Konjugiertes Bilirubin Meulengracht?

Themenstarter
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Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zum Thema Hyperbilirubinämie.
Bei mir wurden in letzter Zeit immer wieder erhöhte Bilirubinwerte gemessen (Bili-G 1,84 mg/dl, 2,3 mg/dl).
Zur Differenzierung wurde dann das konjugierte Bilirubin bestimmt und das indirekte errechnet:

Bili-Gesamt: 1,84 mg/dl
Bili-Direkt: 0,50 mg/dl
Bili-Indirekt: 1,34 mg/dl

Man schloss auf Morbus Meulengracht und es wurde ein 24h Fastentest veranlasst.

Die Werte vor dem Fasten:

Bili-Gesamt: 1,87 mg/dl
Bili-Direkt: 0,58 mg/dl
Bili-Indirekt: 1,29 mg/dl

Die Werte nach dem Fasten:

Bili-Gesamt: 3,49 mg/dl
Bili-Direkt 1,05 mg/dl
Bili-Indirekt: 2,46 mg/dl


Sprechen diese Werte für Meulengracht? So wie ich es verstanden habe, sollte dann doch eigentlich nur das indirekte Bilirubin steigen und nicht das direkte. Wie sind diese Werte zu interpretieren?

Ich freue mich über Antworten

Viele Grüße

Wortmagier
 
wundermittel
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Hallo Wortmagier,

Die Bestimmung des UDT1A1-Promoter-Polymorphismus ist die sicherste Diagnostik.
...
Provokationstests (selten erforderlich)
Durch 3tägige Kalorienreduktion auf 600 kcal/d oder 50 mg Nikotinsäure i.v. erfolgt ein Anstieg des Bilirubins, besonders des indirekten Bilirubins.
Gilbert-Meulengracht-Syndrom

Ist denn dieser Wert UDT1A1-Promoter-Polymorphismus bei Dir gemacht worden? Damit scheint ja die Diagnose eindeutig zu sein.

Bei Dir ist ja das indirekte Bilirubin durch den Fastentest angestiegen. Insofern entspricht das dem Verhalten der Werte bei Morbus Gilbert bzw. das entspricht genau dem oben angegebenen Verhalten.

Morbus Meulengracht, Gilbert-Syndrom - Analysen-Spektrum - Labor Lademannbogen

Grüsse,
Oregano
 
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