Das Böse überwinden

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hi lieben
da wird hier voller ungeduld gewartet auf diese thema,es scheint also wichtig zu sein,damit gleich an zu fangen.



das böse überwinden?wieso,man muss es doch nur ausser sich halten,
ausser gefühl,und gedanke.


wo man in liebe ist,wird das böse sich gar nicht melden,weil es ja eh kein chance hat.


jedoch jedem verletzbare stelle könnte ein sein wo es böse angreifen kann.


was ist aber das böse?


liebe grüss soul
 

MisterX

"Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft." :kraft:
 
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willen

hi liebe mister x,

wenn man es böse will,und es gute schaft.versteht zugleich das willen nicht der weg ist,und das das gute im ende immer gewinnt.

(hört sich fast poetisch an gel)

liebe grüss soul
 

Anne B.

Leider schafft nicht alles Böse Gutes. Wer mag wirklich bewerten, wann Böses Gutes schafft? Ich weiß nur, dass das "vermeintlich Schlechte" durchaus "vermeintlich Gutes" hervorbringen kann... Mir jedenfalls ist das Thema zu "heiß" und ich kann daher nur mit einer (brutalen) satirischen Parodie antworten:

Wilhelm Webels

Faust und die Atombombe

Aus dem Spiel vom Doktor Faust (1964)

(Mephistopheles will aus Faust den Übermenschen machen. Zuletzt versucht er es mit der Verführung zur Macht. Er drückt ihm auf einem Flug über die Erde die Atombombe in die Hände.)

Faust: 0 Macht, verfluchte Macht!
Du hast mich süchtig auf ein Ziel gesetzt, das mich in dunkle Nacht und auf die Weltzerstörung hetzt.
Mephistopheles: Sieh, großer Geist, was deine Hand vermag!
Faust Ich fühle die Kraft in einem einz'gen Schlag.
Und stände ich auf längst verlorenem Posten, nichts hält mich mehr, die Größe auszukosten.
Auf mit dem Fluge! Näher an die Sterne!
Die Erde wird zum lächerlichen Ball, je mehr ich mich von ihr entferne, und mit dem Wahn schon rühr ich an das All.
(Mephistopheles reicht Faust die Atombombe.)
Mephistopheles Das Äpfelchen! Nimm's in die Hand, was seine Herrlichkeit, der Mensch, erfand!
Faust Verflucht, das Ding ist schwer!
Mephistopheles Hier wird der Zweck gewogen und gemessen.
Faust Mensch! Ich erkenne dich nicht mehr!
Mephistopheles Du sollst dich selbst vergessen!
Du Übermensch!
Faust Mir wallt das Blut!
Mephistopheles Der Übermut!
Laß es geschehen!
Faust Laß mich erst sehn!
Sind Menschen unter uns!
Mephistopheles Ameisen sind es!
Wühl den Haufen auf!
Faust Und eine Stadt!
Mephistopheles Radier sie aus!
Faust Die Erde!
Mephistopheles Laß sie bersten!
Faust 0 Faust! 0 Mensch!
Mephistopheles Herrlich bist du!
Zeig deine Macht!
Faust Triumph! Es sei! (Er wirft die Atombombe.) Ich schlag dich, Welt, in Stücke!
(Die Musik steigert sich bis zur Ekstase)
Faust (nach einer Pause voll Entsetzen.) Hol sie zurück!
Mephistopheles Zu spät! Sie nimmt den Lauf!
Faust Bist du ein Mensch, so halt sie auf!
Mephistopheles Wärst du ein Tier, du hättest nicht geworfen.
Faust 0 Mensch! Du bist verworfen!
(Die Musik ahmt die Detonation nach. Ein entsetzlicher Schrei gellt aus der Tiefe auf)
Faust Entsetzen packt mich!
War das Menschenschrei ?
Mephistopheles Vorbei! Vorbei!
Faust 0 weh, mir, weh!
Ist das der Aufgang meiner Saat?
Mephistopheles Zu spat, zu spat!
Faust Mich packt der Graus!
Mephistopheles Wozu? Du lebst ja noch!
Faust Oh, lösch mich aus und laß mich irgendwo im All zerschellen!
Eine Stimme (ruft) Faust! Wo ist dein Bruder Abel?
Faust Wo? ... Wo?
Wo ist mein Bruder? - Wo?
Bin ich denn, ich der Hüter meines Bruders?
Mephistopheles Was kümmert dich dein Bruder!
Sieh du zu!
Faust So bin ich Kain?
Mephistopheles Blut klebt an deinen Händen!
Was du gewollt, kann sich nur so vollenden!
(Mephistopheles verläßt triumphierend das Flugzeug, während Faust mit ihm zur Erde stürzt. Wirbelnde Musik)
Faust (der sich nach einiger Zeit aus den Flugzeugtrümmern erhebt.) Blut klebt an meinen Händen? (Er schaut in seine Hände.)
Ist doch nicht Blut?
(Er wischt die Hand an seinem Rock ab und schaut wieder hinein.)

Und ist - doch Blut!
Im Übrigen soul: Alles "Böse" ist im Strafgesetzbuch verankert.

Grüße von Flower:)
 
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Vielleicht muss das Böse

da sein, damit ich mich für etwas anderes entscheiden kann. Deshalb wird es wohl auch kaum einen Menschen geben, der es nicht als "Täter" oder "Opfer" oder beides irgendwann in irgendeiner Form erfährt. Vielleicht kann man das Gute nur wahrhaftig erkennen und leben, wenn man auch das Gegenteil kennt.

Über mein aggressives Kind hat mal meine kleine Nichte (sie war selbst erst 5) gesagt: "Er ist der böseste aus der ganzen Familie." Damals hat mir das sehr weh getan. Wahrscheinlich darf man sein Verhalten auch gar nicht wirklich böse nennen, denn er war in einem Alter, in dem er gar keine bewußte Entscheidung für das eine oder andere treffen konnte. Er hat wohl aus vielen Gründen einfach nicht anders agieren können und auch ich hatte sicher meinen Anteil daran. Heute kommt mir der Gedanke, vielleicht mußte er das durchleben, um einmal wirklich gut zu werden - und damit unsere Beziehung einmal gut werden kann. Ich trau ihm und mir zu diese Veränderung zu, denn ich weiß, da ist ein guter Kern. Ich muss ihm jetzt helfen das zum Vorschein zu bringen.

Vielleicht mögt Ihr uns mit guten Gedanken begleiten,

Sanne
 

MisterX

Also, wenn ich beurteilen müsste ob Gott oder der Teufel die Welt geschaffen hat - würde ich den Teufel favorisieren ;-)

Gott hätte uns perfekt gemacht!
Leider sind wir aber alles andere ...

Demzufolge kann nur der Teufel sein schlechtes Spiel getrieben haben, oder?!

Aber eins hat er nicht bedacht. Im Gegensatz zu Ihm sind wir aus Fleisch und Blut, haben einen Anfang und ein Ende ... was wir Leben nennen.
Und da das Leben immer auch dem Leben verpflichtet sein muss um existieren zu können ... suchen wir eine Existenz- möglichkeit, eine Ordnung - und diese sehen wir in einer Vorstellung die wir Gott nennen.

Den Teufel können wir tagtäglich spüren - er hinterläßt überall Spuren und Beweise. Gott ist nur ein Traum ... :lol:
 

Anne B.

Verteufelter Traum...

Wie gut, dass du das nicht beurteilen musst, Mister X !
 
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Aua, Mist

...er X. Den Teufel gibt es nicht. Vielleicht liest Du mal, was andere so schreiben...

Aber: Gott traut JEDEM zu ein anderer zu werden. Da ist also noch Hoffnung,

Sanne
 

MisterX

ja eben - man sollte mal etwas tiefer lesen ;-)

Denn die Katharer glaubten auch, dass die Welt eine vom Teufel geschaffene Illusion ist!
Diese These wurde von der katholischen Kirche als so gefährlich erachtet, dass sie beschloss, in blutigen Feldzügen alle Katharer zu vernichten, was ihr auch erfolgreich gelang … :mad:
 

Wolfgang Jensen

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Das "Böse" überwinden

formulierte Soul ihr Thema - was postuliert, das Böse sei DA, real, eine Größe.

Beim Lesen der Beiträge fiel mir besonders Flower auf, ihr "vermeintlich".

Auch Mister X, der von der "Welt als Illusion"spricht.

Sanne hat plötzlich ein "Böses Kind" - vielleicht sagt noch jemand, der Kleine sei vom Teufel besessen.

Ich erinnere mich an die Worte: Papa wird gleich böse. Mama meinte damit nur, daß er ärgerlich werden würde. Hat sich der Gedanke an das Böse bereits verselbständigt?

Ganz wuschig (über Normallevel) macht mich eben der Gedanke an das Vaterunser, wo es heißt bzw, spricht: "... und erlöse uns von dem Übel". Wird damit nicht bereits ein Status festgeschrieben?

Noch wuschiger wurde ich durch die Zeile: "... und führe uns nicht in Versuchung". Gott soll uns nicht in Versuchung führen? Ich denke der Teufel ist der Versucher! Verwirrung.

Gott hätte uns perfekt geschaffen? Auch das setzt voraus, Menschen seien nicht perfekt. Muß man das Bild nicht auch glauben?

Wenn Gott uns geschaffen hat, und er hätte uns perfekt geschaffen, wie konnte dann im Paradies der Teufel seine Absicht zum Erfolg führen?

Wer das Böse vorgab zu bekämpfen, mußte dazu in der Regel selber böse werden. Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, immer wieder gerne im Programm.

Mein Programm sieht jetzt Schlaf vor. Ob mein Traum in einer Dualen Welt stattfinden wird?

Wolfgang
 
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Liebe und GUTES Beispiel

Hatte doch bereits die Äußerung meiner (fünfjährigen!) Nichte relativiert, lieber W.!

Gleich zu Anfang hatte ich ja schon dieses Gefühl: DAS Böse gibt es nicht. Vielleicht sind es Unwissenheit, Verwirrung, Verzweiflung, Angst, die Menschen dazu bringen "böse" zu sein. Ein Hilferuf: zeig mir, wie man liebt, zeig mir, wie man lebt, zeig mir, dass ich geliebt und gesegnet bin, gewollt und angenommen. Ein Mensch, der geliebt und angenommen wird, der sich gesegnet, als Segen fühlt, wird niemals wirklich böse sein.

Unsere Aufgaben: Lieben und GUTES Beispiel

In diesem Sinne uns allen einen guten und gesegneten Tag,

Sanne
 

MisterX

Vielleicht sollte man sich mal folgendes durch den Kopf gehn lassen:

Nach Meinung der Katharer ist die Welt eine vom Teufel erschaffene Matrix, die uns Realität vorgaukelt. Wer dies glaubt, kann also folgerichtig zutiefst gläubig sein und bibelfest an Gott glauben, wie er dort geschildert wird und doch Luzifer, den Lichtbringer meinen.

Das Kredo der Katharer erweist sich als ziemlich kompliziert. Sie hielten sich ursprünglich für himmlische Bewohner.
Satan, nachdem er aus dem Himmel gejagt worden war, korrumpierte weitere Engel und zog sie mit sich auf die Erde. Diese Engel verkörperten die Seelen der Menschen
Also glaubten sie, dass man den Ursprung des Menschen nicht auf der Erde, sondern im Himmel suchen sollte; aus diesem Grund betrachteten sie den menschlichen Wesenskern als körperlos.
Diese Geschichte stützte sich auf die Offenbarung des Johannes, die von einem himmlischen Kampf zwischen Satan und dem Erzengel Michael erzählt; sie endet mit der Niederlage Satans, der ein Drittel der Engel auf die Erde mit sich herunterzieht.
Also waren die Menschen für die Katharer gefallene Engel, und die Welt gehörte Satan, dem Teufel, dem Rex mundi an.
Der Teufel hatte die Sonne, die Erde, die Luft, den Menschen erschaffen.
Er schuf alles, was sichtbar und vergänglich war, Gott hingegen das Unsichtbare und das Unvergängliche, wie die Seele.
Wenn Satan aber die Welt erschuf, dann mussten er und Jahwe, der Gott der Genesis, dieselbe Person sein.
Deshalb lehnten die Katharer ursprünglich das Alte Testament in seiner Gesamtheit ab und betrachteten Moses und David als Sklaven des Teufels. Moses verkörperte für sie einen bösen Zauberer...

Folglich bedeuten dann Sprüche wie „Erlöse uns von dem Übel“ eigentlich nix anderes, als das sie uns vorgaukeln wollen wir könnten auf jemanden - auch noch einen von „den Guten“ hoffen ...
Und so warten wir schon tausende Jahre - anstatt die Sache selber in die Hand zu nehmen ;-)

„Führe und nicht in Versuchung“ bedeutet dann nix anderes als - Überschreitet ja nicht eure Grenzen!
Wehe dem. Ihr wist nicht was euch dann erwartet.
Und so lähmt uns auch dieser Spruch schon tausende Jahre ;-)

Soo - und wir kommen nicht aus dem Paradies - wir kommen aus der Dunkelheit und wollen zum Licht ... weil das Leben das Licht braucht um existieren zu können!

Um dieses Ziel der Menschen zu verhindern hat der Teufel sich ausgedacht wir kämen ursprünglich aus dem Paradies und hätten uns das eben selber versaut - weil wir ja ach so schwach waren ...
Das müssen wir jetzt leider hinnehmen und akzeptieren!

FALSCH !!! Wir kommen aus der Dunkelheit - welche der Teufel geschaffen hat.

Das Paradies liegt vor - und nicht hinter uns! Das Paradies ist auch kein Ort wo man den ganzen Tag nur schlafen muss oder ähnliches ...
Das Paradies ist der Ort wo sich der Mensch aus eigener Kraft aus jeder Situation befreien kann :)

gruß X
 
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böse ist meist gesagt,sauer gemeint

liebe flower power,
das böses gutes schaffen kan,davon bin ich schon überzeugt,aber nur wenn es durch gefühlsentwicklung passiert,und nich wenn es bedacht ist.

liebe grüss soul
 
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sohn

liebe Sanne,
deine sohn ist nicht böse,am höchstens muss er zu sich finden,und mit deine liebe wird er das.er hat nich umsonst dich als sein mutter gewählt.
er weiss er ist bei dir in liebevolle hände.

liebe grüss soul:wave:
 

ADo

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06.09.04
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off topic:eek:)

@ sanne
Kennst du das Buch "Ist das Ihr Kind?" ?
Vllt hilft euch das beim Zueinanderfinden;)

LG
 

Wolfgang Jensen

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16.03.06
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Berührt

Hallo Ado, mir fühlt, als könnte Offenheit
Offenbarung ohne Angst
helfen, Licht ins Dunkle zu bringen

Danke.
Wolfgang
 
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25.01.05
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Grüss euch,

es gibt eine einfache Formel: 1/n x n = 1. Eigentlich gibt es aus mathematischer Sicht zum Thema nicht mehr zu sagen. Ach so, was steckt in der Formel? Nun, n ist eine beliebige Zahl, also 1 oder 2 oder 3 oder 365 oder 4798275. Das Resultat ist immer 1. Beispiel: 1/3 x 3 = 1. Alles klar?

Der Bruch und die reziproke ganze Zahl bilden zusammen immer ein Ganzes. Das ist wichtig zu wissen: Quantität x Qualität = 1, männlich x weiblich = 1, hell x dunkel = 1, Frequenz x Wellenlänge = 1, warm x kalt = 1, lieb x bös = 1, gut x schlecht = 1

Die Formel zeigt also nichts anderes an, als eine Verhältnismässigkeit zweier Eigenschaften die zusammen eine Einheit bilden, zwei Seiten derselben Münze, Kopf oder Zahl. Was passierte, wenn sich nur noch das eine wäre und das andere nicht mehr? In dem Augenblick, wo das andere sich auflösen würde, hörte auch das eine auf zu existieren. Dies ist möglicherweise DAS Geheimnis der Dualität, die Gegensatzpaare. Man ist also nie ganz lieb oder ganz bös, ansonsten man zwar nicht aufhören würde zu existieren, aber diese Eigenschaften wären weg. Ohne Bosheit keine Liebesfähigkeit könnte man daraus folgern.

Noch was zu dieser Formel - sie begegnet uns allenthalben allerorten: in der Eiform, in der Schneckenform, beim Wasserablassen in der Badewanne, im Wirbel, am Übergang vom Stamm zum Wurzelteller bei der Tanne, und und und. Sie entspricht dem Keppler'schen Harmoniegesetz.

Auf ihr baut die ganze Spannkraft eines Kirmis auf, die Kirchenlehre von gut und bös, ebenso die Harmonien in der Musik, und all das was wir als ästhetisch und schön empfinden oder eben nicht, je nach Verhältnis.

So, das war etwas Theorie. Also, bevor man sich Schuldgefühle und ein Gewissen draus macht, böse zu sein, bzw. nicht gut genug, bedenke man, das man ohne etwas Bosheit nicht liebesfähig ist. Einzig über das Verhältnis 72:18 oder 20:80, dafür gilt es sich zu entscheiden.

Praktischer Tipp: ohne Gewissen lebt es sich leichter, und, man ist deswegen weder böse noch schlecht. Ich sag's mal so: ich bin ein zutiefst unmoralischer Mensch, aber nicht ohne Ethik. Also - Herz oder Zahl?

herzlichst - Phil

PS. die Formel stammt von Walter Schauberger, Begründer der PKS Phytagoras-Keppler-Schule Bad Ischl.
 

Wolfgang Jensen

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16.03.06
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Hallo MisterX - Dein "its so easy" kam also aus der Mitte Deines Seins. Hm.

Warum nur, warum nur? Die Katharer wußten was. Durften sie das nicht wissen? Warum nicht, warum nicht, mein Gott, begann damals ein Vernichtungs-, statt ein Bewußtseinsprozeß?

Grübel.

Verhindert Glauben, indem er Liebe auf eine "Person" umlenkt, die Entwicklung von Eigenliebe?

Weisheit wird zerstört - Liebe als autonome Kraft wird unterdrückt?

Hat das Zerstören System?

Was muß das System zerstören?

Eine Vorstellung, Bilder von "Gott", die in die Welt gesetzt wurden?

Grübel.

Ich spiele mit den Katzen im Kloster, adieu.
 
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19.03.06
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Mitternacht im Garten von Gut und Böse

www.gifart.de/gif234/fantasy/00004262.gif
....Hm...immer diese Themen....

und dann zitieren auch noch andere als Leòn den Geheimrat aus Weimar.... .
Aber gut. Gute Miene zum Bösen Spiel (hihi!): Leòn macht mit!

Des alten Geheimrates Stück, welches hier zitiert wurde, endet übrigens im zweiten Teil, mit den Worten "Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis...".
Damit hat er, der Geheimrat, ausgedrückt, dass der Dualismus von "Gut und Böse" aufgelöst ist und ein Höheres geschaffen wurde.

Darauf sollte man sich konzentrieren und den Dualismus von Gut und Böse als das erkennen, was er ist:
Eine aus menschlicher Perspektive geschaffene Denkweise. Bilder, Gleichnisse, die möglicherweise Naturkräften entsprechen, dem Konstruktiven und dem Destruktiven nämlich.

Aber auch das passt ja schon nicht mehr, wenn wir erkennen, dass das destruktive Prinzip durchaus in der Lage ist, neues, bzw. "Gutes" zu schaffen. Hören wir Mephisto! - Dem "destruktiven" Winter folgt der "konstruktive" Frühling.

Herr Phil, lassen wir die Welt heil und lassen wir die Kräfte wirken, aber lassen wir uns nicht auf das Verwirrspiel der menschlichen Ethik ein.

Wie ich bereits sagte: "Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis..." .

Ich habe mich davon verabschiedet, Menschen in "Gut und Böse" zu unterteilen. Aus spiritueller Sich ist der Mensch. Der Mensch ist. Er ist nicht gut und nicht böse. Er ist nur einfach zu allen Handlungen fähig, den konstruktiven wie den destruktiven.
Der Mensch ist. Und das ist gut so. (Hihi!)
Da gibt es nichts BÖSES zu überwinden sondern nur gut und anständig miteinander umzugehen.

Für das menschliche Miteinander ist es allerdings meiner Ansicht nach wichtig, davon auszugehen, dass der Mensch gut sei! Das ist meine Überzeugung. Und ich erlebe im Alltag, dass Eltern zum Beispiel immer das Beste für ihre Kinder wollen und dennoch "Fehler" machen. Deswegen bleiben sie gut. Menschliches Handeln KANN nicht fehlerfrei sein.
Und Kinder wollen immer LIEB sein. Glaubt mir das. Die wollen keinen Stress mit ihren Eltern. Aber sie können nicht immer "lieb" sein!
Die Einschätzung kommt auch wieder auf unsere Perspektive an.


"Du sollst Dir kein Bildnis machen!" Was für ein wunderbarer Satz! Mach Dir kein Bildnis von Deinen Mitmenschen, auf dass Du sie nicht festlegst und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten nimmst! Max Frisch hat den Prozess der Stigmaitisierung und der Festlegung auf die Rolle des "Bösen" in "Andorra" so gut beschrieben, dass wir uns schämen müssten, es trotzdem immer wieder zu tun!

Sanne, Deine Beschreibung hat mich berührt und traurig gemacht.

Über mein aggressives Kind hat mal meine kleine Nichte (sie war selbst erst 5) gesagt: "Er ist der böseste aus der ganzen Familie." Damals hat mir das sehr weh getan. Wahrscheinlich darf man sein Verhalten auch gar nicht wirklich böse nennen, denn er war in einem Alter, in dem er gar keine bewußte Entscheidung für das eine oder andere treffen konnte. Er hat wohl aus vielen Gründen einfach nicht anders agieren können und auch ich hatte sicher meinen Anteil daran. Heute kommt mir der Gedanke, vielleicht mußte er das durchleben, um einmal wirklich gut zu werden - und damit unsere Beziehung einmal gut werden kann. Ich trau ihm und mir zu diese Veränderung zu, denn ich weiß, da ist ein guter Kern. Ich muss ihm jetzt helfen das zum Vorschein zu bringen.
Entschuldige, wenn ich das sage, aber ich kann nicht glauben, dass Dein Kind "aggressiv" ist. Das ist eine Zuschreibung, die ich Dich zu überprüfen bitte!
Man sollte lieber versuchen, Verhaltensweisen zu betrachten und sie für sich in ihrem Kontext zu beschreiben, dann wird man auf Motivationen stoßen, vermute ich, die einordbar werden. Verhalten lässt sich ändern und nur erfolgreiches Verhalten wird beibehalten.

Lassen wir es dabei!

Alles Vergängliche
ist nur ein Gleichnis,
das Unzulängliche,
hier wirds Ereignis,
das Unbeschreibliche,
hier ists getan,
das ewig Weibliche
zieht uns hinan!


Herzliche Grüße von Leòn
 
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