Hallo waesserchen,
meine erste Idee: vielleicht lag es an der Umsetzung?
Ein Irrigator-Einlauf beinhaltet dagegen einen Becher oder Beutel für die Flüssigkeit, einen schmalen Schlauch und ein am Ende des Schlauches sitzendes Plastikröhrchen. Während des Einlaufs soll durch den Irrigator — im Vergleich zum Klistier — weniger Luft in den Darm gelangen.
Der Entstehung von unangenehmen Blähungen nach dem Einlauf kann so vorgebeugt werden.
Aber wenn ich genau überlege passiert das häufiger als man denkt...
Ein Einlauf kann durchaus zu einem Blähbauch führen, und das hat mehrere mögliche Gründe.
Zum einen reizt das Wasser (oder die Salzlösung) die Darmschleimhaut. Dadurch zieht kurzfristig mehr Flüssigkeit in den Darm, was ihn dehnt – das fühlt sich dann wie „aufgebläht“ an.
Zum anderen kann der Einlauf die Darmflora ein Stück weit durcheinanderbringen. Wenn dabei Restkeime oder Gase aus den tieferen Abschnitten gelöst werden, kommt es manchmal erst nach dem Entleeren zu diesen typischen Blähgefühlen.
Auch die Temperatur spielt eine Rolle: zu heiß oder zu kalt reizt zusätzlich, und Zusätze wie Seife, Salz oder Kräuter machen es oft nicht besser.
Ich würde beim nächsten Mal wirklich nur körperwarmes Wasser nehmen (ca. 36–37 °C) und es ganz ruhig angehen. Lieber kürzer halten (max. 5–10 Minuten) und danach den Bauch sanft im Uhrzeigersinn massieren – das hilft, Luft und Restwasser besser loszuwerden.
Danach hat sich bei vielen bewährt: Fenchel-, Kümmel- oder Anistee, um den Darm zu beruhigen. Wenn du öfter Einläufe machst, kann auch ein Probiotikum oder eine kleine Kur zum Darmflora-Aufbau sinnvoll sein, damit sich das Gleichgewicht stabilisiert.
Ich tippe also nicht auf „Fehler beim Einlauf“, sondern auf eine ganz normale Reaktion – der Darm arbeitet einfach stärker, und das merkt man.
Alles Gute