Wie mit der gewaltfreien Kommunikation alles schlimmer werden kann.

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Ich hatte vor vielen Jahren einmal ein Seminar besucht, indem es um die gewaltfreie Kommunikation gegangen ist. Mir hat der Ansatz damals durchaus zugesagt. Es hat aber auch ein Aber gegeben, wofür ich anfangs noch keine Worte gefunden habe.

Im Laufe der Zeit habe ich dann festgestellt, hier fehlt mir noch etwas. Die gewaltfreie Kommunikation, wenn sie falsch gelernt wird, ist nicht mehr als ein Sprachmodel. Die eigenen Lebenserfahrungen, Verletzungen und Lebenserwartungen sind aber mehr als das.

Anschaulich formuliert hat es für mich der Kommunikationstrainer Markus Fischer. Auch das wird vielleicht noch nicht das Ende der Fahnenstange sein, aber es ist eine Weiterführung von dem, was bisher gelehrt worden ist . . .

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Die Aussagen in dem Video finde ich sehr differenziert und einleuchtend. Ich denke, dass Markus Fischer da einen wichtigen Punkt anspricht.

Eine Kernaussage ist wie ich es verstanden habe, dass es nicht hilfreich ist, die GK "stumpf" als Sprachmodell anzuwenden, ohne dass eine entsprechende Haltung (tatsächliche Empathie) dahinter steht, da es dann nicht authentisch ist und wirkt. Die Haltung wiederum kann man sich nicht in einem Wochenendkurs aneignen, weil da mehr dahinter steckt (die ganze eigene Entwicklung). Für die "Vorarbeit" (Selbst-Reflexion) könne man die Methode aber nutzen. (Wie, ist mir noch nicht ganz klar, aber dazu braucht man wohl auch Anleitung).

Ich habe selbst mal versucht, die Methode "stumpf" und mechanistisch nach Schema anzuwenden (noch dazu habe ich nur ein Buch gelesen, keinerlei Kurs mit Übungen gemacht). Das hatte bestimmt eine gewisse Komik trotz ernsten Themas und die Reaktion des Gegenübers war auch interessant (die Irritation hat zu extremen Reaktionen geführt, die letztlich etwas peinlich bzw. bloßstellend waren für diesen Menschen) - aber hilfreich war es nicht.

Wie Markus Fischer im Video auch andeutet, wird er mit diesen Gedanken vermutlich eine bestimmte "Fraktion" nicht erreichen. Es gibt heute nach meinem Eindruck eine Menge Menschen, die recht mechanistisch an emotionale Problemfelder herangehen, dazu zähle ich teils auch im weitesten Sinne "Suggestionsmethoden" (man "klopft sich was ein" 🔨 und dann wird man ein ganz anderer Mensch.

Danke für das Video, @Iris 10.
 
Sich zu verstellen und anders zu reden, als man denkt und fühlt, ist in meinen Augen eine Kriegsstrategie und wird den alten Stinker Mensch kein bisschen verbessern. Genauso wenig lassen sich Geschlechtsunterschiede durch die Sprache einebnen, das sind alles Hirngespinste aus dem universitären Bereich.
 

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