Datura's Watschentherapie- AB und Borreliose

Datura

in memoriam
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09.01.10
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So, jetzt eröffne ich einen Thread zu meinen therapeutischen Überlegungen in Bezug auf Borreliose und andere intrazelluläre Infektionen. Hier mein "Vortrag":

Meine Borreliose ist jetzt 4 (oder 5??) Jahre alt. Nachdem ich ein dreivierteljahr benötigt habe, mir die wichtigsten Kenntnisse anzueignen und meine Ärztin "weiterzubilden" (hatte auch Glück auf dem Weg), hatte ich in dem der Infektion folgenden Frühjahr meine schlimmsten Symptome. Ich konnte nicht laufen wegen geschwollener und schmerzhafter Füße, bin gegen Türpfosten gelaufen, hatte vergessen wo ich war, habe Gläser neben den Tisch gestellt, aus der Hand fallen lassen, alles vergessen, Zucken, Ameisenlaufen- naja, richtig schwer krank über Jahre war ich nicht, aber mir hats gereicht.

Ich habe damals für drei Wochen 600mg Doxy /Tag genommen, (bei etwa 57 kg Gewicht), alle Symptome waren weg.

Wenn ich damals schon gewusst hätte, was ich heute weiß, hätte ich ab da schon die "KUF"- Therapie bzw die Watschentherapie gemacht, in dem Wissen, dass man das Elend nicht völlig wegbekommt, aber damals dachte ich immer noch, mit alternativen Unterstützungen und AB bekomme ich den Kram endgültig weg. Habe in der Folge immer wieder für drei Wochen oder auch nur 10 Tage oder so Antibiotika genommen, habe meinen Stand auf die Weise halten können.

Ich mache einiges an ergänzenden Maßnahmen, NEM's, Colostrum, Artemisia- Tee, Grapefruitkernextrakttropfen und ich nehme alle vier wochen für zwei Tage eine AB- Kombi aus Doxy oder Mino und einem Makrolid. Wenn ich Acithromycin nehme, dann dies nur einen Tag. Auch Ketek (Ketolid) spielt mit. Metronidazol habe ich einmal für 10 Tage genommen, Quensyl nie.

Mir haben Antibiotika ein menschenwürdiges Leben gerettet und ich möchte vor Angstmacherei vor Antibiotika dringend warnen. Wer wirklich über Jahre schwerst an Borreliose erkrankt ist, wird über die Alternative nicht groß nachdenken. Allerdings warne ich vor Langzeiteinnahmen. Ich plädiere für kurze, hochdosierte Zyklen (7-14 Tage), dann 4 Wochen Pause und beobachten, was passiert.

Die Sache mit der Zystenbildung: Am größten ist die Möglichkeit der Zystenbildung bei Betalaktamantibiotika (Penizilline, Cephalosporine, wozu auch das Ceftriaxon gehört), weil diese den Aufbau der Zellwand behindern. Da die Borrelien ohne Zellwand weiterleben können, als zystische Formen ohne ordentliche Zellwand, bilden sie dann ebendiese (zystischen Formen. Bei den Tetracyclinen ist die Gefahr eher gering.

Aber: Die Biester bilden so oder so zystische Formen einfach so und diese überleben nicht ewig, sie müssen sich wieder in vermehrungsfähige verwandeln, die man dann wieder erwischen kann.

Deshalb ist heute meine Meinung (und die Erfahrung einiger borreliosebetroffener und meine Erfahrung gibt mir recht):

Watschentherapie (ein Ausdruck, den Kleeman und Huismans geprägt haben, die Quelle kommt noch, also so um die 7 Tage Antibiotika, dann 3 Wochen Pause die wirksamsten sind Doxy und Mino, hochdosiert, auch wirksam ist ne Kombi aus Tetracyclinen und Makroliden ) von Anfang an aus folgendem Grund:

Beide Gruppen wirken zwar intrazellulär ( Betalaktams wirken im interzellularraum, aber nicht intrazellulär und nicht nur, wenn die Borrelien im Blut schwimmen, wie ich irgendwo hier gelesen habe), aber beide Gruppen sind nur bakteriostatisch, dass heißt sie behindern die Vermehrung.

Da die Antibiotika bei längerer Einnahme das Immunsystem unterdrücken, schafft das Immunsystem nicht mehr, die halbtoten Reste wegzuschaffen, die Borrelien erholen sich wieder, auch eine Möglichkeit, das Borreliose nicht weggeht.

Beide Antibiotikagruppen, die Tetras und die Makrolide (auch Ketek ) wirken auf die Ribosomen, die bei der Zellteilung eine Rolle spielen. Da auch die Mitochondrien sich teilen un d dafür ihre Ribosomen brauchen, können die Mitochondrien angeknackst werden, aber:

in jeder zelle gibt es 1000-3000 Mitochondrien, die Zellen und die Mitos teilen sich dauernd und dauernd, sie haben eigene Reparaturmögtlichkeiten. Deshalb immer wieder Pausen, damit die Systeme sich erholen können, allen voran das Immunsystem, denn eben, Borreliose bekommt man nicht in 10 Tagen weg.

Bernt-Dieter Huismans, Wolfgang Klemann: Langzeitbehandlung mit Antiinfektiva bei persistierender Borreliose mit Borrelien-DNA-Nachweis durch PCR (Buch) - portofrei bei Libri.de

Kleman und Huismans haben viele Monate durchgehend therapiert und empfehlen anschließend die "Watschentherapie, wenn man einen annehmbaren Gesundheitszustand erreicht hat, aus meiner Erfahrung plädiere ich für 7 Tage- drei/vier Wochen Pause von Anfang an, aber ziemlich hochdosiert. Für denkbar halte ich auch am Anfang 14 Tage AB oder auch 10 Tage, ich würde das je nach Symptomlage entscheiden.

Bei einigen auch bei Borre angewandten AB ist die Situation anders ( bei dem bakteriziden Rifampicin, auch bei den Gyrasehemmern). Die gehen auf die DNS, um die Vermehrung zu verhindern, das heißt, auch auf die DNS der Mitochondrien, so das diese sich auf Dauer nicht mehr ohne Fehler vermehren können, aber das gilt auch nur bei Langzeitanwendung, aber ich schätze die Gefahr von Mitochondrienschädigung da höher ein.

Zur Resistenzbildung: Es stimmt zwar, dass die Resistenzsituation bei Makroliden nicht besonders günstig ist, aber dies trifft auf Borrelien und auch m.W. auf Chlamydien nicht zu, auch nicht bei Anaplasmen, bei den anderen intrazellulären co- Infektionen weiß ich das nicht so genau. Borrelien werden nur sehr sehr schwer resistent, die Gefahr, dass die auf Doxy resistent werden, ist zu vernachlässigen. (Sie werden deshalb nicht resistent, weil sie sich so langsam vermehren, sie brauchen es nicht zum Überleben , resistent zu werden, sie haben einen Riesenhaufen anderer Persistenzmechanismen).

Bei TBC zum Beispiel ist die Situation anders, da wird ja eine Kombination von AB gegeben nach Antibiogramm für ein halbes Jahr, es werden die Kombis auch gewechselt. Da hat man gute Chancen, die Infektion nach einem halben Jahr endgültig los zu sein, außerdem werden Tuberceln leicht resistent.

Bleibt noch die Resistenzbildung von Allerweltskeimen. Es kann natürlich passieren, dass sich ein Keim in mir vermehrt, der resistent wird auf Tetras und Makrolide, aber es gibt noch eine ganze Reihe von AB- Gruppen, auf die man zurückgreifen kann im Falle eines Falles. Und wirklich multiresistente Keime holst Du dir im Krankenhaus.

Bei antibakteriellen Medikamenten ("AB's) ist es zwingend notwendig, Symbiontenkulturen einzunehmen, immer im Abstand zu den Antiinfektiva, aus folgendem Grund:

Die Antiinfektiva (allen voran die Betalaktamantibiotika) dezimieren die Darmflora, also die nützlichen Bakterien (Doxycyclin ist da nicht so dabei), in diesen Räumen können sich pathogene Keime breitmachen, sie machen also einen negativen Selektionsdruck. Deshalb gibt man Lakto- und Bifidobakterien ins System, um den negativen Selektionsdruck abzumildern, Durchfälle zu verhindern. Es gibt dazu inzwischen Studien, die sind auch schon hier im Forum genannt.

Eine Quelle ist hier:

www.springer-gup.de/de/gesund...E_Durchfaelle/


Im Anhang findet Ihr die beiden Dateien, von denen ich gegutenbergt habe.



Liebe Grüße
Datura

Eins noch: Bitte seid so nett und führt hier keine Grundsatzdiskussion zu Antibiotika bei Borreliose und Koinfektionen. Nebenbei: Wenn Ihr antibiotisch wirklich wirksame Kräuter nehmt (die gibt es ja) - die haben natürlich auch Nebenwirkungen, vor allem natürlich bei Langzeiteinnahme. Es wird behauptet, das Angocin (Senföle, Meerettich) die Darmflora nicht beeinträchtigt. Das stimmt sicher nicht- nur mal als Beispiel.
 

Anhänge

  • AB-JADIN-Ther[1].Intraz.Protokoll.pdf
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  • KUF.doc
    40.5 KB · Aufrufe: 159
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Interessanter Ansatz, wäre interessant in der Langzeitbetrachtung was es denn bringt, insobesondere im Vergleich zu anderen Ansätzen -auch wenn individuelle Besonderheiten immer eine Verzerrung in den Vergleich bringen.

Was die Pflanzen betrifft sind Meerrettich und Senföle nicht die Pflanzen und Wirkstoffe, mit denen man die Borreliose bekämpft. Die Pflanzen der Standardprotokolle haben bis auf wenige Ausnahmen keine Nebenwirkungen bei Langzeiteinnahme, in Studien und Versuchen getestet.

In jedem Fall viel Erfolg mit der Therapie, ich vermute Du wirst in diesem Thread die Entwicklung darstellen, richtig?
 
Ich kann die Entwicklung jetzt schon darstellen, seit Anfang 2010, also seit ich alle vier Wochen (auch mal sechs Wochen) diese zwei- Tage- Therapie mache, bin ich praktisch symptomfrei, von den AB merke ich nix.

Alles Gute für alle!

Datura
 
das ist doch prima, hast du "nur" Borreliose oder auch Cos? Das spielt sicher eine große Rolle, weil AB ja doch tendenziell erregerspezifisch sind. Wenn man also ganz genau weiß, was man hat, kann man mit gepulsten ABs bestimmt auch viel erreichen.

lg
cheyenne
 
Nachgewiesen ist bei mir Borreliose und Chlamydien, bei beiden sind Makrolide bzw Tetrazycline und Kombis davon wirksam, übrigens bei den meisten Coinfektionen, außer Babesien; Bartonellen sind ausgesprochen schwer zu behandeln, aber laut Literatur reagieren auch sie auf Doxy in hoher Dosierung. Wie es mit der Resistenzbildung bei Bartonellen ist, weiß ich nicht. Hätte ich Babesien, würde ich konsequenter mit Artemisin behandeln.

Liebe Grüße
DAtura
 
Danke für den Thread, Datura. :)

Vielleicht interessiert's: Hier ist auch eine, die die Watschen gemacht hat - übrigens die Verfasserin des hervorragenden neuen Lyme-Thrillers Die verschwiegene Epidemie.

Wie "Huf" mache ich (vom Spezi geraten) eine monatliche Stoßtherapie - auch bei Symptomfreiheit - d. h. alle 3 - 4 Wochen nehme ich für 3 Tage 2 x 250 mg Clari + 1 x 100 mg Quensyl + 2 x 50 mg Mino täglich (wiege 49 kg)
Mut-Mach-Thread :Symptomfreiheit oder Besserung der Beschwerden durch AB
 
Ich lese gerade den neuen Thriller, weiß gar nicht, wie ich das überleben soll, bekomme morgen Besuch, kann meinen Besuch ja nicht vor DVD's setzen und das Buch weiterlesen.:D:D

Interessant, werde in den Link gleich rein gucken!

Ganz wichtig, nicht auf die Verschlimmerung der Symptome warten, das macht das ganze schwieriger, auch bei Symptomfreiheit alle 4 Wochen, so mache ichs jedenfalls weiterhin, denn das bisschen AB steckt man wirklich weg!

Liebste Grüße :fans::bier:

Datura
 
Ach Bronté ist die Verfasserin? Guck mal an! Der Beitrag dort ist ja schon ne Weile her, was macht sie jetzt? Na ja, vielleicht gibt das Buch Aufschluss.

Ich habe übrigens den Eindruck, als würden meine Symptome (die paar, die ich hab- ab und zu einschießende Schmerzen in die Füße, nur sehr kurz und manchmal, alle paar Tage, mein bekanntes komisches Augengedöns, auch nur sehr kurz) mit der Zeit immer seltener werden. Wenn ich mal ein paar Monate gaaaanz ohne bin, lasse ich die AB's weg, fange aber ohne jede Verzögerung sofort wieder an mit Watschen, wenn sich wieder was tut.

Übrigens, KUF hatte sich der Typ genannt, nicht HUF, der uns die Watschentherapie hinterlassen hat.

Liebe Grüße!
 
Nachgewiesen ist bei mir Borreliose und Chlamydien, bei beiden sind Makrolide bzw Tetrazycline und Kombis davon wirksam, übrigens bei den meisten Coinfektionen, außer Babesien; Bartonellen sind ausgesprochen schwer zu behandeln, aber laut Literatur reagieren auch sie auf Doxy in hoher Dosierung. Wie es mit der Resistenzbildung bei Bartonellen ist, weiß ich nicht. Hätte ich Babesien, würde ich konsequenter mit Artemisin behandeln.

Liebe Grüße
DAtura

Bedeutet das, dass man KUF auch bei Chlamydien einsetzen kann? Wobei mir da nicht klar ist, wie es funktioniert weil der Teilungszyklus bei Chlams doch wesentlich kürzer ist.

Für die anderen Cos wäre es auch einmal interessant, wie Du schon sagst, einerseits aus Sicht Resistenzbildung und aber auch mit Blick auf Wirksamkeit, denn Borrelien sind ja die einzigen Bakterien in der Reihe, die so langsam sich vermehren.

Es würde unter Umständen erklären, warum einige mit KUF gut zurecht kommen, andere wieder nicht.

LG
Cheyenne
 
Hallo Cheyenne,

ein Infektiologe meinte, dass die Chlams und Yersinien schwerer zu therapieren seien als die Borre. und die Therapien erst richtig wirksam sei, wenn die Chlams und die Yersinien als erstes behandelt werden.

Ich weiß nicht, ob das stimmt, da hat wohl jeder Spezi sein eigenes Wissen.

Lg, Angie
 
Ich halte die Chlamydien einfach mit unten, sozusagen, in einem Abwasch, das funktioniert auf jedenfall.

Datura
 
mich würde intressieren wie "hochdosiert" in zahlen bei dir aussieht

und

ob deine überlegungen bzgl resistenzbildungen wissenschaftl belegt oder "nur" klug kombiniert sind.
 
Guten Morgen!

Also erstmal: Ich empfehle keine Antibiotika, bin keine Ärztin, poste hier meine Erfahrungen.

Was ich empfehle, ist, sich zu informieren, so umfassend wie nur möglich. Für mich ist ein probates Mittel, nichts zu vergessen, folgendes: Ich kaufe mir ein dickes, schönes Heft und schreibe da in Stichpunkten alles rein, was mir wichtig erscheint (und wo ichs herhabe).

Allerdings habe ich mir wirklich viel Wissen über Infektionskrankheiten, Borreliose, Chlamydien im besonderen angeeignet, hatte einen einschlägigen Beruf.

Hochdosiert in Zahlen habe ich im ersten Beitrag schon geschrieben: 3 Wochen 600mg pro Tag Doxi, danach waren alle , auch schwerwiegende, Symptome weg.

Für meine Watschentherapie nehme ich Kombis aus Tetrazyklinen und Makroliden, da nehme ich nicht immer dieselbe Menge. Die Kombis nehme ich, um das REsistenzrisiko gering zu halten.

Gerade fällt mir ein, habe ich das nicht schon alles geschrieben?

ob deine überlegungen bzgl resistenzbildungen wissenschaftl belegt oder "nur" klug kombiniert sind.

Was genau meinst Du da? Die Erfahrungen aller, sowohl Behandler als auch Patienten sagen, dass Borrelien nicht leicht resistent werden.

Sie teilen sich sehr langsam und wenn sie nicht viele Überlebenstechniken im Laufe der Evolution entwickelt hätten, würden sie nicht einen Tag in unserem Immunsystem überleben.

Dass sie deshalb die Resistenzbildung nicht unbedingt nötig haben zum Überleben ist meine Überlegung. Studien gibt es meines Wissens nicht dazu.

Ich habe einige Jahre nach symptomarmen Zeiten, bei denen ich hoffte, dass den Rest mein Immunsystem schafft, immer wieder Schübe bekommen, die ich dann mit wochenlangen AB- Einnahmen wieder eindämmen musste.

Ich hab mir meine Watschentherapie nicht selbst ausgedacht, mir hat, was "KUF" geschrieben hat (der offensichtlich einen großen Wisssensschatz hat), sehr eingeleuchtet. Huismanns und Kleeman empfehlen die auch, wenn man einen annehmbaren Zustand erreicht hat.

Die Verfasserin des neuen Buchs "Die verschwiegene Epimemie" hat das auch auf Empfehlung ihres Spezies gemacht, nachdem sie lange durchgehend therapiert wurde ich weiß aber nicht, wer das war; gut möglich, dass sich dieses Vorgehen mal rumspricht bei den Ärzten der Borreliosegesellschaft.

Ganz nebenbei: Für die Unterstützung meiner Systeme, besonders meines Immunsystems habe ich alles (fast) gemacht, was das naturheilkundliche Arsenal so hergibt.

Noch was: Es könnte sein, dass die einzelnen Borrelien - Unterarten "afzelii", "burgdorferi", "garinii" unterschiedliche Schweregrade der Borreliose machen. In einigen Veröffentlichungen habe ich gelesen, dass afzellii (Hautmanifestationen) am einfachsten zu behandeln ist, gefolgt von Burgdorferi und am schwersten garinii (verantwortlich für neurologische Symptome, Neuroborreliose).

Außerdem könnte es sein, dass einzelne Unterstämme auch unterschiedlich starke Pathogenität haben, so wäre erklärlich, warum einige schneller und leichter gesund werden als andere.

Ich möchte Euch das neue Buch "Die verschwiegene Epidemie" dringend ans Herz legen.

Außerdem das Buch "Lyme Borreliose" von Jutta Zacharias. Anscheinend ist Jutta Zacharias mit ihrer Superhomepage nicht mehr online, ich kann sie jedenfalls nicht finden. Da gibt es ein reiches Wissen über "das diagnostische und therapeutische Dilemma".

Das Ratgeberbuch von Hopf- Seidel "Krank nach Zeckenstich " ist leichter verständlich.

Natürlich sind hier im Forum auch reichhaltige Informationen zu finden.

So, jetzt lese ich weiter.

Einen schönen Tag von
Datura
 
gut möglich, dass sich dieses Vorgehen mal rumspricht bei den Ärzten der Borreliosegesellschaft.

Es gibt wohl auch nicht so erfolgreiche Erfahrungen mit diesem Schema, siehe diese Aussage eines belesenen Users als Antwort auf KUF's Eintrag:

Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass die ILADS ausdrücklich keine periodischen Therapien mehr empfiehlt, aufgrund ihrer eher schlechten Erfahrungen mit solchen Schemata.
Natürlich muss das nicht pauschal für alle Fälle gelten.


Mut-Mach-Thread :Symptomfreiheit oder Besserung der Beschwerden durch AB
 
Ja, das hatte ich auch gelesen. Die Ilads hat ihren Ursprung aus den USA und empfiehlt hauptsächlich Ceftriaxon, was in Anbetracht der in Deutschland vorkommenden womöglich pathogeneren Stämme auch nicht immer richtig ist -sein könnte. Für mich ist mein Weg einfach ein gangbarer, um mir Lebensqualität zu erhalten, alles andere hat nicht funktioniert. Monatelang AB hat mich so platt gemacht, das möchte ich nicht mehr.

Datura
 
also mein arzt spricht immer davon das wir nicht sicher sein können das marolide oder tetracycline bei mir überhaupt noch wirken denn ich spüre ehrlich gesagt auch nix mehr davon... von daher ist das eben nicht die meinung ALLER. okay... ich hatte gar nicht vor hier das kritisieren anzufangen, ich wollte nur wissen ob das in einer studie oder ähnlichem belegt ist.

ich persönlich halte dein schema für durchaus okay wenn man über das gröbste weg ist, oder für NACH der symptomfreiheit oder wenns einen nicht komplett gefickt hat oder es über 1 jahr chronisch werden durfte oder oder oder.

doxy600 hab ich gelesen ja.
wie sieht es bei den anderen AB aus die du genommen hast? nimmst du ketek dann 1200, mino 300 etc?!
 
von daher ist das eben nicht die meinung ALLER.

Das habe ich doch auch nicht behauptet, oder?

Und ich habe geschrieben, wenn man mit Langzeit- AB oder wie auch immer einen annehmbaren Zustand erreicht hat, kann man mit Watschen weitermachen, um den Zustand zu halten und zu verhindern, dass die Borrelien sich wieder sehr vermehren. Ich bin nicht die einzige, die sich das ausgedacht hat, einige haben Erfolge damit, ohne sich kaputt von AB zu machen (auf die Dauer und jeder reagiert auch da anders).

wie sieht es bei den anderen AB aus die du genommen hast? nimmst du ketek dann 1200, mino 300 etc?!

Warum willst Du das so genau wissen? Ich nehme Kombis aus Tetrazyklinen und Makroliden und dann natürlich nicht jedes einzelne AB so hoch dosiert, sondern zusammen genommen, außerdem ändere ich die Dosierung, es gilt auch nur für mich, was ich in welcher Dosierung mache, es ist wohlüberlegt und funktioniert. So etwa nehme ich 200mg Doxy und zwei mal 250mg Klacid pro Tag (oder auch 300mg Doxy und zweimal 250mg Klacid).

Diese Überlegungen muss jeder für sich anstellen, am besten mit seinem Arzt.

Übrigens habe ich auch geschreiben, dass Kleeman und Huismans diese Watschentherapie empfehlen, wenn man einen annehmbaren Zustand erreicht hat..

Nun gut, mehr weiß ich beim besten Willen nicht zu schreiben.

Liebe Grüße

Datura
 
ich hab konkrete fragen gestellt oder?! ich hab nicht verlangt das du deine vorgehensweise rechtfertigst, insbesondere dann nicht, wenn du damit doch so gut klar kommst wie du schreibst.
warum ich das so genau wissen will? schlicht und einfach weils mich intressiert und ich selber soviel AB schlucke oder geschluckt hab wie kaum einer hier habe ich langsam das gefühl ^^. hochdosiert finde ich das alles allerdings nicht. 600mg doxy is vllt ein kleines bischen mehr als die borreliose normal dosis, das wars aber schon. deine clari dosis is ja sogar eher unterdosiert.aber wie gesagt ich hatte nicht vor jetz hier kritik zu üben oder sowas.

was die resistenzen angeht hast du GENAU eben das geschrieben.

"Die Erfahrungen aller, sowohl Behandler als auch Patienten sagen, dass Borrelien nicht leicht resistent werden. "

achja und gerade durch unterdosierungen und ganz explizit bei makroliden entstehen eben auch resistenzen. was da jetz für borrelien gilt, scheint in der wissenschaft ja nicht geklärt. mich würde sehr intressieren ob das behauptungenvon dir und patienten sind oder wissenschaftliche befunde was resistenzbildung angeht
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo, Nana,
Nochmal:

Alle Quellen, die ich gelesen habe und die sich zur Resistenzentwicklung der Borrelien geäußert haben, sagen, dass Borrelien nicht so leicht resistent werden, manche sagen sogar, dass sie nie resistent werden, dieser Meinung bin ich nicht, sie werden schon ab und zu resistent werden.

Ich habe das hier

von daher ist das eben nicht die meinung ALLER

nicht so verstanden, dass Du das auf die Resistenz sondern auf diese "Watschentherapie" bezogen hast. Dass das funktionieren kann, ist wirklich nicht die Meinung aller.

Ich vermute, dass es Studien zur Resistenzbildung nicht gibt, es sind Beobachtungen der Spezies, derer, die sich intensiv mit Borreliosekranken beschäftigen.


habe ich langsam das gefühl ^^.

Was soll das heißen?

Zur Dosierung nun auch nochmal:

Ich nehme nicht Klacid alleine zwei mal 250mg (das wäre tatsächlich reichlich wenig), sondern an einem Tag außerdem 200 bis 300mg Doxy, also an einem Tag Doxy und Klacid und das zwei Tage lang oder Klacid und Mino oder Azi und Doxy , also immer eine Kombination aus einem Makrolid und einem Tetrazyclin. "Hochdosiert" ist relativ, ich nehm nicht mehr als nötig, es scheint zu reichen. Der "KUF" (aus dem Borrelioseforum, wie gepostet), hat sich an nur 300mg herangetastet, das reicht bei ihm.


Anscheinend reden /schreiben wir aneinander vorbei, ich finde, wir sollten es jetzt dabei belassen.

Viele Grüße und alles Gute für Dich

Datura
 
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