Bandscheibenvorfall und einiges andere

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Hallo an alle,

das hier wird leider ein recht langer Beitrag und nicht immer ganz geradlinig. Ich hoffe, das geht soweit in Ordnung und bitte um entsprechende Rückmeldung, wenn das nicht der Fall ist.

Vorab schicke ich zwei Informationen, die eine vielleicht etwas abstoßender Natur, jenachdem wie empfindlich man ist, und die andere einfach sehr aktuell. Seit 2004 bin ich HIV-positiv diagnostiziert, durch entsprechende vorhergehende Testungen auf einen Zeitraum von Infektion Sommer 2003 bis zum Vollbild C3 mit PCP im Juli 2004 muß sich dramatisch was abgespielt haben. Und heute habe ich mich mit meinem Orthopäden über eine zukünftige Versteifung meines Nackens unterhalten (er meinte, das solle man so weit wie möglich nach hinten verschieben).

Ich weiß gar nicht, wie genau ich das angehen soll, sowohl die Schilderung dessen, was mich bewegt und bewegt hat, sowie die Schilderung dessen.

Was alle meine Probleme recht diffus macht, ist die persönliche Wahrnehmung. Ich komme aus extrem schwierigen sozialen Verhältnissen, schlagender Vater, trinkende Eltern, Zwangsprostitution der Mutter usw. (eine richtig gute Vorstellung der Gegebenheiten erhält man durch den Krimi "Todeshauch" von Arnaldur Indridasson).

Das heißt, meine persönliche Wahrnehmung ist nicht immer optimal und die Rezeption durch Ärzte ist häufig "hm, psychogener Natur."

Aber eigentlich fängt es an mit Mittelohrentzündungen, bei denen es mir schwarz aus den Ohren lief und die ich nicht behandeln lies, deren Existenz man aber durch entsprechende Vernarbungen einfach sehen kann. Da war ich 10. Dazu gehört, daß ich dann mit 12, 13 schon Tinnitus bekam, der immer sehr unterschiedlich war und die letzten Jahre hindurch extrem stark geworden ist. In meiner Vorstellung habe ich vergessen zu erwähnen, daß ich mittlerweile 46 Jahre alt bin.

Während meiner Pubertät und auch später hatte ich immer viel mit Kopfschmerzen zu tun, ganz unterschiedliche und von Jahr zu Jahr auch regelmäßig migräneähnliche Anfälle über mehrere Tage mit Übelkeit. Ich kannte schon einige unterschiedliche Schmerzpräparate, am besten war leider Thomapyrin. Aber das habe ich dann irgendwann nicht mehr vertragen, ich konnte den Kopf über das Waschbecken mit offenem Mund hängen und einfach Speichel rauslaufen lassen, verbunden mit schwer zu beschreibender Übelkeit (nicht von der Stärke her, aber von der Art) und leichten Schmerzen. Ich habe die Tabletten also irgendwann einfach weggelassen und gehe nun so durch die Kopfschmerzen, habe aber glücklicherweise auch schon seit Ewigkeiten keine mehr, zumindest ist bis auf leichte Verspannungskopfschmerzen nichts mehr da und die lassen sich leicht ertragen.

Ich habe in meinem Leben noch nicht wirklich erholsam geschlafen, oder so, daß ich morgens klar hätte sagen können, wau, ich bin frisch und ausgeruht. Aber egal, ich bin auch nicht der Typ dafür, früher habe ich die Dinge eben einfach so erledigt, seit zwölf Jahren arbeite ich nicht mehr und mir fehlt die Energie für vieles. Gut, ich versuche mich dann halt anders zu strukturieren.

Dieses Jahr war ich dann wegen Nackenschmerzen endlich mal wieder beim Orthopäden, oder genauer gesagt, nach einem Sturz wollten Schmerzen im Steißbein einfach nicht verschwinden, und die eh ständig vorhandenen Nackenschmerzen habe ich als Dreingabe einfach mitgenommen. Der Steiß hat kein Ergebnis erbracht, der Nackenschmerz leider einen Bandscheibenvorfall, insgesamt einen recht starken Verschleiß der Wirbelsäule, dazu Osteoporose (ein Besuch beim Endokrinologen steht noch aus). Die Geschichte mit der Osteoporose hat mich sehr verärgert und ein Blick durch alte Blutbilder brachte mich auf einen Phosphatmangel, der über den Zeitraum eines Jahres bestand, hat sich mittlerweile gebessert, also glaube ich nicht an einen Calzium-Mangel.
Dazu muß ich erwähnen, daß tatsächlich ein Vit-B12-Mangel besteht, dazu ein Vit-D-Mangel. Zum ersteren muß ich mal gucken, wie ich selber damit hinkomme, an letzterem arbeite ich bereits selber und der Vit-D-Mangel verbessert sich.

Letztes Jahr hatte ich einen Hörsturz, streßbedingt (starkes mobbing am Arbeitsplatz) und wegen einer Vertauschung der Hörprofile an meinen beiden Hörgeräten (links durch einen alten Hörsturz 2006, rechts durch schlecht behandeltet Mittelohrentzündungen bis 2010, alles depressionsbedingt eher schlecht behandelt oder zu spät :( ).
Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll, ich bin recht schwerhörig, aber die Hörleistung, sprich, gerade das Verstehen von Sprache, ist noch mal schlechter, als man auf Grund der Audiogramme annehmen könnte. Da stimmt irgendwas anderes nicht, was sich nicht herausfinden läßt. Von Musik habe ich mich ganz verabschiedet, was mich zwischendurch zu Tränen veranlaßt, ich erkenne teilweise nicht mal mehr Sachen, die ich wirklich bis zum Exzeß gehört habe. Egal

Neulich hatte ich ohne Anlaß einen schmerzenden Lymphknoten unter dem rechten Unterkiefer und Wasser in den Beinen habe ich eh (Herz kann man fast sicher ausschließen und ich sollte eigentlich zum Urologen wegen meiner Nieren, habe aber keine Lust dazu und ich glaube auch nicht, daß wesentliches dabei rauskommen wird). Das lymphatische System macht mir einfach Sorgen, was ich nicht klar begründen kann. Ich hatte letzte Woche noch das linke Bein, sprich Fuß und Wade, noch stärker angeschwollen als sonst. Es sah deutlich schlimmer aus als das rechte. Seit dem bewege ich mich effizient mehr. Ich hatte in den letzten zwölf Jahren viel zu viel Zeit vor dem Rechner verbracht und das, nachdem ich die Jahre davor eigentlich immer viel in Bewegung war. Ein bißchen habe ich mich auch durch viele verschiedene Jobs, Tagelöhnertätigkeiten während eines Studiums, überlastet, da waren schon einige sehr anstrengende Umzüge zum Beispiel bei, was den Wirbelsäulenverschleiß angeht, nicht das lymphatische System.
Zu der Lymphgeschichte noch: den schmerzenden Knoten hatte ich vor ca. zwei Wochen, das verdickte linke Bein letzte Woche, nachdem der schmerzende Knoten und dem Kiefer beruhigt war. Ich hatte vor der Beinverdickung etwas gegessen, was ich schon länger nicht mehr gemacht hatte und ich eigentlich auch nicht mehr machen wollte: Fertigfrikadellen (Geflügel) aus der Packung. Früher hatte ich das wohl regelmäßig gemacht, dazu Chips, dann war man satt und brauchte nichts mehr :(. Total übel und sicher nicht gesund, mache ich aber so nicht mehr, selbst wenn ich noch so kaputt bin eigentlich nicht mehr, aber ich war letzte Woche halt richtig kaputt, hatte noch etwas Geld über und habe es mir einfach gemacht. Keine Ahnung, ob so etwas auf das lymphatische System schlägt. Kann das sein oder ist das nur Spinnerei?

Und das ist halt so eine grundsätzliche Frage, bei all dem was ich so wahrnehme: gibt es Zusammenhänge, die realiter sind? Ist so manches Spinnerei? Ich meine: weil meine Hörleistung so schlecht ist und sich das nicht erklären läßt, habe ich das neurologisch untersuchen lassen, es ist nichts da, aber ich habe einfach an eine im Hirn versteckte Mykose gedacht (keine Ahnung, ob es so etwas gibt, wie sich das bemerkbar machen würde).

Und wie wirkt sich so ein Kieferfehlstand insgesamt möglicherweise aus? Egal, ich schicke das jetzt mal so ab, sonst komme ich ja gar nicht voran hier :(.

Zu den ganzen Wirbelsäulengeschichten möchte ich noch kurz erwähnen, daß ich dieses Jahr bei einem auf CMD-Behandlung spezialisierten Zahnarzt war, der natürlich tatsächlich einen Kieferfehlstand diagnostiziert hat. Der ist mir leider zu teuer :), und ich mache da was über eine Zahnärztin vor Ort, vielleicht nicht ganz so gut und ohne das ganzheitliche Drumherum des Spezialisten, aber es hilft mir.

Dann noch eine Randanekdote: daß meine Schilddrüse normal arbeitet, kann man fast als gesichert annehmen, wurde wegen meiner großen Augen immer mal wieder von Ärzten bei Blutuntersuchungen gleich mituntersucht, ohne mir das immer direkt mitzuteilen.

Also ist meine Frage im Grunde bei dem ganzen Chaos, was kann ich selber machen, was sollte ich dringendst beachten, gerade die Bandscheiben sind ein absolut vitales Anliegen, am liebsten wäre mir, ich würde ganz ohne eine Versteifung des Nackens auskommen.
Dazu kommt die Frage, was mache ich mit der HIV-Medikation? Ich möchte diese Medikation langfristig beenden. Und ich sollte auch nicht vergessen, daß ich aus psychosozialen Gründen Valproat (Valproinsäure) nehme, nicht wegen einer manischen Depression, sondern weil ich auf organischer Ebene fixierte Frühprommarierungen lösen wollte, erschien mir in Verbindung mit einer Psychotherapie absolut sinnvoll.
Was kann ich für mein lymphatisches System machen? oder bewerte ich das einfach zu stark? Ich trinke viel, auch etwas Brennesseltee und bewege mich mehr. Demnächst werde ich ein Fitnessstudio aufsuchen, Joggen und Fahrradfahren auf öffentlichen Wegen ist einfach nicht mein Ding, mir fehlt die Kreativität und ich neige zu Träumereien, daß heißt, ich bin nicht immer ganz da, Konzentrationsstörungen habe ich eh.
Den Beitrag eines anderen Gastes hier zum Thema CMD werde ich noch aufmerksam studieren, klingt mir sehr spannend.

Ich freue mich über Antworten und Anregungen und wenn mein Beitrag einfach doof und störend ist, sagt das bitte auch klar
 
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Hallo Phlynx,

ich glaube ein Osteopath sollte dich mal genauer untersuchen und es kann dir bestimmt gesagt werden, welche Maßnahme momentan am wichtigsten ist. Ich finde allerdings, dass Osteopathie eine teure Angelegenheit ist. Evtl. findest du auch einen Physiotherapeut mit erweiterten Kenntnissen. Dann bräuchtest du nur von deinem Zahnarzt ein Rezept für manuelle Therapie (in Deutschland).
Dort kann dir bestimmt auch gesagt werden, wie du deine Haltung im Alltag optimieren kannst - wenigstens ab und zu, verkrampfen sollst du dich ja auch nicht.

Warum soll denn die HWS versteift werden?

Viele Grüße
Earl Grey
 

Flummi

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Und ich sollte auch nicht vergessen, daß ich aus psychosozialen Gründen Valproat (Valproinsäure) nehme, nicht wegen einer manischen Depression, sondern weil ich auf organischer Ebene fixierte Frühprommarierungen lösen wollte, erschien mir in Verbindung mit einer Psychotherapie absolut sinnvoll.

Valproat wirkt nur in einem Organ, dem Gehirn. Und es löst keine Frühprogrammierungen, sondern ist ein Stimmungsstabilisator der gegeben wird wenn man emotional instabil ist.
 
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Hiho,

danke für Eure Antworten.

@ Earl Grey: Ja, hätte ich das Geld, würde ich richtig gerne einen Osteopathen bezahlen, ich glaube das wäre auch eine gute Sache gegen nitrosativen Streß. Der Bandscheibenvorfall, wegen dem ich in einem Hospital zur Behandlung war, ist halt im oberen HWS. Ich könnte jetzt den ganzen Befund aus dem Hospital abtippen, weil ich ihn nur sehr begrenzt verstehe, aber ich meine, das ist albern. Ich habe eine Spritze gesetzt bekommen, die nur begrenzt geholfen hat, Schmerzen sind nicht so das Problem. Wenn ich das Ding richtig interpretiere, haben sie nach einer Schädigung des Rückenmarks gesucht, aber zumindest noch nichts gefunden. Da ist halt einiges verschlissen. Beim Drehen des Kopfes habe ich häufig das Gefühl, ich würde eine Art Knirschen hören/spüren. Ich meine, ich werde auf jeden Fall mehr Sport machen, vielleicht findet sich auch noch etwas im Bereich der NEM.

@ Flummi: die Idee habe ich aus einem newsletter zum Thema Epigenetik, den finde ich leider nicht mehr. Aber hier kann man ähnliches lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Valproinsäure Daraus:

"Pharmakologische Eigenschaften

Valproinsäure greift an verschiedenen Strukturen im menschlichen Organismus an. Für seine antiepileptische Wirkung wird u. a. die Blockade von erregenden Ionenkanälen (spannungsabhängige Natrium-Kanäle und Calcium-Kanäle) sowie eine Verstärkung der Wirkung des hemmenden Neurotransmitters GABA (durch Hemmung des Abbaus und Aktivierung der Synthese von GABA) angenommen.

Valproinsäure gehört auch zu den Histon-Deacetylase-Inhibitoren, was ihren Einsatz in der Krebstherapie denkbar macht. Sie wirkt epigenetisch, d. h., sie greift u. a. durch Acetylierungen in das epigenetische System ein. Dadurch werden Zellen und die Aktivität einzelner Gene verändert." Es stellt sich die Frage, was man sich damit antut. Mein Arzt hat sich das angeschaut, die Welchselwirkungen berücksichtigt und dann ok gesagt.

Insgesamt stellt sich die Frage, was ich mir mit "meinen" Medikamenten so antue. Cotrim Forte habe ich ganz vergessen :(.
 
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... du musst bei allen Sportaktivitäten immer in dich hinein hören, ob die Bewegung jetzt überhaupt gut für dich ist. Rein intuitiv - ich bin ja nur Laie - würde ich Verdrehungen und Stöße meiden.
Ich finde Feldenkrais momentan immer noch toll. Man liegt viel und streckt, räkelt und dehnt etwas. Und das tollste: es wird erwartet, gedanklich weiterzuüben, falls ein Schmerz Auftritt. Schau mal in das vhs-verzeichnis in deinem Ort.

Oder mal umschauen nach krankenkassenbezuschussten Kursen in deiner Nähe.

Viele Grüße
Earl Grey
 
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Hallo,
Osteopathie wird schon eine Weile von einigen Krankenkassen in nicht unerheblichem Maße bezuschusst. Securvita und Techniker sind mit hier bekannt, vermute, es sind aber noch mehr.
Hatte so schon Behandlungen wegen CMD, vermutetem CMD .

Gute Nacht.
Claudia.
 
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:) Hiho - ihr seid gut. Da schwafelt und redet man, und vergißt doch vielleicht wichtiges :(. Seit drei Wochen trage ich eine Aufbißschiene. Die Wirkung dauert vielleicht noch, aber ich hätte gerne so schnell ein Ergebnis, immer noch wie ein ungeduldiges Kind :((. Und ja, VHS - vielleicht habe ich den Arsch in die falsche Richtung hochbekommen, ich werde gleich mal gucken, daß ich mich in das Fitness-Studio bewege. Irgendwas muß halt ran, Feldenkrais hat mich immer interessiert wegen der sanften Wirkung auf die Gelenke.
 
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Osteopathie ist auch sanft, für mich waren es bislang immer regelreichte Wellnessbehandlungen und ich hatte schon ne Menge Behandlungen.
Unter anderem sind dadurch meine Hüftschmerzen verschwunden ,die ich einige Jahre immer mal wieder hatte. Ich war einfach nur schief. Der Erfolg war übrigens nachhaltig: Seit vielen Jahren nun habe ich keine Schmerzen mehr.
Damals durfte ich allerdings alles selbst bezahlen.

Mir hat man auch ne Aufbisschiene von einer Seite angeboten. Ich hatte keine Ambitionen. Ging auch nur um einen Zahn der seit der Goldausbohrungen muckert. Vermute mal, der Nerv hat was abbekommen.
Statt dessen nahm ich das Angebot meiner Zahnärztin an, mir Osteopathie zukommen zu lassen. Meine Kasse die Securvita hat ca. zwei Drittel bezuschusst.

Alles Gute.
Claudia.
 
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25.09.13
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Hallo phlynx!
Ich habe einige Aufbissschienen für nachts rumliegen. Ich meine, sie schützen nur die Zahnsubstanz. An meinen Verspannungen haben sie nichts geändert. Oder hast du eine höherwertige? Ich empfinde sie wie ein Spielzeug im Mund.
Es wäre nochmal eine Überlegung wert, zu fragen/recherchieren, wie man richtig kaut. Der Kiefermuskel soll der stärkste Muskel im Körper sein. Richtig eingesetzt könnte er doch auch nochmal was verbessern?
Erstmal alles Gute - Earl Grey
 
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Hiho, Earl Grey und bestnews,

das wird wohl eines der Probleme sein. Es ist eine normale vom normalen Zahnarzt. Ich war vor knapp zwei Monaten bei einem Spezialisten, aber das hätte mich rund 1.600€ gekostet, die ich einfach nicht habe, dazu hätte natürlich ein entsprechender Orthopäde und auch ein Osteopath gehört. Nun gut. Der Spezialist meinte recht deutlich, links ist die Kiefermuskulatur recht verspannt, ich habe einen Beckenschiefstand (weiß ich auch so, weil ich mich früher mal in Yoga versucht habe und bei bestimmten Übungen sieht man das einfach), Rundrücken, Hohlkreuz und Skoliose - zum Glück so leicht, daß man als Außenstehender kaum was sieht. Aber ich trage diese Schiene dennoch richtig viel und regelmäßig

Da ich heute morgen wie üblich mit leichtem Verspannungskopfschmerz und etwas unausgeschlafen trotz mehrerer Traumsequenzen bin, rief ich mir auch noch etwas mehr in Erinnerung.

Und wegen der Osteopathie muß ich einfach mal schauen, scheint mir schon richtig lohnenswert.

Und weil es so viel Spaß macht in Malessen zu schwelgen :( :

- ich habe eine Hiatushernie, ich bin also schon wegen einer deutlichen Verätzung meiner Speiseröhre behandelt worden. Daß ich Pantozol nahm, liegt aber schon Jahre zurück. Wegen der Osteoporosegefahr habe ich das abgesetzt :(. Dieses Jahr hatte ich aber teilweise wieder so starke Probleme mit Sodbrennen, daß ich mein Eßverhalten geändert habe und auch weiterhin ändere. Keine Chips mehr, kaum noch Fertigfrikadellen (die letzten beiden Päckchen sind mir ja auch übel aufgestoßen :( ), ansonsten koche ich eh selber, nach 19:00 Uhr nichts mehr, was nicht so gut gelingt, aber 20:00 Uhr schaffe ich, usw ... Und mein Bett ist mit Pflastersteinen am Kopfteil hochgestellt, damit ich insgesamt schräg liege :)

- und insgesamt bin ich so schäbig empfindlich, ich bin mal beim HNO gewesen, weil mein rechtes Ohr, sprich der Gehörgang, fürchterlich gejuckt hat und er konnte nichts finden außer einem Härchen :(, wie soll ich da immer wissen, wann es notwendig ist zum Arzt zu gehen?

Grüße und herzlichen Dank für alle Antworten :)
 
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25.09.13
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Hallo phlynx!
Die cmd-probematik liest sich sehr komplex. Da finde ich mich auch wieder.
Rein logisch erscheint es mir aber sinnvoll, bevor man Kosten und Zeit investiert, im eigenen Alltag wahrzunehmen, wie man sich bewegt.
Für viele Tätigkeiten habe ich Lieblingsseiten. Ich habe mir vorgenommen mehr abzuwechseln. Durch ungleichmäßige Benutzung verzieht sich eventuell so einiges.

Toll mit deiner Essensumstellung!

Alles Gute - Earl Grey
 
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Hiho :),

danke für Deine Anregung. Ich weiß, daß ich rechts kaue, warum das so ist, keine Ahnung. Da ist auch die einzige große Füllung in einem der Backenzähne oben. Da schmerzt es auch beim Kauen ab und zu, wenn ich zu stark kaue.
Eine Umgewöhnung vor x Jahren mal so ist mir nicht gelungen, mit der Schiene am ersten Tag ging es auf einmal super leicht und ergab einen aha-Effekt. Allerdings muß ich drauf achten, sonst verschiebt sich wieder alles nach rechts, und leider denke ich da nicht so wirklich häufig dran. Aber Deine Anregung unterstützt das und verstärkt das Bemühen. Danke Dir :)!
 
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25.09.13
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Hallo P...!
Also ich kaue auch nur rechts, weil links sind die Zähne kälteempfindlicher und überhaupt empfindlicher. Dann merke ich auch, dass ich ziemlich kräftig kaue, vielleicht soll man aber lieber leichter und häufiger kauen :confused:.
Gestern habe ich schon gegengesteuert:
- gerades Sitzen beim Essen mit gestreckem Hinterkopf - dann soll der Kiefer nicht so starken Druck ausüben (habe ich hier irgendwo gelesen).
- bewusste Entspannung(sversuche) in der Region
- Mund öfters mal offen beim Hantieren

Diese Person hat wohl aktuell Behandlungserfolge in einer Klinik:
https://www.symptome.ch/vbboard/koe...benommenheit-schwindel-etc-2.html#post1121069
Aber ich habe nicht so starke Symptome.

Was nervt, ist aber mein asymmetrisches Gesicht durch das einseitige Kauen. Habe ich auch erst so richtig die letzten Tage bemerkt.

Ich überlege, ob ich nochmal zu einer Praxis gehe, die speziell auf CMD ausgerichtet ist und das im Internet auch bewirbt. :confused:
Ich habe nur gerade gar keinen Elan, für diese Termine.

Ich kenne das nur zu gut, dass ich unbewusst schlechtes Verhalten trainiere. In dem Fall ist es gut, dass wir doch ein Bewusstsein und einen Verstand haben! Die 2 Dinge habe ich nämlich bei einer psychosomatischen ambulanten "Maßnahme" meiner Krankenkasse letztes Jahr gelernt:
- gegensteuern, wenn sich belastendes anbahnt (kann man ja auch auf leichte Symptome anwenden)
- Bewegung tut gut

Mich wundert, dass sich Clematis in deinem Fall noch nicht gemeldet hat. Vielleicht ist sie im Urlaub.

Alles Gute!
Earl Grey
 
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Hiho, Earl,

Deine Worte tun so oder so wohl. Natürlich ist vermutlich das allermeiste bei mir bis auf einige Petitessen mehr oder weniger psychosomatischer Natur. Ich werde auch für einige andere Sachen hier in diesem thread bleiben.

Ich ziehe zum Beispiel die Schultern nach oben, habe eigentlich immer über die Jahre verteilt Verspannungen im Nacken-Schulter-Bereich, neulich einen stechenden Schmerz zwischen den Schulterblättern auf der rechten Seite. Meistens verschwindet es, so wie jetzt und ganz selten gehe ich schon mal hin und lass was machen, da gab es zum Beispiel so eine Art heißen Stuhl mit Reizstrom, komisches Ding. Was bleibt ist die ständige Verspannung, und alles, was ich mache, wenn ich denn die Energie habe, verstärkt die Verspannungen eher noch, sprich jetzt gerade beim Schreiben kann ich die Muskeln am Schädelansatz hinten gut spüren :). Egal.

Und dann diese Müdigkeit :), früher dachte ich auch mal an CFS, aber nach dem Stöbern hier im Forum vor Jahren mal hat sich das erledigt :), ich bin müde und erschöpft, ja - aber nicht so. Ich habe keine Idee, was ich da ordentlich machen könnte. Normalerweise schlafe ich nicht so lange, aber vorgestern hatte ich neun Stunden mit nur einer Unterbrechung und war dennoch nicht ausgeschlafen. Heute hatte ich trotz fehlendem Mittagsschlaf gestern nur sieben und in etwa den gleichen Wachheitsgrad. Demnächst gehe ich zu einem Lungenfacharzt, weil der Verdacht auf Schlafapnoe geäußert wurde. Aber letzte Woche fiel mir ein, ich hatte das schon mal gemacht, aber das Gerät, das ich dann für eine Nacht hatte, hat kein Ergebnis gebracht. Zumindest werde ich mich mit dem Arzt kurz beraten.

Und dann fiel mir noch etwas ein, das mir eher peinlich ist. Seit ich meine erste Wohnung 1989 hatte, habe ich Verdauungsstörungen, ich habe mir das mal mit meinen ganzen Kochkünsten und Ernährungsexperimenten erklärt. Und natürlich auch mit meinem psychischen Status. Es konnte schon mal mehr als eine Woche ohne Stuhlgang vorbeigehen. Und wenn, dann war es klein, hart, knotig. Hatte teilweise sicher auch mit Schokoladenexzessen zu tun. Letztes Jahr gab es ein paar Ereignisse, da hat es mehr als richtig geschmerzt und ich hatte Blut sichtbar und es hat in einem Fall drei Stunden später noch geblutet.
Dazu kommt insgesamt, daß sich mein Darm seltsam verhält. Als würde er Verstopfung lernen. Ich habe mal gelesen, daß Sauerkraut gut hilft. Gemacht, getan, ein ganzes Päckchen und es hat gut getan, war tatsächlich sehr befriedigend. Danach nie wieder und es geschieht eigentlich nichts außer heißer Luft. Ähnlich mit Flohsamen. Die sind natürlich dennoch hilfreicher, obwohl ich durchaus zwei Eßlöffel richtig gut eingeweicht davon brauche. Was läuft da falsch? Ich meine, der Antibiotika-Fan war ich noch nie, habe mich da eher zurückgehalten, daß ich jetzt seit letztem Jahr Cotrim Forte regelmäßig nehme, nervt mich total an. Wurde aber von entsprechenden Ärzten breitgeschlagen (wegen der schlechten T4-Helferzellenmenge).

*Seufz* :( und danke für die Aufmerksamkeit, für Anregungen sowieso.

P.S.: ich las gerade von Okeanos eine kleine Bemerkung zum Thema Kissen zum Schlafen. Ich weiß nicht, wie ich es genau sagen soll: dazu bräuchte ich auch irgendwie eine gute Idee, ich bin Seitenschläfer und habe einfach noch nichts gefunden. Ich glaube sogar, daß die Idee eines leicht keilförmigen Kissens vor einigen Jahren den Tinnitus bis zu seiner extremen Form heute hin verstärkt hat. Ich bekomme das aber leider zeitlich nicht mehr richtig verknüpft. Ich habe mir irgendwann dieses Kissen gekauft, irgendwann hatte ich einen bestimmten zusätzlichen Ton, den ich erst nicht als innerlich wahrgenommen habe. Sprich, ich habe gedacht, es ist die Basslinie eines meiner Nachbarn, die ich durch die Wände höre und peinlicherweise die Polizei zur Hilfe gerufen. Erst als ich eine Nacht bei einem Freund schlief, weil ich es nicht ausgehalten habe, mußte ich feststellen, daß ich das Geräusch mitnehme :(. Mittlerweile hatte ich Tinnitus-Anfälle, die mich wirklich an den Rand getrieben haben :((, und das, obwohl ich Tinnitus kenne, seit ich 13 bin.
Wie finde ich also ein gutes Kissen :) ?
 
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25.09.13
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Hallo phlynx!

- Flohsamenschalen und Sauerkraut würde ich an deiner Stelle regelmäßig konsumieren. Ist doch toll, dass du es verträgst.

- mit der richtigen Schlafposition habe ich experimentiert. Zuerst ein Kissen aus dem Fachgeschäft, was ich mittelmäßig fand, und ich wieder auf das vorherige wechselte. Dann nur normale Latten als Lattenrost, damit es alles härter wird. Damit sank die bws in Rückenlage nicht so ein. Dann habe ich noch ein dünnes Kissen unter die bws gelegt, damit die Körperhaltung mehr der perfekten Haltung im Stehen entspricht. (Sowas habe ich noch nirgends gehört, tut mir aber gut.) In Seitenlage ist dies auch super, da so meine Schulter tiefer als der Brustkorb ist. Mein teures Spezialkissen kann ich nun wieder besser nutzen. Mal schauen, welche Ideen ich in der nächsten Optimierungsrunde habe.

Viele Grüße - Earl Grey
 
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Hiho, Earl Grey,

vertragen ist gut :), ich habe eher das Gefühl es bringt gar nichts. Und da liegt für mich eines der Probleme, wenn ich nicht recht zeitnah Erfolge verspüre, die dauerhaft sind, schlafen Projekte leider auch schnell wieder ein, oder erfolgen nur unregelmäßig, daran muß ich dringendst arbeiten, ich bin mir dessen bewußt.

Und ja, ich sehe, auch mit Neugierde, daß man anscheinend viel ausprobieren kann :). Was meinst Du mit BWS? Brustwirbelsäule? Also die Wirbel im Brustbereich?

LG Phlynx
 
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... ja, mit bws meine ich Brustwirbelsäule.

Wenn du etwas an der Verdauung verbessern willst, musst du geduldig sein. Eine gute Verdauung transportiert einiges an Schadstoffen ab.

Du nimmst ja verschiedenste Medikamente? Diese könnten die Darmflora permanent dezimieren. "Darmaufbau", "Probiotika", "Präbiotika" wären so einige such-stichworte, falls du das mikrobiom im Darm verbessern möchtest.

Grüße - Earl Grey
 
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Jup,

ich glaube, das ist dringend notwendig, ich weiß einfach nicht, was ich mit diesem Cotrim forte machen soll. Es ist mir aufgeschwatzt worden, nachdem ich es eine lange Zeit nicht genommen hatte (ohne irgendeinen negativen Effekt), aber die langfristigen Schäden scheinen mir einfach zu stark. Blöd gefragt, mein Ziel ist es eh, langfristig alle Medis abzusetzen. Kannst Du Dir vorstellen, daß irgendwas daran negativ sein könnte, es einfach wieder wegzulassen? Also das Cotrim meine ich, so was wie organischer Entzug auf einer nicht wahrnehmbaren Ebene?

LG Phlynx
 
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25.09.13
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Hallo Phlynx!

Wogegen ist denn bei dir dieses Cotrim forte?

Es hat wohl anti-entzündliche Wirkung?

In diesem Thread (https://www.symptome.ch/vbboard/ernaehrung/119348-resistente-staerke-praebiotika-probiotika.html) habe ich gelernt, dass auch Medikamente, die keine Antibiotika sind, antibiotische Wirkungen haben und dann auch negativ auf die Verdauung wirken. Z.B. Schmerzmittel.

Ausschleichen und Einschleichen von Substanzen ist wohl immer gut. Also die abrupten Änderungen sind manchmal für den Körper zu viel. Aber ob du Cotrim forte weglassen kannst - keine Ahnung. Vielleicht meldet sich ja hier noch jemand mit mehr Ahnung oder ähnlicher Medikamentenerfahrung.

---

Da du so viele Baustellen hast, ist es vielleicht etwas unübersichtlich. Du kannst ja nicht alles gleichzeitig angehen. Musst du noch arbeiten?

Ich würde wirklich so viel wie möglich von "harmlosen" Therapien, Eigenbeobachtungen, Lagerungsexperimenten, Entspannungs-Anstrengungen:D, gutem, vitalstoffreichen Essen, NEMs ... durchführen, ehe du eine große Operation machen lässt. Ich hatte bisher 3 kleinere OPs + 3 Zähne gezogen. Wobei die Blinddarm-OP und Meniskus OP im Nachhinein eher mehr Komplikationen (Heilungsschwierigkeiten) als Nutzen verursacht haben. Die andere OP und die gezogenen, schmerzenden Zähne brachten Vorteile. Somit nie eine OP machen, wenn der Arzt das mal so schnell vorschlägt. (Vielleicht haben die auch nur mal laut gedacht) Wenns doch kein Krebs ist, kann man abwarten, oder? Somit habe ich mir erstmal eine weitere Meniskus-OP und eine Nervenverlagerung am Ellenbogen erspart. Ach - und die Schilddrüse hätte man wohl auch mal gern bald entnommen. Es wird einfach sehr schnell von OP geredet. Und jedes Mal nach so einem OP-Gerede-Besuch fühle ich mich verwirrt und nicht besonders gut.

Du kannst ja in der ganzen Zeit, wo du dich nicht auf die OP vorbereiten und nicht von den Wunden regenerieren musst, schon mal an dir arbeiten, dich entspannen, ausruhen, Tee trinken!
:morgenkaffee:
So, erstmal wieder genug philosophiert!
Schönen Tag
Earl Grey
 
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Hiho, Earl,

danke für Dein Philosophieren :), tut gut und ist mir wichtig.

Mich zu erden ist eines der größten Probleme. Im Augenblick zwinge ich mich durch mein Tagewerk und das belastet alles, mein Schlaf wird schlechter (ohne Mittagsschlaf dennoch nur 5 Stunden, ich schlafe spät ein, lese und zocke etwas, bis ich wirklich müde bin und werde frühzeitig wach, danach vergeht mein Tag wie in Trance und ich muß mich halt zu allem zwingen).

Cotrim Forte ist so ein sch... äbiges Antibiotikum und halt recht stark. Ich nehme es auch nur dreimal die Woche prophylaktisch weil es eben angeblich gegen diese PCP vorbeugt, vorbeugen soll. Als Laie ist man ja leider auf korrekte Informationen und Plausibilität angewiesen.

Zum Glück bin ich immer um Operationen herumgekommen. Und ja, ich bin irgendwie noch im Arbeitsleben drin, sprich ALGII-Bezug, Rente bringt nichts, weil ich zu unregelmäßig gearbeitet, ich komme überhaupt nur mit Abitur, versuchtem Studium, Zivildienst, kaufmännischer Ausbildung und dann mehren Tätigkeiten, von denen keine länger als 17 Monate gedauert hat, auf einen minimalen Rentenanspruch. Den kann ich mir knicken :) und deshalb möchte ich auch noch irgendwas machen, und sei es Regale einräumen bei Netto. Und dazu möchte ich mich eben etwas besser aufstellen, zur Ruhe kommen, mich erden, die ganzen Medikamente langfristig auch einstellen. Und etwas von dem hinbekommen, was Du auch machst, sich in Ruhe beobachten und Entspannung lernen - und gerade das fällt mir richtig schwer. Als Kind nichts gelernt :(, und als Erwachsener versucht, alle Mängel mit Selbstdisziplin zu beheben (was immer auf lange Sicht daneben gegangen ist und eben zu den Verschleißerscheinungen geführt hat).

P.S.: von 32 möglichen Zähnen habe ich auch nur 25, drei Weisheits- und vier Backenzähne mußten mir wegen Platzmangel gezogen werden und die gezogenen Zähne waren alle gut. Meine Kiefer sind zu klein.

Mal schauen, herzlichen Dank Dir und bis später

Phlynx
 
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