DDFB / SIBO Ernährung bei Mangelerscheinungen

Hallo,
ich wollte mich hier nochmals melden. Ich habe inzwischen einen Wiederholungstest bei Sibolab gemacht, der wieder positiv beim Methan war, aber der Anstieg war deutlich geringer. Einerseits erfreulich, dass ich eine Besserung erreichen konnte, anderseits geht es mir derzeit wieder schlechter. Entweder die Methanbilder haben sich kurzfristig wieder vermehrt oder aber meine Beschwerden haben noch andere Ursachen. Ich hatte vor ca. 1 jahr auch eine Darmflorabestimmung durchgeführt, die auch eine Dysbiose besätigt hatte. Insofern habe ich das Problem einersseits meinder Methanbilder mit natürlichen Antibiotika zu bekämpfen, andererseits was für den Darmaufbau zu tun. Und dann ist natürlich noch das Problem der Ernährung. Ich habe durch eine kohlenhydratarme Kost einfach mein Gewicht nicht halten und wenn ich noch mehr abnehme komme ich zu einem kritischen Punkt ( 1,82 und 66 KG). Gibt es zur Ernährung oder zur Kombination Darmaufbau/ Sibo neue Erkenntnisse?
 
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Ich bin zur Zeit nach einem Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik ( ja, soweit haben mich die Beschwerden gebracht) tatsächlich dabei eine vom Israelitischen Krankenhaus in Hamburg empfohlenen Sibo-Diät durchzuführen. Ich habe die 66 kg bei 1,76 m und die Diät arbeitet hauptsächlich mit der Eingrenzung der Ballaststoffe auf 10g täglich. Die Kalorien soll man aber über Maltodextrin erhöhen können, damit das Gewicht nicht so sinkt.
Nach einer Woche von 4-6 ist allerdings das Brennen im Unterleib deutlich schlimmer geworden als wenn die jetzt fehlenden Ballaststoffe die Darmwände vorher etwas geschützt hätten.
Gerade hatte ich gemeint, nit den Beschwerden besser leben zu können, schon verwandelt sich die Hoffnung auf Besserung wieder in Angst. Ich ziehe die Diät weiter durch, in der Hoffnung, dass es vielleicht nur Anpassungsbeschwerden sind.
 
Hallo,
ich habe jetzt auch eine Woche sehr kohlehydratarm gegessen. Gestern nur etwas mit Kartoffeln gesündigt ( hier scheiden sich ja die Geister, ob bei Sibo erlaubt, weil sie eigentlich weit oben im Dünndarm verstoffwechselt werden). Ansonsten ersetze ich Nudeln und Reis durch Konjak-Produkte und backe mein Brot ( Dr. Almond low carb-Mischung) selbst. Leider sind die Blähungen eher schlimmer geworden. Ich verstehe das auch nicht, weil mein Nach-Test ja deutlich besser war als der Test vorher. Vielleicht liegt es doch an der insgesamt gestörten Darmflora oder es gibt halt tatsächlich eine Übergangszeit. Leider kann ich mein Gewicht nicht halten, das mit dem Maltodextrin überlege ich mir. Peter, es wäre schön wenn Du uns mit deiner Diät auf dem Laufenden halten würdest.
 
Hallo zusammen, ich wollte mal fragen ob eure Symptome besser geworden sind ? Leide an ähnlicher Leidensgeschichte..
Grüße Selina
 
Hallo,
Bin auch eine Leidensgenossin mit Gewichtsverlust, starken Symptomen, Koliken, Schmerzen, Schlafstörungen, Depressionen. 3 Tage psychosomatische Klinik, Essen nicht vertragen, heim gefahren. Seit 6 Monaten Leid und Verzweiflung.....
 
Inzwischen ist bei dem Thema ja viel Zeit vergangen. Aber vielleicht mal die Rückmeldung, dass meine Darmbewchwerden ca. 2,5 nur noch ganz minimal waren. Also. Auch Imo kann man behandeln. Leider habe ich jetzt seit ca. 1/2 Jahr die alten Beschwerden wieder, obwohl ich mich eigentlich ziemlich gesund ernährt habe. Leaky gut war leider auch positiv, hat sich jetzt aber nach den Werten stark verbessert,, leide merke ich das nicht, vermute dass das Problem Sibo oder Imo halt noch groß ist.
 
Hallo,
ich habe lang nichts mehr geschrieben in diesem Forum, das letzte Mal vor etwa einem Jahr glaube ich. Hintergrund: Long Covid seit 4 Jahren, Impfschaden seit 5 Jahren, Tinnitus seit Doxycyclin und Zeckenbiss vor 4 Jahren, Verschlimmerung der Symptome nach Fasten, Blutwäsche, diversen anderen Sachen und im Sommer high-protein und Sport (Crash letzten Herbst + neue Covid-Infektion). Seitdem überwiegend hausgebunden.

Um es kurz zu machen, ich habe herausgefunden, dass ich ebenfalls IMO (und mittlerweile auch SIBO) habe - im Sommer während meiner high-protein-diät (Carnivore auch kurz probiert, ging komplett nach hinten los) und Sport - als es mir eigentlich ein wenig besser ging (immerhin konnte ich ein wenig Sport machen). Ich schaffte es, an Rifaximin & Neomycin zu kommen, woraufhin sich meine Darmprobleme (vorher: massive Blähungen und Völlegefühl) extrem verschlimmerten. Ich bekam in den Wochen und Monaten danach massive Verstopfung und schlimme Krämpfe, vertrug überhaupt nichts mehr (auch low-fodmap nicht).

Ich hatte auch einen Mikrobiomtest etwa gleichzeitig mit dem ersten SIBO-Test (Methan 64ppm, H2 11ppm) gemacht, der ziemlich useless und aussagelos war. Da stand drin, mein Mikrobiom wäre hervorragend, tolle Darm-Leber-Achse, darm-Nieren-Achse, ein langer grüner Balken bei B6 und Tryptophan.

Hm... was sollte ich mit dieser Info anfangen? B6 triggert bei mir die Nervenschmerzen in den Fingern (über die ich schon mal berichtet hatte). Und warum war in meinem Aminogramm, im Sommer während high-protein Diät, ausgerechnet Tryptophan so unterirdisch niedrig, während alle anderen Aminosäuren im Normalbereich waren (und Taurin sogar viel zu hoch)? Den Arzt dort hat es nicht interessiert, meinte nur, es gäbe bei meinem Mikrobiom nichts zu meckern. Warum habe ich dann aber massive Schwäche (CFS), PEM, neurologische Ausfälle beim Gehen (Beine fühlen sich wie fremdgesteuert an, kein automatisches Gehen mehr möglich, muss mich konzentrieren, um nicht einzuknicken, zu stolpern etc.), Tinnitus, Kribbeln am ganzen Körper, Nervenschmerzen in Zehen, Fußsohlen, Fingern mit Rötungen (Entzündungen?), Schlafstörungen, Depressionen, Zitterattacken, Muskelzuckungen und -krämpfe, und alles wird trotz Einnahme zahlreicher mitochondrialer Supplemente eher schlimmer über die Jahre statt besser? Und jetzt auch noch Darmsymptome, die noch schlimmer wurden nach den beiden SIBO-Antibiotika? Und die Schwäche so massiv inzwischen, dass ich stundenlang nicht mehr aufstehen oder gehen kann?

Ich forderte eine Liste meiner entdeckten Mikroben an und begann selbst zu recherchieren (der Arzt war etwas beleidigt, dass ich die Liste haben wollte, aber er schickte sie mir). Was ich da rausfand, war unglaublich. Es erklärt einfach alles.

Ich habe nicht einfach "nur" IMO (und inzwischen auch SIBO), sondern in Wahrheit eine massive Dysbiose, vom Mund bis zum A.... Die ganz "typischen" SIBO-Keime wie E. coli, Klebsiella, Proteusarten usw. habe ich gar nicht. Ich habe ganz eigenartige Keime: Prevotella buccae an zweiter Stelle (pathogener Mundkeim), Eisenbergiella tayi an fünfter (assoziiert mit MS), Achromobacter xylosoxidans (pathogener Keim, löst Mucoviszidose aus) und andere antibiotikaresistente Bodenkeime, einige Bacteroides, z.B. thetaiotaomicron. Und was alle diese Keime tun: Sie leben in erster Linie von Kohlenhydraten, allen voran komplexe Kohlenhydrate, also Ballaststoffe. Sie haben hocheffiziente, spezialisierte Enzyme, mit denen sie die allerkomplexesten Kohlenhydrate spalten und verwerten können, bis hin zu Holzzucker (Xylose), Zuckeralkoholen (Sorbitol, Xylitol, Mannitol, Glycerol etc.) und sogar HPMC-Kapseln, alles die Sachen, die angeblich nicht verstoffwechselt werden können (auch nicht von Bakterien). Sie sind allesamt gramnegativ, was bedeutet, sie haben eine Lipopolysaccharid-Hülle. Dieses LPS geben sie ab, wenn sie sich vermehren und wenn sie absterben. Dieses LPS ist hoch neurotoxisch, verursacht leaky gut, verursacht Entzündungen, triggert den Kynureninpfad (Tryptophanstoffwechsel), wobei toxisches Quinolinat, und außerdem die Neurotoxine Skatol, Indol etc. entstehen. (Das war wahrscheinlich der Grund, warum bei "Tryptophan" ein so langer grüner Balken war - weil ich viele Bakterien habe, die Tryptophan verstoffwechseln können - aber nicht etwa zu Serotonin, sondern zu neurotoxischen Metaboliten!!!). Ein Viertel meines Mikrobioms erzeugt übrigens B6 (unklar, ob aktives oder inaktives, das dann die Rezeptoren blockiert - so oder so - ich habe offensichtlich viel zu viel davon schon allein durch die Bakterien im Darm!).

Und dazu kommt: sie produzieren allesamt hohe Mengen Ammoniak. Dieses ist stark neurotoxisch, kann bei Leberschäden eine lebensbedrohliche Enzephalopathie auslösen. Der Körper muss dieses die ganze Zeit entgiften, da es nicht nur neurotoxisch ist, sondern die Mitochondrien lahmlegt, ROS erzeugt, Kalium aus den Zellen verdrängt, usw. Dazu braucht man hohe Mengen Ornithin/Arginin für die Leberentgiftung (die jedoch von genau denselben Bakterien sofort wieder in Ammoniak zerlegt werden), und außerdem Natrium für die Entgiftung in den Nieren (aber Natrium alkalisiert das Blut, wodurch ungiftiges Ammonium sofort in Ammoniak umgewandelt wird, was sich sofort auf die Nerven auswirkt).

Fast alle diese meine "Ballaststoff-Spezialisten" können aber statt Kohlenhydrate auch sehr gut Eiweiß verwerten (wobei eben dann Ammoniak entsteht). Und wenn man fastet, sie also aushungern will, ernähren sie sich von den Zuckern und Proteinen in der Darmschleimhaut. Sie bilden massiv Biofilme, manche von ihnen sind Antibiotika-resistent. Der zweithäufigste ist übrigens ein Mundkeim, der "von oben" bis zum Darm gewandert ist. Dieser Prevotella buccae produziert Ammoniak und LPS schon im Mund, sitzt wahrscheinlich im gesamten Dünndarm, wo er die Gifte effektiv ins Blut abgeben kann.

Zudem habe ich eine hyperchlorämische Azidose - unklar ist, ob durch Ernährungsfehler (chloridreiches, natriumarmes Wasser), durch Nierenprobleme (schaut im Blutbild immer gut aus) oder eben wegen der Ammoniakproblematik (im "sauren" Milieu durch hohes Chlorid kann Ammoniak in der ungiftigen Form Ammonium gehalten werden und richtet weniger Schaden an). Diese Azidose ist stark mitochondrienschädigend, stört die Na-K-Pumpe an den Zellwänden, blockiert den Transport von Vitaminen und Mineralstoffen, blockiert Enzyme, kann verantwortlich sein für meine Muskelschwäche, Zittern, Zucken, Fatigue und vieles mehr. Problem: nehme ich weniger chlorid und mehr Natrium zu mir, merke ich das sofort mit Schwindel, Depersonalisationsgefühle, Derealisation, "Auflösungsgefühl" des gesamten Körpers mit den Gefühl, gleich umzukippen. Das wird wohl das Ammoniak sein.

Seit Monaten recherchiere ich jetzt zu meinen Mikroben und passe meine Strategie laufend an. Ich therapiere mich momentan selbst mit antimikrobiellen Mitteln, bestimmten Probiotika und anderen Substanzen, angepasst an mein Mikrobiom und die Problematik, unter Beobachtung meiner Symptome.

Ich schreibe das hier eigentlich für diejenigen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Lasst euch bei Verdacht auf SIBO testen (Atemtest) und kombiniert es mit einer Mikrobiom-Analyse - aber verlangt die komplette Bakterienliste, damit ihr recherchieren könnt! Die Aussagen der Mikrobiom-Analyse selbst sind zu oberflächlich. So wie bei mir rauskam, ich hätte ein Super-Mikrobiom, und beim Recherchieren der Keime stellt sich dann raus, dass sie allesamt Giftfabriken sind, hochgradig pathogen und für meine Symptome verantwortlich.

Good luck!
 

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