Wohngifte: Raumlufttest, Ätherische Öle

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Hallo,

Lange habe ich gezögert, die Wohnraumuft analysieren zu lassen - letztlich fiel die Wahl auf Analyse von hunderten VOCs und MVOCs, Formaldehyd und Schimmelsporen. So ein Test kostet ja einiges, und es ist fraglich ob es etwas bringt. Ich befürchte nun tatsächlich, dass der Übeltäter nicht unter den getesteten Substanzen ist, oder meine Leber eben genau von den vorhandenen eingeatmeten Substanzen etwas (oder eine Summe lebertoxischer Stoffe) speziell schlecht entgiften kann wegen der CYP-Gen Mutationen (Leber Entgiftungs-Phase I).

Ich schreibe diesen Post/Thread auch, weil ich vergeblich nach Erfahrungsberichten zu solchen Tests gesucht habe.
Darüber hinaus kann ich berichten, dass ich mir ein vergleichsweise günstiges Messsgerät für diese Zwecke angeschafft hatte. Der damit gemessene Formaldehyd-Wert von 0,3 (Grenzwert 1) stimmt recht genau überein mit dem professionellen Testergebnis. Das billige Gerät zeigt für die VOCs dann aber nur die GesamtSumme an, was nicht viel bringt. Denn es gibt auch VOCs die unter Umständen ja in höherem Wert enthalten sein können aber kaum toxisch sind (wie zB gewisse reine ätherische Öle). Weiters problematisch, dass es keine Grenzwerte für VOCs gibt. Die einzelnen Messwerte können nur mit einem Durchschnittswert verglichen werden, der ev. um einen Faktor für Toxizität korrigiert ist.

70 chemischen Substanzen und Verbindungen waren in meiner Wohnung in geringer Menge nachweisbar. Jene Raumluft bereitet mir regelmäßig Gallenstau. Die Werte sind vergleichsweise niedrig, sodass ein Baubiologe daraus keine Symptome vermuten würde. Somit weiß ich immer noch nicht, was in der Wohnung zu verändern ist. Möglicherwiese ist es ja eben doch eine Substanz, die nicht erfasst und analysiert wurde. Auf eine Hausstaubanalyse welche nach Pestizieden, Flammschutzmittel und Weichmachern sucht, habe ich bis jetzt verzichtet. Weil ich bezweifle, dass ich selbst mit einem etwaigen positiven Ergebnis etwas anfangen könnte. (Ich habe die betreffende Wohnung noch gar nicht richtig bezogen).

Schimmel war keiner nachweisbar.

Und meine wesentliche Frage dazu: Kann denn auch eine pseudo-allergische Reaktion auf einen Fremdstoff sich auf die Leber/Galle schlagen und durch Provokation von Gallenausstoß zum Verschwinden gebracht werden? Ich denke eher es handelt sich um eine toxische Belastung. Der Baubiologe möchte mir einreden, der Übeltäter wäre der Haushaltsreiniger, der Zitronenöl/Limonen und Eukalyptus-öl enthält, was als einziges mit deutlich erhöhten Werten im Analyseergebnis auftaucht (sowie aus entsprechenden ätherische Öle die ich diffundiert hatte). Und da sich diese Stoffe in poröse Oberflächen gesaugt haben, solle ich wohl wieder ausziehen :mad:. Ich habe jetzt aber bereits zwei Wohnungen in denen es mir nicht gut geht. In der ersten Wohnung habe ich kein Zitronenöl (oder andere Öle) im Reiniger oder sonst wo verwendet. (Von Eukalyptusöl weiß ich, dass es für mich mehr heilsam als belastend ist). Am Arbeitsplatz oder im Auto habe ich keine Probleme, ja nicht einmal im Baumarkt :mad:

Vielleicht hat jemand einen Tipp dazu?


Viele Grüße
:confused::confused: Prema
 
wundermittel
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P.S. Mir war bisher nicht bekannt dass ich unter Multipler ChemikalienSensitivität leiden würde. Ich habe keine empfindliche Nase, kein Problem sonst mit Düften (zumindest ist mir bisher keines bewusst). Ich habe in der ersten Wohnung zu wenig gelüftet. Mittlerweile schlafe ich auch im Winter möglichst bei offenem Fenster.
 
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Die These mit den ätherischen Ölen ist wohl widerlegt. - Habe heute zehn Minuten intensiv an der Flasche mit dem Reinigungsmittel geschnüffelt und nachher auch noch die Autoscheiben mit dem Mittel samt reinigenden ätherischen Ölen innen damit geputzt - keine negative Reaktion. Eher im Gegenteil: von Eukalyptusöl vergeht der Druck unterm rechten Rippenbogen eher. Das lässt wieder an Schimmel denken, denn mit dem Harz wehrt sich der Baum gegen Schimmel, und Zitrone ist reinigend. Ich habe reine Öle ja auch schon oral eingenommen ohne dass ich einen negativen Wirkungszusammenhang beobachten hätte können (da der bei mir sehr Zeitverschoben kommen kann, bin ich vorsichtig geworden).


Was Teile abgestorbener Schimmelsporen betrifft, so behauptet ja Shoemaker, der US-Biotoxin Spezialist, oder auch der sehr erfahrene Neil Nathan, dass diese nach wie vor toxisch sind, ungute Verbindungen mit anderen VOCs eingehen können, sich in poröse Oberflächen saugen würden und von dort wieder frei setzen können, weswegen sehr viel weggeworfen werden müsse. Eigentlich müssen Betroffene, die Schimmeltoxine nicht ausscheiden können, sowieso auch nach einer professionellen Schimmelsanierung ausziehen. Shoemaker begründet die Schimmeltoxin-Krankheit mit dem Gen-Defekt bestimmter HL-DR-Gene, die keine Antikörper auf die Schimmeltoxine bilden. Nathan behauptet zwar die verbreitetste toxische Belastung unter seinen schwierigen chronisch kranken Fällen wären Schimmeltoxine (aus Gebäuden). Er konnte aber keinen Zusammenhang mit den HLA-DR-Genen beobachten. Neulich las ich einen aktuellen Kommentar von Bryan Rosner, der einige Bücher über Lyme Krankheit geschrienben hatte. Er war nach JAhren dann draufgekommen dass die wesentliche Ursache seiner eigenen Lyme-Erkrankung Schimmel war. Er lebt seit längerem mit der Familie in einem Campingbus auf der Suche nach der Lösung, und sagt seine Schwermetallausleitung hätte erst funktioniert, nachdem er vom Schimmel weg war.
Ich habe auch mit einigen hiesigen Baubiologen oder Laborbetreibern gesprochen. Im deutschsprachigen Raum ist man der Meinung und wird es so als erwiesen gelehrt, abgestorbene Schimmelsporen können nie so toxisch sein dass man vom Einatmen eine Toxin-Belastung hätte. Da taucht in mir die Frage auf, ob so eine Pauschal-Aussage nicht vergleichbar damit ist, wenn Zahnärzte sagen, man könne keine chronisch Amalgam-Vergiftung aus Amalgam bekommen.

Ich habe eine Studie gesehen die zeigt dass in Zeiten von Energiesparen beim Wohnen mit Kunstofffenstern (und womöglich Außendämmung) bei durchschnittlicher Einrichtung in der Mehrheit die VOCs in Stadt-Wohnungen nach baubiologischen Richtlinien zu hoch sind!
 
regulat-pro-immune
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Ich arbeite eben gerade meine alten Ablagen an Ausdrucken zu medizinischen Texten ab um sie in Umzugskartons zu packen, und da fällt mir diese Info in die Hände: Dr.W.Steflitz "Klinische Aromatherapie - Atemwegs- und Lungenerkrankungen - Der besondere Einzelduftstoff für broncho-pulmonale Krankheiten: 1,8-Cineol (Das ist im Eukalyptus Öl und einigen anderen Ölen enthalten): Ich schlage das 12-Seitige Dokument irgendwo auf und der Blick fällt genau auf den Satz: " Cineol erhöht die Aktivität der hepatischen P450-Enzyme". Jetzt weiß ich also warum das Einatmen dieser diffundierten Öle den Druck auf der Leber nimmt und tatsächlich eine entgiftende Wirkung hat! Es ist erwiesener Maßen bei meiner Symptomatik das Gegenteil von dem was der Baubiologe mir einreden wollte, und entspannt mich auch gleich wieder betreff dem Schimmeltoxin-Thema. Hoffentlich ist es doch etwas Toxisches in den Einbaumöbeln/Küche, die ich jetzt endgültig rausschmeiße.

Ich hatte dieses Protokoll vom US-Schimmelsanierer Dr.Close gemacht (irgendwo gibt's auch YouTube Videos dazu), https://www.amazon.com/Natures-Mold-Non-Toxic-Solution-Toxic/dp/0978561619 das natürliche Öle verwendet um die Sporen zu binden und neutralisieren. Dr.Close (der zumindest einen seriösen Eindruck auf mich gemacht hat) behauptet, dass auch die Resttoxine damit ausgeschaltet werden. Es gibt im Buch verschiedenste Fallbeispiele mit beeindruckende Sporen-Messwerten, und Betroffene berichten vom Rückgang ihrer Symptomatik. Am Tag nach dem Diffundieren ging es mir wiederholt so gut, dass ich dachte, das Problem in der Wohnung ist gelöst. Und die nächsten Tage kam es aber zurück.

Das gehört zwar eher in die Schimmelrubrik, aber der Vollständigkeit halber: Ich habe auch ein Ozon-Gerät eingesetzt, das man 24h durchlaufen lassen kann. (Ich habe zu den jeweiligen Schimmelbekämpfungsmethoden Studien aus der Lebensmittelindustrie gelesen) Ozon soll ja auch sonstige Gerüche vertreiben, also gegen paar andere etwaige Wohngifte vorgehen können. Mit Ozon sollte man aber vorsichtig sein. zum einen sind die Anweisungen, man könne nach wenigen Stunden Lüften dann den Raum wieder verwenden, gefährlich. Aus anderen Quellen habe ich erfahren dass Ozon u.U, trotz Lüftens wochenlang im Raum hängt, und das war auch mein persönlicher Eindruck. Wenn das die Lungen verletzt, merkt man das erst Zeitverzögert, wenn es zu spät ist!! Zum anderen geht das Ozon mit anderen Gasen - eben diesen VOCs (die auch aus harmlosen Pflanzen stammen können) chemische Verbindungen ein, die problematisch werden können, auch wenn es die einzelnen Ausgangsstoffe für sich nicht waren.

Möge diese Phase von innerer (oder höherer) Führung noch anhalten. Wenn ich die vergangenen Monate eine Antwort zum Thema ätherische Öle und Leber im Netz gesucht habe, fand ich gar nix. Es geht um die Gesundheit und viel Geld (für meine Verhältnisse zumindest).
 
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togian

Hallo Prema,
welchen Test hast Du punkto Raumgiftmessung durchführen lassen?

ev. wäre TMS 33 (Totes meer salz d33) oder
Rowachol (wenn Du mit ätherischen Ölen gute Erfahrungen gemacht hast) hilfreich um Galle/Leber „im Fluss“ zu halten.

Hast Du „statische“ Ursachen anschauen lassen? zB mit Osteopahie.
So wie Du das schreibst, ist bei Anspannung alles ok. Bei Entspannung stockt es...? (bestimme Körperhaltung die den Stau begünstigt?)

lg togi
 
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Ich habe mich im Eingangspost leider verschrieben (und kann's dort nicht mehr ändern): Für Formaldehyd beträgt der Grenzwert 0,1mg/m3 und in der Wohnung wurden 0,035 gemessen.
 
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Hallo togi,
ich habe die Raumluft auf ca. 300 VOC& MVOCs testen lassen, auf Formaldehyd, und auf Schimmelsporen& Hyphenform (wird verglichen mit der Außenluft).

Der Gallenstau ist nicht abhängig davon ob ich stehe, sitze oder liege, entspannt bin oder nicht. In der Wohnung sollte ich mich ja gerade entspannen können. Aber der Gallenstau macht auch etwa dizzy und apathisch im Kopf. Der Osteopath hat nichts Auffälliges gefunden.

Danke für den Tipp mit Rowachol. Das werde ich mal probieren. Ich glaube die Wirkstoffe von ätherischen Ölen sind stark und gehen tief. Ich habe bloß immer etwas Sorge dass Schleimhäute oder Mikrobiom irgendwie verletzt werden könnten. Ich wünschte es gäbe dazu bereits mehr Studien. (Aber als ich mir mal vergleichsweise H2Os mit DMSO ins Ohr getropft habe, dachte ich auch erst mein MittelOhr verglüht, und das macht zu viel kaputt, aber nachher ging's um so besser ).

Zu TMS muss ich noch suchen; (finde auf die Schnelle keine passenden Erläuterungen dazu). Ist anscheinend etwas Homöopatisches für die Laber(?)
Ich glaube bei mir sitzt der EBV ordentlich im Leber/ Milz Bereich. Manchmal hab ich so "Attacken" wo sich's anfühlt als schnürt ein Gürtel am unteren Rippenbogen. Vor Weihnachten hatte ich das mal mit Nervenschmerzen in dem Bereich. Deshalb tippe ich am ehesten auf EBV. Es könnten aber auch Protozoa/ Amöben sein (?)

LG Prema
 
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Danke Oregano für den Link, werde die Kapitel zur Leber und dem Mittel mal lesen.
LG Prema
 
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Hmm hast du eine Möglichkeit in diesen Innenraum zu schauen? Hohlraumwände können Schimmel im Hohlraum haben, den muss man innen in der Wohnung nicht immer sehen. Aber ist nur eine Idee. Ansonsten vielleicht auch im Rigips, irgendwelche Bindemittel oder Leime?
 
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Hohlraumwände können Schimmel im Hohlraum haben, den muss man innen in der Wohnung nicht immer sehen. Aber ist nur eine Idee. Ansonsten vielleicht auch im Rigips, irgendwelche Bindemittel oder Leime?
Ich hab eine Raumluftanalyse und Analyse auf Schimmelsporen machen lassen. Da waren eigentlich alle Werte unterm Durchschnitt; keine Schimmelsporen.
Was mit den Resten abgestorbener Sporen ist, da scheiden sich die Geister unter den Spezialisten hierzulande. Es gab nämlich letztes Jahr auch verdeckten Schimmel unter der Deckentapete (max. 50x50cm2 in Summe), der samt Ursache behoben ist. Aber ich war anfangs mit Ozon und H2O2 dagegen vorgegangen, und man sagte mir das wäre falsch, weil dann toxische Reste im Raum bleiben. Dagegen gibt es angeblich (wieder einen Test und) irgendein Biozid, aber man verrät mir nicht, was. Da außen gedämmt wurde vor zehn Jahren, wäre dann wohl der Schimmel im Hohlraum gegebenenfalls abgestorben, wenn keine Feuchte mehr da ist, und sollte so nicht in den WohnRaum gedrungen sein.

Liebe Grüße
 
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Puh, also wenn in der Luft keine Sporen nachweißbar waren sollte ja eigentlich kein Schimmel da sein, das unter der Tapete welcher war wiederspricht dem natürlich.

Zur Dämmung, also das der Schimmel dadurch trocken gelegt wird ist nicht so ganz richtig. Das Problem ist meistens nicht die Feuchtigkeit von Außen, sondern von Innen und die dringt durch den Rigips bis zur Außenwand und kommt evtl dort nicht durch. Dann noch Temperaturunterschied zwischen den Wänden und das Wasser kondensiert. Kommt auf den Dämmwert der Wand an. Also warum der Schimmel austrocknen sollte erschließt sich mir nicht, aber ich bin kein Fachmann.

Geht es um alle Räume? Hast du Heizungen in allen Räumen? Wie ist denn die Fenstersituation? Welches Stockwerk wohnst du, wenn du sagst Schimmel an der Decke frag ich mich auch was über dir ist. Mit was und wie dick gedämmt worden ist wäre auch gut zu wissen.

LG
 
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"Schimmel hinter Rigipswänden
Eine denkwürdige Studie hat festgestellt, dass selbst bei völlig intakt erscheinenden Oberflächen aus Rigips in 90 % der Fälle der Befall von gleich mehreren Schimmelpilzarten hinter den Rigipsplatten und im Zwischenraum von Vorbau-Platten gefunden wurden. Die Belastung war teilweise massiv, auch wenn an der Oberfläche keine Spuren zu sehen waren.

Stachybotrys chartarum
Diese äußerst gefährliche Schimmelpilzart, die in der Regel schwarz oder schwärzlich gefärbt ist, kommt bevorzugt auf Rigipsplatten vor. In Einzelfällen hat diese Schimmelpilzart bereits zu Todesfällen bei Babies geführt, viele andere waren schwer erkrankt. Schuld daran sind die Mykotoxine (also die Pilzgifte) die Stachybotrys-Arten bilden. Sie schädigen schon in geringsten Mengen. Selbst abgetötete Sporen lösen durch das Vorhandene Toxin Symptome aus."

Zitat: https://www.hausjournal.net/schimmel-rigips
 
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Zuerst war die Ursache der Feuchte behoben worden, der Schimmel saniert worden, Monate später Luftanalyse auf Sporen negativ.
Ich bin im ersten Stock unter einem Flachdach, das leck war und repariert/gedichtet wurde. (Es soll in den nächsten 1,5 Jahren erneuert und gedämmt werden). Gedämmt ist die Außenwand mit 5cm Styropor oder Ähnlichem. Manche in der Hausanlage wollen im Zuge der Dacherneuerung auch gleich nochmal die Wanddämmung erneuern, weil verstärken. Ein Baubiologe hatte gemeint Schimmel würde wohl gegebenenfalls hinter der rigipswand ausgetrocknet sein mit der Zeit. Jetzt im Winter ist die Luft sehr trocken. Im Sommer wurde es heiß wegen der mangelnden Dachdämmung. Aber problematische Luftfeuchte, das glaube ich nicht wirklich.
Das Problem habe ich egal in welchem Raum ich schlafe. Ich habe die letzten Tage die Latexmatratze in Folie eingepackt auf der ich schlafe, um sicher zu gehen, dass es nicht die ist, und Bettwäsche mit Biowaschmittel gewaschen.
Ich hätte nicht gedacht, was Wohnen für ein Problem sein kann.
 
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Danke für den Link zu Schimmel auf Rigipsplatten. 90% ist schon heftig :eek: Das habe ich so noch nicht gelesen oder gehört. - Muss ich den Baubiologen mit konfrontieren. Der meinte ja schon, man solle mal ein Loch bohren für Probeentnahme hinter der Wand. Ich fürchte dann doch immer, man zahlt und zahlt in der Not für irgendwelche Tests und Maßnahmen, die dann erst nichts bringen, wie man das halt bei chron. Krankheit auch so kennt.

Wenn ich die Rigipswände tauschen würde, was für ein Material wäre wohl optimal? Kann man an einer Wand betreff Raumklima noch was retten wenn sie schon Dämmung außen drauf hat? Ich hab das ja auch schon wegen Schallschutz überlegt, der Hohlraum tut ja diesbezüglich das Gegenteil.
Wenn's aber dann nicht an den Wänden lag sondern am Boden, der vielleicht Pestizide eingesogen hat? Dann kann ich wirklich das gesamte Wohnungsinnenleben rausreißen. Der Parkettboden lässt sich relativ leicht rausmehmen, vielleciht braucht man dann wenigstens nicht den Estrich erneuern.

(Ich werde wohl eine Moderator bitten die Posts zu verschieben, ich hatte einen thread zu meinen Wohngiften gestartet. Damit das in deinem Thread nicht Off Topic ist).
 
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Ok was für Sympthome hast du denn?
Beim Wandaufbau, das die Tragende Wand im ersten Stock nur aus Heraklitziegeln bestehen soll kann ich mir kaum vorstellen. Das Heraklit ist eine Dämmschicht außen auf dem Mauerwerk vermute ich mal. EPS Fassadendämmung kann Brandschutzmittel enthten die Giftig sind, bis 2015 konnten diese giftigen Dämmplatten noch verkauft werden. Wann wurde das Haus denn gedämmt? Und hast du vorher schon dort gewohnt? Die Rigipsplatten innen, wurden die zeitgleich mit der Außendämmung angebracht oder davor?

War der Baubiologe von dir beauftragt oder vom Vermieter? Mir hat mal ein vom Vermieter beauftragter Gutachter den größten Humbug erzählt. Also ich bin kein Bauspezialist aber von Luftfeuchtigkeit hab ich beruflich so einiges gelernt und warum die Wand hinter dem Rigips staubtrocken sein soll kann ich gerade noch nicht nachvollziehen. Zum einen saugen sich diese Platten mit Feuchtigkeit voll, zum anderen funktioniert das mit der "trockenen Luft" nicht so. Es kommt darauf an wie warm die Außenwand ist und ob in der Rgipswand eine Dampfbremse verbaut ist.

Grundsätzlich kann warme Luft mehr Wasser aufnehmen als kalte Luft. Im Winter kommt kalte Luft mjt wenig wasser rein, wird erhitzt und saugt sich deshalb mit Wasser voll. Dann geht die Luft im Idealfall wieder raus und kalte Luft kommt rein. Das Wasser wird raus transportiert, die Luft wird trocken, weil sie mehr Wasser aufnehmen möchte als vorhanden ist. Ein warmer, feuchter Winter in dem wenig geheizt wird oder bei falscher Lüftung funktioniert das aber nicht.

Ein anderes Szenario: die Luft wärmt sich auf und nimmt mehr Wasser auf (automatisch), dann durchdringt die warme Luftfeuchtigkeit die Rigipswand und erreicht die Außenwand. In der Näher der kälteren Wand kühlt die Luft ab und kann die Feuchtigkeit nicht mehr halten, diese schlägt sich als Kondensat an der Außenwand nieder. Da hier ein halbabgegrenzter Raum ist kann die direkte Außenwand nur schwer erwärmt werden und Feuchtigkeit staut sich eher durch die fehlende Luftzirkulation. Also ein Hohlraum vor einer kühlen Wand ist eine Schimmelzucht.

Wenn die Rigipswand installiert wurde bevor außen gedämmt wurde wäre das Fatal. Wenn die Außendämmung nicht gut genug oder fehlerhaft ist kann das große Probleme geben.

Vor diesem Hintergrund kann ich die Aussage des Baubiologen gerade nicht nachvollziehen, möglich aber das er noch andere Infos zum Wandaufbau hat die mir gerade fehlen.

Also grundsätzlich ist es schon eine Idee mal hinter die Wände zu schauen. Vom Boden her, naja schwierig. Ist es eine Eigentumswohnung? Ansonsten wäre umziehen vielleicht eine Option :D

Ja das verschieben ist eine gute Idee
 
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Innendämmung und Schimmel
da findest du zwei mögliche Wandaufbauweisen die du statt Hohlraumwand nehmen könntest.

Also man müsste wissen ob in der Rigipswand eine Dampfsperre drin ist, die würde verhindern das Feuchtigkeit von innen zur Außenwand kommt.
Und ob die Außendämmung dicht ist oder Feuchtigkeit von außen rein kommt.
Fehlt die Dampfsperre oder ist die Dämmung nicht ordentlich, dann hast du sogar ziemlich sicher Schimmel dazwischen.

Wollte dir das eigentich als pn schicken aber kann noch keine Schreiben :rolleyes:
 
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Wenn ich morgens in der Wohnung aufstehe, dann bekomme ich innerhalb einer Stunde ein Ziehen und Drücken auf der rechten Seite unterm Brustkorb. Seltsamerweise kommt und geht das Anfangs, je nach dem in welchem Raum ich bin. Nach einiger Zeit wird es konstant und eher immer stärker - Gallenstau. Maßnahmen zum Fördern der Galle-Ausscheidung helfen da, am schnellsten ein Kaffee-Einlauf. (Oder ev. etwas Essen - beginnen mit einer guten Portion Olivenöl/ Zitrone). Wenn ich in der Wohnung bleibe, ist das Drücken nach einer Stunde wieder da.

Die Reigipswände wurden von Anfang an als Innenwand gewählt Ende der 60er, die Außenwanddämmung kam erst vor 10 Jahren dazu. Das Dach ist aus Stahlbeton, mehr fällt mir momentan nicht ein zum Aufbau.
Den Baubiologen habe ich kontaktiert, nachdem ich letztes Jahr die Wohnung gekauft habe, in der ich nicht vorher gewohnt habe. (Es war leider die einzige angebotene in meiner Wunschgegend, die in Größe und Kosten in Frage kam in dem Jahr intensiver Suche). Jener Baubiologe hatte mir zugestimmt, dass die Gefahr groß war, dass ohne Außendämmung Schimmel innen auf dem Rigips sitzt oder saß, aber er meinte, dass der nach Dämmung wahrscheinlich mit der Zeit ausgetrocknet ist, er aber trotzdem eine Probenentnahme auch von hinter der Rigipswand anraten würde. Dieser Baubiologe hat die Wohnung nicht gesehen. Zur ersten Luftprobenentnahme war eine andere Baubiologin da. Die hat mich etwas enttäuscht, weil sie keine Idee hatte, und nicht identifizieren konnte, was für ein Geruch im Vorzimmer herrscht, obwohl sie ihre trainierte Nase gelobt hat. Den krieg ich nicht weg, auch nicht vier Wochen nachdem ich den alten riechenden Einbauschrank dort rausgeschmissen habe.
 
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regulat-pro-immune
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Ohje ich sag Rigips raus.

Die Hohlraumwand so lange ohne Außendämmung, keine Ahnung wie der Vorbewohner geheizt und gelüftet hat, ... Das is nicht gut. Rigips der einmal geschimmelt hat ist für immer kontaminiert! Das kriegst du nicht raus, und wenn du das Zeug 24/7 mit Heißluft bearbeitest. Selbst kleine Schimmelstellen ... Das ist wie beim Brot, da ist man dann auch nicht mehr weiter. Wenn,selbst der Baubiologe sagt das da vorher ziemlich sicher Schimmel war, da kannst du dir wahrscheinlich den Test sparen und die Dinger gleich raus reißen lassen. Am Besten mit Atemschutz, wer weiß was da lauert.

Die Baubiologin klingt ja gut. Bei uns hat der Sachverständige gemeint wir lüften falsch, deshalb der Schimmel an der Wand. Wir könnten froh sein das das Fenster über der Wand undicht ist. :lachen2: sons wärs noch schlimmer. Wir sollen die Türen alle aufmachen und den Raum vom Nachbarzimmer mitheizen, weil im Raum selber war keine Heizung, wohl aber der Zugang zur Dusche die keine Lüftung hatte und auch keine Heizung. :lachen2: Was für einen Sachverstand der gehabt haben will is mir nicht klar, aber von Feuchtigkeit und Schimmel hatte der nicht den Hauch einer Ahnung.
 
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Und ob die Außendämmung dicht ist oder Feuchtigkeit von außen rein kommt.
Fehlt die Dampfsperre oder ist die Dämmung nicht ordentlich, dann hast du sogar ziemlich sicher Schimmel dazwischen.
Aber es gibt ja die Außendämmung an diesem Haus. Wenn die in Ordnung ist (vielleicht ist sie für den Zweck zu dünn?) was ich mit zehn Jahren Alter angenommen hätte, dann braucht man doch keine Innendämmung mit Dampfsperre? Hmmm, Also ich werd mal mehr erfragen über den Außenwandaufbau, und den Baubiologen dazu konsultieren.
 
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