ADHS ohne Medikamente...

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hey leute,

ich habe 2 einhalb jahre medikenet und retalin genommen...

um meine konzentration und schulische laufbahn zu verbessern,
dies half mir kein bisschen...

ich fühlte mich manchmal wie auf schlechten drogen und wenn ich mir manche dokus darüber anschaue denke ich bloß: die armen kinder, selbst an den pupillen der kidz sieht man wie sie auf droge sind.

meiner meinung nach sagen die meisten lehrern und/oder pädergogen den eltern, dass sie es ihrer kinder mit ads/adhs medikamente verschreiben lassen sollten, um sie still zustellen.

unterricht störungn, andere schüler ablenken ect.

wie in meinem fall.


leider begann ich dann irgendwann an selbst zu experimentieren.
ich habe dann 10 jahre gekifft.

was mir in einigen dingen geholfen hatte... aufjeden fall mehr als diese ... medikamente.

momentan bin ich endlich wieder einmal clean, diesmal auf mit 100%iger :kraft: .

viellecht könnte mir ja der eine oder andere tipps geben, das rannwachsen zu erleichtern...


danke s zum e :D
 
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10.01.04
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Hallo silence,

ich finde es richtig gut, daß Du hier von Deinen Erfahrungen schreibst. Schön, daß Du jetzt clean bist. - Ich wünsche Dir, daß Du es bleibst und trotzdem Symptome, die wohl ADHS zugeordnet werden los wirst.

vielleicht könnte mir ja der eine oder andere tipps geben, das rannwachsen zu erleichtern...
Könntest Du noch etwas genauer erkären, ws Du unter "ranwachsen verstehst": meinst Du Schule, Ausbildung, überhaupt...?

Diese Rubrik kennst Du wahrscheinlich schon?:
Ads, Adhs, Autismus - Das Ende der Symptombekämpfung

Grüsse,
Oregano
 

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29.03.13
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Ich gehöre zu den ADHS'ler, fast ohne Medikamente ( letztes Jahr 3x 5mg ). Habe aber über Jahre gebraucht um mein Leben anzugleichen. Die Symptome sind immer noch vorhanden und ja, meine Mitmenschen leiden teilweise und es bedarf Verständnis auch ihrerseits. Aber ich habe gelernt mich nicht mehr zu stressen wenn nichts mehr gelingen will, habe Beispiels auch gute Unterstützung in Dingen wo ich definitiv immer wieder scheitere und nehme den Tag wie er kommt. Ich habe meine Ernährung angepasst, meine Freizeitgestaltung, den Job auch geschmissen und völlig neu orientiert damit ich mit den Schwankungen zurechtkomme und geniesse regelmässig Therapien, sei es körperliche oder bezüglich Vergangenheitsbewältigungen, um eine Ausgleichung zu finden.

Also anstelle dass ich Ritalin nehme und angepasst zu sein, habe ich einfach mein ganzes Leben dem ADHS angepasst - mit dem ganzen Chaos welches dazue gehören kann. Es klappt nicht immer hervorragend aber ich kenne inzwischen meine Grenzen. Und dort wo ich weiss dass es nicht klappt, hole ich mir heute Hilfe - vorher, bevor das Chaos sich ausweitet.

Es gibt Situationen wo ich heute noch zur Not das Ritalin nehme. Aber dass sind ganz seltene Tage/Umstände welche unter Umständen dann verherrende, finanzielle Auswirkungen haben könnte. Und ich sprech hier von 5stelligen Zahlen, nicht nur vom kleinen Batzen. Daher: Dort gehe ich kein Risiko mehr ein. Alles andere, was für mich keine solch enorme Konsequenz mit sich trägt -- trage ich halt die Konsequenzen. Bin gerade auch wieder in einer Situation wo ich mit Anwalt was geradebiegen muss - weil ich nicht ganz bei der Sache gewesen bin. Aber easy: Habe mich aber daran gewöhnt, kriegen wir wieder hin. Ich dürfte deutlich mehr Ritalin nehmen, aber ich denke heute, so stimmt es für mich. Da ich sehr intensiv/schnell auf geringste Anteile von Medikamente reagiere ist es mit der Dosierung auch kein Problem. Ist einfach immer wieder ein Kommunikationspunkt mit den Ärzten aber - ok. (rege mich tödlich auf darüber aber eben- potenzial für den Sport).

Auch wenn ich nicht als der einfachste Mitmensch gelte und oft höre: "Schatz ----- hast du heute deinen "Tag"? Die meisten in meiner Umgebung kommen sehr gut zurecht. Ich weiss ungefähr wann ich "erschöpfend" wirke und habe mir angewöhnt, an diesen unruhigen Tagen meinen Mitmenschen "Frei" zu geben;-) Muss mich keiner Ertragen wenn ich auf 230 bin. Dürfen mich alle begleiten solange sie mithalten mögen, aber ich bin ihnen auch nicht mehr böse wenn sie nach 2h völlig erschöpft sind und eine Pause benötigen. Und ja, ich sage meinen Liebsten heute: Sagt es mir, wenn man Pause benötigt! So ist uns allen geholfen.

Bezüglich dem Lernen: Bin heute immer noch in Weiterbildungen. Hab auch auf diesem Gebiet meine Tricks gefunden, auch wenn es ca 60% Mehraufwand benötigt als bei den Anderen. Aber ich nehme heute gerne diese 60% halt auf mich, gehe auf meine Bedürfnisse ein um die Materie zu verstehen, damit ich nicht stehenbleibe. Es ist teilweise erschöpfender, aber es ist für mich heute ein Teil meines "Hobby's". Irgendwann muss ja auch mal etwas in meinen Dickschädel hängen bleiben. Ich werde nie das Genie sein bezüglich Schulungen - aber es genügt. Und dass reicht mir heute;-) Habe also auch auf diesem Gebiet für mich eine gesündere Einstellung angeeignet.

Wie gesagt, es funktioniert auch ohne Ritalin. Aber es bedarf eine Menge Veränderungen für sich als Mensch, um mit den Symptomen gut umzugehen, gelassener umzugehen und damit "gesünder" zu sein.
Und vorallem muss man erkennen können, welche Verhaltensweisen für die Mitmenschen zur Belastung wird, welche Verhaltensweisen einem in Schwierigkeiten bringen und wo die "Gefahren" lauern. Steuern kann ich es nicht damit es nicht passiert aber ich weiss inzwischen "Moment, da war doch etwas!!" und lasse es prüfen oder eben, gebe meinen Liebsten heute "Freizeit";-)

Hoff ich konnte dir etwas helfen
 
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27.04.15
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ja, ich versuche eine ausbildung zu finden, doch dies ist beinah unmöglich....

meine zeugnisse sind nicht besönders gut und so...

du hast eigentlich mich mit ranwachsen ganz gut getroffen :)))

Oregano[/QUOTE]
 
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Ja das mit der pause geben, daran denke ich auch schon seit ein paar tagen drüber nach, solche tipps sind sehr gut für mich:)

ich rede zur zeit auch mit einem sozialpädagogen darüber, ich werde wohl auch demnächst mir wieder ärztliche hilfe suchen, nun bin ich alt genug um über dosierungen und ähnliches zu sprechen....

so ähnlich wie du schwarzwald07 stelle ich mir das auch manchmal vor,
das ich nur wenn es drauf ankommt medikamente zunehmen...

ich danke euch für eure unterstütztung und tipps.

das macht einen viel :kraft: er :)
 
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05.01.15
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Hallo

Ich weiss von jemandem mit ADHS und Asperger, der nimmt statt Ritalin Dexamin, schon seit vielen Jahren, und nur nach Bedarf und kleine Mengen.

Und auch ein Antidepressiva (Efexor heissts in der Schweiz) nimmt er nur in Kleinstmengen, nach Bedarf, ja, er macht das, was es immer heisst, man dürfe es nicht, aber ich finde, man darf ruhig selbst damit experimentieren:

er öffnet die Kapseln und nimmt dann nur wenige, ca. 10, 12 Kügelchen raus pro Tag. (Eine Kapsel hat glaub ich 200 oder noch mehr Kügelchen).

Hab ich auch schon versucht und sogar das fuhr mir ein. Und sogar solche Kleinstmengen können noch leichte Entzugserscheinungen geben (z.B. Stromschläge).

Und es heisst auch immer, man dürfe ein Antidepressiva nicht nur nach Bedarf nehmen, aber z.B. bei Insidon (Opipramol) geht das sehr gut, finde ich. Ich kann das immer nur 1 Tag nehmen, mehr geht nicht.

Also dies nur so als Beispiel, wie man selbst etwas für sich rumexperimentieren kann! Die Ärzte sagen ja nur das, was sie selbst lesen oder allenfalls noch die Erfahrungswerte mit andern Patienten. Aber jeder ist anders!

Und in einer Apotheke, die offen ist für Alternativ-Medikamente, fragen, was es sonst noch gäbe ... also ich hab schon allerhand ausprobiert und hat mir zeitweise geholfen, kannst auch zu einem Heilpraktiker oder sonst jemandem, der/die z.B. sich mit Bachblüten auskennt oder sonstigen "Sachen" ... gibt recht Vieles, und das ist total individuell!

(Beispiele zum Benennen: Stress, mich nicht konzentrieren können, Angstgefühle, Druckgefühle ... also viel mehr noch ins Detail gehen als nur "ich habe ADHS").

Und sonst lässt sich evtl. ein bisschen rumexperimentieren mit der Ernährung, Vitaminen, Mineralien, Zucker-Reduzierung oder Zucker ganz weglassen etc. ...

... und ja, Gesprächstherapie zur Unterstützung ist bestimmt auch gut!

Einfach ist das alles bestimmt nicht.
Aber was ich mir auch sage:
die Ressourcen, die "solche Leute" (z.B. mit ADHS) haben, die sind auch nicht ohne! :)

Man ist halt einfach "etwas anders gepolt", hats viel schwerer,
sich in der Gesellschaft einzugliedern.
Handkehrum ist da auch viel Kreativität oftmals.

Also unmöglich ists nicht ... und sonst gehts eben irgendwie anders.

Möglichst gut, hoffentlich! :)

Lieben Gruss

Ymoja
 
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