Mit Ärzten habe ich leider wenig gute Erfahrungen gemacht, auch wenn ich ihnen nichts unterstellen will.
Keiner versteht das als Unterstellung.
Es besteht eine manifeste Blutarmut. Für mich sieht diese aus, als ob irgendwo Blut verloren ginge. Nachdem die Magen Darm Spiegelung jedoch unauffällig gewesen sei, fragt sich, was der Grund für die manifeste Blutarmut ist.
Ab hier teilweise Spekulation, da die Werte (noch?) nicht vorliegen.
Zu wenig Protein. Es werden verschiedene Aminosäuren fehlen, welche zur Produktion von Blutzellen unerlässlich sind.
B12 zu hoch? Womöglich das freie B12. Dieser Wert sagt *nichts* darüber aus, ob auch B12 in den Zellen verfügbar ist. Messen lassen: Holotranscobalamin
B6 zu hoch? Der Wert liegt zwar über der Norm, jedoch in keinem Bereich, der ernsthafte Sorgen bereiten müsste. Die Frage ist eher, fehlen weitere Vitalstoffe, damit das B6 aktiviert werden kann. Histaminabbau benötigt unter anderem B6. Ich würde mir, wäre ich betroffen, keine zu großen Sorgen machen isoliert wegen dem B6 Wert.
Das rote Blutbild würde ich so nie akzeptieren, wäre ich betroffen. Ich sehe eine veritable Chance, dass der Herzwert erhöht ist, weil schlicht zu wenig Sauerstoff gebunden an Hämoglobin zirkuliert und deshalb der Herzmuskel (neben weiteren Gründen) beleidigt reagiert. Durch die Blutarmut wird das Herz über Gebühr dauerhaft belastet! Am besten messen lassen: Ferritin, Transferrinsättigung, Transferrin, CRP (auch, wenn dieser gut ist, die Werte sollten am selben Tag erhoben werden)
Es wird wohl tatsächlich eine Histamindysbalance vorliegen. Diese sollte nun wirklich diagnostiziert und behandelt werden. Womöglich geht es sogar in Richtung MCAS. Gut, dass die Diagnostik läuft!
Ferritin war einmal erhöht? Es wird damals wohl eine Entzündung vorgelegen haben. Meiner Auffassung nach liegt hier ua ein Eisenmangel vor.
Falls noch nicht bestimmt: Folsäure und Vitamin C messen lassen. Irgendwo fehlt ein Baustoff, der für die Blutbildung unerlässlich ist.
Die Blutarmut würde ich sehr rasch angehen. Das Herz braucht Entlastung. Wurden mal Eiseninfusion vorgeschlagen?
Das weiße Blutbild wird sich erst nachhaltig erholen, wenn das rote Blutbild deutlich besser ist. Wurde mal Kupfermangel festgestellt? Manganmangel?
Tipp: Auch wenn es schwer ist, würde ich einen Arzt suchen, der die manifeste Anämie therapiert. Auf Kasse natürlich aufgrund der Werte. Mit einem solchen Blutbild ist man schwach, hat Atemnot, Herzprobleme, Kältegefühl, Schwindel....
Zudem verstärkt es eine Histamindysbalance, da das Histamin zum Weitstellen der Gefäße "missbraucht" wird, um die Sauerstoffversorgung zu verbessern. Alles nicht erstrebenswert.
Abschließend: Keiner unterstellt hier keinem etwas. DAS Blutbild dürfte jedoch nicht untherapiert bleiben. Unerhört. Das. Arzt wechseln notfalls.
Nachtrag: Wurde Kupfer im Blut bestimmt? Ceruloplasmin? Gibt es da Werte? Morbus Wilson wurde komplett ausgeschlossen? Arzt/Facharzt sollte, falls noch nicht geschehen, sicherheitshalber genau untersuchen. Fresubin enthält auch Kupfer. Ein erhöhter Ferritinwert könnte im Rahmen von M. Wilson gesehen werden, wenngleich es sich um eine sehr, sehr seltene Erkrankung handelt, welche teilweise erst später im Leben manifest werden kann. Besser einmal abklären, falls noch nicht geschehen.