Hartnäckige Clostridienbesiedlung im Darm - habt Ihr noch Tipps?

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Hallo, ich habe im April einen PCR-Darmfloratest bei Ganzimmun gemacht und hatte Clostridien spp. zu hoch, damit ist ausdrücklich nicht difficile gemeint. Die Probleme sind vor einem Jahr aufgetreten: unangenehm weicher, riechender Stuhl. Die restlichen Darmwerte waren bis auf Zonulin in Ordnung.

Jetzt bin ich auf der Suche nach einer Lösung. Ich ernähre mich aktuell rein pflanzlich und sehr divers. Dadurch konnte ich die Clostridien aber nicht wieder losbekommen. Im Januar, bevor ich wusste, dass es Clostridien sind, habe ich angefangen, Lactobacillus rhamnosus GG einzunehmen. Das hat den Darm etwas stabilisiert, aber das Grundproblem ist nicht weggegangen.

Dann habe ich Anfang April noch S. boulardii hinzugefügt. Dadurch habe ich es wieder etwas stabilisieren und verbessern können, aber trotzdem besteht das Problem. Das lässt mich darauf schließen, dass diese Clostridien verdammt hartnäckig sind.

Mein Arzt hat dann empfohlen, weil er Clostridien immer so behandelt, Ozovit einzunehmen. Das habe ich dann auch gemacht, weiterhin mit den genannten Probiotika. Ich hatte auch den Eindruck, es wurde dadurch besser, aber ich hatte leider mehrere Unverträglichkeiten während der Einnahme, die diese Clostridien wieder angefüttert haben, sodass die Therapie nicht erfolgreich war.

Ich habe jetzt zu meinem Mix noch Supermikroben bzw. Sporenprobiotika hinzugefügt, aber auch das hat bisher noch nicht wirklich etwas daran geändert. Ich denke, ich werde die Ozovit-Kur deshalb noch einmal wiederholen.

Ich kenne jemanden, der genau das gleiche Problem hatte, mit sehr ähnlichen Symptomen. Er hatte damals Natto gegessen und abends zwei Supermikroben-Kapseln eingenommen.

Meine Frage wäre, ob ihr so ein Problem auch schon hattet, eure Erfahrungen mit mir teilen könnt oder auch noch sonstige Lösungsmöglichkeiten kennt. Ich habe schon andere Foreneinträge hier zu dem Thema gefunden, die sind aber sehr veraltet, und teilweise wurde da noch mit Florastatus getestet.

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Ich habe schon andere Foreneinträge hier zu dem Thema gefunden, die sind aber sehr veraltet, und teilweise wurde da noch mit Florastatus getestet.
Ich denke, dass sie alt sind heißt nicht unbedingt, dass sie "veraltet" sind bezogen auf die Behandlungsmöglichkeiten. An Deinen bisher versuchten Maßnahmen bestätigt sich das auch. Es sind die Sachen, die vor vielen Jahren nach einem Clostridien spp. Fund in meiner Flora auch schon empfohlen wurden. Ich meine, bei mir war der Lactobacillus rhamnosus gg. subjektiv erfolgreich (habe das nicht an einem neuen Florastatus überprüft).

Und auch heute wird noch teils mit Florastatus gearbeitet, wohl auch weil die Bewertung des genetischen Tests noch nicht so etabliert ist. Siehe auch: Lactobacillus plantarum 299v und Update Reizdarm-Leitlinie 2021. Das imd Berlin geht hier auch soweit ich weiß andere Wege als andere Labore.

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Hallo Touble,

in der alternativen Medizin gibt es einige Mittel, die bei Clostridien-Befall empfohlen werden. Wenn Du selbst in diese Richtung denkst und einen entsprechenden Therapeuten findest, wäre das eine weitere Möglichkeit:


KI:
Probikehl ist ein Synbiotikum (Kombination aus Probiotika und Präbiotika) zur Unterstützung einer gesunden Darmflora. Es enthält sieben Bakterienkulturen sowie Inulin und Fructo-Oligosaccharide (FOS), die als Nahrung für nützliche Darmbakterien dienen. Das vegane und glutenfreie Präparat wird häufig zum Aufbau der Darmmilieus verwendet. [1, 2]

Eigenschaften und Wirkung
  • Zusammensetzung: 7 Probiotika-Stämme, ergänzt um die Präbiotika Inulin und FOS.
  • Nutzen: Fördert das Wachstum von Laktobazillen und Bifidobakterien, was die Darmtätigkeit regulieren und die Widerstandskraft der Darmflora z.B. nach Stress oder Antibiotika unterstützen kann.
  • Anwendung: Laut Packungsbeilage werden 2-mal täglich 2 Kapseln vor oder zu einer Mahlzeit empfohlen. ...

Auch die Homöopathie bietet u.a. an : https://remedia-homoeopathie.de/shop/clostridium-difficile-nos/a9025444
(Auch hier wäre ein entsprechender TherapeutIn gut).

Grüsse,
Oregano
 
@Touble Was für ein halbinformierter Quacksalber-Arzt hat dich denn da in seine Leinen gezogen?
Das bisher beschriebene Vorgehen ist, mit Verlaub, bescheuert.
Zu Allererst sollte man wissen, welche Clostridia spp. es denn genau sind bzw. ob es denn toxinbildende sind.
Dazu muss eine frische Stuhlprobe <8h nach Abnahme im Labor zur Untersuchung eingehen auf Clostridium difficile Antigen und Clostridium difficile Toxin. D.h., kein Postversand sondern direkte Abgabe beim Labor oder in der Arztpraxis an den örtlichen Laborkurierdienst. Wenn das schon so lange geht, kannst du idealerweise eine besonders typisch übelriechende Stuhlprobe dazu auswählen.
Wenn es keine toxinbildenden Clostridia sind könnten es bisher auch harmlose bzw. sogar die meist gesunden C. butyricum sein mit der deutlich riechbaren Buttersäurebildung. Falls du im total undifferenzierten Vorgehen die schützende Darmflora soweit zerschiesst, dass sich tatsächlich toxinbildende Clostridia einnisten wäre das ein mega Problem.
Ohne Toxine jedenfalls wäre der weiche Stuhl und eine evtl. anderweitige Fäulnisflora noch kein Clostridiumproblem sondern Anlass dazu, allgemein die Ausnutzung/Verwertung/Verdauung der zugeführten Nahrung im Magen und Dünndarm dringend zu verbessern.
War im PCR der Ganzimmun als Unterposition ausdrücklich C. difficile ausgewiesen und negativ? Dann erübrigt sich die Stuhltestung auf das Antigen und Toxin. Den "betreuenden" Arzt würde man dann trotzdem besser abhaken.
Mit Toxinbildung muss das sofort bis zeitnah zielgerichtet (anders als bisher) behandelt werden.
 

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