Gallenproblem

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06.11.14
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Hallo zusammen,

ich hoffe, daß ich hier mit meinem Problem im richtigen Unterforum gelandet bin.

Nun zu meinem Problem: Ich habe einen 1,5 cm großen Gallenstein, der genau vorm Ausgang der Gallenblase liegt. Dieser Stein hat sich schon desöfteren auch in den Ausgang gelegt, so daß sich der Ausgang verschlossen hat und die Gallenflüssigkeit nicht mehr abfließen konnte.

Dadurch kam es dann bei mir zum Gallenstau mit heftigsten Koliken und alles endete in einer akuten Gallenblasenentzündung. Das passierte mir im letzten Jahr insgesamt dreimal.

Eine hatte ich im Juni 2013, die nächste bekam ich dann im Februar 2014 und die letzte ist noch gar nicht so lange her, im August 2014. Hatte aber Glück im Unglück gehabt, so daß es alles noch mit Antibiotika behandelt werden konnte und auch zurück ging bzw. komplikationslos ausheilte.

Trotzdem stellte man mich vor die Wahl, die Gallenblase operativ entfernen zu lassen, was ich aber irgendwie nicht möchte. Ich habe sehr große Angst vor einer solchen OP und ich denke, daß sie schon eine Daseinsberechtigung hat, denn sonst hätten wir sie nicht.

Dazu muss ich auch sagen, daß ich schon mal eine OP hatte, die leider nicht so verlaufen ist, wie sie eigentlich sollte, was aber weniger mit der OP zu tun hatte, sondern mit der Narkose. Auf die Narkose habe ich nämlich allergisch reagiert, was ich aber vorher nicht wissen konnte, da es auch meine erste Narkose war.

War deswegen schon mehrfach in der Notaufnahme, bin aber immer wieder nach Hause, da ich nicht im KH bleiben konnte. Habe zu Hause noch eine pflegebedürftige Person, die meine Hilfe rund um die Uhr benötigt.

Vor 2 Wochen hat mich dann doch eine Kolik ins KH gebracht, wo ich dann insgesamt 4 Tage bleiben musste, um die Schmerzen so erträglich zu machen, daß ich wieder nach Hause konnte. Eine OP konnten sie nicht durchführen, weil ich zu dem Zeitpunkt heftig erkältet war und sie dann wohl nicht operieren. Ich denke mal, wenn ich nicht erkältet gewesen wäre, hätten sie mich schon operiert, zumindest haben sie es mir gesagt.

Insgesamt habe ich die OP-Indikation 15 Mal gestellt bekommen und trotzdem konnte ich mich nicht dazu durchringen.

Habe auch im Netz gelesen, daß es konservative Therapiemöglichkeiten gibt, aber kein Arzt möchte mit mir diesen Weg gehen, alle wollen nur die OP durchziehen, obwohl mir nicht wohl dabei ist.

Der Stein ärgert mich schon seit meinem 20. Lebensjahr (also insgesamt schon 17 Jahre), was aber erst voriges Jahr rauskam. Man hat meine Kolikschmerzen immer auf den Magen-Darm-Trakt oder den Rücken geschoben, weil sie auch in den Rücken ausgestrahlt haben.

Kann ich auf die konservativen Therapiemöglichkeiten bestehen oder muss ich mich unters Messer legen, weil die Ärzte das so von mir wollen?

Jetzt muss ich aber auch dazu sagen, daß meine Leberwerte nie richtig gestimmt haben und sie bis jetzt auch nicht stimmen. Jedesmal, wenn ich Blut abgenommen bekommen habe, waren die Leberwerte und die AP erhöht, manchmal auch der CRP-Wert. Mittlerweile wollen die Ärzte wohl da jetzt mal nachforschen, woran das wohl liegt.

Für nächsten Mittwoch liegt ein MRCP an, was immer das auch sein mag. Auf dem Untersuchungszettel steht auch eine Fragestellung drauf, mit der ich z.T. nichts anfangen kann.

Das ist die Fragestellung: Choledocholithiasis? Primär sklerosierende Cholangitis?

Wenn es gewünscht wird, kann ich gern auch mal ein paar Blutwerte hier reinstellen.

Ich bedanke mich schon mal in Voraus für die Antworten und hoffe, daß man mich wenigstens ein bisschen aufklären kann, denn diese Probleme beschäftigen mich schon sehr lange.

LG, Isabella
 
wundermittel
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04.02.08
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Hallo Isabella,

klar sind die Ärzte für die OP, damit läßt sich halt viel Geld verdienen.
Und wie Du bereits selbst klar erkannt hast, hat eine Galle ganz klar
ein Berechtigungsdasein, bzw. eine wertvolle Funktion. Kein Wunder,
daß Deine Leberwerte nicht okay sind.

Es ist immer im Ganzen zu sehen. Jedes Organ wurde uns mitgegeben,
weil der Körper es benötigt. Im Vergleich zum Auto, wenn dort eine
Zyndkerze ausfällt, fährt das Auto auch nicht mehr (gut).

Auch wenn die Ärzte sagen eine Galle sei überflüssig. Genau so reden
sie über den Blinddarm und auch der spielt eine große Rolle für
unsere Gesundheit!

Bei mir wurde die Galle entfernt, bzw. ich habe es aus lauter Verzweifelung und Schmerzen zugelassen. Diese hatte sich durch einen Stein so entzündet, so daß keine Zertrümmerung des Steins mehr vorgenommen werden konnte.

Das wäre für Dich zumindest noch eine Option, die Zertrümmerung des
Steins. Wenn das klappt, hast Du Dir die OP erspart. Es gibt Kliniken,
die das praktizieren.

Zu Deiner Frage, "Kann ich auf die konservativen Therapiemöglichkeiten bestehen oder muss ich mich unters Messer legen, weil die Ärzte das so von mir wollen?" es darf Dich NIEMAND zu einer OP zwingen. Es liegt allein in
Deiner Verantwortung, was passiert.

Ich wünsche Dir viel Glück und Genesung.

VG
Destination
 
regulat-pro-immune
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06.11.14
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@sanara: Vielen lieben Dank für die Links, ich werde sie mir mal durchlesen.

@Destination: Das habe ich schon bemerkt, daß sie schnell in Sachen OPs sind. Ich möchte mir aber keine OP mehr antun, die eine OP hat mir schon gereicht.

Eben, und so sehe ich das nämlich auch. Wir haben die Organe nicht, weil es schön aussieht, sondern weil wir sie wohl brauchen. Jetzt habe ich noch eine gute Verdauung, wer versichert mir denn, daß es nach der OP immer noch so sein wird? Habe im Bekanntenkreis genug Personen, die danach keine gute Verdauung mehr haben, sondern alles noch viel schlimmer als vorher ist und das möchte ich mir auch nicht antun.

Ich habe schon Koliken gehabt, da bin ich auch vor Schmerzen die Wände hochgelaufen, bzw. habe auf dem Boden gelegen und konnte mich vor Schmerzen nicht mehr bewegen. Da kann man wirklich verzweifeln, das kenne ich zu gut.

Habe ja bereits 3 Entzündungen hinter mir, aber noch eine möchte ich mit Sicherheit auch nicht haben. Die Entzündung ist noch schmerzhafter als eine Kolik.

Ich würde ja gern eine Alternative haben, aber leider weiß ich nicht, welche Kliniken solche Alternativen anbieten. Ich war bisher immer nur in Krankenhäuser, die wohl nur noch die OP durchführen, die ja für mich nicht in Frage kommt.

Ich weiß, daß mich niemand zu einer OP zwingen kann, aber sie versuchen doch mit Nachdruck die OP durchzubekommen. Manchmal fühle ich mich einfach überrannt, weil sie schon planen und davon ausgehen, daß ich irgendwann doch die OP machen lassen möchte oder machen lassen muss.

Leider haben sie sich auch schon darauf eingeschlossen, daß die Schmerzen davon kommen, was aber nicht sein muss. Ich habe auch Angst, daß ich nach einer OP immer noch diese Schmerzen haben würde. Sollte man da nicht erstmal alles andere ausschließen?

LG, Isabella
 
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04.02.08
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Hallo Isabella,

ich würde an Deiner Stelle so schnell wie möglich abklären, ob und wo Du die
Gallensteinzertrümmerung vornehmen lassen kannst.

Ist nämlich erst die Gallenblase wieder entzündet, geht das nicht mehr!!!
Und auch der Stein selbst, darf nur eine gewisse Größe haben.

Versuche es doch einmal über Google, eine Klinik ausfindig zu machen.
Für mich kam damals Wuppertal in Frage, weiß ja nicht von wo Du bist...

Viele Grüße
Destination
 
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06.11.14
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Hallo Destination,

ja, das habe ich ja auch vor, aber immer wenn ich bis jetzt dachte, ich komme weiter, haben mir die Ärzte wieder Steine in den Weg gelegt.

Die Steinzertrümmerung wurde ja in Erwägung gezogen, aber von den Chirurgen wieder zunichte gemacht.

Der originale Wortlaut: Im Zuge der gastroenterologisch-hepatologischen Abklärung der abdominellen Beschwerden der Patientin wurde eine ESWL-Therapie des Gallensteins als Alternative zu einer operativen Therapie erwogen. Im Hinblick auf die Gefahr einer biliogenen Pankreatitis empfahlen wir jedoch die laparoskopische Cholezystektomie.

Nach diesem Satz wollte man die ESWL-Therapie nicht mehr machen und ich stand wieder am Anfang. So ging es mir bis jetzt immer. Immer wenn ich dachte, ich bin einen Schritt weiter, wurde alles wieder zunichte gemacht.

Bin mittlerweile echt verzweifelt, weil man mir eben so viele Steine in den Weg legt.

Manchmal habe ich das Gefühl, die warten absichtlich ab, damit es soweit kommt, daß es eine Not-OP wird. Dann haben sie ja das was sie eigentlich wollen.

Wuppertal käme für mich auch in Frage, wohne in Düsseldorf und das ist nicht weit.

Vielen Dank für die Hilfe.

LG, Isabella
 
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06.11.14
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Hast Du vielleicht einen Tipp für mich, wie man nach solchen Kliniken sucht?

Habe auch schon vor ein paar Wochen meine Krankenkasse angeschrieben, in der Hoffnung, daß sie mir in dieser Sache weiterhelfen können, aber bisher habe ich leider keine Antwort erhalten.

Möchte aber auch jetzt nicht auf deren Antwort warten und untätig rumsitzen, sondern möchte schon etwas daran ändern, bevor es zu spät ist. Immerhin werden die Koliken ja schon häufiger und ich weiß, daß etwas passieren muss.

Vielen Dank schon mal in Voraus. :)

LG, Isabella
 
regulat-pro-immune
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14.03.07
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Hallo zusammen,

Nun zu meinem Problem: Ich habe einen 1,5 cm großen Gallenstein, der genau vorm Ausgang der Gallenblase liegt. Dieser Stein hat sich schon desöfteren auch in den Ausgang gelegt, so daß sich der Ausgang verschlossen hat und die Gallenflüssigkeit nicht mehr abfließen konnte.

Dadurch kam es dann bei mir zum Gallenstau mit heftigsten Koliken und alles endete in einer akuten Gallenblasenentzündung. Das passierte mir im letzten Jahr insgesamt dreimal.


Trotzdem stellte man mich vor die Wahl, die Gallenblase operativ entfernen zu lassen, was ich aber irgendwie nicht möchte. Ich habe sehr große Angst vor einer solchen OP und ich denke, daß sie schon eine Daseinsberechtigung hat, denn sonst hätten wir sie nicht.

Habe zu Hause noch eine pflegebedürftige Person, die meine Hilfe rund um die Uhr benötigt.

Habe auch im Netz gelesen, daß es konservative Therapiemöglichkeiten gibt, aber kein Arzt möchte mit mir diesen Weg gehen, alle wollen nur die OP durchziehen, obwohl mir nicht wohl dabei ist.

LG, Isabella

Hallo Isabella,

Du könntest mal in die Suchmaschine Gallensteine/Zertrümmerung/Kliniken eingeben.

Und nein, Du musst Dich nicht operieren lassen, es ist DEIN Körper und DEINE Gallenblase und nur DU bestimmst darüber.

Jedoch weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es sehr schwer ist, Ärzte an die Seite zu bekommen, welche bereit sind, diese bei Komplikationen im schlimmstenfall tödlich endende Erkrankung, zu begleiten.

Ebenso leider auch die Gallensteinzertrümmerung, insbesondere wenn der Stein groß ist. Meines Wissens sind 1,5 cm bereits zu groß und die Trümmerteile stellen nachvollziehbar das große Risiko dar.

Seufzt, in dem Falle haben die Schulmediziner leider nicht ganz unrecht, wenn Sie abraten aufgrund des Risikos. Man muss diese auch verstehen, wenn Sie für DICH keine Verantwortung übernehmen wollen, auch wenn DU bestimmst.

Ich kann Dir nur raten informiere Dich sorgfältig, denn bei Deiner Leidensgeschichte, insbesondere 3 gewesenen Entzündungen wird das Gewebe nicht mehr so sein, wie es sein sollte. Ich denke da auch an Perforationsmöglichkeiten bei einer Zertrümmerung.

Wie gesagt, ich möchte Dir keine Angst machen, nur darf man sich auch nix vormachen und alle Möglichkeiten/Komplikationen in Betracht ziehen.

Ich lebe bereits auch ca. 1 Jahr mit einer chronischen Gallenblasenentzündung, die auch schon auf die Bauchspeicheldrüse übergegangen war.

Ich habe einen Arzt der mich engmaschig kontrolliert, naturheilkundlich begleitet (Homoeopathie) jedoch ist es sehr schwer jemanden zu finden, der bereit ist, die Verantwortung zu übernehmen, die, wie mein Arzt meint, Tag- und Nacht ärztlich vorhanden sein muß.

Weiterhin könntest Du versuchen, ob Du mit einer entsprechenden Ernährung, falls Du es sowieso nicht schon beachtest, die Kolliken zu reduzieren.

Einen pflegebedürftigen Menschen zu betreuen, stelle ich mir ebenfalls nicht einfach vor und stellt ebenso für Dich ein Risiko der Aufrechterhaltung von Entzündungen/Kolliken, gerade bei einem Gallenleiden dar. Leider!

Herzlichst und alles Gute
Kayen
 
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06.11.14
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Hallo Kayen,

vielen Dank für den Tipp mit der Suchmaschine. Werde ich gern ausprobieren. Ich habe dort schon so vieles eingegeben und nicht das gefunden, was ich gesucht habe.

Ich habe im Netz gelesen, daß der Gallenstein für eine Zertrümmerung 3 cm groß sein kann. Größer nicht. Meiner ist kleiner als 3 cm, von daher würde das noch klappen.

Ich kann die Ärzte verstehen, aber mich muss man in diesem Fall auch verstehen. Ich lege mich nun mal nicht gern freiwillig auf den OP-Tisch, vor allem, wenn ich noch allergisch auf eine Narkose reagiert habe. Das ist für mich dann noch ein zusätzliches Risiko, welches ich abwägen muss.

Ich habe zwar 3 Entzündungen hinter mir, aber es ist alles wieder komplikationslos abgeheilt. Man sieht nicht mehr, daß sie 3 Mal entzündet war. Wenn man es nicht wüsste, würde man es nicht glauben. Ist alles noch so, wie es sein sollte, was die Ärzte natürlich auch wundert.

Meine Ernährung musste ich schon aufgrund von Nahrungsmittelallergien umstellen, von daher kann ich deswegen schon nicht alles essen.

Ja, ich weiß, daß es schwer ist, aber was will ich denn machen? Ich kann es nicht übers Herz bringen, meine Mutter nur wegen ihrer Pflegebedürftigkeit abzuschieben. Sie hatte vor 3 Jahren einen Schlaganfall und ist noch gar nicht so alt. Ich möchte, daß sie es hier zu Hause so gut wie möglich hat. Sie war für mich auch immer da, jetzt kann ich es gut machen und für sie da sein.

Ich möchte halt mit der OP nicht so leichtfertig sein, das Organ ist schnell rausgenommen, aber ich bekomme es nicht wieder, sollte es nicht daran gelegen haben.

Habe ja auch Angst, daß es nicht nur an der Gallenblase liegt, sondern auch noch an anderen Dingen. Ich finde, man sollte schon alles ausschließen, bevor man sich zu einem solchen Schritt entschließt.

Nebenbei habe ich ja auch häufig Probleme mit dem Magen (Magenschmerzen), mir kommt sehr oft die Magensäure ohne Vorwarnung hoch und Sodbrennen habe ich auch schon sehr lange. Wenn ich das jedoch immer sage, schiebt man es schnell auf meine Gallenblase, nur weil der Gallenstein vorhanden ist. Man geht auf die anderen Dinge gar nicht richtig ein. So leicht machen es sich auch manche Ärzte und ändern kann ich es in dem Falle dann nicht.

Ich wünsche Dir gute Besserung und hoffe, daß alles gut geht.

LG, Isabella
 
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17.08.13
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:)hallo isabella,daß mit dem magen kann auch gallreflux sein.du schreibst das der stein vorm ausgang liegt.ich würde trotzdemd mal eine magenspiegelung machen lassen.gallreflux hab ich auch ,sogar über den darm geht häufig galle ab.bei mir gehen die ärzte der sache nicht nach,obwohl nachweislich bei der magen-darmspieglung gallreflux festgestellt wurde.ich wünsch dir alles gute und das du einen guten hepatologen findest.zu oder abraten einer op kann ich niemanden,mir wurde vor sieben jahren die gallenblase entfernt.bei mir ist es nicht gut ausgegangen.aber deine mehreren entzündungen sind auch nicht gut ,du musst etwas unternehmen.schon weil du schreibst ,daß deine mutter dich braucht.deine gesundheit liegt ihr bestimmt auch am herzen. lg sanara und alles gute.
 
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Themenstarter
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06.11.14
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Hallo sanara,

ja, der Stein liegt vorm Ausgang, so steht es in den ganzen Arztberichten und im US konnte man es auch sehen. Er liegt also nicht gerade ideal.

Ich würde gern eine Magenspiegelung machen, nur um zu sehen, was mich da noch ärgert. Es stehen ja auch noch weitere Untersuchungen aufgrund meiner schlechten Leberwerte aus, aber leider komme ich so keinen Schritt weiter.

Ein Arzt hat mir mal gesagt, daß erst die Gallenblase raus muss, damit man weitere Untersuchungen machen kann. Das finde ich nicht richtig. Man kann auch die Untersuchungen machen, wenn sie da ist. Man sollte schon alle Ursachen ausschließen, hinterher ist es zu spät und das schreckt mich dann auch wieder ab.

Ich weiß, daß es nicht gut ist, darum möchte ich ja auch etwas ändern. Es ist nur nicht so leicht. Viele in meinem Bekanntenkreis haben nach der OP die ganzen Schwierigkeiten bekommen, sie sagen, daß es jetzt viel schlimmer als vorher ist.

Ja, sie braucht mich und meine Gesundheit liegt ihr sehr am Herzen.

LG, Isabella
 
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04.02.08
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Hallo Isabella,

hast Du die Berichte der 1. OP mitbekommen, in der dann auch die Details
Deiner Narkose stehen müßten, sowie Deine allergischen Reaktionen.

Wenn nicht würde ich diese an Deiner Stelle ganz schnell anfordern.
Denn es müßte doch rauszubekommen sein, auf was genau Du allergisch
reagiert hast.

Bei einer Magenspiegelung gibt es im Normalfall auch eine Beruhigungsspritze.

Generell ist es doch wichtig für Dich zu wissen, worauf Du allergisch reagierst, um so ein Risiko in Zukunft möglichst ausschießen zu
können.

Ich wünsch Dir Glück und Gesundheit
Destination
 
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06.11.14
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Hallo Destination,

ja, die Berichte der ersten OP habe ich mitbekommen, weil sie ja auch wollten, daß ich mich dagegen testen lasse, damit eben so etwas nicht wieder passiert. Die OP sollte ja eigentlich nur 30 Minuten dauern, gedauert hat sie aber 1 1/2 Stunde. Sie sagten mir, daß sie so lange gedauert hat, weil ich eben allergisch reagiert habe. Worauf konnten sie mir aber nicht sagen.

Den Narkosebericht habe ich auch mitbekommen. Den brauchte ich ja, da ja dort die Medikamente drauf stehen, die sie verwendet haben.

Im Augenblick muss ich ja auch etliche Allergietests über mich ergehen lassen, leider nicht immer ambulant, sondern zum Teil auch stationär. Es werden jetzt natürlich sämtliche Narkosemittel ausprobiert, auch die schon verwendeten und auf die habe ich schon heftig reagiert. Sie müssen ja auch ein Narkosemittel finden, welches ich vertragen kann und das kann wohl dauern.

Ich weiß auf jeden Fall schon mal, daß es die komplette Narkose war, auf die ich reagiert habe, das Schlafmittel, das Schmerzmittel und auf das Mittel, welches die Muskeln erschlaffen lässt.

Ehrlich gesagt habe ich damit selbst nicht gerechnet, da mir keine Medikamentenallergie bekannt war. Jetzt muss ich aber auch dazu sagen, daß ich so gut wie nie Medikamente genommen habe, was ich bisher nicht brauchte.

Nun muss ich seit dem letzten Krankenhausaufenthalt UDC nehmen, weil sie einfach schon davon ausgehen, daß ich primär sklerosierende Cholangitis habe, obwohl ich nichts davon merke. Dafür muss ich ja am Mittwoch eine MRCP-Untersuchung über mich ergehen lassen. Ich glaube nicht, daß ich das habe, zumindest möchte ich das nicht haben. Sie gehen davon aus, weil meine Leberwerte schlecht sind und meine AP auch ständig erhöht ist. Manchmal ist das CRP auch erhöht.

Danke, das wünsche ich Dir auch. :)

LG, Isabella
 
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17.08.13
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hallo isabella,wenn es die narkose ist ,vor der du die meiste angst hast und es doch noch irgendwann zur op kommt.versuch ich dir mal die angst zu nehmen.meine tochter ist multiallergikerin (medikamente und narkosen) und hat ein aneurysma im kopf.eine total op hat sie diese woche hinter sich gebracht .trotz panischer angst meiner tochter, hat der narkosearzt alles mit allergiemitteln in den griff bekommen.

ich wünsch dir alles gute sanara:wave:
 
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06.11.14
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Hallo sanara,

es ist ja nicht nur die Angst der allergischen Reaktion von der Narkose, es ist ja auch noch etwas anderes. Ich hatte ja schon einmal eine OP gehabt, bei der es nicht so gelaufen ist, wie es eigentlich sollte und sie ist noch gar nicht so lange her.

Das hat aber weniger mit der OP zu tun, sondern schon mit der Narkose. Bevor die Narkose überhaupt gewirkt hat, hat das Muskelentspannungsmittel gewirkt. Ich konnte mich nicht mehr bewegen und nicht mehr atmen. Ich habe alles live mitbekommen, da ich ja nicht eingeschlafen bin. Ich habe wirklich Angst gehabt, daß ich ersticke, da ich keine Luft mehr bekam. Bis sie das aber bemerkt haben, verging für mich eine Ewigkeit. Sie haben mir dann nochmal was gegeben und dann war ich aber auch weg und es dauerte auch, bis ich wieder zu mir kam. Man hat mich sozusagen wecken müssen.

Und vor einem solchen Erlebnis habe ich natürlich auch Angst. Da es meine erste Narkose war, habe ich natürlich keinen Vergleich und denke, daß es nun immer so sein wird.

Da spielen so einige Faktoren eine Rolle, warum ich mich nicht zu der OP durchringen kann und ich lieber versuche, andere Therapiemöglichkeiten zu finden.

Ich wünsche Deiner Tochter unbekannterweise gute Besserung. :)

LG, Isabella
 
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17.08.13
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:)hallo isabella,

bei so einem erlebnis hätte ich auch angst.ich wünsche dir von ganzem herzen alles gute und das du die richtige therapie findest.lg sanara
 
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17.07.10
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Hallo Isabell,

ich kann Dich gut verstehen. Mir ging es vor 10 Jahren ähnlich - die Narkose hat nur ganz kurz gewirkt, aber das Muskelentspannungmittel hat mich völlig lahm gelegt. Ich konnte kein Zeichen geben, bekam Panik und hatte das Gefühl scheintot zu sein. Ich habe jedes Wort verstanden, welches Ärzte und Schwestern sprachen und ich hatte Schmerzen während der Bauchspiegelung. Als ich mich endlich wieder bewegen konnte, war ich fix und fertig und wurde in die Neurologie abgeschoben. Inzwischen mache ich einen großen Bogen um Ärzte und Krankenhäuser.

LG Rawotina
 
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06.11.14
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@sanara: Vielen Dank, ich hoffe es auch. Und ich hoffe auch, daß es noch rechtzeitig sein wird, nicht das es hinterher doch auf einer Not-OP rausläuft.

@Rawotina: Für mich war es auch der Horror. Ich habe mir gesagt, einmal und nie wieder. Ich habe gedacht, ich bin im falschen Film. Normalerweise müsste die Narkose doch sofort wirken und nicht erst das Muskelentspannungsmittel.

Noch einmal möchte ich so etwas nicht erleben. Als man mir dieses Mal mit der OP kam, habe ich direkt gesagt, daß ich die OP nicht machen werde, erstens wegen dem Erlebnis und zweitens wegen der Allergie.

Als ich das den Ärzten erzählt habe, ich gehe mal davon aus, haben sie mir das nicht geglaubt und stempeln das jetzt als Angststörung ab, was es aber definitiv nicht ist. Ich muss das Erlebte erstmal richtig verdauen und das kann etwas dauern, da die OP gerade mal 6 Monate her ist. War übrigens auch eine Bauch-OP (Schlüsselloch-Technik).

Ich weiß, daß es andere Möglichkeiten gibt, aber die scheint wohl heute kaum noch jemand anzuwenden. Sollte das wirklich so sein, muss ich halt lernen, mit den Schmerzen zu leben. Freiwillig lege ich mich nicht mehr auf den OP-Tisch.

LG, Isabella
 
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04.02.08
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Hi Isabella,

ich kann Deine Einstellung irgendwie total nachvollziehen, allerdings wäre meine
Sorgen und auch Ängste als Notfall auf den Tisch zu kommen größer, so daß
ich Vorsorge treffen würde. Um eben nicht ausgeliefert zu sein und solch
einen Horror noch einmal durchmachen zu müssen.

Meinst Du nicht auch, daß das besser ist???

VG
Destination
 
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