Das Gepansche mit Zusatzstoffen! v/s Unlogik der Verbraucher?

Clematis

Hallo,

bei der Suche nach Nahrungsmitteln, die lagerfähig und dennoch rein sind, d.h. ohne Zusatzstoffe, Aromen und was sonst noch gepanscht wird, stieß ich auf zwei interessante Artikel.

Zwei Damen - also Verbraucherinnen - wagten das Experiment, sich ganz ohne diese Beimischungen zu ernähren und schildern hier ihre Probleme mit der Umsetzung und den Lösungen:
Eine Woche ohne Zusatzstoffe
Zwei Redakteurinnen, ein Experiment: sieben Tage ohne künstliche Zusatzstoffe
Testbericht: Eine Woche ohne Zusatzstoffe - GLAMOUR

Die nachstehenden Auszüge aus:
EISKALT ABSERVIERT
Die Kunden wollen natürliche Lebensmittel ohne Zusatzstoffe. Sagen sie.

https://www.brandeins.de/archiv/2003/elite/eiskalt-abserviert/
schildern die Probleme recht humorvoll aus Sicht eines Herstellers.

Hersteller natürlich belassener Nahrungsmittel stehen vor Problemen. Einerseits verlangen Verbraucher laut Umfragen zu 61% reine Nahrungsmittel, kostet aber ein Produkt deshalb auch nur 30-60 Cent mehr als das Verpanschte der Konkurrenz, dann bleibt das Produkt im Regal liegen. Eine Firma wagte das Experiment, verzichtet ganz auf Zusatzstoffe, wies die Zutaten lückenlos auf der Verpackung aus, was sich 75% der Verbraucher wünschen. Die Firma holte sich einen Spezialisten, um sicher zu stellen, daß sie beim Einkauf nicht selbst auf undurchsichtige Deklarationen hereinfallen würde:
Udo Pollmer, Lebensmittelchemiker und Autor, ist bekannt als Deutschlands Mann fürs Kleingedruckte, also für jenes Formel-Esperanto, das auf der Rückseite von Nahrungsmittelpackungen die Zusatzstoffe auflistet. Berühmt wurde der bullige Emährungsspezialist vor 20 Jahren, als er in seinem Bestseller "Iß und stirb" dieses Esperanto bis ins unappetitliche Detail übersetzte -sehr zum Verdruss der Food-Multis und durchaus zum Entsetzen der Verbraucher, die plötzlich realisierten, welcher Chemiecocktail ihnen da täglich verabreicht wurde. Seitdem gilt der Chef des von ihm gegründeten Europäischen Instituts für Lebensmittel und Ernährungswissenschaften als einer der schärfsten Kritiker der Lebensmittelbranche.
Dann wurde alles mit hochwertigen Zutaten selbst gekocht. Gerichte, die ohne Zusatzstoffe nicht hergestellt werden konnten, verschwanden aus dem Sortiment.
Gegessen wird das Ganze von einer Verbraucherschaft, die immer bequemer essen, dafür aber nichts tun und möglichst wenig ausgeben will. Fast 40 Prozent aller Deutschen können heute kaum mehr kochen; in den USA, wo 95 Prozent alles Verzehrten aus industrieller Produktion stammt, wird schon in 60 Prozent aller Haushalte überhaupt nicht mehr gekocht.
Die gute Nachricht: Qualität schmeckt besser.
Die schlechte Nachricht: Qualität ist teurer.
Wegen der geringen Preiserhöhung gingen die Umsätze stark zurück:
"Mit 20 Prozent weniger Umsatz hatten wir gerechnet, schließlich haben wir ja auch unser Sortiment verkleinert", sagt der Chef heute, "minus 30 Prozent sind aber schon ein unerwarteter Schlag ins Kontor."
Da fällt es schwer bei dem Reinheitsgebot zu bleiben und es entstehen Zweifel: wollen Verbraucher wirklich reine Nahrung? Eigentlich hätte das Produkt doch vermehrt gekauft werden müssen, wenn tatsächlich 61% der Esser lieber reine Nahrung verzehren? Aber nicht nur der Preis entscheidet, sondern auch die Futterprägung!
Und wenn nicht? Was, wenn die vorgeblichen Wünsche der Verbraucher tatsächlich nur Lippenbekenntnisse waren? War es falsch, auf Kunden zu setzen, die mindestens genauso schizophren sind wie die Hersteller - öffentlich gibt man sich qualitätsbewusst, hinter verschlossenen Türen mit billigem Großküchengemansche zufrieden? Seltsam sei das schon, sagt Udo Pollmer: ,Jeder ernährungsphysiologische Quatsch wird von den Medien hochgejubelt, jedes vermeintliche Wundervitamin kaufen die Leute wie blöd. Aber wenn mal jemand wirklich auf all die faulen Tricks verzichtet, interessiert sich niemand." Wer die Leute auf den Geschmack bringen will, muss ihre Futterprägung ändern. Das dauert.

Auch Heino Fangmann, Projektleiter Audits beim Institut Fresenius in Taunusstein, kann über die Widersprüchlichkeiten der Leute nur noch lachen: "In Verbraucherbefragungen sagen die Leute immer, dass sie kein Nitritpökelsalz in der Wurst wollen. Wenn die Wurst aber grau im Regal liegt, wird sie nicht gekauft." Offenbar kann es, wenn's um die Wurst geht, den Deutschen nicht billig genug sein, und dafür gibt es möglicherweise einen ganz einfachen Grund. "Der Verdauungstrakt von Menschen will im Prinzip immer das Gleiche. Wer sich einmal an den Geschmack gewisser Aromastoffe gewöhnt hat, wird immer wieder nach ihnen verlangen", weiß Pollmer.

Wie diese Futterprägung funktioniert, lässt sich gut an Kindern ablesen, die ihr Leben lang an künstliches Erdbeeraroma gewöhnt wurden: Sie reagieren enttäuscht über die wahre Frucht, die ihnen fade erscheint. Auf diese Weise erzieht sich die Industrie ihre Kunden.
Daß diese Futterprägung ausgezeichnet funktionert, weiß ich aus eigener Erfahrung. Erdbeeren kannte ich als Kind nur aus Konserven. Es dauerte sehr lange bis ich später frischen Erdbeeren etwas abgewinnen konnte, aber nur unter Hinzufügen von etwas Zucker, wenn sie Saft gezogen hatten. Seit langem achte ich darauf, nichts zu kaufen, das Nitritpökelsalz enthält. Wenn ich heute versehentlich so etwas esse, dann wird mir regelrecht schlecht davon - früher, weil ich daran gewöhnt war, merkte ich davon nichts.

Wir Verbraucher müssen uns sozusagen selbst umerziehen: gepanschtes Brot schmeckt völlig anders als jenes aus dem Bioladen, bei Kuchen ist der Unterschied noch größer, sehr ungewohnt. Die Zusätze erzeugen meist einen viel intensiveren Geschmack als das natürlich belassene Produkt. Hat man sich jedoch selbst "umerzogen" schmeckt man die Chemie im Gepanschten eindeutig heraus, sie hinterläßt einen eklichen Nachgeschmack.

Die feinen Geschmacks-Nuancen natürlich belassener Nahrungsmittel zu erkennen und zu genießen, das will wieder gelernt werden, dann sind sie uns auch 30 oder 60 Cent mehr wert. Hinzu kommt, daß Naturbelassenes wirklich satt macht, den Organismus zufrieden stellt. Gepanschtes hält oft nicht lange vor, füllt zwar den Magen, erfüllt unsere Bedürfnisse aber nur oberflächlich und nicht nachhaltig.

Grüße,
Clematis
 
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wundermittel
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Nun, ich denke es kommt auch mit auf die faire Präsentation der Waren in den Geschäften an.

Von der Supermarktkette Migros in der Schweiz weiß ich, dass sie möglichst alle Produkte einer Art nebeneinander präsentieren, da kann dann der Kunde bewusst selber entscheiden, ob er billiges Industriefutter will, oder Bio oder Fairtrade und Bio oder mit oder ohne bestimmte Zusatzstoffe.

Erstaunlicherweise bezahlen dort die etwas bewussteren Kunden gerne den etwas höheren Preis.

Die Masse kauft allerdings ohne viel Verstand, sondern ausschließlich mit dem Gewohnheits- und Gier-Faktor ein.
Da muss es dann halt viel sein und das so billig wie nur irgend möglich.

Erschreckender weise können und wollen heute immer weniger junge Leute kochen und so züchtet die Agrarindustrie in enger Zusammenarbeit mit den Pestizid- und Düngeherstellern, den Lebensmittelfabrikanten, der Pharmaindustrie und dem Handel Dauerpatienten.

Es geht wie immer nur um den höchsten Profit der Großkonzerne und der unkritische Mensch an sich ist von Geburt an für sie nur eine langjährige sichere Finanzquelle die es bestmöglich auszunutzen gilt.

Alle Achtung, dafür muss man schon über eine ziemliche Arroganz, Ignoranz, Respektlosigkeit gegenüber allen Lebewesen (Mensch, Pflanze und Tier) verfügen, aber darf im Ausgleich dazu absolut keinerlei Skrupel oder ethische/moralische Bedenken haben.

Es ist wie fast immer in der Weltwirtschaft "Gier frisst Hirn".

Es liegt auch mit an uns einzelnen, so lange der Müll in ausreichender Menge gekauft wird, sieht auch niemand eine Notwendigkeit der Veränderung.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
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Na ja, ich denke, man muss da genauer hinschauen, um die Ergebnisse zu interpretieren: Es ist die Frage, zu welcher sozialen Schicht die Leute gehören, die nicht mehr kochen und deshalb Fertigprodukte kaufen und wieviel sie sich leisten können.
Ich schätze mal, es gibt die armen Leute, denen es "wurscht" ist, was drin ist. Plus Leute, die wenig Geld haben und daher viel arbeiten müssen, und so keine Zeit haben, um noch zu kochen. Beide greifen auf Fertigprodukte zurück, die einen aus Bequemlichkeit und Desinteresse und die anderen aus Notwendigkeit. Beide Gruppen haben kein Geld, um größere Sprünge machen zu können.
Natürlich wird es dann auch noch eine Gruppe geben, die es sich leisten könnte, die aber (an der falschen Stelle) zu geizig ist. (die ist wohl im Artikel gemeint, aber es gibt eben noch mehr)
Und dann wird es noch die Gruppe derer geben, die es sich vom Munde abspart, sich qualitativ hochwertige Lebensmittel kaufen zu können.
Dann muss man noch schauen, wer die sind, die die Aussage treffen, dass sie qualitativ hochwertige Produkte wichtig finden. Vermutlich sind das eher die, die selbst kochen. Die Aussage kann man ja nicht auf alle Gruppen übertragen.
Im Grunde müsste ein Unternehmen, wenn es sein Sortiment umstellt, selbst eine Marktanalyse machen. Es gibt nicht "den Verbraucher", der keine Zusatzstoffe will und kein Geld dafür ausgeben will. Ja, den gibt es sicher auch, aber nicht nur.

Zum Nitirpökelsalz: Da hab ich mal auf einem Biomarkt nachgefragt. Sie hatten ca. einen von fünf Schinken ohne Nitritpökelsalz (der war natürlich der teuerste). Auf meine Nachfrage sagte der Händler, die Leute wollen keinen grauen Schinken. Genau wie oben geschrieben.
Ich selbst esse inzwischen leider auch wieder Schinken mit Nitritpökelsalz, auch nicht mehr Bio, weil ich mir anderen nicht leisten kann. Mit Nitritpökelsalz: 1€ pro 100g, ohne 2€ pro 100g.

Neulich sprach ich mit einer Frau, die vor zig Jahren aus Kasachstan hierher gekommen ist. Sie und ihre Familie waren geschockt, wie fade die Lebensmittel hier schmecken (selbst Fleisch wäre geschmacklich ganz anders). Sie sagte, selbst Bio hätte nicht so geschmeckt, wie die Lebensmittel in Kasachstan. Inzwischen, sagte sie, hätten dort auch Dünger, Pestizide und Gewinnmaximierung Einzug gehalten und die Lebensmittel dort wären jetzt ähnlich schlecht wie hier. Mich hat es gewundert, dass auch Bio von ihr disqualifiziert wurde. Aber vielleicht liegt es auch an den gezüchteten Sorten/Rassen. Da wird im Bio-Bereich ja auch oft auf Züchtungen zurückgegriffen, die im konventionellen Bereich verwendet werden. Den Unterschied schmeckt man, wenn man z.B. Hybrid- und Nicht-Hybrid-Karotten miteinander vergleicht.

Viele Grüße
 
regulat-pro-immune
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Ich weiß nicht, vielleicht bin ich ja irgendwie anders gestrickt.

Wenn ich kein Geld hatte um mir ein gutes Luxusprodukt von guter Qualität zu kaufen (Schinken ist für mich ein Luxusprodukt und da liegt es auch ganz gewaltig an der Massenzucht mit Turbofutter, dass er dann so billig ist), dann habe ich es ganz einfach weg gelassen und nicht für notwendig für meinen Lebensunterhalt erachtet.

(Am Leid der Tiere in der Massentierhaltung mag ich nicht auch Schuld tragen, denn ich bin dann mit verantwortlich dafür, dass dieses Elend kein Ende findet.)

Aber ich meine damit auch die Leute, die eigentlich keine Kohle haben und die ich jeden Monatsanfang mit mindestens einem halben Einkaufswagen an Chips und Gebäck in allen Geschmacksrichtungen, Stapelchips, Kartoffelpüree aus der Tüte, Fertiggerichten, grellig knallbunten Limonaden und mit künstlichen Aromen nur so vollgestopfte aufgepeppte Joghurts und Joghurtgetränke einkaufen sehe.

Dieser Kunstmüll ist dazu auch noch ausgesprochen teuer und für das Geld könnte man richtig viel gutes Essen einkaufen und selber etwas sehr leckeres daraus machen.

Gemüse findet sich bei diesen Einkäufen übrigens nur äußerst selten und sehr sehr wenig.

Mir fällt nur immer wieder auf, dass auch besonders die Leute mit einem sehr hohen Körpergewicht und weithin sichtbar sehr ungesunden Trommelbäuchen solch einen Krempel kaufen, der sich fälschlicherweise auch noch als "Lebensmittel" bezeichnet.

Aber vielleicht sehe ich auch einfach andere Leute anders einkaufen als andere. ;)

Und ach ja, bewegen tun sich die meisten auch nicht sonderlich, das sieht man dann in Leggins so wunderbar malerisch abgemalt an den ausgeprägten "Sitzärschen", wo der Deltamuskel nur noch eine minimste Bewegungsfunktionfunktion ausübt und stattdessen schon der Sitzwulst in Form eines umgekehrten Hufeisens die meistgenutzte Sitzfläche widerspiegelt.

Bei den Männern beginnt der Hosenbund dann unter dem "großen Bauchmuskel", wo meistens Hemden und T-Shirts bei den geringsten Bewegungen große Mühe haben in selbigem zu verbleiben ohne die "Maurersonne" strahlend aufgehen zu lassen.

Ist echt traumhaft im Profil.

Wohlgemerkt, ich rede ausdrücklich nicht von Menschen mit gesundheitlichen Problemen, sondern von jungen Leuten, die viel freie Zeit und sehr wenig Arbeit haben (beziehungsweise sich aus Bequemlichkeit und mangels Interesse oder Nachdenken noch weit weniger Arbeit machen).

Und irgendwann versauen einem die ganzen Geschmacksverstärker, Hefeextrakte und co., die künstlichen und natürlichen und naturidentischen Aromen, die ganzen erlaubten und bis zu einer gewissen Grenze nicht extra deklarierungspflichtigen Zusatzstoffe unsere ganzen Sinne und es schmeckt nachher jeder Müll nur noch gut, wenn er anständig "gewürzt" ist.

In diesem Sinne Guten Appetit! :)

Liebe Grüße Tarajal :)
 

Clematis

Ich weiß nicht, vielleicht bin ich ja irgendwie anders gestrickt.

Hi Tarajal,

interessante Beobachtungen, die auch ich im Supermarkt mache. Es kommt auch bei knapper Kasse darauf an wie man die Prioritäten setzt, natürliche Ware ist immer noch billiger als industriell verarbeitete, teuer verpackte gemanschte Ware. Achtet man auf das gesunde Sättigungsgefühl, wird Natürliches nochmals billiger, da nachhaltiger. 5kg Biokartoffeln sind billiger als die entsprechende Menge Purée-Pulver...

Mir ist schon öfter aufgefallen, daß mein Sortiment auf dem Laufband vor der Kasse von anderen Kunden merkwürdig angeguckt wird - weiß nicht warum.

Vielleicht weil mindestens die Hälfte Obst, Gemüse, Rohkost ist, soweit verfügbar ein Drittel oder mehr Bioware ohne Gemansche im Yoghurt, dann noch ein bißchen "ungesundes" - 1x im Monat höchstens, ist auch mal eine Tüte Chips oder Kekse dabei... Kann nicht immer widerstehen :eek:).

Beim nächsten "Gucker" frage ich mal nach, was es damit auf sich hat ;). Bin auf die Antwort gespannt...

Gruß,
Clematis
 
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Nö, ich setze die Prioritäten da schon ähnlich.

Aber ich ernähre mich momentan nach AIP, da ist man mit der Lebensmittelauswahl ziemlich eingeschränkt. Von daher kann man da nicht so einfach auf Schinekn verzichten (habe aber schon mal überlegt, ob ich mir nicht selbst Schinken herstellen könnte, aber das scheitert an anderen Dingen).
Aber würde ich mich normal ernähren (im Sinne von keine spezielle Diät) könnte ich mir Bio auch nicht mehr leisten.

Ich wollte allerdings auch mehr darauf hinaus, dass es nicht den einen Einkäufer gibt. Klar, solche Leute, die sich den Einkaufswagen mit Chips etc. vollhauen, kenne ich auch. Das sind dann aber wohl eher die Leute, denen das mit Zusatzstoffen wurscht ist - nicht die, die wie im Eingangsposting erwähnt, erst sagen, sie wollen keine Zusatzstoffe und dann doch billig (und mit Zusatzstoffen) kaufen.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Kunden da so schizophren sind wie im Eingangsartikel beschrieben oder nicht eher die Umfrage schlecht gemacht.
Einerseits verlangen Verbraucher laut Umfragen zu 61% reine Nahrungsmittel
Klar wird da fast jeder sagen, "ich möchte lieber reine Nahrungsmittel". Aber für ein aussagekräftiges Ergebnis muss man das mit der Frage verbinden, wieviel die Verbraucher bereit sind, dafür mehr zu zahlen. Ist die Frage, ob das der Fall war.
Ich hatte selbst gestern an einer politischen Umfrage teilgenommen, da merkt man, wie bescheuert die Fragen sind. Manche Dinge lassen sich eben nicht auf eine simple Frage/Antwort reduzieren. Und ins Ergebnis wird dann reininterpretiert wie blöde. Kann man am Sonntag bei der nächsten Landtagswahl mit Sicherheit wieder beobachten.

Viele Grüße
 
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Mal ganz ehrlich,

wer hat sich schon einmal die Zutatenliste auf allen im Haushalt vorhanden Produkten angeschaut und bei Nichtkennen der E-Nummern oder heutzutage auch sehr gerne voll ausgeschrieben Bezeichnungen die Mühe gemacht alles zu suchen und nachzulesen?

Es fängt bei den Putzmitteln an, geht über Kosmetik und Körperpflege bis hin zu Lebensmitteln, Gewürzen, Gewürzmischungen und frisch gekauftem Brot.

Auch von den 61 % die lieber Bio essen möchten, wird nur ein äußerst geringer Prozentteil sich die Zeit nehmen und interessierter nachstudieren.

Handy und Internet haben heutzutage die allermeisten Menschen in unseren Breitengraden, nur ist das wohl eher mit Arbeit verbunden als mit Entspannung. ;)

Liebe Grüße Tarajal :)
 

Clematis

wer hat sich schon einmal die Zutatenliste auf allen im Haushalt vorhanden Produkten angeschaut und bei Nichtkennen der E-Nummern oder heutzutage auch sehr gerne voll ausgeschrieben Bezeichnungen die Mühe gemacht alles zu suchen und nachzulesen?

Hallo,

bei über 1.500 möglichen E-Nummern müßten die Öffnungszeiten nochmals verlängert werden, selbst, wenn man die Liste dabei hätte, käme man so schnell aus dem Laden nicht mehr raus... :mad: Diese Liste -29 DINA4 Seiten, s.u.- mitnehmen, als Nachschlagewerk! Oder ein Buch:
E-Nummern-Liste der Lebensmittel-Zusatzstoffe und deren Gefährlichkeit
Und die Lupe zum Einkauf nicht vergessen...
https://www.aid.de/inhalt/kennzeichnung-von-zusatzstoffen-1881.html

Zuhause nachzuforschen - dann hat man den Mist schon gekauft, auch nicht der wahre Jakob. :mad: :mad:
Für zuhause, einzeln nachschlagen:
E-Nummern - das-ist-drin

Die meisten Bezeichnungen sind nicht gerade aufschlußreich, selbst wenn ausgeschrieben. Hinzu kommen die immer häufiger anzutreffenden Codenummern z.B. bei Fanggebieten von Fisch (da steht nicht mehr Pazifik = Fukushima) Code? Lasse ich liegen, bei Eiern, Länderursprung - ditto. Um denen auf die Spur zu kommen, gehts nicht ohne lange Recherche am Computer.

Vieles kann man sich sicherlich auch merken - doch selbst in Bioshampoos sind "Chemikalien" oder Namen, die einem nichts sagen. Reines Roulette, ob schädlich oder nicht. Vielerlei Emulgatoren werden verwendet, als unbedenklich bezeichnet, auf der Haut reagiere ich darauf allergisch mit schwerer Akne - da die in Kosmetika, Körperpflegeprodukten überall zu finden sind - verzichte ich schon seit vielen Jahren darauf. Nur noch Bio und ohne das.

Vom Bund gab's vor vielen Jahren mal ein Kärtchen für's Portemonnaie mit den schlimmsten zu meidenden E's, stimmt aber nicht mehr. Inzwischen sind's nicht mehr 30, sondern mehrere Hundert (gemäß der 1500-Liste). Bleibt eigentlich nur, sich selbst eine Liste zu erstellen, was unbedingt gemieden werden muß, diese immer dabei zu haben. Oder gleich zu Bio lt. EU greifen - mit 0,9% Gendreck drin... Wirklich helfen kann da nur ein Standard wie von Demeter & Co., aus dem Bioladen.

Würde man jedes Produkt mit E-Nummern liegen lassen, könnte man gleich zuhause bleiben. So suchte ich im Netz nach Bio-Corned-Beef, Nitritpökelsalz war auch da drin. Fand dann einen einzigen Anbieter, wo es wirklich bio und ohne das Zeugs war - aber erst nach stundenlanger Suche... Grrrrrrr! Als Rentnerin habe ich ja Zeit, was macht aber eine berufstätige Hausfrau mit Ehemann und Kindern? Die arme Frau käme ja überhaupt nicht mehr ins Bett...

Für mich ist offensichtlich, daß die Hersteller und Importeure auf immer neue Tricks verfallen -wie die Code-Nummern- (natürlich EU-sanktioniert), um uns hinter's Licht zu führen, den Ursprung von Waren ebenso zu verschleiern wie die Zusatzstoffe mit phantasievollen Namen, die harmlos klingen, was hart am Rand der Legalität liegt.

Philia hatte in einem anderen Thread Listen verlinkt, enthält detaillierte Infos: wie hergestellt, aus was, warum eingesetzt und mögliche Gesundheitsschäden... Vorsicht: naturidentisch ist NICHT gleich Natur, sondern künstlich oder synthetisch hergestellt, also ebenfalls Chemie - ein weiteres Verwirrspiel.
www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ernaehrung/Kennzeichnung/E-Nummern-aid.pdf?__blob=publicationFile (29 Seiten lang...)
E-Nummern - das-ist-drin

Gruß,
Clematis
 
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regulat-pro-immune
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wer hat sich schon einmal die Zutatenliste auf allen im Haushalt vorhanden Produkten angeschaut und bei Nichtkennen der E-Nummern oder heutzutage auch sehr gerne voll ausgeschrieben Bezeichnungen die Mühe gemacht alles zu suchen und nachzulesen?
Ein gutes Stichwort, Tarajal.........und WER ist wirklich in der Lage, das dann auch noch alles zu verstehen, einzuordnen, Risiken oder gar versteckte Gefahren abzuschätzen, Studien zu studieren.....oder gleich erstmal Biochemie zu studieren?
In Supermärkten kaufen auch Kinder ein, sie dürfen das allein, nur Alkohol und Zigaretten wird man ihnen nicht verkaufen. Sollte da nicht draußen dran stehen "Nur ab 18" oder vielleicht "Zutritt nur in Begleitung Erwachsener mit Studienabschluss"? :cool:

Oder wie ich schonmal schrieb, ganz anders.......
Also für meine Begriffe ist das Argument "Der Verbraucher trägt die Schuld" sogar Teil einer öffentlichen (nicht Deiner!) Propaganda!

Wenn der Verbraucher früher eher Kunde hieß und "König" war (Grimm - Die Ernährungslüge - sagt, der Kunde ist schon noch König, nur im gegnerischen Reich!), so ist er heute dazu degradiert zu verbrauchen.
Preise zu vergleichen und den Preis nach unten zu verhandeln ist sogar "offizielle" Aufgabe des Käufers in der Marktwirtschaft. Eine andere Frage ist ja, ob er die angebotenen Qualitäten, oder auch deren mögliche schädliche Wirkungen, wirklich kennt, oder auch "wollte".
Wollten unsere Eltern wohl wirklich die Einführung der Massentierhaltung z.B.? Hätten da nicht, und auch heute noch, Produzenten, Tiermediziner, Biologen sagen müssen, das ist keine gute Qualität mehr, das ist Tierquälerei, das geht nicht etc ?
Prof. Grzimek muß vor vielen Jahren argen Widerstand erlebt haben, als er sich genau dazu in seinen ja sehr bekannten Fernseh-Sendungen geäußert hatte. Aber nicht Widerstand von Kunden!

Haben wir etwa gefordert, daß Zusatzstoffe NICHT auf neurotoxische Wirkungen untersucht wurden, sondern nur auf krebserregende? Wußten/wissen das viele?
Natürlich, richtig, wir müssen vergleichen, uns informieren, auswählen!
Hast Du schon mal vorgehabt, ein Auto OHNE Bremsen zu kaufen? Meinst Du, wenn das jetzt Hunderttausende wollen, dann geht's irgendwann!?
Also irgendwas ist da noch dabei, nicht nur der Kunde!

Eine Frage wäre ja: Warum müssen wir überhaupt die "Wahl" bekommen zwischen Unsinns-Müll-Nahrung und guten Lebensmitteln? Lebens-Mittel. Vielleicht weil uns Leben nicht mehr viel bedeutet, weil wir nicht wissen, was "Leben" bedeutet? Vielleicht weil es uns nicht mehr "heilig" ist, und wir auch sowas wie "heilig" gar nicht mehr hören wollen?

. . . und da gäbe es auch mögliche Anknüpfungspunkte zur Anthroposophie! . . .

Gerd
 

Freesie

Hallo Clematis,
bei über 1.500 möglichen E-Nummern müßten die Öffnungszeiten nochmals verlängert werden, selbst, wenn man die Liste dabei hätte, käme man so schnell aus dem Laden nicht mehr raus... :mad: Diese Liste -29 DINA4 Seiten, s.u.- mitnehmen, als Nachschlagewerk! Oder ein Buch:

Und die Lupe zum Einkauf nicht vergessen...

Zuhause nachzuforschen - dann hat man den Mist schon gekauft, auch nicht der wahre Jakob. :mad:

und wie wäre es mit einer App? Hab sie mir noch nicht angeschaut, nur eben auf die Schnelle ergoogelt.

E-Nummern Finder

oder hier:

Lebensmittelzusatzstoffe: Entschlüsseln mit Smartphone Apps | Der-Querschnitt.de


Grüssle
Freesie
 

Clematis

WER ist wirklich in der Lage, das dann auch noch alles zu verstehen, einzuordnen, Risiken oder gar versteckte Gefahren abzuschätzen, Studien zu studieren.....oder gleich erstmal Biochemie zu studieren?

Hallo Gerd,

ein wirklich wichtiger Einwand... Biochemie studieren würde nicht viel nutzen, die Lehrbücher gehen auf diesen Spezialbereich gar nicht ein!

So werden viele Substanzen als unbedenklich -auch in den verlinkten Listen- dargestellt, obwohl sie es für viele Menschen nicht sind.

Wir Verbraucher, trotz besten Willens, sind da schlichtweg überfordert und ich schließe mich hier ausdrücklich mit ein. Zeit habe ich, so manches durchschaue ich, bei dem Meisten stehe ich aber auf dem Schlauch!

Erst wenn mir von etwas schlecht wird, weiß ich es! Doch das reicht nicht, weil man die Schädigung, latent, schleichend, kumulativ zunächst nicht bemerkt und wenn dann endlich doch, ist man bereits krank.

Gruß,
Clematis
 

Clematis

und wie wäre es mit einer App? Hab sie mir noch nicht angeschaut, nur eben auf die Schnelle ergoogelt.
E-Nummern Finder oder hier: Lebensmittelzusatzstoffe: Entschlüsseln mit Smartphone Apps | Der-Querschnitt.de

Hallo Freesie,

scheint eine gute Idee - doch Buch/Liste ist umwelt- und vor allem nahrungsfreundlicher. Leider zerstören Funkstrahlen = Mikrowellen die Lebensmittelproteine, denaturieren sie bis zur Unverdaulichkeit bzw. Unverträglichkeit, im Nahrungsmittelbereich also nicht das Gelbe vom Ei, leider. Siehe u.a. bei Diagnose-Funk.de/ch und hier unter Mobilfunk.

Liebe Grüße,
Clematis
 
Beitritt
02.10.10
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Ich hab mir mal Listen von verschiedenen Quellen geholt (eine davon war glaub ich von Greenpeace), und eine eigene Liste daraus gemacht, die ich verkleinert und ausgedruckt immer dabei habe. Sind halt nur die wichtigsten E-Nummern, mit ner Beurteilung bedenklich/unbedenklich (ist auch vereinfacht, aber ich kann da auch keine Wissenschaft draus machen). Und wenn ich was nicht in der Liste finde, lasse ich es eben liegen. Ich kaufe eh selten verarbeitete Produkte.
Smartphone mag da praktischer sein, aber ich hab keins in Benutzung.

Viele Grüße
 
regulat-pro-immune
Beitritt
26.07.09
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Oder wie ich schonmal schrieb, ganz anders.......
Hast Du schon mal vorgehabt, ein Auto OHNE Bremsen zu kaufen? Meinst Du, wenn das jetzt Hunderttausende wollen, dann geht's irgendwann!?
Also irgendwas ist da noch dabei, nicht nur der Kunde!

Eine Frage wäre ja: Warum müssen wir überhaupt die "Wahl" bekommen zwischen Unsinns-Müll-Nahrung und guten Lebensmitteln? Lebens-Mittel. Vielleicht weil uns Leben nicht mehr viel bedeutet, weil wir nicht wissen, was "Leben" bedeutet? Vielleicht weil es uns nicht mehr "heilig" ist, und wir auch sowas wie "heilig" gar nicht mehr hören wollen?
Ist vielleicht ein etwas komisches Beispiel, ein Auto ohne Bremsen, merkt man ja sofort :rolleyes: oder auch erst an der nächsten Kreuzung :cool: ...... aber Tomaten ohne richtigen, echten Tomatengeschmack, die gibts und gabs schon vor ein paar Jahrzehnten, irgendwie hats mal angefangen, da hatten sie vielleicht sogar noch den "richtigen" Geschmack - an große Demonstrationen und Forderungen nach immer billigeren und geschmackloseren Tomaten kann ich mich nicht erinnern.

Zuallererst müssen es doch die Produzenten selber bemerkt haben, dass ihre Produkte aus Treibhäusern schlechter schmecken, da gab es noch richtige Erde(!), später dann auf irgendwelchen Substraten oder reinen Nährlösungen, in denen man die Pflanzen wachsen lässt - sie müssen doch auch immer wieder und regelmäßig diese Tomaten gegessen und dabei festgestellt haben, dass der richtige Geschmack zum Teil WEG ist. Ob nun durch Züchtung, Düngung, mangelndes direktes Sonnenlicht, oder die letztlich fehlende natürliche Erde......ist das denn unser Verbraucher/Kunden-Problem?

Warum ist es länger als ein paar Monate erlaubt, solche Produkte auf den "Markt" zu bringen? Und wie gesagt, die Hersteller wussten von Anfang an, dass sie ein mangel-haftes Produkt auf den Markt bringen - dem es eben an Geschmack mangelt.....so wie es einem Auto an Bremsen mangeln könnte :p) das wäre aber keine 5 Stunden auf dem "Markt", und wir müssten uns nicht immer wieder, jahrzehntelang, mit dem gleichen Mangel-Problem rumschlagen.

Auch Boykott von Holland-Tomaten hat es schon gegeben, und sie haben versucht, auf dem Umweg über Spanien/spanische Firmen die gleichen mangel-haften Produkte mit dem Qualitäts-Merkmal Spanien/Sonne/Süden/Urlaub(?) zu vermarkten. Auch da wieder keine Kunden/Verbraucher-Demonstrationen und Petitionen, dass man die altbekannten wenig-schmeckenden Tomaten aus Holland wieder haben will :confused: die ja wohl immer noch in Holland produziert wurden!

Was ich sagen will, es hat doch mehr als genug begründeten Widerstand gegen solche miesen Produkte gegeben, und meine Frage ist ganz einfach, warum sind sie nicht längst verboten? Für den Geschmack könnte man vielleicht sogar Messverfahren entwickeln, ähnlich wie man die Schärfe wohl messen kann, dadrum wird zum Teil ein Riesenhype gemacht. Ansonsten kann man oft genug lesen, dass jedes Produkt "verkostet" wird, bis man die richtige Zusatzstoff-Mixtur rausgefunden hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Testesser bei roten Objekten mit eher Pappgeschmack spontan in feinschmeckendes Ohhh, Ahhh und Mhhhh ausbrechen:idee:

Also wie lange soll dieses ganze Zeug noch und noch und immer wieder auf den (irgendeinen) Markt geworfen werden? Wir Verbraucher, die wie gesagt früher mal als Kunde König(?) waren, und die dann in einer grünen Öko-Umwelt-Natur-Bewegung seit Jahrzehnten gezeigt haben, dass sie dieses Zeug einfach nicht wollen, und dass es auch noch sehr gute wissenschaftliche Gründe dafür gibt, erwarten doch einfach nur gescheite, vernünftige Lebensmittel, und ein Einkommen, mit dem man diese Sachen auch normal kaufen kann.

Gerd
 
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Ja, da gebe ich Dir völlig recht, aber leider wird dieses geschmacklose rote Zeug mit der extra harten Schale für besseren Transport immer noch reichlich gekauft, kaum einer weiß doch noch, dass es mehr als zehn Sorten Tomaten gibt.

Hier könnt ihr bei 147 Sorten aus aller Welt nachlesen, was die Besonderheit der jeweiligen Art ist:

https://www.semillas.de/cgi-bin/shop/shop.cgi

... und es gibt mittlerweile viele Menschen die sich für die Erhaltung alter Kulturpflanzen einsetzen und wo man auch dieses Saatgut in Bio-Qualität erwerben kann.

Gemüse und Saatgut | Garten des Lebens

Dreschflegel-Bio-Saatgut - Direktversand - Ziele Ökologie und Politik ...

ARCHE NOAH - Gesellschaft für die Erhaltung der ...

Unser Aussteigerleben - Altes Saatgut - Bezugsquellen

Liebe Grüße Tarajal :)
 
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Wie wäre es, einen Laden zu erfinden, der einfach kein Gepansche verkauft.
"pure food".
Priorität nicht unbedingt bio, sondern pure.

Gerade in den Bioladen gehe ich oft mit falschen Vorstellungen. Ich wollte meinem Kind eine pulverförmige Sauce Hollandaise leisten. Bei dem kleinen Tetrapacks wird ja das meiste schlecht, weil ich das nicht esse. Blauäugig habe ich gedacht, das wird schon gut sein!
Leider: Konsistenz wie Pudding und beim Ablecken des Löffels bitzelte es sogar auf der Zunge, was mir beim Supermarkt-Tetrapack nicht passiert ist. Außerdem: Kind mag die Sauce nicht.

Hier die Zutaten der Bio-Sauce à la Hollandaise (Nature Compagnie):
Maisstärke*, SÜßMOLKENPULVER*, Meersalz, MAGERMILCHPULVER*, Glukosesirup*, Hefeextrakt, Verdickungsmittel Guarkernmehl, Sonnenblumenöl*, Säuerungsmittel Citronensäure, Curcuma*, Lorbeer*, Paprikaextrakt.

Und hier die Zutaten aus einem kleinen Tetrapack aus dem Supermarkt (Knorr):
Trinkwasser, pflanzliche Öle (Palm, Raps), EIGELB, MAGERMILCHPULVER, modifizierte Stärke, Speisesalz, Zucker, Säureregulator Milchsäure, Verdickungsmittel (Xanthan, Guarkernmehl, Johannisbrotkernmehl), Aromen (mit SELLERIE).

Ich denke, da ist das Standard-Produkt doch die bessere Wahl.

Aber heute probiere ich es mal selbst:
Sauce Hollandaise | Chefkoch.de

Man braucht nur so wenig Zutaten und kann mengenmäßig genau anrühren:
Eigelb, Butter, Flüssigkeit (Wasser, Zitrone), Gewürz (Salz, Pfeffer, ...)

Dadurch, dass alle immer diese Päckchen und Schachteln kaufen, geht die Routine im Rühren verloren.

Die Schachteln sind aber auch nicht gerade praktisch, da sie bei mir leicht in Vergessenheit geraten und dann entsorgt werden. Während die Dinge wie Eier, Öl, Butter... die man immer braucht, sich regelmäßig verbrauchen und auch immer frisch sind.

Alles Gute
Earl Grey
 
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Ich koche und backe sehr viel selber, genau deswegen. Seither sind mein Partner und ich aber viel sensibler gegenüber Restaurantessen und Fertiggerichten geworden, wir vertragen es mittlerweile beide nicht mehr so gut.

Das meiste ist sehr schnell gemacht, vieles lässt sich auch vorbereiten und einfrieren.
Eine Sauce hollandaise würde ich nie kaufen, die ist so einfach hergestellt. Tomaten haben wir selber im Garten angepflanzt einige neue und alte Sorten. Diese werden entweder als Salsa pizzaiola gemacht und eingefroren für späteren "fast food", od sogar ganz eingefroren. Kein Problem. Kuchen mögen wir die gekauften gar nicht mehr, wir finden diese im Vergleich zu den selbstgemachten geschmacklos. Auch kann man so die Zuckermenge und -Art selber bestimmen.

Aber da sind wir eher Ausnahmen. Viele Leute kaufen tatsächlich viele Fertigprodukte wegen "Zeitmangel" (eine Frage der Planung und Organisation), od Faulheit.

Und ich bin überzeugt davon, dass diese Fertigprodukte die Menschen krank macht. Es gibt hier einige Zivilkrankheiten, die in anderen Ländern viel weniger vertreten sind, da sie dort anderst kochen. Warum Leben wohl die Mittelmeerraum-Bewohner länger? Warum gibt es in Asien viel weniger Krebs?
 
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