- Beitritt
- 17.07.10
- Beiträge
- 2.790
Liebe Shelley,
ich musste ja lachen - Rowatinex kannte ich gar nicht, hat tatsächlich Ähnlichkeit mit Rawotina. In Deinem Tagebuch hatte ich irgendwo gelesen, dass Du Dich im Krankenhaus mit einer Frau angefreundet hattest, die ebenfalls Sternbild Jungfrau war und da hätte jemand zu Dir gesagt: Das geht nicht lange gut - Jungfrau und Jungfrau vertragen sich nicht. Sicher hast Du nach all den Jahren diese Eintragung schon vergessen, worauf ich Bezug nahm. Ich musste auch lange darüber nachdenklen, wie ausgekocht manche Menschen sind, die Dir im Zug die Handtasche geklaut haben - ja und dann diese Lauferei um neue Dokumente. Ich habe Dich sehr bedauert.
Wenn man so ein umfangreiches Tagebuch liest, dann meint man irgendwann, diese Person zu kennen, weil man so viel von ihr weiß. Das geht mir auch immer so, wenn ich ein Buch lese. Ich habe dann immer ganz genaue Vorstellungen von den Personen und wenn ich mir dann das verfilmte Buch ansehe, wirken die Personen ganz anders auf mich.
Ich lese sehr gern. Das letzte Buch hieß: "Die Reise der Seele". Wunderschön. Darin erzählt eine Alm-Bäuerin aus ihrem harten Leben und wie sie ihre Kirche für immer verließ. Bist Du noch gläubig? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie sich ein Gott aus dem Nichts selbst erschaffen konnte und sofort allmächtig war. Darauf konnte mir bisher niemand eine Antwort geben.
Nun zur Musik: Ich höre gern Operetten und bewundere Andre Rieu. Durch Dich habe ich nun Fritz Wunderlich kennen gelernt - ein wunderbarer Tenor. Auch die andere Musik von Dir ist zum Teil wunderschön. Ich werde nochmals alles durchgehen. Danke für den Tipp mit dem Link. Kennst Du das Lied: Es steht ein Soldat am Wolgastrand - gesungen von Ivan Rebroff - sehr schön. Findest Du unter Google.
Nun zu meiner Erkrankung:
Ich habe mit 21 Jahren geheiratet und hatte mit 25 Jahren schon drei Kinder, war berufstätig, musste mich weiterqualifizieren, mich um den Haushalt und den großen Garten kümmern und um unsere Tiere. Nach Feierabend holte ich die Kinder von drei verschiedenen Einrichtungen ab, kaufte oft noch ein und musste die Wohnung heizen. Die Kinder rollte ich in eine Decke, bis die Wohnung warm war. Und wenn sie endlich mollig warm war, bin ich vor Müdigkeit gleich nach den Kindern eingeschlafen. Mein Mann war Student und kam nur am Wochenende nach Hause. Zeitweise hatte ich keine Kraft mehr. Ich habe nur noch funktioniert. Mir schlug jede Aufregung auf den Magen, dann auf die Galle. Mit 27 wurde ich dann operiert. Kurz danach bin ich mit dem Fahrrad gestürzt und brach mir das Handgelenk. Ich war total verzweifelt. Es ging mir von Woche zu Woche schlechter. Alle Gelenke begannen zu schmerzen, Zahnfleisch und Gebär-mutter waren stark entzündet. Ich wurde von Arzt zu Arzt geschickt - bin dann irgendwann in einer Praxis umgefallen und kam ins Krankenhaus. Die Ursache wurde nicht gefunden. Da gab mir eine Bettnachbarin die Adresse von einem guten Heilpraktiker. Mittels Irisdiagnose erkannte er einen Eiterherd im Bauchbereich und befragte mich nach einer OP - vermutlich wurde der Drainage-Schlauch zu früh entfernt. Durch diesen Eiterherd war mein Blut regelrecht verseucht und es kam zu all diesen Beschwerden. Durch seine Medikamente blühte ich wieder auf. Die Leute und vor allem meine Kollegen staunten. Dieser Heilpraktiker konnte sich anschließend vor Patienten aus unserem Ort nicht mehr retten. Irgendwann kam dann die Sache mit dem eingeklemmten Nerv. Da habe ich mit dem Rollstuhl Bekanntschaft gemacht - aber nur jeweils vom Krankenhausbett bis zum Duschraum bzw. Toilette. Die Narkoseuntersuchung brachte nichts. Zu Hause habe ich mich dann durch eine ungeschickte Bewegung so verrenkt, dass der Nerv wieder frei war.
Ja liebe Shelley, mit einem Rollstuhl im Straßenverkehr ist man sehr gefährdet. Und ich bewundere Dich, wie Du das packst. Pass weiterhin schön auf die Rampen auf. Ich freue mich mit Dir, dass der Arbeiter die Rampe flach und rollgängig gefertigt hat.
Über unsere Tiere berichte ich das nächste Mal.
Sei ganz lieb gegrüßt von Rawotina
ich musste ja lachen - Rowatinex kannte ich gar nicht, hat tatsächlich Ähnlichkeit mit Rawotina. In Deinem Tagebuch hatte ich irgendwo gelesen, dass Du Dich im Krankenhaus mit einer Frau angefreundet hattest, die ebenfalls Sternbild Jungfrau war und da hätte jemand zu Dir gesagt: Das geht nicht lange gut - Jungfrau und Jungfrau vertragen sich nicht. Sicher hast Du nach all den Jahren diese Eintragung schon vergessen, worauf ich Bezug nahm. Ich musste auch lange darüber nachdenklen, wie ausgekocht manche Menschen sind, die Dir im Zug die Handtasche geklaut haben - ja und dann diese Lauferei um neue Dokumente. Ich habe Dich sehr bedauert.
Wenn man so ein umfangreiches Tagebuch liest, dann meint man irgendwann, diese Person zu kennen, weil man so viel von ihr weiß. Das geht mir auch immer so, wenn ich ein Buch lese. Ich habe dann immer ganz genaue Vorstellungen von den Personen und wenn ich mir dann das verfilmte Buch ansehe, wirken die Personen ganz anders auf mich.
Ich lese sehr gern. Das letzte Buch hieß: "Die Reise der Seele". Wunderschön. Darin erzählt eine Alm-Bäuerin aus ihrem harten Leben und wie sie ihre Kirche für immer verließ. Bist Du noch gläubig? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie sich ein Gott aus dem Nichts selbst erschaffen konnte und sofort allmächtig war. Darauf konnte mir bisher niemand eine Antwort geben.
Nun zur Musik: Ich höre gern Operetten und bewundere Andre Rieu. Durch Dich habe ich nun Fritz Wunderlich kennen gelernt - ein wunderbarer Tenor. Auch die andere Musik von Dir ist zum Teil wunderschön. Ich werde nochmals alles durchgehen. Danke für den Tipp mit dem Link. Kennst Du das Lied: Es steht ein Soldat am Wolgastrand - gesungen von Ivan Rebroff - sehr schön. Findest Du unter Google.
Nun zu meiner Erkrankung:
Ich habe mit 21 Jahren geheiratet und hatte mit 25 Jahren schon drei Kinder, war berufstätig, musste mich weiterqualifizieren, mich um den Haushalt und den großen Garten kümmern und um unsere Tiere. Nach Feierabend holte ich die Kinder von drei verschiedenen Einrichtungen ab, kaufte oft noch ein und musste die Wohnung heizen. Die Kinder rollte ich in eine Decke, bis die Wohnung warm war. Und wenn sie endlich mollig warm war, bin ich vor Müdigkeit gleich nach den Kindern eingeschlafen. Mein Mann war Student und kam nur am Wochenende nach Hause. Zeitweise hatte ich keine Kraft mehr. Ich habe nur noch funktioniert. Mir schlug jede Aufregung auf den Magen, dann auf die Galle. Mit 27 wurde ich dann operiert. Kurz danach bin ich mit dem Fahrrad gestürzt und brach mir das Handgelenk. Ich war total verzweifelt. Es ging mir von Woche zu Woche schlechter. Alle Gelenke begannen zu schmerzen, Zahnfleisch und Gebär-mutter waren stark entzündet. Ich wurde von Arzt zu Arzt geschickt - bin dann irgendwann in einer Praxis umgefallen und kam ins Krankenhaus. Die Ursache wurde nicht gefunden. Da gab mir eine Bettnachbarin die Adresse von einem guten Heilpraktiker. Mittels Irisdiagnose erkannte er einen Eiterherd im Bauchbereich und befragte mich nach einer OP - vermutlich wurde der Drainage-Schlauch zu früh entfernt. Durch diesen Eiterherd war mein Blut regelrecht verseucht und es kam zu all diesen Beschwerden. Durch seine Medikamente blühte ich wieder auf. Die Leute und vor allem meine Kollegen staunten. Dieser Heilpraktiker konnte sich anschließend vor Patienten aus unserem Ort nicht mehr retten. Irgendwann kam dann die Sache mit dem eingeklemmten Nerv. Da habe ich mit dem Rollstuhl Bekanntschaft gemacht - aber nur jeweils vom Krankenhausbett bis zum Duschraum bzw. Toilette. Die Narkoseuntersuchung brachte nichts. Zu Hause habe ich mich dann durch eine ungeschickte Bewegung so verrenkt, dass der Nerv wieder frei war.
Ja liebe Shelley, mit einem Rollstuhl im Straßenverkehr ist man sehr gefährdet. Und ich bewundere Dich, wie Du das packst. Pass weiterhin schön auf die Rampen auf. Ich freue mich mit Dir, dass der Arbeiter die Rampe flach und rollgängig gefertigt hat.
Über unsere Tiere berichte ich das nächste Mal.
Sei ganz lieb gegrüßt von Rawotina