Der Mensch, der Diener der Götter?

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Der Mensch als Diener der Götter

Schon die alten Religionen zielten auf diese Antwort. So stellten es sich die Menschen damals vor: Die Götter seien faul geworden. Sie seien zu faul, um für sich selbst zu sorgen. Die tägliche Sorge um die Nahrung sei ihnen ganz einfach zu viel geworden. Und deshalb hätten sie den Menschen geschaffen: als Diener, damit es jemanden gäbe, der sie mit Speise und Trank versorgen würde. Die Menschen seien dazu da, um den Göttern Opfer darzubringen. Und von diesen Opfern lebten die Götter.
Wenn die Menschen richtig opferten, dann waren die Götter auch zufrieden. Sie belohnten die Menschen dann mit allem, was sie brauchten - mit allem Notwendigen: mit Regen, Pflanzen, gelungenen Ernten ...
Und glücklich der Mensch, der eine Gottheit gefunden hatte, die ihm gnädig war. Denn wem die Götter wohlgesonnen waren - mit wem sie zufrieden waren -, dem ging es gut, der konnte gut leben. Und wem es schlecht erging, der hatte eben einen Gott erzürnt.
So einfach war das. Jahrhunderte lang hatten es sich die Menschen so erklärt. Und in unseren Katechismen hat sich diese Erklärung bis in unsere Tage hinein erhalten - Und dabei ist sie so abgrundtief falsch!

Gott braucht uns nicht

Dem Gott der Bibel zumindest, wird diese eben genannte Erklärung absolut nicht gerecht. Als ob wir Gott etwas zu geben hätten! Als ob Gott irgend etwas von uns brauchen würde!
Im Psalm 50 wird es ganz deutlich zum Ausdruck gebracht, wenn Gott sagt:
"Hätte ich Hunger, ich brauchte es dir nicht zu sagen, denn mein ist die Welt und was sie erfüllt." (Ps 50,12)
Der Gott, den die Bibel verkündet, ist anders, als es sich die Menschen früher vorstellten. Dieser Gott braucht keine Opfer, er braucht keine Diener.
Deshalb hat Gott den Menschen - wie es die Bibel schildert - auch nicht dafür geschaffen, damit er ihm etwas gebe, etwas opfere. Er hat den Menschen nicht für sich geschaffen.

Für den Erdendienst bestimmt

Gott erschafft den Menschen, weil es niemanden auf der Welt gab,
"... um den Erdboden zu bebauen." (Gen 2,5)
Er formt den Menschen und setzt ihn in seinen Garten,
"... damit er ihn bebaue und bewache." (Gen 2,15)
So schildert es die Schrift. Das ist der eigentliche Sinn des Menschen. Der Sinn des menschlichen Lebens ist nicht der Gottesdienst. Es ist der Erdendienst, der Weltdienst. Wir sind von Gott in seinen Garten gesetzt worden, um seine Schöpfung zu bebauen und zu bewachen.

Mir gefällt diese Text sehr, weil er dem Menschen eine Eigenständigkeit einräumt.

Gruss,
Uta
 
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Hallo Uta,

mir gefällt der Text auch sehr gut.
Ich finde auch der Gott Israels unterscheidet sich von allen anderen Göttern die sich der Mensch geschaffen hat.

Leider hat dein Link bei mir nicht funktioniert!

Liebe Grüße
Anne S.
 

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