Infektionswahrscheinlichkeit nach Corona-Impfung laut aktuellen Daten

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18.03.16
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2. Welle Deutschland

Infiziertenmaximum am 23.12.2020: 25757
Sterbemaximum am 13.1.2021: 894
Sterberisiko pro Infiziertem am 23.12.2020: 894 / 25757 = 0,035 (einer von 29 Infizierten stirbt an Covid).

3. Welle Deutschland

Infiziertenmaximum am 25.4.2021: 21596
Sterbemaximum am 2.5.2021: 232
Sterberisiko pro Infiziertem am 25.4.2021: 232 / 21596 = 0,011 (einer von 93 Infizierten stirbt an Covid).

Am 25.4.2021 waren 7,2% der Deutschen geimpft, außerdem wird die Jahreszeit für eine Verbesserung gesorgt haben. Aber richtig gut sind die Werte noch nicht. Es fällt schwer, eine Prognose für den nächsten Winter abzugeben.
 
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18.03.16
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Du müsstest die Anzahl durchgeführter Tests noch in Erfahrung bringen und das auch mit rein rechnen, weil die Anzahl der Tests mit Sicherheit auch stark angewachsen ist. Zumindest in Deutschland war es so. Das ist ja auch ein Grund, weshalb die Inzidenz wenig aussagt, weil man nicht mal auf die Anzahl durchgeführter Tests normiert.

Diese ganzen Zahlen sind sehr unsicher, weil nicht klar ist, wie sie erhoben wurden. Aber bessere Daten gibt es im Augenblick nicht.
 
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12.10.18
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Die Impfung verhindert also keine Ansteckungen und Übertragungen, aber dafür schwere Verläufe und Todesfälle

und das reicht ja auch völlig.

außerdem wird die Jahreszeit für eine Verbesserung gesorgt haben.

das ist auch ähnlich wie bei der virusgrippe. damit könnte man aber auch vermuten, daß es im winter wieder mehr kranke und tote gibt.


Das ist ja auch ein Grund, weshalb die Inzidenz wenig aussagt, weil man nicht mal auf die Anzahl durchgeführter Tests normiert.

die ist eh quatsch. um sie genau zu ermitteln, müßte man immer wieder alle einwohner testen.

man sollte sich besser an der zahl der wegen corona erforderlichen krankenhausbehandlungen und an der zahl der toten orientieren und das sieht im moment ja rel. gut aus, kann sich aber im winter evtl. wieder ändern.
 
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18.03.16
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5. Welle Niederlande

Infiziertenmaximum am 18.7.2021: 10019
Sterbemaximum am 26.7.2021: 3
Sterberisiko pro Infiziertem am 18.7.2021: 3 / 10019 = 0,0003 (einer von 3340 Infizierten stirbt an Covid).

Das ist natürlich ein traumhaftes (vorläufiges) Ergebnis. Die Impfquote in den Niederlanden liegt wie bei uns aktuell um die 50%. Wenn die Todeszahlen in den nächsten paar Tagen nicht ansteigen, sind die Niederlande aus dem Schneider.
 

FX1

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07.10.15
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5. Welle Niederlande

Infiziertenmaximum am 18.7.2021: 10019
Sterbemaximum am 26.7.2021: 3
Sterberisiko pro Infiziertem am 18.7.2021: 3 / 10019 = 0,0003 (einer von 3340 Infizierten stirbt an Covid).

Das ist natürlich ein traumhaftes (vorläufiges) Ergebnis. Die Impfquote in den Niederlanden liegt wie bei uns aktuell um die 50%. Wenn die Todeszahlen in den nächsten paar Tagen nicht ansteigen, sind die Niederlande aus dem Schneider.

tja nur stellt sich die frage ob auf dem papier die menschen wieder eines natürlichen todes sterben dürfen ? deswegen scheint es hier in der Statistik nicht auf.
 
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05.04.08
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5. Welle Niederlande

Infiziertenmaximum am 18.7.2021: 10019
Sterbemaximum am 26.7.2021: 3
Sterberisiko pro Infiziertem am 18.7.2021: 3 / 10019 = 0,0003 (einer von 3340 Infizierten stirbt an Covid).

Das ist natürlich ein traumhaftes (vorläufiges) Ergebnis. Die Impfquote in den Niederlanden liegt wie bei uns aktuell um die 50%. Wenn die Todeszahlen in den nächsten paar Tagen nicht ansteigen, sind die Niederlande aus dem Schneider.
Dabei wäre vielleicht noch zu erwähnen, dass Diskotheken, Bars, Restaurants etc offen waren und Festivals und Parties etc erlaubt waren. Als die Inzidenz stieg, wurde das alles wieder dicht gemacht. Denn die Hospitalisierungsrate stieg wieder an.

In der letzten Woche wurden zudem 38% weniger Tests durchgeführt, als die Woche zuvor. Ich denke, dass die Sommerferien da auch mit reinspielen.

Mal sehen, wie sich das im Herbst entwickelt, ob sich das so halten kann, auch wenn alle Maßnahmen dann alle wegfallen.

Und ich verstehe, was du oder wie du mit deinen Berechnungen die Anteile ausdrücken willst, aber wie aussagekräftig ist das, wenn die jeweiligen Maxima schwanken? Und wieso gerade diese Tage? In der Niederlande waren es am 28.7. mehr als doppelt soviel Todesfälle wie mit denen du gerechnet hast, müsste man da nicht generell eher mit Durchschnittszahlen über einen bestimmten Zeitraum rechnen? Russland zum Beispiel einen Tag später auch höhere Zahlen...
 
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18.03.16
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Und wieso gerade diese Tage? In der Niederlande waren es am 28.7. mehr als doppelt soviel Todesfälle wie mit denen du gerechnet hast, müsste man da nicht generell eher mit Durchschnittszahlen über einen bestimmten Zeitraum rechnen?

Ich nehme immer den 7-Tages-Mittelwert, Spitzen an einem Tag können durch Wochendverschiebungen etc. entstehen. Im Fall der Niederlande kann es durchaus sein, dass in den nächsten Tagen die Todesfälle noch etwas ansteigen, weil das Maximum der Infektionszahlen noch nicht weit genug in der Vergangenheit liegt. Trotzdem erwarte ich jetzt nicht, dass es da noch zu einer Explosion der Todesfälle kommen wird. Die Risikogruppen sind ja durchgeimpft und der Rest wird eben auf natürliche Weise immun.
 
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12.05.11
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Netzfund:

Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit kann man eine Krankheit, die man nicht hat, an jemanden übertragen, der dagegen geimpft ist.
Das klingt nach einem flotten Spruch. Ist aber leicht zu widerlegen. Es gibt auch andere Krankheiten, die man übertragen kann, ohne selbst krank zu sein (Typhoid Mary ist ein berühmter Fall). Und es gibt auch andere Impfungen, die nicht zu 100% die Ansteckung verhindern können (z. B. Influenza).

Was genau hat dieser polemische Spruch jetzt mit dem Thema des Threads zu tun?
 
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05.04.08
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Israel hat wohl eine neue Analyse zur Wirksamkeit von Biontech bei der Delta-Variante durchgeführt:

Die Wirksamkeit des Biontech-Impfstoffes gegen Ansteckung mit Delta liegt dort nun bei 39 Prozent. Der Schutz vor einem schweren Verlauf liegt nur noch bei 91 Prozent, eine Hospitalisierung verhindert Biontech nur noch in 81 Prozent der Fälle. Eine wissenschaftliche Aufarbeitung dieser Zahlen ist aber noch nicht erfolgt, die Aussagekraft der Werte steht daher unter Vorbehalt.

 
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Die Zahlen fallen unterschiedlich aus, was für mich bedeutet, daß man eben noch nicht wirklich genau sagen kann, wie sich die Impfungen u.a. auch bei der Delta-Variante auswirken. Was ja kein Wunder ist, weil Menschen ja ganz verschieden ausgestattet sind.


Grüsse,
Oregano
 
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Ein Artikel in der New York Times berichtet über ein internes Dokument des CDC, laut dem
geimpfte Menschen mit so genannten Durchbruchsinfektionen der Delta-Variante genauso viel Virus in Nase und Rachen haben wie ungeimpfte Menschen und es genauso leicht verbreiten können, wenn auch seltener.
Der Ton des Dokuments spiegelt die Beunruhigung der Wissenschaftler der Seuchenschutzbehörde über die Ausbreitung von Delta im ganzen Land wider, sagte ein Bundesbeamter, der die in dem Dokument beschriebene Forschung gesehen hat. Es wird erwartet, dass die Behörde am Freitag weitere Daten zu dieser Variante veröffentlicht.

Wer den Originalartikel nicht lesen will: Reitschuster referiert ihn, ich habe aber nicht verglichen, wie korrekt und vollständig er ihn wiedergibt.
 
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28.06.21
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ISRAEL:
93 von aktuell 153 schwer erkrankten in Israel sind vollständig geimpft.
Somit 61%
(https://www.ynetnews.com/health_science/article/r1dg8d0ao)

Vollständig geimpft sind 55-61% (je nach Quelle).

Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass die Gruppe der Geimpften mit div. Nebenwirkungen (inkl. Tod) konfrontiert war, schauts zumindest lt. diesem kurzen Blitzlicht nicht so prickelnd aus für die Kosten-/Nutzenrechnung...

lg togi
 
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16.02.18
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Was genau hat dieser polemische Spruch jetzt mit dem Thema des Threads zu tun?
Ich wollte weder angriffslustig noch feindselig sein Malvegil, weshalb "polemisch", wenn einem was nicht passt.

War Mary Mallon denn geimpft?

Ich fand den Spruch einfach passend für meine Gefühlslage in der ganzen irren, wirren Zeit, wo keiner mehr weiß, was los ist, wer es gut mit einem meint und wem man noch trauen kann.
 
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05.04.08
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ISRAEL:
93 von aktuell 153 schwer erkrankten in Israel sind vollständig geimpft.
Somit 61%
(https://www.ynetnews.com/health_science/article/r1dg8d0ao)

Vollständig geimpft sind 55-61% (je nach Quelle).

Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass die Gruppe der Geimpften mit div. Nebenwirkungen (inkl. Tod) konfrontiert war, schauts zumindest lt. diesem kurzen Blitzlicht nicht so prickelnd aus für die Kosten-/Nutzenrechnung...

lg togi
Die Altersverteilung (aus dem gleichen Artikel) sieht dabei so aus:

Laut Analyse des Gesundheitsministeriums sind 102 der schwerkranken Patienten 65 Jahre und älter, davon 76 vollständig geimpft. Mindestens 39 Schwerkranke sind zwischen 40 und 65 Jahre alt, 16 von ihnen sind vollständig geimpft. Sechs Schwerkranke sind unter 40 Jahre alt, aber nur einer von ihnen ist vollständig geimpft.
Es fällt auf, dass die ungeimpften schwer Erkrankten unter den unter 65-Jährigen dominieren. Über 65 ist umgekehrt. Dort denke ich, dass das Alter und die Delta-Variante eine Rolle spielen.

Hier in der Türkei steigt es besonders in einem armen Stadtviertel, den auch mein Partner betreut steil an. So heftig, dass das Gesundheitsministerium da war. (Hat wohl momentan auch die höchste Inzidenz von der ganzen Türkei)
Ab morgen geht die Schicht der Teams nun von 8 Uhr morgens bis nachts um ein Uhr, ich finde so etwas, vor allem auch bei der Hitze im vollen Schutzanzug bei fast 45 Grad unterwegs zu sein, unmenschlich. Die Mitarbeiter sind in einer WhatsApp Gruppe vernetzt und schreien laut, dass sie nicht mehr können. Ich verstehe das nicht, denn gleichzeitig sollen 15 neue Teams eingestellt worden zu sein.

Grund dafür ist wohl eindeutig die Delta-Variante und die Lebensverhältnisse in dem Viertel, 7-8 Personen auf oft nur 40qm. Mich würde interessieren, wieviele davon geimpft und ernsthaft erkranken, dazu habe ich noch keine Zahlen gefunden.
 
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28.06.21
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Die Altersverteilung (aus dem gleichen Artikel) sieht dabei so aus:


Es fällt auf, dass die ungeimpften schwer Erkrankten unter den unter 65-Jährigen dominieren. Über 65 ist umgekehrt. Dort denke ich, dass das Alter und die Delta-Variante eine Rolle spielen.
Interessante Interpretation

Mir fällt auf:
in der Gruppe 65+ sind 74,5% geimpft
in der Gruppe 40-65 sind 41% geimpft

Was spricht dagegen, dass in Israel - so wie in den meisten Ländern - die Älteren einen höheren Durchimpfungsgrad haben als die Jüngeren?
Ich weiß schon, als Erklärungsansatz nicht ganz so exotisch, aber vermutlich naheliegender.
Zahlen über Durchimpfung nach Alterskohorten wären gut. Aber allein schon die Gesamtimpfquote schwankt beträchtlich je nach Quelle..

lg togi
 
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05.04.08
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Zahlen über Durchimpfung nach Alterskohorten wären gut.
Ja, aber auch wer davon an Begleiterkrankungen leidet, sollte erwähnt werden.

Andererseits, wenn man davon ausgeht, dass der Impfstoff, ich glaube es waren um die 90%, die mittlerweile angegeben wurden? vor schweren Erkrankungen schützt, bleiben immer noch 10%. Bei über 5 Millionen Geimpften, dürften das über 500 000 sein, die noch schwer erkranken könnten. Da scheinen mir 93 bzw. aktuell 114 davon, erstmal eine doch sehr geringe Zahl zu sein. Man müsste wahrscheinlich in Erfahrung bringen, wieviele insgesamt während der fortgeschrittenen Impfkampagne schwer erkrankt sind. Natürlich spielt auch die jeweilige Anzahl der Infizierten eine Rolle, dazu wird hier erwähnt:

Vor dem Start der Impfkampagne sind 4 Prozent aller Covid-19-Infizierten schwer erkrankt, wie "Haaretz" unter Berufung auf das israelische Gesundheitsministerium erklärt. Mit dem Impffortschritt heute seien es 1,5 Prozent der Infizierten.
 
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Themenstarter
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12.05.11
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Man muß vielleicht noch etwas in die Rechnung einbeziehen: die Immunität derjenigen Ungeimpften, die die Infektion schon durchgemacht haben. Ich weiß nicht, welche Rolle das in Israel inzwischen spielen könnte. Aber wenn in einer Altersgruppe (sagen wir mal die 20- bis 30-Jährigen) 30% geimpft sind und 30% die Infektion schon hatten, dann zeigt sich dort natürlich kein Unterschied im Anteil der Geimpften und Ungeimpften bei den schweren Krankheitsfällen.
 
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17.03.16
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Heute in der ARD:
Reicht die Inzidenz als maßgeblicher Faktor noch, um die Corona-Lage zu bewerten? Darüber wird seit Tagen gestritten. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft setzt auf einen Mix aus mehreren Indikatoren - und fordert die Politik zum Handeln auf.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt schon seit Längerem auf die Berücksichtigung auch anderer Kennzahlen als der Inzidenz zur Einschätzung der Lage. Spahn verwies insbesondere auf die mittlerweile hohe Impfquote. Eine höhere Inzidenz führe dann nicht so schnell zu einer Überlastung des Gesundheitssystems.
Das RKI hingegen:
Dagegen spricht sich der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, weiterhin dafür aus, die Inzidenz als "Leitindikator" für die Entwicklung in der Corona-Pandemie zu betrachten. Dafür warb er zuletzt auch bei einer Schaltkonferenz zwischen Kanzleramtschef Helge Braun und den Chefs der Staatskanzleien der Länder zu Beginn der Woche.
Ich werde den Verdacht nicht los, dass eine sachliche Aufarbeitung der Zahlen nicht angestrebt wird. Die Besorgnis der Bevölkerung muss am Kochen gehalten werden
 
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24.10.05
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Es ist ja schön, daß Herr Lothar Wieler als Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI) sich weiterhin dafür ausspricht, die Inzidenz als "Leitindikator" für die Entwicklung in der Corona-Pandemie zu betrachten, nur sei gefragt, welche neutrale Stelle hat jemals die vom RKI der Öffentlichkeit mitgeteilte Inzidenz überprüft und deren Richtigkeit bestätigt? - Das RKI ist kein neutrales wissenschaftliches Institut, sondern dem Bundesminister für Gesundheit unterstellt.
 
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