Themenstarter
- Beitritt
- 04.03.09
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Meine Mutter ist im Jänner verstorben. Sie wurde kurz vor Weihnachten eingeliefert weil sie keine Luft mehr bekam, wurde notfallmedizinsch intubiert und in künstlichen Tiefschlaf versetzt. Ich wollte sie an dem Tag gerade besuchen, fand sie aber nicht vor. Sie war viel unterwegs, was also nicht aussergewöhnlich gewesen wäre, allerdings waren typische Gegenstände die sie normal dabei gehabt hätte noch da. Eine halbe Stunde später bekam ich dann den Anruf vom Krankenhaus.
Zunächst hat es geheißen sie würde schon durchkommen. Am 25. erhielt ich dann den Anruf es würde ihr schlechter gehen und ich solle mich von ihr verabschieden. Sie erhielt die letzte Ölung. Es hatte sich eine Atemkrise entwickelt, Aulöser war übrigens eine Influenza, wobei es zwar noch gelang ausreichend Sauerstoff zuzuführen, sich das CO2 aber auf kritische Werte anreicherte. Der Arzt sagte mir dann auch klar: sie wird sterben, schon alleine weil Herz und Lunge so sehr vorgeschädigt waren.
Obwohl ich jederzeit mit ihrem Tod rechnen musste, geschah am 27. ein (Weihnachts-) Wunder. Als ich in die Intensivabteilung ging hörte ich schon von weitem ihre Stimme. Die Atemkrise war überwunden, sie war wieder zu Bewusstsein gekommen. Die nächsten Tage und Wochen waren schwierig, mit Auf- und Abs, aber insgesamt erhohlte sie sich, bis dann 18. Jän eine weitere Infektion hinzu kam die sie dann nicht mehr überlebte.
Sie war schon 4 Jahre zuvor fast verstorben, auch damals bekam sie keine Luft mehr. Sie litt unter einem Lungenödem, Herzschwäche und viel zu hohem Blutdruck. Und schon damals in den Monaten zuvor hatte sie 2-3mal solche Atemkrisen, weigerte sich aber einen Arzt aufzusuchen. Mit entsprechender Medikation und Zuwendung auch meinerseits, erhohlte sie sich danach. Nach meinem Verständnis waren halt Herzschwäche und Bluthochdruck, nebst dem Alter, die entscheidenden Faktoren.
Während des letzten Monats im Krankenhaus, ich war fast täglich zu Besuch, wurden mir allerdings ein paar verwirrende Fragen gestellt. Etwa ob sie starke Raucherin war, weil sie eine ausgeprägte Lungenfibrose hätte. Sie hat nie geraucht. Ein anderes Mal wurde ich gefragt ob sie schwere Alkoholikerin sei, in dem Sinne dass sie unter Entzugssymptonen leiden würde. Auch das war natürlich nicht der Fall. Im Gegenteil, sie war vielmehr Gesundheitsfanatikerin, presste sich ihre Fruchtsäfte und ging nach Möglichkeit täglich ihre 5000 Schritte.
Als ich danach begann ihre Wohnung zu räumen, merkte ich bald, dass da was nicht stimmt. Meine Nase begann zu rinnen, meine Stimme war komplett verlegt und ich bekam furchtbaren Husten. Meinen Verwandten ging es ähnlich. Seltsamer Weise ist mir das zuvor nie aufgefallen, obwohl ich fast täglich zu Besuch war. Freilich habe ich dabei nie etwas geräumt bzw. viel Staub aufgewirbelt.
An dem Punkt begann ich dann erst zu denken. Ich erinnerte mich, dass vor einigen Jahren in ihrer Wohnung eine Schimmelsanierung stattfand. Das Bad war nicht nur alt, sondern schon einige Zeit einfach unansehnlich. Es hatten sich Flecken gebildet die nach Schimmel aussahen und man konnte vermuten, dass es Lecks in den Wasserleitungen gab. Das wurde zwar dem Vermieter gemeldet, der weigerte sich aber jahrlang etwas zu unternehmen. Ich riet ihr damals einfach die Miete zu mindern, was sie sich aber nicht traute..
Ich konnte mich nicht mehr erinnern wann die Sanierung stattfand, vermutete aber einen möglichen zeitlichen Zusammenhang. Wie ich schließlich, anhand von Fotos, ermitteln konnte war das im Juli 2021. Das heißt unmittelbar darauf begannen ihre Atemprobleme. Und ich fand noch einen Befund von ihr von Ende 2019, wo zwar das Herz ein wenig vergrößert war, die Lunge selbst aber ohne Befund.
Für mich gibt sich rückblickend ein schlüssiges Gesamtbild, und ich mache mir Vorwürfe das nicht früher erkannt zu haben. Ich frage mich aber natürlich auch, wie sowas überhaupt passieren konnte. Ich weiß, es war seinerzeit auch ein "Schimmelexperte" zugegen um für ein sachgerechte Sanierung zu sorgen. Stattdessen aber scheint sie eben diese "Sanierung" umgebracht zu haben, und hat die Wohnung in einem unbewohnbar toxischen Zustand hinterlassen.
Zunächst hat es geheißen sie würde schon durchkommen. Am 25. erhielt ich dann den Anruf es würde ihr schlechter gehen und ich solle mich von ihr verabschieden. Sie erhielt die letzte Ölung. Es hatte sich eine Atemkrise entwickelt, Aulöser war übrigens eine Influenza, wobei es zwar noch gelang ausreichend Sauerstoff zuzuführen, sich das CO2 aber auf kritische Werte anreicherte. Der Arzt sagte mir dann auch klar: sie wird sterben, schon alleine weil Herz und Lunge so sehr vorgeschädigt waren.
Obwohl ich jederzeit mit ihrem Tod rechnen musste, geschah am 27. ein (Weihnachts-) Wunder. Als ich in die Intensivabteilung ging hörte ich schon von weitem ihre Stimme. Die Atemkrise war überwunden, sie war wieder zu Bewusstsein gekommen. Die nächsten Tage und Wochen waren schwierig, mit Auf- und Abs, aber insgesamt erhohlte sie sich, bis dann 18. Jän eine weitere Infektion hinzu kam die sie dann nicht mehr überlebte.
Sie war schon 4 Jahre zuvor fast verstorben, auch damals bekam sie keine Luft mehr. Sie litt unter einem Lungenödem, Herzschwäche und viel zu hohem Blutdruck. Und schon damals in den Monaten zuvor hatte sie 2-3mal solche Atemkrisen, weigerte sich aber einen Arzt aufzusuchen. Mit entsprechender Medikation und Zuwendung auch meinerseits, erhohlte sie sich danach. Nach meinem Verständnis waren halt Herzschwäche und Bluthochdruck, nebst dem Alter, die entscheidenden Faktoren.
Während des letzten Monats im Krankenhaus, ich war fast täglich zu Besuch, wurden mir allerdings ein paar verwirrende Fragen gestellt. Etwa ob sie starke Raucherin war, weil sie eine ausgeprägte Lungenfibrose hätte. Sie hat nie geraucht. Ein anderes Mal wurde ich gefragt ob sie schwere Alkoholikerin sei, in dem Sinne dass sie unter Entzugssymptonen leiden würde. Auch das war natürlich nicht der Fall. Im Gegenteil, sie war vielmehr Gesundheitsfanatikerin, presste sich ihre Fruchtsäfte und ging nach Möglichkeit täglich ihre 5000 Schritte.
Als ich danach begann ihre Wohnung zu räumen, merkte ich bald, dass da was nicht stimmt. Meine Nase begann zu rinnen, meine Stimme war komplett verlegt und ich bekam furchtbaren Husten. Meinen Verwandten ging es ähnlich. Seltsamer Weise ist mir das zuvor nie aufgefallen, obwohl ich fast täglich zu Besuch war. Freilich habe ich dabei nie etwas geräumt bzw. viel Staub aufgewirbelt.
An dem Punkt begann ich dann erst zu denken. Ich erinnerte mich, dass vor einigen Jahren in ihrer Wohnung eine Schimmelsanierung stattfand. Das Bad war nicht nur alt, sondern schon einige Zeit einfach unansehnlich. Es hatten sich Flecken gebildet die nach Schimmel aussahen und man konnte vermuten, dass es Lecks in den Wasserleitungen gab. Das wurde zwar dem Vermieter gemeldet, der weigerte sich aber jahrlang etwas zu unternehmen. Ich riet ihr damals einfach die Miete zu mindern, was sie sich aber nicht traute..
Ich konnte mich nicht mehr erinnern wann die Sanierung stattfand, vermutete aber einen möglichen zeitlichen Zusammenhang. Wie ich schließlich, anhand von Fotos, ermitteln konnte war das im Juli 2021. Das heißt unmittelbar darauf begannen ihre Atemprobleme. Und ich fand noch einen Befund von ihr von Ende 2019, wo zwar das Herz ein wenig vergrößert war, die Lunge selbst aber ohne Befund.
Für mich gibt sich rückblickend ein schlüssiges Gesamtbild, und ich mache mir Vorwürfe das nicht früher erkannt zu haben. Ich frage mich aber natürlich auch, wie sowas überhaupt passieren konnte. Ich weiß, es war seinerzeit auch ein "Schimmelexperte" zugegen um für ein sachgerechte Sanierung zu sorgen. Stattdessen aber scheint sie eben diese "Sanierung" umgebracht zu haben, und hat die Wohnung in einem unbewohnbar toxischen Zustand hinterlassen.