Freie Radikale - systemisch oder lokal?

Medizinmann-Lukas

Hallo Freunde,

wer weiß, ob freie Radikale systemisch vorkommen (also im ganzen Körper gleichmäßig verteilt sind) oder ob das eher ein lokales Problem ist?
Man weiß ja z.B. dass Hautstellen, die stark der Sonne ausgesetzt waren, schneller altern, als Hautstellen, die nur selten der Sonne ausgesetzt waren.
Also müssen die freien Radikale ja lokal auftreten.
Macht man aber einen Bluttest auf freie Radikale (einige Apotheken bieten das an), so werden ja die freien Radikale im Gesamt-Blut gemessen.
Ist so ein Gesamt-Blutbild an freien Radikalen überhaupt sinnvoll, wenn die doch so oder so nur lokal auftreten? Und kann es nicht passieren, dass die lokal auftretenden freien Radikale sich auf den gesamten Körper ausbreiten?
 
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Hallo,

Interessante Frage! :idee:

Freie Radikale entstehen zum einen ganz natürlich und permanent im gesamten
Organismus, durch sämtliche Stoffwechselvorgänge (z.B. Atmung)... Zum anderen durch Einflüsse von außen...

Fand folgendes ganz gut erklärt:

"Freie Radikale - eine Gefahr für unsere Gesundheit?" Autor Günter A. Ulmer

Seit einigen Jahren wird sehr viel über spezielle instabile Oxidations-Moleküle, auch freie Radikale genannt, berichtet. Diese Radikale sind kurzlebige Zwischenprodukte, die im Stoffwechsel des Körpers entstehen; auch durch Einwirkung von Sonnenlicht, durch Umwelteinflüsse, fehlerhafte Ernährung, Fettoxidation, Rauchen, Bewegungs- und Sauerstoffmangel und Stress-Situationen. Aber auch faulende, verwesende und zerfallende Substanzen lassen freie Radikale entstehen.

Wenn unser Körper normal arbeitet und die Sauerstoff-Radikale nur durch den Stoffwechsel entstehen, kann unser Organismus sich darauf einstellen. Etwa 3 bis 5 Prozent des Sauerstoffs, der von unserem Organismus verbraucht wird, wird nicht vollständig zu Wasser reduziert, sondern bildet noch instabile, freie Sauerstoff-Radikale. Diese sind durch einen besonderen Energiezustand extrem reaktiv und daher im Körper auch nur Nanosekunden bis Millisekunden existent. Freie Radikale sind für bestimmte Funktionen und Prozesse in unserem Körper sogar notwendig. Durch ihre Aggressivität können sie den Organismus von Unrat in Form von angeschlagenen oder abgestorbenen Zellen reinigen. Ohne sie würde der Organismus durch abgestorbene Zellen verschlacken, die wiederum Nahrung für krank machende Mikroben wären.

Insbesondere die weißen Blutkörperchen, unsere Blutpolizei, bedient sich auch freier Radikale, um gefährliche Bakterien und Mikroben und andere Krankheitserreger zu vernichten.

An sich haben Enzyme die Aufgabe, die chemischen Reaktionen bei der Energiegewinnung im Körper so zu steuern, dass kein Schaden entsteht. Bei genügend Energie verlaufen auch die Oxidationsprozesse beherrscht, harmonisch und ausgeglichen. Bei schwacher Energie oder einem unnormalen und gestörten Stoffwechsel aber zerfällt die Ordnung und die Prozesse verlaufen schwach, unbeherrscht, ruckartig, hektisch und angespannt.

Struktur der freien Radikale

Normalerweise zeigen Atome aus energetischen Gründen die Tendenz, immer Elektronen paarweise in der Atomhülle zu bilden. Im Stoffwechselprozess oder durch andere Reaktionen können Moleküle ein Elektron einbüßen und werden so zu einem Molekülbruchstück, das aggressiv und intensiv versucht, sich aus anderen Molekülen wieder ein Elektron zu entreißen. Auf diese Weise können auch gesunde Körperzellen attackiert und angegriffen werden, ganz egal ob diese Eiweiß- oder Fettsäuremoleküle sind. Es kann dann sogar zu Kettenreaktionen kommen.

Wird beispielsweise ein Fettsäuremolekül durch ein freies Radikal attackiert, so hat dies die Bildung eines weiteren freien Radikals zur Folge, womit eine Kettenreaktion ausgelöst wird, die letztendlich zur Zerstörung der Zellmembran führen kann. Sind erst einmal Löcher in die Zellwand gebrochen, können frei Radikale auch den genetische Code (DNS) des Zellkerns angreifen und verändern.

Freie Radikale versuchen also von anderen Molekülen an der Zellwand ein Elektron an sich zu binden. So befinden sich in unserem Körper stabile und instabile Sauerstoffmoleküle. Zur Erhaltung der Lebensfunktion sind stabile Moleküle unentbehrlich.

Durch freie Radikale können sich auch sogenannte „Nonsens-Moleküle“ bilden, die die Zelle nicht verwerten kann und die zum Teil auch als nicht verwertbarer Müll in der Zelle liegen bleiben.

Die Attacken der vermehrten freien Radikale richten sich gegen alles. So kann es zu Schädigungen der Körperzellen und der Erbsubstanz bis hin zu deren Entartung kommen, was zu Krankheiten und Tumorbildung führen kann.

Deshalb ist unser Körper mit Schutzstoffen ausgestattet, die gegen freie Radikale (Oxidantien) wirken. Sie werden deshalb Antioxidantien genannt und fungieren als Radikalenfänger.
Lieben Gruß. :wave:
 
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Bei oxidativem/nitrosativen Stress kann Baubiologie hilfreich sein

Forschungen zeigen, dass elektromagnetische Strahlung zu oxidativem Stress führen kann und somit zu schädigenden Oxidationsprozessen in Zellen durch freie Radikale.

Die zerstörerische Wirkung dieser freien Radikale wiederum steht im Verdacht, Ursache zahlreicher Zivilisationskrankheiten zu sein. Da der oxidative Stress bereits bei Strahlung unterhalb der aktuellen Grenzwerte ausgelöst wird, reichen diese Grenzwerte bei weitem nicht aus, um die Gesundheit der Menschen zu schützen.

Der Baubiologe kann die Intensität von elektromagnetischer Strahlung im Wohn- und Arbeitsumfeld messen, beurteilen und Lösungen vorschlagen.
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wer weiß, ob freie Radikale systemisch vorkommen (also im ganzen Körper gleichmäßig verteilt sind) oder ob das eher ein lokales Problem ist?
Hallo,
Dr. Kukliski meinte einmal bezüglich Stickstoffmonoxid bei Kopfgelenkschäden, dieses wäre auch deswegen so gefährlich, weil es direkt unter dem Hirnstamm gebildet wird und so dort besonders Schäden anrichten kann. D.h. lokale Bildung, und konzentriert lokale Wirkung, später gelangt es dann weiter im Organismus, es wird ja auch z.B. über die Lungen abgeatmet. In welcher Konzentration es wo vorkommt, kann ich leider nicht ssagen.
 
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