HPU oder KPU

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18.11.04
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Hallo,

kann mir jemand den Unterschied zwischen HPU und KPU erklären?
Gibt es da überhaupt einen?

liebe Grüße
Anke
 
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Hallo Anke,

HPU ist eine Untermenge der KPU. Bei KPU wird die Gesamtmenge der Pyrrole im Urin betrachtet, bei HPU nur der Hämopyrrollaktamkomplex, der vorher im Labor abgetrennt wird. Beides hat Vor- und Nachteile.
Liebe Grüße

Günter
 
Gibt es denn "freie" (Krypto-)pyrrole, an denen kein B6 und Zink dran klebt? Falls nicht, müssten die Ergebnisse doch übereinstimmen?

Gruß, Kate
 
Hallo Kate,

auch ich habe hier noch Wissensbedarf. Ich hatte eine diesbezügliche Frage als "Frage der Woche" Nr. 5 gestellt. Sie ist aber noch nicht beantwortet. Soviel ich weiß, bietet die KEAC neben dem HPU-Test auch einen KPU-Test an. Hintergrund soll sein, daß es sein kann, daß man keinen auffälligen HPU-Wert, dafür aber erhöhte Werte anderer Pyrrole hat. Es wäre also ein Nachteil des HPU-Testes, daß er andere Störungen nicht mit erfaßt. Wenn Du aber solch einen Fall hast, wo kaum HPL im Urin ist (also kein HPU), dafür aber andere Pyrrole bzw. deren Verbindungen, wird die Standardbehandlung für HPU kaum in das Schwarze treffen. Ob bei den anderen Pyrrolen auch Zink und P5P verloren geht, und wenn ja, in welchen Größenordnungen, weiß ich auch nicht.
Liebe Grüße

Günter
 
Nach Aussage von Orthomedis wird das Kryptopyrrol "nur in Form einer Komplexbildung mit Zink und Vitamin B6" ausgeschieden, zudem hat das ganze Ding eine sehr überschaubare Struktur:

https://web.archive.org/web/20120610081000/http://www.orthomedis.ch/krypto.htm

Würde mich interessieren, was die KEAC da noch "abspaltet" bzw. wie das HPL im Vergleich dazu aussieht.

Die chemischen Verbindungen werden als

2,4-Dimethyl-3-Äthylpyrrol (Kryptopyrrol laut Orthomedis; hier kursieren aber auch andere Formeln) und

Hydroxy-2,3-Dimethylpyrrolidine-5-on und Hydroxyhempyrrollin-2-on cheliert mit Zink und P5P
(HPL laut KEAC)

dargestellt. :~ :? Wo sind die Chemiker, die das erklären können?

Irritierend sind natürlich auch die verschiedenen Einheiten, die man aber bei bekanntem Molekulargewicht eines Stoffes(???) ineinander umrechnen kann.

Die KEAC schreibt übrigens auch:

Wir wissen nicht, warum Kryptopyrrol bei manchen Menschen vorkommt und bei anderen nicht. Wir nehmen an, dass es ein Abfallprodukt des Stoffwechsels ist, aber es gibt auch Forscher, die meinen, dass es durch Bakterien im Darm hergestellt wird.

Die Orthomedis führt (wohl) aus dem Grund den Indikan-Test gleich mit durch (der Aussagen über die Darmflora macht)!

Was nun "Untermenge" von was ist, ist mir auch nicht klar. Die KEAC schreibt:

...es folgte eine ausgedehnte klinische Studie...Dieser Studie führte im Jahre 2000 zur Entdeckung des HPU´s. Es stellte sich nämlich heraus, daß der tatsächliche „Bösewicht „ im Urin nicht nur die chemische Verbindung Kryptopyrrol war, sondern ein Komplex von Verbindungen, wovon Krytopyrrol ein Teil ist. Im Jahre 1980 hatte der amerikanischer Forscher A. Gorchein in der Zeitschrift Clinical Science schon aufgeworfen, daß es sich nicht nur um eine Verbindung handelte, sondern um einen Komplex. Exact 20 Jahre später konnte dieser Annahme durch Dr. Kamsteeg bestätigt werden und der wichtigste Komplex (Das Hemopyrrolactam-Zink Chelat Komplex) identifizierd werden.

"Der Bösewicht"-Komplex ist demnach eine "Obermenge" von Kryptopyrrol bzw. Kryptopyrorrol EINE der Verbindungen dieses Komplexes. Aber von diesem "Bösewicht"-Komplex ist wiederum HPL nur EIN Element.- Hat dies nun noch eine Schnittmenge mit Kryptopyrrol?

Alles klar? (@) :? :( :D
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo ,

bin ganz neue hier und schon völlig verwirrt ~_~

Jetzt blick ich gar nicht mehr durch . WO soll mann denn nun den Urin testen lassen :?

LG , Anja

[geändert von Anja Z. am 12-17-04 at 11:39 AM]
 
Hallo AnjaZ,

das ist das Problem an der Sache! Diejenigen, die sich schon etwas länger damit beschäftigen, haben eher mehr Fragen offen, als weniger! Fakt ist, weder Kryptopyrrol noch HPL haben in erhöhten Mengen etwas in Deinem Urin zu suchen. Aber unterschiedliche Experten und Labors haben hier unterschiedliche Meinungen. Du findest 1. die Meinung: erworben durch Schwermetall oder durch Streß, falsche Ernährung... Du findest 2. die Meinung: erblich (statistische Häufung in bestimmten Familien mit den Merkmalen einer erblichen Störung, besonders gehäuftes Vorkommen in Familien mit nur Töchtern. Und Du findest die neue Meinung: Ursache ist eine Mitochondriopathie.
In der Regel ist sowohl der KPU- und der HPU-Test aussagekräftig, es gibt aber wie oben diskutiert offensichtlich Ausnahmen. Mit dem gleichen Urin beide Tests machen lassen? Ist für den Normalbürger zu teuer.
Hast Du einen erhöhten HPU- oder KPU-Wert, so sollte man diese Stoffe, die man so massiv über den Urin verliert, erst mal ersetzen. Dies gilt für alle drei oben angeführten Meinungen. Ideal ist es, wenn man dann seine Medikamente kinesiologisch austesten könnte (Bedarf, Einnahmezeit). Und dann in größeren Abständen immer mal kinesiologisch nachtesten, ob sich der Bedarf verändert.
Vielen Patienten geht es mit dieser Medikamentierung besser, aber leider nicht allen. Schuld daran können die möglichen Folgeerkrankungen sein: Schwermetallvergiftung, Hashimoto, Glutenunverträglichkeit usw. Dann muß weitergesucht werden.
Sollte es sich wirklich um die Ursache Mitochondriopathie handeln, muß natürlich dort angesetzt werden.
Meine derzeitige Meinung:
- Bei Verdacht HPU- oder KPU-Test machen lassen
- Wenn erhöhter Wert, dann möglichst Fachmann konsultieren
- Medikamentenproben beschaffen, kinesiologisch austesten lassen
- Medikamente einschleichend nehmen
- Schwermetallentgiftung beginnen
- ab und zu Dosis kinesiologisch überprüfen lassen
- nach den typischen Begleiterkrankungen suchen und diese gegebenenfalls behandeln
Liebe Grüße

Günter
 

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