Ich frage mich manchmal, ob bei dem Thema Elektrosmog wirklich eine starke gesundheitliche Relevanz oder eher Abzocke dahinter steht.
Ich wurde nach dem Abi statt Zoologe Funkmechaniker, da ich als Sohn selbständiger Eltern (also Klassenfeind!) in der DDR nicht studieren durfte, machte den Meister und führte einen Reparaturbetrieb für Heimelektronik. Die Herpetologie wurde Hobby. Weder ich noch einer meiner Gesellen/Lehrlinge litt an typischen Krankheiten und diese sind mir auch von meinem Mitbewerbern nicht bekannt. Dies, obwohl wir damals vorwiegend an Röhrengeräten, die mit hohen Spannungen (16-25 KV), Magnetfeldern, eine Vielzahl unterschiedlicher Frequenzen und Ballaströhren, die Röntgenstrahlen erzeugten arbeiteten. Bei letzteren allerdings mit Bleischürzen um eventuellen Nachwuchs zu schützen. Zu den Geräten liefen zumeist in der Werkstatt diverse Messender und ein TV-Sender, da es nicht ganztägig Programme oder ein Testbild gab. Bedenken sollte man ebenfalls, das die defekten Geräte alle unter Spannung liefen und wir mit dem Körper dicht ran mußten, da nur so eine Fehlersuche möglich war. Erwähnen möchte ich auch einen Aufbau, der selbst Elektriker in Staunen versetzte: 2 blanke, knapp 1 m lange Kupferdrähte im Abstand von ca.1 cm auf einem Holztisch liegend an welche nichts angeschlossen war brachten links und rechts ein Glühlämpchen zum leuchten, während es in der Mitte dunkel wurde. Bei einer Glimmlampe war es genau umgekehrt. Um das Rätsel aufzulösen muß man nur wissen, das auf den Drähten sich eine stehende Welle aufbaute. Die hatte eine Spannungsspitze in der Mitte, während an den Enden Stromspitzen vorhanden waren. Dies mal zur Erklärung unter welchen Bedingungen wir damals arbeiteten und wie hoch die Elekrosmogbelastung wirklich war. Ist es nicht verwunderlich, das ich auf die 80 zugehe und etliche Kollegen auch alt wurden? Sicher reagieren Menschen unterschiedlich auf solche Einflüsse. Trotzdem erwartet man doch, das stark schädliche Einflüsse gleichartige Folgen haben, wie z.B. bei Asbest, UV-Strahlen, Radioaktivität, Rauchen, Alkohol usw. bekannt. Zu erwarten wäre, daß der Beruf unter solchen Bedingungen gleichartige Schadbilder erzeugen müsste. Zudem nutze ich seit Jahren Mikrowelle und Induktionsherd, weil ich gern mit beiden Geräten koche. Deshalb meine Zweifel.