Anticholinerigka wie z.B. Doxepin, Doxylamin (bekanntes Schlafmittel)fördern Demenz

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14.03.07
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Falls noch nicht bekannt:

Medikamente, die die Wirkung des Neurotransmitters Acetylcholin im Gehirn blockieren, haben häufig negative Auswirkungen auf die kognitive Leistung der Patienten. Die Nebenwirkung ist seit langem bekannt, sie wurde jedoch bisher als reversibel eingestuft, da sich die Patienten in der Regel nach dem Absetzen der Medikamente von ihren Verwirrtheitszuständen erholen.

In jüngster Zeit sind jedoch Zweifel an dieser Interpretation aufgetreten. So berichtete Malaz Boustani von der Universität in Indianapolis in Alzheimer's & Dementia (2013; 9: 377–385), dass ältere Menschen, bei denen eine milde kognitive Einschränkung diagnostiziert wurden, in den drei Monaten zuvor 2,7-fach häufiger als andere mit anticholinergischen Wirkstoffen behandelt worden waren. Zuvor hatten Marie-Laure Ancelin vom französischen Forschungsinstitut INSERM in Montpellier und Mitarbeiter in der 3-City Studie herausgefunden, dass Senioren, die kontinuierlich mit anticholinergischen Wirkstoffen behandelt werden, später häufiger an einer Demenz erkrankten (Archives of Internal Medicine 2009; 169: 1317-1324).

Zu den betroffenen Wirkstoffen gehören nicht nur die klassischen Anticholinergika wie Atropin. Auch trizyklische Antidepressiva wie Doxepin, die nicht nur zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden, gehören dazu. Ebenso Antihistaminika der ersten Generation wie Diphenhydramin und Doxylamin, die heute in nicht verschreibungspflichtigen Schlafmitteln enthalten sind.


Zum Beispiel hat Hoggar Night, ein freiverkäufliches Schlafmittel, diesen Wirkstoff aber auch bekannte AD`s wie z.B. Aponal . . .


Liebe Grüße
Kayen
 
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