Angst & Perfektionismus stressen den Darm

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Angst & Perfektionismus stressen den Darm
(2007-02-27)

Bei Menschen, die sehr ängstlich sind oder sich ständig Höchstleistungen abverlangen, führt eine temporäre Darmentzündung häufiger zu einem chronischen Reizdarm-Syndrom. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Southampton in einer Studie mit 620 Probanden, deren Ergebnis zuletzt im gastroenterologischen Fachmagazin "Gut" veröffentlicht wurde. Unter dem Terminus Reizdarm (Colon irritabile) versteht man eine anhaltende Funktionsstörung des Magen-Darm-Traktes, die unter anderem durch Bauchschmerzen, Durchfall, Darmträgheit und Blähungen gekennzeichnet sein kann.

Die von den Wissenschaftern um Rona Moss-Morris ausgewählten Probanden litten zu Studienbeginn allesamt an einer temporären Magen-Darm-Entzündung infolge einer bakteriellen Infektion. Bei keinem der Teilnehmer war vor Aufnahme in die Untersuchung jemals ein Reizdarm diagnostiziert worden. Alle Freiwilligen mussten einen detaillierten Fragebogen zum Verlauf ihrer Infektion ausfüllen. Zudem wurde abgefragt, wie es um ihre Stimmung, ihr Stressempfinden, ihre Ansprüche an sich selbst und ihre Gefühle in Bezug auf die Erkrankung stand. Jeweils drei und sechs Monate später wurden die Teilnehmer erneut untersucht und überprüft, ob sich bei ihnen typische Reizdarm-Symptome eingestellt hatten.

Frauen häufiger betroffen

Insgesamt zeigten 49 Personen zu beiden nachfolgenden Untersuchungszeitpunkten eine eindeutige Reizdarm-Symptomatik. Frauen waren dabei doppelt so oft betroffen wie Männer. Die Patienten mit Colon irritabile hatten laut Bericht signifikant höhere Werte in punkto Stress, Ängstlichkeit und Ansprüche an die eigene Leistung an den Tag gelegt. Es handle sich bei diesen Patienten nicht etwa um Hypochonder, so die Forscher. Vielmehr seien von einem Reizdarm vermehrt Personen betroffen, die sich im Alltag keine Pausen gönnen - oft bis sie zusammenbrechen.

"Es sind Menschen, die stets darauf achten, das Richtige zu tun", umreißt Moss-Morris den typischen Patienten. Stehe eine schlichte Magen-Darm-Entzündung am Beginn, würden bei diesen Menschen der emotionale Zustand und das Verhalten vielfach dafür sorgen, dass sich die chronischen Symptome einstellen. Gezielte Verhaltenstherapie sei daher wichtiger Teil einer effektiven Behandlung des Reizdarm-Syndroms.

Quelle: www.netdoktor.at
 
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ich habe mich mal an einem ganz anderen Ansatz zum Thema „Darm“ versucht. Schau doch mal hier.

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Wero
 
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