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Blei durch Trinkwasser

Themenstarter
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25.11.09
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Hallo,

Durch einen Wasserrohrbruch beim Nachbarn haben wir durch Zufall erfahren, dass wir noch Bleirohre haben und dass die Zusage des Vermieters und der Vormieter "Alles wurde ausgetauscht" NICHT richtig war. Die Probe ergab im ersten Liter 44 Mykrogramm und im zweiten Liter 6. Also viel zu hoch.

Wir trinken seit 2,5 Jahren ausschließlich dieses Wasser. Der 1. Zwerg seien er knapp 1 Jahr ist und der 2. quasi indirekt seit der Zeugung.

Wir wollen nun abklären lassen, wie hoch unsere Bleibelastung ist und dann ggf ausleiten. Worauf sollten wir bei der Wahl eines Arztes und auch sonst achten?

Vielen Dank!
 
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10.01.04
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Hallo clueless,

das ist ja eine üble Überraschung :mad:!

Ich würde als erstes das Gesundheitsamt anrufen und dort fragen, was sie dazu sagen. Evtl. kann auch eine Giftnotrufzentrale helfen?
Letzten Endes. wäre es gut, einen Umweltmediziner zu finden oder eben einen Mediziner, der sich als Arbeitsmediziner/Toxikologe mit dem Thema auskennt.
...
Schwermetall - Ausleitungssubstanzen

In meiner Praxis kommen folgende Ausleitungssubstanzen (Chelate, Chelatbildnder) zum Einsatz:

Oral: DMSA, DMPS
Intravenös: DMPS (Dimaval), Zn-DTPA, EDTA, Ca-EDTA

Schwerpunktmäßig können ausgeleitet werden: Blei, Nickel, Gadolinium, Amalgam, Quecksilber, Zinn, Cadmium, Arsen, Wismut ...

Grüsse,
Oregano
 
Themenstarter
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25.11.09
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Hallo Oregano,
wollte mich noch für die Antwort bedanken. Hier einen Umweltmediziner zu finden oder Toxikologen, der sich auskennt, der Diagnostik macht und behandelt, ist extrem schwer. Die Giftnotrufzentralen können hierzu - aus meiner Erfahrung - wenig sagen.
Aktuell haben wir die Blutwerte vom Hausarzt und warten noch auf Termine bei versch. Spezialisten. Mal schauen, was dann Sache ist.
Klar ist nur, dass hier - auch medizinisch - wenig klar ist.
VG von clueless
 
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24.02.18
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Blutwerte helfen dir nur bei Aktvergiftungen (Unfälle). Chronische Belastung misst man nach Mobilisation im Urin.
Dr. Mutter in Konstanz kann ich aus der Ferne empfehlen. Wenn die Spezialisten ( darunter zählen auch Toxikologen) keine Ahnung von CHRONISCHER Schadstoffbelastung ( speziell Schwermetalle) haben, bist du dort in aller Regel falsch. Mein Betriebsarzt meinte auch das ich nichts hätte. Im Urin dann das böse erwachen.
 
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22.03.18
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Hallo,

Durch einen Wasserrohrbruch beim Nachbarn haben wir durch Zufall erfahren, dass wir noch Bleirohre haben und dass die Zusage des Vermieters und der Vormieter "Alles wurde ausgetauscht" NICHT richtig war. Die Probe ergab im ersten Liter 44 Mykrogramm und im zweiten Liter 6. Also viel zu hoch.

Wir trinken seit 2,5 Jahren ausschließlich dieses Wasser. Der 1. Zwerg seien er knapp 1 Jahr ist und der 2. quasi indirekt seit der Zeugung.

Wir wollen nun abklären lassen, wie hoch unsere Bleibelastung ist und dann ggf ausleiten. Worauf sollten wir bei der Wahl eines Arztes und auch sonst achten?

Vielen Dank!

Hallo, wo kann man denn so einen Test machen? Oder wurde der für euch gemacht? Bzw. was kostet sowas denn? Ich möchte auch mal testen, wie unsere Wasserqualität so zuhause ist...ob da noch irgendwelche Kupferrohre oder ähnliches verbaut sind...das weiß man ja nicht, was unterirdisch so läuft...da kann man sich doch auch nie richtig sicher sein, oder?
 
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12.10.18
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teils bieten die städt. wasserwerke tests an, die oft billiger sind als bei anderen firmen usw.
hier kann man aussuchen, ob man nur blei testen will (billig) oder auch anderes (kostet mehr).

lg
sunny
 
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24.02.18
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Sicher?
Was haben die Stadtwerke mit Privateigentum von Vermietern zu tun?
Denen gehört nur die Wasseruhr. Schadstoffzertifikate der Wasserwerke bekommt man hingegen kostenfrei schon.
 
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22.03.18
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Hallo, danke euch für die Antworten. Nur was würde denn so etwas in etwa kosten? Gibt’s da nicht irgendwelche chemischen Selbsttests, die man mal alleine machen kann? Etwa irgendeinen Streifen ins Wasser halten und je nachdem, wie die Verfärbung ist, sieht man, ob dies oder jenes im Wasser enthalten ist…das wäre ja schon mal ein Anfang. :)
 
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24.02.18
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Wenn überhaupt zeigt es vermutlich nur das Element an, nicht die Masse.
Punkt 1: Wasserwirtschaft anrufen und ums Qualitätsprotokoll bitten.
Punkt 2. Wasserprobe entnehmen und in ein Labor einsenden.


50€

Könnte es vermutlich aber günstiger geben.
Mal das Gesundheitsamt anrufen.
 
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22.03.18
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Danke knuddz für die Hilfe. Ich werde mich da mal informieren. Sollte das Gesundheitsamt nicht selbstständig das Wasser (das man dann schlussendlich auch trinkt) kontrollieren? Mir ist klar, Wasser ist das meist und bestkontrollierte Lebensmittel bei uns. Aber wird da auch das Wasser getestet, das wir zu Hause (also aus UNSEREN Leitungen) bekommen?
 
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24.02.18
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Ist die Frage wer testet.
Normalerweise nur die Wasserwerke.
Zu Hause nur auf Anfrage bei diversen Institutionen/Firmen.
 
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22.03.18
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knuddz, also wenn die wirklich nur die Wasserwerke testen, dann ist das Ergebnis ja auch ein wenig verzerrt. Schließlich muss das ganze Wasser ja noch durch die ganzen Leitungen fließen, und wer weiß, wie das alles unterirdisch aussieht…Ich weiß, ich bin da etwas pingelig, aber da es ja noch viele Kupferrohre gibt, mache ich mir da schon meine Gedanken dazu…Ich werde mich jedenfalls mal informieren, bei diversen Institutionen, und nach so einem Test nachfragen. Schön wäre ein kleiner Test-Kit, etwa so, wie man den PH Gehalt im Wasser testen könnte…:)
 
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24.02.18
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knuddz, also wenn die wirklich nur die Wasserwerke testen, dann ist das Ergebnis ja auch ein wenig verzerrt. Schließlich muss das ganze Wasser ja noch durch die ganzen Leitungen fließen, und wer weiß, wie das alles unterirdisch aussieht…Ich weiß, ich bin da etwas pingelig, aber da es ja noch viele Kupferrohre gibt, mache ich mir da schon meine Gedanken dazu…Ich werde mich jedenfalls mal informieren, bei diversen Institutionen, und nach so einem Test nachfragen. Schön wäre ein kleiner Test-Kit, etwa so, wie man den PH Gehalt im Wasser testen könnte…:)
Diese Tests gibts. Die Wasserwerke sind verantwortlich für das Wasser bis zum Haus. Was im Haus passiert ist Vermietersache.

Ich weiß nicht was für Wasserrohre vom Wasserwerk bis in die Stadt verwendet werden. Vermutlich PE.
Steinzeug vermutlich nicht. Das bringe ich mit Abwasser in Verbindung. Stahl vermutlich auch nicht. Das ist eher Heizung.
 
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22.03.18
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nein.

aber manche wasserwerke bieten für rel. wenig geld ausführliche tests an.


lg
sunny
schön zu hören, dass das nicht allzu teuer ist. Meistens traue ich mich gar nirgends nachfragen, weil ich schon das Gefühl habe, dass etwas zu teuer wird...

knuddz, also der Vermieter wird sich darüber wohl eher keine Gedanken machen, außer er lebt selbst im Haus. Immerhin sorgen sich die Wasserwerke darum und achten auf hohe Trinkwasserqualität. Wie gesagt, ich möchte nicht meckern, aber ich möchte lieber immer auf der sicheren Seite stehen. :)
 
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24.02.18
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Der Vermieter brauch sich da auch keine Sorgen machen da der sich auf den Rohrleger verlässt ;-)
Die am Ende des Glieds sitzen beißen die Hunde 😁
Ich bin aus den Thema leider schon 15 Jahre raus. Aber ich glaube wenn tatsächlich Bleirohre drin sind, muss der Vermieter die ersetzen. Es sei denn die Bleiwerte sind zu gering.

Die Schmermetalle könnte man vermutlich auch rausfiltern. Ist dann aber Vermietersache wenns über die Grenzwerte liegt. Damit holst du dir dann aber alle Mineralien aus den Wasser. Das Wasser ist dann faktisch tod.
 
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