Keiner findet eine Diagnose - seit einem halben Jahr gesundheitlich im Keller

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Hallo Sternenstaub,

wie ist es Dir bei bisherigen Prüfungen ergangen?

Was meinst du denn genau mit bisherigen Prüfungen??

Nochmal zum Magnesium, worauf ich wegen der Muskelzuckungen komme. Wieviel Mg nimmst du, wieviel Vit. D3, und wie war die Reihenfolge der Einnahme und der Muskelsymptome? Ich frage, weil Vit. D ein Magnesiumräuber ist und manche der Symptome hervorrufen könnte.

Empfohlen vom Neurologe wurde mir bei Magnesium: Magnesium Verla N Dragées N3. Die empfohlene Dosierung liegt laut Packungsbeilage bei 3x täglich 1-3 Tabletten (entsprechen 120-360 mg Magnesium pro Tag). Bislang nahm ich täglich nur 1, höchstens 2.

Vitamin D wurde mir ja bereits vor 1 Jahr, als die Darmgeschichte noch aktiv war, aufgeschrieben, zusammen mit dem B12. Da wurde mir verschrieben:

Vitamin D3 1000 I.E. (entsprechend 0,025 mg).
Vitamin B12 1 Tablette entspricht 400 mikro-gramm.

Da nahm ich bislang auch immer 1 täglich von beiden, zusammen mit dem Magnesium.
 
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Hallo Sternenstaub,

Du hast in Deinem ersten Beitrag geschrieben:
Ich stehe kurz vorm Uni-Abschluss, soll demnächst in meinen Lehramtsberuf starte
Ich habe Dich nach früheren Prüfungen gefragt, weil es ja möglich wäre, daß Du Prüfungsangst hast ?


Grüsse,
Oregano
 
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Hallo Sternenstaub,

Du hast in Deinem ersten Beitrag geschrieben:

Ich habe Dich nach früheren Prüfungen gefragt, weil es ja möglich wäre, daß Du Prüfungsangst hast ?

Achso, ja natürlich, die habe ich, schon sehr lange. Das hängt auch mit meinem Perfektionismus zusammen. Schon damals beim Abitur konnte ich 4 Wochen vor den Prüfungen gar nicht mehr richtig Essen, weil ich mir so Sorgen machte.

Ich bin ziemlich leistungsorientiert, das ist vermutlich auch ein Fluch und Segen zugleich. Aber diese Dinge sind nur temporär ein Problem, nämlich meistens immer nur, bis die Prüfungen vorbei sind.

Die Angst vor Krankheiten ist da deutlich länger präsent bzw. auch nur so lange, wie ich mich halt nicht gesund fühle. Geht es mir körperlich gut und normal, dann mache ich mir auch nicht jede freie Minute Sorgen um Krankheiten.

Aber seit dem Zeckenbiss Mitte Juni geht das jetzt schon bis heute so. Denn Beschwerden habe ich ja immer noch aktuell.
 
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Von Magnesium Verla N bekomme ich Hautjucken am ganzen Körper. Ich würde lieber ein pures Magnesium nehmen.

Meine Vermutung mit dem Vit. D kann man aber streichen, 1000 I.E. dürfte zu wenig sein, um Magnesiummangel auszulösen.

Was ist dieses Rizol Zeta? Bist du sicher, daß es keine Nebenwirkungen bei dir hat?
 
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Was ist dieses Rizol Zeta? Bist du sicher, daß es keine Nebenwirkungen bei dir hat?

Das nehme ich allerdings nicht regelmäßig und die Beschwerden waren ja lange vor der Einnahme schon vorhanden.
 

knuddz

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1000IE D3 sind besser als nichts. Je nach Lifestyle und Gewicht sind so 2000-5000/Tag nicht schlecht. ( Im Winter).

Hat dir Vitamin B12 Tabletten geholfen. Die Resorbtion ist im Magendarmtrakt extrem gering.

Ja durch Dauerstress kann die NNR so geschädigt werden das sie irgendwann nicht mehr ausreichend Cortisol produziert. Dann musst du alle paar Stunden Tabletten schlucken. Bis dahin fließt aber viel Wasser die Elbe lang runter… … in der Schulmedizin wird Burnout mit Antidepressiva und Psychotherapie behandelt. Und die meisten werden trotzdem gesund. Also keine Sorge. Oft wird kein Cortisol genommen. Und trotzdem werden die wieder.

CORTSP ist der morgenwert

CORTSP2 ist der nachfolgende Wert ( vermutlich Abends.

Untersuchung 1 ist noch halbwegs physiologisch. Morgens höher, abends schwächer. Aber dennoch recht mau.



Untersuchung 2 ist unphysiologisch. Morgens deutlich weniger als Abends.
Das kann darauf hindeuten das du zu der Zeit einen verschobenen Tag Nachtrythmus hattest. Entsprechend zu der Zeit auch keinen guten Schlaf gehabt haben könntest. Es gibt einige Kurven für ein Cortisoltagesprofil. Je nach Krankheitsbild. (Stadium)





Perfektionismus ist kein Segen. Es ist ein Fluch. Man stelle sich mal vor man hat ein großes Projekt was ein halbes Jahr deine volle Aufmerksamkeit braucht. Dann bist du 6 Monate voll am Anschlag. Den Perfektionismus kann man sich beim Psychologe raustheraptieren lassen. Die Ergebnisse werden auch ohne Perfektionismus gut.
 
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Hallo liebes Forum,


Die einzige "Einschränkung", die ich fairerweise erwähnen muss, ist eine seit ein paar Jahren manifestierte hypochondrische Neigung, die 2016 angefangen hat mit unerklärlichen Beschwerden in der Brust / Herznähe, und ich überzeugt davon war, nun etwas am Herzen zu haben. Viele Untersuchungen inklusive Langzeit-EKG, Ultraschall, Belastungs-EKG brachten nichts zu Tage. Ich akzeptierte diese komischen aber nie schmerzhaften Brustwahrnehmungen und arrangierte mich damit ab, dass sie nirgends organisch nachweisbar waren. Nach ca. 1,5 Jahren waren sie dann genauso plötzlich wieder weg, wie sie ursprünglich aufgetraten sind.

Warum denkst Du eigentlich, Sternenstaub, weil Du Herzsymptome gespürt hast, Du hättest hypochondrische Veranlagungen?
Das würde jedem Menschen so ergehen, die sich mit so einer Symptomatik auseinandersetzen müssen und ich finde es wichtig sich selbst ernst zu nehmen.
Dein Körper möchte Dir ja etwas sagen und als erstes muss eine med. Abklärung erfolgen. Ich kenne niemanden, der bei Brustschmerzen keine Panik bekommt; es sei denn, diese Symptome sind bereits orthopädisch diagnostiziert worden.
Mache Dich doch dahingehend bitte nicht "runter".

Und dass Du Deine Borreliensymptome ernst nimmst, ist ebenso wichtig. Vertraue Dir und Deinem Körper und sage Dir Du hast alles getan, wenn Du meinst, alles ist optimiert und nun kann es in Dir friedlich werden.
So ein wenig habe ich den Eindruck, Du beschimpfst Dich selbst wegen Deiner Symptome.

Psst, was meinst Du wie oft ich schon bei einem bisschen Halskratzen vermutet habe, ich bekomme Corona 😉
 
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Hallo Sternenstaub,

ist eigentlich zur Zeit der Herzsymptome auch Deine Wirbelsäule genau untersucht worden?
Hat sich ein Osteopath damit beschäftigt?

Natürlich sollte beim geringsten Verdacht auf eine Störung der Herzfunktion oder eine Angina-pectoris-Problematik sofort ein Arzt aufgesucht werden. Eine unmittelbar eingeleitete - auch notärztliche - Behandlung kann hier nach der Maxime "Zeit rettet Herz" schlimmeres verhindern. Doch was, wenn selbst die gründlichste Diagnostik keinerlei Hinweise auf eine Erkrankung des Herzens zeigt?

Es ist nicht nur Einbildung: Die BWS ist schuld

Nach der ersten Freude darüber, dass mit dem Herz alles in Ordnung ist, kommen Selbstzweifel: Als Betroffener werden Sie schnell zum "eingebildeten Kranken" abgestempelt, die Probleme werden gerne in den psychosomatischen Bereich "abgeschoben". Höchste Zeit, das Beschwerdebild aus orthopädischer Sicht unter besonderer Beachtung der Brustwirbelsäule (BWS) zu betrachten. Hier liegt in der Mehrheit der Fälle der Ursprung des Übels ...

Grüsse,
Oregano
 
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Warum denkst Du eigentlich, Sternenstaub, weil Du Herzsymptome gespürt hast, Du hättest hypochondrische Veranlagungen?
Das würde jedem Menschen so ergehen, die sich mit so einer Symptomatik auseinandersetzen müssen und ich finde es wichtig sich selbst ernst zu nehmen.

Naja, als nach den unzähligen kardiologischen Abklärungen (es wurde ja alles gemacht, bis auf die invasiven Untersuchungen wie Herzkatheter, was ich, wie die Lumbalpunktion, für überzogen hielt) herauskam, dass meine Empfindungen nicht vom Herz herrühren, kam ich in der Rückschau auf den Schluss, dass diese wohl psychosomatisch bedingt sein müssen. Ich hatte mir akribisch während des Langzeit-EKGs jedes Ereignis, das ich in der Brust wahrgenommen hatte, auf die Uhrzeit genau notiert, um es dann bei der Auswertung beim Arzt sagen zu können.

Wir haben uns jede dieser notierten Zeiten im EKG angeschaut und man sah einfach: nichts. Was auch immer diese Empfindungen waren, sie waren zwar auf Herznähe, aber offensichtlich kamen sie nicht vom Herz.

Da ich davon aber überzeugt war und auch in der Vergangenheit schon einfach so aus unerklärlichen Gründen Sorge vor verschiedenen Dingen hatte, für die es überhaupt keinen objektiv Anlass gab (z.B. mal eine zeitlang Angst, HIV zu haben), schätze ich mich mittlerweile eben als leicht hypochondrisch ein.

Im Prinzip, wenn nach jeder Untersuchung nichts herauskommt, ich aber dennoch körperliche Symptome wahrnehme, ist das doch ein Zeichen, dass da etwas nicht im Reinen ist. Zwar nicht organisch, sondern im Kopf.

Dein Körper möchte Dir ja etwas sagen und als erstes muss eine med. Abklärung erfolgen. Ich kenne niemanden, der bei Brustschmerzen keine Panik bekommt; es sei denn, diese Symptome sind bereits orthopädisch diagnostiziert worden.
Mache Dich doch dahingehend bitte nicht "runter".

Vollkommen richtig, und deswegen lasse ich die Dinge ja immer erst einmal in Gänze abklären. So wie auch aktuell mit meinen "Zeckensymptomen". Bislang kam aber (Gott sei Dank) nie etwas handfestes heraus. Weder jetzt, noch in der Vergangenheit.

Hallo Sternenstaub,

ist eigentlich zur Zeit der Herzsymptome auch Deine Wirbelsäule genau untersucht worden?
Hat sich ein Osteopath damit beschäftigt?

Nein, damals zu der Zeit nicht. Ich hatte das damals aber auch auf dem Schirm, dass solche Beschwerden auch daher kommen könnten. Da diese vermeintlichen Herz/Brustbeschwerden aber auch direkt nach einer Zeit vermehrtem psychischen Stresses / Angst aufgetreten ist, glaube ich, dass diese Beschwerden tatsächlich psychosomatischer / hypochondrischer Natur waren.

Allerdings weiß ich, dass orthopädisch auch etwas im Argen ist bei mir. Ich war nach dem Zeckenstich auch für ein paar Mal beim Chiropraktiker, weil ich dachte, meine Kribbel- und Taubheitsgefühle in den Händen und Armen könnten vielleicht davon kommen. Es wurde tatsächlich festgestellt, dass meine HWS total zu bzw. blockiert wäre - auch hätte ich eine schiefe Haltung.

Die Kribbelsymptome und auch damals die Herzbeschwerden sind aber auch so wieder wegegangen, auch ohne intensive orthopädische oder chiropraktische Behandlung. Ob es also tatsächlich davon kommen soll? Denn dann müssten die Beschwerden ja eigentlich immer noch da sein, solange, bis da eine Korrektur erfolgt.

Einen Termin beim Orthopäden habe ich aber auch geplant, um diese Dinge anzugehen. Egal, ob die nun ursächlich für die Beschwerden sind, oder nicht. Aber es ist ja immer gut, wenn solche Fehler behoben werden. Ich weiß nur nicht genau, wo man da am Besten hingeht: Osteopath? Orthopäde? Chiropraktiker? Ich weiß nicht mal, wie die 3 sich jeweils unterscheiden...
 
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12.05.11
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Das klingt für mich nach einer Spur, die unbedingt zu verfolgen wäre.

Ich würde zu einem Osteopathen gehen und möglichst nicht so viel "einrenken" lassen. Chiropraktiker arbeiten am liebsten (oder immer?) mit diesen energischen Mobilisationen, bei denen es "knackt". Das ist eher nicht zu empfehlen. Es gibt auch schonendere Mobilisationen der Wirbel. Du brauchst aber ein Rezept, und dafür könntest du zum Orthopäden gehen.

Kribbeln in den Händen kann neben der Wirbelsäule auch noch Verkürzungen der Brust- und Schultermuskeln zur Ursache haben, weil letztere zu einem Thoraic outlet-Syndrom führen können.

All das kann ein guter Osteopath wegbekommen.

Übrigens könnten deine Herzbeschwerden auch dann auf die Wirbelsäule zurückgegangen sein, wenn sie von selbst wieder verschwunden sind. Der Körper ist ja nicht statisch, er hat Kompensationstechniken, die z. B. eine Schiefheit an andere Strukturen weiterleiten, damit sie dort aufgefangen und stabilisiert wird. Auf diese Weise können Probleme am "Gestell" auch "wandern" oder sich dort zeigen, wo sie gar nicht herkommen.
 
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12.05.11
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Ach, und noch was: Ich hatte -- ohne daß ich hypochondrisch veranlagt wäre -- vor ein paar Jahren auch mal einige Monate solche beunruhigenden Herzphänomene (Stolperer, komische Klopfgeräusche, zwei Blutdruckentgleisungen), die sich kardiologisch nicht festmachen ließen. Was sich dann für mich als Ursache (oder vielleicht auch nur als Spitze des Eisbergs) ergeben hat: Streß (ein kranker Vater) und Eisenmangel.
 
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12.10.18
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Im Prinzip, wenn nach jeder Untersuchung nichts herauskommt, ich aber dennoch körperliche Symptome wahrnehme, ist das doch ein Zeichen, dass da etwas nicht im Reinen ist. Zwar nicht organisch, sondern im Kopf.

nein, es kann durchaus organ. ursachen haben, die nur nicht festgestellt wurden, weil nicht die richtigen untersuchungen gemacht wurden.
bei mir hieß es viele jahre "nur psych.-som.", obwohl auch immer wieder mal nachgewiesene gelenkentzündungen, koma, erheblich reduzierte nierenfunktion, atemlähmung, pupillenlähmungen, areflexie usw. vorhanden waren.

aber man findet halt nur das, wonach man auch sucht und zwar mit den richtigen untersuchungen und auch zum richtigen zeitpunkt.
wenn man z.b. ein paar monate auf einen termin warten muß, kann der schub bei einer schubweise verlaufenden krankheit wieder vorbei sein.

wenn beschwerden tatsächlich nur psych.-som. sind und von selbst verschwinden, wenn der auslösende streß vorbei ist, kann man weiterem vorbeugen, indem man z.b. eine passende entspannungstechnik lernt oder sonstwie dafür sorgt, daß man insgesamt etwas entspannter und gelassener reagiert.

wenn trotzdem immer wieder beschwerden auftreten, wäre es gut, mal nach krankheiten zu schauen, die viele ärzte leider nicht kennen, aber einige gsd schon.
oder im inet nach infos sucht ohne dabei jedes mal dann, wenn ein symptom paßt zu denken, das hätte man. sonst wird man vielleicht doch noch zum hypochonder.

schätze ich mich mittlerweile eben als leicht hypochondrisch ein.

nur weil man beschwerden, die "nur" psych.-som. sind, erst mal einem organ zuordnet, ist man nicht hypochondrisch, sondern erst wenn man bei jeder unbedeutenden kleinigkeit, die andere garnicht bemerken oder sofort wieder vergessen, ein riesentheater macht oder wegen jeder völlig unbedeutenden kleinigkeit jede woche drei andere schlimme krankheiten hat o.ä.

Herzphänomene (Stolperer, komische Klopfgeräusche, zwei Blutdruckentgleisungen

das kann -zig ursachen haben. wobei stolperer, tachykardie, vorübergehende blutdrucksteigerung usw. bei extrem-streß rel. oft vorkommen.
aber wenn es häufig vorkommt und das auch ohne extrem-streß, sollte man es genau untersuchen, wobei auch herzprobleme und hypertonie usw. nicht immer mit dem herzen zu tun haben, sondern auch durch ganz andere krankheiten verursacht werden können (z.b. bei der aip gehört sowas u.a. auch zu den symptomen).

als ich mal einen merkwürdig erhöhten blutdruck plus schwindel hatte, hat mich mein hausarzt (der weiß, daß ich kein hypochonder, sondern eher das gegenteil bin) zum neurologen geschickt, der kurz aber gründlich untersucht hat und mich sofort in die uniklinik schicken wollte, weil auch eine areflexie und eine veränderte pupillenreaktion vorhanden war, was andere bei ähnlichen beschwerden wegen nicht durchgeführter untersuchungen garnicht bemerkt haben.

ich hab dann einfach das für kurze zeit genommene antihistaminikum weggelassen, weil ich damals schon ahnte, daß ich viele chem. medis nicht vertrage und die beschwerden verschwanden von selbst wieder.
hätte ich damals schon die infos bzgl. aip, sle und mcas gehabt, hätte ich das ah garnicht genommen, aber da gab es das inet in der heutigen form noch nicht.


lg
sunny
 
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16.01.21
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Also, zunächst einmal möchte ich hier wirklich mal ein großes Dankeschön rauslassen!! Denn mir fällt auf, dass hier in diesem Forum (zumindest bei meinem Thread hier nun) wirklich die Leute von Herzen bemüht sind, einem weiterzuhelfen mit Tipps, Anregungen, eigenen Erfahrungen und auch durch Beruhigungen!! Das finde ich super toll! Auch, dass die Leute nach einem Beitrag nicht schon das Thema abhaken und dann nie mehr was dazu äußern!

Das ist leider in anderen Foren zuhauf der Fall, dass meistens jeder nur einen Beitrag abliefert und dann ist das Thema mehr oder weniger gegessen und der Threadersteller wird bei weiteren Beiträgen alleine gelassen!

Also vielen lieben Dank dafür!

Bezüglich der nun eingeschlagenen Thematik: Psychosomatisch vs. real vs. hypochondrisch...

Ja, da haben wir jetzt ein bisschen die Büchse der Pandorra geöffnet. Also, es ist lieb von euch, dass ihr mich drauf aufmerksam machen wollt, dass nicht alles direkt hypochondrisch oder psychosomatisch sein muss - dem stimme ich voll und ganz zu.

Dass ich persönlich allerdings wirklich hypochondrische und evtl. auch psychosomatische Neigungen habe, das würde ich nicht abstreiten - ich kenne mich und meine Gedanken und mein Empfinden ja wirklich am Besten und ich weiß, dass ich mir schnell mal Sorgen mache.

Als ich die Muskelzuckungen hatte und leider Gottes wieder gegooglet hatte, kam natürlich sofort ALS oder andere neurologische, unheilbare Erkrankungen. Bestimmt wochenlang hat mich das in Angst und Schrecken versetzt, ich war überzeugt, ich hab das jetzt und es beginnt nun langsam der Anfang vom Ende.

Damals bei den Brustempfindungen war's ähnlich: ich hatte in manchen Momenten wirklich meinen Tod vor Augen - ich müsste jetzt dann bald sterben, irgendwas tödliches habe ich da jetzt am Herzen.

Seit dieser Zeckengeschichte habe ich die verschiedensten Krankheiten "ausgestanden" in meiner Angst: MS, ALS, Neuropathie, Rheuma, Muskelschwäche, (seit wir es hier angesprochen haben im Thread auch kurzzeitig) Nebennierenrinde-Schwäche (Morbus Addison)...

Mittlerweile google ich wirklich gezielt auch nicht mehr nach irgendwelchen Symptomen, auch wenn es mir sehr schwer fällt, aber ich weiß, es tut mir nicht gut und versetzt mich nur noch tiefer in Angst und Sorge.

Ich klammer mich an die bisherigen, sehr ausführlich durchgeführten Untersuchungen. Mir wurde neurologisch bestätigt, gesund zu sein, dann versuche ich das jetzt mal zu glauben. Zumindest als Beruhigung, dass ich keine tödliche Krankheit habe und in 2 Monaten tot bin.

Was jetzt die einzelnen immer noch vorhandenen Beschwerden sein mögen, ob sie wirklich psychosomatisch sind, oder irgendeine andere Ursache (aber keine tödliche) dahintersteckt, die sich vielleicht leicht beheben lässt - ich weiß es nicht. Deswegen bin ich ja hier und deswegen versuche ich dahinter zu kommen.

@knuddz hat übrigens, glaube ich, gar nicht so Unrecht mit dem Neurotransmitter-Haushalt... Mir geht es auch schon seit Jahren emotional nicht mehr ganz so gut. Ich will nicht sagen Depression, das wäre vermutlich zu stark ausgedrückt, aber so einen Hang, das Glas eher als halb leer, als halb voll zu sehen habe ich schon seit Jahren. Pessimistische Haltungen, daher vermutlich auch die Zukunftsängste, Selbstunsicherheiten, schlechtes Selbstbewusstsein...

Wenn wir da jetzt schon ganzheitlich dran sind, dann müssen diese Dinge sicherlich mit einbezogen werden. Fakt ist: ich bin ängstlich, unsicher, mache mir sehr leicht Druck und Stress, bin perfektionistisch, will es allen Recht machen, will gesund sein (vielleicht ist der Gesundheitsgedanke auch schon fast eine Art Zwang geworden), habe deshalb vielleicht Angst vor Krankheiten, weil ich dann keine Kontrolle mehr hätte. Ich weiß, ich brauch Sicherheiten im Leben, muss möglichst über Vieles die Kontrolle behalten bzw. das Gefühl haben, dass ich das alles im Griff habe.

Jetzt geht's aber schon sehr ins Psychologische. Das soll euch nicht abschrecken. Ich will nur andeuten, ja, bei mir ist mit den Jahren Vieles zusammengekommen und jetzt sind Beschwerden da. Vielleicht ein Hilferuf, dass jetzt die Zeit da ist, alles auf 0 zu setzen und alle Probleme anzugehen.

Ich muss aber erst dahinterkommen, was die Probleme verursacht. Der Auslöser für die akuten war halt die Zecke, zumindest wenn man den zeitlichen Zusammenhang sieht. Ob das tatsächlich in einem Ursache-Wirkungs-Verhältnis steht, oder nur rein zufällig so zeitnah miteinander aufgetreten ist, weiß ich nicht. Würde es aber für sehr unwahrscheinlich halten, wenn die Beschwerden nicht in irgendeiner Weise was mit dem Zeckenstich zu tun hätten und sei es auch nur durch die Angst, die nach dem Stich hochkam und die Grübelei, was könnte da jetzt wieder passiert sein mit diesem Stich...
 

knuddz

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Das das Glas halb leer ist bei Depressiven ist die vorherrschende Meinung, ist aber falsch.
Müdigkeit, Konzentationsprobleme, Kopf/Muskelschmerzen, Motivationsprobleme, Libidoverlust, Probleme mit den GIT und das sogar ganz speziell in abwechselnder Art und Weise ist perse eine Depression ohne das Leben so zu empfinden das das Glas halb leer ist.

Nach dem mich meine Frau betrogen hat, die Ehe zerbrochen ist, mich das Jobcenter lünscht und das Finanzamt mich abziehen will und mich daraufhin der Steuerberater verlassen und sowie verschiedenste Symptome + selten mit klarer Diagnose, insbesondere chronischer Schwermetallvergiftung, chronisch arm und Corona sowie das einstellen von Sport ist das Glas bei mir noch immer nicht halb leer. Per Definition habe ich trotzdem eine Depression. Ich kann nur sagen das es nicht verkehrt ist herauszufinden was man hat. Grenzen wärn aber toll. Ich habe in 3 Jahren über 40000€ gelassen, von einen Arzt zum anderen und die haben selten was gefunden. Die letzten 5000€ habe ich ausgegeben und hier und da auch mal was gefunden.

Das is nicht meine Aufgabe was zu finden. Das is die Aufgabe der Ärzte. Die meisten sind offenbar aber Pflaumen...
Das irgendwas im Busch sein könnte ist möglich. Also folgen weitere Tests. Denn ein unschöner Auffälliger Wert führt zu nächsten Untersuchungen...
 
Themenstarter
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16.01.21
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Und wie kannst du diese ganzen Untersuchungen finanzieren? Ich merke es selber grade, dass das allmählich ziemlich ins Geld geht. Den meisten Leuten werden solche privat-finanzierte Untersuchungen gar nicht zur Verfügung stehen auf Dauer, da das irgendwann finanziell limitiert...
 
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Jetzt geht's aber schon sehr ins Psychologische.

bei dir wahrscheinlich eh mal notwendig. es kommt zwar auch bei medizinstudenten rel. oft vor, daß sie plötzlich alle krankheiten haben, von denen sie gerade mal etwas lernen, aber das gibt sich fast immer , wenn sie mehr über die krankheiten wissen und vor allem, daß man nicht schon dann eine schlimme krankheit hat, wenn man nur einen kl. teil der symptome hat.

wenn man zum überbewerten einzelner symptome neigt, ist es wichtig, daß man vor dem googeln die symptome aufschreibt und dann sieht, daß die allein noch nicht bedeuten, daß man irgendeine schlimme krankheit hat, dafür müssen schon mehr und vor allem auch relevantere vorhanden sein.

einen arzt zu finden, der wirklich gründlich untersucht und herausfindet was los ist, wäre optimal, funktioniert aber nicht immer.
aber man kann sie nutzen um notwendige untersuchungen auf kasse machen zu lassen statt viel geld für eher dubiose tests auszugeben.

vor allem aber sollte man genug selbstbewußtsein haben um sich nicht von allem bange machen zu lassen, das mal gerade nicht optimal ist.
und das kann man auch trainieren, wenn es nicht schon von klein auf an vorhanden (oder durch falsche erziehung o.ä. abhandengekommen) ist.

ich hab mehrere blöde krankheiten und an einer (aip) ist meine mutter schon mit mitte 40 gestorben.

ich hab es jetzt dank dickkopf und besserwissergen und (teilweise selbst antrainiertem) selbstbewußtsein usw. immerhin schon bis 70 geschafft (fühl mich aber viel jünger und seh gsd auch jünger aus) und hab noch einige jahre vor mir und trotz der schweren krankheiten keine angst zu sterben (in der letzten zeit wegen übler zusätzlicher und unlösbarer probleme manchmal eher das gegenteil, bekämpfe das aber immer gleich wieder, weil ich noch einiges tun und erleben will), obwohl es einige male schon fast so weit war (atemlähmung, koma usw) und jederzeit wieder passieren könnte.

irgendwie ist es weitgehend von der eigenen einstellung abhängig und die kann man ändern bzw. daran arbeiten und nach und nach besserungen erreichen.

und dann hat man oft auch weniger beschwerden oder kann unbedeutende kleinigkeiten ignorieren oder bei evtl. doch mal etwas ernsteren symptomen googlen ohne zu denken, man hätte irgendwas schlimmes oder unfähige ärzte schnell abhaken und dann doch einen besseren finden oder die anderen nutzen um notwendige untersuchungen nicht selbst zahlen zu müssen..


lg
sunny
 

knuddz

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80% Zahlt etwas die Kasse. (PKV). Ist zwar recht teuer, aber die Kosten hole ich 3x wieder rein.
20% Eigenleistung. Darf darauf aber nicht genauer eingehen...

Der Ansatz einer überstanden oder nicht schwerwiegenden Borreliose hast du überstanden. Den Ansatz das deine Nebenniere erschöpft bist hast du auch. Daran würde ich erstmal 3 Monate in Ruhe arbeiten und versuchen stressfrei zu leben und danach nochmal schauen wie es dir geht.

Irgendwelche akuten Sachen scheinen erstmal nicht vorzuliegen. Wenn man es mal ruhiger hat und die Symptome noch immer alle da sind nach erfolgreicher eingestellter Medikation kann man noch immer mal schauen.

Wäre mein M2PK Wert nicht auf über 100 und wäre eines der beiden erhöhten Zytokine nicht könnte ich jetzt auch geschmeidig Urlaub machen...
 
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Hallo Sternenstaub,

Nebennierenrinde-Schwäche (Morbus Addison)
Die Nebennierenschwäche wird von den Endokrinologen nicht unbedingt als Krankheit anerkannt.


Grüsse,
Oregano
 
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