Wo liegt die Wahrheit? Erfahrungen, Medienkritik und persönliche Sichtweisen

Hi Oregano, ich verstehe nicht ganz – das ist doch völlig in Ordnung und passt gut zum Thema.


Mach dir bitte keinen Kopf.


Aber die ganze Angelegenheit ist weitaus komplizierter, als sie auf den ersten Blick er-schein-t.


Sogar sehr engagierte und harte Kritiker der biologischen Psychiatrie wie St. Schleim oder der von mir bereits erwähnte Felix Hasler geben zu, dass Antidepressiva in bestimmten Situationen durchaus helfen können. Dasselbe gilt auch für Antipsychotika.


Im kritischen Podcast „Patientin Psychiatrie“ sagen selbst erfahrene Kliniker manchmal offen, dass es in manchen Fällen einfach nicht anders geht.


Ein Beispiel:


Wenn ein Mensch unter starken Wahnvorstellungen leidet und suizidgefährdet ist – was soll man tun?


Natürlich wäre es besser, völlig--absolut!!!- ohne Medikamente auszukommen. Aber wer kann eine solche Person rund um die Uhr begleiten, bis die akute Phase (also der Schub) vorüber ist? Das ist eine gute Frage, oder?


Eine Frau – eine Anthropologin, die lange in Afrika gearbeitet hat – erzählte, wie ihr eigener Ehemann akut psychotisch wurde. Sie interpretierte es zunächst aufgrund ihres kulturellen Hintergrunds, geprägt durch indigene Traditionen, als eine Art „Besessenheit“ und hat diese schwere Phase irgendwie durchgestanden. Alles ist gut, was gut endet. Ha…


Aber in anderen Fällen kann es völlig anders ausgehen. Manche Menschen können sich tatsächlich das Leben nehmen, wenn sie in einer solchen Situation nicht die notwendigen Medikamente erhalten.


Der entscheidende und fatale Fehler der modernen Psychiatrie besteht in der ersten Reihe darin,wie ich es sehe, dass sie diese Mittel nicht rechtzeitig wieder absetzt – so früh, wie es möglich wäre. Stattdessen werden sie oft jahrelang weitergegeben.Das Leben lang... Dadurch wird der Krankheitsverlauf chronisch, und das führt viele Betroffene direkt in den Abgrund.


Sehr gut für die ganze Branche, denn die Kasse klingelt – aber fatal für die "Patienten".

Ha ..Sie werden niemals mehr gesund – so wie der Ehemann dieser Anthropologin.
 
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Sorry, dem allem würde ich nicht zustimmen.

Sowohl Neuroleptika als auch Antidepressiva können durchaus helfen – aber meist nur kurzfristig und sehr individuell.
Alles pauschal zu dämonisieren oder zu verteufeln

Ja klar, das war extrem, ich dachte du bemerkst dabei etwas und es hat sogar funktioniert, sobald ein Extrem auftaucht, nimmt der andere die Gegenteilige Position ein, obwohl er auch so denkt, was du getan hast, auf einmal sagst du, ich zitiere:"Sowohl Neuroleptika als auch Antidepressiva können durchaus helfen..:"

Obwohl du immer wieder betonst, dass deine Depressionen unheilbar sind.

Du gibst viele Links, die andere lesen sollen, hast du dir die Links und Videos von anderen durchgelesen oder angehört.?

Mir fällt bei deinen Beiträgen der Fim: "und täglich grüsst das Murmeltier.." ein und ich kenne ja nun einige depressive Menschen, aber keiner hat die Fähigkeit sich so intensiv mit Büchern und Wissen in einem Forum auszudrücken.

Was ich persönlich so deute, dass du längst auf einem guten Heilungsweg bist, aber die Opferrolle noch nicht ablegen kannst/willst.

Du hast, das einminütige Video von Masaro Emoto angesehen, in dem er aufzeigt was Worte, innere Haltungen, Gedanken usw bewirken, was würdest du vermuten, was deine unermüdliche Dauerschleife der Negativität, in dir bewirkt?

Nicht, dass du jetzt deswegen Schuldgefühle hast, nur, dass du da genauer hinsieht, es dir bewusst wirst, was du mit dir tust und dann die Veratnwortung siehst, die du hast, wie du dich fühlst, wer sonst?!

Depressionen sind heilbar, sagt z.B. Galina Schatalova und sie zeigt in ihren Büchern auch wie's geht, oder hier mal ein kürzeres Video, es gibt auch das Buch von Viktor Frankl:" trotzdem JA zum Leben sagen."

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Viktor Frankl überlebte vier Nazi-Konzentrationslager und revolutionierte die Psychologie mit Entdeckungen über Depression, die die meisten Therapeuten heute immer noch nicht verstehen.
 
Was ich persönlich so deute, dass du längst auf einem guten Heilungsweg bist, aber die Opferrolle noch nicht ablegen kannst/willst.
Und:

Nicht, dass du jetzt deswegen Schuldgefühle hast, nur, dass du da genauer hinsieht, es dir bewusst wirst, was du mit dir tust und dann die Veratnwortung siehst, die du hast, wie du dich fühlst, wer sonst?!
Und:

Depressionen sind heilbar, sagt z.B. Galina Schatalova und sie zeigt in ihren Büchern auch wie's geht, oder hier mal ein kürzeres Video, es gibt auch das Buch von Viktor Frankl:" trotzdem JA zum Leben sagen."
Aha..

Ich habe einfach keine rosa Brille, das ist alles.


Es spielt keine Rolle, ob ich mich als Täter oder als Opfer betrachte – das Leben ist aus evolutionär-biologischer Sicht vergänglich, und man kann Alter, Krankheit und dem Sterben nicht ausweichen.


Das ist Tod-sicher, und es gibt kein Wort wie „lebenssicher“.


Heilung – wenn überhaupt – kann nur auf der Ebene des Geistes stattfinden. Und wenn ein Mensch unheilbar krank ist, kann er Millionen Mal „Ja“ zum Leben sagen, aber er stirbt trotzdem.


Klarer kann ich es nicht ausdrücken.


V. Frankl erzählt eine Geschichte:


Eine Frau lag im KZ im Sterben. Sie konnte nur einen Baum aus dem Fenster sehen, zuerst mit Knospen, später mit Blättern. Und sie sagte zu Frankl: „Es ist so, als würde dieser Baum zu mir sprechen. Er sagt mir, dass er weiterleben wird, immer, auch wenn ich verschwinde. Das ist für mich das ewige Leben, das niemals endet.“


So sinngemäß, wie ich mich daran erinnere.


Diese Frau starb mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Sie hatte das Leben und den Tod akzeptiert und losgelassen.


Ich denke, das ist eine sehr gute Illustration dafür, wie der Mensch dem Unvermeidlichen begegnen sollte.


P.S.: Du kannst mich natürlich weiter schubladisieren, aber ich werde nicht darauf eingehen.

LG.
 
ich zitiere:"Sowohl Neuroleptika als auch Antidepressiva können durchaus helfen..:"
Ja, das sagt auch Felix Hasler. Sollte ich unbedingt das Buch zitieren? Man kann seine beiden Bücher aus dem Internet herunterladen.


Hast du den Podcast „Patientin Psychiatrie“ angehört?


Die Medikamente können helfen.
Aber das bedeutet nicht, dass sie alle Depressionen oder Psychosen heilen.


Im besten Fall unterdrücken sie die Symptomatik.


Wenn ich Thomapyrin oder Diclofenac gegen Kopfschmerzen einnehme, bleibt die Ursache ja trotzdem bestehen.
Das ist derselbe Mechanismus – keine höhere Mathematik.
 
Es spielt keine Rolle, ob ich mich als Täter oder als Opfer betrachte – das Leben ist aus evolutionär-biologischer Sicht vergänglich, und man kann Alter, Krankheit und dem Sterben nicht ausweichen.
Ja, das ist so. Es ist eine große Wahrheit und gleichzeitig eine Binsenwahrheit.

Was den Unterschied im Leben der Menschen ausmacht, ist ihr Wesen, ihr Menschsein, ihre Intentionen.

Grüsse,
Oregano
 
Ja, das ist so. Es ist eine große Wahrheit und gleichzeitig eine Binsenwahrheit.

Was den Unterschied im Leben der Menschen ausmacht, ist ihr Wesen, ihr Menschsein, ihre Intentionen.
Das ist wirklich eine Binsenwahrheit, weil es eben auf dem Papier /geschrieben/ steht.
Aber wenn es um die unmittelbare innere Erfahrung geht – wenn ein Mensch dem Tod direkt ins Gesicht schaut und es aushalten muss – dann dafür gibt es keine Worte mehr. Oder?


Welche Intentionen kann ein Mensch haben, wenn er unter fortgeschrittenem Alzheimer leidet?
Es gibt keine Chance auf Heilung mehr; der Mensch verliert nicht nur jede Intention, sondern auch alles, was ihn als Menschen/ oder seine Menschheit/ ausmacht. Fakt!


Wenn wir versuchen, diese Tatsache auszublenden, dann lügen wir uns selbst in die Tasche.
Reden oder Schreiben darüber hat kaum einen Sinn.
Denn die Erfahrung findet im Innersten statt und ist nicht vermittelbar. Und das ist die "Wahrheit", meine eigene Wahrheit, nicht aus den Büchern.


Wie es L. Wittgenstein ausdrückte: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“
Oder :

"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen."
@AufderSuche007 .

Wenn ich mein ganzes Leben lang viel lese, bedeutet das nicht automatisch, dass – wie du es ausdrückst – meine Depressionen un-heilbar sind.


Zuerst einmal halte ich nichts von dem Begriff „Depression“.
Dann halte ich auch nichts von dem Wort „mein“.


Und wie gesagt: Alles ist vergänglich, im Klartext tödlich.


Am Rande bemerkt: Sind wir nicht alle diese Murmeltiere, die in ewigen Rückschleifen gefangen sind? Ich finde diese Frage interessant.
 
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