HIT: Erfahrungsbericht Histaminintoleranz (Manfred70)

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Hallo,

der User Manfred70 hat uns freundlicherweise diesen Text zur Verfügung gestellt:
Nicht nur für HIT- und MCS-Betroffene

Heute will ich mich mit einem Erfahrungsbericht zurück melden, weil er mit einem Erfolg endet. Mein ständiges Hinterfragen von Diagnosen im Zusammenhang mit Histaminüberschuss wegen meines Verdachts, dass es tiefer liegende, bisher nicht vermutete Ursachen geben muss, hat mich fündig werden lassen.

Nachdem ich an mir selbst erfahren hatte, dass ich mit Antihistaminika Gelenkentzündungen, Ödeme, neurologische Störungen, Ischias, ... positiv im Sinne der Gesundheit beeinflussen kann, kam ich zu dem schon beschriebenen Histaminmodell. (HIT und der Durchfall? , Beitrag 21)

Seitdem bin ich der Frage nachgegangen, weshalb es Menschen gibt, die so überaus empfindlich auf alle möglichen Einflüsse mit Histaminüberschuss reagieren, während die allermeisten solche Anwandlungen nicht haben. Dies wurde für mich als MCS-ler zur zentralen Frage, nachdem ich zu der Erkenntnis kam, dass möglicherweise alle Histaminausschüttungen in unserem Körper durch das Nervensystem gesteuert werden. Einen Ansatzpunkt fand ich in dem Begriff Überempfindlichkeit. Ich fragte mich, was diese Überempfindlichkeit physiologisch ausmacht - was das Nervensystem letztlich veranlasst, Histamin im Übermaß ausschütten zu lassen.

Ich hatte schon früher einmal formuliert, dass bei einem Zuviel an Histamin das Gleichgewicht zwischen entzündungsfördernden und Reparaturprozessen (z.B. in einem Gelenk) zu Ungunsten der Reparatur verschoben ist und dass beim Chronischwerden dieses Zustandes es zu einer sich verstärkenden Rückkopplung dadurch kommt, dass die mit der Entzündung verbundenen Schmerzen wiederum neues Histamin zum Einsatz bringen. Und immer handelt es sich um eine nerval gesteuerte Initialisierung des Entzündungsprozesses über Histaminfreisetzung.

Mit dem Gedanken, dass Histamin auch neurotoxische Wirkungen hat, könnte man folgern, dass so eine starke Überhöhung des Histaminspiegels den Körper nicht nur mit gut beschreibbaren Symptomen belastet, sondern auch mit weniger bewusst erlebbaren, wenn sie cerebrale Strukturen und Funktionen betreffen! Und tatsächlich sind solche Vorgänge nicht auszuschließen, wenn man bedenkt, dass es nicht der Überwindung der Blut-Hirnschranke bedarf, um Histamin sogar ins Gehirn zu bringen. Es wird daselbst produziert, gespeichert und ausgeschüttet!

Wenn also auch der Gesundheitszustand des Nervensystems entscheidend davon abhängig ist, dass Reparaturprozesse gegenüber destruktiven Entzündungsvorgängen auf Dauer im Vorteil bleiben, dann muss man bei gegenteiligen Symptomen unbedingt die Qualität der Reparaturprozesse näher betrachten. Und ich fragte mich, ob es vielleicht eher an der Qualität unserer internen Reparaturwerkstätten liegt, wenn sie den Krankheitszustand nicht beenden können? Und was muss man sich dann physiologisch darunter vorstellen? Sind es schlecht reparierte Nervenschäden, die die Überempfindlichkeit ausmachen? Fängt der Krankheitszustand nicht schon viel früher an, vielleicht schon vorher, bevor jemand von seiner Umgebung als besonders reizbar angesehen wird?

Den entscheidenden Hinweis erhielt ich aus den Reihen der Naturheilkundler! Ja, es sind blank liegende Nerven, die überempfindlich, manchmal hysterisch reagieren und völlig überflüssige und schädliche Histaminreaktionen auslösen und unterhalten! Vitamin B12 ist substantiell am Aufbau (und damit auch an der Reparatur) der Myelinscheiden der Nervenfasern beteiligt. Vitamin B6 mindestens auch. Das Myelin, der Schutzschild unserer Nerven bedarf der ständigen Reparatur, um unvermeidbare Blessuren auszuheilen. Den dazu notwendigen Stoff bekommen unsere internen Reparaturwerkstätten über Vitamine, natürlicherweise aus der Nahrung. Aus der richtigen Nahrung. Über die Möglichkeiten, zu Vitaminmangel zu kommen, mag jeder selbst im Web nachlesen. Es werden sehr viele diskutiert. Am besten mit dem Suchwort b12-mangel beginnen. Dabei finde ich es wichtig, dass es für einen B12-Mangel entgegen vielen Bestreitungen doch eine Reihe von einleuchtenden Begründungen gibt.

Nachdem ich mit den beiden genannten Vitaminen, zusammen mit Magnesium und Zink auch meine hartnäckige Ischialgie ausheilen und meinen Bedarf an Antihistaminika auf gelegentliche Gaben zurücknehmen konnte, steht für mich fest: es sind ganz einfache und bezahlbare Dinge, die ein Histamingeschädigter selbst aufbringen muss, um wieder weitgehend normal zu werden. Allerdings sind die Vitamine in den Dosierungen der Drogerien und Supermärkte nicht geeignet, um pathologische Defizite auszugleichen! Das gilt auch für die festgesetzten Höchstgrenzen in Nahrungsergänzungsmitteln allgemein, egal ob aus dem Supermarkt oder der Apotheke. Gerade der viel gerühmte, auf Jahre ausreichende B12-Speicher eines gesunden Menschen ist einmal erschöpft! Die Wahrscheinlichkeit einer gestörten Resorption dieses Vitamins ist nicht klein und der Verbrauch steigt erheblich mit dem Vorliegen von nervenschädigenden Einflüssen, besonders wenn sie allergisch verstärkt auftreten. Wenn dann der Speicher einmal leer ist, sind vielleicht schon Jahre seit dem Anfang der Schädigung vergangen und es bedarf hoher Dosen und längerer Zeit, sie wieder zu füllen und ... Zeit, um zu begreifen, dass dies auf einen selbst zutreffen könnte.

Irgendwo hatte ich auch gelesen, dass die Anwendung von Antihistaminika B12 verbraucht.

Weiter kam ich auch mit diesem Text:

Biogene Amine neu

Auszug daraus:
Therapie von histaminbedingten Erkrankungen und Histaminintoleranz
Bis heute ist kein Medikament bekannt, das die DAO-Aktivität deutlich zu erhöhen vermag. Die beste Wirkung in der Therapie aller histaminbedingten Beschwerden, seien es Allergien, Histaminintoleranz oder psychische Beschwerden zeigt eine streng histaminfreie Diät sowie Antihistaminika und Supplementierung mit Vitaminen und Spurenelementen.

Ø Bei Histaminmangel ist die Supplementierung mit Zink, Mangan, Vitamin C, Vitamin B3, Vitamin B12 und Folsäure sehr erfolgreich. Die Folsäure, zusammen mit Vitamin B12 erhöht das Histamin im Blut und Zink ermöglicht die normale Speicherung von Histamin in den Basophilen und im Gehirn.
Ø Bei den Histadelie-Patienten (zu viel Histamin) verschlechtert sich der Zustand nach Verabreichung von Folsäure eindeutig. Diese Patienten sprechen jedoch gut auf Supplementierung mit Methionin und Kalzium, kombiniert mit Mangan und Zink an. Da das Kupfer den Abbau von Serotonin, Dopamin und Histamin fördert, kann man einen zu hohen Histamin-Blutwert mit vorsichtiger Kupfer-Supplementierung und gleichzeitigen Zink- und Mangan-Gaben reduzieren.
Ø Die wirksamste Ernährung für Patienten mit hohem Histamin dürfte eine eiweissarme, Vitamin C reiche Kost mit ausreichend Gemüse und Obst sein. Auch die Einnahme von Vitamin B12, das natürlicher Antagonist der Folsäure ist, kann hilfreich sein, in schweren Fällen gibt man Phenytoin (ein Antikrampfmittel) als Folsäure-Hemmer.
Ø Oligomeres Procyanidin (OPC) ist das wirksamste Antioxidationsmittel überhaupt. 1985 konnte in einer japanischen Studie gezeigt werden, dass OPC die Freisetzung und Synthese von Histamin verhindert, indem es die Aktivität des Enzyms Histidin-Decarboxylase hemmt.
Ø Weihrauchextrakt mit Boswelliasäure kann als entzündungshemmender Naturstoff verhindern, dass Entzündungs-mediatoren (auch Histamin) synthetisiert oder freigesetzt werden. Boswelliasäure hemmt das Enzym 5-Lipoxygenase und dadurch die Synthese von Leukotrienen, die eine wichtig Rolle als Entzündungsvermittler spielen, und erzielt so sehr gute Resultate bei der Behandlung von allergischen Erkrankungen.
Quelle: Biog. amine neu

(Boswelliasäure habe ich noch nicht probiert)

Die Warnungen an HIT-Leute vor Nahrungsmitteln mit hohem biogenem Amingehalt auf derselben Seite und die vielen Ratgeber, die unseren Speisezettel nach Histamingehalten reduzieren, wären nach meiner Meinung unnötig, wenn man die von mir oben rot gekennzeichneten Textbausteine beachten würde. Bei mir hat diese Beachtung zu der nachfolgenden Medikation und damit zu einer grundlegenden Besserung ohne einschneidende Einschränkungen bei den Nahrungsmitteln geführt! Dies unterstreicht auch meine Meinung, dass eine HIT keine eigenständige Erkrankung ist, sondern sogar einfache Ursachen hat, die sich auch einfach therapieren lassen. Und dies gilt für jede Intoleranz, die wahrscheinlich immer über das Histamin erst dominant wird.

Aber:
Nach den Kriterien dieses Labors für eine Histadelie (erhöhtes Histamin) habe ich keine Histadelie!! Mein hoher Histaminspiegel steht nach meiner heutigen Erklärung höchstwahrscheinlich ausschließlich im Zusammenhang mit einer Sensibilisierung auf Chemikalien, gegen welche ich eine Intoleranz entwickelt habe. Gelegentliche Histaminentgleisungen beim Essen sind untergeordnet. Dass mein Körper auf diese Chemikalien mit Histamin reagiert, gilt für mich als bewiesen, vor allem deshalb, weil meine Symptome alle in die Liste der HIT-Leute passen und weil DAOSIN und andere (H1-) Antihistaminika (weitere habe ich nicht probiert) mir zu fast völliger Beschwerdefreiheit verhelfen.

(Nebenbemerkung: nach meiner unmaßgeblichen Meinung sind solche selbst gemachten Erfahrungen mehr wert, als eine Nachweisführung über unsichere und schwer nachprüfbare Laboruntersuchungen, bei denen Zweifel an der richtigen Probenahme/-aufbereitung, Prüfmethode, Werterfassung und Auswertung ebenso berechtigt sind, wie an der Richtigkeit der Hypothese des Arztes, die zu dem Test geführt hat - egal, ob man seine Krankenkasse zur Kostenübernahme gewinnen kann oder selbst zahlt. In jedem Fall ist zu bedenken, dass man als bedürftiger Patient in unserem Gesundheitswesen höchst willkommen ist, nicht aber als Gesundender. Bei Laboren, die meist anonym bleiben, aber auch bei den Alternativmedizinern ist Skepsis darüber angebracht, ob dort nicht der Erfolg des Geschäftsmodells wichtiger ist, als mein Wohlbefinden. Was ich mit nachfolgender Medikation vorführe, werte ich nicht als Tollkühnheit ohne Respekt vor möglicher Falschbehandlung, sondern basiert auf meinen Überlegungen, die ich hier vorgestellt habe, und der an verschiedenen Stellen lesbaren Vorstellung, dass wasserlösliche Vitamine nicht schädlich überdosiert werden können.)

Meine Medikation gegen Gelenk- und Ischiasschmerzen:

1. Zuerst mehr als 12 Monate lang bis November 2009
DAOSIN: Meist vorsorglich, wenn Histaminbomben im Essen zu erwarten sind oder wenn sich Knie- und Ischiasschmerzen andeuten - 1 Kps vor/zum Essen, bis zu 3 Kps/Tag
Loratadin 10mg: Wenn es trotzdem einen Einbruch gegeben hat (Ursache meist unbekannt, aber auch Disziplinlosigkeit bei der Auswahl der Speisen) - je nach Schmerz (Knie/Ischias) 1 Tbl abends oder sogar 2 Tabl/Tag (ca. 10 und 22 Uhr).
Zusätzlich Magnesium und Zink.
(In dieser Zeit war meine Ischiasneuralgie immer gegenwärtig und wurde nach jedem Sport neu angeheizt.)

2. Ab November 2009
Vitamin B12 (Methylcobalamin-Lutschtabletten 1000 mcg = 1 mg): 1 Tabl/Tag
Vitamin B6 (40 mg Pyridoxinhydrochlorid): 2 Tabl/Tag, oder auch 1 x 1Kps (100 mg Pyridoxinhydrochlorid)/Tag
OPC
Zusätzlich Magnesium und Zink.

Ich war immer bestrebt, die Antihistaminika nach dem Bedarf zu dosieren und möglichst zu reduzieren. Mein Gefühl für die richtige Dosierung habe ich dabei an 2 Kriterien festgemacht:
1. Gelenkschmerzen, Herzhämmern, geschwollene Finger, Gefühl aufgedunsen zu sein, geschwollene Unterschenkel, Kurzatmigkeit: diese waren mit DAOSIN vor den Hauptmahlzeiten mit histaminrelevanter Nahrung meist zu vermeiden. Wenn nicht, waren die Symptome mit Loratadin kurzfristig (maximal in 1 - 2 Tagen) zu überwinden und
2. Ischiasschmerzen mit Missempfindungen bis in den Fuß und schlechtem Allgemeinzustand mit Benommenheit, Gangunsicherheit, zittrigen Händen, Unkonzentriertheit: diese kamen zusätzlich zu den o.g. Symptomen nach Einatmen von Möbelausdünstungen (Formaldehyd) über mehrere Tage und auch nach Einatmen von Terpentinersatz- und Holzschutzmitteldämpfen innerhalb einer Stunde zustande. Mit o.g. Antihistaminika waren diese Neuralgien nur zu lindern und hatten trotz sofortiger Vermeidung der Chemikalien einen Bestand von über 1 Jahr, wobei jede sportliche Belastung eine Verschlechterung zur Folge hatte.

Eine grundlegende Verbesserung der Ischiasneuralgie trat mit der täglichen Einnahme von Vitamin B12 ein, die völlige Ausschaltung gelang aber erst mit zusätzlicher Einnahme von Vitamin B6 und OPC. Innerhalb von etwa 3 Wochen konnte ich den Ischias ganze Tage vollständig vergessen. Bei Aufrechterhaltung der Vitamin- und OPC-gaben konnte ich die Einnahme von Antihistaminika einschließlich DAOSIN zurücknehmen - manchmal bis auf Null.

Dass dies für mich immer noch eine schmale Basis ist, mag man daraus erkennen, dass ich manchmal nach meinem Sport (2x/Woche) oder nach Wanderungen (1x/Monat an Wochenenden über mehr als 12 km) einige Kapseln DAOSIN am nächsten Tag brauche, um aufgekommene Schmerzen zu bekämpfen. Trotzdem werte ich das bisherige Ergebnis als großen Erfolg und bin guter Hoffnung, dass sich mein Gesundheitszustand mit dem weiteren Auffüllen des B12-Speichers einmal vollständig normalisieren wird. Was heißen soll, dass ich glaube, dass MCS zu überwinden ist!

Experimente mit zusätzlicher Folsäure zur Bewertung der Aussagen von Uwe Karstädt in seinem Buch „Dreieck des Lebens“ hat bei mir - wie von Orthomedis oben beschrieben - immer zu einer Verschlechterung meines Allgemeinzustandes geführt und zwar so gravierend, dass ich mich an dieses Experiment nicht mehr wage, auch nicht mit einer reduzierten Dosis von 400 µg/Tag.

Quintessenz: Vitaminmangel, besonders B12 und B6 erscheint mir als die Ursache allen Übels zu sein, weil dieser den Gesundheitszustand des gesamten Nervensystems zerrüttet. Derart überempfindlich gewordene Nerven sind zur normalen Steuerung von Körperfunktionen im weitesten Sinne nicht mehr fähig. Die bedeutsamsten Fehlreaktionen betreffen das Immunsystem durch überdosierte und falsch lokalisierte Histaminfreisetzungen, mit höchst pathologischen und teils irreversiblen Auswirkungen auf den gesamten Körper und die Psyche.

Weitergehende Gedanken: Wenn sich der Vitamin-B12-Mangel tatsächlich wie eine Volkskrankheit verbreitet hat (Volkskrankheit Vitamin-B12-Mangel | Hygeia-Verlag ), sind dann nicht auch psychische Anomalien, die ein ständig überreiztes Nervensystem hervorruft, der eigentliche Grund für durchgreifende Moralverstöße in unserer Gesellschaft? Sind Eigenschaften wie Egoismus, Arroganz und Machtstreben, Streitlust, Mangel an Einsicht und Selbstkritik beispielsweise nicht natürliche Reaktionen eines dauergestressten Nervensystems? Und täusche ich mich, wenn dies im Übermaß auf diejenigen zutrifft, die unsere Geschicke lenken??

Mit diesem Hinweis zum Nachdenken über die eigene Situation bezüglich eines wohl doch nicht ausschließbaren Vitaminmangels

Grüße an die Community.
Manfred
 
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Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Hallo,

hat sich denn schon jemand von Euch mit diesem Bericht beschäftigt? Könnt Ihr die Angaben von Manfred bestätigen oder ist das bei Euch wieder ganz anders :rolleyes:?


Liebe Grüße :wave:.

Heather
 
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Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Hallo Manfred,

denke für Deine Rückmeldung :).

Ich glaube nicht, dass es an Interesse mangelt. Doch haben sich wohl die meisten User nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigt, was ja zugegebenermaßen auch nicht ganz einfach ist ;).

Lesen und begreifen ist das Eine, eine Antwort zu schreiben wieder eine ganz andere Sache. Ich finde Deinen Beitrag sehr informativ, wenn ich auch natürlich nicht in allem genau der gleichen Ansicht bin bzw. die genau gleichen Erfahrungen gemacht habe bzgl. der Behandlung, etc. - aber das weißt Du ja :).

Außerdem ist dies ja aber hauptsächlich als Information gedacht und diesen Zweck erfüllt das doch auf jeden Fall :rolleyes:!


Liebe Grüße :wave:.

Heather
 
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Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Wow, dieser Bericht ist einfach extrem gut....... informativ und man braucht etwas Zeit und Ruhe um ihn wirken zu lassen.
Meine Überlegungen waren in Bezug auf Histamin-Intoleranz auch immer darauf gerichtet, dass es doch eine Substanz geben muss die fehlt, um den Histaminüberschuss zu bekämpfen. Ich empfinde den Bericht als äußerst hilfreich und werde es ebenfalls mit den Vit. B6 und B12 versuchen. Bisher habe ich nach einem Multivitaminpräparat gesucht, aber da reagiere ich sofort auch die Folsäure negativ. Zink und Magnesium nehme ich gerade auch getrennt ein sowie Vit. C (ca. 10g tägl.) sowie ein Kombipräparat - Hautvitam. aber aus dem Supermarkt mit sehr wenig mg Wirkstoffen.....
Mir hat es jedenfalls Mut gemacht auf der richtigen Fährte zu sein. Vielen Dank !!!!
Ich denke viele scheuen es den "ganzen" Text aufmerksam zu lesen, da er sehr umfangreich ist und eben sehr viele Informationen enthält, bitte nicht aufhören hier zu posten manfred70
 
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Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Hallo Manfred70

Vielen Dank für Deine sehr informativen Ausführungen und Deine Erfahrungen, die Du mit uns teilst. :bier:

Durch meine HIT mit Salicylat- und Benzoat-Allergie bin ich auch seit über zehn Jahren am herausfinden, was mir fehlt, denn ich bin überzeugt, dass mir Stoffe im Körper fehlen, die meine Symthome auslösen.
Erst kürzlich hatte ich eine Fussgelenk-Entzündung. Die Schmerzen waren so arg, dass ich zum Arzt musste. Der Arzt vermochte mir kein Medikament zu geben, das ich vertrage.
So habe ich mich wieder einmal durchs Buch von Prof. Jarisch gelesen. Bei Kapitel "Vitamin B6 und HI" verharrte ich und las es mehrere Male durch. Dann wurde mir klar, dass wenn Vitamin B6 Histamin abbauen hilft, es auch gegen Entzündungen wirken muss, da eine Entzündung zusätzlich Histamin freisetzt. Ich nahm drei Wochen die max. Tagesdosis ink. Magnesium und täglichen Meersalzfussbädern und die Entzündung ging weg :freu:.

Achtung: Bei Vitamin B6- Ueberdosis können Störungen von Nervenfunktionen sowie der Bewegungskoordination beobachtet werden.

Ich mache mir schon länger über Vitamin B12 Gedanken, bezüglich "Nervennahrung", nur bekommt mir dieses Vitamin sehr schlecht. Ich werde abklären, ob ich dies ev. per i.m. bekommen kann, wenn ein Mangel vorhanden ist.
Vitamin C kann ich wegen der unerträglichen Nebenwirkungen nicht einnehmen und Daosin sowie Antihistaminika bekommen mir ebenso schlecht. So bin ich auch immer am überlegen, analysieren und ausprobieren, wo ich noch einen Ansatz finde um meine Ueberempfindlichkeiten und Allergien zu überwinden.
Mit meiner HI-armen Ernährung,regelmässigen Einnahmen von B6, Zink und Mag geniesse ich beschwerdefreie Tage, die mir sehr wohl tun.

Nochmals vielen herzlichen Dank für Dein Erfahrungsbericht und die Ausführungen dazu.

Grüsse
Quittenbaum
 
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Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Hallo Quittenbaum und die anderen,

freue mich über Eure Reaktionen und danke dafür.
An Deiner Antwort, lieber Quittenbaum, interessieren mich einige Punkte:
- hattest Du über Deine Salicylat- und Benzoat-Allergie schon irgendwo berichtet? Und läuft diese schon 10 Jahre? Welche Rolle spielen diese Verbindungen bei Dir?
- Zu Deiner Fussgelenk-Entzündung hätte ich zu ergänzen, dass ein mir bekannter Krankenpfleger monatelange Rückenschmerzen, die immer wieder durch das Heben seiner Patienten angefeuert wurden und die auf keinerlei Einreibungen reagierten, mittels B12- und B6-Vitaminen (ohne weitere Stoffe oder Maßnahmen) nach der von mir genannten Dosierung innerhalb von weniger als 2 Wochen völlig verschwanden.
- Zur B12-Verträglichkeit hatte ich irgendwo gelesen, dass die Form des Cyanocobalamins evtl. auch deshalb problematisch sein kann, weil die Cyan-Verbindung eine Entgiftungsleistung der Leber erfordere. Ich hatte mich zur Vermeidung aller möglicher „Unübersichtlichkeiten“ gleich mit der etwas teureren Variante des Methylcobalamins, welches auch über die Mundschleimhaut aufnehmbar ist, angefreundet.
- Vielen Dank zu Deiner Warnung vor B6-Überdosierung. Ich habe solche Symptome und denke dauernd, es läge an meinen aktuellen Blutdruckproblemen. Heather: kannst Du Quittenbaums Satz > Achtung: Bei Vitamin-B6-Ueberdosis können Störungen von Nervenfunktionen sowie der Bewegungskoordination beobachtet werden.< in meinen Text nachträglich hineinkopieren?
- Ich laboriere z.Zt. mit Magnesium als NEM, auch zum Zwecke der Beeinflussung meiner Hypertonie, weil mein Blutdrucksenker Atacand nach jahrzehntelanger Einnahme nicht mehr ausreicht. Dabei habe ich mit einem Magnesiumhydrogencitrat das glatte Gegenteil erreicht und mich in ernste Kreislaufprobleme versetzt (Blutdruckerhöhung und Herzrhythmusstörungen). Mittlerweile habe ich den Verdacht, dass ich das Citrat nicht vertrage. Kann dazu jemand etwas beisteuern? Gibt es Kenntnisse über etwaige allergische Reaktionen auf langzeitige Einname von Blutdrucksenkern und über Citrat-Unverträglichkeiten?

Liebe Grüße Manfred
 
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Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Hallo Manfred,
ich bin auf dieses Forum gestossen, weil ich hier im Norden Deutschlands einfach keine Hilfe für meinen Sohn gefunden hatte. Es ist schon hart mit 7 Jahren eine strenge Diät machen zu müssen. Dabei habe ich dann Deinen Beitrag entdeckt und habe mit Vitaminen experimentiert. Allerdings auch mit häufigen Fehlschlägen. Wäre es mein eigener Bauch, wäre es sehr viel einfacher. Hast Du Deine Histaminintoleranz jetzt in Griff oder gar besiegt?? Für mich interessant - welches OPC hast Du genommen? Ich kann nichts geeignetes finden, was ich einem Kind geben könnte. Nimmst Du die NEM´s immer noch regelmäßig? Ich bin gerade dabei, die NEM´s für meinen Sohn Stück für Stück zu ergänzen. Ich hoffe, ich bekomme noch ein paar Tips.
 
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Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Hallo

Sehr sehr toller Bericht.


Wie heissen die Lutschtabletten B12?

Und ich brauche auch das B6 aber ohne Titandioxyd.

Kann mir da jemand helfen?

Wieviel Daosin nehme ich zu Anfang am Tag?

Gruss Martin
 
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28.01.10
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@Tiigaa 29

Du suchst nach Vitamin B6?
Burgerstein Vitamin B6, 100 mg enthält Pyridoxinhydrochlorid.

Ich hoffe Dir damit weiterzuhelfen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg:kraft: dabei.

Mit lieben Grüssen
Quittenbaum

______________________________

@ Manfred70

Wie geht es Dir mit den Symthomen? sind sie durch das Absetzen von Vitamin B6 verschwunden?

Vielen Dank für den Hinweis zu B12. Ich werde darauf mein Augenmerk lenken.

Zu Magnesium: hast Du schon einmal Magnesiumorotat ausprobiert?

Du fragst mich, ob ich HI sowie Salicyl- und Benzoat-Allergie seit 10 Jahren habe? Vor gut elf Jahren wurde dies festgestellt. Beschwerden habe ich seit ich weiss........... also seit ich mich erinnern kann ..........:mad: Ganz bewusst ist es mir nachdem ich mit acht Jahren eine schwere Scharlach durch- oder überlebte. Der Arzt dannzumal meinte nach einer solchen Krankheit habe man dann einfach irgend einen Schaden ...................:eek:
Spass bei Seite. Ich durchlebte eine gesundheitliche sehr sehr schwierige Zeit und das über jahrzehnte. Heute weiss ich - oder - ich durfte noch erfahren was es heisst - keine!!! Beschwerden zu haben. Ich geniesse jeden Tag als wären es gleich zwei:freu: so herrlich ist es für mich.
Du findest meine Beiträge unter:
- Histamin-Intoleranz mit Salicylat- und Benzoat-Allergie
- Unverträglichkeit auf Ascorbinsäure als Vitamin C bei Histamin-Intoleranz

Freundliche Grüsse
Quittenbaum
 
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Vielen Dank


Ich habe auch eine Unverträglichkeit auf Vitamin C.

Mir platzen davon Lippen und Hände auf.

Kann das wirklich mit Histamin zusammenhängen?


Das wäre ja der Wahnsinn.

Habe eben meine erste Daosin eingenommen.

Gruss Martin
 
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28.01.10
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Hallo Tiigaa29

Bezüglich Unverträglichkeit von Vitamin C könnte auch eine Unverträglichkeit auf Salicylat :eek: sein, d.h. auf gelben, orangen und roten Farbstoff sowie Säuren.
Vitamin C wird ja in Präparaten vorwiegend als Ascorbinsäure verwendet.

Ich selber habe eine Salicylat-Allergie sowie eine Benzoat-Allergie - das ist auch noch auf blaue Farbstoffe und dazu eben eine Histamin-Intoleranz. So kann ich gar keine Vitamin C Produkte einnehmen da ich davon mächtige Beschwerden bekomme :schock:

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim googlen.

Liebe Grüsse
Quittenbaum
 
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Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Hallo Quittenbaum
ich habe auch eine Vitamin C Unverträglichkeit und habe mir heute Acerola Pulver aus der Apotheke geholt - gleich 2 mg probiert- bisher ist alles gut. Mein Sohn kommt mit der Ascorbinsäure besser klar - dafür nicht mit dem Vitamin b 12. Das führt zu fürchterlichen Blähungen und Bauchschmerzen. Die Haut ist auch schlechter geworden - Auswirkungen wie Heather schonmal im Link erwähnt hatte. Wenn Acerola genauso wirkt, wäre es echt ein Hit.

Hallo Heather,
ich habe Deine Links genau studiert - vielen Dank. Leider sind fast nie Dosierungsangaben zu finden. Außerdem Du und viele andere im Forum experimentieren schon eine Weile mit Vitaminen. Gab es schon mal ein Mitglied, dass seine Histaminintoleranz so in Griff bekommen hat, dass keine Beschwerden mehr vorhanden waren?

Hallo Manfred 70,
wo hast Du Dein OPC bezogen und das Methylcolabamin - B12? Wie wirkt OPC? Wie ist Dein derzeitiger Histamingesundheitsstatus?

Ist jemandem das Histaminum-Komplex bekannt bzw. hat es schon jemand mit Erfolg ausprobiert? Ich habe den Hinweis im Forum gefunden - aber keine Erfolgsberichte. Ich weis nur - es ist sehr teuer. Falls jemand eine positive Wirkung festgestellt hat, freue ich mich über eine Antwort.

Ich habe im Moment nur eine Menge an Euch, ich hoffe, dass ich auch bald Erfolge berichten kann.
Liebe Grüße Timmy
 
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28.01.10
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Hallo Timmy

Du suchst einen Bericht oder jemand, der keine Beschwerden bei HIT hat?

Wenn ich mich ganz genau an meine vorgegebene Ernährung, die histaminarm und salicyl- und benzoatfrei ist, halte, bin ich absolut beschwerdefrei. Ich habe diese mir in einem guten halben Jahr angeeignet. Ich habe während dieser Zeit die verschiedensten Lebensmittel ausprobiert und Tagebuch darüber geführt und dies in einem Ordner festgehalten. So hat sich sehr schnell herauskristallisiert, was mir bekommt und was nicht.
Nur sind sehr sehr wenige Lebensmittel übrig geblieben. Und interessanterweise erkenne ich keine Mangelerscheinungen.

Es ist jedoch wie ein Seiltanz.
Kommt etwas unvorhergesehenes wie Zahnschmerzen oder eine Grippe, wird es schwierig, gerate ich aus der Balance, weil sämtliche Medikamente unangenehme Nebenwirkungen haben, so ich denn eines benötige, was sehr selten vorkommt, in den letzten zehn Jahren nur ganz wenige male, denn ich war seither nie mehr ernsthaft krank, was mich natürlich überaus erfreut, da ich zuvor über jahrzehnte von einer Krankheit zur anderen stürzte...............weil kein Arzt meine wirkliche Krankheit bemerkte.
Kunststück... denn durch die Allergien und die HI hatte ich permanent eine Entzündung in mir, die Schleimhäute waren aufgeschwollen und entzündet und verursachten allerlei Beschwerden wie Atemnot (Bronchienschmerzen und Asthmaanfälle sowie permanenten Husten), Hautauschlag, Kopfschmerzen, Nackenstarre, Gelenkschmerzen, Ohrensausen, Innenohrtrauma, chronische Stirn-und Kieferhöhlenentzündung, Magenschmerzen und und und.
Und diese Beschwerden sind alle weg :fans: durch die gezielte Ernährung!
Ich habe meinem Körper die Faktoren entzogen, die die Entzündungen auslösten :kraft: Das ist für mich immer wieder faszinierend zu sehen, was Lebensmittel bewirken können und auch erschreckend zugleich..........


Im Alltag nehme ich ab und zu, wenn ich danach ein Bedürfnis habe, nur Kleinmengen an Magnesiumorotat, Zinkglukonat und B6.
Ich verzichte bewusst auf Antihistaminika, weil diese mir zu viele Nebenwirkungen bescheren. Cortison habe ich als Notfallset, das ich so noch nie einsetzen musste.

Ich hoffe, Dich mit meinem Bericht zu ermutigen:freu:

Liebe Grüsse
Quittenbaum
 
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Hallo Timmy und die anderen,

wenn ich hier so geschwollen daherrede, gerate ich leicht in die Rolle eines Ratgebers. Dies kann ich aber bisher nicht leisten - zumal nicht guten Gewissens bei Kindern. Aber ich beabsichtige eine Diskussion, die Erfahrungen zusammenträgt, die sich auf andere übertragen lassen.

Für mich gilt zur Zeit als gesicherte Erfahrung, dass meine Probleme von einer Chemikalienintoleranz herrühren, dass diese Chemikalien über eingeatmete Dämpfe auf mich wirken und dass ich dadurch einen großen Teil der bei Histaminintoleranz gelisteten Probleme bekomme, und zwar solche, die sich über Entzündungen an Gelenken, Haut, Nerven und Atmungsorganen definieren lassen. (Siehe dazu auch meinen Vorstellungsbeitrag) Ebenso gesichert für meine Person gilt die Erfahrung, dass ich mich durch Meidung von erkannten Chemikalien und Histaminbomben im Essen sowie mit DAOSIN und einem H1-Antihistaminikum (Loratadin) auf die sichere Seite begebe.

Wie sicher ich auf dieser Seite bin, weiß ich nicht. Eine Dauereinnahme besonders des Loratadins traue ich mir nicht. Ob OPC diese Sicherheit erhöht, kann ich nur vermuten. Sicher aber ist für mich, dass ich ein Absetzen der Antihistaminika (ich rechne DAOSIN einmal dazu) nicht länger als 2 Tage durchstehen kann. Darüber hinaus weiß ich nicht, wie lang meine persönlich gültige imaginäre Liste unverträglicher Chemikalien bereits geworden ist und ob ich alle wirksamen in meiner Umwelt auch wahrnehme.

Mit den Vitaminen bin ich noch am Anfang. Ziemlich sicher bin ich mir bei Vitamin C. Dies kann ich in höheren Dosierungen als 1 - 2 Zitronen am Tag nicht vertragen. Auch habe ich im Zusammenhang mit Zitraten (Mg und Ca) ähnliche und heftige Kreislaufprobleme (Blutdruck 200/100 mmHg trotz Blutdrucksenkern, Rhythmusstörungen, Schwäche) bekommen, die ich eigentlich damit regulieren wollte. Sicher aber erscheint mir der Erfolg von B12 und B6 gegen chronische Nervenentzündungen. Vielleicht sollte man diese wieder absetzen, wenn die Schwierigkeiten überwunden sind. Im Falle von B6 ist dies jedenfalls angebracht. Siehe Quittenbaums Einwand: Achtung: Bei Vitamin B6- Ueberdosis können Störungen von Nervenfunktionen sowie der Bewegungskoordination beobachtet werden.

Über meine Blutdruckprobleme habe ich mich bisher hier nicht ausgelassen, bin aber dabei, Zusammenhänge zu vermuten. Die Erkenntnisse Hypertoniker zu sein und einige Chemikalien nicht zu vertragen liegen zeitlich nicht weit auseinander. Ich muss aber anmerken, dass meine Chemikalienunverträglichkeit und Kreislaufprobleme tatsächlich schon in meiner Kindheit bestanden haben.

Bei einem Verdacht auf Histadelie (Histaminunverträglichkeit, -intoleranz) würde ich zunächst immer mit DAO beginnen. Auch um die Diagnose zu erhärten. Hierin sehe ich keinerlei Gefahr, auch nicht bei Kindern, weil es sich um ein Enzym handelt, welches der Körper selbst herstellt. Dann zusätzlich mit B12-Lutschtabletten (1000 µg - bitte nur Methyl-B12!) zusammen mit einer B6-Tablette weitermachen. Bei einem Kind sollte eine halbierte B12 und eine niedriger dosierte B6 (40 mg) reichen. In wenigen Wochen sollten sich sichtbare Besserungen einstellen. Dabei sollte man immer beachten, dass schnelle Erfolge die Gefahr einer Überdosierung in sich bergen. Wichtig ist, sich das Erinnerungsvermögen zu bewahren, um die Vorher-/Nachherzustände gut zu vergleichen. Das ist besonders bei den über Tage und Wochen laufenden Veränderungen und besonders bei Kindern schwer.

Zu OPC habe ich noch keine verkündbare Meinung. Meines ist das erste, welches ich probiere und stammt von einer Vertriebsfirma in Nitz.
Methyl-B12 ebenso, aber aus Einbeck.
B6 gibt es mit besserer Beratung in der Apotheke um die Ecke. -

Bei Verdacht auf Histadelie weise ich immer darauf hin, dass man nach deren Ursachen suchen muss und dass es ohne diese Ursache falsches Essen kaum geben kann. Die Kausalkette, die ich für richtig halte, lautet:
Vitalstoffmangel (bes. B12/B6) --> ungeschützte Nerven --> niedrige Reizschwelle --> Fehl-/ Überreaktionen (unter vielen anderen erhöhte Reizbarkeit, Unverträglichkeiten) --> falsche Histaminfreisetzungen --> Riesenpalette an histaminbedingten Symptomen à Rückkopplungen a) über erhöhten B12-Verbrauch, b) über Schmerz als Auslöser von Histaminausschüttungen. Ich halte diese Rückkopplungen für die eigentliche Ursache von chronischen Krankheitsverläufen und deshalb die hier diskutierten Mittel in diesen Fällen für besser als Schmerzmittel.

Bisher beantwortet bis Beitrag #10/Martin

Viele Grüße
Manfred
 
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Vielen. vielen Dank für die umfangreichen Antworten!!:D

Hallo Quittenbaum,
bei meinem Sohn habe ich auch eine umfangreiche Diät eingeführt. Das ist wohl das Mittel der Wahl. Allerdings ist das für ein Kind auch sehr schwer, wenn andere die leckere Pizza essen und er muss im Hort zuschauen. Das erfordert von einem so Kleinen wirklich Disziplin. Ich bewundere meinen Kleinen, wenn er auch mit Bauchweh zur Schule geht. Ich hoffe mal, dass sein Organismus so jung ist, dass dié HIT mit der Zeit vergeht.

Hallo Manfred,
danke für die Links. Ich habe mir die Mittel angesehen. Ich wollte nochmal Rücksprache mit den Ki-Arzt halten, ob diese Dosis B12 nicht zu hoch ist. Ich habe zwei Komplexmittel im Netz gefunden. Schon mal ausprobiert? Wie wichtig ist Kupfer und Mangan? Und Magnesium bei HIT? Kenne ich noch nicht oder besser nicht? Es gibt noch einen Stoff - Methionin oder so ähnlich.

Habt Ihr diese NEM´s auch schon probiert?

Dies ist für uns die 2. Woche, in der wir jetzt die NEM´s ausprobiert haben.
Es hat sich wirklich schon eine Verbesserung der Verdauung ergeben, die vorher nicht da war. :freu:Ich werde also weiter experimentieren. Und Dir Manfred wünsche ich ein erfolgreiches Experiment mit den Nem´s, damit der Blutdruck wieder ins Lot kommt.

Liebe Grüße Timmy
 
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Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Hallo, alle zusammen!

Danke für Eure lieben Wünsche und Hinweise.

Hallo Quittenbaum!
Freue mich, dass Du Dein Leben jetzt so beschwerdefrei gestalten kannst. Bedeutet das aber, dass Du gelbe, rote und blaue Früchte und Gemüse nicht mehr essen kannst?
Frage zurück: Zitat: >Bezüglich Unverträglichkeit von Vitamin C könnte auch eine Unverträglichkeit auf Salicylat sein<
Worin siehst Du den Zusammenhang zwischen Vit C/Ascorbinsäure und Salicylat/Benzoat? Diese Stoffgruppen haben doch chemisch gesehen nichts miteinander zu tun, oder? Sind denn Salicylate und Benzoate Bestandteile der Flavonoide?
Dein Fingerzeig auf Farbstoffe in Medikamenten verstärkt bei mir den Verdacht, dass mein Blutdrucksenker Atacand evtl. kontraproduktiv wirkt - Farbe: pink mit Grauschleier

Hallo Timmy!
Das Schicksal Deines Sohnes ist ja sehr bedauernswert! Es ist ihm zu wünschen, dass ihm schnell geholfen wird. Aber macht bitte nicht alles auf einmal! Geduld ist wichtig. Nichts ist schlimmer, als ein unübersichtliches Zusammenwirken unbekannter Wirkungen.

Deine Absicht, erst einmal den Ki-Arzt wegen der B12-Dosierung zu befragen, zeigt mir aber, dass Du schon Vorsicht walten lässt. Doch muss man hier wissen, dass Schulmediziner Hochdosierungen von Vitaminen generell ablehnen und bei B12 ein Defizit kaum für möglich halten. Deshalb gibt es diese Dosierungen nicht in deutschen Apotheken. Bei Verdauungsproblemen kann jedoch die B12-Resorption gestört sein. (Siehe Intrinsic-Faktor) Unabhängig von der ursächlichen Behebung dieses Mangels sollten aber möglichst schnell die B12-Reserven des Körpers ergänzt werden. Und dies gelingt nach meiner Erfahrung gut mit den Methyl-Cobalamin-Lutschtabletten. Hier gelangt B12 unter Umgehung des Verdauungstrakts direkt ins Blut und an die Nerven. Vielleicht kann Dein Sohn das besser vertragen. Allerdings würde ich meinem halb so schweren Kind auch nur die halbe Tablette geben. Erst, wenn dies über 2 Wochen vertragen und eine weitere Besserung gewünscht wird, würde ich mit 40 mg B6 zusätzlich weiter machen. Letzteres wieder absetzen, wenn sich Erfolge eingestellt haben.

Meine Erfolge mit diesen Vitaminen beziehen sich auf meine vorher genannten Schmerzen, aber noch immer nicht ganz ohne Antihistaminika. Derzeit laboriere ich immer noch mit den Nachwirkungen der Versuche mit den Citraten. Da ich mir damit neben den Kreislaufproblemen auch Koordinationsprobleme eingehandelt habe, die sehr langsam zurück gehen, kann ich nicht sagen, welches der beiden abgesetzten Mittel (Citrat oder/und B6) verantwortlich war. Wenn ich wieder mit mir zufrieden bin, werde ich wieder B6 probieren.

Hallo Martin!

Wie fühlst Du Dich mit DAOSIN?

Viele Grüße :wave:
Manfred
 
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Hallo Manfred,
zu Deinen Kreislaufproblemen kann ich vielleicht einen Denkanstoß geben. Ich habe am Wochenende eine Eisbombenschlacht hinter mir und diese mit extremen Schwindel, Kopfscherz und Nasenschleimhautschwellung hinter mir. Ich habe mir dann Calzium, Vitamin C und Zink einverleibt und es ging dann ein wenig besser, aber die Koordinationsprobleme halten noch ein wenig an.:mad:Ich bin Milchallergiker. Ich denke mal der Stress hat mir hier einen mächtigen Streich gespielt. Ich habe mir für meinen Sohn schon eine Menge angelesen, so dass ich reagieren konnte. Wäre ich unvorbereitet gewesen, hätte ich wohl den Krankenwagen geholt. Wie ich feststellen konnte hat Stress und auch Kaffee einen starken Einfluss eine sonst "verträgliche" Milchallergie ins Extreme abgleiten zu lassen. Ich muss wohl mächtig viel Histamin produziert haben. Das gab den Overkill.:eek:Die Kreislaufprobleme stehen für mich in direktem Zusammenhang mit der Histaminüberproduktion. Ich habe nämlich ansonsten keine Kreislaufprobleme. Bei meinem Sohn konnte ich ähnliche Effekte beobachten. Seitdem es ihm besser geht, hat er auch keine Kreislaufprobleme mehr. Ich denke Du kannst Deine Kreislaufprobleme auch langfristig in den Griff bekommen, wenn Dein Histaminspiegel im Lot ist. Übrigens die Blähungen kamen von dem Allergiemittel - auf der einen Seite hilft es aber produziert schon wieder Nebenwirkungen. Die Syptome Kreislauf konnte ich mit höher dosierten Vitaminen ein wenig stabilisieren. Vielleicht ein Versuch wert?
LG Timmy
 
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Hallo Manfred70

Zu Deiner Frage zu Salicylate und Benzoate:

Diese sind Säuren, d.h. Salicylsäure und Benzoatsäure. In Wikipedia sind diese sehr informativ beschrieben.

Ja, deshalb kann ich keine Lebensmittel mit den Farben gelb, orange, rot und blau geniessen, was ich oft sehr bedaure.

Diese Säuren haben einen engen Zusammenhang mit Histamin-Intoleranz, sind doch viele Lebensmittel davon bei HIT-Ernährung zu meiden wie Zitrusfrüchte etc. Auch Nüsse, da diese Blausäure enthalten (für mich bedauerlicherweise auch Kartoffeln, da diese Salicyl- und Benzoatsäure enthalten..........)
Prof. Dr. Jarisch beschreibt in seinem Buch, dass bei HIT auf Salicylsäure unbedingt geachtet werden soll, vor allem auch in Medikamenten, da diese störende Faktoren für die Enzymaktivität der DAO haben !!!!
Im Buch ist eine ganze Liste von Medikamenten und Inhaltstoffen aufgeführt, die es zu vermeiden gilt wie an erster Stelle "Aspirin"¨!!! das Acetylsalicylsäure enthält und ein beliebtes Schmerzmittel etc. ist, jedoch mit Tücken:mad:

Admin hat ein neuer Tread eröffnet mit dem Titel "Lebensmittel-Liste in Bezug auf Histaminwirkung". Da stellt steffa eine Liste mit Medikamenten, die bei HI gemieden werden sollten. Diese Liste ist noch bei weitem nicht vollständig.....

Hast Du auch schon daran gedacht, dass der zu hohe Blutdruck ev. mit einem zu hohen Salzkonsum zusammenhängen könnte. Unser Körper kann pro Tag nur etwa 5-6 Gramm Salz abbauen. Was darüber hinaus geht führt vorallem zu Herz-Kreislauf-Krankheiten und Bluthochdruck. Ich schreibe noch in einem anderen Tread mehr über Salz in der Nahrung und meine Erfahrungen dazu.

Somit erklärt es sich, das Vitamin C als Ascorbinsäure für mich ungeeignet ist und die Nebenwirkungen nicht verwunderlich sind......!!!

Ich wünsche mir, Dir mit diesen Ausführungen vorerst etwas weiter helfen im Verständnis.

Liebe Grüsse
Quittenbaum
 
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