonstrukt erwiesen haben, keine Pandemien waren, zeigt meines Erachtens einzig, daß damit eine AnomalitĂ€t erklĂ€rt werden soll, um Angst zu schĂŒren, damit wieder mehr Menschen zum Impfen gehen.

Diese Wissenschaftler erwĂ€hnen natĂŒrlich nicht, daß damals Massenimpfungen an Soldaten stattgefunden hatten -Altersgruppe 25-29, aber auch 20-40-, daß die ersten Grippewellen in den US-Kasernen begannen... Zeitzeugenberichte belegen dies hinlĂ€nglich. Die Spanische Grippe war seltsamerweise nicht ansteckend! Die Berichterstattung in den USA wurde zensiert, die ersten Veröffentlichungen darĂŒber erschienen in Spanien - daher der Name. Mormonen, die sich nicht impfen ließen, blieben zu 100% von dieser Grippewelle verschont.

Hier ein Artikel, der eine ausgewogene Betrachtung ĂŒber die Spanische Grippe bietet:
Massenimpfungen und die Spanische Grippe
von Hans U. P. Tolzin (Seite 21-23)
Ein Zusammenhang zwischen der Spanischen Grippe von 1918 und der zeitgleichen explosionsartigen Ausweitung von Massenimpfungen in den USA und anderen LĂ€ndern ist nach Sichtung zahlreicher zeitgenössischer Quellen naheliegend. Die Diskussion der entsprechenden Argumente wurde bereits damals von einer starken Impfgegnerfraktion in die Öffentlichkeit getragen. Wie ist dann die permanente Verharmlosung der Impfrisiken und die Leugnung eines möglichen Zusammenhangs durch Behörden und Ärztestand erklĂ€rbar?
impf-report Ausgabe Nr. 12/13, Nov./Dez. 2005 - Inhalt
impfkritik.de - Spanische Grippe

Dies ist eine "Studie" mit nur einem Ziel: den Impfkritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Überzeugen wird diese AnhĂ€ufung von Vermutungen wohl niemanden, der genau hinsieht.

Gruß,
Clematis

Als kleine Zugabe ;):
Impf-Friedhof - Was das Volk, die SachverstÀndigen und die Regierungen vom "Segen der Impfungen" wissen. Erster Band mit mehr als 36.000 ImpfschÀden. Von Hugo Wegener, erschienen 17. August 1912!!!
https://www.tolzin.de/download/Impf-Friedhof.pdf
 
Hallo Clematis,

danke fĂŒr Deine BeitrĂ€ge zu diesen interessanten und brisanten Themen.

Ich möchte hier etwas "herausarbeiten", was Du vermutlich genauso siehst: Die Wissenschaftler sind mit ihren vagen Formulierungen nicht die Schuldigen an einer Berichterstattung, die daraus Tatsachen macht. Im Gegenteil tragen sie hier ihrer Verantwortung Rechnung, indem sie nicht mehr draus machen, als sie tatsĂ€chlich sagen können. Und die induktive Statistik liefert eben immer nur Korrelationen (keine KausalzusammenhĂ€nge) und dies leider auch nur mit einer gewissen "Signifikanz" (manche ĂŒbersetzen dies laienhaft mit "Fehlerwahrscheinlichkeit"). Damit sind es eben nie Tatsachen und dies muss in einer seriösen Zusammenfassung klar werden.

Will man Fehler der Wissenschaftler finden, muss man tiefer einsteigen, das ist aufwÀndig und erfordert Fachkenntnisse (mindestens in Mathematik, meist auch noch in Labormethoden, die einem starken Wandel unterliegen und auch heute noch oftmals SchwÀchen haben). Fehlern bei der Auswahl der "Untersuchungsobjekte" kann man allerdings teils auch schon mit Menschenverstand auf die Spur kommen.

GrĂŒĂŸe :)
Kate
 
Medizin. Wissenschaft - Fehler in Design / Auswertung von Stu

Hier etwas zur Signifikanz:
..., in eine Publikationswut fallen, die ihnen zum Lesen von Fachartikeln keine Zeit lasse. Dies gehe auch auf Kosten der QualitĂ€t der Publikationen. Die Arbeiten ließen sich meistens trotzdem in einem medizinischen Fachblatt veröffentlichen, da die Latte fĂŒr die Annahme eines Artikels niedrig sei und hĂ€ufig nur die statistische Signifikanz der Studie ausschlaggebend. (Kriterium dafĂŒr ist der p-Wert, auch "Irrtumswahrscheinlichkeit" genannt, das ist die Wahrscheinlichkeit dafĂŒr, dass das Ergebnis reiner Zufall war. Ist p < 5 %, gilt das Ergebnis als statistisch signifikant). Bei einer signifikanten Studie handelt es sich jedoch um ein Indiz, nicht um einen Beweis.

Gruß
Kate
 
Medizin. Wissenschaft - Fehler in Design / Auswertung von Stu

Ich möchte hier etwas "herausarbeiten", was Du vermutlich genauso siehst: Die Wissenschaftler sind mit ihren vagen Formulierungen nicht die Schuldigen an einer Berichterstattung, die daraus Tatsachen macht. Im Gegenteil tragen sie hier ihrer Verantwortung Rechnung, indem sie nicht mehr draus machen, als sie tatsÀchlich sagen können.

Hallo Kate,

im Prinzip sehe ich es wie Du. Bei dem Bericht zur Spanischen Grippe haben die Wissenschaftler vorsichtig formuliert, also Verdacht aber keine Gewissheit. Die Presse machte aus recht offenkundigen Interessen daraus ein Faktum. Bleibt die Frage, welches Motiv die Wissenschaftler veranlasste diese Studie ĂŒberhaupt in Angriff zu nehmen, ob sie im Auftrag einer Interessengruppe handelten, deren Wunschergebnis jedoch nicht bestĂ€tigen konnten und auch nicht wollten, weil sie dann gegen die Wissenschaftlichkeit verstoßen hĂ€tten. In diesem Falle blieben sie ehrlich.

Sie könnten natĂŒrlich auch einfach selbst aktiv geworden sein, weil sie wissen wollten, weshalb diese Grippe nur junge Erwachsene befiel. M.E. ist das eher unwahrscheinlich, denn so blauĂ€ugig, daß sie von den Massenimpfungen damals nichts wußten, auch nicht wußten, daß diese nicht ansteckend war, ist nicht anzunehmen.

Doch Ehrlichkeit ist nicht bei allen Wissenschaftlern der Fall - dann wird ein Design so aufgebaut, daß nur das gewĂŒnschte Ergebnis herauskommen kann. Das sind dann die sog. "schwarzen Schafe", die es in jedem Berufszweig gibt.

Du nennst auch Signifikanz - ĂŒber "p" kann man sich wirklich den Kopf zerbrechen. Die Formeln, die da verwendet werden, kann man als Laie nicht nachvollziehen. Ich hab's versucht und eine Bauchlandung gemacht... ;)

Hier eine Studie zur Entdeckung, daß Esskastanien-Extrakt zur BekĂ€mpfung des MRSA - MultiResistentenStaphylococcusAureus sehr nĂŒtzlich sein kann.
Die vollstÀndige Studie:
Link PDF https://www.zentrum-der-gesundheit.de/pdf/kastanienblaetterextrakt-gegen-staphylokokken-01.pdf
Link besser lesbar: PLOS ONE: Castanea sativa (European Chestnut) Leaf Extracts Rich in Ursene and Oleanene Derivatives Block Staphylococcus aureus Virulence and Pathogenesis without Detectable Resistance (Dank an James: Tee heilt MRSA)

Ich habe diese Studie komplett gelesen. Die Beschreibung und VollstĂ€ndigkeit ist m.E. vorbildlich. Schon die Einleitung enthĂ€lt u.a. Finanzierung, evtl. Interessenkonflikte. Das Verfahren der Extraktion und alle weiteren, werden sehr genau beschrieben. BezĂŒglich der ÜberprĂŒfung der Resistenbildung greife ich hier mal einen Abschnitt heraus:
Fig 6. 224C-F2 attenuates virulence without any detectable resistance after 15 days of drug passaging.
Cultures of USA500 isolate NRS385 (agr group I) were passaged for 15 consecutive days in the presence of 16 ÎŒg mL-1 of 224C-F2. (A) The sum total peak area of de-formylated and formylated delta toxin was quantified for the mock vehicle control (DMSO) and treated group. A significant difference (p<0.05) was evident for all treatment days. (B) 224C-F2 inhibited delta-toxin production over the length of the passaging experiment in the absence of growth inhibition. Significant differences between treatment and vehicle are represented as: *: p<0.05; ‡: p<0.01; †: p<0.001.
doi:10.1371/journal.pone.0136486.g006
NachprĂŒfen kann ich das "p" natĂŒrlich nicht. Da aber der Gesamteindruck der Studie sehr positiv ist, gehe ich davon aus, daß die in Worte gefaßten Ergebnisse zutreffend sind und sich bei den genannten Konzentrationen tatsĂ€chlich keine Resistenz bildet. Bei welchen Konzentrationen das vielleicht doch geschehen könnte, wurde noch nicht erforscht. Daß weiterer Forschungsbedarf besteht, wird ebenfalls gesagt.

Bei der Esskastanie sind insgesamt 94 Stoffe zusammen fĂŒr diese Wirkung verantwortlich. Zahlreiche Wirkstoffe sind bei Wirkungen aller Pflanzen die Regel. Sie wirken nur dann, wenn deren Synergien erhalten bleiben.

Diese Gesamtheit kann die Pharma aber nicht patentieren lassen bzw. sollte es nicht dĂŒrfen. Sie wird diese Studie nur dann aufgreifen, wenn sie den Hauptwirkstoff isolieren und dann chemisch herstellen kann. Problem: dieser isolierte, chemisch hergestellte Wirkstoff wird Nebenwirkungen haben, schon allein deswegen, weil die Synergien nicht mehr vorhanden sind. Ein Problem, das in der Studie und zugehörigen Veröffentlichung ebenfalls erwĂ€hnt wird. Diese Erfahrung konnte ich mit sog. Roßkastanien-Extrakten fĂŒr Venenleiden machen: der Gesamtextrakt, den meine Ärztin selbst herstellte, wirkte wahre Wunder, die Extrakte in Tablettenform der Pharma wirken gar nicht oder nur in extrem hohen Konzentrationen, die dann Nebenwirkungen hatten.

Jetzt bleibt abzuwarten, was die Medikamentenhersteller mit dieser Studie anfangen. Entwickeln sie ein Ein-Wirkstoff-PrĂ€parat, werden sie diese Studie als Werbemittel mißbrauchen und den Konsumenten damit in die Irre fĂŒhren, denn das PrĂ€parat kann nie so effektiv und ohne Nebenwirkungen sein, wie der Gesamtextrakt.

Die BlÀtter also lieber selber sammeln, auf Vorrat trocknen und dann als Tee aufnehmen. Die Wirkstoffkonzentration wird dabei nicht so konstant sein wie bei einem Pharma-PrÀparat, angesichts der erhaltenen Synergien kann man das aber vernachlÀssigen oder trinkt eben etwas mehr von diesem Tee.

Das grĂ¶ĂŸte Problem bei der Zulassung von pflanzlichen Wirkstoffen ist, daß hier die UnschĂ€dlichkeit jedes einzelnen enthaltenen Wirkstoffes isoliert nachgewiesen werden muß. Das Wichtigste, die Synergie wird ignoriert! FĂŒr die Wirksamkeit eines Mittels sind solche Studien völlig wertlos.

Bei 94 Wirkstoffen in der Esskastanie ist das allein finanziell unmöglich, ganz im Sinne der Pharma, die Medikamente mit meist nur einem, seltener mit bis zu drei Wirkstoffen auf den Markt bringt. So erzwang man aus Padma 28 die Entfernung des Eisenhuts, der als Einzelsubstanz giftig ist, machte es zu Padma Basic mit geringerer Wirkung, wĂ€hrend Padma 28 mit Eisenhut wirkt und keine Nebenwirkungen hat - bei ca. 23 Wirkstoffen, inkl. Eisenhut, eine harmonisch austarierte Synergie, die auf der Tibetischen Medizin beruht. Wegen der Synergien ist Eisenhut hier nicht mehr giftig, d.h. die anderen Wirkstoffe verhindern, daß der Eisenhut in dieser Zusammensetzung giftig wirken kann. Padma 28 inkl. Eisenhut habe ich z.B. sehr hoch dosiert eingenommen, keine Nebenwirkungen und lebe immer noch ;).

Hier werden die Vorschriften fĂŒr Studien und Nachweise dazu mißbraucht, Naturheilkunde von Markt fernzuhalten, zu wessen Gunsten, dazu braucht man keinen Wahrsager!

Einwandfreie Studien scheinen recht selten zu sein. Das liegt jedoch nicht immer daran, daß jemand manipulieren will. Oft werden einfach nur Fehler gemacht, weil jeder Wissenschaftler, ob gewollt oder ungewollt, eine bestimmte Antwort sucht - dass allein kann schon zu Verzerrungen, falschem Design fĂŒhren. Man könnte auch sagen, daß allein unterbewußtes Wunschdenken die Ursache sein könnte ;).

Dieser Thread hilft dabei, die TĂŒcken von Studien, die so vielseitig sein können, zu erkennen und deshalb ist er m.E. so wichtig. StĂ€ndig tauchen neue Studien auf, manche bestehen allein aus statistischen Korrelationen - m.E. ein Unding, da dabei zig weitere unberĂŒcksichtig bleiben. Von anderen wundersamen Erkenntnissen hört man nach einigen Wochen nie mehr etwas usw. usf.

Liebe GrĂŒĂŸe,
Clematis
 
Medizin. Wissenschaft - Fehler in Design / Auswertung von Stu

Ein guter Thread, danke dafĂŒr. Jeder der tiefer in gesundheitliche Sachverhalte einsteigt, landet irgendwann bei den Studien, denn aus denen "sollten" die Erkenntnisse stammen.

Gerade fĂŒr Laien (wie mich) ist es schwierig, deren Brauchbarkeit zu bewerten. Wer hat schon das know-how und die Zeit hunderttausende(!!!) Studien bis ins kleinste Detail zu lesen und zu analysieren.

Da muss man sich schon auf Zusammenfassungen und Erfahrungswerte verlassen (von Medien, Ärzten, Interviews der Forscher ...).

Mal ganz abgesehen von bewussten Manipulationen, die gerade in den USA angeblich eher die Regel sind als die Ausnahme (hÀngt mit deren Gutachtersystem zusammen, Martin Pall hat das mal in einem Interview dargelegt, finde es leider nicht mehr), gebe ich Clemantis recht:

Einwandfreie Studien scheinen recht selten zu sein. Das liegt jedoch nicht immer daran, daß jemand manipulieren will. Oft werden einfach nur Fehler gemacht, weil jeder Wissenschaftler, ob gewollt oder ungewollt, eine bestimmte Antwort sucht - dass allein kann schon zu Verzerrungen, falschem Design fĂŒhren. Man könnte auch sagen, daß allein unterbewußtes Wunschdenken die Ursache sein könnte ;).

Dieser Thread hilft dabei, die TĂŒcken von Studien, die so vielseitig sein können, zu erkennen und deshalb ist er m.E. so wichtig. StĂ€ndig tauchen neue Studien auf, manche bestehen allein aus statistischen Korrelationen - m.E. ein Unding, da dabei zig weitere unberĂŒcksichtig bleiben. Von anderen wundersamen Erkenntnissen hört man nach einigen Wochen nie mehr etwas usw. usf.

Eines meiner Lieblingsbeispiele ist die China Study:

Ein Forscher (T. Colin Campbell) hat anhand von Korrellationen festgestellt, dass anhand der Daten der China Study die vegane ErnÀhrung optimal sei. Tierische Produkte haben schlechte Korrelationen (bzgl. Krankheiten) pflanzliche Nahrungsmittel haben gute Korreltationen. Diese Studien werden gerne in der "Veganer-Szene" zitiert.

Eine nerdige (wie sie selber schreibt!) Bloggerin und (ehemalige) Veganerin, Denise Minger, wollte fĂŒr sich diese Daten aus Neugierde verstehen und daher nachrechnen. Sie ist allerdings zu dem Resultat gekommen, dass die weitaus(!!!) grĂ¶ĂŸte Korrelation zu schweren Krankheiten bei Getreide & Co besteht, das ist laut den Daten das schlechteste was man ĂŒberhaupt essen kann. Die Korrelationen bei tierischen PRodukten sind manchmal leicht negativ, jedoch auch positiv oder neutral.

Genaueres in ihrem Blog.The China Study | Raw Food SOS Denise Minger hat das ins Rollen gebracht und viele Autoren haben ihre Arbeit aufgegriffen. Ihre Daten sind in der "PalÀo/PHD/AntiGetreide-Szene" gut bekannt.
Siehe auch The China Study: Evidence for the Perfect Health Diet - Perfect Health Diet | Perfect Health Diet

Fazit: Wem soll man nun glauben Colin Campbell oder Denise Minger & Co? Alternative wÀre nur, sich selber durch die Daten zu graben.

Man könnte auch sagen, daß allein unterbewußtes Wunschdenken die Ursache sein könnte ;).
Das ist ĂŒbrigens eine eigene Forschungsrichtung, speziell in den USA. Vor allem im Finanzbereich wird da viel darĂŒber geforscht. Einfach mal nach "bias" oder "behavioral finance" googeln.

Es geht darum, dass kein Mensch frei von Tendenzen ist und somit immer unbewusst beeinflusst wird. Das wird bei der Bewertung von Aktienkursen genau untersucht. Der Preis einer Aktie sollte ja eigentlich "neutral und richtig" sein. Forscher stellten aber zum Beispiel fest, dass die Mondphasen oder der Ausgang eines Footballspiels am Vortag signifikane EnflĂŒsse (also Korrelationen) auf Aktienkurse haben.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Medizin. Wissenschaft - Fehler in Design / Auswertung von Stu

Da muss man sich schon auf Zusammenfassungen und Erfahrungswerte verlassen (von Medien, Ärzten, Interviews der Forscher ...).

Hallo Malk,

man muß gar nichts ;). Heutzutage kann man fast zu jeder Studie im Netz pro und contra Berichte finden... Inzwischen bin ich so weit, das war beileibe nicht immer so, daß ich erst mal keiner Aussage glaube. Mich besonders betreffende Aussagen ĂŒberprĂŒfe ich und das sind in den meisten FĂ€llen nur wenige. Der Kranke kann sich auf wenige Studien beschrĂ€nken, die ihn/sie ganz konkret betreffen und den Aufwand so eingrenzen.

Mal ganz abgesehen von bewussten Manipulationen, die gerade in den USA angeblich eher die Regel sind als die Ausnahme
Manipulationen geschehen ĂŒberall... Deutsche Studien, dies geisterte vor einiger Zeit sogar durch den Mainstream, wurden von Fachzeitschriften fast alle abgelehnt, weil allzuviele als manipuliert aufgefallen waren, selbst jene mit Peer-Review. Ein Koreaner hatte eine weltweit publizierte Studie komplett erfunden, um sein Image als Wissenschaftler aufzupolieren usw. usf.

weitaus(!!!) grĂ¶ĂŸte Korrelation zu schweren Krankheiten bei Getreide & Co besteht The China Study: Evidence for the Perfect Health Diet - Perfect Health Diet | Perfect Health Diet Fazit: Wem soll man nun glauben Colin Campbell oder Denise Minger & Co?
Glauben kann man weder Campbell noch Minger. Bei dieser Studie fÀllt mir auf anhieb einiges auf:
Minger geht davon aus, daß alle pflanzlichen Nahrungsmittel toxisch belastet sind - fĂŒhrt das bei den Korrelationen immer an. Das mag sogar stimmen, belegt ist das nicht. Was aber, wenn es diese toxische Belastung allein wĂ€re, die vegane Kost ungesund werden lĂ€ĂŸt?
Sie pickt sich ebenso wie Campbell die fĂŒr sie passenden Daten heraus.
In Tuoli, China, wird neben viel tierischen Fetten, sehr viel Getreide, insbesondere Weizen gegessen und die Menschen sind gesĂŒnder als anderswo:

the Tuoli obtain their fats predominantly from dairy and meat; these contain few polyunsaturated fats. Plant oils, legumes, nuts, eggs, and fish are all non-existent in their diet Death from all causes for people under the age of 65 was lower in Tuoli county than in 11 of the 13 counties that ate the least animal protein.
This excellent result was achieved even though the people of Tuoli are among the highest consumers of wheat in China: they average 0.82 pounds per day of wheat flour.
Dann wird schnell behauptet, sie könnten noch gesĂŒnder sein, wenn sie weniger Weizen essen wĂŒrden. Damit wird die eigene These untermauert, Weizen sei schĂ€dlich, obwohl die Studie dieses Ergebnis offen lassen muß.

Tuoli liegt im Nordwesten Chinas:
Tuoli
und sieht nach einer wenig industrialisierten Region aus. Daher muß man auch fragen: liegt die gute Gesundheit daran, daß diese Menschen in einer saubereren Umwelt (Wasser, Luft, Agrarböden) leben als in den anderen 12 Bezirken der Studie? Ist das der wirkliche Grund fĂŒr die unterschiedliche Gesundheit in den Bezirken - hat die ErnĂ€hrungsform gar keinen so maßgeblichen Einfluß? In Chinas Industriegebieten sieht es bezĂŒglich Umweltverschmutzung sehr schlimm aus und MortalitĂ€t hĂ€ngt auch mit diesen Lebensbedingungen zusammen. Diese Korrelation wurde in der Studie nicht untersucht, wĂŒrde man sie einbeziehen, welches Gewicht hĂ€tte dann die ErnĂ€hrung, ob tierisch oder pflanzlich?

Verzweifeln, ob solch fragwĂŒrdiger Studien zur ErnĂ€hrung brauchen wir aber nicht. Jeder von uns hat sozusagen ein eingebautes Barometer: wenn wir etwas nicht vertragen, zeigt der Körper das mit entsprechenden Reaktionen an. Achtet man darauf, findet man seine eigenen Antworten auch ohne Studien. Und das sogar viel zuverlĂ€ssiger, da auf die einzelne Person abgestimmt, also auf sich selbst. Sei bezĂŒglich ErnĂ€hrung Deine eigene Studie ;) :)!

Gruß,
Clematis
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Medizin. Wissenschaft - Fehler in Design / Auswertung von Stu

Achtet man darauf, findet man seine eigenen Antworten auch ohne Studien. Und das sogar viel zuverlĂ€ssiger, da auf die einzelne Person abgestimmt, also auf sich selbst. Sei bezĂŒglich ErnĂ€hrung Deine eigene Studie ;) :)!
Das wĂŒrde ich nicht wetten. Achtsamkeit und Beobachtung schön und gut, nur funktioniert das leider nicht immer (z.B. bei Kopfnebel ist die EntscheidungsfĂ€higkeit stark eingeschrĂ€nkt. Und da könnte ich noch so einige Beispiele nennen, so zumindest meine persönliche Erfahrung).

Damit will ich nur sagen, egal ob mit oder ohne Studien, es bleiben immer Unsicherheiten auch beim eigenen KörpergefĂŒhl.
 
Medizin. Wissenschaft - Fehler in Design / Auswertung von Stu

Damit will ich nur sagen, egal ob mit oder ohne Studien, es bleiben immer Unsicherheiten auch beim eigenen KörpergefĂŒhl.

Hallo Malk,

da stimme ich Dir zu, zumal viele Menschen, aus welchen GrĂŒnden auch immer, dieses KörpergefĂŒhl verlernt haben. Man kann es aber wieder lernen.

Bestehen weiterhin Unsicherheiten, kann man sich den Studien zuwenden, mit einer guten Portion Skepsis verbunden, könnten sie dann weiterhelfen.

Also nicht verzweifeln, ob des Wirrwarrs ;)! Weiter suchen, Geduld, fĂŒhren letztlich zum Ziel :) - so jedenfalls meine Erfahrung.

Liebe GrĂŒĂŸe,
Clematis
 
Medizin. Wissenschaft - Fehler in Design / Auswertung von Stu

Hallo,

wenn wir Fehler identifizieren wollen, wissen wollen, ob eine Studie echte Daten liefert, mĂŒssen wir tief einsteigen. Da der Laie meist ĂŒberfordert ist, kann man sich z.B. beim Arznei-Telegramm informieren. Dort findet auch der Laie bzw. Nicht-Abonnent viele nĂŒtzliche Informationen. Dabei ist allerdings zu berĂŒcksichtigen, daß das Arznei-Telegramm m.E. tendenziell gegen Naturheilkunde und alternative bzw. komplementĂ€re Heilmittel eingestellt ist. So wird durch ungenaue Berichterstattung z.B. Nattokinase als gefĂ€hrlich eingestuft, obwohl die Ursache da bei Marcumar lag.
Wolfgang Becker-BrĂŒser, Arzt und Apotheker, beschĂ€ftigt sich seit dreißig Jahren mit Medikamentenstudien der Pharmazeutischen Industrie. Die Informationszeitschrift "Arznei-Telegramm" wird von ihm seit zehn Jahren herausgegeben.
Laut Becker-BrĂŒser sind bis zu 90 Prozent der Studien in irgendeiner Form manipuliert. Diese TĂ€uschungsmanöver werden allerdings in den monatlichen Ausgaben des Arznei-Telegramms offenbart. Ein Beispiel sei der Skandal Vioxx, ein Rheuma- und Schmerzmittel, das Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich vertuschte. In der Praxis waren diese jedoch nicht zu verheimlichen. Daraufhin musste Merck Vioxx vom Markt nehmen. Mehr dazu auch im Artikel FĂ€lschungsskandal in der Schmerzforschung.
Erfundene Arzneimittelstudien
Wie Studien, Tests an Patienten usw. durchgefĂŒhrt werden sollten, wird hier sehr genau beschrieben:
https://de.wikipedia.org/wiki/Klinische_Studie

Diese Regeln wurden jedoch von der EU-Kommission unter dem DeckmĂ€ntelchen der "Vereinheitlichung" beschnitten und zwar so sehr, daß die Tests fĂŒr Tiermedikamente inzwischen strengeren Auflagen unterliegen als jene fĂŒr Humanmedikamente:
Unter dem MĂ€ntelchen der „Vereinheitlichung“ (was ja gar nicht mal so schlecht klingt), werden neue Mindestanforderungen beschlossen. Und die haben sich gewaschen:

  • Die neuen Regeln reduzieren den Schutz von MinderjĂ€hrigen. Wenn die nicht an einem Test teilnehmen wollen oder aus einem laufenden Test aussteigen wollen, dann kann der PrĂŒfer dies getrost ignorieren.
  • Ethikkommissionen, die unabhĂ€ngig sind von den Herstellerfirmen, werden nicht mehr fĂŒr die Zulassung und Kontrolle von klinischen und vorklinischen Studien benötigt. Die Firmen entscheiden also selbst, ob die neue Substanz testreif fĂŒr die PrĂŒfung am Menschen ist oder nicht.
  • WĂ€hrend bislang uneinheitlich jedes Land fĂŒr sich eine Zulassung fĂŒr neue Produkte einforderte, soll auch dies vereinheitlicht werden. HierfĂŒr kann der Hersteller sich das Land seiner WĂŒnsche aussuchen und dort die notwendigen PrĂŒfungen durchfĂŒhren. Die dann erfolgende Zulassung ist dann fĂŒr alle anderen EU-Staaten gĂŒltig. SelbstverstĂ€ndlich werden die Herstellerfirmen das Land aussuchen, was die laxesten Zulassungsbedingungen hat.
  • Schwerwiegende Nebenwirkungen wĂ€hrend der klinischen PrĂŒfung waren eigentlich immer der Todesstoß fĂŒr die neue Testsubstanz. Auch hier soll sich einiges Ă€ndern. Denn es sind neue Regelungen vorgesehen, wann solche „unerwarteten Ereignisse“ meldepflichtig sind. Auch hier ist zu erwarten, dass der Hersteller entscheiden darf, ob eine schwerwiegende Nebenwirkung schwerwiegend ist oder einfach nur ignoriert wird.
Ich wolltŽ, ich wÀrŽ ein Tier
Unglaublich: Neue Richtlinien fĂŒr Arzneimitteltests - NaturHeilt.com Blog
Die SĂŒddeutsche Zeitung, die recht pharmafreundlich ist, berichtete dazu dennoch sehr kritisch:
Arzneimittelversuche - EU will Tests an Menschen erleichtern - Politik - SĂƒÂŒddeutsche.de
Arzneimittelversuche am Menschen - EU sorgt fĂƒÂŒr Verdruss - Politik - SĂƒÂŒddeutsche.de

Letztlich bedeutet dies, daß der Auftraggeber einer Studie -und das ist der Hersteller des potenziellen Medikaments- bestimmt, wie die Studie aufgebaut ist, welche "Patienten" zugelassen werden, welche Nebenwirkungen als solche zu gelten haben und was davon fĂŒr die Zulassung preisgegeben bzw. verschwiegen wird. Ja, das geht soweit, daß der Hersteller die Herausgabe von Unterlagen an die Zulassungsstelle rundweg verweigert. Nur ein Beispiel von vielen:
Pfizer hÀlt Studien unter Verschluss
Arzneimittelhersteller behindert die bestmögliche Behandlung von Patienten mit Depression

Das Pharmaunternehmen Pfizer verschweigt Daten zur Wirkung eines Arzneimittels (EdronaxÂź mit dem Wirkstoff Reboxetin) zur Behandlung von Depressionen. Pfizer weigerte sich trotz wiederholter Bitte, dem Institut fĂŒr QualitĂ€t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) eine vollstĂ€ndige Liste aller veröffentlichten und unveröffentlichten Studien zu Reboxetin zur VerfĂŒgung zu stellen. Wie das Institut durch eigene Recherchen herausgefunden hat, wurde das in Deutschland zugelassene Arzneimittel in mindestens 16 Studien getestet. Von 9 dieser 16 Studien fehlen jedoch SchlĂŒsselinformationen um beurteilen zu können, wie Reboxetin abgeschnitten hat.
https://www.iqwig.de/de/presse/pres...fizer-halt-studien-unter-verschluss.2376.html
Ein Chef-AnÀsthesist manipulierte und "erfand" Studien zu HES, u.a. von der Firma Fresenius:
Doch stets gelang es den Herstellern, die Mahner zu ĂŒbertönen. Sie warben mit neuen, angeblich unbedenklichen Generationen der Substanz. Und mehr noch: Die Anwendung von HES wurde ausgedehnt. Inzwischen kommt es auch bei Hörsturz und Tinnitus, bei SchĂ€del-Hirn-Verletzungen und Blutvergiftung zum Einsatz, und dies selbst bei Kindern.Der Siegeszug der StĂ€rke-Infusionen ist erstaunlich. Keine einzige hochwertige Studie konnte bislang die Vorteile von HES gegenĂŒber anderen Formen des Plasma-Ersatzes in der Intensivmedizin belegen. Trotzdem schaffte es die Pharmaindustrie, den Glauben an die lebensrettende Wirkung der neuen HES-Generation in den Köpfen der Ärzte zu verankern. MarktfĂŒhrer Fresenius etwa ist von QualitĂ€t und Sicherheit seines neuen HES-Produkts fest ĂŒberzeugt und rĂŒhmt sich, dass inzwischen mehr als 30 Millionen Menschen damit behandelt worden seien.
ÄRZTE: Zu schön, um wahr zu sein - DER SPIEGEL 48/2010
Fortsetzung der Berichte:
Medizinforschung: Arzt verstieß dutzendfach gegen Vorschriften - SPIEGEL ONLINE
Zu keiner der 91 Arbeiten gab es den Angaben zufolge eine Zustimmung der bei der LandesĂ€rztekammer angesiedelten Ethikkommission. In mindestens zehn FĂ€llen seien außerdem Hinweise darauf gefunden worden, dass wissenschaftliche Standards missachtet wurden - Zahlen waren gefĂ€lscht und manipuliert, etwa zum Alter der Patienten. Untersucht wurden Studien, die zwischen 1999 und 2011 veröffentlicht wurden.
Klinikung Ludwigshafen: Ex-Chefarzt betrog bei HES-Studien - SPIEGEL ONLINE
Die Auftraggeber fĂŒr diese Studien, die es zweifellos gegeben haben muß, werden seltsamerweise in keinem der Berichte genannt, auch die Produktnamen nicht. Neben Fresenius gibt es noch eine grĂ¶ĂŸere Zahl von HES-Herstellern.
Umstrittenes Notfallmittel: Pharmakonzern bedrÀngt kritische Forscher Von Nicola Kuhrt
Ein gÀngiges Notfallmittel ist gesundheitsschÀdlich - das ergab eine Studie aus DÀnemark. Der Wissenschaftler bekam darauf bedrohliche Post von den AnwÀlten des deutschen Herstellers Fresenius Kabi.
HES von Fresenius Kabi: Pharmakonzern bedrÀngt kritische Forscher - SPIEGEL ONLINE
DrohgebÀrden der Pharmakonzerne sind ebenfalls gegen eigene Forscher bekannt geworden, die sich gegen die Vermarktung eines aus ihrer Sicht gefÀhrlichen Medikaments richten. Entlassung und die Unmöglichkeit je wieder eine Anstellung zu finden, sind hier die Regel. So verhindert man unliebsame Veröffentlichungen bzw. erstickt sie im Keim.

Kontroverse Diskussion zu HES:
https://www.asklepios.com/upload/IfN_Info_HES_Stellungnahme_07_2013_25226.pdf
Aber erst 2015 ordnet die EU-Kommission das Ruhen der Zulassung an:
BfArM - Risikobewertungsverfahren - HydroxyethylstĂ€rke (HES): Umsetzung des DurchfĂŒhrungsbeschlusses der EuropĂ€ischen Kommission
Die Anordnung wird erst 3 Monate spÀter vom BfArM bestÀtigt:
https://www.bfarm.de/SharedDocs/Dow...0737DF575.1_cid332?__blob=publicationFile&v=3

Wie viele Patienten wurden ab 2010 - Bekanntwerden der gefÀlschten Studien bis 2015 geschÀdigt? Eine Antwort darauf findet man nirgendwo.

Bei der Mammographie wird ebenfalls auf Grundlage von gefÀlschten und manipulierten Studien gearbeitet. Doch das wird bereits in einem anderem Thread dargestellt.

Das Arznei-Telegramm hat einiges zu Pfusch-Studien zu sagen:
FIRMENFINANZIERTE FORSCHUNG - ERHEBLICHES MANIPULATIONSPOTENZIAL
FIRMENFINANZIERTE FORSCHUNG - ERHEBLICHES MANIPULATIONSPOTENZIAL - arznei telegramm
RÜCKRUFE VON PUBLIKATIONEN -MEHR ALS EINER PRO TAG
Bei zwei Drittel (67,4%) von 2.047 seit den 1970er Jahren zurĂŒckgezogenen Arbeiten liegt wissenschaftliches Fehlverhalten eines oder mehrerer Autoren vor, einschließlich FĂ€lschung oder Verdacht auf FĂ€lschung (43,4%), mehrfache Publikation der gleichen Arbeit (14,2%) und Diebstahl geistigen Eigentums (Plagiate, 9,8%). Jede fĂŒnfte RĂŒcknahme (21,3%) wird mit Fehlern begrĂŒndet. Bei einem Teil fehlen entsprechende Angaben. Dies ergibt eine Auswertung der Forschungsartikel, die zum Stichtag 3. Mai 2012 laut Datenbank PubMed von biomedizinischen Fachzeitschriften zurĂŒckgezogen worden sind.2 Von einer betrĂ€chtlichen Dunkelziffer von Studien, bei denen nicht erkannt ist, dass sie unter wissenschaftlichem Fehlverhalten entstanden sind, ist auszugehen.
[...]
Viele Artikel, bei denen Forschungsbetrug vermutet wird oder belegt ist, werden nicht zurĂŒckgezogen, wie etwa die CLASS*13- und die VIGOR*14-Studie, mit deren Hilfe die Cox-2-Hemmer Celecoxib (CELEBREX) und Rofecoxib (VIOXX, außer Handel) vor mehr als zehn Jahren als angeblich besonders vertrĂ€glich im Markt lanciert wurden (vgl. a-t 2011; 42: 25-6). Auch ein RĂŒckruf der KAISER-Analyse15, die sowohl Roche als auch Behörden wie EMA oder die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) als Nutzenbeleg fĂŒr den Neuraminidasehemmer Oseltamivir (TAMIFLU) heranziehen, und auch eines Teils der darin ausgewerteten Untersuchungen, die nur als Abstract vorliegen, ist ĂŒberfĂ€llig, die RĂŒcknahme eines Abstracts beispielsweise, dessen Erstautor hinterher erklĂ€rt hat, ĂŒberhaupt nicht in die Studie involviert gewesen zu sein (a-t 2012; 43: 17-8 und 2010; 41: 4, 13).
RÃƓCKRUFE VON PUBLIKATIONEN - MEHR ALS EINER PRO TAG
How many retractions were there in 2012? And, some shattered records - Retraction Watch at Retraction Watch

Dieser Bericht verdeutlicht, wie unzumutbar es fĂŒr den Verbraucher ist, wenn die Pharma ihre Studien in LĂ€nder verlegen kann, die noch laschere Zulassungs- und Testbedingungen durchgehen lassen:
Wissenschaft & Technologie: Studien gefĂ€lscht: Über tausend Medikamente werden ĂŒberprĂŒft (2014)
Hunderte Zulassungsstudien gefĂ€lscht?Â*| APOTHEKE ADHOC
Manipulierte Medikamententests in Indien - Gesundheit - SĂƒÂŒddeutsche.de
Pharmaindustrie - Pfusch bei Zulassung von Medikamenten - Gesundheit - SĂƒÂŒddeutsche.de
Tödliche Pharma-Studien in Indien
Nach Angaben der indischen Regierung sterben jĂ€hrlich hunderte Probanden bei der DurchfĂŒhrung von Klinischen Studien. Eine Aufstellung des Drugs Controller General of India (DCGI) fĂŒr 2011 zeigt, dass allein bei Pharma-Tests von Novartis 57 Testpersonen starben. Auf der Liste folgen BAYER und Pfizer mit je 20 TodesfĂ€llen. Bereits im Zeitraum von 2007 bis 2010 waren bei Tests von BAYER 138 Inderinnen und Inder ums Leben gekommen, allein vier Personen starben an Nebenwirkungen des umstrittenen Gerinnungshemmers Xarelto. BAYER zahlte den Hinterbliebenen EntschĂ€digungen von lediglich 5.250 Dollar.

Firmen wie Novartis, BAYER und Pfizer setzen das Leben indischer Probanden wissentlich aufs Spiel. Recherchen vor Ort zeigen immer wieder, dass die Studienteilnehmer nicht ĂŒber die Gefahren der getesteten Medikamente informiert werden – hĂ€ufig wissen sie nicht einmal, dass sie an einer Studie teilnehmen. Es ist daher heuchlerisch, wenn die Pharmaunternehmen behaupten, in Indien dieselben Standards anzulegen wie in Europa.

Der Grund fĂŒr die Verlagerung der Tests nach Indien ist - neben den niedrigeren Kosten - vor allem die geringe behördliche Aufsicht. Eine vom indischen Parlament beauftragte Untersuchungskommission stellte jĂŒngst gravierende MĂ€ngel bei der Arzneimittel-Aufsichtsbehörde CDSCO fest: „Über Jahrzehnte hinweg hat sie vor allem den Interessen der Pharma-Industrie gedient und darĂŒber die Interessen der Verbraucher vernachlĂ€ssigt“, resĂŒmiert der Bericht. So hat sich die CDSCO in Zulassungsverfahren fĂŒr Medikamente auf Gutachten von Experten verlassen, denen die Medikamenten-Hersteller die Hand gefĂŒhrt haben. Als ein Beispiel nennt die Untersuchung Xarelto von BAYER mit dem Wirkstoff Rivaroxaban: „Die drei Expertisen fĂŒr Rivaroxaban (BAYER), eine Arznei zur BlutverflĂŒssigung, sind fast identische Kopien.“ Die Gesundheit der Probanden wird wissentlich aufs Spiel gesetzt. Vor wenigen Wochen wurde BAYER in China zu einer EntschĂ€digung von rund 50.000 Euro an eine Teilnehmerin einer Xarelto-Studie verurteilt. Die KlĂ€gerin hatte die Tests nur knapp ĂŒberlebt. (Anmerkung: dieser Bericht wurde nicht wie vorgesehen auf der Webseite von Bayer veröffentlicht). www.investor.bayer.de/securedl/10160
So etwas nennt sich dann "Evidenzbasierte Medizin" :confused:

Und wieder wird der Verbraucher nicht oder nur teilweise darĂŒber informiert, um welche Firmen und vor allem Medikamente es hier geht. Damit wird es unmöglich sich selbst zu schĂŒtzen. Der Verbraucherschutz wird im Medizin- und Pharmabereich grundsĂ€tzlich hinten an gestellt.

Die Interessen der Pharma haben immer Vorrang :mad:.

Eine merkwĂŒrdig schiefe Justiz, die zulĂ€sst, daß weiterhin Patienten geschĂ€digt werden, bis die endgĂŒltige Entscheidung vorliegt, die oft erst nach 10 oder 15 Jahren gefĂ€llt wird :mad:.

Weitere Manipulationen basieren auf Statistiken, da werden dann Äpfel mit Birnen verglichen, absolute Zahlen und Prozentzahlen zur Verschleierung genutzt, nicht zuletzt die "p-Werte" u.v.m.:
LĂŒgen mit Statistik
Statistiken, die lĂŒgen - Yamedo BLOG

Gruß,
Clematis
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Medizin. Wissenschaft - Fehler in Design / Auswertung von Stu

Hallo,

eine Studie die belegen sollte, daß Salben mit Nitroglycerin eine transdermale Verbesserung der Osteoporose bewirken, wurde zurĂŒckgezogen. Die Studienergebnisse konnten nicht verifiziert werden, was eine genaue ÜberprĂŒfung der Studie nach sich zog.

Die verantwortliche Ärztin Sophie Jamal, frĂŒhere Direktorin der Osteoporose Klinik an der UniversitĂ€t von Toronto, Kanada, fĂ€lschte bzw. erfand die zugrundeliegenden Daten. Bevor das Verfahren gegen sie abgeschlossen war, gab sie ihre Stellung auf.

Osteoporosis Transdermal Nitroglycerin Study Retracted

Gruß,
Clematis
 
Medizin. Wissenschaft - Fehler in Design / Auswertung von Stu

Hallo,

dieser Bericht beschreibt verstÀndlich was einfach-, doppelt- und dreifach-verblindete Studien sind:
https://www.ebm-netzwerk.de/pdf/zefq/schulz-epidemiologie8.pdf
Worauf der Leser bei Beschreibungen von Verblindung achten sollte
Wenn Wissenschaftler in angemessener Form ĂŒber ihre Verblindungsmaßnahmen berichten, kann der Leser diese BemĂŒhungen beurteilen. Leider mangelt es vielen Veröffentlichungen an einer ordentlichen Berichterstellung. Wenn ein Wissenschaftler behauptet, er habe seine Studie verblindet durchgefĂŒhrt, diese Behauptung aber nicht durch weitere Informationen untermauert, sollte der Leser skeptisch bleiben, was die Wirkung der Verblindung hinsichtlich der Reduktion von Bias betrifft. Beispielsweise wurde fĂŒr eine Studie [30] ĂŒber Antibiotikaprophylaxe behauptet, sie sei verblindet gewesen, der Methodenteil des Studienberichts ließ jedoch erkennen, dass kaum eine oder gar keine Verblindung erfolgt war.
Gruß,
Clematis
 
Im Artikel steht u.a.
Hierzu ließen sich leicht Tausende von Studien anfĂŒhren, die nicht nur belegen, dass oxidativer Stress ein auslösender Faktor fĂŒr eine große Anzahl von Erkrankungen ist, sondern auch die Rolle der Antioxidantien bei der Verminderung von oxidativen SchĂ€den bestĂ€tigen.

Und Professor Denham, dessen wissenschaftlicher Ruhm auf seiner Erforschung der freien Radikale ...

Die Verwirrung beginnt doch bereits bei den Begriffen "oxidativer Stress" bzw. "freie Radikale". Die meisten Menschen wissen nicht, was damit gemeint ist, glauben aber, das die Natur solche Prozesse in den Menschen eingebaut hĂ€tte. Zur "BeweisfĂŒhrung" werden dann Tausende von Studien durchgefĂŒhrt in denen mit diesen Begriffen argumentiert wird.

Es ist eigentlich ganz einfach (im Sinne von: "Beendigung der Symptome"): Wenn man "freie Radikale" vermeidet, gibt es auch keinen "oxidativen Stress"!

Zu den "freien Radikalen" schreibt Johanna Budwig in "Krebs - Das Problem und die Lösung" auf S. 17:
Der Begriff radikal stammt aus der Physik und wurde spĂ€ter als Tarnung benutzt fĂŒr die hocherhitzten Öle, die man nicht beim Namen nennen will, die aber genauso wirken.

Wenn man also die hocherhitzten Öle (deren Namen man nicht nennen darf) vermeidet, hat man keine "freien Radikale" und keinen "oxidativen Sress" und muss keine "Antioxidantien" zu sich nehmen.
 

Willkommen bei Symptome.ch
Schön, dass du da bist.

Symptome.ch ist seit vielen Jahren eine der grĂ¶ĂŸten und aktivsten deutschsprachigen Gemeinschaften rund um Gesundheit, Naturheilkunde und alternative Therapien. Hier tauschen sich Menschen aus, die Ursachen verstehen, ZusammenhĂ€nge erkennen und eigenverantwortlich etwas fĂŒr ihre Gesundheit tun wollen.

Als Gast kannst du viele Themen mitlesen und dich informieren. Wenn du selbst Fragen stellen, auf BeitrĂ€ge antworten oder mehr Inhalte sehen möchtest, registriere dich kostenlos. Die Gemeinschaft lebt vom Austausch – und jedes neue Mitglied bringt wertvolle Erfahrungen mit. 🙂

Zurzeit aktive Besucher

Statistik des Forums

Themen
69.581
BeitrÀge
1.068.950
Mitglieder
53.410
Neuestes Mitglied
Zahnvlogmann
ZurĂŒck
Oben