Arztbesuche und Versicherungsabschlüsse

Sternenlicht

Wie siehst du in dem Zusammenhang den anderen Thread von dir, Sternenlicht?

Zuletzt sprachst du dort von Schwermetallver- bzw -entgiftung, auch von Mitochondriopathie, wenn ich das richtig verstanden habe.

Ganz ernsthaft gefragt, bist du wirklich kerngesund und (vielleicht auch psychisch) belastbar für einen doch psychisch anspruchsvollen Beruf?

Schulmedizinisch bin ich kerngesund und das ist ja das einzige Kriterium, was Versicherungen interessiert. Bei denen brauche ich keine alternativmedizinischen "Faxen" wie Schwermetallausleitungen etc PP angeben, genauso wenig wie den positiven LTT-Borreliosetest.

Was momentan zählt: Versicherungen unter Dach und Fach kriegen und möglichst wasserdicht und lupenrein. Wenn das rum ist, kann ich mir wieder Gedanken über diese Dinge abseits der Schulmedizin machen.

Ich habe daher auch einen selbst-auferlegten Ärztestopp momentan. Ich gehe erst wieder wegen irgendeiner Beschwerde zum Arzt, wenn das mit den Versicherungen geregelt ist. Dasselbe gilt auch (und ganz besonders DA) für etwaige psychologische Unterfangen, denn diese sind ja direkt ein K-O-Kriterium für Versicherungen.

Was lernen wir also daraus? Manchmal muss man sich selbst eben hintenanstellen, um sich nicht noch mehr Steine in den Weg zu legen. Aber so sind halt die Spielregeln, ich mache die Regeln nicht. Wenn man Absicherung im Leben will (und ich bin ein Mensch, der Sicherheiten braucht), dann muss ich mich da jetzt halt erstmal zurücknehmen, bis das alles unter Dach und Fach ist.

Andererseits, um deine Frage nach der Gesundheit konkreter zu beantworten: seit einem Jahr renne ich nun quasi schon zu Ärzten und alles, was bislang an Tonnen von Untersuchungen auffällig war, war ein leicht niedriger Vitamin H und D-Spiegel. Vor diesem Hintergrund kann man aus schulmedizinischer (und versicherungstechnischer) Sicht mit Fug und Recht behaupten, dass ich "kerngesund" bin.

Aus alternativmedizinischer Sicht und hinsichtlich des eigenen Befindens...nun ja, das ist etwas anderes, aber das interessiert hier bei den Versicherungen auch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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Dir geht's also versicherungstechnisch und schulmedizinisch gesehen blendend, nur wozu brauchst du dann selber seit einiger Zeit solche
... alternativmedizinischen "Faxen" ...
wie du sagst? Nicht, dass ich dir nicht gönne, gesund zu sein, aber irgendwas ist doch da komisch, ein Dilemma oder auch Trilemma zwischen kerngesund, Suche nach Diagnosen oder Ursachen von was genau(?) in verschiedenen Foren, beobachten von manchmal kleinen, feineren Symptomen....hm, irgendwas stimmt doch da nicht, wie passt das zusammen?
 

Sternenlicht

wie du sagst? Nicht, dass ich dir nicht gönne, gesund zu sein, aber irgendwas ist doch da komisch, ein Dilemma oder auch Trilemma zwischen kerngesund, Suche nach Diagnosen oder Ursachen von was genau(?) in verschiedenen Foren, beobachten von manchmal kleinen, feineren Symptomen....hm, irgendwas stimmt doch da nicht, wie passt das zusammen?

Ich weiß jetzt nicht genau, worauf du hinauswillst. Ich denke, es ist ziemlich eindeutig, wie ich es erklärt habe und das geht genauso aus meinem Hauptthread hervor.

Schulmedizinisch gesehen bin ich kerngesund. Davon kannst du dich ja überzeugen, wenn du in meinem Hauptthread die ganzen hochgeladenen Unterlagen wälzst. Da wirst du nirgends eine Pathologie drin finden.

Bedeutet das nun aber, dass man nicht doch gewisse Zipperlein und Beschwerden haben kann? Nein, bedeutet es nicht.

Ergo hab auch ich, trotz meiner "schulmedizinischen Gesundheit" meine Beschwerden, denen ich nach wie vor immer noch nachgehe. Ich bin aber keinesfalls bettlägerig, oder in sonstiger Weise derart eingeschränkt, dass ich nicht meine täglichen Aufgaben meistern könnte. 100% gesund und neu-geboren fühle ich mich aber dennoch (noch) nicht.

Allerdings sind das keine Dinge, die ich jetzt irgendeiner Versicherung aufschwätzen müsste, oder? Die müssen nur JENES wissen, wonach sie fragen und mehr nicht. Denen hat auszureichen, dass ich laut Untersuchungen medizinisch gesund bin und fertig. Alles andere mach ich mit mir aus und geht auch sonst öffentlich keinen etwas an.

Du musst jetzt also hinter dem Allem nicht die große Verschwörung sehen ("irgendwas stimmt doch da nicht"), denn es ist, wie gesagt, recht simpel und einfach.

Zudem hängt es auch stark davon ab, wie man eigentlich "Gesundheit" überhaupt definiert. Ist das die komplette und bedingungslose Abwesenheit jeglicher (negativ empfundener) Symptome? KANN es sowas überhaupt geben? Hat man nicht jeden Tag mal irgendwo ein Pieken, Stechen, etc?

Eigentlich war für mich Gesundheit immer die komplette und bedingungslose Abwesenheit von Beschwerden. Aber so langsam beginne auch ich da umzudenken.

Jedenfalls: meine (im Vergleich zu anderen hier dann doch eher) leichten Beschwerden sind nichts, was ich jetzt irgendeiner Versicherung aufschwatzen müsste, noch dazu da die ja gar nicht schulmedizinisch durch Untersuchungen abgebildet werden konnten. Ergo kann ich mich nur nochmal wiederholen: schulmedizinisch bin ich gesund und das ist für die Versicherungen alles, was sie wissen müssen.

Oder wie siehst du das denn so?
Sollte ich deiner Meinung nach eher den Versicherungen sagen, dass ich nicht gesund bin, sondern furchtbar krank und dann auf meinen Hauptthread hier im Symptome-Forum verweisen? Ich kann denen nur das liefern, was ich an Unterlagen habe und diese Unterlagen attestieren mir nun mal medizinische Gesundheit, also werd ich sicherlich nicht sagen, dass ich das NICHT bin. Da würde ich mir ja selbst Steine in den Weg legen, vor allen Dingen, wenn ICH derjenige bin, der etwas von DENEN möchte. Nicht umgekehrt.
 
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25.09.13
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Es könnte doch auch sein Sternenlicht, dass du aus Interesse an der Alternativen Medizin die ganzen Untersuchungen angezettelt hast. Man kann ja immer was optimieren. Wenn jemand Testen als Hobby hat, um seine Leistungsfähigkeit zu optimieren, hat das ja nichts mit einer Krankheit zu tun, zumal wenn du es noch selbst bezahlst. Anhand der Tests hast du sogar noch schwarz auf weiß, dass du gesund bist.

Werden wirklich bei einer Versicherung nur die letzten 5 Jahre abgefragt?
 

Sternenlicht

Es könnte doch auch sein Sternenlicht, dass du aus Interesse an der Alternativen Medizin die ganzen Untersuchungen angezettelt hast. Man kann ja immer was optimieren.
Ich bin der Alternativmedizin ganz und gar nicht abgeneigt (mit der Ausnahme der Homöopathie, da habe ich nach wie vor so meine Schwierigkeiten.). Naturheilkunde und Orthomolekularmedizin finde ich sehr spannend.

Ich habe die ganzen Untersuchungen nicht aus Langeweile oder Interesse angezettelt - ich gehe ja nicht einfach so zum Arzt, weil ich sonst nicht wüsste was ich tun könnte - sondern weil ich seit letztes Jahr komische, mir neuartige Beschwerden hatte und teilweise noch habe, aber in sehr milder Form. Das alles findet man in meinem Hauptthread.

Für diese Beschwerden gibt es bislang aber keine schulmedizinische Begründung und Ursache. Ich bin per definitionem also schulmedizinisch gesund. Dass diese Beschwerden irgendeine Ursache haben (und selbst wenn es am Ende psychosomatisch ist), daran glaube ich.

Aber nochmals betone ich: dem werde ich erst dann weiter nachgehen, wenn diese Versicherungsgeschichte abgehakt ist. Momentan herrscht ein Ärztestopp. Ich bereue es, vorschnell diese ganzen Untersuchungen gemacht zu haben, denn obwohl da nichts pathologisches bei raus kam, bin ich jetzt gezwungen, die bei den Versicherungen wahrheitsgemäß anzugeben. Hätte ich da noch ein wenig gewartet, bis alles abgeschlossen gewesen wäre... Aber gut, hinterher ist man immer schlauer.

Werden wirklich bei einer Versicherung nur die letzten 5 Jahre abgefragt?

Das hängt von der Versicherung ab und teilweise auch vom Fachbereich, nach dem sie fragen. Manche Versicherer fragen nach den letzten 10 Jahre für Psychische und stationäre Geschichten und bei den restlichen Aspekten nur die letzten 5. Wieder andere Versicherer fragen generell und überhaupt nach 10 Jahren. Manche Versicherungen haben überhaupt keine Gesundheitsfragen, aber da weiß man dann schon ungefähr, was die wohl qualitativ am Ende leisten, wenn bei einem Feuer auf'm Dach ist.
 
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07.05.09
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Hallo,

unabhängig davon, wie krank oder gesund jemand wirklich ist, ich glaube, hier ist niemand im Forum, um sich lediglich zu optimieren oder nur aus Langeweile. Aber darum geht es ja auch nicht bzw. das ist nicht das Thema. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung wäre im Grunde ja sinnvoll, vor allem, wenn man erst am Anfang seiner beruflichen Tätigkeit steht.

Das Problem ist: Leider haben die Lobbyisten einen großen Einfluss auf die Politik unserer Abgeordneten. Das gilt natürlich auch oder soll ich sagen vor allem für die Versicherungs-branche. Die Verträge sind mittlerweile (auch unter zuhilfenahme einer entsprechenden Gesetzgebung) so ausgeklügelt, dass die Rechte der Versicherungsnehmer immer mehr ausgehöhlt werden. Ein gutes Beispiel ist hierfür z.B. die Riesterrente, die nur dazu diente, der Versicherungsbranche mehr Einkommen zu sichern. Den Versicherten hat die Riesterrente eher geschadet als geholfen. Das ist der eigentliche Skandal. Leider hat besonders die SPD hier sehr nahe Kontakte zur Versicherungsbranche. Es ist aus diesem Grund sehr schwierig, eine vertrauenswürdige Versicherung zu finden.

Aber ich hoffe, dass Du, Sternenlicht, es doch noch schaffst, letztendlich eine verläßliche Versicherung für Dich zu finden. Ich würde mich da vielleicht nicht auf die Meinung von Fachzeitschriften (wie z.B. Finanztest) verlassen. Vielleicht gibt es auch Menschen in Deiner näheren Umgebung oder Familie oder beruflichem Umfeld, die Dir von positiven oder auch negativen Erfahrungen berichten können. Es gibt auch Versicherungen, die vor allem für Beamte da sind (wahrscheinlich weißt Du das). Eine von denen hatte ich früher mal und war damit (obwohl ich keine Beamtin war) sehr zufrieden. Aber ob die heute noch genauso korrekt sind, kann ich natürlich nicht sagen. Eine andere Versicherung, die ich mittlerweile gekündigt habe, war das genaue Gegenteil. Die hatte ich wegen der Aussage und Bewertung von "Finanztest" ausgewählt.

viele Grüsse
 
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