Kann das wirklich MCS sein - starke Beschwerden, kaum noch zuzuordnen

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Kann das wirklich MCS sein - starke Beschwerden, kaum noch zuzuordnen

Hallo zusammen,
ich bin ziemlich kaputt und frage mich ob meine Probleme wirklich MCS sein könnnen. Ich möchte hier meine Krankheitsgeschichte (kurz) schildern und würde mich über Anregungen, Ideen oder Berichte über ähnliche Erfahrungen sehr freuen.
Zunächst zu den Eckdaten: Ich bin 28 Jahre alt, männlich und noch Student (Wipäd). Ich treibe regelmäßig Sport und bin normalgewichtig (1,86m, 86kg). Als bekannte Vorerkrankung habe ich (mittlerweile nur noch leichtes) Asthma Bronchiale, dass ich seit Jahren sehr gut im Griff habe, und was mich im Alltag quasi nicht mehr belastet. Außerdem liegen einige bekannte Allergien vor (sämtliche Haustiere, wenige Pollen, keine Nahrungmittel und kein Schimmelpilz).

Nun zu meiner Geschichte:
Nachdem ich im Jahr 2008 meinen Job in Frankfurt gekündigt habe, begann ich nach einem Umzug mein Studium an der Universität in Kassel. Ich suchte mir dort eine Wohnung im ersten Stock eines Siedlungshauses. Das Baujahr schätze ich auf späte 50er bis frühe 60er Jahre. In den beiden Zimmern der Wohnung verlegte ich selbst Lamminat aus dem Baumarkt (Dies habe ich auch in einer früheren Wohnung schon gemacht, ohne Auswirkungen auf meine Gesundheit). Im Flur und in der Küche lag ein etwas älterer PVC-Boden. Das Bad war gefliest. Die Wände waren mit herkömmlicher Rauhfasertapete verkleidet und mit Dispersionsfarbe gestrichen. Nach ca. einem Monat bekam ich erste gesundheitliche Beschwerden. Es begann mit Kopfschmerzen, Erkältungserscheinungen wie laufende Nase, „dicke Augen“, juckende Augen. Nachdem ich einen sichtbaren kleinen Schimmelfleck entfernen ließ, von dem ich dachte, dass er die Beschwerden auslöste, hoffte ich, dass sich die Beschwerden bessern. Allerdings blieben die Beschwerden und verstärkten sich eher.
Ich ging daraufhin zu einem Kasseler Lungenfacharzt. Ich schilderte ihm meine Beschwerden. Er machte eine Lungenfunktion. Diese war unauffällig. Er meinte dann, dass es wohl am Schimmel liegt. Ich fragte nicht weiter nach. Nachdem sich die Beschwerden nicht besserten sondern eher verschlechterten fing ich an in allen Räumen (außer Bad) der Wohung zu übernachten, um festzustellen ob sich etwas änderte. Dies blieb ohne Ergebnis. Ich sah nun keine andere Möglichkeit mehr als umzuziehen. Ich verbrachte in der Folge nun nicht mehr mehr Zeit als unbedingt nötig in der Wohnung. Am Tag meines Auszugs erfuhr ich, dass es in der Wohnung vor meiner Zeit als Mieter einmal gebrannt haben soll. Ich erklärte mir meine Beschwerden nun damit und evtl. dadurch verursachten Unreinheiten in der Raumluft.
Die nächste Wohnung befand sich in einem etwas neueren Mehrfamilienhaus. Baujahr geschätzt: 60er -70er Jahre. Die Wohnung befand sich im 4. OG (im Dachgeschoss) Der Bodenbelag war etwa 3-4 Jahre altes Laminat. Diesem Alter entsprach auch die gesamte Wohnung, da das Dachgeschoss erst nachträglich als Wohnung ausgebaut wurde. Das Bad war gefließt. Die Wände waren mit Rauhfasertapete verkleidet. Außerdem wurde die Wohnung kurz vor meinem Einzug mit herkömmlicher Dispersionsfarbe gestrichen. Die vorwiegend schräge Decke war aus sehr dünnen Platten. Material unbekannt. Nach ca. 4-5 Wochen bekam ich erste gesundheitliche Probleme. Diese waren vergleichbar mit denen in der ersten Wohnung. Ich schlief darauf hin in allen Räumen der Wohnung (inkl. Bad), um evtl. den Herd der Probleme auszumachen. Aber die Symptome blieben in jedem Raum gleich. Ohne weitere Ärzte zu konsultieren beschloss ich aus der Wohnung auszuziehen, mit der Hoffnung, dass es sich um zwei unglückliche Zufälle handelte.
Nach rund einem Jahr und zwei Wohnungen in Kassel, zog ich zusammen mit einem Kommilitonen in meine dritte Wohnung. Es handete sich um ein dreistöckiges Haus mit 3 Wohneinheiten. Das Baujahr des Hauses ist um 1930 einzuordnen. Die Wohnung befand sich im 2. Stock, der gleichzeitig das Dachgeschoss des Hauses bildete. Im Wohnzimmer der Wohnung war Parkett verlegt in den anderen beiden Zimmern und im Flur, war ein helles ca. 5 Jahre altes Laminat verlegt. Dieses schien auf einem älteren Teppich verlegt zu sein, der an den Rändern des Laminats teilweise zum Vorschein kam. In der Küche lag ein relativ neuer (ca. 3-5 Jahre) PVC Boden. Das Bad war gefließt (fast Deckenhoch). Die Wände der Wohnung waren allesamt mit herkömmlicher Rauhfasertapete verkleidet. Diese wurde nach Angaben der Vermieter, die im selben Haus wohnten, mit einer „Bio-Dispersionsfarbe“ gestrichen. Nach ca. 4 Wochen traten erste gesundheitliche Beschwerden auf, die wiederum vergleichbar mit denen in den ersten beiden Wohnungen waren. Ich ging daraufhin zu einem Allgemeinmediziner, der sich nicht im klaren war, welche Krankheit ich habe. Daraufhin ging ich zu einem Allergologen, der gleichzeitig Umweltmediziner war. Er führte einen Allergietest durch, der keine neuen Erkenntnisse brachte. Nachdem also auch er nicht weiterwusste, übewies er mich in eine Hautklinik. Dort wurden wiederum umfangreiche Allergietests durchgeführt. Sie blieben ebenfalls ohne zusätzliche Erkenntnisse. Am Ende der Untersuchung sagte mir die behandelnde Ärztin, dass sie nicht wisse woher meine Symptome kämen und sie dankbar wäre, wenn ich es ihr, sobald ich es herausgefunden hätte, berichten würde. Weiterhin ging ich in dieser Zeit zu meinem langjährigen Frankfurter Lungenfacharzt. Auch er musste, nachdem ich ihm meine Probleme geschildert hatte, passen.
Mein Mitbewohner in dieser Wohung hatte keinerlei Beschwerden. Er wohnt noch immer in dieser Wohnung und ist bis heute beschwerdefrei. Da es auf die Weihnachtspause zu ging entschied ich mich die Wohnung noch nicht zu kündigen, sondern diese Weihnachtspause als Erholung zu nutzen, mit der Hoffnung, dass es nach 3 Wochen „Pause“ von der Wohnung besser werden würde. Leider kamen die Symptome sofort nachdem ich wieder in die Wohnung kam zurück. Mit der Zeit wurden sie stärker und stärker, sodass ich fortan jede unnötige Sekunde in der Wohung vermied. Ich kündigte die Wohnung nach ca. einem halben Jahr und beschloss mir noch einmal eine andere Wohnung in Kassel zu nehmen.
Das Haus in dem sich diese 4. Wohnung befand stammte aus den 50er – 60er Jahren. Es war ein Mehrfamilienhaus. Ich wohnte im 2. Stock (über mir nur noch der Dachboden). Die komplette Wohung (ausgenommen Bad) war mit einem PVC-Boden in Laminat-Optik ausgelegt. Das Bad war gefließt. Die Wände waren mit herkömmlicher Rauhfasertapete verkleidet und ich hatte sie kurz vor meinem Einzug gestrichen. Die schon beschriebenen Beschwerden traten nach ca. einer Woche in der ich dort gewohnt hatte wieder auf. Mit dem Unterschied das sie nun um einiges stärker waren und ich das Gefühl hatte mich garnicht mehr in der Wohnung aufhalten zu können, da sie mich einfach krank zu machen schien. Ich gehe regelmäßig joggen. Meistens für ca. eine Stunde. Einmal, nachdem ich einen Tag in dieser Wohnung verbracht hatte ging ich ebenfalls abends joggen. Ich hatte erhebliche Probleme richtig Luft zu bekommen und musste sogar nach der Hälfte der Strecke stehen bleiben, da sich alles „zuschnürte“ und ich nicht mehr ausreichend Luft bekam um weiterzulaufen. In der Zeit als ich in den anderen Wohnung wohnte, war ich auch regelmäßig joggen, hatte zwar auch Problem aber nie in der Form wie in dieser Wohnung. Es war nun also klar, das ich auch in dieser Wohnung nicht länger ein lebenswertes Leben führen konnte. Ich schlief nur noch im äußersten Notfall dort und pendelte viel zu meiner Mutter. In der Zeit während der Klausuren schlief ich im Hotel, wo ich scheinbar keine Probleme hatte.
Vielleicht noch wichtig: Die Möbel, die ich in sämtlichen Wohnungen in Kassel hatte waren dieselben wie vorher in anderen Wohnungen in denen ich keinen gesundheitlichen Probleme hatte.
Nun traf ich die Entscheidung mir keine neue Wohnung mehr in Kassel zu suchen.
Zwischenzeitlich hatte ich meine derzeitige Freundin kennengelernt. Sie kommt aus Gießen und wohnt dort im Haus ihrer Eltern in der ersten Etage (Dachgeschoss) in einer eigenen Wohnung. Das Haus ist Baujahr 1985. In ihrer Küche und ihrem Wohnzimmer ist hochwertiges neues Linoleum verlegt. Der Flur und das Bad sind gefliest. Im Schlafzimmer liegt ein Teppichboden. An den Wänden ist teilweise eine herkömmliche Rauhfasertapete und teilweise Tapeten anderer Struktur. Gestrichen ist die Wohnung zu 95% weiß mit herkömmlicher Dispersionfarbe. Anfänglich hatte ich nur sehr geringe gesundheitliche Probleme in ihrer Wohnung (morgens nach dem aufstehen etwas Schleim im Hals und meist Nasenbluten). Hierüber machte ich mir keine weiteren Gedanken. Da ich nicht täglich sondern zunächst nur sporadisch bei ihr übernachtete, wurden die Beschwerden nur sehr schleichend stärker, es ist also nicht genau zu sagen, wie lange es gedauert hat, bis sie so waren wie sie jetzt sind. Mittlerweile ist es so, dass ich nach nicht mal einer halben Stunde Aufenthalt bei ihr erste Beschwerden bekomme. Es fängt an mit Kopfschmerzen, einer belegten Stimme, Räuspern, Klos im Hals. Nach einigen Stunden werden diese Beschwerden immer stärker. Nach einer Nacht bei ihr bin ich morgens gesundheitlich immer total fertig. Der Kopf trönt, die Augen sind dick und rot. Mein ganzer Körper kribbelt unangenehm. Ich habe das Gefühl nicht richtig Luft zu bekommen. Es sticht im Bauch-, Hals- und Brustbereich diffus. Ich huste teilweise trocken, bin zwar sehr verschleimt aber es „kommt nichts raus“. Die Nase ist fast immer entzündet morgens und blutet. Die Erholung dauert erfahrungsgemäß meist das doppelte bis dreifache der Zeit die ich mich bei ihr aufgehalten habe. Einrichtung der Wohnung: In der Küche befindet sich eine nagelneue, moderne Einbauküche. Material unbekannt. Außerdem steht hier ein weißer tisch mit Oberfläche in Klavierlackoptik. Die Küche ist offen und geht direkt zum Wohnzimmer über. Im Wohnzimmer stehen zwei Stoffcouches, die ausziehbar sind und auch zum schlafen verwendet werden können. Außerdem stehen hier zwei IKEA-Regale. Im Flur stehen weitere IKEA Möbel. Die zwei Schränke und auch das Bett im Schafzimmer sind ebenfalls von IKEA. Meine Freundin wohnt seit ihrer Geburt in diesem Haus und hatte noch nie gesundheitliche Probleme dieser Art. In der Wohnung meiner Freundin haben sich nachweislich nie Tiere aufgehalten, gegen die ich evtl. allergische sein könnte.
Ich habe nun hierauf einige weitere Ärzte, quasi ohne Erfolg besucht. Sämtlich Befunde liegen vor (EKG, LUFU, Lunge geröngt, Blutbild, Allergietests, LTT-->alle Werte in Ordnung). Erwähnenswert ist hier noch, dass ich von einem Allgemeinmediziner eine intramuskuläre Kortisonspritze bekommen habe, die leider auch keine Wirkung gezeigt hat.
Nun war ich im September 2010 mit meiner Freundin in einem kurzen Urlaub. Wir hatten eine Ferienwohnung gemietet. Nach der ersten Nacht, hatte ich in der Wohnung ähnliche Beschwerden wie in der Wohnung meiner Freundin, nur in abgeschwächter Form. Die Wohnung lag im Untergeschoss eines ca 10 Jahre alten Einfamilienhauses. Der Boden war Laminat. Die Möbel waren vorwiegend aus Echtholz. Die Wände waren nicht tapeziert sondern mit Rauputz verputzt. Wir beschlossen die Wohnung zu wechseln und zogen für zwei weiter Nächte in ein Hotel in dem ich weitgehend beschwerdefrei war.
Wo erhole ich mich? Während meiner gesamten Leidenszeit ging es mir aus unerklärlichen Gründen, in 90% der Fälle in der Wohnung meiner Mutter immer gut. Daher habe ich viel Zeit bei ihr verbracht. Meine Mutter wohnt in einem 70er Jahre Mehrfamilienhaus in Frankfurt. Der Boden ist Laminat. Die Wände Rauhfasertapete. Bad und WC sind gefließt.
Ich wohne mittlerweile fest bei meiner Mutter und pendele. Nachdem ich lange beschwerdefrei war bei ihr, treten nun auch hier erste Beschwerden auf. Allerdings bin ich nicht mehr in der Lage klar abzugrenzen ob die Beschwerden durch die Wohnung ausgelöst werden oder ob es evtl auf psychische Gründe zurückzuführen ist oder ob es sich evtl um Nachwirkungen der anderen Wohnungen oder.... handelt. Ich denke, dass die Angst vor den Beschwerden und die Ungewissheit darüber was ich habe, durchaus noch weitere Beschwerden auslösen kann.
Derzeit habe ich sehr häufig eine geschlossene Nase. Außerdem diffuse Beschwerden im Bauch-, Brust- und Halsbereich. Weiterhin diffuse Kopfschmerzen und fast immer „zu viel“ Schleim im Hals, der mal lockerer und mal fester sitzt. Weiterhin verspüre ich oft aus unerklärlichen Gründen ein starkes und unangenehmes Kribbeln sowie starke Gänsehaut am ganzen Körper (unabhängig von Temperatur, Gemütszustand, etc.). Die Beschwerden sind nicht immer gleich stark vorhanden, anders als in allen anderen Wohnungen wo dies der Fall war. Und sie sind auch nicht auf die Wohnung beschränkt, ich habe sie sozusage unabhängig von meinem Aufenthaltsort (Wohnung, Zug, Uni,...). Die Beschwerden werden zwar scheinbar stärker aber wenn ich in die Wohnung meiner Freundin gehe potenziert sich das Ganze noch. Beim Joggen habe ich teilweise das Gefühl, dass sich Schleim löst. Ich bin hierbei mal stärker mal schwächer eingeschränkt, doch komplette Beschwerdefreiheit habe ich nie. Nach dem joggen scheine ich oft fertiger als sonst zu sein. Ein weitere „neues“ Problem ist, dass ich teilweise Schwindelgefühle habe, die ich so vorher nicht kannte. Dazu kommen starke Kopfschmerzen und Tinnitus. Der Grund hierfür scheint vom Orthopäden gefunden zu sein, doch die verordnete manuelle Therapie hilft nur bedingt.
Weiterhin war ich bei einem Psychotherapeuten, der meinte, dass er nicht glaube das die Probleme in den Wohnungen psychischer Natur seien.
Darüber hinaus war ich bereits ambulant in der Spezialklinik Neukirchen wo folgende Untersuchungen mit relevanten Ergebnissen gemacht wurden. LTT Umweltfaktoren --> unauffällig; Neurostress --> verschiedene Neurotransmitterwerte zu niedrig; Nitrosativer Stress -->Nytrotyrosin zu hoch; Glutathion-S-Transferase --> Wert weit unter Normbereich, "verminderte Aktivität". Andere dort durchgeführte Tests blieben weitgehend unbedeutend. Der Befund lautete: SBS mit anfangender MCS.
Ich habe daraufhin eine Therapie mit verschiedensten, vor allem Vitamin-Präparaten begonnen. Diese nahm ich über rund 4 Wochen. Leider änderten sich meine Beschwerden nicht sondern verstärkten sich eher noch. Nachdem ich die Präparate wieder absetzte, stellte sich eine minimale Verbesserung ein, die aber auch nicht von Dauer war.
Nichtsdestotrotz habe ich einen Termin zur stationären Behandlung dort vereinbart.
Außerdem habe ich bei meiner Freundin einen Innenraumlufttest auf flüchtige organische Verbindungen sowie einen Test auf Schimmelsporen durchgeführt. Beide dieser Test blieben unauffällig (sprich: alle Werte befanden sich im unauffälligen Bereich).
Achja, vielleicht noch zur Info: die Beschwerden begannen vor rund 2,5 Jahren.

Zunächst: Falls diesen "Roman" irgendjemand bis hierher gelesen hat: VIELEN DANK!! Wenn sich jetzt noch jemand findet, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder jemand der mir in irgendeiner Weise irgendwelche nützlichen Ratschläge geben oder Vorschläge machen kann, wäre ich mehr als dankbar!
Viele Grüße
c1t
 
wundermittel

Datura

in memoriam
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Hallo, Chris,
zunächst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich habe Deinen "Roman" gelesen, heute aber nicht mehr die Zeit , ausführlich zu antworten.

Erstmal liebe Grüße von
Datura
 
Themenstarter
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04.08.10
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Kann das wirklich MCS sein - starke Beschwerden, kaum noch zuzuordnen

Wow!
mit so ner schnellen Antwort habe ich nicht gerechnet.
Freue mich auf mehr.
Gruß
chris
 
regulat-pro-immune
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Kann das wirklich MCS sein - starke Beschwerden, kaum noch zuzuordnen

Hallo Chris1tiger,

nur mal angenommen, es sind tatsächlich nicht die Wohnungen, die Dir die Beschwerden machen. Dann müßte es etwas sein, was Du mit Dir herumträgst, und da fallen mir vor allem die Zähne ein.
Wie sieht es da bei Dir aus?

Aber auch die Laminat-Böden sind mir nicht geheuer. Die sind weiter umstritten, und die Symptome ähneln z.B. den hier beschriebenen: https://www.ktipp.ch/themen/beitrag/1021836/Gift_in_den_eigenen_vier_Waenden

Gab es vor ca. 3,5 Jahren irgendetwas, was ungewöhnlich war, was auch Auslöser sein könnte? Evtl. ein Arbeitsplatz mit Belastungen oder so etwas?
Wenn die Allergietests nichts Wesentliches gebracht haben, dann heißt das nicht, daß Du nicht auf Chemie reagieren könntest. Nur zeigt das dann nicht der Allergietest.


Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:
Themenstarter
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Hallo Oregano,
danke erstmal für Deine Antwort.
Meine Zähne sind außer ein paar Keramik-Versiegelungen vollkommen "naturbelassen". Also ich habe z.B. keine Amalgam-Füllungen, falls Du darauf anspielst.
Ich habe auch schon überlegt ob es mit dem Laminat zusammenhängen könnte. Und die hinter dem Link aufgezählten Symptome ähneln meinen auch. Allerdings ist in 2 der Wohnungen in denen die Probleme auftraten, kein Laminat verlegt.
Das einzige größere Ereignis vor 2,5 Jahren war der beschriebene Umzug in eine andere Stadt zum Studieren. Dieser erfolgte allerdings nicht gezwungen, sondern weil ich es wollte.
Wie könnte man denn feststellen ob ich auf Chemikalien reagiere? Einen LTT habe ich ja bereits gemacht. Gibt es da noch andere Möglichkeiten?
Vielen Dank schonmal für Deine Anregungen!
Gruß
chris
 
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Kann das wirklich MCS sein - starke Beschwerden, kaum noch zuzuordnen

Hallo Chris,

vielleicht ist die Frage, welche Zusammenhänge, Reaktionen möchtest Du feststellen (lassen). Die gibt es sicher nicht immer 1:1 , also der und der Schadstoff und 1:1 die und die Wirkung.

Du hast doch von Neukirchen Hinweise auf veränderte Werte, auch da wirst Du mit der besten Diagnostik nicht unbedingt Ergebnisse bekommen, der und der Schadstoff ist für den und den veränderten Wert verantortlich.

Einmal gibt es viel zu viele mögliche Schadstoffe, Chemikalien, und dann hat jeder Stoff ja nicht nur eine mögliche Auswirkung.

Oder nimm Laminat. Worum geht es dabei? Vielleicht um Klebstoffe im Laminat, oder auch um Formaldehyd, wobei ich nicht sicher bin, aber ich denk, dass auch im Laminat Formaldehyd ist. Das sind ja irgendwelche hochverdichteten Faserplatten.

Formaldehyd ist auch in allen Spanplatten-Möbeln, also fast allen modernen Möbeln.


Nimm dann vielleicht 10 oder 20 denkbare Werte aus der Umwelt im unauffälligen Bereich, die in der Summe vielleicht die festgestellten veränderten Werte bei Dir erklären, die das Immunsystem belasten, stressen, letztlich überlasten.
Alles in der Summe mehrerer, vieler Einflüsse gesehen.

Das sind wohl eher die Probleme der Umweltmedizin.

Natürlich sollte man versuchen herauszufinden, wo sind die wichtigsten, belastendsten Einflüsse, um die nach Möglichkeit abzustellen. Aber auch die wirken je nach dem mit anderen Einflüssen zusammen, werden vielleicht durch anderes verstärkt.

Ein LTT-Test wird ja wahrscheinlich nur die bekanntesten möglichen Einflüsse getestet haben, das heißt ja nicht, dass Du mit keinem Schad-, Gift- oder Zusatzstoff ein Problem hättest.



Deinen 4-Bildschirm-seitigen Text konnte ich so, fast ohne Absatz, fast gar nicht lesen, nur überfliegen, wegen mangelnder Konzentration.

Ich war ansonsten schon mehrmals in Neukirchen.


Liebe Grüße! Gerd
 

Datura

in memoriam
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09.01.10
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Hallo, Chris,

Wie Gleerndil Dir schon schrieb, wirst Du wohl nicht rausbekommen, welcher einzelne Stoff Dich krank macht, das ist auch unerheblich, denn es ist wohl (meistens?) eine Mischung aus verschiedenen ausgasenden Stoffen:

Laminat - ein Teufelszeug, sollte eigentlich verboten werden aus meiner Sicht

Die Wohnung, wo das Dachgeschoss ausgebaut wurde, mit welchen Materialien? Sicher nicht mit hochwertigen, gesunden.

Die Wohnung Deiner Freundin? Da springt mir Ikea ins Gesicht und neue Küche.

Durch irgendetwas scheinst Du aber vorbelastet gewesen zu sein. Vielleicht im Gebäude /Räumen Deiner früheren Arbeit? Durch Deine frühere Arbeit selbst? Durch ein ausgasendes Hobby?

Was Du jetzt machen kannst:

Keine Duftstoffe, auch keinen Weichspüler, die Wäsche mit duftstofffreiem Waschmittel waschen (AS sensitiv Pulver von Schlecker)

Sehr sehr viel Lüften (auch wenns wehtut- Heizkosten)

Neue Sachen mehrmals waschen.

In der Wohnung Deiner Mutter ist auch Laminat, wie alt ist das? Hast Du dort auch früher gewohnt? Hast Du das Laminat vielleicht in neu mitbekommen? Könnte ein Auslöser sein. Das Laminat in Deinem Zimmer rausnehmen? Vorrübergehen auf Estrich wohnen, wenn der nicht mit altem Teppichkleber versaut ist? Fliesen legen lassen wirst Du dort nicht können. Es gibt in Ökobaumärkten untersuchte Ökosisalteppiche / Teppichböden, auch Kokos, aber unbedingt ungefärbt und Untersuchungsbericht/ Hersteller geben lassen. Wenn alter Teppichkleber vorhanden ist, eine stabile PE- Folie dazwischen.

Neue Möbel rausschmeißen, bei mir bewährt: Metallregale aus dem Baumarkt, an den Seiten mit (gewaschenem Stoff) verkleiden, vorne Alujalusette dran.

Es ist wirklich eine verdammte Pest, Du bekommst fast keine Wohnung mehr ohne Lamainat und alle findens auch noch großartig.

Übrigens ist eine Hausstaubuntersuchung aussagekräftiger als eine Luftmessung. Hier könntest Du anfragen und hinschicken:

https://www.symptome.ch/vbboard/gifte/79320-labor-fuer-umweltschadstoffe.html

Das wars erstmal von mir noch Fragen?

Ach ja, von Frankfurt nach würzburg ist es nicht weit, dort gibt es den Dr. Ohnsorge, Umweltmediziner, aus meiner Sicht der beste, er macht sinnvolle Sachen und ist nicht überteuert.

Gleendirl könnte dir (PN) schreiben, was er für Erfahrungen hat in Neukirchen, die sind nicht immer gut.

Liebe Grüße
Alles Gute
Datura

PS: Mach bitte Absätze im Text, lässt sich besser lesen, wir sind hier ja alle nicht wirklich gesund und fit!
 
Themenstarter
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04.08.10
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Kann das wirklich MCS sein - starke Beschwerden, kaum noch zuzuordnen

Zunächst vielen Dank an Gleerndil und Datura für die Antworten!

Das es schwer oder vielleicht sogar unmöglich ist herauszufinden, worauf ich reagiere, daran habe ich mich fast schon gewöhnt. Aber natürlich ist es hart nicht zu wissen was man hat.

Ich frage mich auch oft, ob ich überhaupt auf der richtigen Fährte bin mit dieser "Umweltgeschichte". Ist es typisch, dass eine solche Erkrankung auf diese Art und Weise wie bei mir verläuft? Gibt es überhaupt DEN typischen Verlauf? Was könnte es noch sein? Man verzweifelt...

Die Erklärung bezüglich der Aufsummierung verschiedener Stoffe zu einem schädlichen Mix erscheint mir irgendwie plausibel (speziell mit Formaldehyd waren zwei der Wohungen nachweislich nicht bzw. nur im "unbedenklichen" Bereich belastet).

Man hört ja auch immer wieder, dass MCS-Kranke auf weitaus geringere Belastungen als die, wie auch immer festgelegten, Grenzwerte reagieren. Könnt ihr das bestätigen?

Womit die neue Wohnung im Dachgeschoss ausgebaut war, weiß ich leider nicht und kann ich auch jetzt nicht mehr nachvollziehen.

Ikea ist auch so etwas worüber ich nachgedacht habe. Da hört man ja auch immer wieder die schlimmsten Dinge. Deswegen haben wir aus einem Zimmer zuerst sämtliche Ikea-Möbel verbannt, 4 Wochen gewartet und dann habe ich dort geschlafen. Leider ohne Besserung.

Womit ich vorbelastet sein könnte Frage ich mich auch. Fest steht, dass ich vor diesen mittlerweile zweieinhalb Jahren, nie Beschwerden ähnlicher Art hatte. Das Einzige ist, dass ich mich relativ oft Tierallergenen ausgesetzt habe früher und das vielleicht ein bleibender Schaden hängengeblieben ist. Allerdings sind die Symptome die ich jetzt habe und die die ich habe wenn ich in Kontakt mit Hunden, Katzen, etc. komme in keinster Weise vergleichbar.

Meine Hobbies finden vorwiegend draußen oder in Turnhallen statt. Also ich bastel beispielweise keine Modellflugzeuge wo vielleicht der Kleber ausdünsten könnte oder so...

Das mit dem Waschmittel ist eine gute Idee, die ich ähnlich auch schon getestet habe. Also durch ausprobieren unterschiedlicher Waschmittel. Weichspüler verwende ich grundsätzlich nicht. Meint keine Duftstoffe auch kein Deo, Parfum, etc?

Lüften tu ich sehr viel. Nachts ist das Fenster, auch im Winter immer gekippt. Tagsüber wird mindestens alle zwei Stunden stoßgelüftet.

Das Laminat bei meiner Mutter ist ca 5 Jahre alt. Ich habe hier, aufgrund von Renovierungsarbeiten in meiner früheren eigenen Wohnung schon einmal für rund 3 Monate gewohnt. Das ist ca. 4. Jahre her (das Laminat war damals also rund 12 Monate alt). Ich hatte damals nicht den Hauch irgendeines gesundheitlichen Problems.

Das mit den verschiedenen "gesunden" Böden sind interessante Tipps, die ich für die Zukunft auf jeden Fall im Hinterkopf behalten werde, die aber jetzt wahrscheinlich kaum realisierbar sind.

Wie muss ich mir diese Hausstaubuntersuchung vorstellen? Untersuchen die den Hausstaub auf chemische Belastung?? Danke für den Link! Werd ich mich mal intensiver mit beschäftigen.

Dr. Ohnsorge ist ein weiterer Tipp für den ich dankbar bin. Und über Erfahrungsberichte über Neukirchen würde ich mich natürlich auch sehr freuen. Vor allem natürlich über (echte!) positive.

Nun noch etwas was mir wichtig bzw. erwähnenswert erscheint:

Während der Weihnachtsferien (die man als Student angenehmer Weise hat :)) habe ich mich verdammt gut gefühlt. Ich hatte drei Wochen lang bei meiner Mutter keinerlei Probleme. Kein Schleim im Hals, keine Brustschmerzen, nichts (also außer dem Tinnitus und den Kopfschmerzen für die der Orthopäde ja wohl die Ursache gefunden hat). Mir ging es also richtig gut. Ich habe zu dieser Zeit übrigens auch noch keine Vitaminpräparate genommen. Es ging mir während dieser Zeit nur schlecht, als ich mal bei meiner Freundin war.

Das Interessante ist, dass es mir rund 2 Tage nachdem die Uni wieder angefangen hat wieder sehr schlecht ging (zu der Zeit habe ich auch mit den Präparaten angefangen).

Jetzt frage ich mich natürlich, ob es sich evtl. auch um irgendeine psychische Geschichte handeln könnte. Denn das war echt auffällig, dass es mir in der Zeit wo ich mich quasi erholt habe so viel besser ging als in der Zeit in der ich dann wieder Uni hatte.

Auf der anderen Seite hätte es mir dann auch bei meiner Freundin nicht schlecht gehen dürfen in den Ferien.

Die Nadel im Heuhaufen ist ein Witz gegen das wonach ich Suche, glaub ich.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank für eure bisherigen Anregungen und Tipps. Ich freue mich auf mehr!

Viele Grüße

chris

PS: Ich hoffe diesmal hab ich in meinem Schreibflus ausreichend Absätze gemacht... :)
 
regulat-pro-immune
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Hallo Chris,

Während der Weihnachtsferien (die man als Student angenehmer Weise hat :)) habe ich mich verdammt gut gefühlt. Ich hatte drei Wochen lang bei meiner Mutter keinerlei Probleme

Abgesehen davon, daß das sehr erfreulich ist, muß also die Ursache im Wechsel zwischen unbekömmlicher Wohnung und er Wohnung Deiner Mutter liegen.

Da bleibt die Frage nach unverträglichen Materialien, die evtl. durch eine Hausstaub-Untersuchung geklärt werden könnte.
Solche Untersuchungen macht u.a. die Stiftung Warentest, aber auch viele andere Firmen.

Ja, der Schreibfluß war dieses Mal vorzüglich ;).

Grüsse,
Oregano
 
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. . . Danke! für den Platz zwischen den Zeilen, Chris . . .

In Deinen neuen Zeilen muss ich dann aber später lesen.


Liebe Grüße! Gerd
 

Datura

in memoriam
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09.01.10
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Hallo, Chris, danke für die Absätze!

An sowas

keine Modellflugzeuge

hatte ich gedacht.

Was ich auch weiß, ist, dass Schulgebäude häufig belastet sind, z.B. durch Polychlorierte Biphenyle. Vielleicht hast Du jahrelang in sowas gesessen und dadurch Deine Anfangsbelastung bekommen.

Ja, MCS zeichnet sich dadurch aus, dass man von geringen Mengen Schadstoffen unangenehme Reaktionen hat, der Anfang ist aber eine schwerwiegende Belastung, entweder über einen langen Zeitraum nicht ganz soviel oder über einen kurzen Zeitraum sehr viel.

Zu Kontakt mit HUnden /Katzen: Sind die regelmäßig mit diesen giftigen "Spotons" behandelt worden? Es gibt Hausstaubuntersuchungen, wo Riesenmengen Permethrin gefunden wurden, die einzige Quelle waren diese Spotons mit Permethrin. Permethrin ist ein Nervengift, neurotoxisch auch für Warmblüter. Könnte sein, dass eine Belastung daher kommt.

auch kein Deo, Parfum, etc?

Ja, meint es. Ich nehme Deo Roll on basis sensitiv von Lavera, das geht sehr gut und ist ohne bedenkliche Inhaltsstoffe.

psychische Geschichte

Das vergiss ganz schnell wieder. Dann könnte man schon eher umgekehrt denken, weil Du als erwachsener Mann bei Deiner Mutter unterkriechen musst, könnte es Dir schlecht gehen, aber sorum? Niemals.

Du könntest mal in der Uni so um Dich gucken, sind die Gebäude neu saniert, neugebaut, alte Vertäfelungen, verklebte Teppichböden? Teppichböden werden in öffentlichen Gebäuden mit bedenklichen Reinigungsmitteln gereinigt, desinfiziert. Ich kann mir (leider leider) nicht vorstellen, dass da mit gesunden Materialien gebaut wird. Aus welchem Jahr stammen die Gebäude (auch hier mögliche Belastung durch Polychlorierte Biphenyle (PCB's)

Zur Hausstaubuntersuchung: Die in dem Labor kannst Du anrufen und löchern, die sind sehr nett. Dieses ganze flüchtige Zeug bindet sich an Staub, Du darfst 2 Wochen nicht saugen, dann in einen neuen Beutel saugen, den Beutel in Alufolie, aber das genaue Vorgehen erfährst Du dort, wenn es mal sein muss, das wird dann mit Massenspektometrie gemessen. Jenachdem , nach was so gesucht wird, wird ein unterschiedlicher Testsatz genommen.

Das wars für jetzt.
Liebe Grüße
Datura
 
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Nun noch etwas was mir wichtig bzw. erwähnenswert erscheint:

Während der Weihnachtsferien habe ich mich verdammt gut gefühlt. Ich hatte drei Wochen lang bei meiner Mutter keinerlei Probleme. Kein Schleim im Hals, keine Brustschmerzen, nichts (also außer dem Tinnitus und den Kopfschmerzen für die der Orthopäde ja wohl die Ursache gefunden hat). Mir ging es also richtig gut. Ich habe zu dieser Zeit übrigens auch noch keine Vitaminpräparate genommen. Es ging mir während dieser Zeit nur schlecht, als ich mal bei meiner Freundin war.

Das Interessante ist, dass es mir rund 2 Tage nachdem die Uni wieder angefangen hat wieder sehr schlecht ging (zu der Zeit habe ich auch mit den Präparaten angefangen).

Jetzt frage ich mich natürlich, ob es sich evtl. auch um irgendeine psychische Geschichte handeln könnte. Denn das war echt auffällig, dass es mir in der Zeit wo ich mich quasi erholt habe so viel besser ging als in der Zeit in der ich dann wieder Uni hatte.

Auf der anderen Seite hätte es mir dann auch bei meiner Freundin nicht schlecht gehen dürfen in den Ferien.


Nun, dieser "Wechsel" ist ja nicht nur ein Wechsel der Wohnungen, sondern eben auch Uni-Gebäude zum Beispiel. Bau-Materialien, Boden-Reinigungsmittel, aber vielleicht auch noch ein ganz anderer Einfluss.

Dazu natürlich einfach Lern-Belastung, vielleicht Stress - den Du aber hoffentlich bei Deiner Freundin nicht hast.

Ich denke, diese Spur solltest Du weiter verfolgen.

Was ist da noch anders, an der Uni, in Deiner anderen Wohnung und bei Deiner Freundin?


Grüße! Gerd
 

Blaupunkt

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Kann das wirklich MCS sein - starke Beschwerden, kaum noch zuzuordnen

Textilien sind mit vielen toxischen Chemikalien belastet
Viele unterschiedliche Chemikalien in unseren Textilien sind an der Tagesordnung. Laut BR-online Ratgeber werden schätzungsweise 7000 unterschiedliche Chemikalien in der Textilbranche verarbeitet. Mittlerweile sind in Deutschland einige krebserzeugende und erbgutschädigende Chemikalien bei der Textilverarbeitung verboten, jedoch kommen sie in den Erzeugerländern weiterhin ungehindert zum Einsatz und gelangen somit auch bei uns zum Kunden, da nicht alle Importsendungen, sondern nur Stichproben auf Schadstoffe untersucht werden. Die für unsere Gesundheit negativen Auswirkungen der beim Anbau der Baumwolle wie auch bei der Veredlung der Stoffe eingesetzten, zum Teil hochgiftigen Pestizide, krebserregenden Farbstoffe, Bleichmittel und anderen Chemikalien, sind nicht abschätzbar.

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also vielleicht ist es sogar "direkt am Mann". :wave:
 
regulat-pro-immune
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Kann das wirklich MCS sein - starke Beschwerden, kaum noch zuzuordnen

In meinen Augen sieht es schon sehr nach chemische Unverträglichkeit aus. Und da ist die Suche nach den Auslöser sinnlos, man kann nur vermeiden.

Es bringt nichts Wohneinrichtungen die Schuld zu geben, wenn diese permanent mit gift/duft/desinfizierhaltigen Stoffen gereinigt werden, oder wenn man sich selbst permanent mit falschen Pflege und Waschmitteln krank macht.

Dadurch es aber bei deiner Mutter gut geht, denke mal das sie keine aggressiven Mitteln verwendet und gleichzeitig die Wohneinrichtung schon ausgedünstet ist, was eben bei der Freundin nicht der Fall ist.
Ich hab keine Biowohnung, aber nach 15 Jahren riecht hier nix mehr, währenddessen ichs bei meinen Eltern keine Stunde aushalt.

Normalerweise hat man mit MCS vorallem mit Parfüm und Nikotin so seine Probleme. Das ich auch in Wohnräumen krank wurde, kam erst Jahre später. Aber es stimmt, der Verlauf ist sehr unterschiedlich, drum auch mal achten was der Geruchsinn so sagt. Das ist etwas was man anfänglich gar nicht registriert, dass man deutlich stärker Geruchsempfindlicher ist als normal.
 
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Kann das wirklich MCS sein - starke Beschwerden, kaum noch zuzuordnen

Hallo mal wieder.

hatte leider in dieser Woche keine Zeit zu schreiben.
vielen Dank für die weiteren Antworten.

Es ist schon krass von wievielen Dingen Beschwerden ausgelöst werden können. Natürlich versuche ich mit offenen Augen bzw. mit "offener Nase" durch die Welt zu gehen. War auch immer der Meinung, dass es in meinen alten Wohnungen "komisch" gerochen hat. Wenn ich an die letzten Wohnungen in Kassel denke, dort bin ich immer rein bei den Besichtigungen und hab gerochen ob es irgendwie komisch oder beißend riecht. Da ich dann immer der Meinung war, dass dem nicht so war bin ich eingezogen.

Die Gebäude bzw. Räume in der Uni wirklich genau zu analysieren ist natürlich schwierig. Interessanterweise hatte ich da ja "früher" nie Probleme, sondern hab mich in der Uni von den Wohnungen erholt.

Habe absolut auch keine Ahnung wo ich mir eine Vor- bzw. Grundbelastung geholt haben könnte.

Stress ist denke ich schon ein Faktor der die ganzen gesundheitlichen Probleme noch verstärkt, aber auch der Grund für die Probleme? Das glaube ich nicht.

Es scheint unmöglich den Grund für meine Beschwerden zu finden. Vermeiden kann man natürlich einiges (Waschmittel, Deo, Zigarettenrauch, etc.) aber eine Wohnung. Ich mein, irgendwo muss ich ja Wohnen und wonach soll ich eine Wohnung aussuchen, wenn ich nicht weiß was mir schadet. Und das verrückte ist ja, dass ich mich bei meiner Mutter immer erholen konnte. Und sie benutzt genauso Putzmittel, etc. wie andere auch, also nix mit besonderer Umweltverträglichkeit, etc. Und es ist auch jetzt nicht so, dass es mir bei ihr schlechter geht als irgendwo anders.

Das Problem ist einfach, dass es mir überall und (fast) immer schlecht geht. Es ist als wäre ich einfach immer krank und kann nix dagegen tun. Immer wieder und andauernd den Klos und Schleim im Hals, dauernd räuspern, Schmerzen und Stechen in Hals, Brust, Bauch, Magenbereich und immer diese Gänsehaut, einfach so und nie bin ich richtig fit.

Es ist zum verrückt werden. Und ich kann scheinbar nix dagegen tun.
Naja, wahrscheinlich braucht man Geduld und vielleicht findet man irgendwann durch Zufall den Auslöser

Viele Grüße und nochmal Danke für die Antworten und Vorschläge.

chris
 
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10.02.11
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Kann das wirklich MCS sein - starke Beschwerden, kaum noch zuzuordnen

Hallo,
Da du ja schreibst das bei deiner Mutter keine Symptome gibt, trotz Verwendung von Chemikalien wie Putzmittel, könnt ich mir schon vorstellen das du eine starke SBS entwickelt hast, aufgrund der Wohnung in der es mal gebrannt hatte.

Bei dem Brand wurden doch sicher unzählige Chemikalien freigesetzt, die sich ins Mauerwerk festsetzen. Auch das Mauerwerk wird durch die Hitze und den freigesetzten Chemikalien in seiner Form verändert, denk ich mal so. Aufjedenfall egal wie die Wohnung danach saniert wurde, das Grundgerüst wurde sicher nicht verändert, diffundiert und dünstet in Wohnbereich aus. Da reichen paar Wochen aus um daran chronisch zu erkranken und eben entsprechend auf einen bestimmten Baustoff zu reagieren, der zufälliger Weise bei deiner Mutter nicht vorhanden ist.

Theoretisch dürfte bei einem Holzhaus keine Symptomen auftreten, was normalerweise bei MCS eher schon ein Problem darstellt.
 
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18.11.09
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Kann das wirklich MCS sein - starke Beschwerden, kaum noch zuzuordnen

Hallo Chris,

da ich ganz ähnliche Symptome wie du habe, v.a. Nasen/Rachenraum morgens verschleimt und dieses Nasenbluten, muss ich dich jetzt auch mal Einiges fragen :)

Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich das Nasenbluten immer dann habe, wenn ich mich in schimmelbelasteten Räumen aufhalte, auch auf der Arbeit...! Ich habe mal letzte Woche den Test gemacht und habe mich nicht in dem betreffenden Raum aufgehalten und siehe da: Nachmittags beim Heimkommen kein Nasenbluten. Dazu kommt, dass bei uns zuhause wohl ein Zimmer mit Holzschutzmitteln belastet ist, denn es wurde beim LTT-Test bei mir im Blut Pentachlorphenol nachgewiesen. Wie ich recherchiert habe, werden Schimmelsporen unter Holzschutzmittel-Einfluss noch gefährlicher für den Organismus!

Übrigens: Um Schimmel in einem Raum nachzuweisen, genügt es nicht, z.B. diese Schalen aufzustellen, man muss auch das Bettzeug unter die Lupe nehmen: Kissen über Petrischale schütteln, eine weitere auf abgezogene Matratze stellen und draufklopfen, Schale zukleben und ab ins Labor. Bei Sensibilisierung: Bettzeug und Betten alle zwei Wochen am besten bei 95 Grad waschen, so riet mir der Arzt.

Du sagst zwar, du hättest keine Schimmelallergie, aber wie wurde das getestet? Mit einem Lymphozyten-Transformationstest? Den kann ich nämlich dringend empfehlen. Ich hätte nie gedacht, dass ich z.B. auf Latex (verzögerte Allergie Typ IV mit Symptomen wie Abgeschlagenheit...!) und Schimmel reagiere, ich hatte bei mir die Zahnmetalle in Verdacht. Es gibt "Pakete", wo man gleich mehrere Stoffe auf einmal testen lassen kann: https://www.naturheilpraxis-hollmann.de/Umweltgifte.htm Also wie gesagt, meine 2 cent, denn mir ist es extrem aufgefallen, dass bei mir die Nase bei Schimmelreizung blutet.

Ausserdem schreibst du, dass du nur einige Keramikversiegelungen in den Zähnen hast. Sind diese Zähne noch lebendig, oder sind sie wurzelbehandelt? Wenn ja, dann wäre es wichtig, mal zu schauen, welches Material verwendet wurde, denn das kann sehr krank machen und wahrscheinlich auch Sensibilisierungen gegenüber anderen Umweltstoffen nach sich ziehen.

Wenn man extrem mit den Atmungsorganen reagiert, ist oft der Riechnerv angegriffen/vergiftet mit Metallen (Löten, Zahnmetalle, v.a. in den Schneidezähnen oben!), Lösungsmittel usw. Daraus kann sich dann eine mcs entwickeln. Lässt sich aber sicher oft lindern/heilen, da bin ich gerade drüber :)

Viele Grüsse
Schwester E
 
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10.01.04
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Kann das wirklich MCS sein - starke Beschwerden, kaum noch zuzuordnen

Hallo Chris,

Ausserdem schreibst du, dass nur einige Keramikversiegelungen in den Zähnen hast.

da möchte ich noch eine Frage anschließen: soviel ich weiß, werden Keramikversiegelungen geklebt. Und oft ist dieser Kleber unverträglich. DAs muß jetzt nicht DIE Ursache für Deine Beschwerden sein, aber es könnte dazu beitragen.

Grüsse,
Oregano
 
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04.08.10
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Kann das wirklich MCS sein - starke Beschwerden, kaum noch zuzuordnen

Huch,
habe garnicht mit weiteren Antworten gerechnet. Normalerweise bekommt man doch ne Mail, wenn jemand auf ein Thema antwortet. Naja, jetzt hab ich einfach so nochmal reingeschaut und die beiden lezten Antworten gelesen.

@Schwester E: Ich habe einen Schimmeltest der Firma EnviroMed durchgeführt. Er nennt sich "AeroMYC". Hierbei habe ich einen Freilufttest, einen Test im Schlafzimmer meiner Freundin, und einen Test in meinem Schlafzimmer bei meiner Mutter durchgeführt. Die Ergebnisse in den Räumen waren "gesundheitlich unbedenklich".

Die Allergie oder besser Nicht-Allergie gegen Schimmelpilze wurde anhand eines Prick-Tests nachgewiesen. Der LTT wurde gegen verschiedene Umweltgifte gemacht aber nicht gegen Schimmel.

Was meinst Du mit "Wie gesagt, meine 2 cent..."?

Habe übrigens auch schon länger in einer Wohnung gewohnt (vor denen in Kassel), in der nach einiger Zeit Schimmel "aufgetaucht" ist. Gesundheitliche Probleme hatte ich deswegen nie (zumindest nicht in dieser Wohnung).

Eine Wurzelbehandlung hatte ich bisher noch nicht. Und die Versiegelungen sind auch teilweise schon recht "alt" (>5 Jahre).

Schön zu hören, dass Deine Probleme sich bessern, interessant zu wissen wäre natürlich, was Du dafür tust.

@Oregano: Das mit dem Kleber klingt nachvollziehbar, nur wie finde ich raus ob er es sein könnte? Auffällig ist aber eben immer wieder die Verschlimmerung der Symptome in gewissen Wohnungen. Da fällt es mir etwas schwer den Zusammenhang zu den Zähnen herzustellen. Oder denk ich da zu einfach?

Viele Grüße
Chris
 
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04.12.10
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Kann das wirklich MCS sein - starke Beschwerden, kaum noch zuzuordnen

Man kann eine Schimmelallergie nicht sicher mit Allergietetests ausschliesen. In den Testsets befindet sich nur ein kleiner Teil der möglichen Schimmelarten und wenn man dann auf einen anderen reagiert der im Test nicht dabei war .... :confused:
 
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