Fruktose aus Obst ist eigentlich Glukose ...

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... Fruktose aus Obst eigentlich keine Fruktose ist, sondern Glukose. Auch wieder recht neu, vor zwei Jahren im auch guten Journal Cell veröffentlicht:
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Links: Niedrige Mengen von Fruktose werden im Darm zu Glukose verstoffwechselt. Rechts: Hohe Mengen von Fruktose übergehen diesen Mechanismus, weswegen höhere Fruktose-Mengen den Körper, vor allem die Leber erreichen.
  • Links, kann man sich vorstellen: Das Obst. Obst enthält pro Volumeneinheit wenige Kalorien, relativ wenig Zucker, liefert Faserstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Die Matrix wird die Zucker- bzw. Fruktose-Freisetzung zusätzlich verlangsamen. Resultat: Der Körper merkt gar nicht, dass da gerade eine Ladung Fruktose reinkam, weil es erst gar nicht in der Leber landet.
  • Rechts, kann man sich auch vorstellen: 300 ml Cola abgepumpt.
Wobei man auch hier sagen muss: Leute, die halbwegs metabolisch gesund sind, schmecken, dass Cola ziemlich süß ist, und nehmen kleinere Schlücke, hauen sich das Zeug also nicht direkt in den Kopf.

Damit sollte jetzt auch der Letzte begriffen haben, dass man im Kontext einer gesunden Ernährung ganz sicher nicht zu viel Fruktose in Form von Obst essen kann – und entsprechend kann man nicht davon ausgehen, dass auch Obst jemanden metabolisch krank machen kann.

Zuletzt noch eine wichtige Anmerkung: Wir haben ja gelernt, wie wichtig ein gut verschlossener Darm ist, und dass ein ungesunder Lebensstil den Darm löchrig werden lässt. Wer jetzt mal kurz weiterdenkt, wird verstehen, dass die verlorene Barrierefähigkeit auch dafür sorgen wird, dass bei hohem Zuckerkonsum auch viel mehr Zucker in den Körper kommt …
https://edubily.de/low-carb/ein-fuer-alle-mal-obst-≠-fruktose/

Das scheint mir ein wichtiger Punkt zu sein, weil auch hier im Forum immer mal Fruktose aus Obst mit der Fruktose aus dem Maissirup, der in großen Mengen aus den USA importiert wird, gleichgesetzt wird.

Zu viel Kristallzucker macht uns krank, aber mit Isoglukose geht es noch schneller

Zu viel Zucker ist nicht gesund. Im Übermaß genossen, schadet er nicht nur unserem Gewicht, sondern fördert die Entstehung von Diabetes, Fettleber und Bluthochdruck.

Welche Zuckeralternativen gibt es?

6 TL maximal pro Tag (9 TL bei Männern) empfiehlt die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) für Erwachsene. Denn Zucker schwächt auf Dauer auch unser Immunsystem und kann damit schlimmere Krankheiten, wie zum Beispiel die Entstehung von Krebs, begünstigen.
Und Isoglucose schafft das noch schneller. Der Zuckerzusatz wird vor allem für die bereits frühe Entstehung von Fettleibigkeit und Diabetes bei Kindern und Jugendlichen verantwortlich gemacht. Denn Softdrinks, Kühlprodukte und Süßigkeiten sind meist mit Isoglucose gezuckert. Und besonders Kinder gewöhnen sich schnell an die süßen Produkte und werden im wahrsten Sinne des Wortes “nimmersatt”.
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Grüsse,
Oregano
 
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