Borrelien und EBV; ein persönlicher Bericht

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Hallo in die liebenswerte Runde

Vor einem Jahr fand ich diese Seite. Sie hat mir damals geholfen, mich nicht so allein zu fühlen und mir gute Infos gegeben. Danke an dieser Stelle an die Treuen, die sie pflegen.

Kurz zur Info meine Krankengeschichte: Jahrzehnte lebte ich mit den hier vielfach beschriebenen Symptomen (Infektionsanfälligkeit, lange Krankheitsphasen, Schlappheit, Kopf- und Augenschmerzen, zunehmende kognitive Beeinträchtigungen und neuronale Auffälligkeiten). Irgendwie konnte ich noch arbeitsmäßig funktionieren. Teils mit Reduzierung. Dann eine mehrmonatige akute Krankheitsphase im Frühjahr 2013. Davon kaum wirklich erholt im Spätsommer 2013 die nächste Phase mit mehr oder weniger Bettlägerigkeit. Seitdem arbeitsunfähig. Erst langsam erhole ich mich ein wenig. Immer noch bin ich sehr schwach, brauche alle 2-4 Stunden eine Liegepause und bin einfach schon dankbar, wenn ich keine neue Aktivierung bekomme.

Im Sommer 2013 fand ich endlich eine Ärztin, die mit mir und meinen Symptomen etwas anfangen konnte. Sie legte mir nicht die Psychatrische Abteilung nahe, sondern nahm einen ganzen Korb voll Blut ab und untersuchte dieses. Sie fand mehrere Faktoren, die meinen Zustand erklärbar machten.

Da jetzt nach einem Jahr etwas klarer geworden ist, welche Faktoren bei mir gewichtiger sind als andere, möchte ich meine Erfahrungen hier gern mit Euch teilen.

Bei mir scheint es so zu sein, dass der EBV Virus, (LTT bei 19,5 im Sommer 2013 wie auch im Sommer 2014) ein wesentlicher Faktor ist.

Dagegen sind die Borrelien wie meine Ärztin meint ein eher aufgepropftes Problem. (LTT im Sommer 2013 bei verschiedenen Stämmen 2,9/5,4/17,9/20,7, dann im Dezember 2013 bei 1,6/2,9/3,8/5,0 und im März 2014 alle unter 3 und im Oktober 2014 alle zwischen 1 und 2)

Bei den festgestellten Allergien (BISGMA, Palladium, Schimmelpilze) stach das BISGMA mit einem LTT von 21 hervor. Durch einen Austausch der Kunstofffüllungen im Unterkiefer ist dieser Wert nun auf 6 gesunken.

Soweit mal mein Zwischenbericht. Gruß in die Runde :wave:
 
wundermittel
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Wer ist der/die HaupttäterIn? - Borrelien, EBV, Allergien, Gifte

Hallo muckels!

Erstmal ein herzliches Dankeschön für deinen Erfahrungsbericht! Solche sind immer sehr willkommen!

Du beschreibst eine typische chronische Infektionserkrankung. Z.B. dass man es meist gleich mit mehreren Erregern zu tun hat. Dass es nicht "nur" Borrelien gibt. Dass meist nicht (mehr) "nur" eine Infektion vorliegt, sondern auch andere Erkrankungen und Faktoren, welche die Gesundheit belasten (z.B. Schwermetalle, Umweltbelastungen, Hormonstörungen, Zahnbeschwerden, Unverträglichkeiten, psychische Belastungen, etc.). Auch dass dein Krankheitsverlauf in "Schüben" verlief, ist je nach Erreger "normal".

Auch ich möchte immer wieder betonen, dass es nicht "nur" Borrelien gibt. Es gibt zig andere Erreger (z.B. Bartonellen, Babesien, Chlamydia pneumoniae, Mycoplasma pneumoniae, Ehrlichien, Anaplasmen, div. Rickettsien etc.), welche so ziemlich dieselben Symptome auslösen können, folglich genau so gefährlich, und oft gar noch viel schwieriger behandelbar sind! Leider werden solche nach wie vor zu wenig wahr- und ernst genommen. Selbst von Ärzten, welche sich zumindest halbwegs mit Borreliose-Erkrankungen auskennen.

Du hast zwar nicht nach unserer Meinung gefragt. Aber ich erlaube mir, dennoch einige Kommentare anzubringen:

Ich persönlich glaube nicht, dass in deinem Fall EBV der Haupterreger ist. Keine Frage, diese Viren sind ernst zu nehmen und zu behandeln (lediglich auf alternativmedizinischer Ebene möglich). Meines Wissens nach können sie nämlich das Immunsystem ausserordentlich stark schwächen bzw. gar manipulieren. Gerade die starke Müdigkeit könnte sicherlich auch mit diesem Erreger zusammen hängen. Aber z.B. Augenschmerzen (eher ein Druck von hinten oder Stiche?), neurale Auffälligkeiten (welche genau?), die kognitive Beeinträchtigung und mindestens grösstenteils auch die Kopfbeschwerden (eher Druckgefühl, Schmerzen, Fremdkörpergefühl etc.?) würde ich persönlich NICHT EBV zuordnen!!!

Ich weiss nicht, wie du Borrelien bisher behandelt hast. Wenn man den Laborwerten glaubt, so würde dies in der Tat darauf hindeuten, dass diese eher eine untergeordnete Rolle spielen könnten. Anhand deiner bisherigen Beschreibungen ist es für mich sehr schwierig zu sagen, welches sonst der Haupterreger sein könnte. EBV ist es meiner Meinung nach aber definitiv nicht! Höchstwahrscheinlich handelt es sich um ein Bakterium oder aber um ein Parasit. Vielleicht magst du deine Symptome noch etwas näher umschreiben. Dann könnte ich evt. eher auf einen bestimmten Erreger tippen.

Noch eine Anmerkung zu LTT's:
Ein LTT von 20 bei Borrelien erscheint mir extrem hoch! Ich persönlich habe noch nie von jemandem gehört, der bei den Borrelien ein solch hoher LTT hatte!? LTT's sind nicht für alle Erreger gleich interpretierbar. Ein LTT von 20 bei Borrelien bedeutet nicht dasselbe wie ein LTT von 20 z.B. bei Candida oder EBV! Anhand des Testergebnisses lässt sich folglich nicht sagen, welches der Hauptübeltäter ist. Aber ich gebe dir recht, die Entwicklung der Testergebnisse bei fortbestehenden Beschwerden deutet eher darauf hin, dass die Haupterreger NICHT Borrelien sind.

Liebe Grüsse
 
Themenstarter
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Hallo Kämpferin

Danke für deine Meinung, euer aller Meinung möchte ich gern hören. Ich will nur ungern im Erste Hilfe forum sein ;)

Die Symptome waren nicht immer alle gleichzeitig da. Ich vermute dass das daran liegt, was jeweils gerade zeitgleich aktiviert war.

Auch jetzt verschiebt es sich laufend ein wenig. Da habe ich mal einen Tag, da fühle ich mich relativ gut, dann habe ich am nächsten Tag wieder schnell Erschöpfung, schnellen Puls bei kleinster Anstrengung. Dann sind die Muskelschmerzen im Vordergrund. Ein bis zweimal im Monat habe ich ucj 1 bis 2 Tage Kopschmwerzen (Gesichtsnerv), dabei friert es am Kopf, so dass ich nur mit Mütze rumlaufe, auch im Bett, so wie bei unsrer kleinen Farm.

Naja, es ist bisher ein Zwischenbericht. Ob wirklich der EBV der Hauptschurke ist? Da gebe ich Dir recht Kämpferin, dass man das noch gar nicht sichr sagen kann.
Manche Symptome können ja auch Schäden sein, die bleiben. Zum Beispiel habe ich einen Handschmerz bei Belastung, ähnlich dem Skidaumen. Das hat sich zwar etwas beruhigt, ist aber noch immer da. Das macht die Ursachensuche auch schwerer.
 
regulat-pro-immune
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Hallo muckels

Manche Symptome können ja auch Schäden sein, die bleiben. Zum Beispiel habe ich einen Handschmerz bei Belastung, ähnlich dem Skidaumen. Das hat sich zwar etwas beruhigt, ist aber noch immer da. Das macht die Ursachensuche auch schwerer.
Beim Handschmerz handelt es sich vielleicht um einen bleibenden Schaden, von mir aus. Aber all deine anderen Symptome sind die typische Handschrift einer Infektion. Da ist noch ein anderer Käfer vorhanden!
Liebe Grüsse
 
Themenstarter
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Käfer?!

Das ist jetzt nicht dein Ernst oder?

EBV ist doch eine Infektion oder nicht?

Sei es wie es sei, ich spreche erst noch mit meiner Ärztin über die neuen Werte und halte Euch auf dem Laufenden. Wede ihre Meinung zu möglichen weiteren Infektionen einholen. Vielleicht schlägt sie auch von sich aus noch weitere Blutuntersuchungen vor. Sie erinnert mich manchmal in ihrer Arbeitsweise eher an eine Kriminologin als an eine Ärztin.

soweit erst mal einen schönen Sonntag und erfolgreiche Kämpfe
 
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Also die Labortests sind immer nur Momentaufnahmen und gibt ja verschiedene Gruppen, die man testen kann. Bei mir in 4 Tests während des letzten Jahres:
16-5-14-0 beim LTT-Vollantigen, die anderen spezifischeren waren etwas niedriger
EBV war auch 30-8-30-2 (<2 wäre negativ, somit grenzwertig)
CD57 war 70-60-50-120
Habe aber Phytotherapie gemacht und da ist der Verlauf wohl ziemlich so wie bei mir, CD57 sinken und irgendwann zieht es an. Mir gehts viel besser, aber Therapie dauert noch 6 Monate und bin noch lange nicht fit.
Für EBV hat man mir mal Delimmun empfohlen, allerdings habe ich das nie genommen. Das Ziel ist auch nicht das richtige Medikament zu finden, das Ziel ist das Milieu so zu verändern, dass die Erreger gar keinen Bock mehr haben in dir zu wohnen und dein Immunsystem dem EBV klar mitteilt, dass der nichts mehr zu melden hat. Aus dem Körper verschwinden wird EBV eh nie wieder, aber es ist ein Unterschied ob der eben 4 Tage Pfeiffersches Drüsenfieber hervorruft und dann ruht oder chronisch im ganzen Körper an deinen Nerven spielt; für erstere Option braucht man eben ein Immunsystem, das stark ist.
Wenn ich zurückdenke an letztes Jahr und auch teilweise noch aktuell... da gibt es Abende, da schmerzen mir die Beine und ich denke, ich kann morgen nicht mehr laufen und habe Bammel ob alles viel schlimmer wird. Und das geht 2-3 Tage so und am nächsten Tag fühle ich mich vollkommen gesund und 3 Tage später brauch ich Schmerzmittel fürs Kopfweh. Danach schmerzt das Knie beim Treppenlaufen, kann aber 30km radeln und 5km laufen am nächsten Tag. Und vor 10 Monaten bin ich an manchen Tagen bei 500m Gehen fast zusammengeklappt.
Eine Medizin, die immer hilft, ist frische Luft. Spazierengehen. Nach 20 Minuten wirkt sich das auch positiv auf die Psyche aus.
 
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Themenstarter
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Danke tomsen für Deinen Bericht. Deine Symptombeschreibung kommt mir irgendwie bis auf kleine Ausnahmen sehr bekannt vor.

Das Medikament kenne ich nicht. Meine Ärztin fährt ja auch eher die Immunsystem-fitmachen-Schiene ist.
Was ich seit so 2 Monaten fürmich entdeckt habe, ist einmal in der Woche Sauna. Ich mache jeweils 3 Saunagänge mit 70-75 Grad. Lasse mir dabei viel Zeit. So als ob der EBV da ein wenig einen auf den Deckel kriegt. Ist nicht nur das Gefühl, dass das Immunsstem in Schwung gebracht wurde. Und die Borrellien sind bei mir ja im Moment unten. Ich habe die Hoffnung, dass falls sie sich überlegen aus ihren Löchern zu kommen, das Schwitzen sie schnell wieder fort scheucht. Sozusagen: "Ab ins Körbchen mit euch!"

Auf das Leben!
 
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07.07.13
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Sauna hab ich noch nie vertragen. Aber so oder so ist das gut.
Ansonsten eben noch Werte nach oben bringen, D3 über 60, B12,...
Delimmun war bei meinen Therapeuten Mittel der Wahl, ist Immunstimulanz und wirkt mehr oder weniger gegen die ganzen Herpes- sowie EB-Viren. Kann glaube ich etwas auf die Nieren gehen, muss man ggf. überprüfen bei längerer Einnahme. Ich glaube bei mir hätte ich unterstützend eine Packung nehmen können, 2-3 Wochen oder so.
 
regulat-pro-immune
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11.01.10
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Bei 42 Grad Körpertemperatur sterben die Borrelien ab. 20min. vor dem Saunagang keimtötende Mittel nehmen (wie PC Samento/Katzenkralle oder Karde oder Buhner/Klinghardt -Kräuter), die sind dann bei der hohen Temparatur effizienter.
 

Datura

in memoriam
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09.01.10
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Danke, Kopf, für den Link. Ich schicke Euch mal hierhin:

https://www.symptome.ch/vbboard/borreliose/94325-uberwaermungsbad-aktive-fiebertherapie.html

Ich habe ja gegen meine Borreliose (+Chlamydien) mehrere Jahre die Watschentherapie

https://www.symptome.ch/vbboard/borreliose/90645-daturas-watschentherapie-ab-borreliose.html

gemacht, dabei immer wieder die Überwärmungsbäder, einmal für 9 Wochen täglich, hatte danach keine Borre- Symptome, sind dann ein bisschen wieder gekommen.

habe immer wieder mal Überwärmungsbäder gemacht, 1-2 mal die Woche, manchmal - je nach Belastungssituation - auch nicht.

Seit Dezember habe ich keine Watschentherapie mehr gemacht, bin vollkommen Borreliose und Chlamydiensymptomfrei. Ich bin sicher, dass ich das - außer der Watschentherapie - auch den Überwärmungsbädern zu verdanken habe. Hier

https://www.symptome.ch/vbboard/bor...gsbad-aktive-fiebertherapie-2.html#post702806

gibts ne konkrete Anleitung für das Überwärmungsbad. Es ist eine sehr alte, naturheilkundliche Anwendung, seit Ewigkeiten bekannt, auch die Schrothkur arbeitet mit Fieber.

Grüße von Datura

Ach, nund stimmt, die Bäder sind sehr anstrengend, also Vorsicht!
 
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Themenstarter
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Danke für die Tipps! Das mit der Karde vor dem Saunagang will ich mal ausprobieren
 
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