Augenprobleme und nitrosativer Stress

Kate

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Hallo zusammen,

ich mache dafür mal einen neuen Thread auf. Zunächst einige Äußerungen Kuklinskis über Augensymptome oder –erkrankungen im Zusammenhang mit HWS-Instabilität bzw. nitrosativem Stress (zusammengefasst, gekürzt).

Aus dem Buch "Schwachstelle Genick":

  • Schwindel oder "schwarz vor Augen" bei Kopfdrehungen

Aus dem Buch "Das HWS-Trauma"

A: Aus Kap. 1.3 "Früh- und Spätsymptome einer instabilen HWS" und Kap. 4 "HWS-Instabilität und Folgeerkrankungen: Vier Beispiele"


  • Blend- und Lichtempfindlichkeit
  • Wechselnde Sehfähigkeit ("Brille passt mal, passt mal nicht")
  • eingeschränktes räumliches Sehen
  • Gesichtsfeldausfälle
  • Bindehaut-Rötung, -Blutung, -Ulcerationen (=Geschwürbildungen, Anm. Kate)
  • Lichtblitze
  • Mouches volantes (franz. für fliegende Mücken; Mückensehen – eine Sehstörung, so steht’s im Fremdwörterlexikon, während mein Augenarzt sagt, das ist normal)
  • Nach längerem Lesen: Bulbus (= Augapfel, Anm. Kate) schmerzen, Verschwimmen der Schrift, Wegspringen der Zeilen
  • Schleier-, Verschwommensehen – teilweise mit Übelkeit, Denk-, Sprachschwierigkeiten, Müdigkeit, Erschöpfung (Arteria-basilaris-Syndrom = verminderte Durchblutung der Hirnbasisarterie, die aus dem Zusammenfluss der beiden hinteren Wirbelsäulenschlagadern gebildet wird)
  • Sicca-Syndrom Augen
  • Sehstörungen – teilweise mit Übelkeit und Schwindel
  • Bulbusdruckerhöhungen
  • Glaukom
  • Katarakt (Linsentrübung, grauer Star)
  • Maculadegeneration
  • Retina-Erkrankungen

B: Aus Kap. 2.2.3 "Augenärztliche Untersuchungen": Gesichtsfeldmessung vor und nach Belastung

Schlüsse aus den Befunden:
  • (Auch alltägliche) HWS-Belastungen verschlechtern die Durchblutung des kortikalen Sehzentrums oder des Sehnervs
  • Bei jahrelangen chronisch rezidivierenden (=wiederkehrenden, Anm. Kate) Durchblutungsminderungen muss sich das Risiko für Schädigungen des Sehnervs oder der Retina erhöhen
  • Bei wiedereinsetzender Durchblutung entstehen Superoxid-Radikale, es ist von einem chronisch rezidivierenden oxidativen Stress in Hirnregionen, Sehzentrum, Sehnerv und Retina auszugehen
  • Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Retina reagieren empfindlich auf oxidativen Stress und oxidieren zu toxischen Peroxiden

Auswirkungen:
Durch den chronisch nitrosativen Stress erhöhtes Risiko für Retinopathien, Maculadegenerationen, Linsenerkrankungen und Nachtblindheit; wechselnde Durchblutungen erklären die Sehschärfenschwankungen. Durch den geschilderten zusätzlichen oxidativen Stress kommt es zum übernormalen Verbrauch an Antioxidantien wie Vitamin E und C, Zeaxanthin, Lutein und Gluthation.

C: Aus Kap. 6 "Behandlungsergebnisse"

  • Maculadegeneration: 2 Personen; Besserung im Amslertest nach acht Wochen; in augenärztlichen Verlaufskontrollen Bestätigung der Regression.
  • Visusstörungen, Schleier-, Verschwommensehen: 117 Personen; leichte Besserung, Verschwinden, bei 111 Patienten durch HWS-Belastung noch provozierbar; ketogene Kost und Rückenschule wichtig.

Aus http://www.dr-kuklinski.info/publikationen/blutfette.pdf :

  • Rasche Ermüdbarkeit der Augen- und Nackenmuskeln, da diese 5-fach größere Mitochondrien als die periphere Muskulatur aufweisen
-----

Mich interessiert das deshalb so, weil ich seit Jahren zunehmend von Augenproblemen und Sehstörungen betroffen bin, auch speziell im Zusammenhang mit HWS-Drehungen, Fehlhaltungen (Kopf am Computer oder auf dem Fahrrad leicht nach hinten abgeknickt z.B. reicht schon). Diese sind:

  1. Blendempfindlichkeit - immer
  2. Schleiersehen ("Mouches volantes"?) - immer
  3. Braune Wolken, die mal mehr mal weniger "dicht" sind und vorbeifliegen, wobei es eine gibt, die immer an der selben Stelle sitzt – immer, aber wechselnd in der Stärke
  4. Vorübergehende "Bildstörungen", Verschwommensehen - wie Hitzeflimmern über dem Asphalt (mein Augenarzt verglich es mit den vertikalen Schlangenlinien auf van Gogh-Gemälden)

Und: Bei mir ist vor 2 Jahren eine Sehnervaushöhlung festgestellt und vermessen (mit HRT = Heidelberg Retina Tomograph; ca. 80 Euro privat zu zahlende Kosten) worden, die ein Frühsymptom eines Glaukoms sein kann, habe zudem eine familiäre Vorbelastung (Mutter). Das belastet mich schon, aber ich habe gerade eine sehr gute Nachricht erhalten: Bei der Vergleichsmessung hat sich herausgestellt, dass sich die Sehnervaushöhlung innerhalb der letzten 2 Jahre praktisch nicht verändert hat!!!

:freu: :freu: :freu: :freu: :freu:

Die kleinen Abweichungen sind im Rahmen der Messungenauigkeit. Damit ist - zum jetzigen Zeitpunkt - ein Glaukom äußerst unwahrscheinlich laut Aussage des Augenarztes. Kontrolle des Sehnerves empfiehlt er erst wieder in 3 Jahren, ansonsten nur die normale Glaukom-Früherkennungsuntersuchung alle 2 Jahre. Was mir da für ein Felsbrocken vom Herzen gefallen ist...

Die Sehstörungen 2-3 führt der Augenarzt auf "normale" Eiweißverklumpungen im Augapfel zurück (da drin ist 99% Wasser und 1% Eiweiß, wie ich es verstanden habe). Nr. 1 sei eben bei Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Und Nr. 4 hält er für "kreislaufbedingt". Er hat neben der HRT-Auswertung auch die Netzhaut untersucht (weil ich nach eventueller Maculadegeneration fragte), die hält er für ok, und den Augeninnendruck gemessen (der war 13 und damit niedriger als bei der letzten Messung; nach neueren Erkenntnissen hat der absolute Wert aber keine so große Bedeutung, sondern das Verhältnis zur Sehnervdurchblutung, die ich bei mir als mehr oder minder schlecht einschätze).

Kuklinskis Satz

Augenwasser, Linse und Cornea (Hornhaut, Anm. Kate) sind wie der Liquor die Vitamin-C-reichsten Flüssigkeiten im Organismus.
ist für mich insofern interessant, als ich nach einer Vitamin-C-Hochdosistherapie 2005 (über 4 Wochen, mit Vitamin-C-Injektopas) den Eindruck hatte, dass die Eiweißklumpen sich etwas aufgelöst hatten (was allerdings nicht lange vorhielt)... und auch jetzt unter Vitamin C + OPC (das letztere scheint, relativ hochdosiert, eine ziemliche Wirkung zu haben) Besserung feststelle.

Ach ja, letztes Jahr war ich bei einer Angiologin, die (leider nur "in Ruhe") die Durchblutung der beiden Halswirbelsäulenarterien (Art. vertebralis) überprüft hat - frage mich, warum die Arteria basilaris nicht mit untersucht wurde (angesichts meiner Symptome, siehe oben bei Arteria-basilaris-Syndrom)...


Habt Ihr ähnliche Probleme? Was sagen Eure Augenärzte? Hat jemand schon Kuklinskis Behandlung oder andere "alternative" Behandlungsformen (Nährstofftherapien z.B.) ausprobiert?

Grüße von
Kate
 
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Hallo Kate,
auch wenn schon einige Zeit dazwischen liegt, will ich jetzt hier antworten.
Nitrosativen Stress konnte ich zwar noch nicht messen, muss aber nach dem was ich bisher weiß, stark davon ausgehen (HWS, KISS, NSE 24,7 - Ref. <12).
Probleme mit meinen Augen, bzw. dem Sehen habe ich seit langer Zeit.

Schleiersehen und fliegende Mücken, ein Augenarzt meine nur, solange es sich bewegt, ist es ohne Bedeutung. Die Leiterin der Selbsthilfegruppe MCS/CFS Berlin meinte, die Mücken sind Pilze, die auf der Hornhaut eingewachsen sind. In der Tat sehen sie aus wie Fadenpilze unter dem Mikroskop. Möglich macht das ein geschwächtes Immunsystem. Sie treten jedoch bei mir nur auf einer Seite gehäuft auf, was dem widersprechen würde.

Seit über einem Jahr habe ich erhebliche Probleme mit Verschwommensehen und wechselnder Sehschärfe. Mal kann ich Kleingedrucktes lesen, mal nicht.
Hinzu kommen Probleme mit dem Fokussieren, nicht so sehr mit dem Scharfstellen, sondern mit dem fixieren eines (nahen) Punktes durch beide Augen.

Etwas, das sicher nicht durch die Augen kommt, ist das Regensehen. Dabei sehe ich es an trüben Tagen oder beim Sehen auf eine graue Wand regnen, dichten Regen. Das wirkt täuschend echt.
Neurologe, Psychologe, Radiologe - alle konnten das nicht erklären.:klatschen

Bisher wird alles immer nur schlimmer. Zu Augenärzten gehe ich nicht mehr. Sie sind keine Hilfe. Vor 4 Jahren war ich wegen einem extrem trockenen Auge bei einer Augenärztin, die mir nur Tropfen von Nestle verkaufen wollte - lebenslänglich zu nehmen.
Das trockene Auge bin ich durch eigene Bemühung (Darmsanierung) los geworden.:zunge:
 

Bei oxidativem/nitrosativen Stress kann Baubiologie hilfreich sein

Forschungen zeigen, dass elektromagnetische Strahlung zu oxidativem Stress führen kann und somit zu schädigenden Oxidationsprozessen in Zellen durch freie Radikale.

Die zerstörerische Wirkung dieser freien Radikale wiederum steht im Verdacht, Ursache zahlreicher Zivilisationskrankheiten zu sein. Da der oxidative Stress bereits bei Strahlung unterhalb der aktuellen Grenzwerte ausgelöst wird, reichen diese Grenzwerte bei weitem nicht aus, um die Gesundheit der Menschen zu schützen.

Der Baubiologe kann die Intensität von elektromagnetischer Strahlung im Wohn- und Arbeitsumfeld messen, beurteilen und Lösungen vorschlagen.
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Kate

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Hallo Rudi,

das ist ja hochinteressant.

Die Leiterin der Selbsthilfegruppe MCS/CFS Berlin meinte, die Mücken sind Pilze, die auf der Hornhaut eingewachsen sind. In der Tat sehen sie aus wie Fadenpilze unter dem Mikroskop. Möglich macht das ein geschwächtes Immunsystem. Sie treten jedoch bei mir nur auf einer Seite gehäuft auf, was dem widersprechen würde.
Pilze? :eek:) Immunsystem? :eek:) Wow, das passt ja perfekt. Bei mir haben sich diese nervigen und beeinträchtigenden Sehdefekte zeitlich parallel zu Unmengen von Allergien entwickelt...

Solche fadenförmigen Teile (tatsächlich wie Mikroorganismen unter dem Mikroskop) sehe ich auch - und auch nur einseitig (rechts). Dort ist auch der braune Fleck. Dass er subjektiv mehr oder minder transparent ist, könnte an der einer schwankenden Hirn-Ausgleichs-Leistung je nach Tagesform liegen - fiel mir eben so ein. An Tagen, wo ich besonders müde und kaputt bin, wird Lesen - ob Computer oder Papier - zur Qual. Den von Dir genannten Widerspruch sehe ich nicht zwingend: Ein schwaches Immunsystem wirkt sich nie "gleichmäßig" am Körper aus. Auch z.B. Hautpilze befallen ja (zum Glück) nicht immer die gesamte Haut.

Das Problem mit dem Fokussieren habe ich auch, das hast Du gut beschrieben. Mir wird nach kurzer Zeit mehr oder weniger schwindlig und flau bei dem Versuch, im Nahbereich etwas zu fokussieren. Das ist auch Tagesform-abhängig. Den Regen sehe ich nicht, das ist ja kurios.

In letzter Zeit hatte ich manchmal das Gefühl, dass es tendenziell besser wird, aber so ganz sicher bin ich noch nicht. Heute ist es mies, nach einer miesen Nacht mit zugeschwollenem Nasenloch die ganze zweite Nachthälfte und völlig gerädertem Aufwachen... Wieso dies mal so krass ist und ich mal auch halbwegs ok schlafe, ist mir ein Rätsel.

Es grüßt
Kate
 

Malve

Hallo Kate und Rudi,

die Mücken sind Pilze, die auf der Hornhaut eingewachsen sind.
Hierzu hätte ich mal eine Frage (weil ich auch mit "Mücken" und "Floatern" gebeutelt bin): wenn diese Pilze auf der Hornhaut eingewachsen sind, dann dürften sie sich eigentlich nicht bewegen und könnten nicht die Ursache für die herumschwimmenden und -wimmelnden Teile sein? :confused:

Bei mir wurde die Diagnose "Glaskörperabhebung" gestellt, nicht pathologisch, sondern ein "ganz normaler Alterungsvorgang, der allerdings auch bei Jüngeren vorkommt und durch Kurzsichtigkeit begünstigt wird"...

Liebe Grüsse,
Malve
 
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Ich habe diese "mouches volantes" seit meiner Kindheit. Der Augenarzt meinte damals, daß das für ein Kind zwar seltsam sei, daß das aber nicht weiter tragisch wäre.
Mir ist im Nachhinein eingefallen, daß diese fliegenden Mücken im Auge anfingen, als wir in eine Wohnung umzogen, in der frisch lackierte Parkettböden waren und viele neu angeklebte Tapeten. Außerdem habe ich wohl um die gleiche Zeit herum meine ersten Amalgamfüllungen bekommen....

Bei mir werden die "Fliegen" schlimmer bei Föhn und Gewitterwetter.

Gruss,
Uta
 
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wenn diese Pilze auf der Hornhaut eingewachsen sind, dann dürften sie sich eigentlich nicht bewegen und könnten nicht die Ursache für die herumschwimmenden und -wimmelnden Teile sein? :confused:
Hallo Malve,
ich habe auch immer gedacht, die "Mücken" müssten irgendwo "innen" im Auge sein, weil sie sich stellenweise auch gegeneinander bewegen - und nicht alle gleich scharf fokussiert sind, also nicht alle gleich weit entfernt sein können.
Ich habe hier nur wieder gegeben, was mir geantwortet wurde.
Wenn ich bei dir Glaskörperabhebung lese, fällt mir ein, es die Pilze könnten auch an der Unterseite der Hornhaut eingewachsen sein oder eben ich solchen Räumen zwischen Augschichten, die sich voneinander gelöst haben. Das ist aber reine Vermutung.

Die Mücken sehen bei mir wirklich zum Teil wie Aspergillen mit Fruchtkörper aus, genau wie unter einem Mikroskop.
 
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Malve

Hallo Rudi,

der Augenarzt kann durch eine eingehende Untersuchung der Augen und des Augenhintergrundes sehr genau feststellen, wo diese "Mücken" sich befinden.
Bei mir sind es Verdichtungen, die beim Ablösen des Glaskörpers entstanden sind (kleinere "Würmchen" habe ich früher schon gesehen); das war ein abrupter Vorgang und geschah von einer Minute auf die andere. Also schliesse ich Pilze oder andere Ablagerungen für mich aus.

Hast Du Dich einmal beim Augenarzt deswegen untersuchen lassen?

Liebe Grüsse,
Malve
 
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Hast Du Dich einmal beim Augenarzt deswegen untersuchen lassen?
oh ja, war natürlich nichts, und das, obwohl ich manchmal vor lauter schwarzer Klumpen nicht mehr lesen konnte.
Aber bald darf ich wieder zu solch einem Behandler, der wird mir nicht mit solch windigen Erklärungen davon kommen.
 
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Kate

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Malve schrieb:
Hierzu hätte ich mal eine Frage (weil ich auch mit "Mücken" und "Floatern" gebeutelt bin): wenn diese Pilze auf der Hornhaut eingewachsen sind, dann dürften sie sich eigentlich nicht bewegen und könnten nicht die Ursache für die herumschwimmenden und -wimmelnden Teile sein?
Hallo Malve :wave:
bei mir ist es so, dass die sich bei Augenbewegungen mitbewegen. Von allein bewegen sie sich nicht. So fand ich die Erklärung, die Rudi hier zitiert hat, ganz stimmig. Oder bewegt sich die Hornhaut nicht mit beim Augen bewegen?

Allerdings:
Kate schrieb:
Die Sehstörungen 2-3 (siehe oben) führt der Augenarzt auf "normale" Eiweißverklumpungen im Augapfel zurück (da drin ist 99% Wasser und 1% Eiweiß, wie ich es verstanden habe).
Dagegen die Leiterin der Selbsthilfegruppe MCS/CFS Berlin laut Rudis Beitrag:
die Mücken sind Pilze, die auf der Hornhaut eingewachsen sind.
Ich bin in der Anatomie des Auges schlecht bewandert und nun ziemlich verwirrt :confused: Gefunden hat mein Augenarzt wie schon geschrieben rein garnichts (außer der zu überwachenden Sehnervaushöhlung)... Und er hat wegen der Blendempfindlichkeit sogar die Netzhaut mit untersucht.

Ich finde das - wie Rudi auch schon andeutet - ziemlich frustrierend und wenig überzeugend, was so alles normal und nicht zu ändern sein soll. (Wobei normal im statistischen Sinne möglicherweise stimmt, aber das ist ja nicht mit gesund gleichzusetzen.) "Hübsch" fand ich auch die Äußerung der Gefäßspezialistin, die meine Halsarterien untersucht hat, das seien "keine richtigen Sehstörungen". Aha.

Bei einem Pilz hätte ich die vage Hoffnung, dass er reversibel ist und mit einem fitteren Immunsystem wieder verschwindet... Hat dazu die Leiterin Selbsthilfegruppe auch etwas gesagt, Rudi?

Kuklinski schreibt in "Das HWS-Trauma" im Kapitel 6 (Behandlungsergebnisse) zu Visusstörungen, Schleier-, Verschwommensehen:

n (Anzahl beobachteter Patienten, Anm. Kate): 177
Resultat: Leichte Besserung, Verschwinden, bei 111 Patienten durch HWS-Belastung noch provozierbar.
Bemerkungen: Ketogene Kost und Rückenschule wichtig.

Rückenschule habe ich schon vor über 10 Jahren gemacht und achte drauf, mich korrekt zu bewegen. Ketogene Kost schaffe ich nicht ganz, weil ich Fleisch und Milchprodukte auch nur sehr begrenzt vertrage, Fisch garnicht. Low Carb versuche ich aber schon, indem Reis und Nudeln praktisch ganz wegfallen, Brot sehr eingeschränkt wird. Eine Besserung habe ich insgesamt kaum.

Es grüßt Euch
Kate
 
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Malve

Hallo Kate :),

die Hornhaut bewegt sich nicht, sie gehört zum äusseren Auge, ist sozusagen das "Fenster" zum Auge Cornea – Wikipedia.

Die "Mücken" befinden sich im Glaskörper, der mit einer gallertartigen Flüssigkeit gefüllt ist Glaskörper – Wikipedia. Die Ablagerungen darin bewegen sich entgegengesetzt zur Bewegung des Augapfels.

Es gibt verschiedene Arten von "Schleiersehen" etc. Wenn sich die Schleier wie oben beschrieben bewegen, dann kann man davon ausgehen, dass es sich um Glaskörpertrübungen handelt. Sie werden nicht als krankhaft angesehen, weil es sich nicht um eine Erkrankung des Auges handelt, sondern um normale Erscheinungen; wie vorher erwähnt sind Kurzsichtige eher betroffen, und ausserdem verändert sich mit zunehmendem Alter der Glaskörper. Nicht jeder plagt sich mit Mücken etc. herum, es kommt immer darauf an, wie der Glaskörper sich von der Netzhaut gelöst hat Mouches Volantes – Wikipedia

Ich beschäftige mich seit meiner abrupten Glaskörperabhebung und den lästigen Folgen intensiver mit der Materie und habe mich beim Augenarzt und in zwei Kliniken für Augenheilkunde untersuchen lassen. Die Erklärung war immer dieselbe. Mit ernsthaften Sehstörungen hat das alles nichts zu tun - hilft aber leider in der Praxis nicht weiter. Einzige Abhilfe könnte eine Vitrektomie sein (Glaskörperentfernung), die ihre Risiken hat und ohne wirklichen Krankheitsbefund des Auges nur ungern durchgeführt wird.

Liebe Grüsse,
Malve
 
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Kate

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Hallo Malve,

dankeschön :) :) :)

Was mir nicht klar ist: Ist das nun reversibel oder wenigstens besserbar oder nicht? Sich von der Netzhaut lösender Glaskörper hört sich für mich endgültig an. Glaskörpertrübung oder "Eiweißverklumpungen" eher nicht.

Hast Du irgendeine Besserung erreichen können? Eine Freundin von mir erzählt, dass die "Mücken" bei ihr im Rahmen einer Schwermetallentgiftung komplett verschwanden.

Die Operationsmöglichkeit hat mein Augenarzt auch angedeutet, aber dazu wäre ich nicht bereit - dazu ist das Problem bei mir nicht gravierend genug. (Die anderen Beeinträchtigungen beim Sehen sind schlimmer, siehe oben, aber für den Augenarzt auch nicht von Belang.)

Liebe Grüße
Kate
 
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Malve

Hallo Kate,

eine Glaskörperabhebung ist nicht reversibel, die Trübungen leider auch nicht. Manche Ärzte meinen, dass diese lästigen Phänomene nach einiger(langer!) Zeit etwas aus dem Blickfeld sinken könnten, was aber wohl nur dann eine Erleichterung wäre, wenn es sich um kleinere kompaktere Teile handelt. Bei grösseren Schlieren sehe ich da weniger Chancen:mad:.

Ich weiss nicht, ob diese Erscheinungen in manchen Fällen eine toxische Ursachen haben können; bei mir sind die Schlieren und "Mücken" eindeutig durch die schnelle Glaskörperabhebung gekommen (wobei ich mir vorstellen könnte, dass Stress eine solch abrupte Abhebung begünstigt).
Es ist schon eine Plage...

Liebe Grüsse,
Malve
 
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:wave:
Bei einem Pilz hätte ich die vage Hoffnung, dass er reversibel ist und mit einem fitteren Immunsystem wieder verschwindet... Hat dazu die Leiterin Selbsthilfegruppe auch etwas gesagt, Rudi?
Nein, aber ich habe festgestellt, dass sich die "Mücken" verändern. Es ist so als, ob sie sich langsam auflösen können. Wäre dem nicht so, könnte ich heute nicht mehr lesen.
Es könnte natürlich auch sein, dass sie "absinken" und so nicht mehr im Fokus sind.
Das Bild auf Wikipedia ist verharmlosend - es gibt wirklich nicht das Problem wieder - so könnte man wirklich damit leben. Es sind nicht einmal Fruchtkörper mit Sporen zu sehen.
 

Malve

Hallo Rudi,

Das Bild auf Wikipedia ist verharmlosend
-
das Problem der mouches volantes wird generell verharmlost; wie die Betroffenen darunter leiden (können), wird häufig überhaupt nicht berücksichtigt.

Die Forschungen für eine Lösung des Problems gehen wohl eher schleppend voran; für die relativ riskante Operation gibt es bisher keine Alternative :confused:.

Auf meine Frage (beim Optiker), ob es denn viele Betroffene gibt, die unter diesen Trübungen leiden, bekam ich die Antwort: hm.... darüber sprechen die Leute nicht; das ist eher ein Fall für die Psychotherapie.
Es scheint auch noch ein Tabuthema zu sein.
Die Leute bilden sich das wohl alles ein :mad:.

Liebe Grüsse,
Malve
 
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Weiß der Arzt nicht aus und ein, kann es nur die Psyche sein....................


"die üblichen Verdächtigen"
 

dedizione

Ja, das hab ich auch. Seit ca 2, 3 Jahren diese ständig schwankende Sehschärfe, bzw. Verschwommensehen. Es wechselt, mal das linke, mal das rechte Auge. Der Augenarzt wusste nicht, woher es kam, tippte auf Kreislaufprobleme. Aber es ist eigentlich typisch bei mir, es wird schlimmer nach Belastung, morgens früh hab ich das nicht. Ist schon ziemlich belastend.

v.Grüße, dedizione
 
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und ?
wirken die augentropfen????

hab das problem auch verstärkt, nachdem ich einige kilos abgenommen habe. habe wohl nicht genug entgiftet oder gifte gebunden, insgesamt war ich fitter, aber ist mir sehr auf die augen geschlagen.


liebe gürße
stinah
 
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Das HWS-Syndrom hat direkten Einfluss auf mein Gehör und somit auf mein Gehirn: beidseitiger, ständiger, lauter Tinnitus mit Hintergrundrauschen.

Deshalb ist es naheliegend, dass HWS-Instabilität bzw. nitrosativer Stress ebenso großen Einfluss auf meine Augen hat. Ich bin seit der Einschulung Kurzsichtig und ich trage immer eine Brille.

Die Augenärzte, zu denen ich bisher wegen der jährlichen Routineuntersuchung gegangen bin, untersuchen immer nur dasselbe, sie verfahren ähnlich stupide wie 99,99% der Zahnärzte.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einem ganzheitlich arbeitenden Zahnmediziner gemacht und deshalb möchte ich nun zu einem ganzheitlich arbeitenden Augenmediziner gehen.

Leider finde ich keinen im Internet, habt Ihr eine Erklärung oder gar eine Empfehlung? Gerne gehe ich dafür auch ins Ausland. Ich habe das ehrgeizige Ziel, meinen Körper nicht nur zu entgiften, sondern meine Sehschärfe auf natürliche Weise zurückzubekommen. Als Kurzsichtiger sind meine Augen immer noch gesund, nur ist mein Augapfel lang...
 
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