Lassen sich ZAHNHERDE auch im MRT (Spect) oder Computertomografie auffinden?

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Lassen sich ZAHNHERDE auch im MRT (Spect) oder Computertomografie auffinden?

Habt ihr da Erfahrung? Läßt sich das irgendwie darstellen?
tinaruhrgebiet
 
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Lassen sich ZAHNHERDE auch im MRT (Spect) oder Computertomografie auffinden?

1. Kernspin, Nuclear Magnetic Resonance (NMR), Magnetische Resonaztomographie (MRT) erscheint bis jetzt relativ nebenwirkungsfrei - nur Magnetfeld und Radiofrequenzen. Es werden in der Regel Schichten von ca. 3 mm Dicke analysiert. Gemessen wird die Absorbtion von Radiowellen in Abhängigkeit vom Magnetfeld. Daraus werden mit dem Computer Bilder erzeugt.
Theoretisch sollten sich Bereiche mit veränderter Knochendichte darstellen lassen, wenn sie groß genug sind. Bei mir wurden 133 Bilder bei einer Untersuchung erzeugt, aber obwohl ich extra gesagt habe, daß es mir auch um die Zähne geht, waren die Zähne nur in einigen senkrechten Schnitten von rechts nach links zu sehen, nicht aber in waagerechten Schnitten und auch nicht in senkrechten Schnitten von vorne nach hinten. Im toxcenter.de gibt über 800 Bilder, hauptsächlich Röntgen OPT und NMR , aber auch einige Spect und CT. Dort sind auch MRT mit waagerechten Schnitten durch den Kiefer zu sehen, die als beherdet diagnostiziert wurden.

2. Spect und PET (PositronenEmissionsTomographie) wird nach meiner Einschätzung hauptsächlich verwendet, um die Gehirndurchblutung bzw. Gehirnaktivität darzustellen. Es wird ein radioaktives Kontrastmittel gespritzt welches innerhalb weniger Stunden zerfällt.

3. CT RöntgenComputerTomographie. Es werden mehrere hundert Röntgenaufnahmen auf einmal gemacht, die im Computer dann zu fast beliebigen Schnitten umgerechnet werden. Die Strahlenbelastung ist erheblich. Es gibt spezielle Kopf CT, bei denen die Strahlenbelastung vertretbar erscheint. Zahnärzte, die in großem Stil Implantate machen, haben häufig so ein Gerät. Damit kann man sehr genau erkennen, wie viel Knochen noch da ist.

4. OPG OPT Orthopantomographie ist eine einzelne Röntgenaufnahme, bei der Röntgenquelle und Röntgenfilm um den Kopf gedreht werden. Durch die besondere Aufnahmetechnik wird nur eine zylinderförmige Schicht scharf dargestellt, in der dann hoffentlich die Zähne stehen. Der Rest soll unscharf bleiben. Leider stehen die Zähne oft nicht exakt im Halbkreis, so daß die Dinger oft etwas unscharf wirken.

Erfahrene Ärzte können in 1, 3 und 4 Hinweise auf Zahnherde finden, in 2 eher Hinweise auf Hirnschäden, die möglicherweise Folge von Zahnerkrankungen oder Zahnmißhandlungen sind.
Es ist aber so, daß Zahnherde sicher erst dann zu erkennen sind, wenn bereits erheblicher Schaden eingetreten ist. Im Röntgen fällt die veränderte Knochendichte erst auf, wenn schon 40 % des Knochens zerstört sind. Es läßt sich auch nicht sicher unterscheiden, ob es sich um eine wohlabgegrenzte Zyste handelt (bei intaktem Imunsystem kann ein Zahnherd eingekappselt werden) oder ob die Entzündung sich schon im Kieferknochen verteilt. Im CT ist nicht unbedingt sicher zu erkennen, welche Ursache ein Knochenschwund hat.

Mit keinem dieser Verfahren läßt sich der unvergleichliche Geruch darstellen, der Dich beim operativen Eröffnen eines Zahnherdes erfreuen kann. Keines der Verfahren kann Dir ohne operative Eröffnung und Abstrich sagen, ob und welche Bakterien sich bereits in Deinem Kiefer eingenistet haben. Deshalb sind sie letztlich für den Betroffenen alle unbefriedigend.
 

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