Langzeitschäden durch die Histaminintoleranz?

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28.05.20
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"ich hab absolut keine zeit um völlig sinnlos im inet rumzusuchen",



ich dachte nur, du hast unendlich viel zeit:







Sunny schrieb:"natürlich nicht. wär ja auch langweilig.

aber von meiner sorte gibt und gab es teils in meinem engeren, teils im sehr weiten umfeld sehr viele.
auch solche, die noch viel schlimmere krankheiten und einschränkungen haben und trotzdem alles möglich machen und nicht rumjammern.

einige hab ich persönlich kennengelernt und teils sehr bewundert, weil sie trotz ganz übler krankheiten usw. sehr viel mehr geleistet haben als ich es je könnte.
aber ich hab ja noch einige jahre zeit um einiges zu machen, das ich bisher (teils wegen der krankheiten und der langzeitschäden durch mcas usw. , teils auch wegen corona) noch nicht "abhaken" konnte, obwohl es schon länger auf meiner liste steht. :)


Hitmaus schrieb:
niemand vorstellen will/kann, was es bedeutet, wenn man MCAS hat

fast alle wahrscheinlich nicht.
in meinem engeren umfeld gab es immer einige, die es konnten, da sie mich z.b. ins krankenhaus gebracht, weil ich nicht nur aussah wie leiche auf urlaub, sondern alle paar minuten bewußtlos wurde usw.
beim letzten crash haben es 4 leute mitbekommen, mit denen ich beruflich zu tun habe, weil ich versucht hatte trotz allem zu arbeiten und es auch gemacht hab bis ich dann nicht nur umgekippt bin, sondern garnicht mehr aus der bewußtlosigkeit rauskam und einer mich ins krankenhaus gefahren hat und alle 4 mich da besucht haben und total schockiert waren in welchem zustand ich war und daß die mich da einfach nur ohne jede behandlung (und ohne essen und trinken, weil die krankenhauskost für mich uv war) in ein einzelzimmer abgeschoben haben, damit es niemand mitbekam, daß sie garnichts gemacht haben.
ohne die hilfe dieser menschen wär es noch heftiger gewesen, weil ich im krankenhaus nichts zu essen bekam, das auch nur halbwegs verträglich war usw. usw.
und als die mich nach hause abgeschoben haben (mit dem krankenwagen, weil ich nicht laufen konnte, immer noch oft umgekippt bin und bewußtlos war), obwohl sie wußten, daß ich allein lebe und das auch noch sonntags vormittags, wo man nichts zu essen kaufen kann, wenn man nicht draußen rumlaufen kann usw., haben sie für mich eingekauft. ich hätte sonst nichts zu essen gehabt bzw. nur ein bißl was aus dem vorrat und vor allem nichts zu trinken, weil das leitungswasser hier völlig ungenießbar ist.

gearbeitet hab ich aber schon nach wenigen tagen wieder, weil ich für das meiste nicht rausgehen muß, sondern es hier im arbeitszimmer machen und dabei auf einem stuhl mit armlehnen und hoher rückenlehne sitzen kann (der hat einige male verhindert, daß ich wegen der bewußtlosigkeiten auf den boden geknallt bin) .

die langzeitschäden durch mas usw. sind auch sonst noch ganz erheblich, u.a. auch die beine usw. usw.
aber ich bin mir sicher, daß ich auch die langzeitschäden bessern kann, wenn es leider auch nur ganz extrem langsam und mit rückschlägen geht. aber es geht."




Sunny schrieb: "aber bei adäquater behandlungtrotzdem arbeiten konnten und vor allem auch wollten"

die meisten Mcas patienten bekommen aber keine adäquate behandlung, weil die Diagnose so schwer ist,
was auf den meisten internetseiten von Bloggerinnen und Betroffenen auch so steht.


"und vor allem auch wollten"


Demnach gibt es keine MCAS-Betroffenen, die nicht wollen. Du hast es erfasst!

:)
 
wundermittel
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sunny schrieb. "Ich habe den arbeitgeber bei einem vorstellungstermin immer sofort in ein fachgespräch verwickelt und spätestens nach einer halben stunde hatte er vergessen danach zu fragen.
dadurch hab ich auch jobs in berufen bekommen, die ich offiziell garnicht gelernt hatte und für die teils eigentlich ein studium plus berufserfahrung verlangt worden war."

sunny schrieb: "langjährige erfahrung mit patienten, die typische symptome und teils auch sehr heftige beschwerden hatten"

Also hast du als Arzt gearbeitet ohne Studium??
 
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ich hab hier im forum schon mehrfach geschrieben, was ich gemacht hab. lies es halt einfach, wenn es dich so brennend interessiert, was ich alles gemacht habe. wär jetzt hier alles ot.
 
regulat-pro-immune
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Ich bin ja auch MCAS-Betroffener und ich war vor meinen Entgiftungsaktionen bei jedem Wetterwechsel ein Totalausfall. An meinen fitten Tagen war ich jedoch sehr viel fitter als der Durchschnitt und konnte so die Ausfälle mehr als wettmachen. Tatsächlich war ich als Autodidakt in einem akademischen Umfeld viele Jahre eine Koryphäe in der Informatik und habe viel Geld damit verdient.

Bei meinem ersten Vorstellungsgespräch habe ich einfach immer "Kein Problem" behauptet, obwohl ich keine Ahnung hatte, wovon der Typ eigentlich redet. Da ging es um Netzwerkprotokolle, lange bevor es das Internet gab und diese Technologie auch im Heimbereich Standard wurde. Ich war also nicht ehrlich und trotzdem erfolgreich, denn ich habe die Firma mit meinem Einsatz vor dem Untergang gerettet. :cool:
 
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28.05.20
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"Bei meinem ersten Vorstellungsgespräch habe ich einfach immer "Kein Problem" behauptet, obwohl ich keine Ahnung hatte, wovon der Typ eigentlich redet."


ist vllt eine ungewöhnliche Frage, aber fördert mcas eigentlich multiple PS? (Histaminose und schizophrenie hängen ja irgendwie zusammen)



Und ...maxjoy, kurz vor Vorstellungsgesprächen warst du nie ein Totalausfall?
(Wenn dich Wetterwechsel bei mcas beeinträchtigen, müssten es ebenso Stresssituationen
sein. entweder ist es bei dir nicht der Fall, weil du vorher entgiftest/Mastzellen säuberst oder weil MCAS nicht in dein Sprach/Angstzentrum eingreift...

vg
 
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Mal abgesehen von den Wetterwechselausfällen bin ich ziemlich ausgeglichen. Ich werde in Stresssituationen sogar besonders ruhig und kann sehr selbstbewusst auftreten.

In die Netzwerktechnologie musste ich mich schnell auf die harte Tour einarbeiten, aber mein Handwerkszeug (die Programmiersprache C) habe ich damals schon gut beherrscht. Mein erstes Projekt konnte ich so in der vorgegebenen Zeit fertigstellen.
 
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Viel Stress entsteht dadurch, weil man sich selber unter Druck setzt. Da habe ich mir eine gewisse Lässigkeit und ein dickes Fell angewöhnt. Es gibt eben Tage, an denen ich nicht so viel auf die Reihe bekomme, und andere, an denen es gut läuft. Das schränkt natürlich die Jobwahl ein, als Polizist oder bei der Flugsicherung könnte ich wohl nicht arbeiten. Programmierer war schon ideal für mich, weil ich mir die Zeit selbst einteilen konnte.

Ich habe auch jeden Abend ein bis zwei Joints geraucht, dadurch konnte ich gut schlafen und war auch am nächsten Tag noch ein bisschen sediert. Ich finde es gut, dass Cannabis mittlerweile als Medikament anerkannt ist und man es sich verschreiben lassen kann. Mittlerweile brauche ich es nicht mehr, aber es war für mich ein weiter Weg zur Selbsterkenntnis und Selbstheilung. Die Empfindlichkeit bleibt bestehen, aber die meisten Symptome sind jetzt weg, insbesondere die Migränetage.

Um auf's Thema zurück zu kommen, Langzeitschäden durch MCAS habe ich körperlich nicht davon getragen. Ich habe auch gelesen, dass es die Lebenserwartung nicht beeinträchtigt. Es hat natürlich Brüche in meiner Biografie hinterlassen und ich wäre froh, wenn ich vor 40 Jahren schon gewusst hätte, was ich heute weiss.
 
regulat-pro-immune
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ist vllt eine ungewöhnliche Frage, aber fördert mcas eigentlich multiple PS? (Histaminose und schizophrenie hängen ja irgendwie zusammen)
Ich denke es könnte mit der Tagesform zusammenhängen. Wenn ich mal wieder "leide" weil ich irgendwas unverträgliches gegessen habe, oder doch mal auf einer Party gegen die goldenen Regeln verstossen habe (damit meine ich keinen Vollsuff, sondern lediglich ein paar alkoholische Getränke und histaminhaltige Nahrung), dann bin ich oft sehr schnell gereizt. Ich muss dann immer mein Bestes tun, damit die Menschen in meinem Umfeld es mit mir aushalten ;-)
Multiple Persönlichkeiten durch Histaminprobleme halte ich für eher unwahrscheinlich...das ordne ich doch eher in die psychologische Ecke...
 
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18.03.16
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Multiple Persönlichkeiten durch Histaminprobleme halte ich für eher unwahrscheinlich...das ordne ich doch eher in die psychologische Ecke...

Vielleicht meint Hitmaus, dass Selbstbild und Realität bei Histamingestörten noch ein bisschen weiter auseinander klaffen können als bei den Normalos. Ich denke, das ist ein Schutzmechanismus: Auf diese verdammt miese Laune, die mich in jungen Jahren öfter mal überkam, konnte ich nicht stolz sein. Das war sogar der Hauptgrund, warum ich das Kiffen angefangen habe - so war ich ausgeglichener und sozial verträglicher. Sonst wäre ich sicher irgendwann in der Psychoecke gelandet.

Aus meiner heutigen Perspektive kann ich nur immer wieder das Entgiften betonen. Ich habe den Mund voller Amalgam, mit 14 - 15 Jahren war ich mit Quecksilber vollgelaufen, denn da sind alle meine Symptome plötzlich aufgetreten: Neurodermitis, schlechtes Immunsystem, Kurzsichtigkeit, Gedächtnisprobleme, Depressionen, Migräneanfälle, starke Wechsellaunigkeit etc.. Und jetzt ist dieser ganze Mist wieder verschwunden.
 
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"Vielleicht meint Hitmaus, dass Selbstbild und Realität bei Histamingestörten noch ein bisschen weiter auseinander klaffen"

Nein, das habe ich damit nicht gemeint!
 
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