Histaminarme Ernährung und MCAS

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Hallo ihr Lieben,

ich bin vor ein paar Wochen mit MCAS diagnostiziert worden und habe angefangen, histaminarm zu essen. PENG! Die erste Woche war erstaunlich, keinerlei Symptome, ich fühlte mich fit wie noch nie. Und dann kamen sie wieder ... und das jetzt seit weiteren drei Wochen, obwohl ich weiterhin kein Histamin zu mir nehme.. . Tageweise ist es echt ok, aber an anderen Tagen bin ich echt am Verzweifeln.
Meine Frage: Wird das noch was? Im Sinne von... ist es normal, dass es anfangs so schwankt? Ich nehme auch noch verschiedene Präparate, aber ich merke nicht soviel davon.. .
Sorry, ich bin noch ganz am Anfang und etwas orientierungslos :(
Ich wäre euch sehr sehr dankbar, wenn ihr mir helfen könntet.

LG Elisa
 
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Hallo schillerfisch,

mich würde interessieren, wie die Diagnose „MCAS“ zustande gekommen ist? Das ist ja gar nicht so einfach, und nach meiner Erfahrung gibt es nicht viele Ärzte oder Kliniken, die sich damit auskennen, abgesehen von den Kosten, die sich da evtl. ergeben.

Histamin wird ja nicht nur im Zusammenhang mit der Ernährung ausgeschüttet und dann evtl. nicht schnell wieder abgebaut.
Es wird ja auch durch Insektenstiche getriggert, durch Stress, Wetterwechsel u.v.m. Auch andere Unverträglichkeiten - sowohl Allergien wie auch Intoleranzen - können die Histaminausschüttung erhöhen. Da Histamin eben häufig entsteht und wirkt, ist es oft schwierig, es zu reduzieren bzw. überhaupt erst einmal heraus zu finden, woran es hapert.


Führst Du eine Art Tagebuch mit sämtlichen in Frage kommenden Auslösern von Histaminausschüttungen?

Grüsse,
Oregano
 
Hallo Oregano,

du hast vollkommen Recht mit der Diagnose, sorry, ich habe mich echt doof ausgedrückt, aber ich bin gerade ziemlich verwirrt von dem Ganzen ...
Diagnostiziert wurde es nicht, mein Hausarzt bestreitet sogar, dass es das gibt ... ich bin vor ein paar Wochen völlig verzweifelt weil mir irgendwie keiner helfen konnte zu einer Heilpraktikerin gegangen, die sich mit Fatigue auskennt, weil ich dachte, dass es vielleicht das sein könnte (es fing nach der Grippeimpfung und einer darauf folgenden Lungenentzündung letztes Jahr an, wurde aber jetzt erst im Sommer in den letzten sechs Wochen drastisch schlimmer). Sie hörte sich meine Symptome an und meinte, es klänge nach einer Überaktivierung der Mastzellen, ich hatte keine Ahnung, was das ist, aber sie riet mir zu histaminarmer Ernährung, und anfangs hat das ja auch geholfen ... nur jetzt eben nicht mehr so :(

Ja, Wetter spielt bei mir eine erhebliche Rolle und wenn ich mich körperlich sehr anstrenge, zahle ich praktisch die nächsten Tage über den Preis dafür (Schwindel, Erschöpfung ...)

Ein Tagebuch habe ich jetzt angefangen, ist aber noch nicht soweit gediehen, als dass es aufschlussreich wäre ...

Liebe Grüße
Elisa
 
Hallo schillerfisch,

hattest Du Covid? Bist Du gegen Covid geimpft worden bzw. siehst Du zeitliche Zusammenhänge zwischen Erkrankung bzw. Impfuung?

Hast Du eine Pollenallergie oder anders gefragt: sind Dir IgE-vermittelte Allergien bekannt?
Lungenentzündung letztes Jahr an, wurde aber jetzt erst im Sommer in den letzten sechs Wochen drastisch schlimmer).
Wie wurde die Lungenentzündung behandelt? Was war die Ursache/n? Hast Du mit Sodbrennen bzw. Reflux Probleme?


Welche Nahrungsergänzungsmittel u.ä. nimmst Du ein?

Grüsse,
Oregano
 
Hallo Oregano,

vielen lieben Dank für deine Antwort und die Links. :)

Ja, ich bin zweimal gegen Covid geimpft (Biontech), beide Male hatte ich überhaupt keine Probleme oder Beschwerden danach. Und ich hatte 2x Corona, war jetzt kein Spaziergang, aber ging schon ...
Allergien habe ich nur Staubmilben Allergie, aber merke eigentlich nie was davon ...

Dann habe ich letzten Februar eine Grippe Impfung gehabt und schlagartig, eigentlich auf den Tag genau, gingen die Probleme los. Ich hatte (und habe immer noch) krasse Albträume, wache nachts oft schweißgebadet auf (hatte ich davor nie). Lymphknoten geschwollen, ständig Herpes (was bei mir immer kommt, wenn was nicht stimmt), und eine wiederkehrende körperliche Schwäche, vor allem in den Beinen. Hausarzt hat es auf meine Psyche geschoben. Anfang Mai kam ich dann wegen einer atypischen Lungenentzündung ins KH (Mykoplasmen - ich arbeite mit Kindern und einige meiner Kollegen hatten das auch ...), wurde mit einem Antibiotikum behandelt. Danach habe ich lange gebraucht, um wieder auf die Beine zu kommen. Die Schwäche/Erschöpfungs "Anfälle" kamen immer wieder, aber ich hatte mir fast schon ein Leben damit eingerichtet ... früher habe ich Martial Arts gemacht, ging nicht mehr. Mehrere Tage hintereinander viel Stress und Anstrengung, ging nicht mehr, ich brauchte mindestens 2 Regenerationstage. Aber ok, immerhin konnte ich damit umgehen.

Aber seit ca 2 Monaten ist es eben nicht nur "immer mal wieder", sondern stärker oder leichter eigentlich jeden Tag. Nach einer Woche im Bett mit Schwindel, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Erschöpfung zur Heilpraktikerin gegangen, histaminarme Ernährung angefangen, erstmal krasse Besserung, jetzt wieder ... naja. Manchmal geht es, manchmal Katastrophe.

Sorry, jetzt habe ich dich voll zugetextet, jedenfalls lieben Dank für deine Unterstützung.
Die Supplements folgen noch ....

Liebe Grüße :)

Ach ja, wegen dem Sodbrennen: habe ich gerade gar nicht mehr, aber in der Zeit von der L-Entzündung war es extrem
 
Weil es in der Groß- und Universitätsstadt meistens mehr Möglichkeiten von ärztlicher Hilfe gibt als auf dem Land.
Allerdings meistens eher von Privatpraxen als von Kassenpraxen. Es ist sicher nicht leicht, dort Termine zu bekommen.


Grüsse,
Oregano
 
Du könntest dich auf Hereditäre Alpha Tryptasämie (HAT) testen lassen. Geht über IMD Berlin. Besser noch UKSH Lübeck. Kannst dein Blut auch vom HA abnehmen lassen und da hinschicken. HAT wird häufig nach Impfungen/Immunreaktionen symptomatisch.
Falls noch nicht passiert würde ich aber auch Mal DAO im Blut, Histamin im Urin, Tryptase, IgE untersuchen lassen.
 

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