Erregertheorie

Horaz

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05.10.06
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Wissenschaftliche Basis aller Impfungen ist nach wie vor die die sogenannte Erregertheorie. Mache sagen auch Infektionshypothese dazu. An zwei Wissenschaftler sei in diesem Zusammenhang erinnert. An den Chemiker Louis Pasteur und den Arzt Robert Koch. Beide waren davon überzeugt, dass von Außen (durch die Luft) Bakterien und Viren (die man mit damaligen Möglichkeiten noch nicht sichtbar machen konnten) in den Körper eindringen und Krankheiten verursachen.

Diese Theorie wurde von wissenschaftlichen Zeitgenossen keineswegs als bewiesen akzeptiert. Gegenspieler waren zum Beispiel Antoine Bechamp und Max von Pettenkofen. Bechamp sagte in Tradition zu Hippokrates, dass Krankheiten von Innen her entstehen. Pasteur und Koch hatten das Entstehen von Krankheiten nach Außen verlegt, sie damit dem Zufall überlassen und damit die Hoffnung verbreitet, dass der Mensch nicht Schuld an seinen Krankheiten sei.

Allerdings zweifelte Pasteur am Ende seines Lebens selbst an dieser Theorie; berühmt geworden ist sein Ausspruch, dass der Keim nichts sei, das Terrain hingegen alles. Max von Pettenkofen, der Münchner Arzt, meinte, die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse bringt die Befreiung von Krankheiten und trank - zum Entsetzen seiner Zeitgenossen - ein Glas mit Cholera-Bakterien, ohne daran zu erkranken.

Die Erregertheorie war also weder zur Zeit ihrer Entstehung gesichert, noch ist sie es heute. Nur die gegenwärtige Schulmedizin vertraut ihr hundertprozentig. Wenn die Erregertheorie aber nicht so stimmt - und es gibt einige Anzeichen dafür (worüber noch zu diskutieren sein wird) - dann stellt sich die Frage, was soll dann Impfen bewirken und was für Stoffe werden denn mit Impfen dem Körper zugeführt. Und mit welchen Auswirkungen.

Gruss, Horaz
 
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13.07.06
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Hier ein interessanter Artikel über Louis Pasteur und Antoine Béchamp.

www.sojall-naturen.at/Aktuelles/AktBakterienUmdenken.htm

LG
Christian :wave:

@Horaz
...der Max heißt übrigens von Pettenkofer :p)
 

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14.01.04
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Hallo

Meine Meinung
Da zb Europäer in andere Länder schon dort unbekannte Erreger eingeschleppt haben, an denen die dortige Bevölkerung starb, bzw wir Europäer erkranken können wenn wir in ein Landd einreisen, bei dem wir auf Erreger treffen die uns ungewohnt sind, müssen beide Ansichten kombiniert recht haben.
Es braucht einen Erreger, damit man erkrankt. Aber nur wegen dem Erreger erkranken wir nicht, sondern nur wenn das Milieu stimmt, dh der erreger sich einnsten kann, zb weil die Abwehr, das immunsystem nicht fit genug ist. Genau genommen kennen wir es auch aus der eigenen Umgebung. Es werden selten alle krank und wenn jemand mal schlecht drauf ist, wird er schneller krank.
Also kann man den hebel an 2 orten ansetzen. Nur der ansatz beim immunsystem ist natürlich besser, weil er allgemein gesünder macht und nicht nur gegen irgend was wirkt.
Offen ist nebebei dabei immer noch, ob und welche impfung wirklich schützt. Von helfen kann man so oder so nicht sprechen, das kann man nur, wenn das immunsystem gestärkt wird.
 
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22.04.06
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Fast scheint es, als würde die Frage im Raum stehen, ob die Erreger nun von außen über uns kommen oder ob sie in uns entstehen. Natürlich kann man die Frage stellen, aber wenn man davon ausgeht, dass Viren, Bakterien & Co die wahren Herrscher des Planeten und überall sind, erübrigt sich die Frage eventuell. Mit anderen Worten, die kleinen Wesen entstehen überall, also auch in unserem Körper, da unser Körper ja auch ein Bestandteil der Welt und nichts besonderes ist.

Interessiert man sich für das Prinzip, auf welche Weise Schmarotzer und Schädlinge entstehen, schiebt sich der „Pleomorphismus“ in den Vordergrund: bei geeignetem Milieu entstehen die Schmarotzer aus Bausteinen, die überall vorhanden sind. Auch in unserem Körper. Es gibt eine Reihe von Autoren zum Thema, ich möchte auf das (bereits empfohlene) Buch von Robert Young verweisen. Young ist Mikrobiologe und Ernährungswissenschaftler und hat die Verwandlung von Bakterien in Pilze - und zurück- selbst beobachtet und dokumentiert. Außerdem ist das Buch rel. aktuell und preiswert und geht auch auf die Gestaltung des „Milieus“ ein.

Eine sinnvolle Frage wäre vielleicht, ob es Parasiten gibt, die nur von außen über uns kommen oder solche, die nur in uns entstehen. Für eine umfassende und zukunftssichere Antwort dürfte die Zeit noch nicht gekommen sein, aber wir könnten ja (ganz langsam) mit dem Aufbau dieser Liste beginnen.

Viele Grüsse
Wero
 

Horaz

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05.10.06
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Auf jedem Putzlappen sind Milliarden Keime, in uns drinnen noch viel mehr. Das Zusammenleben mit Keimen ist so selbstverständlich, dass das Aufrechterhalten der Erregertheorie längst nicht mehr in unsere Zeit paßt.

Pasteur meinte ja nicht nur, dass Keime von außen ins uns eindringen (sicher auch), sondern er war auch überzeugt, dass sie eine unveränderbare Gestalt haben (Monomorphismus). Sein schon erwähnter Zeitgenosse Bechamp wies auf andere Erfahrungen hin und sprach von Mikrozymen, die winzige Bausteine der Keime seien, die veränderte Gestalt annehmen können (Pleomorphismus). Enderleins Symbionten und Reichs Bione waren das Ergebnis ähnlicher Forschungen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Der Welt fehlte es also nicht an anderen Erkenntnissen.

Gruss, Horaz
 
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22.04.06
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Gewiss nicht, Horaz. Ich habe persönlich gar keine Zweifel daran, dass die Parasiten in unserem Körper entstehen können. Ich würde daraus nur nicht ableiten, dass unbedingt alle unsere Peiniger, ohne Ausnahme, in unserem eigenen Körper entstehen müssen.

Beat hat dazu schon Reise-Überlegungen eingebracht. Ich denke an genau so simple Dinge, z.B. an die Virus-Grippe. Ist es wahrscheinlich, dass so viele Leute, relativ zeitgleich und ohne äußeren Anstoß, an Grippe erkranken ?

Und deshalb rechne ich damit, daß wir es (wahrscheinlich) mit Problemen von innen und von außen zu tun haben.

Viele Grüsse
Wero
 

Horaz

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05.10.06
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Kleinstlebewesen, die wir uns angewöhnt haben "Erreger" zu nennen, existieren selbstverständlich "außen" und "innen", weil sie praktisch überall leben, selbst in kochenden Schwefellösungen. Wenn man sich den pleomorphistischen Gedanken öffnet, dann können sie ihre Gestalt verändern und das hat mit dem Milieu zu tun, in dem sie leben.

Für das Milieu in uns sind selbstverständlich wir verantwortlich. Es gibt gute Gründe für die Annahme, dass schon allein negative Empfindungen wie zum Beispiel Ärger, Sorge, Stress für Milieuveränderungen sorgen, die die toxischen Eigenschaften dieser Kleinstlebewesen verändern, mit Auswirkungen auf uns.

Mit jedem Atemzug, mit jeder Nahrungsaufnahme nehmen wir Keime auf. Da werden immer auch welche dabei sein, mit denen wir leichter und solche mit denen wir schwerer umgehen können. Die Güte unseres Immunsystem ist dann der Gradmesser, ob wir krank werden oder eben nicht.

Nur, das Prinzip des Impfens beruht darauf, dass Keime unveränderbar sind und eine klar definierte kausale Wirkung haben und ein bestimmter Impfstoff auch nur gegen bestimmte Keime Wirkung erzielen kann. Wenn diese Kausalität aber ein Trugschluß ist, dann belasten wir uns mit einem zugeführten Impfstoff, ohne dass sich eine versprochene kausale Wirkung entfalten kann.

Gruss, Horaz
 
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22.04.06
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Könnte sein, Horaz, daß wir uns ein wenig mißverstehen. Ich kalkuliere sogar, daß wir uns in der Sache völlig einig sind. Mir geht es um die Darstellung. Und dabei (im Moment) um Grundsätze. Ich halte es für vorteilhaft, wenn sich ein Thema mit paar kurzen, verständlichen, nachvollziehbaren Formulierungen eine Art Basis gibt. Als ersten Grundsatz nun schlage ich vor, daß sich Schädlinge uns auf zwei Wegen nähern:

1. Sie entstehen ins uns und
2. sie kommen „von außen“ über uns.

Zum ersten Gliederungspunkt dürfte vorwiegend interessieren, wie und unter welchen Bedingungen die Wesen entstehen. Entsprechende Informationen sind vorhanden (Du hast schon einige genannt). Ich würde diese Informationen allerdings als inhomogen bezeichnen. Wenn wir diesen Eindruck etwas glätten könnten, wäre das nicht schlecht. Der erste Gliederungspunkt setzt natürlich die Erregertheorie außer Kraft, und impfen kommt auch nicht in Betracht.

Zum zweiten Gliederungspunkt dürften ganz andere Dinge interessieren. Z.B. das Immunsystem. Mit vielen Eindringlingen wird (ein gutes) Immunsystem ohne fremde Hilfe fertig. Erhebt sich die Frage, welche Schädlinge das Immunsystem (wahrscheinlich) „überrennen“, und ob (und wie) man sich vor diesen besonders aggressiven Typen schützen kann. Daraus könnten sich (z.B.) folgende Gliederungspunkte ergeben:

2.1. Der Schutz des Immunsystems
2.2. Unterstützung für das Immunsystem

Im Rahmen des Gliederungspunktes 2.2., also gegen die „besonders aggressiven Typen“, könnte sich eine Impfung unter Umständen als Mittel der Wahl erweisen. Auf jeden Fall treffen wir die Aussage, daß eine Impfung die Ausnahme sein sollte, ob es diese Ausnahmen überhaupt gibt und welche das sind.

So eine Aussage/Basis/Konzentration/Gliederung.. ist natürlich schwierig. Vielleicht ist sie gar nicht machbar. Vielleicht ist eine andere Gliederung sinnvoller. Dem Leser kommt eine Zusammenfassung (denke ich) prinzipiell entgegen.

Viele Grüße
Wero
 

Horaz

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05.10.06
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Lieber Wero,

ich schätze deine anlytische Sorgfalt. Deine vorgeschlagene weitere Vorgehensweise ist für mich akzeptabel. Worüber wir uns noch nicht ausgetauscht haben und vielleicht unterschiedliche Meinungen vertreten:

* Du verwendest Begriffe wie "Schädlinge", "Eindringlinge" oder "besonders aggressive Typen". Keime (und dazu zähle ich Bakterien, Viren und Pilze) können nach meinem Wissensstand absolut notwendige Funktionen im Körper des Menschen ausüben, sie können aber auch schaden. Entscheidend ist das Milieu, in dem sie sich bewegen (müssen). Und auf dieses Milieu haben wir Einfluß (und nicht nur durch das Immunsystem).

* Der pleomorphistische Ansatz hat für mich mehr Überzeugungskraft. Wenn sich Keime milieubedingt verändern können, dann kann der monomorphistische Ansatz, auf dem Impfen beruht, nicht gleichermaßen gelten. Wer nach dem unveränderbaren Masern-Virus forscht, erlebt seine Überraschungen.

Darüber müssen wir noch reden und selbstverständlich unterschiedliche Meinungen respektieren. Vielleicht steuern auch noch andere Leser ihre Meinung bei. Inhomogenität wird sich in einem offenen Thread nicht ganz vermeiden lassen. Die Stringenz des Problemanalytikers ist im Rahmen eines sehr komplexen Themas aber absolut wünschenswert.

Herzliche Grüsse, Horaz
 
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22.04.06
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Horaz schrieb:

.. vielleicht unterschiedliche Meinungen ..
Wir beide haben keine Differenz. Wir sind uns auch einig, daß der Pleomorphismus die Wahrscheinlichkeit, daß eine Impfung ihr Ziel erreicht, deutlich senkt. Ganz ausschließen, sozusagen mit 100%iger Sicherheit, würde ich diese Möglichkeit jedoch nicht. Vielleicht gibt es doch diesen oder jenen Erreger, dessen spezifische Eigenschaften eine Impfung rechtfertigen (oder rechtfertigen könnten).

.. auch noch andere Leser ..
Genau. Es gibt viele Varianten, eine Sache zu gliedern, und im Nachhinein ändern ist schwierig. Eine breite Diskussion ist sehr sinnvoll. Ich fasse unten mal den aktuellen Vorschlag zusammen und ergänze gleich noch paar Punkte aus dem bisher gesagten.

.. Keime können absolut notwendige Funktionen ausüben ..
Ja, die Unterscheidung Freund/Feind ist wichtig. Vielleicht eine Art Vorwort, in dem auch gleich einige Begriffe eingebracht (und ein wenig erläutert) werden (Viren, Bakterien, Pilze, Mikrozymen, Pleomorphismus, Milieu, Immunsystem ..).

Wiki

Vielleicht sollten wir uns auch (ganz langsam) eine Rübe machen, wie das Thema in der Wiki heißen soll. Mir fällt im Moment lediglich „Impfen“, „Erreger“ und „Mikroben“ ein. „Mikroben“ wäre sachlich etwas passender als „Erreger“, aber „Erreger“ scheint mir eingängiger und stimmt auch mit dem Forum überein.

Aktueller Vorschlag für die Gliederung des Themas:

1. Vorwort
2. Infektion aus dem Körper
3. Infektion von außen
3.1. Standardschutz des Immunsystems
3.2. Qualifizierung des Immunsystems durch Impfen
3.2.1. Prinzip
3.2.2. Historische Impf-Erfahrungen
3.2.3. Impfen und Schulmedizin
3.2.4. Erreger-Kandidaten für das Impfen
4. Trend


Herzliche Grüße
Wero
 
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14.01.04
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Euch zustimme

Horaz so wie ich Dich eventuell verstehe, ist nur das Milieu verantwoertlich da überall und immer alle Mikrorganismen sind.
Dem kann ich so nicht zustimmen, da wie eben erwähnt, Durchfall in einem fremden Land bei jemanden kommen kann, der sonst nie Durchfall hat. Also muss dort ein Erreger oder was auch immer sein, der hier nicht ist. Also ist eine Einwirkung auch von aussen nötig und diese äussere Einwirkung ist nicht konstant und überall gleich. Das dann das Milieu entscheidend ist ob dies schaden kann, stimme ich gerne zu und hast du mir auch gut erläutert
 
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25.01.05
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Grüss euch,

für mich steht ein Satz fest: Das Millieu ist alles, der Erreger ist nichts. Interessant an diesem Satz scheint mir, das nicht ausgeschlossen wird, dass der Erreger von aussen kommen kann, ebenso wie von innen.

Daher stellt sich die Frage: Ist es die Menge der Erreger die von aussen oder innen kommt das Entscheidende, oder ist es der Nährboden, den die Erreger finden und ihrer Vermehrung förderlich ist?

Ich glaube längst nicht mehr daran, dass es nur eine Möglichkeit gibt - ich sehe vielmehr eine ganze Menge Möglichkeiten in ganz unterschiedlichen Verhältnissen zueinander stehen. Wo ich mir aber ziemlich sicher bin: Je mehr ein Organismus in seiner Mitte ist, in seiner Balance, um so kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwelche Erreger eine Grundlage für ihre Ausbreitung finden werden.

Auch wenn ich weiss Gott kein Freund der Germanischen Neuen Medizin bin - in erster Linie wegen ihrer Protagonisten - so finde ich in ihr einige interessante Hinweise auf die Rolle von Viren und Bakterien, aber vor allem über den Verlauf einer Krankheit mit Konfliktphase und Heilphase. Danach kämen die Erreger erst in der Heilphase zum Zuge. Hat sich da jemand schon damit beschäftigt?

herzlichst - Phil :)
 
Zuletzt bearbeitet:
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13.07.06
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Hallo Phil,

würdest Du in Deinem Text das Wort "Erreger" durch das Wort "Mikrobe" ersetzen, könnte ich Dir zustimmen. Ob diese Mikroben nun tatsächlich Krankheiten erregen, ist meines Erachtens noch keineswegs bewiesen.
Andererseits, Aufsehen erregen können sie allemal... :rolleyes:

LG
Christian :wave:
 
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04.01.07
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phil schrieb:

Ist die Menge der Erreger das Entscheidende oder ist es der Nährboden ?
Ich würde sagen, einmal so, und einmal so.

Je mehr ein Organismus in seiner Balance ist, um so kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwelche Erreger eine Grundlage für ihre Ausbreitung finden.
Große Zustimmung.

Germanische Neue Medizin - interessante Hinweise auf die Rolle von Viren und Bakterien - hat sich da jemand schon damit beschäftigt ?
Ja. Danach werden Viren und Bakterien prinzipiell vom Körper selbst erzeugt, und zwar immer nur dann, wenn er eine Aufgabe für sie hat. Ist die Aufgabe erledigt, entsorgt er seine Helfer wieder. Ich glaube, diese Theorie können wir außen vor lassen.

Viele Grüße
Baffomelia
 

Horaz

in memoriam
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05.10.06
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Lieber Wero,
du bist gedanklich schon weiter als ich. An Wiki hatte ich noch gar nicht gedacht. Deine jetzt noch weiter gehende Gliederung gefällt mir, aber ich würde gerne noch Gedanken zusätzlich aufnehmen und austauschen. Wir bewegen uns hier auf einem Gebiet, wo nicht allzu viel Wissen als gesichert gelten kann.
Den Begriff "Erreger" würde ich gerne ablegen, weil damit der Name schon zum Programm wird. Christian hat im obigen posting den richtigen Namen "Mikroben" ins Spiel gebracht.

Hallo Beat,
da hätten wir uns ein wenig mißverstanden. Wenn ich in einem fremden Land mit Mikroben konfrontiert werde, mit denen mein "Milieu" und Immunsystem nicht umzugehen weiss, kann natürlich eine für den Körper schädliche Wirkung entstehen.

Danke Phil, dass du die Neue Medizin ins Spiel bringst. Lassen wir die Person Hamer und das Germanische beiseite, dann stecken ein paar weise Gedanken dahinter, mit denen man sich beschäftigen sollte (ich habe sehr viel gelesen dazu).
Erstens, dass der Auslöser einer Krankheit ein Mensch in seiner Ganzheit ist, der an ungelösten Problemen oder Konflikten herumkaut. Das ist von dem amorphen Begriff "Milieu" nicht weit entfernt.
Zweitens, dass Bakterien und Viren erst mit einem offenen Ausbruch einer Krankheit auftauchen (nach einer Konfliktphase), die genaugenommen bereits die Heilungsphase darstellt. Weswegen Viren und Bakterien eher die Funktion einer Reparaturtruppe haben könnten.

Herzliche Grüsse, Horaz
 
Beitritt
25.01.05
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Grüss euch,

Mikroben ist in Ordnung - die Erreger lass'mer gehn! Danke für den Hinweis - passt.

Zu Hamers Ansichten über die Krankheitsphasen: aus eigener Beobachtung denke ich, dass in ihr einige gute Ansätze zu finden sind. Was allerdings nicht passt - ihr (sein) Absolutheitsanspruch. Daher ist es gut, sich die Elemente der Neuen Medizin Stück für Stück auf ihre Relevanz im Krankheitsgeschehen selber zu beobachten und daraus seine eigenen Schlüsse zu ziehen. Das ganze Drumherum allerdings ist aus meiner persönlichen Sicht jenseits aller Vernunft.

Das mit der "Pinkelphase" scheint jedenfalls durchaus zutreffend zu sein. :D


herzlichst - Phil
 
Beitritt
14.01.04
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Hallo Phil

Daher stellt sich die Frage: Ist es die Menge der Erreger die von aussen oder innen kommt das Entscheidende, oder ist es der Nährboden, den die Erreger finden und ihrer Vermehrung förderlich ist?
Beides denke ich. Wobei ich aber schon denke, dass das Milieu eben das wichtigere ist

Ich glaube längst nicht mehr daran, dass es nur eine Möglichkeit gibt - ich sehe vielmehr eine ganze Menge Möglichkeiten in ganz unterschiedlichen Verhältnissen zueinander stehen. Wo ich mir aber ziemlich sicher bin: Je mehr ein Organismus in seiner Mitte ist, in seiner Balance, um so kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwelche Erreger eine Grundlage für ihre Ausbreitung finden werden.
Sehr schön gesagt, absolut zustimme
 
Beitritt
14.01.04
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Hallo Horaz

Solange nicht gesichert ist, ob Mikrobe Erreger ist, bin ich Deiner meinung und man soll es Mikrobe nennen.

Wenn ich in einem fremden Land mit Mikroben konfrontiert werde, mit denen mein "Milieu" und Immunsystem nicht umzugehen weiss, kann natürlich eine für den Körper schädliche Wirkung entstehen.
Denke das fremde lAND ALLEINE REICHT EBEN NICHT. MMER DANN GIBT ES pROBLEME, WENN ES IN EINEM lAND IST, WO eben viele (angebliche) erreger vorkommen. Dort wo andere Mikroben, welche nicht als Erreger gelten vorkommen, hat das Immunsystem keine Probleme. Deshalb vertrete ich die These, dass es schädliche (Erreger) und nicht schädliche Mikroben gibt, wobei für mich noch offen ist, ob die schädlichen direkt schädigen, oder immer erst wenn sie umgewandelt werden. In der Praxis ist es nebenbei so, dass durch trinken eines verschimmelten Getränkes Kopfweh kommen kann und durch Einnahmen von guten bakterien ja auch gewisse störungen weggehen. Also sind doch auch nicht alle Mikroben einfach neutral.

Erstens, dass der Auslöser einer Krankheit ein Mensch in seiner Ganzheit ist, der an ungelösten Problemen oder Konflikten herumkaut. Das ist von dem amorphen Begriff "Milieu" nicht weit entfernt.
Sehe ich auch so. Wenn man zusteht, dass Seele, Geist und Leib eine gewisse Einheit bilden, dann hat das psychische Milieu einen einfluss auf das leibliche und umgekehrt.
 
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22.04.06
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Horaz schrieb:
Gliederung ..... Gedanken zusätzlich aufnehmen und austauschen.
Was hältst Du denn davon, wenn wir in der Wiki an der Gliederung herumwerkeln ?
Maximal änderungsfreundlich und man hat auch immer gleich die alte und neue Version nebeneinander. Ich habe die Gliederung mal auf die Seite “Mikroben“ geschafft.

Herzliche Grüße
Wero
 

Horaz

in memoriam
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05.10.06
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Lieber Wero,

parallel in der Wiki mit der Gliederung zu arbeiten, finde ich ausgezeichnet. Da können wir uns hier im Thread dem Thema nach wie vor von verschiedenen Seiten her annähern und verlieren trotzdem nicht die Systematik aus den Augen.

Als Gedanken möchte ich heute in Anlehnung an Deinen gestarteten Thread "Bakterien" ins Spiel bringen:
Bakterien sind Lebewesen und als solche wollen sie überleben wie jedes andere Lebewesen. Sie sind Meister der Symbiose; sie üben das auch schon seit Milliarden Jahren. Auch wir Menschen bieten ihnen Überlebensraum. Nicht übersehen werden darf das Zahlenverhältnis, dass der Mensch aus rund 10 Billionen Zellen besteht, er aber von 100 Billionen Bakterien bewohnt wird. Haben wir ein gutes symbiotisches Verhältnis profitieren wir alle davon. Wir wissen ja, dass wir ohne unserem Zoo im Darm verhungern würden und ohne den Mitochondrien-Bakterien die Zellen keinen Sauerstoff verarbeiten könnten.

Bringen wir durch verschiedenste Milieuveränderungen (z.B. Ernährung, chemische Gifte, Medikamente wie Antibiotika) unsere Bakterien in Bedrängnis, sondern sie Toxine ab, können pathogene Formen uns krank machen oder sie sterben ab, was alles negative Wirkung auf uns Wirte hat. Die uns angelernte, anerzogene Bakterienfurcht (auf Viren werden wir noch zu sprechen kommen) oder gar die Bakterienphobie hat der menschlichen Gesundheit höchstwahrscheinlich keinen Vorteil gebracht. Symbiotische Lebensformen sind Normalität in der Natur; wir sollten unseren Frieden damit machen, dass auch wir Menschen "nur" eine symbiotische Lebensform sind. Einen Krieg gegen Bakterien werden wir sicher nicht gewinnen!

Herzliche Grüsse, Horaz
 
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