Erkennen der Borreliose

nicht der papa

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Da ich es gerade zufällig entdeckt habe und ganz interessant finde.
Auszug aus einem Fachbuch https://www.fgissler-fachbuch.com/shop/media/leseproben/borreliose 2.pdf

Eine Borreliose ist nur sehr schwer zu erkennen. Ihr Erscheinungsbild und ihr Verlauf kann sehr unterschiedlich sein und kann fast alle bisher bekannten Krankheitssymptome auslösen.
Ebenso verhält es sich bei der Spätborreliose, die durch ihre Leitsymptome auffällt und eindeutige Laborergebnisse hervorbringt. Eine Borreliose mit untypischen, komplexen Symptomen und grenzwertigen Laborergebnissen ist schwer zu diagnostizieren. Besondere Probleme können dazu noch fehlerhafte Laborergebnisse verursachen.
Die Liste der in der medizinischen Literatur der letzten Jahre beschriebenen Symptome sicher diagnostizierter Borreliose-Erkrankungen wird immer länger.
Inzwischen zählen dazu Symptome aus den Bereichen Allergien, Alzheimer, Arthritis und Arthrose, Augenerkrankungen, chronische Bauchbeschwerden, Bronchialasthma, chronische Müdigkeit bis zum Burn-out-Syndrom, depressive Zustände, Diabetes, Entzündungen in allen Körperregionen und Organen, Fieberzustände, Herzerkrankungen, Hirnstörungen, chronische Kopfschmerzen, Magen- und Darmbeschwerden, Migräne, Muskelabbau und -schmerzen, Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündungen, Nervenschmerzen, Ohrensausen, psychische Persönlichkeitsveränderungen, Schlafstörungen, Schmerzzustände, Sehnenschmerzen, Sehstörungen und Sensibilitätsstörungen bis zur vollständigen Lähmung sowie Hirnleistungs- und Sprachstörungen, steifer Hals, Störungen des vegetativen Nervensystems und Zittern.
Da die Erkrankung sehr vielschichtig sein kann, haben zahlreiche Patienten eine wahre Odyssee durch eine lange Reihe von Arztpraxen und Kliniken hinter sich, ohne Hilfe gefunden zu haben. Viel schlimmer noch, werden die an sich schon schwer betroffenen Patienten von vielen Ärzten in ihrem diagnostischen Unvermögen als Hypochonder oder Simulanten abgestempelt, was eine zusätzliche physische und auch eine nicht zu unterschätzende psychische Belastung bedeutet.
Das Problem ist, dass die meisten Betroffenen den auslösenden Zeckenbiss gar nicht bemerkten, dem untersuchenden Arzt also auch keinen Hinweis darauf geben können und deshalb die notwendigen Blutuntersuchungen nicht durchgeführt werden. Der Nachweis der Spirochäten im Blut ist schwierig, aber über einen Antikörpernachweis möglich; ihre Anzuchtkultur ist ebenfalls sehr aufwendig. Und alle Ergebnisse sind sehr unsicher.

Ein 38 Punkte umfassender diagnostischer Erhebungsbogen des
amerikanischen Arztes Dr. Joseph J. Burrascano zeigt, welch breiter
Bereich durch eine Borreliose betroffen sein kann:
1. Nicht erklärliches Fieber, Schwitzen, Frösteln, Hitzewallungen
2. Nicht erklärliche Gewichtsveränderungen
3. Müdigkeit, Erschöpfung, geringe Ausdauer
4. Nicht erklärlicher Haarausfall
5. Geschwollene Lymphknoten
6. Halsschmerzen
7. Schmerzen an den Hoden, in den Leisten
8. Nicht erklärbare Menstruationsunregelmäßigkeiten
9. Nicht erklärbare Milchproduktion, Brustschmerzen
10. Blasenfunktionsstörungen
11. Sexuelle Funktionsstörungen oder Libidoverlust
12. Magenbeschwerden
13. Veränderte Stuhlgewohnheiten
14. Schmerzen des Brustkorbs oder Wundgefühl über den Rippen
15. Kurzatmigkeit, Husten
16. Herzklopfen, Herzstolpern, Blockierung der Herzreizleitung
17. Herzgeräusche
18. Gelenkschmerzen, Gelenkschwellung
19. Gelenksteifigkeit (auch des Nackens oder des Rückens)
20. Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe
21. Zucken der Gesichts- oder anderer Muskeln
22. Kopfschmerzen
23. Nackenschmerzen
24. Kribbeln, Taubheitsgefühl, Gefühlsstörungen, Schmerzen
25. Fazialisparese (Bellsche Lähmung)
26. Augen: Doppelsehen, Schleiersehen, Lichtempfindlichkeit
27. Gehör: Pfeifen, Schmerzen, Geräuschempfindlichkeit
28. Reisekrankheit, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen
29. Benommenheit, Gangstörungen
30. Tremor (Zittern)
31. Verwirrtheit, Denkschwierigkeiten
32. Konzentrations-, Leseschwierigkeiten
33. Vergesslichkeit, eingeschränktes Kurzzeitgedächtnis
34. Desorientiertheit (Verirren, an falsche Plätze gehen)
35. Sprech- oder Schreibschwierigkeiten
36. Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Depression
37. Schlafstörungen (zu viel, zu wenig Schlaf, frühes Erwachen)
38. Alkoholunverträglichkeit
 
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