Wie stark kann HI das Leben einschränken?

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23.01.07
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Hallo zusammen

Wie aus dem Titel erkennbar geht meine Frage in die Richtung wie stark die HI bei euch das tägliche Leben einschränkt. Um die Motivation der Frage besser verstehen zu könnnen möchte ich mich erst einmal vorstellen. Der Übersichtshalber werde ich einen Teil der Symptome/Untersuchungen tabellarsich darstellen.
Ich bin 33 Jahre alt und habe seit ca. 8 Jahren gesundheitliche Probleme die in Ihrer Stärke und Ausprägung immer mehr zugenommen haben.
Symptome: generalisierte Schmerzen, Übelkeit, Schwindel, totale Erschöpfung, antriebslosigkeit, innere Anspannung, zw. Blähbauch mit Atemdepressionen, Hypotonie, zw. rinnende Nase, Flush, Ohnmachtsgefühl..
Die Symptome sind seit ein paar Jahren immer vorhanden und schwanken nur in der Intensität. Seit Jahren hatte ich keinen einzigen Tag an dem ich nur ansatzweise symptomfrei gewesen wäre. Vor ca. 2 Jahren war es mir dann nicht mehr möglich zu arbeiten und heute habe ich das Gefühl nicht einmal mehr lebensfähig zu sein. Bisher gelaufene Untersuchungen:

klassische Serologie (BSG, Leber-, Niere-, Pankreas-Werte etc)
EKG, EEG,
Magen und Darm Koloskopie
Schilddrüse Sono und Serologie
MRT - Kopf, HWS, BWS, Torax,
Hirn-SPECT
Borreliose Serologie
Lumbalpunktion
Amalgam Sero mit Sanierung
Candida
H2 Test (LI positiv)
Imupro300
etc...

Therapieversuche:
Div. Antidepressivas (Trizykl, SSRI, SNRI) dadurch immer Symptomverschlechterung
Borreliosetherapie (4 Wochen Calforan und Rocefin i.V, 3 Wochen Doxi oral und i.V) weitere Verschlechterung der Symptomatik.
Li Diät (leichte verbesserung der Symptome)
Candida Behandlung (Amphomoronl, Nystatin, Lactobac, Mutaflor, Sympioflor)
....

OK, bringt jetzt auch nichts bis auf das letzt detail darauf einzugehen.
Wie man aber sehen kann ist schon eine ganze Menge gelaufen aber nichts davon hat bisher zu einer nachhaltigen Besserung geführt.

Generell sehr auffällig bei mir ist, dass die Nahrungsaufnahme eine ganz entscheidende Rolle spielt. Angefangen davon, dass wenn ich nach 18 Uhr noch was esse mir es generell am nächsten Tag hunde elend geht scheint es auch so zu sein, dass ich viele Nahrungsmittel generell nicht mehr vertrage. Die Zuordnung ist für mich aber sehr schwierig da die Zustandverschlechterung oft zeitversetzt auftritt. Eine Histaminarme Ernährung brachte bei mir aber auch nicht den gewünschten Erfolg. Leider wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass nicht nur Histaminhaltige Nahnrungsmittel gemieden werden sollten sondern auch sog. Histamin Liberatoren. Da bei mir die Tage aber eine HI Serologie gemacht werden soll möchte ich nicht schon im Vorfeld für einen diätisch niedrigen Histamin/DAO Spiegel sorgen. Unabhängig von diesem Ergebnis interessiert mich aber generell ob die HI wirklich im Stande ist einen total aus dem Leben zu werfen oder ob die Symptome immer nur phasenweise auftreten.
Kennt von euch jemand das Symptom dass man immer seine Gelenke überdehnt. Um die innerliche Anspannung/Schmerzen entgegen zu wirken überdehne ich immer (ohne aktiven Willen) meine Fuss und Fingergelenke.

OK ich lass das jetzt mal so stehen. Wenn jemand noch Fargen hat beantworte ich diese gerne.

Vorab vielen Dank

Grüße
Boris
 
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23.01.07
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Hallo Boris,

habe deinen Beitrag gelesen und mich gleich mal registrieren lassen um dir zu schreiben. Mir geht es ähnlich.

Ich habe seit Geburt Neurodermitis, es kamen in Abständen immer neue Sachen dazu. Die Symptome, die du nennst habe ich auch alle in unterschiedlicher Ausprägung. Die letzten zwei Jahre wurde ich wegen Asthma mit verschiedenen hochdosierten Kortisonsprays behandelt bis sich heraus stellte, dass ich eine Histaminintoleranz habe. Die Diagnose habe ich mir selbst gestellt und mir dann eine Uniklinik gesucht, die das getestet hat. Da es mir nach der dreiwöchigen Diät nicht besser ging, sollte erst keine Provokation stattfinden. Ich bestand darauf und siehe da ich reagierte mit schwerer Reaktion.

Ich halte eine sehr strenge Diät seit drei Monaten, meine Symptome haben sich zu 20 % gebessert. Der Professor in der Klinik meinte ich solle mich gedulden, der Körper müsse sich erst noch einstellen. Das einzige was sich stark gebesser hat, sind die Atemprobleme, aber diese wohl eher weil ich die Sprays weglasse.

Auch ich kenne keinen symptomfreien Tag. Der Professor hat mir noch einen Vortrag über das Akzeptieren dieser Erkrankung gehalten. Dies ist sicherlich ein wichtiger Aspekt, aber für mich in meiner Situation nicht befriedigend. Hätte ich nicht weiter geforscht, hätte ich immer noch die Diagnose Asthma.

Zurück zu deiner Frage :) ... Eine HI kann das Leben stark einschränken, ich komme auch immer mehr und mehr an einen Punkt, wo ich es einfach körperlich nicht mehr schaffe. Mein Sozialleben ist eingeschränkt, ich achte darauf beruflich alles zu schaffen, kann es mir glücklicherweise einteilen, zu Hause arbeiten und so genug Pausen machen.
Mir geht es phasenweise auch wieder etwas besser und dann verschlimmert es sich wie bei dir. Ich kann auch keine konkreten Gründe angeben, es hat mit der Nahrungsaufnahme zu tun und momentan kann ich als Grund immerhin die HI angeben.

Anfügen will ich noch, dass ich denke, dass eine HI nicht allein auftritt, im Internet wird diese Meinung sehr stark vertreten. So forsche ich auch weiter.

Wie lange hast du denn eine histaminarme Ernährung schon durchgehalten? Und bist du genauestens darüber informiert? Führst du ein Ernährungstagebuch? Nimmst du Antihistaminika, beziehungsweise bessern sich darunter die Symptome?

Grüße
cinnamon
 

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23.01.07
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Hallo Cinnamon

Vielen Dank für Deine schnelle Antwort and I'm real impressed dass Du dich darfür extra hast registrieren lassen.
Um auf Deine Frage zurück zu kommen. Ich habe die Diät ca. 3 Wochen gemacht, damals aber nicht berücksichtigt, dass z.B. Fruchtsäfte auch körpereigenes Histmin freisetzen können. Eine ziemlich scheußliche Erfahrung habe ich da mit Orangensaft gemacht. Ca. 2 h nach dem Konsum traten auf einmal schlimmste Kopfschmerzen und ein unbeschreibliches Krankheitsgefühl auf. Über Stunden dachte ich, dass ich nicht mehr lebend aus dieser Geschicht raus komme.
Was die Ursache der HI angeht bin ich auch der festen Überzeugung, dass die HI keine eigenständige erkrankung ist sondern vielmehr in einer defekten Darmschleimhaut zu suchen ist. Ist diese erst einmal geschädigt dürft sich dies auf viele Enzyme und Stoffwechselprozesse auswirken. Was dann wiederum die Ursache der Darmschädigung ist bleibt noch zu klären.
Leider fehlt mir oft die Kraft solche Ansätze bei den eingefahrenen Denkweisen der Ärzte durch zu setzen. Die pathologie des Darmes fängt in der Medizin erst an wenn es schon fast zu spät ist noch was retten zu können. Ich habe noch kein Arzt gefunden der dieses Thema wirklich mal ernst genommen hätte.

Gruß
Boris
 

Alf

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24.01.07
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Hallo liebe Leute,

meiner Meinung nach bzw. jener von Doz. Kuklinski sind eure Symptome bedingt durch eine Mitochodropathie, die nur mit Mikronährstoffen behandelt werden kann. Ich habe selbst eine Mitochodropathie und bin nach elenden Jahren perfekt eingestellt.

www.lebe-dich-gesund.com/kuklinski/kuklinski.html

http://www.dr-kuklinski.info/

Ich bin mir sicher, dass ist der 100 % richtige Weg. Normale Medikamente verschlechtern die Situation!

besonder gut:
www.lebe-dich-gesund.com/kuklinski/praxisrelevanz-nitrosativer-stress.pdf

dort wird auch auf die Histaminproblematik eingegangen!

Lg,
alf
 
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23.01.07
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Hallo Alf

von welchem Planete Du auch kommen magst, vielen Dank. Ich bin eben mal ne 3/4 Stunde drüber geflogen und muss schon sagen, dass sich das schon sehr interessant anhört. Das ist für mich Wissenschaft und nicht das was ich immer wieder aufs neue bei den niedergelassenen Ärzten erlebe. Ich wäre ja schon froh mal einen zu haben der wenigstens um "eine" Ecke denken kann. Dann wäre er aber immer noch Galaxien von einem solchen Ansatz entfernt. Gibt es vllt eine Liste von Ärzten die mit diesem Ansatz konform gehen? Wenn ich mir das für meinen Arzt ausdrucke werde ich nur ein Kopfschüttel und den Eintrag "V.a. Hypochondrie" in meine Akte ernten. :schlag:

Gruß
Boris
 

Alf

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24.01.07
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Doz. Kuklinski ordiniert in Rostock, Wien und Salzburg. Wenn du wissen willst, wo Ärzte sind, die genauso (erfolgreich) behandeln, schreib Doz. Kuklinski ein Mail mit deiner Wohnadresse. Er ist sehr nett und will wirklich jedem helfen!

Ich kann dir nur nochmals sagen, Kuklinski ist einmalig und kann dir sicher helfen. Er ist der normalen Medizin zirka 100-200 Jahr voraus.

Hast du vielleicht Probleme mit der Halswirbelsäule oder hattest du einen schweren Unfall oder so. Das kann auch ein Grund für deine Beschwerden sein.

Ich habe mittlerweile jede Menge Literatur diesbezüglich studiert und es sind wunderbare Ansätze.

Ich war in einem gestigen (Angst, Depression usw..) und körperlichen (Allergien, kein Schlaf usw..) fatalen Zustand und jetzt bin ich zu 98% ok! Ich muss täglich meine Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe usw..) nehmen und mir geht es von Tag zu Tag besser.

Doz. Dr. sc. med. Bodo Kuklinski
Facharzt für Innere Medizin/Umweltmedizin
Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates der Nährstoff-Akademie Salzburg

KFS - Privatinstitut für präventive und regenerative Medizin
Museumstraße 3b, A-1070 Wien, Österreich
Tel. +43 (0)1 944 31 76 / +43 (0)699 1140 30 02
Termine / e-mail: [email protected]

Diagnostik- und Therapiezentrum
Wielandstraße 7, D-18055 Rostock, Deutschland
Tel. +49 (0)381 490 74 70, Fax: +49 (0)381 490 74 72
e-mail: [email protected]

.
 

Alf

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24.01.07
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Die Symptome, die Ihr alle schildert, sind Symptome von nitrosativen Stress. Ihr produziert krankhaft zuviel Stickstoff. SO FURCHTBAR DIE AUSWIRKUNGEN SIND. IN GUTEN HÄNDEN SEID IHR SEHR GUT BEHANDELBAR UND IHR KÖNNT EIN VOLLKOMMEN NORMALES LEBEN FÜHREN!!
 

admin

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01.01.04
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Hallo Alf

Ich hab hier mal einen Thread zu diesem Thema eröffnet und würde mich freuen, wenn das Thema dort ausführlich behandelt würde.
Schliesslich sind wir (gerade in diesem Forum hier) immer froh, wenn Ansätze erkennbar sind, welche vermuten lassen, dass eine Ursache entdeckt worden ist, die eine Stufe vor den uns bekannten liegt.

http://www.symptome.ch/vbboard/showthread.php?t=5687

Gruss, Marcel
 
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23.01.07
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Hallo Boris,

Vielen Dank für Deine schnelle Antwort and I'm real impressed dass Du dich dafür extra hast registrieren lassen.
<< Naja mir geht es halt ähnlich und mit der Zeit wird es immer schlimmer. Für mein Umfeld habe ich keine Krankheit und man sieht es mir nicht an, das finde ich manchmal nicht sehr einfach. Hinzu kommt, dass man von den Ärzten ziemlich allein gelassen oder in die Psychoecke geschoben wird. Das alles zusammen ist nicht immer leicht zu ertragen, und du weisst sicherlich was ich meine.

Leider fehlt mir oft die Kraft solche Ansätze bei den eingefahrenen Denkweisen der Ärzte durch zu setzen. Die pathologie des Darmes fängt in der Medizin erst an wenn es schon fast zu spät ist noch was retten zu können. Ich habe noch kein Arzt gefunden der dieses Thema wirklich mal ernst genommen hätte.
<<< Na da kann ich dir nur sagen bleib weiter dran, ich habe nach langem Suchen endlich einen Arzt gefunden, der mich versteht. Ich habe u.a. Rückenschmerzen und bin bei einem Orthopäden in Behandlung, der mich ganzheitlich behandelt oder zumindest versteht. Er hat als einziger nach der HI-Diagnose zu mir gesagt, er wird mir helfen die Ursache zu finden. Alle anderen Ärzte sind allein mit der HI-Diagnose schon überfordert.
Parallel forsche ich allein weiter und gehe zu Ärzten, wenn mir einer nicht gefällt, geht es im folgenden Quartal zum nächsten. Alles im Rahmen natürlich, wenn man sich zu viel mit der ganzen Thematik beschäftigt, wird man auch verrückt.

Hi Alf,

vielen Dank für deinen Beitrag, das hört sich auch für mich wirklich plausibel an und könnte eine Möglichkeit sein, ich werde ihn mal kontaktieren.

Grüße
cinnamon
 

Kate

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16.11.04
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Kleiner Hinweis:

Im KPU-Forum wurde auch schon viel über Kuklinski geschrieben und diskutiert, wenn auch dabei der Begriff "nitrosativer Stress" nicht so oft fiel, sondern eher der Begriff "Mitochondropathie". (Nitrosativer Stress verursacht nach Kuklinskis Ansatz eine erworbene Form der Mitochondropathie - die überlicherweise als erblich gilt - und diese kann wiederum KPU als Begleitsymptom haben).

Ich bin dabei, das Mitochondropathie-Wiki zu bearbeiten , in den letzten Tagen ist einiges dazu gekommen. Dort wird in der Hauptsache Kuklinskis erweiterter Mitochondropathie-Begriff dargestellt. Auch Links zu Kuklinski-Artikeln, -Adressen etc. hat's dort. Dieses Wiki ist nur vom KPU-Wiki aus verlinkt, also nicht so leicht zu "finden".

Bei der Beschäftigung damit ist mir auch schon der Gedanke gekommen, dass in einem Forum, dass nach Ursachen sucht, dies ein extra Thema sein könnte (vielleicht kombiniert mit "oxidativem Stress", da gibt es Berührungspunkte).

Das Thema ist komplex - blicke noch nicht annähernd durch, aber hoch interessant.

Gruß
Katew
 
Beitritt
10.01.04
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Hallo Kate,
ich finde es bewundernswert, daß Du Dich an das Thema machst und bin schon sehr gespannt, was Du schreiben wirst.
Ich habe mir gerade das eine Buch von Dr. Kuklinski bestellt; angeblich kommt es morgen....
Gruss,
Uta
 
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14.09.06
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Hallo Boris,

ich selber habe eine starke Histaminintoleranz und weiß nur zu genau, wie sehr das einem beim Leben einschränkt. Bei mir wurde es von einem Tag zum anderem so heftig (drei Monate nach ungeschützter Amalgamblombenentfernung), dass ich bis zum heutigen Tag mindestens einmal pro Tag durch die Hölle gehe. Essen ist einfach essentiell, da kann man noch soviel von Histaminvermeidung reden wie man will. Überall gibt es Essen, riecht es nach Essen, essen Leute um einem herum, es ist furchtbar. Erst recht dann, wenn man ein besonderes Verhältnis zum Essen hat und es nicht als bloßes Sättigungsmittel ansieht, sondern es auch mit Sinnlichkeit verbindet. Das fällt bei mir z.B. weg, kann mit meinem Essen nur noch versuchen, dass ich halbwegs satt werde und bei dem Wenigem was ich noch vertrage ist das kaum möglich. Das alles hat Auswirkungen auf die Psysche und das Lebensgefühl. Früher war ich sportlich, jetzt fällt mir nach dem Essen der Gang zur Toilette schon äußerst schwer. Ich sag immer, eigentlich müßte ich Rente bekommen, so arbeitsunfähig ich mittlerweile bin. Und da kommt man dann zum Thema Arbeit. Seit dieser heftigen Symptome unter denen ich leide, kann ich nicht mehr arbeiten. Alles richtet sich nach meinem Befinden. Muss ich Einkaufen, kann ich das nur mit nüchternem Magen, also gleich morgens nach dem Aufstehen tun und bin dann spätestens nach hundert Metern Schlepperei fix und fertig. Auch mein Privatleben ist komplett ruiniert. Könnte quasi nur morgens nüchtern zu irgendjamden fahren und mich mal mit Freunden zu treffen, was ich aber mittlerweile auch nicht mehr mache, weil erstens kein Verständnis für mich und meine Situation vorhanden ist (mir glaubt keiner) und zweitens auf dem Tisch meist immer Kaffee oder Tee mit Kleinigkeiten zum Essen steht. Und ich darf dann mal wieder nur riechen. Das Schlimmste aber an dem Ganzen ist, dass ich nicht weiß, wie es jemals besser werden soll? Kein Arzt hilft einem, im Gegenteil ständig bekommt man zu hören, dass es wohl nicht ganz so schlimm sein kann.

Tja, momentan echt ein Scheißleben irgendwie, hätte auch nie gedacht, dass ich mal so lebe, so agil und sportlich ich war.

LG
Marlon
 
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14.05.05
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Hallo Marlon
So schlimm wie Du es jetzt beschreibst ist es aber denn doch nciht.
Ich für meinen Teil bin froh, dass ich jetzt weiß, woher meine Beschwerden kommen, ich kann ihnen jetzt endlich aus dem Weg gehen.
Wenn mich einmal wieder Depressionen zu überkommen drohen, dann denke ich an all die Kinder, die wegen Diabetes schon im Kindesalter auf ihre Diät achten müssen. Dann komme ich mir sehr albern vor, weil ich als Erwachsener doch schon sehr viel besser mit irgendwelchen Diätvorschriften auskommen sollte, als zB. ein 10jähriger.
Essen ist nicht unbedingt unser Lebensinhalt, wer sich trotzdem ganz auf dieses Vergnügen festlegt, wird unweigerlich Schiffruch erleiden.
Aber mit ein paar Einschränkungen auf dem kullinarischen Gebiet, lernen wir vielleicht, uns wieder auf das Wichtige zu konzentrieren.

Liebe Grüße
Gaby

PS: Bring doch zu Einladungen Sachen mit, die Du auch verträgst.
Darüber würden sich auch die Gastgeber sicherlcih freuen.
 
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14.05.05
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Hallo Boris
Ein Nachtrag
Meine Beschwerden haben sich erst gebessert, als ich mir überlegt habe, woher die Histaminintoleranz kommen könnte.
Bei mir liegt der Grund im Darm, in dem auch die durch die Nahrung aufgenommenen Histamine aktiv werden.
Ich kann diesen Werdensgang sehr gut nachvollziehen.
Meine heutige Vermutung ist die, dass durch eine Glutenunverträglichkeit (Sprue) meine Darmschleimhaut in den Jahren so geschädigt wurde, dass sich dadurch auch alle möglichen anderen Unverträglichkeiten dazugesellt haben, die den Darm ganz enorm schädigen.
Eine Besserung ergibt sich nur durch eine ganz spezifische Diät, die sich aus den Erkenntnissen der Blutgruppendiät und der SCD-Diät zusammensetzt, zusätzlich zu den ganz speziellen Allergien, die man hat.
Alles, was dem Darm gut tut, verringert die Symptome. Ganz speziell die histaminarme Diät, Einnahme von Q10, das die Verarbeitung des Histadins verhindert, was wiederum zum Aufbau von Histamin führt, Einnahme von Vitamin C und Zink, was allergische Reaktionen verringert und damit wiederum die Bildung oder Freisetzung von Histamin verhindert.
Im Zetrum steht aber immer der Darm, wenn er funktioniert, haben wir keinerlei Beschwerden.
Es gilt die grundlegende Allergie zu finden, die den Darm schädigt und alle Folgeerkrankungen nach sich zieht.
In meinem Fall ist es wohl Gluten.

Wünsche Dir viel Glück mit nachfolgenden Diäten

Liebe Grüße
Gaby
 
Themenstarter
Beitritt
23.01.07
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Hallo Marlon

Ich kann die Aussage von Gaby "so schlimm ist es dann doch nicht" nicht ganz mit Ihr teilen. Ich kann mir sehr gut vorstellen wie es Dir im Moment ergeht. Bei mir ist es auch nicht besser. Es gibt Wochen da gehe ich 4 Tage am Stück nicht aus dem Haus. Nicht weil ich dazu keine Lust habe, nein, weil es einfach nicht geht. Wenn ich keine Familie (Frau und Eltern) hätte die mich in allen Bereichen unterstützen wäre ich definitiv nicht mehr in der Lage mich selbst zu versorgen. Wenn das die Ärzte auch anders sehen, da ich nach außen einen sehr vitalen und gesunden Eindruck mache. Mir ist oft über Tage sterbens elend und Ausflüge in eine Depression sind da eher ein Nebenschauplatz. Das mit dem Essen kann ich auch gut nachvollziehen. Ich kann nicht einmal mit Gewissheit sagen, dass bei mir die HI die Ursache ist, so weit bin ich noch nicht. Eine eindeutige Diagnose ist auch hier nicht zu erwarten. Bei mir sind die Probleme am stärksten wenn ich von der Toilette komme. Mein Blutdruck fällt da regelmäßig auf Wert von unter 90/50mmHg, Puls 50 was für einen Mann schon recht niedrig ist. Zum sterben reichts aber nicht, auch wenn es sich oft danach anfühlt. In diesem Formum haben uns viele einiges voraus. Die meisten hier haben mit div. Mittelchen und Diäten eine Besserung ihrer Beschwerden erfahren. Dieses Erfolgserlebnis steht bei uns noch aus.

Gruß
Boris
 
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14.09.06
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Hallo Gabi,

ich muß mich doch sehr über deinen "Beitrag?" wundern. Ich dachte, in diesem Forum ist man vor der nicht auszusterbenden Ignoranz, Arroganz, die sonst den Ärzten vorbehalten ist, verschont. Von dir wurde ich eines besseren belehrt, vielen Dank!

Wie kommst du eigentlich dazu meinen Gesundheitszustand, meine täglichen Beschwerden und unerträglichen Schmerzen und Organstörungen zu ermessen, zu beurteilen??? Wie kommst du dazu? Du ahnst nicht mal, was ich durchmache, und glaube mir, das ist jetzt kein Selbstmitleid!

Wegen genau solcher Äußerungen übrigens gehe ich nur noch sehr ungern zu Einladungen und treffe mich mit angeblichen Freunden, die doch so viel besser über mich und meiner verkorksten Gesundheit Bescheid wissen. Die schier einfach nicht glauben können, dass ich nur Karotten und Äpfel essen kann und mich mit einem Schulterklopfen auffordern doch mal eine Schrippe zu probieren, wirst doch nicht gleich dran sterben. Das übrigens, liebe Gabi, ist der Grund warum ich solche Treffen meide. Hättest du meinen Beitrag gelesen, hättest selbst du das kapiert. Natürlich könnte ich mir meine Karotten und Äpfel mitnehmen, danke auch für diesen Tipp, darauf wäre ich in 10 Jahren nicht gekommen.

Ich schreibe: Kein Arzt hilft einem, im Gegenteil ständig bekommt man zu hören, dass es wohl nicht ganz so schlimm sein kann.
Und du antwortest: So schlimm wie Du es jetzt beschreibst ist es aber denn doch nciht.
(Klingt ja fast so, als würde ich mich nur zu blöd anstellen).

Cool ...

PS: ESSEN UND TRINKEN IST LEBENSINHALT ALLER LEBEWESEN AUF DIESEN PLANETEN. ES SOLL SOGAR LEBEWESEN GEBEN, DIE DEN GANZEN TAG DAMIT BESCHÄFTIGT SIND IHR ESSEN ZU SUCHEN, ZU SAMMELN UND ZU VERZEHREN ...
www.ernaehrgesund.de/artikel/gesunde/trieb.html
 
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14.05.05
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Hallo Marlon
Glaube mir, ich kenne Deinen Zustand und Deine Empfindungen zur Genüge.
Meine Beschwerden begannen vor mehr als 30 Jahren, mein ganzes Leben mußte sich danach richten.
Hätte ich damals schon gewußt, was ich heute weiß, wäre mir sehr viel erspart geblieben.
Heute gibt es aber die Themen Amalgam, Histamin, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und zB. Borreliose schon.
Ich habe mich nur über die Jahre retten können mit der Mayr-Kur, die ich mindestens jedes Jahr machte.
Ich wußte nicht, warum sie mir half, aber ich wußte, dass da in meinem Darm etwas völlig schief lief.
Auch mir waren keinerlei Ausflüge oder Einladungen möglich, wollte ich sie machen, dann mußte ich eben den Tag vorher und den betreffenden Tag hungern.
Auch sehr schief gelaufene Festivitäten sind mir nciht fremd, möchte nicht so wirklich darauf eingehen.
Über die Jahre habe ich mir einiges an Wissen über alternative Heilmöglichkeiten angeeignet, nur mit ihnen war es mir möglich, den Alltag zu meistern.
Glaube mir, ich steckte mehr in tiefen Löchern als ich aus ihnen herausschauen konnte.
Heute gelingt mir mein Leben, indem ich das, was ich mir über die Jahre angeeignet habe, in meinen alltäglichen Ablauf einbaue.
Ich pendle jedes Nahrungsmittel aus, ebenso jedes Medikament oder Nahrungsergänzungsmittel.
Über all diese Themen gibt es heute sehr viel im Netz, dass man sich informieren kann.
Ich mußte damals bei Null anfangen, trotzdem gelang es mir, einen Weg aus dem Dilemma zu finden.
Und wenn Dir die histaminfreie Diät und Antihistaminika und das Coenzym Q10 keine Erleichterung bringen, vielleicht auch noch das PelLind, dann solltest Du Dich nicht so sehr auf eine HI festlegen, daneben gibt es leider auch noch viel mehr.
Mich quält ebenso die Laktoseintoleranz und die Fruktoseintoleranz.
Ich vertrage kein Gluten, keinerlei Getreide.
Ich vertrage kein Kasein, also keilerlei Milchprodukte.
Das weiß ich alles erst seit kurzem, dank diesem Forum.
Meine Diät mit der ich mich wohlfühle ist die der SCD-Diät, allerdings noch sehr viel eingeschränkter als diese ohnehin schon ist.
Aber es geht mir seit vielen Monaten sehr viel besser als vorher, ich habe keinerlei oder nur noch ganz selten Verdauungsprobleme.
Ich kann wieder Einladungen annehmen, ins Kino oder ins Konzert gehen. Ich kann mir für den ganzen Tag etwas vornehmen, das war früher undenkbar.
Aber um das zu erreichen, muß ich eine sehr strenge Diät einhalten, aber das tue ich gerne, da ich die Alternative kenne.
Essen ist nicht alles, aber wenn Du es zu Deinem Lebensinhalt machen willst, dann kann Dir niemand helfen.
Lebensinhalt war das Essensuchen früher einmal, als nur sehr wenig zu finden war.
Heute ist das Angebot unbeschreiblich und für uns Menschen einfach nur krankmachend.
Kennst Du den Film"Das große Fressen" ?
Der sollte einen zum Nachdenken anregen, wir leben nicht um zu essen, sondern wir essen, um zu leben. Dann sollte aber unsere Nahrung uns angepasst und damit verträglich sein.
Ich wünsche Dir, dass Du für Dich ganz speziell herausfindest, was Du verträgst und was nicht, bzw. woran Du wirklich leidest.

Liebe Grüße
Gaby
 
Themenstarter
Beitritt
23.01.07
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Hallo zusammen

jetzt muss ich diesen thread doch nochmals aufgreifen. Obwohl ich mit meinen HA über die unterschiedlichen Diagnosemöglichkeiten (DAO, Methylhistamin im 24h Urin...) gesprochen habe wurde jetzt doch nur der normal Histaminspiegel im Plasma untersucht.
Ergebnis:

c-ANCA/Proteinase-3- = 3,5 E/ml (Grenzwert <20,0)


Lt. seiner Aussage habe ich kein HIT. Was mich nur wundert ist, dass es sich bei dieser Messung doch nicht einmal um Histamin sondern vielmehr um Antikörper gegen Histamin handelt. oder? Weiter kommt m.E, dazu, dass die Blutabnahme um 7:30 Uhr morgens stattgefundent hat. Also kurz nach dem Aufstehen und dazu noch nüchtern. Ist es nicht so dass Histamin über die Nacht faktisch gegen null geht und erst morgens langsam wieder ansteigt?
Vielleicht kann hierzu jemand was sagen

Ein weiter Frage hätte ich auch noch. Und jetzt bitte keine Belehrung dass man sowas auch nicht macht. Heute morgen habe ich 2 Stück Pizza (ca. 2 Tage schon im Kühlschrank) wieder aufgewärmt und logischerweise auch gegessen. Ist normalerweise nicht mein Frühstücksfavorit aber mir war halt danach und (Lt. dem Doc habe ich ja keine HIT ;) ) OK, gesagt getan ging es mir ca 2 Stunden später sowas von hunde elend dass ich echt dachte mit mir geht es zu ende. Mittlerweile habe ich mich wieder ein wenig aufgerappelt doch ist ein Tag der so beginnnt nicht mehr zu retten. Jetzt aber meine eigentliche Frage. Ist jemandem von euch schon einmal aufgefallen dass der Urin in einem solchen Zustand einen ganz eigenen Geruch hat. Der Geruch ist schwer zu beschreiben. Ich vergleiche es immer sehr gerne mit dem Geruch einer Bierbrauerei so nach fermentierter Gerste und Hefe.

Vorab vielen Dank an Euch

Grüße
Boris

PS: Auffällige Wert der letzten Untersuchung aber lt. meinem HA ohne Bedeutung:

Candida serologie IgG 1:320 (Gernzwert <1:160)
also eine Verdünnungsstufe drüber noch nachweisbar.

Coxsackie AK/KBR 1:40 (Grentzwert <1:10)
also 2 Verdünnungsstufen drüber noch nachweisbar
 
Beitritt
14.05.05
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Hallo Boris
Vor ein paar Wochen war ich in einem Vortrag von Dr. Kofler, in dem es auch um verschiedene Studien ging, die die Histaminintoleranz durch den zu geringen Wert der DAO belegen sollten.
http://www.kofler-haut.at/
Es ergab sich aber keinerlei Zusammenhang zwischen beiden.
Nach meinen Erfahrungen hängt die Reaktion auf Histamine in der Nahrung von sehr vielen verschiedenen Faktoren ab. Ich wundere mich auch immer wieder, wie unterschiedlich ich darauf reagiere.
Pflege ich meinen Darm, indem ich mich nach allen mir bekannten Unverträglichkeiten richte und die für mcih richtigen Heiltees trinke, dann vertrage ich auch so manche Portion Histamin, vernachlässige ich dieses aber, dann spüre ich sofort die Reaktionen darauf.
Übrigens geht es mir, wenn ich zuviel Histamin konsumiert habe, meistens in der Nacht und am Morgen besonders schlecht.
Mein Rezept für den Umgang mit der HI ist folgendes:
Neben dem Vermeiden desselben,
Einnahme von Zink,
ebenso Vitamin C,
sowie Coenzym Q10.
Um den Darm zu heilen, trinke ich immer wieder Salbei-, Ringelblumen-, Schafgarben- und Melissentee.
Auf diese Weise kann ich mir heute auch mal einige Ausrutscher leisten, wie den Konsum von Wein oder meinem geliebten Lakritz.
Mit den Jahren habe ich mich damit abgefunden, dass ich sehr viel mehr tun muß, um mich wohlzufühlen, als ein "Normalsterblicher".
Ich nehme auch immer wieder Schüßler Salze (in meinem Fall wegen der LI in Form der homöopathischen Globuli), wenn es mir einmal schlecht geht. Sie helfen sehr gegen die Beschwerden, die die HI hervorruft.
Übrigens riecht mein Urin bei Beschwerden auch anders.
Früher hatte ich auch eine Mikrohämaturie, die ich schon allein durch die Farbe des Urins erkennen konnte, heute ist sie verschwunden.
Immer, wenn ich die Schmerzen, ausgelöst durch das Histamin, im ganzen Körper hatte, konnte ich auch die Mikrohämaturie beobachten.
Ich glaube, dass alle Schleimhäute gegenüber dem Histamin sehr empfindlich sind, da auch gleichzeitig bei mir immer Zahnfleischbluten auftrat.
Nur, wenn ich meinen Darm pflege, habe ich kaum noch Beschwerden durch die HI.
Das ist aber ein sehr umfangreiches Thema, Jeder hat seine eigenen Unverträglichkeiten. Nach meinen Erfahrungen, spielt da auch die Blutgruppe eine Rolle.

Ich hoffe, Du findest einen Weg, mit der Hi zurechtzukommen.

Liebe Grüße
Gaby

PS:
Kennt von euch jemand das Symptom dass man immer seine Gelenke überdehnt. Um die innerliche Anspannung/Schmerzen entgegen zu wirken überdehne ich immer (ohne aktiven Willen) meine Fuss und Fingergelenke.
Das ist bei mir eine Reaktion auf eine Unverträglichkeit. Seit ich Gluten und Milchprodukte vermeide, spüre ich diese Anspannung nicht mehr. Ich fühlte es wie dieses restless legs syndrom. Diese Unfähigkeit, still zu sitzen, seine Gliedmaßen nicht zu bewegen.
Wäre ich gezwungen, bei diesem Gefühl mich nicht bewegen zu dürfen, würde ich, glaube ich, explodieren.
Es ist erst verschwunden, seit ich höchstens 3 mal pro Woche, actimell zu mir nehme.
Sonst keinen Käse, keine Milch, kein Joghurt oder sonstige Milchprodukte.
 
Beitritt
12.11.08
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Ich hol den Thread mal hoch..

habe genau die gleiche Symptomatik seit Jahren!
Exakt das was hier beschrieben wird ist auch mein Problem!
 
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