Impfpflicht - ja oder nein (11/21)

Themenstarter
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Inzwischen wird an vielen Stellen, u.a. in Bayern, über die Einführung einer Impfpflicht nachgedacht.

Ich würde hier gerne Meinungen dazu sammeln, die aber bitte ohne Polemik sein sollen und auch nicht längst bekannte Diskussionen wiederholen sollen. Es wäre schön, wenn das gelingen könnte.

...

Corona-Impfpflicht: Sinneswandel in der Politik

Es ist der große Dammbruch: Vor wenigen Wochen waren sich fast alle in der Politik einig, dass eine Impfpflicht das falscheste ist, was man fordern kann. Aber inzwischen erleben wir im Stundentakt, wie immer mehr diese Position verlassen und zumindest darüber nachdenken. So auch der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).

"Ich war bis jetzt immer der Meinung, dass eine Impfpflicht nicht kommen sollte, glaube aber, dass wir an einem Punkt in dieser Pandemie angekommen sind, wo es richtig ist, diese Diskussion zu führen und auch zu entscheiden." Klaus Holetschek, Gesundheitsminister Bayern
Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht die Impfpflicht schon länger als Ausweg aus der Corona-Pandemie an.

Käme eine Impfpflicht zu spät?

Armin Nassehi, stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Ethikrats, ist im neuen "Possoch klärt" auch zu sehen, wie er die Impfpflicht nochmals fordert. Allerdings merkt er auch an, dass der Zeitpunkt womöglich zu spät sein könnte: "Wer jetzt über Impfpflicht redet, redet eigentlich darüber, die fünfte Welle vermeiden zu wollen", so der Soziologe im BR24-Interview.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), mittlerweile nur noch geschäftsführend im Amt, hatte eine Impfpflicht immer ausgeschlossen – auch mit dem Verweis auf eine drohende Spaltung der Gesellschaft. Für Nassehi ein Pseudoargument:

"Ich fürchte manchmal, dass wir mehr Angst vor einer angeblichen Polarisierung der Gesellschaft haben, also vor Corona selbst." Armin Nassehi, Bayerischer Ethikrat
Auch Pflegedirektorin Wittmann befürchtet, dass eine Impfpflicht zu spät kommt und für die vierte Welle nichts mehr bringt. Virologen stimmen Nassehi und Wittmann zu. Zuletzt hatte sich Virologin Melanie Brinkmann entsprechend geäußert und sprach vom "Tropfen auf den heißen Stein". Das Problem sei die Zeit und die laufe uns jetzt weg.

Ist eine Impfpflicht trotzdem eine sinnvolle Maßnahme und warum lässt sie sich trotz aller Bedenken ohne Weiteres mit der Verfassung vereinbaren?

Im Video: Corona-Impfpflicht – Ist sie rechtlich erlaubt und was bringt sie überhaupt? Possoch klärt! ...


POSSOCH KLÄRT

"Possoch klärt" ist das Erklärformat für den BR24 YouTube-Kanal. Host Dominic Possoch greift darin die wichtigsten Themen und Debatten der Woche auf, versucht, sie von unterschiedlichen Seiten aus zu beleuchten und letzten Endes eben zu klären. ...

Grüsse,
Oregano
 
wundermittel
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abgesehen davon, daß eine impfung nicht vor ansteckung schützt und die inzidenz damit hoch bleibt oder sogar steigt, ist es sehr schlimm, daß es keine ausnahme geben soll, noch nicht mal für leute mit autoimmunerkrankungen.
vielleicht sollte man die div. möglichkeiten zur vorbeugung und vermeidung mal nicht nur im forum aufzählen, sondern auch weitergehend veröffentlichen und auch den politikern, abgeordneten usw. mitteilen.


lg
sunny
 
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12.05.11
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Ich bin persönlich gegen eine Impfpflicht.

Ich sehe auch eine große Durchsetzungshürde: Wie will man diejenigen eigentlich finden, die sich entziehen? Bei der Masernimpfung ist das anders, denn da ist die Pflicht an Berufsausübung (Gesundheitswesen) und den Besuch bestimmter Institutionen (Schule) gebunden. Der Arbeitsgeber kann und muß das überprüfen. Und da Schulpflicht besteht und die Ämter über alle potentiellen Schulkinder informiert sind, kann niemand so leicht entkommen.

Genauso bei Impfpflicht bei bestimmten Auslandsreisen (Gelbfieber etc.): da kann bei Visaerteilung oder bei Grenzübertritt kontrolliert werden.

Aber wie ist das bei der Gesamtbevölkerung? Wo wäre da die Schaltstelle, wo man alle Bürger abgreifen könnte? Bei der Verlängerung des Personalausweises? Oder kriegt jeder einen Brief, daß er bis zu einer Frist beim Amt vorsprechen muß und seinen Schein vorlegen? Was ist, wenn man sich weigert? Dann müßten die Bußgelder bis Erzwingungshaft auch eigentlich auf das Vorlegen des Impfbuchs zielen und nicht auf die Impfung selbst ... und gilt das dann auch für Bürger, die dauerhaft im Ausland leben? Und soll das dann Prozedere dann alle halbe Jahre wiederholt werden?
 
regulat-pro-immune
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09.09.08
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Wuhu,
Aber wie ist das bei der Gesamtbevölkerung? Wo wäre da die Schaltstelle, wo man alle Bürger abgreifen könnte? Bei der Verlängerung des Personalausweises? Oder kriegt jeder einen Brief, daß er bis zu einer Frist beim Amt vorsprechen muß und seinen Schein vorlegen? Was ist, wenn man sich weigert? Dann müßten ...
alles schon da: diepresse.com/6062822/ungeimpfte-wiener-bekommen-impf-termin-per-post
 
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12.05.11
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Aber das ist doch was ganz anderes. Woher will die Stadt auch wissen, wer noch nicht geimpft ist?

In Deutschland klappt sowas nicht, weil es nicht nur eine "Gesundheitskasse" gibt. Bei Impfungen im Impfzentrum wird m. W. die Art der Versicherung gar nicht erhoben.
 
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28.01.20
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In Deutschland nicht.
Mein Bruder hat seine Kranken-Versichertenkarte vorlegen müssen. Und erst dann wurde ihm der Impfnachweis ausgestellt.
Man muss ja seit geraumer Zeit KV- versichert sein, entweder privat, freiwillig oder die noch arbeiten gesetzlich.
Jetzt sehe ich den Sinn dieses KV Gesetzes. Im Grund wird jeder Bürger so erfasst.

Gruss
zausel

PS: ich spreche mich ebenfalls gegen die Impfpflicht aus.
 
regulat-pro-immune
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28.01.20
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Versteh ich nicht. Wir haben eine Krankenversicherungs- Pflicht. Bis Du nicht krankenversichert? Wie haste das denn hingekriegt? Das ist jetzt eine ernsthaft Frage.
 
regulat-pro-immune
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09.09.08
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Wuhu,
Ich habe überhaupt keine solche Karte.
Ich bin privat versichert, da gibt es keine Karten.
aber ein Einwilligungs-Formular muss jede/r unterschreiben, sonst gibts ja keine "gratis" Impfung, oder?

Dieses Formular kann ganz einfach eingescannt bzw digital eingelesen werden (mag sein, dass die da und dort noch Leute fürs "reinklopfen" bezahlen), es gibt jedenfalls auch in D eine Datenbank, wo alle, die Impfung/en hatten, aufscheinen; Ein Abgleich mit ander/er/en Datenbank/en, wo jede/r andere in D auch gelistet ist, wie Kayen es auch schon zuvor meinte, und schon hat man jene, die man noch "erwischen" will...
 
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24.10.05
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Herr Jens Spahn ist der Überzeugung, daß es in Deutschland keiner Impfpflicht bedarf, da sich das gewünschte Ziel der Vollimpfung der Bevölkerung mit geringerem Aufwand indirekt erreichen läß:
 
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regulat-pro-immune
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14.06.09
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Herr Jens Spahn ist der Überzeugung, daß es in Deutschland keiner Impfpflicht bedarf, daß sich das gewünschte Ziel der Vollimpfung der Bevölkerung mit geringerem Aufwand indirekt erreichen läß:

der volksverhetzende Herr Bankkaufmann und Phamaf-Lobbyist hat offenbar Herrn Drosten nicht gehört, der eine "Pandemie der Ungeimpften" vor kurzem öffentlich auch klar verneint hat, ja selbst der (seitdem ist es irgendwie recht ruhig um den geworden). Der Mann, der ausserdem zugegeben hat, dass das Virus, gegen das die "Impfstoffe" entwickelt wurden , garnicht mehr zirkuliere.

Zitat Spahn:
„Wir sehen ja alle, was los ist in diesem Land, weil elf Millionen Erwachsene sich haben noch nicht überzeugen lassen. Und darunter leiden jetzt alle“, sagte Spahn
 
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