Wo liegt die Wahrheit? Erfahrungen, Medienkritik und persönliche Sichtweisen

Sinn eines Forums ist der Gedanken-Austasch.
Das passt mir, Oregano, denn ich interessiere mich für die Reaktionen auf meine Beiträge.
Ein Tagebuch kann ich zu Hause allein führen.
Wenn keine Antworten kommen, ist das bestimmt nicht meine Schuld.
Wenn die Moderation es mir erlaubt, würde ich hier gern weiter posten. Das ist nicht verboten. Oder? Klar.

LG.
 
Neu hier? Dann ein herzliches Willkommen!
Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
Als Gast kannst du mitlesen und dich orientieren.
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Deine Wegweiser:
Klamüstern wir doch einfach weiter. . . (welch schönes Wort)
Die Frage wäre ja auch, kann er als Arzt nicht anders handeln? - oder als "Mensch" mit vielleicht vielen Abwägungen aufgrund des Alters etc. Was im Verborgenen uns so antreibt, wissen wir ja nicht immer so genau.
Ha, natürlich könnte er anders handeln. Das alles kann man im Roman nachlesen.


Der Arzt ist nicht verpflichtet, das eigene Leben zu opfern.


Wenn ich an all meine Ärzte denke, die meine Depressionen – plus weiß der Himmel, was noch – als „resistent“ betrachten, obwohl ich sie auf all die Quellen hingewiesen habe, die ich auch hier poste, dann stellt sich die Frage:


Sind das wirklich alle Ärzte?


Ich habe Angst, sie überhaupt noch aufzusuchen. Ich habe einfach kein Vertrauen mehr.

Oder anders: Meine Wahrheit passt nicht zu ihrer Ware.
 
@Igor07
Jetzt weiß ich auch grad nicht wohin mit meiner Mitteilung.
Aber ich setze es mal hier rein, es ist ein Youtube von einem Psychiater, der es auch so sieht wie du.

Der Titel: "Die neue Medizin der Emotionen: Stress, Angst, Depression: - Gesund werden ohne Medikamente."
Verfasst von: David Servan-Schreiber,

..da ich seit einiger Zeit krank im Bett liege, hatte ich viel Zeit zum Lesen nicht nur hier, ich hab 2 seiner Bücher gelesen und ich muss sagen, er ist Gold wert.

Zitat;"Depression, Zukunftsangst und Stress durch Überforderung sind die Krankheiten unserer modernen Gesellschaft.
Der Neurologe und Psychiater David Servan–Schreiber stellt sieben wissenschaftlich überprüfte Behandlungsmethoden vor, die zeigen, dass diese Krankheiten alle heilbar sind.

Und zwar ohne Medikamente und jahrelange Psychotherapie, sondern durch die Mobilisierung des „emotionalen Gehirns“ und seiner Selbstheilungskräfte."
 
Der Titel: "Die neue Medizin der Emotionen: Stress, Angst, Depression: - Gesund werden ohne Medikamente."
Verfasst von: David Servan-Schreiber,
Ach ja, danke sehr, liebe @AufderSuche007.


Das Buch habe ich.


Leider sind meine Depressionen so lähmend und wirklich paralysierend, dass ich einfach nicht weiß, wie ich weitermachen soll.


Manchmal ist selbst das Ein- und Ausatmen schwer.


Aber ich will keine Antidepressiva – zumal sie inzwischen paradox wirken.


Das ist kein Jammern, sondern nur eine Feststellung.


Ich wünsche dir von Herzen gute Besserung.

LG.



Ich habe wirklich sehr viel ausprobiert. Wenn man der ganzen Forschung Glauben schenkt, geht es tatsächlich um Schäden auf zellulärer Ebene. Wenn ein Mensch nur einmal Zoloft nimmt, kann er manchmal ein Leben lang „kastriert“ bleiben – das ist wirklich nur die Spitze des Eisbergs.


Dazu kommen Anhedonie, Derealisation, Albträume usw. – ich habe das in einer Fachpublikation gelesen.
Aber die Ärzte sagen dann: „Das ist Ihre Krankheit“ – und erhöhen die Dosierung oder empfehlen einfach andere Medikamente.


Ha, da mache ich nicht mehr mit.
Bin einfach lebensmüde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, kann ich verstehen und danke für die Genesungswünsche.🙂

Es gibt so Zeiten wo man sich nicht auf ein Buch lesen, einlassen kann, ich hab zur Zeit nichts mehr zu verlieren, deshalb diese Bücher, die mir echt Aufwind geben.

Ich bin gerade am Buch von Galina Schatalova und es ist ebenso spannend, man kommt nicht drumrum seine Ernährung ganz und für immer umzustellen, was das schwierigste überhaupt ist, aber ich werde sehen ob es sich gelohnt hat, sie hat mit ihren Extremen viele Menschen geheilt und ich glaube daran, dass es funktioniert.😉

Von daher dir alles Gute, es wird schon..
 
Es gibt so Zeiten wo man sich nicht auf ein Buch lesen, einlassen kann, ich hab zur Zeit nichts mehr zu verlieren, deshalb diese Bücher, die mir echt Aufwind geben.
Ja, das kann ich sehr gut nachvollziehen.


Ich war immer eine richtige Leseratte; manchmal habe ich die ganzen Nächte gelesen – während meines Medizinstudiums und auch hier während der Ausbildung.


Heute lesen so viele Menschen von Handy aus, also die Folge daraus ist: die Aufmerksamkeitsspanne ist sehr kurz . Da frage ich mich, warum so viele Kinder heutzutage ADHS diagnostiziert bekommen.


Es ist eine echte Kunst und Herausforderung, selbständig zu denken, überhaupt nachzudenken. Die Mehrheit konsumiert Informationen, ohne sie zu reflektieren. Meiner Meinung nach beschleunigt das den schleichenden Prozess der Massenverdummung.


KI ist immer präsent, aber sie plappert oft so etwas Blödes nach, dass ich es kaum ertragen kann.


Wir leben in einer Welt wie im Film Matrix – aber das tragische dran: Wir merken es selbst nicht.

Und deswegen entartet die Wahrheit, egal welche, zur Ware, zum Produkt für die Massen.
 
Kann sein, dass mir diese Depressionen keine andere Option gelassen haben.
Wie viele Ärzte, mein Gott.


Und dann erinnere ich mich – es war in der Corona-Zeit. Ich habe kaum das Zimmer in der Ambulanz gefunden.
Ich habe diese junge Frau fast angefleht, mit mir als Psychotherapeutin zu arbeiten, weil ich keine Pillen mehr wollte.


Sie stand auf und öffnete die Tür. Ohne ein Wort.


Früher hatte sie mir gesagt, ich solle mich nach den Leitlinien stationär behandeln lassen.
Ich konnte mir nicht verkneifen zu fragen:
„Sind für Sie die Leitlinien wichtiger als der konkrete, reale Mensch, der leidet?“


Leitlinien ... das erinnert mich an Buchhaltung – alles wird gezählt, verglichen, abgewogen – aber das Menschliche bleibt auf der Strecke.


Na ja. So oder so kann man es wohl Nichts machen.
 
Aber es war wirklich schmerzhaft für mich, als all diese Reflexionen, Gedanken und Zitate, die mich inspiriert hatten, für immer gelöscht wurden – wegen dieser Mobbing-Geschichte, bei der ich am Ende noch schuldig war. Es war der falsche Ort dafür, und doch haben mich so viele Menschen damals begleitet. Dafür werde ich ihnen immer in Dankbarkeit verbunden bleiben.


Die Gedanken sind wie Manuskripte – sie verbrennen nicht. Alles, was wir tun und schreiben, hinterlässt Spuren.


Und wenn ich heute noch lebe, dann dank jenen, die mich auf meinem Weg geistig unterstützt haben.


Alle existenziellen Philosophien – wie der Buddhismus und die Psychoanalyse – waren immer meine innere Heimat.


Wenn die stille Musik in meinem Herzen je verstummen würde, dann wäre ich innerlich tot. Keine Psychopharmaka könnten mir helfen – ironisch gesagt.
Wenn ich keine Worte mehr fände, die meinen inneren Schmerz ausdrücken, dann wäre ich ein Zombie, aber kein Mensch mehr.
Und wenn das Licht in meinem Inneren verlöschen würde, dann bliebe von mir nur noch ein Schatten.


Ich habe keine andere Wahl, als weiterzuschreiben.
 
Hallo Igor,

Deine stille Musik in Deinem Inneren scheint mir in erster Linie in Moll zu sein. Könntest Du nicht auch eine in Dur finden?

Wenn Du Deine Augen auf das Schöne in der Welt richten könntest/würdest und dafür Worte fändest, könnte das eine neue Welt für Dich eröffnen.

... dachte ich gerade, als ich Deinen Beitrag gelesen habe...

Grüsse,
Oregano
 
Deine stille Musik in Deinem Inneren scheint mir in erster Linie in Moll zu sein. Könntest Du nicht auch eine in Dur finden?

Wenn Du Deine Augen auf das Schöne in der Welt richten könntest/würdest und dafür Worte fändest, könnte das eine neue Welt für Dich eröffnen.

... dachte ich gerade, als ich Deinen Beitrag gelesen habe...
Ha, Oregano,
ich habe meinen alten, dementen und blinden Vater bis in den Tod begleitet.
Meine Mutter erkennt mich nicht mehr – sie lebt in ihrer eigenen Welt,
und das ist kein Leben mehr, nur noch eine triste Existenz.
Meine Depressionen sind therapieresistent.


Deshalb höre ich meist Musik in Moll – leider.


Alles ist vergänglich.
Der Tod kann bestimmt eine Erlösung sein – warum denn nicht?
Zum Beispiel bei Alzheimer.


Das erinnert mich an einen Film.
Im alten Japan war das sogar eher normal – eine gute Lösung, damals.

So:

Im Wahn reißt Ernst so eines Abends seine Bücherwand herunter, instinktiv auf der Suche nach dem Gift, das allerdings von Judith gefunden wurde. Aus der glücklichen, lebendigen Liebe entsteht eine einseitige Pflegesituation. Ernst benötigt rund um die Uhr Pflege und muss betreut werden. Schließlich ist er nicht mehr in der Lage, zu gehen, und sitzt im Rollstuhl. Judith hat die Verantwortung über einen Mann, der nicht mehr in der Lage ist, sich auszutauschen, und seine Vergangenheit sowie seine Familie vergessen hat. Trotzdem besteht eine Verbindung zwischen Judith und Ernst, die bis zum Ende hält. Judith kümmert sich aufopferungsvoll. Eines Abends, als Ernst inzwischen nicht mal mehr sprechen kann, mischt sie das Gift, das sie aufbewahrt hat, in den Grießbrei, und Ernst scheint sich dieser Tatsache doch noch bewusst zu sein. Er isst den Brei, ohne zu zögern, und stirbt.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Auslöschung#cite_note-Die_Auslöschung-5"><span>[</span>5<span>]</span></a>
 
Die modernen Antidepressiva heilen Depressionen nicht, sondern machen sie chronisch – am Ende lösen sie die Depressionen sogar selbst aus, was völlig verwirrend ist. Dasselbe gilt für Antipsychotika sowie für Medikamente gegen ADHS wie Ritalin oder Adderall.
So war es von mir gemeint.
Für wen schreibe ich das überhaupt?

Alles war schon gelöscht, aber woanders.


Es gibt keine rein biologischen Marker für psychische Krankheiten, @MaxJoy.


1 Mors O, Nordentoft M, Hageman I (eds.). Klinisk psykiatri. København: Munksgaard; 2016.
2 Gøtzsche PC. Deadly psychiatry and organised denial. Copenhagen: People’s Press; 2015.
3 Gøtzsche PC. Critical psychiatry textbook. Copenhagen: Institute for Scientific Freedom; 2022 (freely available).
4 Gøtzsche PC, Healy D. Restoring the two pivotal fluoxetine trials in children and adolescents with depression. Int J Risk Saf Med 2022;33:385-408.
5 UNICEF Office of Research. Building the future: children and the sustainable development goals in rich countries. Innocenti ReportCard 14; 2017.
6 Gøtzsche P. Depression severity and effect of antidepressant medications. JAMA 2010;303:1597.
7 Fournier JC, DeRubeis RJ, Hollon SD, et al. Antidepressant drug effects and depression severity: a patient-level meta-analysis. JAMA 2010;303:47-53.
8 Hróbjartsson A, Thomsen AS, Emanuelsson F, et al. Observer bias in randomized clinical trials with measurement scale outcomes: a systematic review of trials with both blinded and nonblinded assessors. CMAJ 2013;185:E201-11.
9 Kirsch I, Deacon BJ, Huedo-Medina TB, et al. Initial severity and antidepressant benefits: a meta-analysis of data submitted to the Food and Drug Administration. PLoS Med 2008;5:e45.
10 Jakobsen JC, Katakam KK, Schou A, et al. Selective serotonin reuptake inhibitors versus placebo in patients with major depressive disorder. A systematic review with meta-analysis
and Trial Sequential Analysis. BMC Psychiatry 2017;17:58. (In the clinical study reports of depression pills I obtained from the European Medicines Agency, the median standard deviation on the Hamilton scale after treatment was 7.5, which I used for my calculations).
11 Gøtzsche PC, Gøtzsche PK. Cognitive behavioural therapy halves the risk of repeated suicide attempts: systematic review. J R Soc Med 2017;110:404-10.
12 Moncrieff J, Wessely S, Hardy R. Active placebos versus antidepressants for depression. Cochrane Database Syst Rev 2004;1:CD003012.
13 Leucht S, Fennema H, Engel R, et al. What does the HAMD mean? J Affect Disord 2013;148:243-8.
14 Hengartner MP, Plöderl M. Newer-generation antidepressants and suicide risk in randomized controlled trials: a re-analysis of the FDA database. Psychother Psychosom 2019;88:247-8.
15 Hengartner MP, Plöderl M. Reply to the Letter to the Editor: “Newer-Generation Antidepressants and Suicide Risk: Thoughts on Hengartner and Plöderl’s ReAnalysis.” Psychother Psychosom 2019;88:373-4.
16 Gøtzsche PC. Observational studies confirm trial results that antidepressants double suicides. Mad in America 2025; Feb 8.
17 Videbech P, Kjølbye M, Sørensen T, et al. (red.). Psykiatri. En lærebog om voksnes psykiske sygdomme. København: FADL’s Forlag; 2018.
18 Gøtzsche PC. So-called suicide experts recommend antidepressants, which increase suicides. Mad in America 2024; Oct 24.
19 2024 National Veteran Suicide Prevention Annual report. U.S. Department of Veterans Affairs, Office of Suicide Prevention 2024;Dec.
20 Whitaker R. Suicide in the age of Prozac. Mad in America 2018;Aug 6.
21 Whitaker R, Blumke D. Screening + drug treatment = increase in veteran suicides. Mad in America 2019;Nov 10.






Macht keinen Sinn! Tja… frustrierend!
 
Zuletzt bearbeitet:
Seltsam finde ich, dass heute kaum noch wirklich gelesen wird.


Ich erinnere mich: Wenn ich viele Dateien anhänge, folgt oft kein! Zugriff – wie soll man dann diskutieren?


Ich gebe mir immer Mühe, alles zu lesen, besonders wenn sich mein Opponent auf bestimmte Informationen bezieht.


Ha ha ha … vielleicht leidet ja die ganze Gesellschaft unter ADHS? War nur ein Scherz.

Entzugserscheinungen können Monate oder Jahre anhalten und auch durch langsames Absetzen nicht grundsätzlich verhindert werden (Fava et al., 2007; Belaise et al., 2012, 2014). Entwickelt sich ein „Absetz-Syndrom bei Antidepressiva“ so eine neue Diagnose im internationalen Diagnosehandbuch „DSM-5“-, könne dies nur durch die Weitereinnahme der Antidepressiva unterdrückt werden (APA, 2015, S.982f.) […] Auch wenn Main-Streampsychiater den Begriff „Antidepressiva-Abhängigkeitssyndrom“ nicht verwenden mögen, gestehen sie mittlerweile ein, dass man bei allen Arten von Antidepressiva schon nach kurzer Einnahmedauer mit spezifischen Absetzproblemen rechnen muss. […] Informationen, wie man solchen Entzugsproblemen anders als durch weitere Einnahme von Antidepressiva beikommen könnte, liefern Mainstream-Psychiater nicht.





Ein Team um Giovanni Andrea Fava von der Psychiatrischen Abteilung der State of University of New York in Buffalo kam nach einer Meta-Analyse publizierter Vergleichsstudien und anderer Forschungsberichte zu Problemen beim Absetzen von SRI zum Ergebnis, statt verharmlosend von Absetzsymptomen müsse man korrekterweise von Entzugssymptomen sprechen: „Die Symptome treten in der Regel innerhalb von wenigen Tagen nach Absetzen der Medikamente auf. Sie halten auch beim Ausschleichen ein paar Wochen an. Allerdings sind viele Varianten möglich, einschliesslich verzögertem Einsetzen oder langem Fortbestehen der Störungen. Die Symptome können leicht als ein Zeichen eines drohenden Rückfalls fehlinterpretiert werden. Kliniker sollten SSRI der Lister der Medikamente hinzufügen, die beim Absetzen Entzugserscheinungen verursachen können – zusammen mit Benzodiazepinen, Barbituraten und anderen psychotropen Medikamenten. Der aktuell verwendete Begriff „Absetz-Syndrom“ verniedlicht die durch SSRI verursachten Schadenspotenziale und sollte durch „Entzugs-Syndrom“ ersetzt werden“ (2015, S.72) […]





Die Chronifizierung von Depressionen als Ergebnis Antidepressiva-bedingter Rezeptorenveränderungen stellt sich schleichend ein. Vorboten sind bleibende oder sich verstärkende Depressionen unter Einfluss von Antidepressiva sowie mehr oder weniger rasch auftretende Entzugssyndrome.








Aus dem Buch: „Neue Antidepressiva, atypische Neuroleptika“ Risiken, Placebo-Effekte, Niedrigdosierungen und Alternativen, Peter Lehmann, Volkmar Aderhold, Marc Rufer, Josef Zehentbauer, 2017, P.Lehmann Publishing
 
Noch einen Gedanken wollte ich loswerden: Das Alter ist mit dem Verfall verbunden, egal ob körperlich oder seelisch. Und wenn der Mensch an keinen lieben Gott glaubt, aber Tod-sicher weiß, dass nach dem Tod absolut nichts folgt – was dann?
Früher konnte ich meine Depressionen aushalten, und Antidepressiva wirkten, klar, nicht wegen der Depressionen, sondern sie beruhigten mich oder machten mich eher wach.
Das beste Antidepressivum, das ich geschluckt hatte, war eigentlich ein sehr sanfter Psychostimulant, aber er war in Deutschland verboten.


Ich komme aber zurück: Und wenn das Leben zu Ende geht, bleiben keine Illusionen zurück. So wie beim Suizid von E. Hemingway – er hatte keine kompensatorischen Mechanismen mehr zur Verfügung, kein junger, kräftiger Mann, der Frauen oder die Welt erobert. Basta.
Traurig, das erinnert mich noch an diesen genialen Film über das Alter und den Tod. Und – ja – die Liebe.

Ist es wirklich so, dass die Liebe alles überdauert? Nein, ich bezweifle es.




Als Georges eines Tages beim Rasieren erneut Hilferufe seiner Ehefrau vernimmt, setzt er sich zu ihr ins Schlafzimmer. Er erzählt ihr zur Beruhigung eine Geschichte aus seiner Jugend, als er unter Diphtherie litt. Dann erstickt er Anne unvermittelt mit einem Kopfkissen. Georges kauft Blumensträuße, dekoriert das Bett seiner toten Frau und versiegelt das Zimmer von außen. Später fängt Georges eine Taube ein, die sich in den Flur verirrt hat, nachdem er eine erste zuvor verscheucht hat. Er lässt das Tier aber frei und hinterlässt Briefe. In einer letzten Halluzination sieht Georges seine verstorbene Ehefrau an der Spüle stehen. Anne fordert ihn auf, mit ihr auszugehen. Georges nimmt daraufhin seinen Mantel und folgt ihr aus der Wohnung.
Liebe_-_Poster.jpg
 
Das Alter ist mit dem Verfall verbunden, egal ob körperlich oder seelisch.

Ja, der Körper wird wieder zu Erde, aber nicht der Geist...
..der Körper ist nur die Hülle, unser Anzug und diesen legen wir wieder ab, wenn wir den Körper verlassen, wir sind nicht nur Körper, da steckt viel mehr dahinter, aber während unseres Lebens, sollten wir gut mit dem Körper umgehen, damit wir nicht krank werden, naja, ich weis zwar grad nicht wie man "gesund" sterben sollte, aber so weit hab ich noch nicht gedacht. 😁

Und wenn der Mensch an keinen lieben Gott glaubt, aber Tod-sicher weiß, dass nach dem Tod absolut nichts folgt – was dann?

Ja, ich persönlich glaube daran, dass wir, nach dem Tod des Körpers, nach Hause gehn, was das alles hier auf der Erde genau sollte, weis ich heute nicht mehr, da bin ich durch so viele Wege, Thesen und Glaubensrichtungen gegangen, dass ich es heute nur noch ganz einfach betrachte:" es gibt den lieben Gott und ich glaube an all seine Verheissungen, weil Gott nicht lügt."

Früher konnte ich meine Depressionen aushalten, und Antidepressiva wirkten, klar, nicht wegen der Depressionen, sondern sie beruhigten mich oder machten mich eher wach.

Mit Depressionen habe ich persönlich keine grosse Erfahrung, habe aber einige gekannt, die darunter litten, so hat mein Ex-mann, als er in der psychiatrischen Klinik, wegen seiner Depressionen war, sich das Leben genommen, die Medis, die er bekam hatten als Nebenwirkung "suizidgefahr".. ja, sie haben ihm geholfen, ..wenn ich darüber nachdenken, werde ich immer noch sauer, deshalb verdränge ich es, was auch krank macht,

..ein Teufelskreis ohne Ausweg...bis zum Zeitpunkt wo ich mich dem Schmerz stellen werde, könnte sein, dass es bald hochkommt, dank dieses Threads, den du da gestartet hast, was Wahrheit eigentlich ist, da hab ich mir sehr viele Gedanken gemacht..
...naja, ich hab ja viel Zeit, was der Vorteil vom Kranksein ist.😉

Ich komme aber zurück: Und wenn das Leben zu Ende geht, bleiben keine Illusionen zurück.

Das sehe ich auch so, weil es schlussendlich nur noch die Wahrheit gibt, da fällt alles falsche automatisch weg und wir werden Gott schauen, oder das Nichts, oder beides, oder Dunkelheit, Licht oder wir sind wie wir ursprünglich gedacht wurden..wir werden sehen sobald es soweit ist und weil ich ein neugieriger Mensch bin, freue ich mich auf die Erfahrung tot zu sein, resp. den Körper verlassen zu können, der kann nämlich ziemlich nerven.

Und – ja – die Liebe.

Da du jetzt von Liebe sprichst, was mir als einziger Sinn des Lebens erscheint, reagiert etwas in mir, was hat das Leben für einen Sinn, wenn das Ziel ohne Liebe ist.?


Ist es wirklich so, dass die Liebe alles überdauert? Nein, ich bezweifle

Ich denke, die Liebe ist das einzige was überdauert.
 
Ja, der Körper wird wieder zu Erde, aber nicht der Geist...
..der Körper ist nur die Hülle, unser Anzug und diesen legen wir wieder ab, wenn wir den Körper verlassen, wir sind nicht nur Körper, da steckt viel mehr dahinter, aber während unseres Lebens, sollten wir gut mit dem Körper umgehen, damit wir nicht krank werden, naja, ich weis zwar grad nicht wie man "gesund" sterben sollte, aber so weit hab ich noch nicht gedacht. 😁
Hm, im Zen-Buddhismus – Dōgen sagt – wird der Mensch befreit, wenn Körper und Geist fallen. Sie sind eine Einheit. Ich bin Atheist, lach, und Buddhist zugleich – das fällt irgendwie zusammen.


Aber ich schaue oft auf die Fotos meiner Eltern, als sie jung und schön waren. Dann begleite ich sie innerlich – egal, ob ich daran glaube oder nicht.


Mit Depressionen habe ich persönlich keine grosse Erfahrung, habe aber einige gekannt, die darunter litten, so hat mein Ex-mann, als er in der psychiatrischen Klinik, wegen seiner Depressionen war, sich das Leben genommen, die Medis, die er bekam hatten als Nebenwirkung "suizidgefahr".. ja, sie haben ihm geholfen, ..wenn ich darüber nachdenken, werde ich immer noch sauer, deshalb verdränge ich es, was auch krank macht,

..ein Teufelskreis ohne Ausweg...bis zum Zeitpunkt wo ich mich dem Schmerz stellen werde, könnte sein, dass es bald hochkommt, dank dieses Threads, den du da gestartet hast, was Wahrheit eigentlich ist, da hab ich mir sehr viele Gedanken gemacht..
...naja, ich hab ja viel Zeit, was der Vorteil vom Kranksein ist.😉

Dem Schmerz sollte man sich unbedingt stellen, aber nicht einfach die Pillen schlucken, die im besten Fall den Schmerz nur zudecken – und dafür zahlt man einen sehr hohen Preis. Soweit ich weiß, gab es in Deutschland nur einen einzigen Fall, in dem ein Witwer Schadenersatz von Pharmakonzernen erhalten hat – und das auch nur dank Frontal 21.


Ich habe etwa zwei Wochen Zoloft genommen, aber dabei wollte ich mich immer häufiger umbringen. Ich konnte es nicht verstehen und habe schließlich die Einnahme gestoppt.


Welche Medikamente sind es, die sofort „kastrieren“, Depressionen auslösen und sogar Selbstmordgedanken hervorrufen? Ich bin für immer kaputt und lebe wie auf Pump. Nun ja, manche glauben, es heilt irgendwann etwas... Ich kann dazu nichts sagen. Das Thema würde ich jedoch weiter verfolgen.

Da du jetzt von Liebe sprichst, was mir als einziger Sinn des Lebens erscheint, reagiert etwas in mir, was hat das Leben für einen Sinn, wenn das Ziel ohne Liebe ist.?
Mein Kind hat eine eigene Familie, meine Mutter ist im Pflegeheim. Ich habe meine Mission erfüllt, ich sehe keinen Sinn mehr und spüre fast nichts. Es ist wie eine verbrannte Wüste.


Ich wache jeden Tag auf und denke: Ach, wieder ein Tag… aber wozu? Das weiß ich nicht mehr.


Das sind meine Gedanken. Vielleicht überdauert die Liebe alles – aber in meinem Fall glaube ich das nicht.


Das Mitgefühl und die innere Verbundenheit mit allen leidenden Wesen, das kann ich nachvollziehen – und das ist mein Weg. Dieses Thema versuche ich auch weiter zu verfolgen.


Danke für deinen Beitrag, @AufderSuche007 , und danke an alle, die mich lesen und begleiten.


Die Kritik an diesen „legalen Giften“, also den modernen Psychopharmaka, ist immer mit Gefahr verbunden – ob real oder virtuell. Aber ich habe jahrelang recherchiert und kann sehr gut argumentieren.


Wenn meine Beiträge nur einem einzigen Menschen helfen, zuerst nachzudenken, bevor er allen Ärzten blind glaubt und etwas schluckt, das alles nur noch schlimmer macht – und am Ende vielleicht sogar tötet –, dann wäre mein Faden nicht umsonst gewesen.
Hoffe ich.
 
..ein Teufelskreis ohne Ausweg...bis zum Zeitpunkt wo ich mich dem Schmerz stellen werde, könnte sein, dass es bald hochkommt, dank dieses Threads, den du da gestartet hast, was Wahrheit eigentlich ist, da hab ich mir sehr viele Gedanken gemacht..
Ach, es sticht mir ins Auge… Danke, denn es gibt mir die Motivation, weiterzuschreiben, @AufderSuche007.


Ha ha ha… wir alle sind auf der Suche – meine Katze auch. War nur ein Scherz.


Die Sache mit den Medikamenten ist nicht so einfach, wie sie auf den ersten Blick erscheint.


Ich war jahrzehntelang davon überzeugt, dass sie wirklich etwas heilen.


Von den Studien von I. Kirsch habe ich erst dank des Internets erfahren. Nach der Hamilton-Skala ergeben sich nur zwei Punkte Unterschied – aber diese Studien sind gar nicht repräsentativ, weil eine echte Entblindung eigentlich unmöglich ist.


Genau deswegen wirken Antidepressiva bei Kindern nicht – es fehlt der Placebo-Effekt.


Es ist wirklich schwer zu begreifen, dass praktisch alles, was in der Fachliteratur für Studenten und Ärzte steht, auf einer glatten Lüge aufgebaut ist.


Im Jahr 2021 erschien dann der Film dazu auf ARD.


Ich habe von kurzem das Video aufgenommen. Und was mich völlig fassungslos machte: Eine sehr wichtige Szene wurde weggelassen.


I. Kirsch sagt dort zu der deutschen Journalistin, dass diese Medikamente die Depressionen selbst auslösen können – und dass Sport besser wirkt. Dann lächelt er. Warum wurde das herausgeschnitten?


Wer hat ein Interesse daran?


Eine traurige Geschichte.
 
Das Alter ist mit dem Verfall verbunden, egal ob körperlich oder seelisch. Und wenn der Mensch an keinen lieben Gott glaubt, aber Tod-sicher weiß, dass nach dem Tod absolut nichts folgt – was dann?
Mit 87 Jahren kann ich mitreden. Körperliche Einschränkungen sind im Alter unvermeidlich. Man kann dagegen bis zu einem gewissen Grad durch Bewegung und Ernährung angehen. Was aber die Seele angeht, kann das Alter Kraft und Gelassenheit schenken, die viele Gebrechen ausgleichen. Ich glaube an Gott, aber nicht an den alten Mann mit weißem Bart, als der er dargestellt wird, sondern eine Weisheit, die nicht isoliert über uns steht, sondern deren Teil wir sind, wir alle, auch die Mörder, Räuber, Messerstecher. Jeder von uns kann mit seinen Gedanken dazu beitragen, dass die Helfer, Tröster, Mitfühlende in die Mehrzahl kommen und auf die anderen abfärben.

Wie das? Hass, Neid, Geltungssucht, Gier aus unserem Denken entfernen. Die Witwe von Charlie Kirk hat dem Mörder ihres Mannes vergeben. Die hat es begriffen. Donald Trump versucht aus seiner Machtposition heraus sich an allen Gegnern zu rächen unter Umgehung rechtlicher Schranken. Der hat nichts begriffen. Aber auch seiner sollten wir in Liebe gedenken.
 
Wie das? Hass, Neid, Geltungssucht, Gier aus unserem Denken entfernen. Die Witwe von Charlie Kirk hat dem Mörder ihres Mannes vergeben. Die hat es begriffen. Donald Trump versucht aus seiner Machtposition heraus sich an allen Gegnern zu rächen unter Umgehung rechtlicher Schranken. Der hat nichts begriffen. Aber auch seiner sollten wir in Liebe gedenken.
Dem kann ich zustimmen, denn Hass, Begierde und Verblendung sind die geistigen Gifte in der buddhistischen Tradition.


Destruktive Emotionen schaden enorm – dafür brauche ich nicht einmal eine Religion.


Am Ende, wenn ich mich recht erinnere, starben alle Diktatoren einsam, gefangen in ihrer eigenen Destruktivität.


Oder anders ausgedrückt:


Wenn ich unter dem Blickwinkel der Ewigkeit lebe – denn ich weiß, dass dieser Augenblick der letzte sein kann – wie könnte ich dann etwas Böses in meinem Geist pflegen oder nähren? Nicht möglich.
 
Mit Depressionen habe ich persönlich keine grosse Erfahrung, habe aber einige gekannt, die darunter litten, so hat mein Ex-mann, als er in der psychiatrischen Klinik, wegen seiner Depressionen war, sich das Leben genommen, die Medis, die er bekam hatten als Nebenwirkung "suizidgefahr".. ja, sie haben ihm geholfen, ..wenn ich darüber nachdenken, werde ich immer noch sauer, deshalb verdränge ich es, was auch krank macht,
Hier ist der Artikel; ich werde markieren, was mir wichtig erscheint:


„Da hatte dann ihr Hausarzt vorgeschlagen, ein stimmungssteigerndes Mittel am Morgen zu nehmen, um besser in den Tag zu kommen. Das wurde ihr und mir dann als Stimmungsaufheller verkauft. Nicht als Antidepressivum, weil das negativ besetzt ist, sondern als Stimmungsaufheller.“
Ha, kein Antidepressivum???

SSRI greifen direkt in den Stoffwechsel von Botenstoffen im Gehirn ein. Insbesondere das so genannte Serotonin wird beeinflusst, nach Ansicht vieler Fachleute eine Art Schalter für die Depression.
Da zeigt sich schon die totale Inkompetenz der Journalisten, was das Thema Serotonin betrifft – das ist doch längst Schnee von gestern. Tja..

Sie hatte damals dann nur eine einzige Tablette von diesem Mittel Zoloft genommen und hatte da so starke Nebenwirkungen bekommen, dass sie es am nächsten Tag sofort abgesetzt hat.“
Das ist wirklich bemerkenswert. Diese Pillen lösen die Reaktionen/ via "Wirkungen"/ sofort aus, aber nicht erst nach etwa zwei oder drei Wochen. Bei mir war ein sehr starker Wunsch vorhanden, Suizid zu begehen, aber ich hatte das Glück, nicht diese Frau...

Für viele Erkrankte sind sie nach Meinung von Psychiatern ein Segen. Gerade moderne Mittel wie die SSRI könnten die Stimmung der Patienten nachweislich bessern, glauben sie. Gleichzeitig hätten sie nicht die unangenehme Eigenschaft älterer Antidepressiva, dass sie nämlich die Sinne dämpfen fast wie ein Narkotikum. Dennoch: Ausgerechnet jene modernen Mittel, die so wirksam aus dem Stimmungskeller herausführen sollen, können manche Patienten offenbar noch tiefer hineinstoßen. So mehren sich seit Ende der 90er-Jahre Berichte, dass vor allem junge Patienten Selbstmord begehen – und zwar kurz nach Beginn der Behandlung mit Mitteln vom Typ SSRI. Dass tatsächlich ein solcher Zusammenhang besteht, ist mittlerweile durch mehrere Studien belegt. Ärzte suchen nach Erklärungen, versuchen, die Selbstmorde mit Verhaltensauffälligkeiten in Zusammenhang zu bringen, die sie bei ihren Patienten beobachten. Der Psychiater Bruno-Müller Oerlinghausen:

„Diese neuen Antidepressiva haben Eigenschaften, die die alten so nicht hatten. Sie lösen innere und äußere Erregung aus. Das äußert sich in Unruhe, Bewegungsunruhe, in Angst und Schlaflosigkeit. Wir wissen auf der anderen Seite, dass, wenn ein Menschen ohnehin schon Suizid-Ideen hat, dass dann irgendwelche Faktoren von innen oder außen, die zu verstärkter Angst und Erregung in ihm führen, das Risiko erhöhen, dass er sich tatsächlich tötet.“

Antidepressiva und Selbstmord – von den ersten Warnungen einiger Experten bis zur Anerkennung des Zusammenhangs durch Psychiater und medizinische Fachgesellschaften vergingen Jahre. Besonders spät kam die Botschaft in Deutschland an. Als Lothar Schröder nach dem Suizid seiner Frau verzweifelt nach Gründen für ihre Tat sucht, denkt er irgendwann auch an das Medikament Zoloft, das sie zuletzt nahm. Ohne allerdings von der international schon entbrannten Diskussion um die SSRI irgendetwas zu ahnen.

„Dann habe ich einfach mal das Medikament in Verbindung mit Suizid, also im englischen „suicide“, einfach mal in Google eingegeben und bin dann auch sofort fündig geworden, was mich auch total schockiert.


Na ja, das war’s dann. Dieser Mann war überall eingeladen, hier in Deutschland – viel Trubel, und dann wieder die Stille.


Am Rande bemerkt: Mein Arzt hatte mich überzeugt, ich solle es nehmen – es sei besser als Fluoxetin.


Bemerkenswert ist, dass Kinder entweder gar nicht oder negativ reagieren, denn bei ihnen fehlt der Placeboeffekt völlig.


So viel also zu den ganzen Doppelblindstudien, die im Grunde eine totale Verarsche darstellen.

 

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