Co-Abhängigkeit: „Mitgefangen in der Sucht“ von ulia Maria Kessler

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Buch von Julia Marie Kesser:

... Beschreibung

Als Partner*in ist man ebenso betroffen von der Sucht wie Alkoholkranke selbst. Wenn man für sie lügt, sie beim Arbeitgeber »krank« meldet, hinter ihnen aufräumt, wird ungewollt das Suchtsystem unterstützt und damit wird man selbst co-abhängig vom Alkohol.
Julia Schmidt lebte selbst jahrelang mit einem Alkoholiker zusammen und kennt die Kämpfe, die man mit dem Partner und sich selbst austrägt. Heute hilft sie als Coach anderen Co-Abhängigen und zeigt, wie Betroffene Manipulationen erkennen und ihren Fokus wieder auf sich selbst lenken können. Wem es gelingt, sich mit seinen komplexen Gefühlen auseinanderzusetzen, der kann für sich einen Weg raus aus der Co-Abhängigkeit finden. ...

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Julia Marie Kessler schreibt aus eigener Erfahrung. Auf ihrer Homepage kann man mehr erfahren:
...
Das bedeutet, daß das eigene Leben, Handeln, und Wohlbefinden komplett von der Alkoholsucht des Kranken gesteuert wird. Aus Scham, Unwissenheit, und Überforderung versucht man nach "Außen" den Schein zu wahren und alles am Laufen zu halten. Dieser permanente Druck, die Unsicherheit, die Angst, und der Alltag, der zwangsläufig zu einer Zerreißprobe wird, wirken sich über kurz oder lang nicht nur auf das Gemüt, sondern natürlich auch auf die Gesundheit des Co - Abhängigen aus. Während dieser in seiner Rolle immer weiter funktioniert, die Rückfälle vertuscht, die Auswirkungen des Trinkens erträgt, sich zunehmend von seinem Umfeld isoliert, sich immer mehr Verantwortung auf die Schultern lädt, und regelmäßig die Scherben zusammenkehrt, bemerkt er leider meistens viel zu spät,...

...daß der Mensch, um den er sich eigentlich dringend kümmern sollte, er selber ist.​

Co-Abhängigkeit bezieht sich nicht nur auf Alkohol sondern auch auf andere Süchte und Abhängigkeiten.

Grüsse,
Oregano
 
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