Was haltet ihr von diesem Text?

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Hi,

ich habe gerade diesen Text verfasst.Ich möchte ihn mehrfahch ausdrucken und Verwandten/Bekannten geben, um sie über Borreliose aufzuklären.

Ich wäre über Verbesserungsvorschläge, Hinweise auf Rechtschreibe-und Stilfehler sehr dankbar!:)

Borreliose-Aufklärung, Vorbeugungsmaßnahmen

Die Zeckenimpfung schützt nicht gegen Borreliose!


*Die Zeckenimpfung schützt nur gegen die Frühsommer-Meningitis-Erkrankung, eine von FSME-Viren hervorgerufene Infektion.

*Zecken können aber nicht nur FMSE Viren übertragen, sondern auch Bakterien wie Borrelien (Bakterien der Art Borrelia burgdorferi, B.garinii, B.afzeelii, usw.) und andere Bakterien wie Babesien, Bartonellen, Ehrlichien, Rikettsien, usw.(Co-Infektionen) , die ebenfalls zu schweren akuten und/oder chronischen Erkrankungen führen können.

*Eine Borreliose kann eine schwere chronische Infektion auslösen, die nahezu alle Organe des Körpers im Mitleidenschaft ziehen kann (Gehirn, Nerven, Muskel, Gelenke, Haut, Sehnen).

*Eine Borreliose mit Co-Infektion(en) verläuft nachweislich schwerer als eine Borreliose allein und ist auch schwerer zu behandeln.Manche Co-Erreger sprechen gar nicht auf die Antibiotika an, die gegen Borrelien verordnet werden, sondern erfordern andere Antibiotika (insbesondere die Babesien, aber auch die Bartonellen).

*Die Zeckenimpfung schützt nur gegen eine Infektion mit FSME-VIREN, nicht gegen bakterielle Infektionen wie Borreliose, Ehrlichiose, Bartonellose,Babebiose, usw.!

*Gegen Borrelien und Co-Infektionen gibt es KEINE IMPFUNG!

*Nur jede 100.Zecke hat FSME-Viren (im Stechapparat), ABER jede 3.Zecke enthält in manchen Gebieten Deutschlands (z.B. Bayern) Borrelien!!!In Dünen (Strand) aus Holland fand man bei 66% der Zecken Bartonellen!

*Borrelien werden meist erst nach einer Blutmahlzeit übertragen (sie sitzen meist im Darm der Zecke, also im "Bauch").Die Mahlzeit dauert ein paar Stunden, meist 6 bis 12 Stunden, manchmal länger.Deswegen ist es sinnvoll, die Zecke nach dem Stechen so schnell wie möglich zu entfernen.Damit wird das Risiko einer Infektion deutlich reduziert.Wird die Zecke dagegen erst nach 12-24 Stunden entdeckt, steigt das Risiko einer Infektion drastisch an.Nach 48 Stunden ist eine Infektion nahezu sicher (bei einer infizierten Zecke natürlich).

*Deswegen ist es empfehlenswert, in der warmen Saison -sprich ab 7-8 Grad Celsius, da ab dieser Temperatur Zecken aus dem Winterschlaf erwachen- den Körper JEDEN TAG sorfältig und gründlich nach krabbelnden und saugenden Zecken zu untersuchen und die Zecken rechtzeitig und richtig zu entfernen.

*die Zecke soll beim Entfernen weder betäubt noch gequetscht werden, denn sie würde im Todesangst den Darminhalt in die Wunde hinein würgen und damit auch die Borrelien. Betäuben Sie also die Zecke weder mit Öl noch Nagellack oder so was und benutzen Sie nicht ihre Finger, um sie zu entfernen.Nehmen Sie stattdessen eine feine Splitterpinzette -keine Zeckenstange aus Plastik, da die Enden zu groß sind- und entfernen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Wunde, ohne den Bauch zu quetschen.Danach genügt es, die Wunde mit Alkohol zu desinfizieren.

*Notieren Sie den Zeitpunkt des Zeckenstiches (Datum, Uhrzeit) im Kalender.

*Sie können evtl. die Zecke zur PCR-Untersuchung in ein Speziallabor schicken.Damit lässt sich sagen, ob die Zecke Borrelien enthält oder nicht.Die Zecke könnte allerdings trotz negatives Ergebnis Borrelien enthalten.Diese Tests sind also nicht 100% zuverlässig.

*Wenn Sie ein paar Tage oder Wochen nach dem Zeckenstich eine rote Stelle (Erythema migrans) um die Wunde beobachten (eine Rötung unmittelbar nach dem Stich weist eher auf eine allergische Reaktion hin) und/oder wenn Sie Symptome einer Grippe entwickeln (Kopf-, Gelenk-, Muskelschmerzen, Fieber, usw.), dann sollten Sie SOFORT einen Arzt aufsuchen, der Ihnen ein Antibiotikum verschreiben wird.

*Bitten Sie den Arzt darum, sie nach den Vorgaben der Deutschen Borreliose Gesellschaft zu behandeln.Nur eine ausreichend hoch dosierte, lange Antibiose kann die vollständige Eliminierung der Borrelien gewährleisten.

* Borrelien vermehren sich alle 12-24 Stunden, also deutlich langsamer als andere Bakterien (Streptokokken z.B. vermehren sich alle 20-30 Min) und erfordern deswegen eine längere Antibiose-Dauer als übliche bakterielle Infekte.Die Deutsche Borreliose Gesellschaft empfiehlt deswegen im Frühstadium mindestens 4 Wochen lang zu therapieren (statt 2-3 Wochen, wie üblich), evtl. länger, wenn die Symptome länger bestehen.

*Untersuchungen zufolge (Dr.Berghoff, Rheinbach) sind die Heilungsschancen mit Antibiotika im Frühstadium bei ca.90%.Allerdings werden 80% der Kranken, die in den 4 ersten Wochen nach dem Stich nicht ordentlich oder gar nicht behandelt wurden, chronisch krank.Um so früher Sie ein Antibiotikum bekommen, um so höher sind also ihre Heilungsschancen!

*Antikörper gegen Borrelien bildet das Immunsystem erst 3-4 Wochen nach dem Stich.Ein negativer ELISA Test vor dieser Frist schliesst also keinesfalls eine aktive Borreliose aus!!!

*Ein Erythema migrans (Wanderröte = rote Stelle um die Stichwunde) bildet sich wissentschaftlichen Untersuchungen zufolge nur bei ca. 50% der Kranken!!! Symptome nach einem Zeckenstich wie "Grippe", Schmerzen, Müdigkeit können also auf eine aktive Borreliose hinweisen, auch wenn kein Erythema migrans vorliegt!!!

*Ein Erythema migrans ist ein spezifisches Symptom für eine aktive Borreliose. Ein ELISA Test (Serologie= Antikörper) ist in diesem Fall überflüssig, vor Allem wenn der Zeckenstich nicht länger als 3-4 Wochen zurückliegt! Ein EM erfordert eine sofortige Antibiose!

*Eine seronegative Borreliose ist möglich. Borrelien können sich vor dem Immunsystem verstecken (intrazellulärer Aufenthalt, Faktor H: Bindung von menschlichen Proteinen auf die Oberfläche der Bakterien), es so schwächen, daß es keine Antikörper bilden kann.Ein negativer Antikörpertest (ELISA/WESTERBLOT) schliesst deswegen keine aktive Borreliose aus!!!

*Im Frühstadium zeigt ein LTT (Lymphozytentransformationstest) laut Untersuchungen von Prof.von Baehr eine aktive Borreliose in ca. 90% der Infektionsfälle an.Ein LTT zeigt eine aktive Borreliose in der Regel 10 Tage nach dem Zeckenstich (Dr.Hopf-Seidel, Ansbach).Der LTT ist eine IGEL-Leistungen (100-150 €).

*Borrelien können sich überall im Körper verbreiten, alle Organe befallen (Gehirn, Nerven, Muskel, Haut, Gelenke, Sehnen).Dort rufen sie starke Entzündungen hervor, die sich u.a.durch sehr starke Schmerzen (Kopf, Gelenke, Nerven, Muskel), kognitiven Störungen ( Konzentrationsschwäche, Schwindel, Gedächtnisschwäche, usw.), neurologischen Störungen (Taubheitsgefühle, Lähmungen, Kribbeln, usw.) äussern und/oder eine starke Müdigkeit, die oft zur Arbeitsunfähigkeit führt.

*Im chronischen Stadium sind laut Deutsche Borreliose Gesellschaft ca. 50% der Patienten unheilbar.Gründe dafür sind mehrfache Persistermechanismen der Borrelien wie Zystenformen, Leben im Biofilmen, Schwächung des Immunsystems, usw. Aus diesem Grund sind aktive Vorbeugungsmaßnahmen bzw. die rechtzeitige und ausreichende Behandlung einer Frühborreliose äußerst sinnvoll.

*Bei Borreliose ist Vorbeugen deswegen besser als Heilen, denn Heilen ist nicht immer möglich und das Leid kann immens sein.Jeder kann selbst auf einfache Weise dazu beitragen, dass er das Risiko einer Infektion bei sich und seinen Kindern so gering wie möglich hält.Eltern können dafür sorgen, dass ihre Kinder vor dieser Infektion verschont bleiben.Dafür ist die sorgfältige Untersuchung des Körpers nach einem Aufenthalt im Grünen (auch Garten, Freibad!) bei Temperatur über 7-8 Grad und die rechtzeitige und fachgerechte Entfernung der Zecke eine einfache, billige und schnelle Möglichkeit.Ohne diese Maßnahme ist das Risiko einer Infektion deutlich grösser und somit auch einer schweren, chronischen Infektion.Nehmen Sie sich jeden Tag diese Zeit in der warmen Saison gehen Sie nicht abends ins Bett ohne vorherige Untersuchung des Körpers!!!

*Zecken können überall am Körper stechen (Zecken beissen nicht, sie haben keine Zähne), auch an versteckten Stellen wie Kniekehlen, Hals, Ohren, Augenlider, Kopfhaut, Genitalien, usw.
Sie stechen aber auch gerne an gut sichtbaren Stellen wie Beine, Bauch, Arm, Rücken.

*Die Untersuchung des Körpers soll deswegen sehr sorgfältig sein, keine Stelle auslassen.

*In Haaren von Kindern können Zecken mit einer LED-Lampe und einem Kamm, der gegen die Haarwachsrichtung gebürstet wird, gut sichtbar gemacht werden.Auf dunklen Haaren sind schwarze/graue/braunen Zecken sonst kaum zu sehen.

*Nymphen, die kaum mehr als 1-2 mm (millimeter) groß sind, sind laut Dr.Hopf-Seidel für ca. 70% der Infektionen zuständig.Eine kleine Zecke bedeutet also nicht ein kleineres Risiko, im Gegenteil.Große, erwachsene Zecken (1/2-1 cm groß) stechen sehr selten .

*Trotz dieser Maßnahmen kann ein Zeckenstich unbemerkt bleiben und eine Infektion kann erfolgen.Gehen Sie dann sofort zum Arzt, wenn Sie eine verdächtige rote Stelle am Körper im Frühjahr/Sommer/Herbst entdecken oder eine Grippe zu einer ungewöhnlichen Zeit (z.B. im Sommer) entwickeln. Eine Antibiose im Frühstadium ist in diesem Fall der beste Schutz vor einer schweren, chronischen Borreliose.

*Der Wissenstand über die Borreliose ist unter Ärzten leider dramatisch niedrig.Es könnte für Sie von Vorteil sein, wenn sie Informationsmaterial zur Borreliose zur Beratung mitnehmen würden und sie dem Arzt zeigen würden.Die Leitlinien der Deutschen Borreliose Gesellschaft, die leider nicht den aktuellen Leitlinien der anderen Fachgesellschaften entsprechen, sind auf jeden Fall zu empfehlen.Für weitere Informationen sind die Internetseiten von Dr.Walter Berghoff, von Dr.Wolfgang Klemann und Dr.Hopf-Seidel auch sehr empfehlenswert.

Empfehlenswerte Literatur:

Dr.Hopf-Seidel
Krank nach Zeckenstich

Jutta Zacharias
Lyme Borreliose: Medizinische Kontroversen - Fakten, Mythen und Verwirrungen

Leitlinien der Deutschen Borreliose Gesellschaft:

https://www.borreliose-gesellschaft.de/Texte/Leitlinien.pdf

Deutscher Borreliose Bund:

Startseite

Haftungsausschluss: Ich bin selbst seit 2008 an Borreliose chronisch erkrankt und leide infolgedessen unter täglichen Kopf-und Gelenkschmerzen.Ich bin nur medizinischer Laie ohne jegliche medizinische Ausbildung und kann deswegen weder für die Richtigkeit der oben gemachten Angaben noch für die Folgen, die aus der Lektüre dieser Angaben resultieren würden (Vorbeugungsmaßnahmen, Antibiosen) haften.Die oben genannten Aussagen dienen nur der allgemeinen Aufklärung und können deswegen keineswegs die Beratung und Behandlung durch einen Arzt ersetzen.Falls Sie bei sich oder ihren Kindern Symptome einer Borreliose beobachten bzw. eine aktive Borreliose vermuten sollen Sie so schnell wie möglich einen Arzt ihres Vertrauen aufsuchen!Für die Folgen einer Zeckenentfernung oder Antibiose nach den oben genannten Angaben kann ich nicht haften.

Mit freundlichen Grüssen
 
wundermittel
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01.11.08
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Hi!
find ich gut, hast Du Dir ganz schön Mühe gemacht, ist ne gute Idee! Ich hab ein paar "Sie" entdeckt, die klein geschrieben waren und ein paar Formulierungen, die ich anders machen würde. Hab das rot gefärbt.
Aber schreib doch noch mit rein, dass nicht nur Zecken Borreliose übertragen können, sondern auch Stechmücken und Bremsen. So wars bei mir, sonst wär ich wohl schon früher drauf gekommen, was ich hab.
Und evtl. noch, dass die Leute sich ihre Blutergebnisse aushändigen oder kopieren lassen sollen.
Ich hab ne Weile überlegt, ich glaub, man schützt sich vor und nicht gegen eine Borreliose.
lg
Minnie


Zitat:
Borreliose-Aufklärung, Vorbeugungsmaßnahmen

Die Zeckenimpfung schützt nicht vor Borreliose!

*Die Zeckenimpfung schützt nur vor der Frühsommer-Meningitis-Erkrankung, einer von FSME-Viren hervorgerufene Infektion.

*Zecken können aber nicht nur FMSE-Viren übertragen, sondern auch Bakterien wie Borrelien (Bakterien der Art Borrelia burgdorferi, B.garinii, B.afzeelii, usw.) und andere Bakterien wie Babesien, Bartonellen, Ehrlichien, Rikettsien, usw.(Co-Infektionen), die ebenfalls zu schweren akuten und/oder chronischen Erkrankungen führen können.

*Eine Borreliose kann eine schwere chronische Infektion auslösen, die nahezu alle Organe des Körpers im Mitleidenschaft ziehen kann (Gehirn, Nerven, Muskel, Gelenke, Haut, Sehnen).

*Eine Borreliose mit Co-Infektion(en) verläuft nachweislich schwerer als eine Borreliose allein und ist auch schwerer zu behandeln. Manche Co-Erreger sprechen gar nicht auf Antibiotika an, die gegen Borrelien verordnet werden, sondern erfordern andere Antibiotika (insbesondere Babesien, aber auch Bartonellen).

*Die Zeckenimpfung schützt nur vor einer Infektion mit FSME-VIREN, nicht vor bakteriellen Infektionen wie Borreliose, Ehrlichiose, Bartonellose, Babebiose, usw.!

*Gegen Borrelien und Co-Infektionen gibt es KEINE IMPFUNG!

*Nur jede 100.Zecke hat FSME-Viren (im Stechapparat), ABER jede 3.Zecke enthält in manchen Gebieten Deutschlands (z.B. Bayern) Borrelien!!! In Dünen (Strand) aus Holland fand man bei 66% der Zecken Bartonellen!

*Borrelien werden meist erst nach einer Blutmahlzeit übertragen (sie sitzen meist im Darm der Zecke, also im "Bauch"). Die Mahlzeit dauert ein paar Stunden (meist 6 bis 12 Stunden, manchmal länger). Deswegen ist es sinnvoll, die Zecke nach dem Stechen so schnell wie möglich zu entfernen. Damit wird das Risiko einer Infektion deutlich reduziert. Wird eine Zecke dagegen erst nach 12-24 Stunden entdeckt, steigt das Risiko einer Infektion drastisch an. Nach 48 Stunden ist es nahezu sicher, durch eine borrelien-infizierte Zecke an Borreliose zu erkranken.

*Deswegen ist es empfehlenswert, schon ab 7-8 Grad Celsius -da ab dieser Temperatur Zecken aus dem Winterschlaf erwachen- den Körper JEDEN TAG sorfältig und gründlich nach krabbelnden und saugenden Zecken zu untersuchen und die Zecken rechtzeitig und richtig zu entfernen.

*die Zecke soll beim Entfernen weder betäubt noch gequetscht werden, sie würde in Todesangst den Darminhalt in die Wunde hinein würgen und damit auch die Borrelien. Betäuben Sie also die Zecke weder mit Öl noch Nagellack oder ähnlichem und benutzen Sie nicht ihre Finger, um sie zu entfernen. Nehmen Sie stattdessen eine feine Splitterpinzette -keine Zeckenzange aus Plastik, da die Enden zu groß sind- und entfernen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Wunde, ohne den Bauch zu quetschen. Danach genügt es, die Wunde mit Alkohol zu desinfizieren.

*Notieren Sie den Zeitpunkt des Zeckenstiches (Datum, Uhrzeit) im Kalender.

*Sie können evtl. die Zecke zur PCR-Untersuchung in ein Speziallabor schicken. Dort kann untersucht werden, ob die Zecke Borrelien enthält. Allerdings muss erwähnt werden, das diese Tests nicht 100% zuverlässig sind. Die Zecke könnte trotz negativen Ergebnis Borrelien enthalten.

*Wenn Sie ein paar Tage oder Wochen nach dem Zeckenstich eine rote Stelle (Erythema migrans) um die Wunde beobachten (eine Rötung unmittelbar nach dem Stich weist eher auf eine allergische Reaktion hin) und/oder wenn Sie Symptome einer Grippe entwickeln (Kopf-, Gelenk-, Muskelschmerzen, Fieber, usw.), dann sollten Sie SOFORT einen Arzt aufsuchen, der Ihnen ein Antibiotikum verschreiben wird.

*Bitten Sie den Arzt darum, Sie nach den Vorgaben der Deutschen Borreliose Gesellschaft zu behandeln. Nur eine ausreichend hoch dosierte, lange Antibiose kann die vollständige Eliminierung der Borrelien gewährleisten.

*Borrelien vermehren sich alle 12-24 Stunden, also deutlich langsamer als andere Bakterien (Streptokokken z.B. vermehren sich alle 20-30 Min) und erfordern deshalb eine längere Antibiose-Dauer als übliche bakterielle Infekte. Die Deutsche Borreliose Gesellschaft empfiehlt deswegen im Frühstadium mindestens 4 Wochen lang zu therapieren (statt 2-3 Wochen, wie üblich), evtl. länger, wenn die Symptome länger bestehen.

*Untersuchungen zufolge (Dr.Berghoff, Rheinbach) sind die Heilungsschancen mit Antibiotika im Frühstadium bei ca. 90%. Allerdings werden 80% der Kranken, die in den ersten 4 Wochen nach dem Stich nicht ordentlich oder gar nicht behandelt wurden, chronisch krank. Um so früher Sie ein Antibiotikum bekommen, um so höher sind also Ihre Heilungschancen!

*Antikörper gegen Borrelien bildet das Immunsystem erst 3-4 Wochen nach dem Stich. Ein negativer ELISA Test vor dieser Frist schliesst also keinesfalls eine aktive Borreliose aus!!!

*Ein Erythema migrans (Wanderröte = rote Stelle um die Stichwunde) bildet sich wissentschaftlichen Untersuchungen zufolge nur bei ca. 50% der Kranken!!! Symptome nach einem Zeckenstich wie "Grippe", Schmerzen, Müdigkeit können also auf eine aktive Borreliose hinweisen, auch wenn kein Erythema migrans vorliegt!!!

*Ein Erythema migrans ist ein spezifisches Symptom für eine aktive Borreliose. Ein ELISA Test (Serologie= Antikörper) ist in diesem Fall überflüssig, vor allem wenn der Zeckenstich nicht länger als 3-4 Wochen zurückliegt! Ein EM erfordert eine sofortige Antibiose!

*Eine seronegative Borreliose ist möglich. Borrelien können sich vor dem Immunsystem verstecken (intrazellulärer Aufenthalt, Faktor H: Bindung von menschlichen Proteinen auf die Oberfläche der Bakterien), es so schwächen, daß es keine Antikörper bilden kann. Ein negativer Antikörpertest (ELISA/WESTERBLOT) schliesst deswegen keine aktive Borreliose aus!!!

*Im Frühstadium zeigt ein LTT (Lymphozytentransformationstest) laut Untersuchungen von Prof.von Baehr eine aktive Borreliose in ca. 90% der Infektionsfälle an. Ein LTT zeigt eine aktive Borreliose in der Regel 10 Tage nach dem Zeckenstich (Dr.Hopf-Seidel, Ansbach). Der LTT ist eine IGEL-Leistungen (100-150 €).

*Borrelien können sich überall im Körper verbreiten, alle Organe befallen (Gehirn, Nerven, Muskel, Haut, Gelenke, Sehnen). Dort rufen sie starke Entzündungen hervor, die sich u.a. durch sehr starke Schmerzen (Kopf, Gelenke, Nerven, Muskel), kognitiven Störungen (Konzentrationsschwäche, Schwindel, Gedächtnisschwäche, usw.), neurologischen Störungen (Taubheitsgefühle, Lähmungen, Kribbeln, usw.) äussern und/oder eine starke Müdigkeit, die oft zur Arbeitsunfähigkeit führt.

*Im chronischen Stadium sind laut Deutsche Borreliose Gesellschaft ca. 50% der Patienten unheilbar. Gründe dafür sind mehrfache Persistermechanismen der Borrelien wie Zystenformen, Leben im Biofilmen, Schwächung des Immunsystems, usw. Aus diesem Grund sind aktive Vorbeugungsmaßnahmen bzw. die rechtzeitige und ausreichende Behandlung einer Frühborreliose äußerst sinnvoll.

*Bei Borreliose ist Vorbeugen deswegen besser als Heilen, denn Heilen ist nicht immer möglich und das Leid kann immens sein. Jeder kann selbst auf einfache Weise dazu beitragen, dass er das Risiko einer Infektion bei sich und seinen Kindern so gering wie möglich hält. Eltern können dafür sorgen, dass ihre Kinder vor dieser Infektion verschont bleiben. Dafür ist die sorgfältige Untersuchung des Körpers nach einem Aufenthalt im Grünen (auch Garten, Freibad!) bei Temperatur über 7-8 Grad und die rechtzeitige und fachgerechte Entfernung der Zecke eine einfache, billige und schnelle Möglichkeit. Ohne diese Maßnahme ist das Risiko einer Infektion deutlich grösser und somit auch einer schweren, chronischen Infektion. Nehmen Sie sich jeden Tag diese Zeit in der warmen Saison, gehen Sie nicht abends ins Bett ohne vorherige Untersuchung des Körpers!!!

*Zecken können überall am Körper stechen (Zecken beissen nicht, sie haben keine Zähne), auch an versteckten Stellen wie Kniekehlen, Hals, Ohren, Augenlider, Kopfhaut, Genitalien, usw.
Sie stechen aber auch gerne an gut sichtbaren Stellen wie Beine, Bauch, Arm, Rücken.

*Die Untersuchung des Körpers soll deswegen sehr sorgfältig sein, keine Stelle auslassen.

*In Haaren von Kindern können Zecken mit einer LED-Lampe und einem Kamm, der gegen die Haarwuchsrichtung gebürstet wird, gut sichtbar gemacht werden. Auf dunklen Haaren sind schwarze/graue/braune Zecken sonst kaum zu sehen.

*Nymphen, die kaum mehr als 1-2 mm (Millimeter) groß sind, sind laut Dr.Hopf-Seidel für ca. 70% der Infektionen zuständig. Eine kleine Zecke bedeutet also nicht ein kleineres Risiko, im Gegenteil. Große, erwachsene Zecken (1/2-1 cm groß) stechen sehr selten.

*Trotz dieser Maßnahmen kann ein Zeckenstich unbemerkt bleiben und eine Infektion erfolgen. Gehen Sie sofort zum Arzt, wenn Sie eine verdächtige rote Stelle am Körper im Frühjahr/Sommer/Herbst entdecken oder eine Grippe zu einer ungewöhnlichen Zeit (z.B. im Sommer) entwickeln. Eine Antibiose im Frühstadium ist in diesem Fall der beste Schutz vor einer schweren, chronischen Borreliose.

*Der Wissenstand über die Borreliose ist unter Ärzten leider dramatisch niedrig. Es könnte für Sie von Vorteil sein, wenn Sie Informationsmaterial zur Borreliose zur Beratung mitnehmen würden und Sie dem Arzt zeigen würden. Die Leitlinien der Deutschen Borreliose Gesellschaft, die leider nicht den aktuellen Leitlinien der anderen Fachgesellschaften entsprechen, sind auf jeden Fall zu empfehlen. Für weitere Informationen sind die Internetseiten von Dr.Walter Berghoff, von Dr.Wolfgang Klemann und Dr.Hopf-Seidel auch sehr empfehlenswert.

Empfehlenswerte Literatur:

Dr.Hopf-Seidel
Krank nach Zeckenstich

Jutta Zacharias
Lyme Borreliose: Medizinische Kontroversen - Fakten, Mythen und Verwirrungen

Leitlinien der Deutschen Borreliose Gesellschaft:

https://www.borreliose-gesellschaft.d...Leitlinien.pdf

Deutscher Borreliose Bund:

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Haftungsausschluss: Ich bin selbst seit 2008 an Borreliose chronisch erkrankt und leide infolgedessen unter täglichen Kopf-und Gelenkschmerzen. Ich bin nur medizinischer Laie ohne jegliche medizinische Ausbildung und kann deshalb weder für die Richtigkeit der oben gemachten Angaben noch für die Folgen, die aus der Lektüre dieser Angaben resultieren würden (Vorbeugungsmaßnahmen, Antibiosen) haften. Die oben genannten Aussagen dienen nur der allgemeinen Aufklärung und können deswegen keineswegs die Beratung und Behandlung durch einen Arzt ersetzen. Falls Sie bei sich oder Ihren Kindern Symptome einer Borreliose beobachten bzw. eine aktive Borreliose vermuten, sollen Sie so schnell wie möglich einen Arzt ihres Vertrauens aufsuchen! Für die Folgen einer Zeckenentfernung oder Antibiose nach den oben genannten Angaben kann ich nicht haften.

Mit freundlichen Grüssen
 
Beitritt
04.01.07
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808
Hallo Borrelia,

sorgfältig formulierte Texte sind das Salz in der Suppe eines Forums. Unsere Spezialisten sind Quittie (Forum) und nobix (Wiki). Wenn Du beiden eine PN schickst und auf Deinen Beitrag hinweist, kommst Du am schnellsten voran.

Viele Grüße
Baffo
 
regulat-pro-immune
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31.07.08
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@Minniemaus: vielen Dank!!! Deine Vorschläge sind sehr gut.Ich werde sie 1:1 übernehmen!:kiss:
 
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05.08.08
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1.269
Nach 48 Stunden ist es nahezu sicher, durch eine borrelien-infizierte Zecke an Borreliose zu erkranken.

Das scheint mir nun übertrieben. Bezüglich des Infektionsrisikos bei einem Biss durch eine infizierten Zecke habe ich unterschiedliche Zahlen gelesen. Die höchste betrug 25,6% (in diesem Bericht).

Des weiteren erkranken nicht alle infizierten Menschen. In der Wikipedia findet man hierzu:

In einem 1998 von führenden Borrelioseforschern in Deutschland publizierten Konsensuspapier findet man folgende Angaben zur Erkrankungswahrscheinlichkeit nach einem Zeckenstich (Angaben für Gesamtdeutschland, unabhängig davon ob die Zecken infiziert waren oder nicht):

  • eine Serokonversion, also das Ansprechen des Immunsystems auf den Erreger nach Infektion, ist bei 2,6–5,6 % der Betroffenen zu erwarten
  • eine manifeste Erkrankung jedoch nur bei 0,3–1,4 %.
Zuverlässige Zahlen hierzu gibt es nicht. Legt man aber diese Zahlen zugrunde, kann man davon ausgehen, dass 25 bis 50 % Prozent der mit Borrelien infizierten Personen im weiteren Verlauf auch an Borreliose erkranken.
Gruss - BunnyDog
 
Beitritt
05.08.08
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1.269
ich habe gerade diesen Text verfasst.Ich möchte ihn mehrfahch ausdrucken und Verwandten/Bekannten geben, um sie über Borreliose aufzuklären.

Für diese - durchaus redliche Idee - erscheint mir dein Text deutlich zu lang. Ich denke, für eine nicht betroffene Person dürfte sich das Interesse am Thema in gewissen Grenzen halten. Es erscheint mir daher ratsam, den Leser nicht mit einer Vielzahl an Details abzuschrecken, sondern sich auf die wesentlichen Punkte zu beschränken: Welche Gefahren drohen, und wie kann man sich schützen - fertig. Evt. mit Hinweis, wo man sich genauer informieren kann (z.B. eine Website).

Gruss - BunnyDog
 
Beitritt
09.04.07
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1.194
Das scheint mir nun übertrieben. Bezüglich des Infektionsrisikos bei einem Biss durch eine infizierten Zecke habe ich unterschiedliche Zahlen gelesen.

Das ist eher untertrieben und auch Coinfektionen wie zB. Bartonellose wird sofort übertragen :wave:
Vielleicht ändern sich einige Statistiken nun bald durch die Meldepflicht?

Grüßle Michel
 
regulat-pro-immune
Beitritt
16.05.07
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2.957
Das scheint mir nun übertrieben.

Da stimme ich zu. Ich würde den Satz weglassen.
Erwähnen könnte man, dass die möglichen Co-Infektionen sofort übertragen werden können (da sie sich auch in den Beißwerkzeugen und im Speichel befinden)

@Borrelia

stilistisch gesehen ist ein Text sachlicher= glaubwürdiger, wenn du in den fett gedruckten Passagen nicht gleich 3 Ausrufezeichen hintereinander setzt. Eines reicht völlig ;)

Ich finde den Text auch sehr lang, auch wenn alles sehr wissenswert und wichtig darin ist.
Kommt eben drauf an, wen und was du damit erreichen möchtest.

Habe noch einige Rechtschreibfehler gefunden, die ich gerne markiere, wenn du erstmal deinen Text nach Winnies Vorgaben verbessert hast.
 

Quittie

in memoriam
Beitritt
20.12.09
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3.092
ich habe gerade diesen Text verfasst.Ich möchte ihn mehrfahch ausdrucken und Verwandten/Bekannten geben, um sie über Borreliose aufzuklären.

Hi Borrelia,:)

eine gute Idee im Grunde, aber hast du mit ihnen noch nie über Borreliose und den ganzen Problematiken so gesprochen? Oder meinst du, es ist besser, wenn sie es b.B. nachlesen können?
Ich habe es auch schon oft meinen Leuten erzählt, und wenn dann doch was passiert ist, werde ich doch sofort gefragt, was am besten zu tun ist usw., auch wenn ich es schon oft erklärt habe....

Ich bin der ziemlich gleichen Ansicht wie Kari.

Da im Grunde alles wichtig und wissenwert ist, würde ich da auch nichts fettdrucken, damit das andere nicht überflogen bzw. überlesen wird.
Ich denke auch, in der Kürze liegt die Würze, um nicht zu verwirren - wenn es auch schwer ist, dabei alles zu bedenken :rolleyes:

Viele Grüße Quittie
 
Zuletzt bearbeitet:
Beitritt
15.05.10
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Hoi Borrelia,
Finde, dass Dein Bericht TOP ist........ fuer Betroffene kann er ja wohl kaum zu lang sein! Ich sollte laengst mal einen BERICHT ueber die Rickettsiose meines Mannes schreiben, aber inzwischen bin ich mit meinen Kurznotizen auf 45 Seiten gekommen? Alles ist Wichtig, aber eben viel zu lang....
Viele Gruesse Trudy
 
Themenstarter
Beitritt
31.07.08
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2.396
Ja, Trudi, die Balance zu finden ist schwierig.

Ich muß noch überlegen, wie ich das Ganze kürzen kann, ohne diese wesentlichen Inhalte wegzunehmen.

Vielleicht wäre es besser, den Teil "Vorbeugung durch rechtzeitige und richtige Entfernung der Zecke" separat zu drucken und zu verteilen.

Ich denke mittlerweile: wenn Ärzte über dieses Grundwissen verfügen würden und es ihren Patienten (z.B. im Frühjahr durch Plakate/Broschüren in der Praxis, durch Erklärung bei der FSME-Impfung) vermitteln würden, würde es langfristig weniger Borreliose-Infektionen geben, insbesondere im chr.Stadium.

Leider ist das noch Zukunfstmusik.
 
Beitritt
15.05.10
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43
Ja stimmt......... noch Zukunftsmusik.......!!!
Und doch bleibt vielleicht ab und zu was haengen, wenn man es auch nur fluechtig ueberfliegt. Zu kurz darf es auch nicht sein. Aber vielleicht in zwei getrennten Paragraphen aufgefuehrt: VORBEUGEN und eben wenns schon passiert ist?
Vorbeugen, das wird wohl weniger gelesen, ausser man wurden bereits durch Faelle sensibilisiert.
Borellia, Du wirst das schon auf den Nenner bringen......... ich finde es schon sehr gut wie es ist.
Liebe Gruesse Trudi
 
regulat-pro-immune
Themenstarter
Beitritt
31.07.08
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2.396
Danke Trudi!:)

Ich muß zugeben, daß mein Eifer der 1.Stunde nach ein paar haarsträubenden Erfahrungen deutlich gedämpft wurde.

Z.B. warf eine Verkäuferin den Flyer des Deutschen Borreliose Bundes vor meinen Augen in den Papierkorb und erklärte mir dabei, sie wohne im Wald und sei geimpft!:eek:

2 Freundinnen, die wohl wissen, daß ich seit 2,5 Jahren jeden Tag an Kopf-und Gelenkschmerzen leide, untersuchen weder ihren eigenen Körper noch den ihrer Kinder abends in der warmen Saison!:rolleyes:

Andere Menschen waren dagegen sehr dankbar für die Infos.Meist waren es Menschen, die Bekannten oder Verwandten haben, die schwer an Bo erkrankt sind (die Freundin einer Nachbarin ist deswegen gelähmt).

Wahrscheinlich müssen manche Menschen erst in den Brunnen fallen, um einsehen zu können, wie tief er ist.Leider kann man dann nicht immer raus...

Ich finde es aber nach wie vor nicht in Ordnung-sogar skandalös!!!-daß die Gesundheitsbehörden zur Aufklärung der Bevölkerung nichts tun, insbesondere daß die Ärzte nicht dazu verpflichtet sind.Es wäre doch auch leicht, wenn ein Arzt des örtlichen Gesundheitsamtes ein Mal im Jahr Vorträge in Kindergärten und Schulen halten würde, um die Eltern zu informieren.Man könnte auch zu Beginn der warmen Saison jedem Kind ein Flyer verteilen, in jedem Kindergarten und jeder Schule.Das werde ich übrigens im Kindergarten meiner Tochter machen.Die Leiterin hat mir grünes Licht gegeben.Den Direktor der Schule meines Sohnes muß ich noch fragen.Diese lokale Aktion ist aber nur ein Tropfen im weiter Meer der Ignoranz und generell werden Informationen von Laien sicher nicht so ernst genommen wie von Ärzten und Gesundheitsbehörden.

Gruss:wave:
 

Dora

in memoriam
Beitritt
05.07.09
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2.839
Auf die schnelle habe ich jetzt nicht alles durchgelesen.

Übertragung von Zecken, Bremsen, Insekten, Flöhe sogar Milben können diese Erkrankung auslösen.

Co Infektionen wäre nicht zu unterschätzen EBV und Chlamydien.


sowie Schwermetalle,Quecksilber und Co


Schimmelpilze und Candida


Ein gestörter Säure Basen Haushalt


muss unbedingt in Ordnung gebracht werden, da sonst die ganze Therapie blockiert!



lg
 
Zuletzt bearbeitet:

nicht der papa

Temporär gesperrt
Beitritt
18.11.09
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6.418
Ich muß zugeben, daß mein Eifer der 1.Stunde nach ein paar haarsträubenden Erfahrungen deutlich gedämpft wurde.

Z.B. warf eine Verkäuferin den Flyer des Deutschen Borreliose Bundes vor meinen Augen in den Papierkorb und erklärte mir dabei, sie wohne im Wald und sei geimpft!:eek:

2 Freundinnen, die wohl wissen, daß ich seit 2,5 Jahren jeden Tag an Kopf-und Gelenkschmerzen leide, untersuchen weder ihren eigenen Körper noch den ihrer Kinder abends in der warmen Saison!:rolleyes:

Andere Menschen waren dagegen sehr dankbar für die Infos.Meist waren es Menschen, die Bekannten oder Verwandten haben, die schwer an Bo erkrankt sind (die Freundin einer Nachbarin ist deswegen gelähmt).

Wahrscheinlich müssen manche Menschen erst in den Brunnen fallen, um einsehen zu können, wie tief er ist.Leider kann man dann nicht immer raus...

Ich finde es aber nach wie vor nicht in Ordnung-sogar skandalös!!!-daß die Gesundheitsbehörden zur Aufklärung der Bevölkerung nichts tun, insbesondere daß die Ärzte nicht dazu verpflichtet sind.Es wäre doch auch leicht, wenn ein Arzt des örtlichen Gesundheitsamtes ein Mal im Jahr Vorträge in Kindergärten und Schulen halten würde, um die Eltern zu informieren.Man könnte auch zu Beginn der warmen Saison jedem Kind ein Flyer verteilen, in jedem Kindergarten und jeder Schule.Das werde ich übrigens im Kindergarten meiner Tochter machen.Die Leiterin hat mir grünes Licht gegeben.Den Direktor der Schule meines Sohnes muß ich noch fragen.Diese lokale Aktion ist aber nur ein Tropfen im weiter Meer der Ignoranz und generell werden Informationen von Laien sicher nicht so ernst genommen wie von Ärzten und Gesundheitsbehörden.

Gruss:wave:
Sorry Borrelia, aber wer nicht ignorant ist, der kann sich schon lange umfassend informieren, weiss das die FSME-Impfung nicht vor Borreliose schützt und sucht sich und die Kinder während der Zeckenzeit natürlich auch ab, da bekannt ist, dass Zecken schnellstens entfernt werden sollten.

Gegen Ignoranz gibt es aber kein Mittel.

Allerdings finde ich es auch übertrieben, wenn man schreibt
*Deswegen ist es empfehlenswert, schon ab 7-8 Grad Celsius -da ab dieser Temperatur Zecken aus dem Winterschlaf erwachen- den Körper JEDEN TAG sorfältig und gründlich nach krabbelnden und saugenden Zecken zu untersuchen und die Zecken rechtzeitig und richtig zu entfernen.
Da das überaus selten vorkommen dürfte, ich habe es nie erlebt und kenne auch keinen der bei diesen Temp. eine Zecke hatte, werden das viele Menschen einschl. mir:cool: für reine Panikmache von Betroffenen halten.
 
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Hi,

Sorry Borrelia, aber wer nicht ignorant ist, der kann sich schon lange umfassend informieren, weiss das die FSME-Impfung nicht vor Borreliose schützt und sucht sich und die Kinder während der Zeckenzeit natürlich auch ab, da bekannt ist, dass Zecken schnellstens entfernt werden sollten.

Gegen Ignoranz gibt es aber kein Mittel.

Aber die Menschen brauchen doch einen Impuls, um sich zu informieren! Ich war auch vor meiner Erkrankung ignorant, weil mich keiner informiert hatte und weil ich mich der Gefahr nicht bewusst war!!!

Ich lebe in einem endemischen Borreliose-Gebiet (jede 3.Zecke infiziert) und viele Leute glauben sich durch die "Zecken-Impfung" geschützt, auch gegen die Borreliose.Ein Patient, der gegen FSME geimpft wird, bekommt nicht mal den Beipackzettel vom Arzt und auf den Broschüren in Arztpraxen steht "Zecken-Impfung" und nicht FSME-Impfung! Die meisten Patienten stellen sie sich da nicht die Frage, ob sie ausreichend geschützt sind.Der Arzt pickst und sie gehen nach Hause und denken an was Anderes.In den Broschüren für die "Zecken-Impfung" wird die Borreliose meist auch nur am Rand/Ende in einem lapidaren Satz erwähnt, Vorbeugungsmaßnahmen werden meist nicht beschrieben.Und wer nicht genau liest, glaubt evtl. dazu, daß er gegen Borreliose auch geimpft wurde.

Dabei wäre es so leicht für den Arzt, dies bei einer Impfung zu erklären und dem Patienten zu erklären, wie er sich gegen Borreliose schützen kann:" Diese Impfung schützt Sie gegen die VIRALE Infektion FSME, aber nicht gegen die BAKTERIELLEN Infektionen Borreliose, Babebiose, Bartonellose, usw. Untersuchen Sie ihren Körper jeden Abend vor dem Schlafengehen nach Zecken und entfernen Sie eine Zecke ohne sie zu betäuben oder quetschen so schnell wie möglich.usw." Das würde ihm vielleicht zusätzliche 5 Min kosten.

Allerdings finde ich es auch übertrieben, wenn man schreibt
Da das überaus selten vorkommen dürfte, ich habe es nie erlebt und kenne auch keinen der bei diesen Temp. eine Zecke hatte, werden das viele Menschen einschl. mir:cool: für reine Panikmache von Betroffenen halten.

Doch, es gibt Menschen, die im Februar/März von einer Zecke gestochen worden sind.Die Zahl der Infektion in dieser Zeit zwischen Winter und Frühjahr ist sicher deutlich geringer als im Mai-September, aber WANN sollen die Leute damit anfangen? Erst ab 15 Grad? Oder 20 Grad?

Und was die Panikmache anbelangt: sorry, aber wenn mich jemand vor dieser Gefahr gewarnt hätte und wenn ich mich an diesem Abend nach der Gartenarbeit inspiziert hätte, wäre ich vielleicht jetzt nicht seit 2,5 Jahren krank.Angst ist auch ein Schutz: wenn du den Abgrund vor dir nicht siehst und/oder keine Angst davor hast, wirst du irgendwann reinfallen.

Gruss:)
 
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