Keiner findet eine Diagnose - seit einem halben Jahr gesundheitlich im Keller

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Bei einer Lymne Borreliose würde es Sinn machen, den VLSE Wert mittels eines Westernblots zu sichten, der in der Regel aber nur gemacht wird, wenn die Elisa Vortestung positiv anspringt.
Manche Privatpatienten erhalten auf Anfrage auch so einen Westernblot, da dieser in der Regel aussagekräftiger ist und die Banden zeigt, die sich evtl. gebildet haben.
Wichtig ist, wie gesagt, dieser obige Wert Ist der positiv kann man noch von einer Aktivität ausgehen.

Bei mir wurden von Vorneherein immer nur direkt Western Blots gemacht. Es wurde noch vor der ersten Antibiose ein erster Test gemacht (ca. 14 Tage nach Zeckenentfernung und ca. 7 Tage nach Beschwerdebeginn), da war der Westernblot negativ.

Nach der ersten Antibiose auch. Und vor der zweiten auch, nach der zweiten auch. Eigentlich war er immer negativ, zu jeder Zeit.

Bis eben auf den umstrittenen LTT.

Eine Lumbalpunktion stand im Raum, wurde aber eher nur empfohlen, weil das letztlich das einzige neurologische Diagnostikelement ist, das bislang noch nicht durchgeführt wurde. Zudem habe ich die Behandlung einer Neuroborreliose (intravenöses Ceftriaxon 21 Tage) ja bereits erhalten, auch ohne vorherige Lumbalpunktion. Also selbst wenn diese positiv gewesen wäre, sollte es aufgrund dieser Behandlung dann ohnehin gegessen sein - angemerkt: laut schulmedizinischen und RKI-Leitlinien.

Aber an beiden Unikliniken wurde eine Borreliose von vorneherein eher ausgeschlossen. Die Beschwerden seien untypisch und selbst falls eine Infektion stattgefunden hätte, wäre dies mit dem oralen Doxycyclin bereits leitliniengerecht behandelt worden. Über die zweite, intravenöse Behandlung war man erbost: ohne einen Befund durch die Lumbalpunktion sei diese Behandlung unnötig und nicht indiziert! Die wollten sogar den behandelten Hausarzt anrufen und ihn zusammenscheißen deswegen.

Ich fragte dann den Uni-Prof: angenommen, es handelt sich tatsächlich nicht um eine Borreliose und ich bekomme nun aber dennoch diese intravenöse Antibiotika-Behandlung, was schadet es denn dann, außer dass ich halt täglich zum Arzt muss, um die Infusion zu erhalten?

Da meinte er: sofern Sie vom Antibiotikum keine anderen Beschwerden wie Magen-Darm, oder sonstige Nebenwirkungen bekommen, dann schadet diese intravenöse Behandlung grundsätzlich nicht, ich muss aber nochmal betonen, dass diese aktuell ohne Lumbalpunktions-Befund NICHT indiziert ist, sondern NUR, wenn ein Borrelienbefund bei der Punktion herauskommen würde.

Ich hatte 0 Nebenwirkungen durch die Infusionen, weder Darm, noch sonstiges. Ergo würde ich sagen: vielleicht war die Behandlung gar nicht notwendig aufgrund fehlender Infektion, aber da ich das eben nicht weiß, wurde sie jetzt halt dennoch gemacht...

Andererseits sind das eben Beschwerden, die ich so noch nie im Leben zuvor hatte und daher neu für mich sind. Und wenn man den Borreliose-Anhängern glauben soll, dann passen diese Beschwerden natürlich sofort auf Borreliose. Bei denen passt halt leider alles sofort auf Borreliose, selbst Kopfschmerzen oder Schwindel. Da gibt es blätterweise Symptomlisten mit den herkömmlichsten, alltäglichsten Symptomen, die dann anscheinend auch auf Borreliose zurückzuführen seien.

Ich weiß halt nicht, inwieweit man diesem Pfad folgen und vertrauen darf. Monatelange Antibiose, davon halte ich jedenfalls nichts. Da mach ich mir alles kaputt mit und krieg dann erst Recht noch Beschwerden.
 
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Hast Du den Westernblot bei Dir, Sternenstaub?
Könntest Du dann bitte mal nachschauen, was genau beim VLSE Wert steht?
Falls dieser Wert dort wirklich negativ ausfällt, dann würde ich persönlich die Borreliose abhaken.
Persönlich würde ich dann keine Lumbalpunktion riskieren.
Das wäre natürlich Deine Entscheidung.
 

knuddz

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Borreliose/Lyme sollen tückisch sein ja. Schwierig was zu finden, auch schwierig zu therapieren, habe gehört das teilweise bis zu 3 Antiobiotikas nach einander verabreicht werden sollen um sicher zu sein. Bin da aber auch kein Experte drinne.
Das Borreliose/Lyme bis zum Tod mitschwimmen kann ist okey. solange sie keine Symptome machen.
Das sieht man anhand des Immunstatus und proinflammatorischer Entzündungsmarker sowie den Blot.

Nur weil man ein Zeckenbiss hatte heist es nicht das man Borreliose bekommen hat. Außerdem können auch Symptome erst Jahre später auftreten.
 
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Also, hier mal angehängt ein paar der durchgeführten Blutbilder.

Es begann im Juli mit Bild WB_1, das war noch VOR der ersten oralen AB-Gabe, 10 Tage nach Zeckenentfernung, ca 7 Tage nach Beschwerdebeginn.
Auf dem selben Bild sieht man nach der oralen AB-Gabe, 3 Wochen später, nochmals einen WB-Test.

Danach folgt WB_2, das war ein WB-Test im September 2020, vor der intravenösen AB-Gabe.
LTT_1 ist auch im September 2020, dies war der Auslöser FÜR die intravenöse AB-Gabe.

LTT_2 ist vom November 2020, ca. 5 Wochen NACH der intravenösen AB-Gabe. Man erkennt darauf einen Rückgang.

Die LB-Bilder sind Laborwerte vom September, teilweise von der Uniklinik, andere vom behandelten Hausarzt, der unter anderem auch Neurotransmitter und Cortisol via Urin-Proben gemessen hat.

VISE war so auf den Westernblot nicht erkennbar, auf den LTTs war es jedoch bei beiden immer negativ.
 

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knuddz

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Bei den Adrenalin und Noradrenalinwert ist die Müdigkeit auch normal. Die Katecholamine sind grenzwertig niedrig. Da würde ich mal prüfen warum. Cortisol gibt es keine Referenzwerte zu.
Immunstatus schaut brauchbar aus. TSH vielleicht etwas niedrig. B12 grenzwertig niedrig.
CRP perfect ( Borreliose fast schon ausgeschlossen auch weil du keine hohen Lymphozyten hast die ausgeschüttet werden sollten).

Adrenalin und Noradrenalin kann mit Vitamin B6/C und auch Tyrosin erhöht werden.
Der Wert ist alles andere als normal. Vermutlich Herrscht auch eine Glutamatdominanz und GABA Abstinenz.
Das könnte ähnlich sein wie bei mir.
 
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Bei den Adrenalin und Noradrenalinwert ist die Müdigkeit auch normal. Die Katecholamine sind grenzwertig niedrig. Da würde ich mal prüfen warum. Cortisol gibt es keine Referenzwerte zu.

Diese Werte, inklusive Cortisol, hat der Arzt gemacht, weil ich ihm erzählt habe, dass ich seit Jahren nun schon eine Neigung für sehr großen Stress / psychischen Stress habe, teilweise bedingt durch meine Hypochondrie, teilweise auch Perfektionismus, Zukunftsängste etc. Er ging davon aus, dass ich womöglich (besonders seit Corona ausgebrochen ist) das Jahr 2020 über unter Dauerstress stand und dass dies angeblich meine Beschwerden verursachte. Daher die Prüfung nach Cortisol und den anderen Werten.

Bei der Besprechung dieser Werte meinte er, mein Cortisol sei auffällig niedrig (ich kann das aufgrund fehlender Referenz auch nicht nachvollziehen) und das niedrige Cortisol sei ein Zeichen dafür, dass meine Nebennierenrinde schon erschöpft sei und kaum mehr welches produzieren kann vor lauter Stress und Angespanntheit.

Ich dachte immer, bei Stress und Angespanntheit müsste Cortisol durch die Decke gehen vor lauter Stresshormonen?!

Er hat mir deshalb Lodotra 1mg, also quasi Cortison-Tabletten verschrieben, die ich regelmäßig einnehmen sollte. Dies habe ich bislang aber noch nicht getan, da ich weiß, dass Cortison das Immunsystem runterregelt bzw. unterdrückt und ich momentan nicht weiß, ob das so gut wäre. Außerdem kann ich seine Theorie bezüglich Stress aufgrund dieser Cortisol-Werte noch nicht richtig nachvollziehen. Wie gesagt, ich dachte, bei hohem Stress müssten die Werte durch die Decke gehen.


Immunstatus schaut brauchbar aus. TSH vielleicht etwas niedrig. B12 grenzwertig niedrig.
CRP perfect ( Borreliose fast schon ausgeschlossen auch weil du keine hohen Lymphozyten hast die ausgeschüttet werden sollten).

B12 war vor einem Jahr, als meine Darm-Neurose / Psychose anfing schon erniedrigt. B12 und Vitamin D3. Habe daraufhin ein paar Tabletten genommen. Allerdings ist es ja immer noch innerhalb des Referenzbereiches. Ist ja jetzt nicht eklatant niedrig?

Adrenalin und Noradrenalin kann mit Vitamin B6/C und auch Tyrosin erhöht werden.
Der Wert ist alles andere als normal. Vermutlich Herrscht auch eine Glutamatdominanz und GABA Abstinenz.
Das könnte ähnlich sein wie bei mir.

Welcher Wert ist nicht normal?
 

knuddz

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Zuerst ist Cortisol durch Stress hoch. Danach ist die NNR erschöpft und Cortisol erniedrigt. Die Folge ist Müdigkeit.
In der Nebenniere wird auch Adrenalin und Noradrenalin gebildet. Bei NNR Schwäche geht somit auch Adrenalin und Noradrenalin in den Keller.

Du bist gut beraten Stressfrei zu leben. Wege zu finden das dies möglich ist. Nach 3 Monate können sich erste Besserungen einstellen. Im Gesamten wäre es aber toll mal gut 1 Jahr intensiv darauf zu achten das man weniger Stress abbekommt. Die Regeneration dauert lange.

Was deine Laborwerte sagen, ist ein pathologischer Burnout. Müde, gestresst, keine Energie, Muskelprobleme und Verspannungen, Motivationsprobleme, Empfindungsstörung, Leistungsknick ect. pp. Und ja, es gibt mal gute Momente wo es mal ne Woche besser läuft... Das ändert aber nichts daran in dieser Zeit zu überpasen sondern dennoch langsam weiter zu machen.

B12 ist Grenzwertig niedrig. Unter 400 kann es zu einen Intrazellulären Mangel kommen. Muss aber nicht.

Adrenalin und Noradrenalin sind zu niedrig.

Ich wette mit dir du hast auch ein Ungleichgewicht von GABA und Glutamat. Wenn du was machst, bist du hochkonzentriert. Und wenn du fertig bist, kommst du nicht runter und kannst nicht entspannen. Stimmts?
Der Drang zum Perfektionisumus sollte überdacht werden. Das macht krank.

Bei der Nummer kann kein Arzt helfen, da hilft nur Lifestyleänderung und ein Psychologe der dir hilft stressfreier den Tag zu organisieren und dein Bewertungssystem umzukrempeln.

Ich würde diverse Supplements nehmen die deine Katecholamine in den Griff kriegen. Bevor man das macht, sollte man mal ein Aminogramm Vitamine und Spurenelemente checken. Da wo es hapert, entsprechend supplementieren.
 
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Also, hier mal angehängt ein paar der durchgeführten Blutbilder.
Gut, dass Du die Ergebnisse eingestellt hast, Sternenstaub.

Aufgrund des positiven LTT bin ich aufgrund der positiven hochspezifischen Banden wie OspC p25 und DBPA (18kda) und der hochpositiven Wildtyp Mischantigenen, (gekennzeichnet mit +++) schon der Meinung, dass eine Auseinandersetzung mit Borrelien stattgefunden hat und es gut war, dass Du die Antibiosen bekommen hast.
Die LTT Tests wurden mit rekombinanten Antigenen durchgeführt, dies Verfahren hat den Vorteil, das Kreuzreaktionen wohl, entgegen der Meinung Deines Arztes, ausgeschlossen werden können.

Der zweite LTT Durchlauf zeigt dann auch, dass die Antibiose zumindest gewirkt hat und die Werte runtergegangen sind. Einen Null-Wert nach einer Infektion gibt es nicht, vielleicht in ein paar Jahren/Jahrzehnt.

Was man weiterhin tun sollte ist zu kontrollieren, ob der Wert noch weiter runter geht (in ca. 4-5 Monaten) und wenn ja, kannst Du (fast) beruhigt sein, dass die Infektion still steht. Zu einer weiteren Kontrolle würde ich Dir dann nach einem weiteren halben Jahr raten.
Eine weitere Antibiose halte ich erstmal nicht für sinnvoll, bin allerdings kein Arzt; aber die Vermutung liegt nahe, dass momentan keine Infektion mehr besteht.

Das die Elisa Tests bei Dir negativ ausgefallen sind, kann gewisse Gründe haben. Manchmal ist das Immunsystem zu schwach und bildet zu wenig IGG.
Man könnte mal einen Subklassenmangel Test anstreben?

Warum auch immer, auch wenn nun hier der VLSE Wert sich negativ darstellt, was auch gut ist und später nicht auch noch angesprungen ist, gibt es weitere hochspezifische Banden im LTT die für eine gewesene Infektion sprechen.

Grüße von Kayen
 
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@Kayen du würdest also trotz all der negativen WesternBlots dennoch dem (offiziell nicht anerkannten) LTT-Test Glauben schenken?

Ich finde darüber hinaus, was @knuddz sagt, auch nicht ganz verkehrt, denn ich muss dazu sagen, dass ich schon seit Jahren (da war der Zeckenstich ja noch lange gar nicht aktuell) schon eher ängstlicher Natur war, gerade im Bezug auf Krankheiten. Das ging damals ja schon mit der Herzneurose los, da hatte ich auch echt krasse körperliche Symptome, war überzeugt, herzkrank zu sein. Letztlich konnten mich nur die Untersuchungen wieder beruhigen, die mir dann versichert haben, es wurde (fast) alles untersucht, was möglich ist, es wurde nichts gefunden.

Jedes Mal, wenn ich dann wieder diese Beschwerden hatte, rief ich mir dieses Wissen in den Kopf: es wurde NICHTS gefunden. Das war sozusagen der Fels in der Brandung und mit der Zeit verloren sich dann die Beschwerden wieder.

Hier beim Thema Borreliose würde ich ganz gerne diesselbe Strategie fahren, es gibt hierbei aber einen großen Haken:

Keine der bislang zur Verfügung stehenden Diagnostiken sind direkte Nachweise. Antikörpertests auf Borrelien sind allenfalls INDIREKTE Nachweise, dass sich das Immunsystem einmal damit auseinander gesetzt hat. Aber auch nach durchgemachter Infektion können diese Antikörper (wie bei dir) jahrelang bestehen bleiben, was nicht auf eine aktive Infektion hindeuten muss.

Es gibt also bei diesem leidvollen Thema momentan keine Diagnostik, die mir 100% versichert, ob eine Infektion gerade stattfindet oder ob nichts mehr im Körper ist. Die einzigen Direktnachweise wäre eine Wanderröte, oder wenn man irgendwo eine Biopsie macht und darauf speziell via PCR auf Borrelien-DNA untersuchen würde.

Die Dunkelfeldmikroskopie wäre auch ein direkter Nachweis, der Borrelien in Blutzellen direkt sichtbar macht, wo sie sich ja anscheinend gerne verstecken (intrazellulär). Aber auch diese beiden Untersuchungen (einmal Juli, einmal Dezember) waren bei Borrelien immer negativ. Also auch dort kein direkter Nachweis.

Bei den LTT-Tests weiß ich eben nicht, wie verlässlich die nun sind bezüglich Validität und Reliabilität. Im Borreliose-Forum (lyme.org) hat wohl mal eine Betroffene 2 Blutproben am selben Tag direkt hintereinander entnommen.
Die eine Blutprobe ging ins Labor 1 für einen LTT. Die andere Blutprobe ging ins Labor 2 für einen LTT.

Und was kam heraus? Bei Labor 1 war der LTT auf Borrelien positiv, bei Labor 2 war der LTT auf Borrelien negativ. Obwohl es die selben Blutproben waren, innerhalb von wenigen Minuten nacheinander abgenommen am selben Tag.

Da weiß ich nun halt nicht, was ich davon halten soll.

@knuddz beschrieb meinen Immunstatus aufgrund der Blutbilder ja für kompetent und fit, auch keine Lymphozyten-Erhöhung. Glaubst du dann dennoch an die Möglichkeit eines zu schwachen Immunsystems, das etwaige Borrelien nicht erkannt hätte und es deshalb keine IgG / IgM bei mir gibt??
 
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@Kayen du würdest also trotz all der negativen WesternBlots dennoch dem (offiziell nicht anerkannten) LTT-Test Glauben schenken?
Jeder Mensch hat so seine eigene Geschichte, lieber Sternenstaub.

Mein erster Elisa Test auf Borreliose inklusive Westernblot war damals ebenso negativ.
Erst, ca. 1 Jahr später, zeigte dieser schulmedizinische Test positive Werte an (bis heute) und ich war so lange ohne Behandlung, so dass ich eine sogenannte Post Borreliose Symptomatik behandeln durfte. Eine sehr viel schnellere Behandlung wäre sicherlich besser gewesen.
Möchte eigentlich damit sagen, jeder Test kann Schwächen haben, auch eine schulmedizinische Ente gibt es.

Dein LTT zeigt nun eigentlich genau einen passenden Verlauf an und trotzdem kann eine Täuschung darin versteckt sein.

Du hast alles getan, was schulmedizinisch sinnvoll erscheint und Dein weiterer LTT Test zeigt einen sehr positiven Verlauf. Du kannst also Loslassen und Dich auf Deine Schule konzentrieren - wenn möglich nicht auf die Symptome.
Mineralstoffe-Vitamine können Dich stärken (möglichst physiologische Mengen), weil, falls eine Infektion vorhanden war, diese einiges verbraucht haben könnte und Minusbestände auch den Körper möglicherweise ärgern.

Momentan hast Du wirklich keinen Grund Dir Sorgen zu machen - aber im Hinterkopf eine Nachkontrolle behalten - das würde ich.
 
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Danke, @Oregano

Also in meinen vorherigen Beiträgen bin ich auf Co-Infektionen ja bereits schon ein wenig eingegangen, aber ich kann hier gerne auch nochmal was dazu sagen:

Wie schon erwähnt, hatte ich mir eine Liste möglicher Coinfektionen, ganz ähnlich der Liste, die du gerade hier gepostet hast, besorgt und bin für jede einzelne Coinfektion die typischsten Hauptsymptome durchgegangen und habe diese mit meinen eigenen abgeglichen.

Dadurch konnte ich allerdings die meisten dieser Co-Infektionen wieder tilgen, denn die Hauptsymptome passten nur zum Teil auf meine. Hauptsymptom von

Babesien: Schüttelfrost, Zittern, Grippesymptome, Gelbsucht, Milzvergrößerung, dunkler Urin, Blutarmut
(da passt eigentlich gar nichts auf meine Symptomatik)

Yersinien: Arthritis/Gelenkbeschwerden mit Schwellungen, Übelkeit/Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall
(passt bis auf gelgentliche Gelenkschmerzen (allerdings ohne Schwellung bei mir) auch nichts)

Rickettsien: Kopfschmerzen, fiebriges Gefühl, Herzbeschwerden, Lungenentzündung
(passt nichts auf meine Symptomatik)

Ehrlichien: Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit/Erbrechen, fiebriges Gefühl, Durchfall, Lungenentzündung
(da würden lediglich Muskelschmerzen passen, alle anderen Hauptsymptome nicht)

Bartonellen: Glieder-/Sehnenschmerzen, Kopfschmerzen, Gehirnentzündung, Hautausschlag, Angst/Panikattacken
(da würden lediglich Gliederschmerzen passen. Angstzustände hatte ich ja lange vor dem Zeckenbiss bereits immer mal wieder und die hat sicher andere Ursprünge als eine jahrelang nicht entdeckte Bartonellose)

Mykoplasmen: Kopfschmerzen, Schüttelfrost/zittern, Grippesymptome, Lungenentzündung, Rachenmandeln belegt / Zahnprobleme
(da passt nichts auf meine Symptomatik)

Das einzige, was von der Hauptsymptomliste (zwar auch nicht in Gänze, aber immerhin mehr als nur ein Symptom) passen würde, wäre eben Borreliose, oder Chlamydia Trachomatis.

Chlamydien wurden im Dunkelfeld im Dezember als leichtgradige Belastung festgestellt, im Juli (vor der intravenösen AB) waren sie sogar noch mittelgradig. Also auch hier ein Rückgang erkennbar von Juli zu Dezember.

Eventuell könnte das Coxsackie Virus noch ein Kanditat sein, allerdings treffen hier die Hauptsymptome gar nicht zu, allenfalls ein paar der Nebensymptome.

Borrelien und Chlamydien scheinen nach dieser verlinkten Liste von dir also die wahrscheinlichsten Kandidaten zu sein. Aber die (negative) Borreliendiagnostik kennt ihr ja nun bereits, da komme ich nicht mehr groß weiter. Was könnte man gegen Chlamydien tun? Die sind bislang nur im Dunkelfeld rausgekommen, es wurde keine schulmedizinische Diagnostik dazu gemacht.
 

knuddz

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Zum einen ist entscheident ie gut sich Borreliose verstecken kann, und zum anderen ist wie heftig dein Immunsystem darauf reagiert. Jetzt scheinst du dadurch nichts zu befürchten zu haben.
Im wesentlichen kann es durch T Zell Exhaustion dazu kommen das der Körper das Virus sieht, aber nicht bekämpfen kann. Wie da der Immunstatus aussieht weiß ich jedoch nicht. Das sollte jedoch einen Ereignis vorausgehen. Langwierige und schwerere Infekte. Das ist aber recht selten. Oder aber auch das deine NK Zellen nicht gut arbeiten. Das kann man alles testen lassen, ist vermutlich rausgeschmissenes Geld wenn du nicht 5x im Jahr eine Erkältung hast.

Interessant wäre es noch zu wissen ob die Symptome die du nach den Biss hattest du vorher schonmal gehabt hattest. Und du die selben Symptome jetzt noch immer hast. Wenn ja, scheint Borreliose keine große Rolle gespielt zu haben.

Cox fällt wegen mangelnder Hautbeteiligung aus. Vielleicht klingt HHV6 und EBV für dich interessanter?
Wenn dich das wirklich alles extrem triggert ist es das einfachste mal ein Zytokinspiegel und ein Panel für chronische virale Aktivierung zu machen. Das kostet zwar knapp 500€ aber die Sache wäre damit sicher durch.

Ich würde mich weiter auf deine Neurotransmitter und NNR fokussieren. Dein Lebensstil passt und einige Laborwerte dazu sind eindeutig. Die Symptomatik passt auch.
 
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Momentan hast Du wirklich keinen Grund Dir Sorgen zu machen - aber im Hinterkopf eine Nachkontrolle behalten - das würde ich.
Ja. Und um den Zeitfaktor nochmal hervorzuheben: Es heißt immer, je später die Antibiose begonnen wird, desto höher ist die Gefahr, daß sich die Borrelien schon irgendwo eingebunkert haben. Damit ist gemeint: erst mehrere Monate nach Zeckenbiß. Du hast deine Antibiose extrem früh begonnen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, daß sie entwischt sind (sofern überhaupt welche da waren, das ist ja gar nicht sicher), wirklich effektiv Null.
 
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Oder aber auch das deine NK Zellen nicht gut arbeiten. Das kann man alles testen lassen, ist vermutlich rausgeschmissenes Geld wenn du nicht 5x im Jahr eine Erkältung hast.
Soweit ich all die Jahre zurückdenke, war ich eigentlich immer nur sehr selten krank. Und mit "krank" meine ich, allenfalls mal eine etwas stärkere Erkältung vielleicht. Nie was Größeres, wie eine richtige Grippe, etc. Ich war eigentlich bislang immer mit ziemlich guter Gesundheit gesegnet.


Interessant wäre es noch zu wissen ob die Symptome die du nach den Biss hattest du vorher schonmal gehabt hattest. Und du die selben Symptome jetzt noch immer hast. Wenn ja, scheint Borreliose keine große Rolle gespielt zu haben.

Die Symptome, die etwa 1 Woche nach Zeckenstich auftraten, hatte ich so in der Form noch nie zuvor. Allerhöchstens die Faszikulation, also das Zucken von gewissen Körperbereichen, hatte ich vorher mal höchst selten und auch nur sehr kurz in Dauer. Ich erinnere mich, dass ich das früher immer belustigend fand, wenn es mal irgendwo ohne mein aktives Zutun gezuckt hat, aber bis ich das dann richtig wahrgenommen und beobachtet hatte, war es längst wieder weg.

Nun aber, nach Zeckenstich, war es so, dass diese Zuckungen zwar erst im späteren Verlauf auftraten (angefangen hat es ja mit dem Sonnenbrand-Gefühl am Arm), aber als es dann mal da war, hat mein Oberarmmuskel quasi fast rund um die Uhr gezuckt. Mit nur wenigen kurzen Ausnahmen.

Das Kuriose hierbei: immer, wenn ich diese Zuckungen dokumentieren wollte, z.B. mit der Videofunktion am Handy und sobald ich das Handy draufgerichtet habe und drauf gewartet habe, dass es losgeht mit Zucken, da passierte dann natürlich gar nix mehr. Alles ruhig.

Sobald ich das Handy dann wieder weglegte, gings dann wieder los.

Ist das ein Indiz für eine psychische Sache? Wenn ich darauf warte und es dokumentieren möchte, bleibt es aus?

Die Symptome waren auch nie gleichbleibend: es fing, wie gesagt, mit dem Hautbrennen an. Dann kamen irgendwann Kribbel- und Taubheitsgefühle dazu, irgendwann ließ das Brennen dann nach, dann kam die empfundene, gefühlte Muskelschwäche. Ab August dann urplötzlich die Muskelschmerzen, die sich anfangs aber nur auf den linken Oberarmmuskel konzentriert hatten, auf sonst keine Muskel am Körper. Irgendwann ließen die Muskelschmerzen nach, kamen dann aber gegen Ende der zweiten Antibiose wieder und dann auch im Wechsel in den verschiedensten Körperteilen: mal Wade links, rechts, mal Gesäßmuskel, mal Schienbein, mal Arm.

Die Schmerzen waren dabei eher leicht und oftmals nur dann spürbar, wenn ich gezielt danach suchte durch Abtasten oder Greifen/Massieren.

In meiner Angst und Sorge musste ich natürlich direkt wieder Googlen und stieß dann auf so Dinge wie Fibromyalgie und solche Sachen, die wohl nach Infektionen oftmals auftreten könne und das machte mir direkt wieder Angst. Aber meine Ärzte schließen das eher aus, weil die Schmerzen auch längst nicht so stark ausgeprägt sind und ich ja auch nachts immer beschwerdefrei schlafen kann.

Aktuell ist es so, dass ich morgens aufwache und allmählich stellt sich dann wieder ein leichtes Schmerzgefühl ein - ich kann gar nicht mehr genau sagen, wo es konkret schmerzt, manchmal fühlt sich das eher so global an. Aber hauptsächlich betrifft es die Arme (Oberarmmuskel und Unterarme). In den Unterarmen habe ich manchmal das Gefühl, wie wenn das Gewebe dort an der Unterseite des Unterarms verhärtet oder verkrampft wäre, manchmal habe ich auch je nach Armbewegung an dieser Stelle einen leichten Schmerz.

Wenn ich dann die Stelle massiere oder reibe, vergeht es dann wieder und ich kann auch subjektiv keine wirkliche Erhärtung dort fühlen. Vielleicht sind das auch wieder nur die Nerven? Ich weiß es nicht.

Jedenfalls hatte ich all DAS so vor dem Zeckenstich noch nie...

Ja. Und um den Zeitfaktor nochmal hervorzuheben: Es heißt immer, je später die Antibiose begonnen wird, desto höher ist die Gefahr, daß sich die Borrelien schon irgendwo eingebunkert haben. Damit ist gemeint: erst mehrere Monate nach Zeckenbiß. Du hast deine Antibiose extrem früh begonnen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, daß sie entwischt sind (sofern überhaupt welche da waren, das ist ja gar nicht sicher), wirklich effektiv Null.

Naja, die "richtige" Antibiose, also die intravenöse mit Ceftriaxon, begann ja erst Mitte September, also quasi erst 3 Monate nach Zeckenentfernung.

Die erste Antibiose mit dem oralen Doxycyclin begann zwar 2 Wochen nach Zeckenentfernung und ca. 7 Tage nach den ersten Beschwerden, aber wenn man den Borreliose-Anhängern Glauben schenkt, dann sei Doxycyclin ohnehin nicht das richtige Mittel, denn das führe angeblich nur dazu, dass sich die Borrelien verkapseln in eine Zystenform und in schwerer durchblutete Bereiche zurückziehen, etwa Sehnen, Gewebe, etc, wo sie dann mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr gut erreichbar und bekämpfbar seien.

Zwar entspricht das Doxycyclin der offiziellen Leitlinie, aber ich weiß halt mittlerweile nicht mehr, wem ich glauben und trauen soll und das wird wohl das Hauptproblem sein, dass ich damit auch nicht abschließen kann, weil ständig der Zweifel vorhanden ist, ob jetzt tatsächlich alles vorbei und abgehakt ist, oder ob die anhaltenden Beschwerden womöglich nur von einer nicht korrekt behandelten Infektion mit dem Doxycyclin herrühren..
 
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Wenn du auf Nummer sicher gehen willst ob dein Immunsystem reagiert dann teste mal auf spezifische Zytokine.
TNF alpha und Interferon Gamma.

Wenn beides negativ ist, ist die Sache sicher ausgestanden. Und andere unschöne Infektionen werden dann auch unwahrscheinlicher. Für mich sieht das noch immer nach Psyche aus, da du ja noch immer ähnliche Beschwerden hast.

Gegen deine Muskelprobleme hilft Magnesium und Wärme sowie Massage ( aber auch nur kurzfristig). Das kann als Ursache auch der niedrige Adrenalin und Noradrenalinspiegel sein. Ferner hat auch Glutamat eine "in diesen Fall " negative Wirkung sofern es dominant ist. GABA und Glutamat könnte man echt mal testen. Im Falle einer Glutamatdominanz könnte man Glutamatantagonisten nehmen und etwas GABA substituieren. Dann ist dein Geist nicht mehr hellwach wenn er es nicht mehr sein muss und du kannst besser entspannen.

Du solltest ernsthaft etwas für deine Nebenniere tun. Eine spezifische Therapie kenne ich nicht außer kein Stress haben. Wenns zu dünn wird mit der körpereigenen Cortisolproduktion MUSST du Cortisol nehmen. Es gibt noch Nebennierenrindenextrakt vom Rind, aber ich konnte da bisher keine soliden Studien finden. Die Wirksamkeit soll darauf beruhen das in diesen Kapseln geringfügig Cortisol enthalten sein soll. Ich habe zwar kein deutlich erniedrigtes Cortisol, aber dafür sehr niedrige Katecholamine gehabt die ich mit B6 und Vitamin C steigern konnte.
Meine Werte waren rund die Hälfte von deinen. Um zu wissen ob die NNR wirklich noch ordentlich funktionert sollte dein Endochrinologe weitere Tests machen. ACTH, Aldosteron, LH und Testosteron. Überprüfung der Nebennieren Hypophyse, Hypothalamusachse..

Nochmal: Du hast einen pathologischen Burnout. Und du hast unter anderen genau die Symptome die bei einen Burnout auftreten. Nebenniere -> Cortisol Adrenalin und Noradrenalin sind da zentral.
 
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Ja, ich kenne diesen Borreliose-Kult auch. Ich halte ihn für 90% Erfindung. Vor allem ist das Hauptfeld dieser Theoriebildung die chronische (jahrealte, unbehandelte) Borreliose. Bei der akuten, frischen Infektion habe ich noch wenig bis gar nichts gesehen, das für diese Theorien spricht.

Wir haben dir jetzt mehrere verschiedene Argumente geliefert, die es in der Summe sehr, sehr unwahrscheinlich machen, daß Borreliose schuld ist an deinen Symptomen. Ich denke, es ist nicht hilfreich für deine Gesundheit, wenn du dieser winzigen Restwahrscheinlichkeit gedankliche Nahrung gibst. Ebenso könnte man sich auch täglich sorgen, ob man nicht eine seltene genetische Fehlfunktion hat, die in 10 Jahren ausbrechen könnte, oder ob man Krebs bekommen wird, wenn man jetzt xy nicht unterläßt. Ja, all das ist möglich, und es gibt keine Testmethode auf der Welt, diese Möglichkeiten sicher auszuschließen. Aber sich mit einem solchen Gedanken unentwegt zu beschäftigen, ihn zu hegen und stark werden zu lassen, zerstört die Gesundheit. Ein gewisses Maß an Verdrängung der Tatsache, daß das Leben endlich ist und niemand einen Anspruch darauf hat, gesund 90 zu werden, ist nun mal notwendig.

Du neigst zu hypochondrischen Ängsten, wie du selbst weißt. Vermutlich ist es schwer für dich, die Krankheitsgedanken auf ein normales Maß einzuschränken (merkt man auch im Thread ;)). Aber vielleicht gelingt es, sie umzulenken. Vielleicht wäre es sinnvoll, den Borreliose-Verdacht jetzt einmal auszublenden und statt dessen zu überlegen: was von den jetzt bestehenden Symptomen könnte 1. psychosomatisch sein im Sinne einer Krankheitsangst (= geht wieder weg, genau wie das mit dem Herzen), 2. Nebenwirkungen der Antibiotika (= geht wieder weg), und 3. etwas Drittes (Streß, Bewegungsmangel, Magnesiummangel etc.; dagegen kann man was tun). Du solltest nicht binär denken, also nicht entweder Borreliose oder Psyche.

Gruß
Malvegil
 
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Nochmal zum Magnesium, worauf ich wegen der Muskelzuckungen komme. Wieviel Mg nimmst du, wieviel Vit. D3, und wie war die Reihenfolge der Einnahme und der Muskelsymptome? Ich frage, weil Vit. D ein Magnesiumräuber ist und manche der Symptome hervorrufen könnte.
 
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Du solltest ernsthaft etwas für deine Nebenniere tun. Eine spezifische Therapie kenne ich nicht außer kein Stress haben. Wenns zu dünn wird mit der körpereigenen Cortisolproduktion MUSST du Cortisol nehmen. Es gibt noch Nebennierenrindenextrakt vom Rind, aber ich konnte da bisher keine soliden Studien finden.

Also mit diesem Aspekt hast du mir jetzt gerade wieder eine weitere Sorge aufgeladen, aber das ist nicht deine Schuld, denn ihr wisst ja, dass ich seit Corona vermehrt Krankheitssorgen entwickelt habe. Du gehst nun aber nicht davon aus, dass meine NNR nun bereits schon dauerhaft geschädigt sein könnte? Könnte anhaltender Stress diese dauerhaft schädigen, sodass sie irgendwann kein Cortisol mehr produziert??

Um sicherzugehen mache ich jetzt mal folgenden Test:
In der Apotheken-Umschau wird folgendes genannt bezüglich normalen Cortisol-Werten:

Die Cortisolwerte schwanken im Laufe des Tages. Die Konzentration im Speichel liegt um acht Uhr morgens bei 1,5 bis 10 µg/L und um 22 Uhr bei 0,7 bis 2,2 µg/L.

Meine Werte wurden auch mittels Speichel bzw. Urin überprüft. Nun vergleichen wir mal meine Werte mit den Empfehlungen hier. Die Referenzbereiche habe ich mittlerweile ergooglet beim behandelten Labor und diese liegen sogar noch etwas weiter gefasst als die obigen in der Apotheken-Umschau:

morgens: 0,5 - 5,7 µg/L
abends: 0,1 - 1,3 µg/L


Meine Werte waren:

Untersuchung 1:
1,82 µg/L (CORTSP) und 0,23 µg/L (CORSP2)

Untersuchung 2:
0,92 µg/L (CORTSP) und 2,04 µg/L (CORSP2)

Ich kann anhand des Blutbildes jetzt nur nicht nachvollziehen, welcher dieser Werte jetzt "morgens" ist und welcher "abends". Intuitiv hätte ich jetzt mal gesagt, dass der CORTSP morgens ist und der CORTSP-2 abends?

Wenn dem so wäre, dann wäre Untersuchung 1 vollkommen in der Norm. Untersuchung 2 läge lediglich abends über der Norm. Laut Apotheken-Umschau läge aber selbst Untersuchung 2 für abends noch in der Norm, wenn auch grenzwertig.
 
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